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	<title>Fliege &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Jetzt geht’s richtig los!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 May 2017 12:14:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Brummer]]></category>
		<category><![CDATA[Fliege]]></category>
		<category><![CDATA[Geschirrtuch]]></category>
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					<description><![CDATA[Kaum schickt die langersehnte Sonne die ersten wärmenden Sonnenstrahlen vom Himmel, geht es wieder richtig los. Es summt und brummt in allen Ecken des Gartens. Gerade umschwirrt mich draußen auf der Terrasse ein dicker Brummer. Ich sehe ihn nicht, aber ich kann ihn hören. Da sein Brummen sehr intensiv ist und wohl einem etwas größerem Resonanzraum zu entstammen scheint, vermute ich, dass es sich um einen fetten Brummer handelt. Was sich im Freien so schön mit dem Zwitschern der Vögel vermischt und zum Genießen der wiedererwachten Natur gehört, empfinde ich im Innern des Hauses als ziemlich lästig. Aus diesem Grund haben wir auch bei den Terrassen- und Balkontüren sogenannte Fliegengittertüren angebracht. Aber leider verirrt sich mancher Brummer doch in die Innenräume. So auch jetzt wieder. Ich öffne das besagte Fliegengitter und die Terrassentür, damit ich wieder ins Haus kann. Auf diese Gelegenheit scheint der Brummer allerdings nur gewartet zu haben. Schneller als ich, ist er in den Innenräumen und fliegt kreuz und quer. Rastlos irrt er in der Diele hin und her. „Nicht mit mir!“, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Kaum schickt die langersehnte Sonne die ersten wärmenden Sonnenstrahlen vom Himmel, geht es wieder richtig los. Es summt und brummt in allen Ecken des Gartens. Gerade umschwirrt mich draußen auf der Terrasse ein dicker Brummer. Ich sehe ihn nicht, aber ich kann ihn hören. Da sein Brummen sehr intensiv ist und wohl einem etwas größerem Resonanzraum zu entstammen scheint, vermute ich, dass es sich um einen fetten Brummer handelt.</strong><br />
<span class="dropcap">W</span>as sich im Freien so schön mit dem Zwitschern der Vögel vermischt und zum Genießen der wiedererwachten Natur gehört, empfinde ich im Innern des Hauses als ziemlich lästig. Aus diesem Grund haben wir auch bei den Terrassen- und Balkontüren sogenannte Fliegengittertüren angebracht. Aber leider verirrt sich mancher Brummer doch in die Innenräume. So auch jetzt wieder.<br />
Ich öffne das besagte Fliegengitter und die Terrassentür, damit ich wieder ins Haus kann. Auf diese Gelegenheit scheint der Brummer allerdings nur gewartet zu haben. Schneller als ich, ist er in den Innenräumen und fliegt kreuz und quer. Rastlos irrt er in der Diele hin und her.<br />
„Nicht mit mir!“, versuche ich ihm zu drohen.<br />
Im Eiltempo hasste ich zu meiner Küchentür, um sie zu schließen und ihm den Weg zu versperren. Zu spät. Zielsicher steuert er durch den kleinen Spalt und direkt zu einem meiner drei Küchenfenster. Hier donnert er mit Wucht gegen die Scheibe.<br />
„Na warte!“, rufe ich aus. „Ich kriege dich schon!“<br />
Bewaffnet mit einem Wasserglas und einem dünnen Pappdeckel, gehe ich auf Fliegenjagd. Es wäre nicht das erste Mal, dass ich auf diese Art die eine oder andere Fliege oder auch schon mal eine Wespe einfange, um sie wieder sicher und wohlbehalten nach draußen zu befördern. Doch bei diesem Brummer habe ich jetzt keine Chance. Er fliegt von einem Fenster zum nächsten, immer dem Licht entgegen. Logisch und irgendwie schlau, denn dort vermutet er die große Freiheit. Aber auch irgendwie dumm, denn er müsste doch eigentlich aus seiner eigenen Erfahrung lernen. Nichts desto trotz donnert er immer wieder gegen das geschlossene Fenster. Leider ist er unermüdlich in seinen Fehlversuchen und gibt mir keinerlei Gelegenheit mein Glas zum Einsatz zu bringen, denn dafür müsste er sich eine Ruhepause gönnen und sich irgendwo niederlassen.<br />
„Setz dich doch endlich mal hin!“, befehle ich dem dicken Brummer, was allerdings keinerlei Wirkung zeigt.<br />
Ich denke mir: „Wenn du unbedingt zum Fenster hinaus willst, dann mache ich es dir eben auf. Dann bin ich dich endlich los!“<br />
Gesagt, getan. Nur los bin ich den Brummer immer noch nicht. Entweder er versteht meine Sprache nicht oder er will einfach nicht. Ich vermute, beides ist der Fall. Also muss ich mir eine andere Strategie überlegen, um ihn durch das geöffnete Fenster zu scheuchen. Mittlerweile bevorzugt er nämlich die beiden anderen geschlossenen Fenster.<br />
Ich schnappe mir ein Geschirrtuch, das griffbereit am Haken hängt und wedele damit in der Luft herum. Ich versuche ihn damit in Richtung des geöffneten Fensters zu lenken.<br />
„Was veranstaltest du denn hier?“, ertönt die mir etwas überflüssig erscheinende Frage von meinem Mann, der in die Küche gekommen ist, um sich schnell einen Kaffee zu machen.<br />
„Das siehst du doch!“, gebe ich ein bisschen schnippisch zurück und wedele weiter.<br />
Weder mein Glas noch mein Geschirrtuch haben sich bewährt. Der Brummer hat sich entschieden wieder durch die geöffnete Küchentür zurück in die Diele zu fliegen.<br />
„Na toll! Ich bin echt begeistert“, gebe ich meinem Mann in einem Tonfall zu verstehen, der keinerlei Missverständnisse aufkommen lässt. Ich stelle mir nämlich gerade vor, dass der Brummer jetzt durch unser Treppenhaus nach oben in die anderen Räume entweicht.<br />
„Den werden wir jetzt nie mehr los!“<br />
„Wieso?“, fragt mein Mann kopfschüttelnd. „Mach doch einfach die Haustür auf und schwuppdiwupp ist er draußen. Die Öffnung ist doch wahrlich nicht zu übersehen.&#8220;<br />
„Das denkst auch nur du!“, sage ich, als auch schon besagter Brummer zielsicher gegen das verschlossene Oberlicht donnert.<br />
„Ich hole jetzt die Fliegenklatsche!“, beschließe ich genervt und eile in den Hauswirtschaftsraum, gefolgt von dem dicken Brummer.<br />
Siegessicher schwinge ich das besagte Teil in meiner Hand und wende meinen Blick nach oben, um den Brummer zu fixieren. Und was sehe ich? Es ist einfach nicht zu fassen! Zu dem dicken Brummer haben sich zwei kleinere Stubenfliegen dazu gesellt.<br />
„Ich begreife es nicht! Wo kommt ihr denn her?“<br />
Langsam bin ich mit meiner Weisheit, was die Fliegenjagd betrifft und mit meinen Nerven am Ende.<br />
„Ja, ja!“, gibt mein Mann zum Besten. „Wenn Fliegen hinter Fliegen fliegen, dann fliegen Fliegen Fliegen hinterher!“<br />
„Hör auf mit den Sprüchen!“, schimpfe ich und habe doch tatsächlich das Geschwader aus den Augen verloren.<br />
„Siehst du, jetzt hast du mich abgelenkt und ich weiß nicht mehr wo sie hin sind.&#8220;<br />
„Dort!“, grinst mein Göttergatte frech und deutet mit dem Zeigefinger in Richtung Diele.<br />
Ich hechte hinterher, in einer Hand die Fliegenklatsche und in der anderen das Geschirrtuch und einer Mordswut im Bauch. Mein Blick ist fest auf das fliegende Trio geheftet, während ich mein Gehirn nach weiteren Fliegenjagdstrategien durchforste. Doch plötzlich bleibe ich mit offenem Mund stehen und rühre mich nicht mehr vom Fleck.<br />
Das Dreiergespann fliegt doch tatsächlich zielgerichtet und ohne Umwege direkt in Richtung der geöffneten Haustür. Ich halte die Luft an und wage weder zu atmen noch zu hoffen. Doch man glaubt es kaum: Die zwei kleinen Fliegen fliegen hinter der dicken Fliege schnurstracks zur Haustür hinaus, als wenn sie schon immer genau diesen Fluchtweg gekannt hätten.<br />
Ich hechte hinterher und werfe die Haustür mit Schwung zu, damit auch keiner der Drei wieder zurück fliegen kann.<br />
„Uff!“<br />
Froh diese Plagegeister endlich aus dem Haus zu haben, atme ich erst einmal tief durch.<br />
„Komm, jetzt trinken wir erst einmal einen Kaffee!“, schlägt Peter vor.<br />
„Lass uns damit auf unseren Sieg anstoßen“, lache ich nun.<br />
Doch schon in der nächsten Sekunde vergeht mir das Lachen. Mein Blick fällt nämlich beim Betreten der Küche auf das geöffnete Küchenfenster. Direkt davor auf meiner Küchenplatte erblicke ich nämlich einen alten Bekannten,</p>
<p style="text-align: center;">den dicken, fetten Brummer.</p>
<p style="text-align: center;"><em>Fortsetzung folgt …</em></p>
<p style="text-align: left;">Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/flie/">Flie</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/die-abenteuer-des-kleinen-matz/">Die Abenteuer des kleinen Matz</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/ein-falke-zwei-prinzessinnen-und-meine-heimatstadt/">Ein Falke, zwei Prinzessinnen und meine Heimatstadt</a></p>
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		<title>Flie</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/flie/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 16 Jun 2016 23:35:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Beitrag]]></category>
		<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[Fliege]]></category>
		<category><![CDATA[Fliegenklatsche]]></category>
		<category><![CDATA[Nase]]></category>
		<category><![CDATA[Plan]]></category>
		<category><![CDATA[Schüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Suppe]]></category>
		<category><![CDATA[Teller]]></category>
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					<description><![CDATA[Seltsam, aber irgendwie werden die Tiere immer kleiner, von denen ich berichte. Nach Emma, der Maus ist heute Flie, die Fliege an der Reihe. Ihr fragt, wie ich darauf komme? Ganz einfach. Schaut mal ganz genau die Fotos vom Haus der Familie Maus an. Könnt Ihr sie sehen? Auf dem Tisch sitzt eine Fliege. Das war wohl Flie, bei einem ihrer Abenteuer.  FLIE FLIE, DIE FLIEGE SITZT MAL DA, MAL DORT, SCHON IST SIE WIEDER AN EINEM ANDEREN ORT. GERADE SASS SIE AUF OMAS NEUER VASE, DOCH JETZT LÄSST SIE SICH NIEDER AUF OPAS NASE. ER VERSCHEUCHT SIE MIT DER HAND, SO NIMMT FLIE PLATZ AN DER WAND. AUCH HIER HÄLT SIE ES NICHT LANGE AUS, DENN OMA BRINGT SUPPE FÜR OPA KLAUS. SOFORT ERKENNT SIE DEN KÖSTLICHEN DUFT UND ERHEBT SICH GESCHWIND IN DIE LUFT. IHRE FLÜGEL KRÄFTIG SCHWINGEN, ABER AUCH DIE LANDUNG MUSS GELINGEN. DREIMAL UMRUNDET SIE DEN TISCH. „NA WARTE, WIR KRIEGEN DICH! DIES IST ALLEIN NUR UNSER MITTAGSSCHMAUS, VERLASSE SOFORT DAS ZIMMER UND DAS HAUS!“ FLIE ERHÄLT EINEN TÜCHTIGEN WISCH UND &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Seltsam, aber irgendwie werden die Tiere immer kleiner, von denen ich berichte. Nach Emma, der Maus ist heute Flie, die Fliege an der Reihe. Ihr fragt, wie ich darauf komme? Ganz einfach. Schaut mal ganz genau die Fotos vom Haus der Familie Maus an. Könnt Ihr sie sehen? Auf dem Tisch sitzt eine Fliege. Das war wohl Flie, bei einem ihrer Abenteuer. </strong></p>
<p><strong>FLIE</strong></p>
<p><strong>FLIE, DIE FLIEGE SITZT MAL DA, MAL DORT,</strong><br />
<strong>SCHON IST SIE WIEDER AN EINEM ANDEREN ORT.</strong><br />
<strong>GERADE SASS SIE AUF OMAS NEUER VASE,</strong><br />
<strong>DOCH JETZT LÄSST SIE SICH NIEDER AUF OPAS NASE.</strong><br />
<strong>ER VERSCHEUCHT SIE MIT DER HAND,</strong><br />
<strong>SO NIMMT FLIE PLATZ AN DER WAND.</strong></p>
<p><strong>AUCH HIER HÄLT SIE ES NICHT LANGE AUS,</strong><br />
<strong>DENN OMA BRINGT SUPPE FÜR OPA KLAUS.</strong><br />
<strong>SOFORT ERKENNT SIE DEN KÖSTLICHEN DUFT</strong><br />
<strong>UND ERHEBT SICH GESCHWIND IN DIE LUFT.</strong><br />
<strong>IHRE FLÜGEL KRÄFTIG SCHWINGEN,</strong><br />
<strong>ABER AUCH DIE LANDUNG MUSS GELINGEN.</strong></p>
<p><strong>DREIMAL UMRUNDET SIE DEN TISCH.</strong><br />
<strong>„NA WARTE, WIR KRIEGEN DICH!</strong><br />
<strong>DIES IST ALLEIN NUR UNSER MITTAGSSCHMAUS,</strong><br />
<strong>VERLASSE SOFORT DAS ZIMMER UND DAS HAUS!“ </strong><br />
<strong>FLIE ERHÄLT EINEN TÜCHTIGEN WISCH</strong><br />
<strong>UND ÜBERLÄSST DEN BEIDEN DEN TISCH.</strong></p>
<p><strong>DOCH FLIE HAT EINEN PLAN,</strong><br />
<strong>SIE TREIBT DIE BEIDEN IN DEN WAHN.</strong><br />
<strong>UMSCHWIRRT BRUMMEND IHRE KÖPFE,</strong><br />
<strong>SETZT SICH AUF STUHL, HERD UND TÖPFE.</strong><br />
<strong>OPA VOLLER WUT UND ÄRGER UM SICH BLICKT,</strong><br />
<strong>DIE OMA NACH DER FLIEGENKLATSCHE SCHICKT.</strong></p>
<p><strong>OMA SCHWINGT DIE KLATSCHE HIN UND HER,</strong><br />
<strong>FLIE ENTWISCHT, FLIEGT KREUZ UND QUER.</strong><br />
<strong>„ÄTSCH, KOMMT NUR HER,</strong><br />
<strong>IHR KRIEGT MICH NIMMERMEHR!</strong><br />
<strong>ICH BIN EH&#8216; FLINKER ALS IHR ZWEI,</strong><br />
<strong>ALSO LASST GERENNE UND GESCHREI!“</strong></p>
<p><strong>FLIE NOCHMALS EINE LETZTE RUNDE DREHT,</strong><br />
<strong>DANN AUF DEM TELLERRAND SPAZIEREN GEHT.</strong><br />
<strong>IHREN RÜSSEL IN DIE SUPPE STECKT.</strong><br />
<strong>OH, WIE ES IHR SCHMECKT!</strong><br />
<strong>OPA ENTREISST DER OMA DIE KLATSCH&#8216;</strong><br />
<strong>UND SCHON MACHT ES PLATSCH!</strong></p>
<p><strong>DIE SUPPE SPRITZT AN OPAS KINN</strong><br />
<strong>UND AUCH SONST NOCH ÜBERALL HIN.</strong><br />
<strong>FLIE HAT JEDOCH GANZ ENTSPANNT,</strong><br />
<strong>DIE GEFAHR FRÜHZEITIG ERKANNT.</strong><br />
<strong>LECKT NUN VON DER TISCHDECKE</strong><br />
<strong>ALL DIE LECKEREN SUPPENFLECKE.</strong></p>
<p><strong>„LECKER, WO GIBT ES MEHR?</strong><br />
<strong>ICH MAG DIESE SUPPE SEHR!“</strong><br />
<strong>SCHNELL HIN ZUR SUPPENSCHÜSSEL,</strong><br />
<strong>UND HINEIN MIT DEM FLIEGENRÜSSEL.</strong><br />
<strong>DOCH NIEMALS FLIEG MIT VOLLEM BAUCH!</strong><br />
<strong>DAS MERKT FLIE ZU SPÄT NUN AUCH.</strong></p>
<p><strong>SIE MEHR UND MEHR ZU TORKELN BEGINNT</strong><br />
<strong>UND KAUM NOCH AN HÖHE GEWINNT.</strong><br />
<strong>IM STURZFLUG NACH UNTEN ES GEHT,</strong><br />
<strong>DA HILFT AUCH KEIN STOSSGEBET.</strong><br />
<strong>FLIE SCHON IHR ENDE SIEHT GEKOMMEN,</strong><br />
<strong>SIE FÜHLT SICH GANZ UND GAR BENOMMEN.</strong></p>
<p><strong>KURZ VOR DEM AUFPRALL,</strong><br />
<strong>STOPPT JEDOCH IHR TIEFER FALL.</strong><br />
<strong>RETTENDE HÄNDE FANGEN SIE EIN,</strong><br />
<strong>BEVOR SIE IN DIE SUPPE TAUCHT HINEIN.</strong><br />
<strong>FRITZ, DES NACHBARS BENGEL</strong><br />
<strong>IST DER FLIEGE ENGEL.</strong></p>
<p><strong>ER BRINGT SIE SCHNELL HINAUS</strong><br />
<strong>AUS BESAGTER KÜCHE UND HAUS.</strong><br />
<strong>FLIE NUN VOLLER GLÜCK,</strong><br />
<strong>WIRFT KEINEN BLICK ZURÜCK.</strong><br />
<strong>SCHON ENTBRENNT IN IHR DAS FEUER.</strong><br />
<strong>AUF ZUM NÄCHSTEN GROSSEN ABENTEUER!</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr noch das lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-dreivasengeschichte/">Die Dreivasengeschichte</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/immer-rund-herum/">Immer rund herum</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/von-der-sonnenuhr-zur-poesie/">Von der Sonnenuhr zur Poesie</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Timo und die kleinen Tierchen in meiner Küche</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/timo-und-die-kleinen-tierchen-meiner-kueche/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2015 16:08:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[fatured]]></category>
		<category><![CDATA[Fliege]]></category>
		<category><![CDATA[Kindergarten]]></category>
		<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Läuse]]></category>
		<category><![CDATA[Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Missverständnis]]></category>
		<category><![CDATA[Sohn]]></category>
		<category><![CDATA[Tierchen]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim Aufräumen in meinem Arbeitszimmer ist mir eine blaue DIN A-4 Mappe in die Hände gefallen. Es ist einfach nur eine Sammelmappe ohne Aufschrift und ich kann mir schon denken, dass hier Handlungsbedarf besteht. Wahrscheinlich habe ich irgendwann einmal alles Mögliche und Unmögliche einfach nur hier hinein gesteckt, weil ich es nicht wegwerfen wollte, aber sonst nicht wusste wohin damit. Also löse ich die Gummiringe und öffne die Mappe. Vor mir liegen viele beschriftete Seiten auf denen ich u.a. Erlebnisse und Begebenheiten mit unserem damals noch kleinen Sohn in Worte gefasst habe und plötzlich sind alle Erinnerungen wieder da: Es war ein schöner Sommertag mit viel Sonnenschein und blauem Himmel. Ich stand in unserer Küche in Darmstadt und bereitete das Mittagessen vor. Unser etwa zweijähriger Timo spielte im Wohnzimmer mit seinen Bauklötzchen. Alles war friedlich und ich überlegte gerade, was wir nach Timos Mittagsschlaf unternehmen könnten, als unser Sohn zu mir in die Küche kam. Er setzte sich auf den Fußboden, um mir zuzusehen. Plötzlich wurde ich durch Timos zartes Stimmchen aus meinen Gedanken gerissen: &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beim Aufräumen in meinem Arbeitszimmer ist mir eine blaue DIN A-4 Mappe in die Hände gefallen. Es ist einfach nur eine Sammelmappe ohne Aufschrift und ich kann mir schon denken, dass hier Handlungsbedarf besteht. Wahrscheinlich habe ich irgendwann einmal alles Mögliche und Unmögliche einfach nur hier hinein gesteckt, weil ich es nicht wegwerfen wollte, aber sonst nicht wusste wohin damit. Also löse ich die Gummiringe und öffne die Mappe.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">V</span>or mir liegen viele beschriftete Seiten auf denen ich u.a. Erlebnisse und Begebenheiten mit unserem damals noch kleinen Sohn in Worte gefasst habe und plötzlich sind alle Erinnerungen wieder da:<br />
Es war ein schöner Sommertag mit viel Sonnenschein und blauem Himmel. Ich stand in unserer Küche in Darmstadt und bereitete das Mittagessen vor. Unser etwa zweijähriger Timo spielte im Wohnzimmer mit seinen Bauklötzchen. Alles war friedlich und ich überlegte gerade, was wir nach Timos Mittagsschlaf unternehmen könnten, als unser Sohn zu mir in die Küche kam. Er setzte sich auf den Fußboden, um mir zuzusehen. Plötzlich wurde ich durch Timos zartes Stimmchen aus meinen Gedanken gerissen:<br />
„Mama, Maus!“, plapperte er vor sich hin.<br />
Ich blickte zu ihm hinunter und sah, dass er ein Stofftier in den Händen hielt.<br />
„Nein Timo, das ist doch dein kleines Hundchen“, berichtigte ich ihn.<br />
Einen Moment war es ruhig, doch dann meinte er wieder:<br />
„Mama, Maus!“<br />
„Nein Timo, hier ist keine Maus. Das ist ein Hund!“, erklärte ich ihm nochmals und streichelte sowohl Timo über sein Haar als auch den Hund über sein Fell.<br />
Wieder wand ich mich dem Essen auf dem Herd zu und ich dachte schon alles sei in Ordnung, da protestierte mein Sohn abermals:<br />
„Mama, Maus!“<br />
Jetzt wurde es mir doch etwas seltsam zumute und ich fragte mich insgeheim, ob er Recht hatte und sich eine Maus in unsere Küche eingeschlichen hatte. Sichtlich unwohl, spürte ich wie mir eine Gänsehaut den Rücken hinunterlief. Mäuse mögen ja niedliche kleine Tierchen sein und sie tun niemand etwas zu Leide, aber ich hatte und habe trotzdem Angst vor Mäusen. Ich wusste genau, wenn hier irgendwo tatsächlich eine Maus wäre, würde ich mein Kind an der Hand nehmen und das Weite suchen. Ja, ich würde ohne zu zögern mit Timo aus der Wohnung rennen und diese dem kleinen Vierbeiner überlassen. Peter war nicht da, er befand sich gerade auf einer Dienstreise und würde erst spät am Abend wieder zurückkehren. Es fehlte also unser großer Beschützer, der in einer solchen Situation sicherlich zum großen Helden mutiert wäre, &#8211; zumindest in Timos und meinen Augen. Also musste ich jetzt überlegen, was zu tun war. Vielleicht sollten wir bei unseren Vermietern Zuflucht suchen oder wir würden zu meiner Freundin laufen. Möglicherweise waren diese Personen keine solchen Angsthasen und liefen auch nicht vor Mäusen davon.<br />
„Ich darf vor Timo keine Angst zeigen“, überlegte ich mir, „sonst hat er auch Angst und weint.“<br />
Während ich mir so meinen Schlachtplan zurecht legte, zupfte Timo wieder an meinem Rockzipfel und behauptete abermals:<br />
„Mama, Maus!“<br />
Dieses Mal deutete er auch mit seinem ausgestreckten Ärmchen in die Richtung, in der er die Maus gesehen hatte. Ich überlegte, ob sich dort unter meiner Arbeitsplatte irgendwo das Tierchen versteckt hielt. Mutig schaute ich nach, allerdings mit gebührendem Abstand und sozusagen sprungbereit, um gemeinsam mit Timo zu flüchten. Ich nahm ihn vorsichtshalber schon mal auf den Arm und fragte mich insgeheim, wer von uns beiden jetzt wen beschützte. Vermutlich suchte ich eher bei Timo Schutz, denn er sah eigentlich eher fröhlich und gar nicht erschrocken oder ängstlich aus, sondern strahlte mich an und deutete weiter mit seinem Fingerchen auf die …<br />
„Maus!“, fipste Timo.<br />
Ja, und da sah ich sie! Die Maus! Sie saß nicht unter meiner Arbeitsplatte, sondern oberhalb. Genauer gesagt, sie saß auf der Fensterscheibe und war …</p>
<p style="text-align: center;">eine Fliege.</p>
<p>Man kann sich sicherlich meine Erleichterung vorstellen. Alle Angst fiel von mir ab und ich herzte und drückte erleichtert unser Söhnchen an mich. Nachdem ich fast schon Freudentränen in den Augen hatte, klärte ich Timo über das Missverständnis auf und er verwechselte fortan auch niemals mehr diese beiden Tierchen.<br />
Allerdings sollten sich, wie mir schien, noch andere kleine Tierchen in meine Küche verirren. Timo muss schon etwas älter gewesen sein, denn er ging bereits in den Kindergarten. Nach dem abendlichen Bad setzte er sich auf sein Stühlchen in der Küche und aß artig sein Abendbrot. Danach blieb er sitzen und betrachtete noch ein kleines Weilchen ein Bilderbuch.<br />
Da das Telefon klingelte, lief ich in den Flur und nahm das Gespräch dort entgegen. Es war kein sehr langes Gespräch und so kam ich nach wenigen Minuten wieder zurück in die Küche. Timo „las“ immer noch in seinem Bilderbuch und alles hätte friedlich und in Ordnung sein können, wenn nicht…<br />
Ja, wenn mein Blick nicht plötzlich auf Timos Kopf gefallen wäre.<br />
„Oh nein!“, rief ich erschrocken aus.<br />
Timo sah mich fragend an, denn er hatte ja nichts angestellt und war sich demzufolge auch keiner Schuld bewusst.<br />
„Jetzt haben wir sie also auch!“, dachte ich mir, „so ein Pech!“<br />
Timos Kopf oder besser gesagt, seine Haare waren über und über voll davon. Überall hatten sie sich verbreitet.<br />
„So schlimm ist das also! Was mache ich jetzt bloß? Immer abends oder am Wochenende passiert so etwas.“<br />
Ich war mir vollkommen sicher. Das waren Läuse! Im Kindergarten kursierten sie, das war mir ja bekannt. Jedes Jahr zur &#8222;Kapuzenzeit&#8220; traf es einige Kinder und selbstverständlich deren Eltern, denn die hatten dann die ganze Arbeit mit den kleinen Tierchen.<br />
„Das kann ja jetzt lustig werden“, dachte ich missmutig. „Nur komisch, dass mir vorhin beim Baden nichts aufgefallen ist. Ich habe doch noch genauestens hinter den Ohren nachgeschaut, wo sie angeblich ihre Eier ablegen.“<br />
Ich hatte so gehofft, dieses Schicksal würde an uns vorübergehen, aber anscheinend kann man diesen Tierchen nicht davonrennen, so kurz deren Beinchen auch immer sein mögen. Mittlerweile durchsuchte ich Timos Kopf ganz genau und unser Söhnchen hatte inzwischen auch schon einen etwas ängstlichen Blick aufgesetzt.<br />
„Komm wir gehen noch einmal ins Badezimmer und waschen die Haare“, forderte ich ihn auf, als mein Blick auf Timos kleines Tischchen fiel. Jetzt musste ich aber auf einmal lauthals lachen und Timo schaute mich verwirrt an. Vermutlich dachte er, dass seine Mutter nun vollkommen übergeschnappt sei. Ich aber war total erleichtert, denn ich hatte plötzlich erkannt, was sich da auf Timos Kopf tummelte. Es waren keine Läuse, denen waren wir zum Glück entgangen. Nein, ich hatte unserem Söhnchen noch ein paar Erdnussflips in ein Schälchen auf den Tisch gestellt, die hatte er gefuttert und sich anscheinend mit den Fingern durch die Haare gefahren. So kamen die Krümeltierchen auf seinen Kopf.</p>
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