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	<title>Zwillinge &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Das sind wir</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 28 Jan 2017 08:28:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Freiheit]]></category>
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		<category><![CDATA[Großfamilie]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich möchte Euch heute ein bisschen von mir und meiner Familie erzählen. Allerdings sage ich Euch nicht gleich, wer ich bin, aber Ihr werdet es beim Lesen schon bald herausfinden. Ich und die anderen Mitglieder meiner Familie sind Euch gar nicht so unbekannt, wie Ihr vielleicht zunächst vermuten werdet. Ich möchte sogar behaupten, dass Ihr uns alle, ausnahmslos, kennt und uns nicht missen möchtet. Ich spreche in Rätseln? Ach lest einfach weiter und das Rätsel wird sich mit jedem Wort von mir mehr und mehr seiner Lösung nähern. Ich bin in einer Großfamilie aufgewachsen. Papa und Mama haben acht Kinder und auch unsere beiden Onkels leben mit uns zusammen. Wer in einer solch großen Familie lebt, der weiß, dass immer etwas los ist und man viel Spaß miteinander hat. Manchmal allerdings gibt es auch Streit, doch davon werde ich später noch berichten. Die Anzahl unserer Familienmitglieder ist nicht die einzige Besonderheit, die uns auszeichnet, sondern auch unser Aussehen. Wir sehen uns nämlich alle irgendwie ähnlich, doch das ist noch nichts Ungewöhnliches innerhalb einer Familie. Das &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich möchte Euch heute ein bisschen von mir und meiner Familie erzählen. Allerdings sage ich Euch nicht gleich, wer ich bin, aber Ihr werdet es beim Lesen schon bald herausfinden. Ich und die anderen Mitglieder meiner Familie sind Euch gar nicht so unbekannt, wie Ihr vielleicht zunächst vermuten werdet. Ich möchte sogar behaupten, dass Ihr uns alle, ausnahmslos, kennt und uns nicht missen möchtet. Ich spreche in Rätseln? Ach lest einfach weiter und das Rätsel wird sich mit jedem Wort von mir mehr und mehr seiner Lösung nähern.</strong></p>
<p><span class="dropcap">I</span>ch bin in einer Großfamilie aufgewachsen. Papa und Mama haben acht Kinder und auch unsere beiden Onkels leben mit uns zusammen. Wer in einer solch großen Familie lebt, der weiß, dass immer etwas los ist und man viel Spaß miteinander hat. Manchmal allerdings gibt es auch Streit, doch davon werde ich später noch berichten.<br />
Die Anzahl unserer Familienmitglieder ist nicht die einzige Besonderheit, die uns auszeichnet, sondern auch unser Aussehen. Wir sehen uns nämlich alle irgendwie ähnlich, doch das ist noch nichts Ungewöhnliches innerhalb einer Familie. Das Tolle daran ist, dass wir eigentlich lauter Zwillingen sind. Ja, genau Ihr habt richtig gelesen. Wir sind sozusagen vier Zwillingspärchen, &#8211; immer ein Junge und ein Mädchen. Ob Ihr es glaubt oder nicht, sogar die beiden Onkels sehen sich verdammt ähnlich. Es ist kein Geheimnis, dass auch sie Zwillinge sind. Wenn ihr aufmerksam gelesen habt, dann habt Ihr gemerkt, dass wir vier Mädchen und vier Jungs und die beiden Onkels untrennbar zusammen gehören. Papa und Mama nehmen uns überall mit hin. Ganz egal, wo sie auch immer hingehen, wir sind dabei. Ich finde das ziemlich nett von unseren Eltern. Wir hängen auch ziemlich an ihnen.<br />
Für unsere beiden Kleinsten ist es nicht immer so einfach mit uns anderen Schritt zu halten. Na, sie sind eben noch richtige Babies. Sie heißen Chris und Chrissy. Ich bin Franzi und gehöre mit meinem Bruder Franz zu den Mittleren. Petra und Peter sind größer und Stefan und Stefanie sind kleiner. Am größten sind die beiden Onkels Tim und Tom.<br />
Das Schönste an unserer Großfamilie ist die Tatsache, dass keiner von uns jemals alleine ist. Wir gehören einfach zusammen und keiner kann sich ein Leben ohne die anderen vorstellen.<br />
Ihr seid neugierig geworden und wollt noch mehr von uns wissen? Ich muss mal kurz nachdenken, was Euch noch so interessieren könnte. Ach ja, jetzt weiß ich es:<br />
Ich habe ja schon gesagt, dass wir immer viel Spaß miteinander haben. Wir laufen und rennen gerne. Aber auch baden und tanzen macht uns viel Freude. Überhaupt sind wir sehr lebhaft. Wir sind eine richtige Lausebande. Irgendwie zappeln wir den ganzen Tag herum, deshalb ist uns aber eigentlich auch niemand böse.<br />
Die beiden Onkels sind immer ein bisschen tollpatschig und außerdem noch etwas vorwitzig, was vielleicht auch mit ihrer Größe zusammenhängt. Sie schauen nämlich manchmal ganz neugierig aus einem Loch heraus. Außerdem stoßen sie sich ständig irgendwo an. Wir anderen zucken dann immer erschrocken zusammen. Den beiden Kleinen, Chris und Chrissy, passiert das auch hin und wieder und dann ist das Geplärre groß. Wir anderen halten uns ja mehr im Mittelfeld auf und sind durch die Großen, aber auch die Kleinen irgendwie geschützt. Dazu muss man noch wissen, dass wir immer in der selben Anordnung marschieren.<br />
Man muss sich das folgendermaßen vorstellen: Peter, Franz, Stefan und Chris laufen zusammen mit Onkel Tim. Petra, Franzi, Stefanie und Chrissy gehen zusammen mit Onkel Tom durch die Welt.<br />
Papa und Mama sind sehr stolz auf uns alle und sie sagen immer, dass Onkel Tom mit den vier Jungs ebenso wie Onkel Tim mit den vier Mädchen aussehen würden wie die Orgelpfeifen. Das kann schon sein, wenn man so unsere Größe betrachtet, das gebe ich ja zu.<br />
Wie Ihr Euch denken könnt, gibt es wie in jeder Familie auch bei uns manchmal Streit. Das passiert meist dann, wenn man uns zusammenpfercht. Wir sind dann so dicht beieinander, dass einer an den anderen gequetscht wird und das ist ziemlich störend. Ständig beschwert sich einer, weil ihm sein Nebenmann in diesem Gedränge wehgetan hat. Außerdem schwitzen alle ziemlich durch diese unangenehme Enge. Das sind die Momente, in denen es gar nicht schön ist, in einer Großfamilie zu leben, aber die sind eher selten.<br />
Um diesem Gedränge zu entgehen, lieben wir es an trockenen und warmen Tagen ohne Bekleidung zu gehen. Unsere Eltern sagen immer, dass barfuß laufen gesund sei und das können wir nur bestätigen. Dann spüren wir nämlich die große Freiheit und fühlen uns rundum wohl. Es gibt keine stinkenden Socken und auch keine engen Schuhe.<br />
So, jetzt habe ich Euch so viel über uns verraten und ihr wisst nun bestimmt alle, wer wir sind. Ihr kennt uns, da bin ich mir hundertprozentig sicher. Denn jeder von Euch marschiert mit uns täglich durch die Gegend. Manche von Euch lieben uns so sehr, dass sie uns sogar einen Ring schenken, was allerdings sehr ungewöhnlich ist. Viele Frauen hingegen schenken uns einen bunten Anstrich. Männer allerdings stehen mehr auf große blaue Onkels.</p>
<p style="text-align: left;">Ihr wisst es immer noch nicht?</p>
<p style="text-align: right;">Dann will ich es Euch verraten:</p>
<p style="text-align: center;"><strong><em>Wir sind Eure</em></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><em>10</em></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><em>Fußzehen!!!</em></strong></p>
<p style="text-align: left;"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-3991 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/01/1200px-_DSC6629-1024x682.jpg" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/01/1200px-_DSC6629-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/01/1200px-_DSC6629-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/01/1200px-_DSC6629-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/01/1200px-_DSC6629-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2017/01/1200px-_DSC6629.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: center;">
<p style="text-align: left;">Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/dumme-socke/">Dumme Socke</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/waschmaschinengespraeche/">Waschmaschinengespräche</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/zwiegespraech/">Zwiegespräch</a></p>
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		<title>Die Abenteuer des kleinen Matz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Nov 2016 18:22:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
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		<category><![CDATA[Papa]]></category>
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					<description><![CDATA[Piep und Matz sind zwei kleine Zwillingsmäusekinder, die mit ihren Eltern in einem Mauseloch, also ihrer Mäusewohnung leben. Diese befindet sich in einem schönen Garten nicht weit von der Gartenlaube entfernt. Piep und Matz sind ganz klein und müssen noch viel lernen. Deshalb dürfen sie nur gemeinsam mit ihren Eltern nach draußen in die große weite Welt. „Ihr Zwei bleibt schön zu Hause und wartet bis Papa und Mama zurück sind. Wir gehen auf Futtersuche und bringen Euch gleich was Leckeres mit“, sagt der Vater streng zu den beiden Mäusekindern. „Ihr wisst ja, dass es draußen ganz gefährlich ist und es auch eine Katze in dem Garten außerhalb unserer Mäusewohnung gibt. Seid schön artig und macht, was der Papa gesagt hat“, ermahnt die Mutter. Piep und Matz piepen ein „Jawohl, liebe Eltern!“ in ihrer Mäusesprache und kuscheln sich aneinander. Hier unten ist es schön warm und ihr Nestchen bietet ihnen Schutz und Behaglichkeit. Die Beiden fühlen sich sicher und entschwinden auch gleich in das Land der süßen Träume. Während Piep von einer großen Katze träumt, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Piep und Matz sind zwei kleine Zwillingsmäusekinder, die mit ihren Eltern in einem Mauseloch, also ihrer Mäusewohnung leben. Diese befindet sich in einem schönen Garten nicht weit von der Gartenlaube entfernt. Piep und Matz sind ganz klein und müssen noch viel lernen. Deshalb dürfen sie nur gemeinsam mit ihren Eltern nach draußen in die große weite Welt.</strong><br />
<span class="dropcap">„I</span>hr Zwei bleibt schön zu Hause und wartet bis Papa und Mama zurück sind. Wir gehen auf Futtersuche und bringen Euch gleich was Leckeres mit“, sagt der Vater streng zu den beiden Mäusekindern.<br />
„Ihr wisst ja, dass es draußen ganz gefährlich ist und es auch eine Katze in dem Garten außerhalb unserer Mäusewohnung gibt. Seid schön artig und macht, was der Papa gesagt hat“, ermahnt die Mutter.<br />
Piep und Matz piepen ein<br />
„Jawohl, liebe Eltern!“<br />
in ihrer Mäusesprache und kuscheln sich aneinander. Hier unten ist es schön warm und ihr Nestchen bietet ihnen Schutz und Behaglichkeit. Die Beiden fühlen sich sicher und entschwinden auch gleich in das Land der süßen Träume. Während Piep von einer großen Katze träumt, die ihn als einen leckeren Happen verschlingt, sieht Matz ein großes Stück Käse in seinen Träumen. Piep schrickt mit einem lauten Piep auf und zittert vor Angst.<br />
„Nein, nein! Bitte, bitte lass mich wieder frei und zerbeiße mich nicht mit deinen Zähnen!“, schreit er voller Angst und reißt ganz plötzlich die Augen auf. Sein Herz bubbert wie wild und seine Augen sind riesengroß. Er stupst den schlafenden und schmatzenden Matz an, damit ihn dieser vor der grauenvollen Katze beschützen soll.<br />
„Was ist denn?“, fragt dieser ganz mürrisch. „Ich hatte gerade ein leckeres Stückchen Käse direkt vor meiner Nase. Ich wollte in dem Moment reinbeißen, als du mit deinem Geschrei angefangen hast. Das ist ganz schön gemein!“<br />
„Die Katze wollte mich doch fressen“, verteidigt sich Piep.<br />
„Papalapap! Hier ist keine Katze! Ruhe jetzt!“ Matz ist richtig böse, denn mittlerweile knurrt auch sein Magen ganz heftig. Vielleicht kann er ja noch einmal einschlafen und einfach weiter träumen. Er versucht es und drückt die Augen so fest zu, wie er nur kann. Aber sein Magen knurrt und knurrt und lässt ihn nicht mehr in das Land der Träume entschwinden.<br />
Wenn doch endlich Papa und Mama mit den versprochenen Leckereien kommen würden. Aber bisher regt sich nichts, obwohl die Eltern nun schon eine gefühlte Ewigkeit weg sind.<br />
„Ich gehe jetzt nach oben und halte mal Ausschau nach Papa und Mama“, sagt Matz zu seinem Zwillingsbruder.<br />
„Nein, bleib hier!“, ruft Bruder Piep erschrocken aus. „Du hast doch gehört, was unsere Eltern gesagt haben. Wir sind noch zu klein und draußen lauern große Gefahren!“, warnt Piep.<br />
„Ich will doch auch nur aus dem Mauseloch raus schauen“, beruhigt ihn Matz. „Das ist ganz ungefährlich.“<br />
„Aber komm sofort wieder. Wenn Papa und Mama dich erwischen, dann ist aber ganz schön was los. Dann bekommst du bestimmt für den Rest der Woche Hausarrest“, ermahnt Piep den kleinen Matz.<br />
Doch das hört der Zwillingsbruder schon nicht mehr. Er ist längst oben angekommen und blinzelt der Sonne entgegen. Von den Mäuseeltern ist weit und breit nichts zu sehen. Stattdessen sieht er tatsächlich ganz viele Leckereien. Auf dem Gartentisch auf der Terrasse steht eine tolle Sahnetorte. Dem kleinen Matz läuft das Wasser nur so in seinem winzigen Mäusemund zusammen.<br />
„Soll ich oder soll ich nicht?“, überlegt er einen Moment. „Wenn ich flink genug bin, dann kann ich mir schnell einen süßen Happen von der Torte holen. Und einen zweiten Happen für meinen Bruder Piep auch noch.“<br />
Matz sieht sich noch einmal kurz um und erkennt keinerlei Gefahr. Weder Mensch noch Tier sind zu erkennen.<br />
„Ach, was soll es“, beschließt er. „Ich bin in Null Komma Nichts wieder hier und keiner bemerkt von meinem kleinen Ausflug etwas. Piep wird wird mich schon nicht verraten, denn er bekommt ja auch ein Stückchen Torte“, überlegt der kleine Matz weiter.<br />
Schwuppdiwupp ist er draußen auf der Wiese und rennt in Richtung Terrasse.<br />
„Stopp!“, erschallt plötzlich ein lauter Warnruf und Matz erstarrt.<br />
Zwei große grüne Augen blicken ihn an und eine Schnauze kommt verdächtig nahe.<br />
„Wohin des Weges, du kleiner Hosenscheißer?“, fragt ihn eine braun getigerte Katze.<br />
„Ich, …ich… hab so großen Hunger und da dachte ich…“<br />
„Du hast hier gar nichts zu denken. Das ist mein Revier und Hunger hab ich übrigens auch. Und zwar auf kleine Mäusekinder wie dich!“, schallt es zu Matz hinüber.<br />
„Bitte, bitte, tu mir nichts!“, piepst er total erschrocken zurück. „Ich bin doch noch so klein und wusste nicht, dass das dein Revier ist.“<br />
„Ein bisschen klein bist du tatsächlich. Gerade genug für einen hohlen Zahn“, überlegt die Katze.<br />
„Ja und ich schmecke auch gar nicht gut“, versucht Matz seinem Feind glaubhaft zu machen.<br />
„Das überlass mal ruhig mir. Was mir schmeckt, das werde ich doch wohl besser wissen als du!“, kontert die Katze. Aber ich überlege mir das noch, ob ich dich jetzt sofort fresse oder dich einfach ziehen lasse.“<br />
„Ach ja, bitte. Ich komme auch nicht mehr in dein Revier! Versprochen!“, beteuert Matz ganz hoffnungsvoll.<br />
„Lass uns ein bisschen Nachlauf und Verstecken spielen“, schlägt nun die Katze vor und gibt Matz mit ihrer Tatze einen Schups. „Ich liebe es nämlich mit kleinen Mäuschen zu spielen!“<br />
Entsetzt macht Matz einen Satz nach vorne und rennt so schnell, wie ihn seine kleinen Füßchen tragen können. „Hoffentlich ist das kein Trick!“, überlegt er, doch da kommt ihm die Katzenpfote schon wieder verdächtig nahe.<br />
„Ich muss versuchen, so schnell wie möglich mein Mauseloch zu erreichen“, schießt es ihm durch den Kopf.<br />
„Glaub nur nicht, dass du mich austricksen kannst. Ich lasse dich sowieso nicht in dein Mauseloch!“, warnt die Katze und sperrt ihr Maul verdächtig weit auf. Sie rennt hinter Matz her, um dann aber plötzlich vor ihm zu stehen und ihm den Weg zu versperren.<br />
Matz rennt mal links, mal rechts, mal vor, mal zurück. Inzwischen ist er voller Panik und weiß weder ein noch aus.<br />
„Mama! Papa!“, schreit er. „Helft mir doch!“<br />
Doch die Eltern sind noch nicht von ihrem Ausflug zurück und sein Bruder Piep kann ihm sowieso nicht helfen, außerdem hört er ihn auch gar nicht. Matz ist ganz alleine auf sich gestellt. Das Knurren in seinem Magen ist auch verstummt, denn dieser ist anscheinend genauso verängstigt, wie Matz selbst.<br />
Schon wieder schlägt die Katzentatze nach dem kleinen Mausekind und hätte ihm fast mit dem kräftigen Hieb den Garaus gemacht. Matz zittert und bibbert und kann sich auf einmal gar nicht mehr rühren.<br />
„Gleich ist es vorbei“, denkt er gerade noch, da spürt er etwas über sich. Es wird dunkel um ihn herum und plötzlich geht alles ganz schnell. Etwas greift nach ihm und hebt ihn hoch und dann verlassen Matz die Sinne. Er wird einfach ohnmächtig.<br />
Als er wieder zu sich kommt und die Augen öffnet, sieht er zwei Augen und spürt, dass jemand zärtlich über seinen kleinen Körper streicht.<br />
„Bin ich jetzt im Mäusehimmel?“, denkt er sich.<br />
Doch dann bemerkt er, dass ihn eine Menschenhand vor dem Verderb gerettet hat und ihn nun direkt vor seinem Mauseloch absetzt.<br />
„Lottchen verschwinde und lass das arme Mäuschen in Frieden!“, ruft dieser Mensch der Katze zu und zu Matz sagt er: „Lauf ganz schnell hinein, dann kann dir das Lottchen nichts mehr tun.“<br />
Matz rennt um sein Leben, immer weiter die Gänge entlang nach unten zu seiner Mäusewohnung.<br />
„Da bist du ja endlich!“, ruft ihm Piep entgegen. Wo warst du denn so lange? Die Eltern werden gleich kommen.“<br />
„Das erzähle ich dir später, jetzt muss ich erst einmal verschnaufen“, sagt Matz, kuschelt sich zu seinem Zwillingsbruder und ist auch schon eingeschlafen.<br />
„Schau nur, wie gehorsam unsere beiden Kinder sind und wie friedlich sie schlafen“, sagt die Mäusemutter ganz stolz zu ihrem Mäusemann, als sie mit den Leckereien zurück sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch diese Geschichten noch lesen:</p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/katz-und-maus/">Katz und Maus</a></p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Frech wie Oskar</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/frech-wie-oskar/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Feb 2016 22:10:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Aussprüche]]></category>
		<category><![CDATA[Nachnamen]]></category>
		<category><![CDATA[Oskar]]></category>
		<category><![CDATA[Otto]]></category>
		<category><![CDATA[Vornamen]]></category>
		<category><![CDATA[Zwillinge]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute möchte ich Euch wieder einmal zeigen, wie facettenreich die deutsche Sprache doch ist. Ich habe mich dieses Mal einfach nur den Vor- und Nachnamen gewidmet, die sich als Redewendungen in unserer Sprache schon fest verankert haben. Vielleicht kennt Ihr diese Aussprüche auch. Möglicherweise sind sie auch regional etwas unterschiedlich und eventuell kennt Ihr noch andere. Ich habe versucht einige der Aussprüche im folgenden Gespräch festzuhalten.  Emil und Karl sind Zwillinge im besten pubertierenden Alter. Sie befinden sich momentan im Zimmer von Karl, als deren Vater auf dem Weg ins Bad an der Zimmertür vorbei kommt. Zufällig wird er Zeuge eines Gesprächs, über das er sich wie Bolle amüsiert. Die Zwillinge verstehen sich hervorragend, aber sie lieben Wortgefechte. Da Herr Müller allerdings seine Pappenheimer kennt, weiß er dass es sich um kein ernst gemeintes Streitgespräch handelt, sondern alles mit einem Augenzwinkern betrachtet werden kann. Emil scheint auf der Suche nach irgendetwas zu sein, denn er durchsucht auf dem Schreibtisch seines Bruders alle möglichen Unterlagen. „Was suchst du da eigentlich?“, erkundigt sich Karl. „Übrigens finde ich, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute möchte ich Euch wieder einmal zeigen, wie facettenreich die deutsche Sprache doch ist. Ich habe mich dieses Mal einfach nur den Vor- und Nachnamen gewidmet, die sich als Redewendungen in unserer Sprache schon fest verankert haben. Vielleicht kennt Ihr diese Aussprüche auch. Möglicherweise sind sie auch regional etwas unterschiedlich und eventuell kennt Ihr noch andere. Ich habe versucht einige der Aussprüche im folgenden Gespräch festzuhalten. </strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>mil und Karl sind Zwillinge im besten pubertierenden Alter. Sie befinden sich momentan im Zimmer von Karl, als deren Vater auf dem Weg ins Bad an der Zimmertür vorbei kommt. Zufällig wird er Zeuge eines Gesprächs, über das er sich <strong>wie Bolle amüsiert</strong>. Die Zwillinge verstehen sich hervorragend, aber sie lieben Wortgefechte. Da Herr Müller allerdings <strong>seine Pappenheimer kennt</strong>, weiß er dass es sich um kein ernst gemeintes Streitgespräch handelt, sondern alles mit einem Augenzwinkern betrachtet werden kann.<br />
Emil scheint auf der Suche nach irgendetwas zu sein, denn er durchsucht auf dem Schreibtisch seines Bruders alle möglichen Unterlagen.<br />
„Was suchst du da eigentlich?“, erkundigt sich Karl. „Übrigens finde ich, dass du <strong>frech wie Oskar</strong> bist, denn mein Schreibtisch geht dich nun mal gar nichts an.“<br />
„Jetzt hab dich mal nicht so. Ich will nur was wieder haben, was ich dir letzte Woche gegeben habe“, verteidigt sich sein Bruder Emil leicht aufgebracht.<br />
„Jetzt <strong>geh</strong> nicht gleich <strong>ab wie Schmidts Katze</strong>! Sag einfach, was du suchst!“<br />
„Ich habe dir doch ein Formular von diesem <strong>Markus Möglich</strong> gegeben.“<br />
Emil blickt seinen Zwillingsbruder fast verzweifelt an, denn heute muss er unbedingt dieses Formular ausfüllen und wegschicken. Er hat es sowieso schon viel zu lange heraus gezögert, da er Formulare hasst wie die Pest.<br />
„Ich kenne zwar <strong>Meier, Müller, Schulz</strong>“, zieht ihn sein Bruder auf, „aber einen <strong>Markus Möglich</strong> kenne ich nicht.“<br />
„Vielleicht heißt er ja auch <strong>Otto Normalverbraucher</strong>“, zieht Emil schulterzuckend in Erwägung.<br />
„Du solltest dich schon langsam entscheiden, wonach du suchst. Zum Schluss erklärst du mir noch, dass dieser <strong>Markus Möglich</strong> oder <strong>Otto Normalverbraucher</strong> eigentlich <strong>Max Mustermann</strong> heißt“, grinst ihn Karl frech an.<br />
„Jetzt weiß ich es wieder: Es war ein Frauenname. Genau:<br />
<strong>Erika Mustermann</strong>.“<br />
„Gut, jetzt wissen wir wenigstens schon mal, wonach wir suchen müssen. Damit sind wir wenigstens schon einen Schritt weiter “, versucht Karl den aufgeregten Emil zu beruhigen.<br />
„Aber bei deinem Durcheinander hier auf dem Schreibtisch können wir lange suchen.“ Emil wirkt keineswegs beruhigt. „Hier sieht es ja aus <strong>wie bei Hempels unter dem Sofa</strong>.“<br />
Während Emil vollkommen mit den Nerven am Ende zu sein scheint, ist Karl die Ruhe selbst und kontert zurück.<br />
„Das liegt daran, weil jeder <strong>Hinz und Kunz</strong> alles hier ablegt.“<br />
„Ich <strong>mach dich</strong> gleich <strong>zur Minna</strong>, wenn du mir jetzt auch noch <strong>den Schwarzen Peter</strong> zuschiebst. Das versuche gar nicht erst!“, droht Emil seinem Bruder augenzwinkernd. „Für deine Unordnung bist du schon selbst verantwortlich. Vielleicht solltest du mal einen Termin mit <strong>Meister Proper</strong> vereinbaren. Neulich habe ich ihn drüben bei <strong>Tante Emma</strong> gesehen. Ein Date mit ihm kostet gar nicht viel.“<br />
„Du riskierst gerade eine dicke Backe, mein lieber Bruder. Ich kann dafür sorgen, dass du aussiehst, als hättest du <strong>Ziegenpeter</strong>“ kommt die nicht ernst gemeinte Drohung von Karl zurück. „Also hör endlich auf zu meckern. Bei mir geht nichts verloren. Was auf meinem Schreibtisch liegt, ist normalerweise so <strong>sicher wie in Abrahams Schoß</strong>.“<br />
„Normalerweise“, murmelt Emil nicht gerade besonders überzeugt vor sich hin.<br />
Die beiden Brüder necken sich noch ein wenig, während sie weiter auf dem Schreibtisch das Unterste nach oben stülpen. Der Vater ist schmunzelnd weiter gegangen. Als er eine Viertelstunde später auf dem Weg nach unten wieder an der offenen Zimmertür der beiden Jungs vorbei kommt, hört er einen freudigen Aufschrei von Karl.<br />
„Ich hab es gefunden. Hier ist das Formular von <strong>Erika Mustermann</strong>.“<br />
Karl ist <strong>stolz wie Oskar</strong>, dass er endlich das besagte Stück Papier gefunden hat und hält es wedelnd seinem Bruder unter die Nase.<br />
„Jetzt gib mal nicht so an wie<strong> Graf Koks von der Gasanstalt</strong>“, dämpft Emil den Freudenausbruch seines Zwillingsbruders. „Immerhin hast du es verlegt.“<br />
„Ist doch egal“, entgegnet Karl. „Hauptsache es ist da. Jetzt <strong>setz</strong> endlich <strong>deinen Friedrich Wilhelm drunter</strong>, steck dein ausgefülltes Formular in einen Umschlag und bring es zur Post.“<br />
„Ach je, beinahe hätte ich tatsächlich vergessen <strong>meinen Otto darunter</strong> zu <strong>schreiben</strong>. Ich bin froh, dass ich das endlich erledigt habe. Beim Ausfüllen von diesen blöden Formularen, bekomme ich jedes Mal fast <strong>den flotten Otto</strong>, so regt mich das immer auf.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/chaotische-familie/">Meine ganz normale, chaotische Familie</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-sache-mit-der-vorahnung/">Die Sache mit der Vorahnung</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-familien-b-c-2/">Das Familien &#8211; A B C</a></p>
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