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	<title>Kalender &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Hallo, Hallo!!!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 06 May 2019 08:26:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bestellung]]></category>
		<category><![CDATA[Gespräch]]></category>
		<category><![CDATA[hallo]]></category>
		<category><![CDATA[Herr]]></category>
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					<description><![CDATA[Professor Konfusi hat heute viel zu tun und ist den ganzen Tag außer Haus. Auch seine Frau ist unterwegs. Sie ist am Nachmittag mit zwei Freundinnen zum Einkaufsbummel verabredet. Da Professor Konfusi trotz des strammen Terminplans nicht auf das gemeinsame Mittagessen mit seiner Frau verzichten möchte, haben sich die Beiden einen Treffpunkt um die Mittagszeit ausgemacht. So ist eine Bäckerei mit einem gemütlichen Café ihr gemeinsamer Anlaufpunkt. „Ich habe ungefähr zwei Stunden Zeit, bevor mein nächster Termin beginnt“, sagt er zu seiner Gemahlin, als sie aufeinandertreffen. „Schön, dass es geklappt hat, so kannst du wenigstens ein Weilchen verschnaufen“, lächelt sie ihn an. Sie studieren die kleine Speisekarte des Cafés und entscheiden sich für jeweils ein Omelett mit Schinken und Käse und einen Durstlöscher. Als Nachtisch teilen sie sich ein Stückchen Kuchen. Es soll ja nicht zu üppig sein und ein bisschen wollen sie auch auf die Kalorien achten. Dazu gehört natürlich noch je eine Tasse Kaffee zum Abschluss. Kurz nachdem sie ihre Bestellung aufgegeben haben, vibriert es in der Tasche von Frau Konfusi. Da sich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Professor Konfusi hat heute viel zu tun und ist den ganzen Tag außer Haus. Auch seine Frau ist unterwegs. Sie ist am Nachmittag mit zwei Freundinnen zum Einkaufsbummel verabredet. Da Professor Konfusi trotz des strammen Terminplans nicht auf das gemeinsame Mittagessen mit seiner Frau verzichten möchte, haben sich die Beiden einen Treffpunkt um die Mittagszeit ausgemacht. So ist eine Bäckerei mit einem gemütlichen Café ihr gemeinsamer Anlaufpunkt.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„I</span>ch habe ungefähr zwei Stunden Zeit, bevor mein nächster Termin beginnt“, sagt er zu seiner Gemahlin, als sie aufeinandertreffen.<br />
„Schön, dass es geklappt hat, so kannst du wenigstens ein Weilchen verschnaufen“, lächelt sie ihn an.<br />
Sie studieren die kleine Speisekarte des Cafés und entscheiden sich für jeweils ein Omelett mit Schinken und Käse und einen Durstlöscher. Als Nachtisch teilen sie sich ein Stückchen Kuchen. Es soll ja nicht zu üppig sein und ein bisschen wollen sie auch auf die Kalorien achten. Dazu gehört natürlich noch je eine Tasse Kaffee zum Abschluss.<br />
Kurz nachdem sie ihre Bestellung aufgegeben haben, vibriert es in der Tasche von Frau Konfusi. Da sich ihr Gatte gerade auf der Toilette befindet und das Essen noch nicht serviert wurde, beschließt sie den Anruf anzunehmen.<br />
„Hallo, hallo!“, ruft sie in das Handy, als sie dieses endlich in ihrer<span class="Apple-converted-space">  </span>Handtasche gefunden hat.<br />
Leider meldet sich niemand, denn der Teilnehmer am anderen Ende hat aufgelegt, da er nach mehrmaligen erfolglosem Klingeln aufgegeben hat.<br />
„Kennst du diese Nummer?“, fragt Frau Konfusi ihren Mann, als dieser wieder zum Tisch zurückkommt. „Ich war leider zu spät, um den Anruf entgegen zu nehmen.“<br />
„Nein“, meint er, „die Nummer sagt mir jetzt nichts! Ruf doch einfach zurück, dann weißt du wer es war.“<br />
Gesagt, getan.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Oh!“, sagt sie ein paar Sekunden später überrascht zu dem Angerufenen. „Wir hatten heute einen Termin? Das kann doch gar nicht sein. In meinem Terminkalender stand gar keine Notiz.“<br />
Nachdem ihr am anderen Ende noch einmal versichert wurde, dass es sich um keinen Irrtum handelt, entschuldigt sie sich:<br />
„Es tut mir sehr leid, aber das passt jetzt gar nicht. Könnten Sie bitte den Termin für mich streichen?“<br />
„Wer war das?“, erkundigt sich ihr Mann, der inzwischen seinen Teller schon fast geleert hat.<br />
„Angeblich hätte ich in ein paar Minuten einen Termin zur Maniküre und zur Pediküre, obwohl ich mich nicht daran erinnern kann und ehrlich gesagt,  jetzt auch weder Lust noch Zeit habe“, erklärt Frau Konfusi.<br />
„Ich könnte den Termin doch für dich übernehmen. Erstens bin ich mit dem Essen schon fertig, &#8211; den Kuchen schaffst du auch alleine, den Kaffee nehme ich mit &#8211;  und zweitens könnte ich mir eine Pediküre vor meinem nächsten Termin gerade noch gönnen“, beschließt ihr Gemahl und drückt erst auf die Anrufliste und dann auf eine Nummer.<br />
Er reicht seiner Frau das Handy, damit sie den gestrichenen Termin doch noch für ihn retten kann.<br />
„Hallo!“, meldet sich auch sogleich eine leise Frauenstimme.<br />
„Scheinbar hat sie auf Lautsprecher gestellt, weil sie in einer laufenden Behandlung ist“ begründet sich Frau Konfusi in Gedanken dieses leise und zurückhaltende Stimmchen der Gesprächsteilnehmerin.<br />
„Ich habe doch gerade den Termin bei Ihnen abgesagt….“<br />
„Wie?“<br />
„…mein Mann würde allerdings den Termin übernehmen wollen…“<br />
„Wer sind Sie?“<br />
„Frau Konfusi!&#8220;<br />
&#8222;Ja?&#8220;<br />
&#8222;Wir hatten doch gerade miteinander telefoniert!“<br />
„Was? Wie? Was wollen Sie?“<br />
Frau Konfusi ist sichtlich verwundert über die Fragen ihrer Gesprächspartnerin. Sollte diese etwa wegen der Terminabsage verärgert sein? Nach einer kurzen Stille vernimmt sie plötzlich eine Männerstimme aus dem Handy.<br />
„Wer sind Sie?&#8220;<br />
&#8222;Wie ich schon sagte, ich bin &#8230;&#8220;<br />
&#8222;Wen wollen Sie sprechen?“<br />
&#8222;Die Fußpflegerin!&#8220;<br />
&#8222;Wen?&#8220;<br />
„Oh, Entschuldigung!“, flüstert Frau Konfusi ins Telefon, denn ihr ist inzwischen ein Licht aufgegangen und so fügt sie schnell hinzu: „Ich glaube, ich habe mich verwählt.“<br />
„Sag mal?!“, erkundigt sie sich bei ihrer besseren Hälfte, „welche Nummer hast du denn gewählt?“<br />
„Wieso? Wer war denn dran?“<br />
„Frau Konfusi zuckt die Schultern. „Zuerst eine sehr leise Frau und dann ein älterer Herr, &#8211; der Stimme nach zu urteilen“, erklärt sie.<br />
„Zeig doch mal her! Ich glaube, ich habe da so eine Ahnung.“<br />
Professor Konfusi nimmt das Handy, schaut auf das Display und drückt die zuletzt gewählte Nummer.<br />
„Ach Sie sind es, Herr Mettemann!*“, begrüßt er den Herrn. „Hier ist Konfusi. Wir hatten doch gestern Abend telefoniert und ich glaube, Sie haben gerade eben mit meiner Frau gesprochen, die eigentlich mit ihrer Fußpflegerin reden wollte… Entschuldigen Sie bitte!&#8230;“<br />
„Wie? Du kennst den Herrn?“, will nun Frau Konfusi wissen und ist nun vollends verwirrt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/professor-konfusi/">Professor Konfusi</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/eiskalt/">Eiskalt</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/aerger-mit-dem-verflixten-kleinen-ding/">Ärger mit dem verflixten kleinen Ding</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Der Name ist frei erfunden und hat keinen Bezug zu lebenden oder verstorbenen Personen.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Dumm gelaufen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Apr 2018 22:13:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[gelaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Minuten]]></category>
		<category><![CDATA[Wochentag]]></category>
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					<description><![CDATA[Auf die Idee mit der folgenden Geschichte kam ich neulich beim Kaffeetrinken. Ich hatte mich am Nachmittag mit befreundeten Frauen getroffen und eine von ihnen erzählte eine wahre Begebenheit aus ihrem Bekanntenkreis. Ich fand die geschilderte Situation so lustig, zumindest für Außenstehende, dass man sie meiner Meinung nach einfach festhalten muss. Der Betroffene, so nehme ich an, kann sicherlich inzwischen auch darüber lachen. Meine Geschichte, die Namen und Personen sind frei erfunden, aber es steckt ein wahrer Kern darin. Auch sind mir die tatsächlich in die Situation verwickelten Personen nicht bekannt. Lange Vorrede, aber jetzt geht es los: Es ist der Morgen eines ganz gewöhnlichen Wochentages. Genauer gesagt, es ist Mittwochmorgen um 7:00 Uhr. Nils und Laura haben keine außergewöhnlichen Termine in ihrem Kalender stehen und auch die Töchter Anna und Hanna haben in der Schule keine Klassenarbeit zu befürchten. So geht alles seinen geregelten Gang, &#8211; fast.  Zu erwähnen bleibt allerdings noch, dass die Familie in der Großstadt in einer modern ausgebauten Altbauwohnung im dritten Stock wohnt. Obwohl alles modernisiert und auf dem neuesten &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Auf die Idee mit der folgenden Geschichte kam ich neulich beim Kaffeetrinken. Ich hatte mich am Nachmittag mit befreundeten Frauen getroffen und eine von ihnen erzählte eine wahre Begebenheit aus ihrem Bekanntenkreis. Ich fand die geschilderte Situation so lustig, zumindest für Außenstehende, dass man sie meiner Meinung nach einfach festhalten muss. Der Betroffene, so nehme ich an, kann sicherlich inzwischen auch darüber lachen. Meine Geschichte, die Namen und Personen sind frei erfunden, aber es steckt ein wahrer Kern darin. Auch sind mir die tatsächlich in die Situation verwickelten Personen nicht bekannt. Lange Vorrede, aber jetzt geht es los:</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>s ist der Morgen eines ganz gewöhnlichen Wochentages. Genauer gesagt, es ist Mittwochmorgen um 7:00 Uhr. Nils und Laura haben keine außergewöhnlichen Termine in ihrem Kalender stehen und auch die Töchter Anna und Hanna haben in der Schule keine Klassenarbeit zu befürchten. So geht alles seinen geregelten Gang, &#8211; fast.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Zu erwähnen bleibt allerdings noch, dass die Familie in der Großstadt in einer modern ausgebauten Altbauwohnung im dritten Stock wohnt. Obwohl alles modernisiert und auf dem neuesten Stand gebracht wurde, befinden sich auf den Zwischenstockwerken noch jeweils kleine Kämmerchen. Hier waren und sind immer noch Toiletten untergebracht. Zwar haben die einzelnen Wohnungen neben einem geräumigen Badezimmer auch noch jeweils ein separates Gästebad, aber trotzdem hat man die ehemaligen Toiletten im Treppenhaus nicht nur erhalten, sondern auch noch mit neuen Sanitäranlagen ausgerüstet.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Nicht schlecht“, hatten sich Nils und Laura vor zehn Jahren gedacht, als die Töchter noch klein waren. „Dann gibt es wenigstens immer eine Ausweichmöglichkeit.“<br />
Inzwischen sind die beiden Mädchen in, beziehungsweise gerade aus der Pubertät. Wie es nun mal in einer Familie mit überwiegend weiblichen Mitgliedern so ist, ist das Badezimmer immer besetzt. Das Gefühl hat jedenfalls Nils immer öfter. So hat er es sich zur Gewohnheit gemacht bei einem solchen Engpass das Zwischenstockwerk aufzusuchen.<br />
So geht es ihm auch heute. Alle sind mit ihren Aufhübscharbeiten in den Badezimmern beschäftigt, aber er verspürt einen Drang unbedingt die Toilette aufzusuchen. Aus einem Badezimmer dringt das Geräusch von zwei Föns und aus dem anderen das Rauschen der Dusche.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Gut, dass wir das kleine Stübchen haben“, denkt er lächelnd und schnappt sich die Tageszeitung. So marschiert er lediglich mit der Boxershorts bekleidet in den Flur hinaus.<br />
„Sie sind alle noch beschäftigt“, überlegt er und zieht die Wohnungstür hinter sich zu.<br />
Da die Tageszeitung am heutigen Tag keine allzu interessanten Neuigkeiten zu berichten hat, nickt Nils auf seinem Thron für ein Weilchen ein. Als er die Augen wieder öffnet, hat er keine Ahnung wieviel Zeit inzwischen verstrichen ist, denn auch die Uhr hat er nicht dabei.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ach, bestimmt war es nur ein kleiner Sekundenschlaf“, besänftigt er sich selbst, denn zu spät in die Arbeit möchte er auch nicht kommen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Voller Elan nimmt er die wenigen Stufen zur Wohnung und klopft an. Das macht er immer so, denn wer nimmt schon den Wohnungsschlüssel mit auf die Toilette. Niemand. Nils auch nicht.<br />
„Nanu?! Sollten meine Damen noch immer mit dem Föhn beschäftigt sein?“<br />
Auch auf sein zweites, etwas lauteres Klopfen reagiert niemand.<br />
„Jetzt ist guter Rat teuer.“, sagt sich Nils, aber sogleich hellt sich seine Stimmung wieder auf. Ihm ist eingefallen, dass die Nachbarin einen Stock tiefer einen Ersatzschlüssel der Wohnung hat.<br />
„Dann werde ich die ältere Dame mal aus dem Bett klingeln müssen“, beschließt er und stürmt nach unten. Hoffentlich bekommt sie keinen Schreck, wenn ich so halbnackt vor ihrer Tür stehe!“<br />
Darüber hätte sich Nils gar keine Gedanken machen brauchen, denn hier wird sein Klopfen und Klingeln ebenso wenig erhört wie in seiner eigenen Wohnung.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ach ja, wie konnte ich das vergessen, sie ist doch gestern für ein paar Tage zu ihrer Tochter nach Wien gefahren. Aber wozu wohnt man in einem Mehrfamilienhaus?“<br />
Wieder läuft Nils noch eine Treppe weiter nach unten. Gerade als er die Hand<span class="Apple-converted-space">  </span>zur Klingel führen will, blitzt ein Gedanke durch seine Gehirnwindungen:<br />
„Die Wohnung ist leer. Letzte Woche sind die Meiers doch ausgezogen, weil sie ihren wohlverdienten Lebensabend auf Teneriffa verbringen möchten.“<br />
Nils kratzt sich am Kopf und überlegt.<br />
„Ganz unten im Keller wohnt noch ein Student. Tut mir leid, aber der muss heute mal früher aus den Federn.“<br />
Schon hechtet Nils in den Keller, wo auf sein Klopfen ebenfalls nicht reagiert wird.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Jetzt hat sich wohl die ganze Welt gegen mich verschworen. Stimmt, er hat mir gestern Abend von seiner Prüfung erzählt, die er in aller Herrgottsfrühe hat. Der ist also schon weg. Na gut“, überlegt Nils weiter. „Inzwischen sind meine Damen sicherlich im Bad schon fertig und erwarten mich.“<br />
Also nimmt Nils die Beine in die Hände und springt die Stufen zum dritten Stock wieder nach oben, wo er allerdings soviel klopfen und klingeln kann wie er will, die Tür öffnet sich nicht. Auch dringt keinerlei Laut nach draußen zu ihm.<br />
„Das kann ja wohl nicht sein! Sollten Anna und Hanna schon in der Schule und Laura in der Arbeit sein? Haben sie womöglich gedacht, er habe bereits das Haus verlassen?“<br />
Als Nils die Kirchturmuhr achtmal schlagen hört, wird ihm klar, dass sein Sekundenschlaf auf der Toilette sich doch eher über Minuten erstreckt haben musste. Schlagartig wird ihm seine missliche Lage bewusst.<br />
„Ich muss einen Passanten anhalten und ihn bitten meine Frau am Arbeitsplatz anzurufen. Sie muss kommen und mir die Wohnung aufschließen.“<br />
Mit schlechter Laune, gesenktem Blick, in Boxershorts, nackten Beinen, bloßem Oberkörper und barfuß marschiert er durch das Treppenhaus nach unten. Er öffnet die seltsamerweise unverschlossene Haustür und wartet auf dem Bürgersteig auf Hilfe von jemand, der weder erschrocken reagiert noch ihn in seiner peinlichen Situation auslacht.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Solche Menschen soll es ja geben“, hofft er und wird auch bald darauf in seinem Glauben an das Gute im Menschen bestätigt.<br />
Doch eine gute halbe Stunde muss er noch ausharren, bis seine Frau ihn erlöst. Grinsend entlassen die zufällig vorbeigekommenen Polizisten den fast unbekleideten Mann aus ihrem Auto und übergeben ihn in die Obhut seiner Frau.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/mister-tremblehand/">Mister Tremblehand</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/corpus-delicti/">Corpus Delicti</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/mensch-aergere-dich-nicht/">Mensch ärgere dich nicht!</a></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Hui!!!</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/hui/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Feb 2017 22:01:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[einmal]]></category>
		<category><![CDATA[Hui]]></category>
		<category><![CDATA[Kalender]]></category>
		<category><![CDATA[Kino]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
		<category><![CDATA[Schaukel]]></category>
		<category><![CDATA[Spielplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Zöpfe]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich sitze an meinem Schreibtisch, als mein Blick auf einen Gegenstand auf dem Regal fällt. Eigentlich müsste er schon längst entsorgt sein. Es ist nämlich ein thailändischer Kalender* aus dem vergangenen Jahr. „Ohje!“, denke ich. „Wieso steht der noch dort?“ Im Grunde ist mir die Antwort schon klar: „Weil ich ihn nicht weggeworfen habe, logisch!“, erkläre ich mir die Sachlage selbst. Die Frage sollte vielleicht eher so lauten: „Wieso habe ich ihn immer wieder an seinen Platz zurück gestellt?“ Tja, auch das kann ich mir erklären: „Weil etwas an ihm so niedlich aussieht!“ Ich stehe auf, gehe zum Regal und nehme den Kalender in die Hand. Er ist gefertigt, wie ein gleichschenkeliges Dreieck, so dass er stehen kann. Die Kalenderblätter sind auf die Rückseite geklappt und auf der Vorderseite erscheint somit ein Bild. Dieses zeigt einen Wald und viele verschiedene Tiere. Ein kleines Mädchen hat an einem Ast eine Schaukel befestigt, auf der sie fröhlich hin und her schwingt. Plötzlich macht es „Klick!“ und mein Kopfkino startet seinen Film. Ich tauche in eine andere Welt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich sitze an meinem Schreibtisch, als mein Blick auf einen Gegenstand auf dem Regal fällt. Eigentlich müsste er schon längst entsorgt sein. Es ist nämlich ein thailändischer Kalender* aus dem vergangenen Jahr.</strong><br />
<strong> „Ohje!“, denke ich. „Wieso steht der noch dort?“</strong><br />
<strong> Im Grunde ist mir die Antwort schon klar: „Weil ich ihn nicht weggeworfen habe, logisch!“, erkläre ich mir die Sachlage selbst.</strong><br />
<span class="dropcap">D</span>ie Frage sollte vielleicht eher so lauten:<br />
„Wieso habe ich ihn immer wieder an seinen Platz zurück gestellt?“<br />
Tja, auch das kann ich mir erklären:<br />
„Weil etwas an ihm so niedlich aussieht!“<br />
Ich stehe auf, gehe zum Regal und nehme den Kalender in die Hand. Er ist gefertigt, wie ein gleichschenkeliges Dreieck, so dass er stehen kann. Die Kalenderblätter sind auf die Rückseite geklappt und auf der Vorderseite erscheint somit ein Bild. Dieses zeigt einen Wald und viele verschiedene Tiere. Ein kleines Mädchen hat an einem Ast eine Schaukel befestigt, auf der sie fröhlich hin und her schwingt.<br />
Plötzlich macht es „Klick!“ und mein Kopfkino startet seinen Film. Ich tauche in eine andere Welt ein, in der sich Gegenwart und Vergangenheit, Realität und Phantasie miteinander vermischen, Entfallenes auf einmal zur Erinnerung wird und meine Gedanken wie Wölkchen auf die Reise gehen:<br />
Die Eichhörnchen tummeln sich in den Baumkronen und hüpfen von Ast zu Ast. Ich höre das Gezwitscher der Vögel und den Ruf der Eule. Alles ist harmonisch und friedvoll, obwohl die Tiere des Waldes keineswegs zusammenpassen.<br />
„Ein seltsames Trio“, denke ich. „Ein Hirsch, ein Elefant und ein Pfau!“<br />
Irgendetwas scheint ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. In diesem Moment kann ich es auch vernehmen. Es ist ein fröhliches Lachen und Jauchzen, das die Luft durchdringt und selbst die Vögel für ein Weilchen verstummen lässt. Alle lauschen mit angehaltenem Atem. Mein Blick wandert in die Richtung aus der diese alles um sich herum vergessende Fröhlichkeit kommt, &#8211; nämlich zu dem Mädchen auf der Schaukel. Ich sehe wie sie begeistert die Beine in die Lüfte schwingt, damit die Schaukel höher und höher mit ihr fliegt. Ihre langen Zöpfe schwingen im gleichen Rhythmus mit. Und jetzt erkenne ich auch das Mädchen. Es ist Klein-Astrid. Ich bin das Mädchen. Ich sitze auf meiner Schaukel und genieße das Leben gerade in vollen Zügen.<br />
„Hui!“ , rufe ich aus. „Höher! Höher!“<br />
Auf einmal hängt die Schaukel nicht mehr am Ast eines Baumes, sondern dort, wo sie hingehört. Ich bin bei meinem Opa. Er steht auf der Eingangstreppe seines Hauses und schaut mir lächelnd zu, wie ich in der offenen Tür des Nebengebäudes lachend und quietschend auf meiner Schaukel vor und zurück schwinge. Ich lasse die Schaukel langsam auspendeln, springe dann ab und laufe zu dem Hund meines Opas, der faul auf dem Hof in der Sonne liegt.<br />
„Braver Bazi!“, sage ich und streichele ihm über das schwarzweiße Fell. Danach gehe ich zu meinem Opa und nehme ihn an der Hand.<br />
„Geh’n wir auf den Spielplatz?“, frage ich und ziehe ihn schon in Richtung Gartentor.<br />
Auf dem Spielplatz gibt es zwei Schaukeln, eine Rutschbahn, eine Wippe, ein Klettergerüst, selbstverständlich ganz viel Sand und einen großen Fliegenpilz. Zu groß für mich. Selbst wenn ich mich auf die Zehenspitzen stelle, komme ich nicht an seinen roten Pilzhut heran.<br />
„Bitte heb mich hoch!“, bettele ich und hüpfe ungeduldig vor meinem Opa von einem Bein auf das andere.<br />
„Hopp!“, ruft er aus und schwingt mich in die Höhe. „Halt dich gut fest! Ich drehe und wenn du dich nicht mehr halten kannst, dann sag es.“<br />
Opa dreht langsam den großen Fliegenpilz und läuft mit, damit er mich rechtzeitig auffangen kann.<br />
„Schneller!, rufe ich und zappele mit den Beinen. Doch lange kann ich mich nicht mehr halten und lasse mich in die Arme meines Opas fallen. Schnell laufe ich zur Schaukel, denn ich muss ausprobieren, ob ich mit ihr genauso hoch schaukeln kann, wie mit derjenigen bei meinem Opa. Das Mädchen, das neben mir schaukelt, ist schon größer und mutiger als ich. Sie springt sogar während des Schaukelns ab, aber das traue ich mich noch nicht. Ich bin ja auch noch nicht groß.<br />
Selbstverständlich muss ich auch alle anderen Spielgeräte noch ausprobieren, bevor ich mit meinem Opa wieder nach Hause gehe. Gerade als ich von der untersten Sprosse des Klettergerüstes hüpfe, gibt es ein seltsames Geräusch, das mich irritiert. Noch bevor ich merke, was es mit diesem Geräusch auf sich hat, höre ich es wieder. Es ist ein Schnipsen. Ich reise die Augen weit auf und…<br />
… sehe meinen Mann mit den Fingern schnipsend und grinsend vor mir stehen.<br />
„Du träumst wohl! Wo warst du denn gerade?“<br />
„Ziemlich weit weg“, sage ich und stelle den Kalender wieder ins Regal, wodurch die Schaukel mit dem Mädchen sanft hin und her schwingt. Fast ist es mir, als rufe sie mir die zwei Worte zu, die unser Sohn immer rief, wenn er nicht von der Schaukel steigen wollte, um vom Spielplatz nach Hause zu gehen.<br />
Kaum hörbar wiederhole ich diese Worte und gebe dem Kalendermädchen auf der Schaukel einen leichten Schups.<br />
„Noch einmal!“</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-4021 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/02/1200px-IMG_5401-768x1024.jpg" width="768" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/02/1200px-IMG_5401-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/02/1200px-IMG_5401-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/02/1200px-IMG_5401-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/02/1200px-IMG_5401.jpg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch diese Geschichten noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/aus-der-schulzeit-meiner-mutter/">Aus der Schulzeit meiner Mutter</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/meine-mutter-und-die-zugspitze/">Meine Mutter und die Zugspitze</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Leider ist mir der Name des Künstlers nicht bekannt. Der Kalender ist ein Geschenk von der Firma PTT Public Company Limited aus Bangkok.</p>
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