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	<title>Zimmer &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Brief an den Nikolaus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Dec 2023 16:45:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolaus]]></category>
		<category><![CDATA[rechtzeitig]]></category>
		<category><![CDATA[Stiefel]]></category>
		<category><![CDATA[Zimmer]]></category>
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					<description><![CDATA[Lieber Nikolaus, Mutti hat gesagt, dass ich am Abend des 5. Dezembers meine geputzten Stiefel vor meine Zimmertür stellen soll. Dann legst Du auch ganz bestimmt Geschenke für mich hinein. Aber mir ist was sehr Wichtiges eingefallen, das muss ich Dir dringend mitteilen: Mutti schimpft, wenn wir mit schmutzigen Schuhen ins Haus kommen. Deshalb müssen wir die Schuhe immer vor der Haustür ausziehen. Bitte, bitte ziehe Deine Stiefel auch aus, sonst darfst Du nicht hereinkommen. Du musst aber unbedingt ins Haus, um mir etwas in meine Stiefel zu legen. Ich hoffe, Dich erreicht mein Brief noch rechtzeitig!!! Viele Grüße Dein Felix]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Nikolaus,</p>
<p>Mutti hat gesagt, dass ich am Abend des 5. Dezembers meine geputzten Stiefel vor meine Zimmertür stellen soll. Dann legst Du auch ganz bestimmt Geschenke für mich hinein.</p>
<p>Aber mir ist was sehr Wichtiges eingefallen, das muss ich Dir dringend mitteilen:</p>
<p>Mutti schimpft, wenn wir mit schmutzigen Schuhen ins Haus kommen. Deshalb müssen wir die Schuhe immer vor der Haustür ausziehen. Bitte, bitte ziehe Deine Stiefel auch aus, sonst darfst Du nicht hereinkommen. Du musst aber unbedingt ins Haus, um mir etwas in meine Stiefel zu legen. Ich hoffe, Dich erreicht mein Brief noch rechtzeitig!!!</p>
<p>Viele Grüße</p>
<p>Dein Felix</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Von wegen Weihnachtsstress</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2020 13:57:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Gans]]></category>
		<category><![CDATA[Glas]]></category>
		<category><![CDATA[Schürze]]></category>
		<category><![CDATA[Sessel]]></category>
		<category><![CDATA[Stress]]></category>
		<category><![CDATA[Treppe]]></category>
		<category><![CDATA[Zimmer]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist Weihnachten. Genauer gesagt, es ist Heiligabend und Gabriela hat eine Menge Arbeit vor sich. Sie will schnell noch ihre neue Wohnung weihnachtlich schmücken. Der Christbaum steht schon in seinem Glanz in einer Ecke des Wohnzimmers. Auch das Essen will noch vorbereitet werden. Traditionell gibt es heute schon den Gänsebraten. Es ist also Einiges zu tun und die junge Frau hat einen festen Zeitplan erstellt, damit sie auch pünktlich mit dem Eintreffen der Gäste fertig ist. Erst Anfang des Monats ist sie eingezogen und heute wollen ihre Eltern und ihre beste Freundin Anna kommen, um mit ihr gemeinsam das Fest der Liebe zu feiern. Gabriela freut sich riesig, wirbelt fleißig und singend durch die Wohnung.  „Alles muss perfekt sein“, denkt sie. „Papa, Mama und Anna werden staunen!“ Inzwischen ist die gesamte Wohnung blitzeblank und Gabriela vergisst nicht immer wieder einen Blick auf die Uhr und einen zweiten auf ihren Zeitplan zu werfen.  „Es läuft wie am Schnürchen. Jetzt kann ich mich der Gans widmen und sie in den Backofen schieben.“ Gedacht, getan. Das Rotkraut &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist Weihnachten. Genauer gesagt, es ist Heiligabend und Gabriela hat eine Menge Arbeit vor sich. Sie will schnell noch ihre neue Wohnung weihnachtlich schmücken. Der Christbaum steht schon in seinem Glanz in einer Ecke des Wohnzimmers. Auch das Essen will noch vorbereitet werden. Traditionell gibt es heute schon den Gänsebraten. Es ist also Einiges zu tun und die junge Frau hat einen festen Zeitplan erstellt, damit sie auch pünktlich mit dem Eintreffen der Gäste fertig ist.</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>rst Anfang des Monats ist sie eingezogen und heute wollen ihre Eltern und ihre beste Freundin Anna kommen, um mit ihr gemeinsam das Fest der Liebe zu feiern. Gabriela freut sich riesig, wirbelt fleißig und singend durch die Wohnung.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Alles muss perfekt sein“, denkt sie. „Papa, Mama und Anna werden staunen!“<br />
Inzwischen ist die gesamte Wohnung blitzeblank und Gabriela vergisst nicht immer wieder einen Blick auf die Uhr und einen zweiten auf ihren Zeitplan zu werfen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Es läuft wie am Schnürchen. Jetzt kann ich mich der Gans widmen und sie in den Backofen schieben.“<br />
Gedacht, getan. Das Rotkraut hat sie schon am Abend zuvor zubereitet und die Klöße braucht sie nur noch ins kochende Wasser zu werfen, wenn es an der Haustür klingelt. Selbst der Nachtisch steht verzehrfertig im Kühlschrank.<span class="Apple-converted-space">  </span><br />
„Also, was soll jetzt noch schiefgehen?!“, sagt sich Gabriela und ist stolz auf sich selbst, denn Weihnachtshektik ist heute kein Thema.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Mama ist immer nur gestresst an Heiligabend, weil sie befürchtet nicht alles perfekt und rechtzeitig fertig zu haben. Aber es geht auch ohne Stress, das wäre doch gelacht“, freut sich Gabriela über ihr eigenes Organisationstalent.<br />
Während die Gans im Ofen vor sich hin bräunt, macht sie sich chic für diesen ganz besonderen Abend, der sozusagen ihr Debüt ist.<br />
„Jetzt habe ich Zeit für die Tischdekoration, dann gönne ich mir ein Gläschen Rotwein und danach können sie alle kommen.“<br />
Nachdem sie zum wiederholten Male nach der Gans geschaut und auch das Wohnzimmerfenster zum kurzen Durchlüften geöffnet hat, will sie sich mit dem Glas Rotwein auf dem Sessel niederlassen. Da sie ihren Blick dabei allerdings begutachtend im Wohnzimmer umherschweifen lässt, entgeht ihr die Katze, die bereits genau dort auf dem Sessel döst und sich nun in ihrer Ruhe gestört fühlt. Laut miauend springt diese auf, so dass Gabriela tüchtig erschrickt. Sie kann gerade noch ihr Glas ausbalancieren, so dass nichts passiert.<br />
„Minka!“, ruft sie empört. „Wie kannst du mich so erschrecken!“<br />
Doch das Kätzchen ist ebenfalls verärgert und auf der Suche nach einem neuen Schlafplätzchen springt sie auf einen der Stühle, die um den gedeckten Wohnzimmertisch stehen.<br />
„Minka, schnell weg da! Gschhhh!“, ruft Gabriela aus und fuchtelt mit der<span class="Apple-converted-space">  </span>Hand in der Gegend herum. In der Hektik stößt sie dabei ein Sektglas an, das mit vier weiteren Gläsern auf einem Tablett am Tischrand steht. Dann geht alles ganz schnell. Das Glas gerät ins Wanken, kippt und stößt an das nächste, das wiederum beim Umfallen die beiden restlichen Gläser ebenfalls umwirft. Gabriela ist machtlos. Sie kann nur hilflos dabei zusehen, wie die Gläser am Fußboden in tausend kleine Scherben zerspringen.<br />
Die junge Frau schlägt die Hände über dem Kopf zusammen und Minka hat sich vor Schreck hinter dem Sofa verkrochen.<br />
„Ich fasse es nicht!“ Gabriela wird nun doch nervös.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Bis vor ein paar Minuten ist alles noch wie am Schnürchen gelaufen und jetzt das!“, ruft sie entsetzt aus. „In einer dreiviertel Stunde wollen sie alle da sein!“<br />
Schnell kehrt Gabriela den Scherbenhaufen zusammen und zur Sicherheit saugt sie auch die kleinsten Splitter noch mit dem Staubsauger auf, den sie dann achtlos fallen lässt und mit der Schaufel zur Wohnungstür eilt. Sie lässt diese offen und flitzt nach unten zur Haustür. Im selben Moment, als sie diese öffnet, hört sie einen lauten Knall aus einem der Stockwerke. Wie versteinert steht sie da.<br />
„Was war das denn?“, fragt sie sich erschrocken. „Das wird doch nicht….!?“<br />
Unverrichteter Dinge rennt sie wieder nach oben und steht Sekunden später vor ihrer eigenen geschlossenen Wohnungstür. Der Windstoß beim Öffnen der Haustür hat sie zugeschlagen.<br />
Hilflos steht sie mit umgebundener Schürze und der mit Glassplittern beladenen Schaufel da.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Die Gans! Meine Gäste!“, durchfährt es die junge Frau.<br />
Sie eilt eine Etage tiefer und klingelt beim Hausmeisterehepaar Kunze. Obwohl aus der Wohnung Weihnachtslieder trällern, öffnet niemand.<br />
„Typisch, wenn man mal schnell Hilfe braucht.<span class="Apple-converted-space">  </span>Was mach ich nur? Den Schlüsseldienst kann ich auch nicht anrufen, weil mein Handy in der Wohnung liegt.“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Gabriela ist der Verzweiflung und den Tränen nahe. Außer den Kunzes ist heute niemand im Haus. Die Müllers sind zu ihren Kindern gereist und die Wohnung über Gabriela steht noch leer. Gerade will sie mit den Fäusten gegen die Wohnungstür des Hausmeisters trommeln, als sie bekannte Stimmen im Treppenaufgang hört.<br />
„Auch das noch!“, denkt sie.<br />
„Hallo Gabriela! Wir dachten wir kommen lieber ein paar Minuten früher als zu spät!“, ruft ihr Vater freudestrahlend aus.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Doch die Mutter erkennt sofort, dass etwas nicht stimmt. „Was ist passiert? Du siehst so aufgewühlt aus! Ist das der Weihnachtsstress?“<br />
Gabriela lässt sich kraftlos auf die unterste Treppenstufe sinken. Sie ist am Ende ihrer Kräfte und inzwischen kullern die Tränen. Anna setzt sich daneben und nimmt mitfühlend ihre beste Freundin in den Arm.<br />
„Die Haustür…. meine Wohnungstür… einfach zugefallen…, die Gans im Ofen!“, stammelt diese.<br />
„Na, dann ist es ja gut, dass wir frühzeitig da sind!“, meint die Mutter.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ich habe immer meinen Schlüsselbund dabei“, sie streicht ihrer Tochter beruhigend über die Wange.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Alle schauen die Mutter nun kopfschüttelnd an. <span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Schön für dich“, meint Gabriela frustriert.<br />
Die Mutter holt ihren Schlüsselbund aus der Handtasche und klimpert damit lautstark. Als dann auch der Vater sich mit dem blöden Spruch „Keine Panik auf der Titanic!“ einmischt, ist Gabrielas Verzweiflung noch mehr anfeuert und immer dickere Tränen rollen. Sie fragt sich allen Ernstes, ob ihre Eltern die Lage verkennen oder schon langsam senil werden.<br />
Die Mutter klimpert jedoch unbeirrt lautstark mit ihrem Schlüsselbund weiter.<br />
„Du wirst es nicht glauben, aber daran ist auch dein Ersatzschlüssel befestigt!“, trällert sie lustig vor sich hin.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Gabriela kann es kaum fassen. Ihre Eltern sind die Besten. Und kein bisschen senil.<br />
„Das Fest ist gerettet, trotz Weihnachtsstress!!!“, ruft sie aus. Sie stürmt voller Elan die Treppe zu ihrer Wohnung hoch, gefolgt von ihren Gästen, die sich auf einen schönen gemeinsamen Abend freuen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/zotti-im-weihnachtsland/">Zotti im Weihnachtsland</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/der-weihnachtsbaum/">Der Weihnachtsbaum</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/eiskalt/">Eiskalt</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Opa erzähl mir eine Geschichte</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/opa-erzaehl-mir-eine-geschichte/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Apr 2020 19:08:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Großvater]]></category>
		<category><![CDATA[Stiel]]></category>
		<category><![CDATA[Teich]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
		<category><![CDATA[Zimmer]]></category>
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					<description><![CDATA[Sabinchen ist bei ihren Großeltern zu Besuch. Papa und Mama haben sie am Wochenende zu Opa und Oma gebracht, wo sie eine ganze Woche bleiben darf. Nun ist sie schon den dritten Tag hier und es gefällt ihr richtig gut. Gemeinsam unternehmen sie viel und so kommt bei Sabinchen keine Langeweile auf. Mit ihren fünf Jahren ist sie an allem interessiert und fragt den Opa gerne Löcher in den Bauch, wie er immer so schön sagt.  Gerade haben sie draußen im Garten gegrillt, aber jetzt muss sie leider ins Bett, dabei fühlt sie sich kein bisschen müde. Wie Kinder nun mal so sind, probiert auch Sabine alle möglichen Ausreden aus, aber es hilft nichts. Die Großeltern schicken sie zum Zähneputzen ins Bad. „Wenn du fertig bist, dann rufst du. Ich komme zum Gute-Nacht-Sagen noch mal ganz kurz nach oben“,schlägt Opa Friedrich vor.  „Ich gebe dir jetzt schon den Gutenachtkuss“, meint Oma Erika und drückt Sabine einen zarten Kuss auf die Wange. „Ich muss nämlich noch das ganze Chaos in der Küche beseitigen und die Spülmaschine &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sabinchen ist bei ihren Großeltern zu Besuch. Papa und Mama haben sie am Wochenende zu Opa und Oma gebracht, wo sie eine ganze Woche bleiben darf. Nun ist sie schon den dritten Tag hier und es gefällt ihr richtig gut. Gemeinsam unternehmen sie viel und so kommt bei Sabinchen keine Langeweile auf. Mit ihren fünf Jahren ist sie an allem interessiert und fragt den Opa gerne Löcher in den Bauch, wie er immer so schön sagt.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">G</span>erade haben sie draußen im Garten gegrillt, aber jetzt muss sie leider ins Bett, dabei fühlt sie sich kein bisschen müde. Wie Kinder nun mal so sind, probiert auch Sabine alle möglichen Ausreden aus, aber es hilft nichts. Die Großeltern schicken sie zum Zähneputzen ins Bad.</p>
<p>„Wenn du fertig bist, dann rufst du. Ich komme zum Gute-Nacht-Sagen noch mal ganz kurz nach oben“,schlägt Opa Friedrich vor.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Ich gebe dir jetzt schon den Gutenachtkuss“, meint Oma Erika und drückt Sabine einen zarten Kuss auf die Wange. „Ich muss nämlich noch das ganze Chaos in der Küche beseitigen und die Spülmaschine einräumen.“<br />
Es dauert gar nicht lange, da tönt der Ruf durch das Haus:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Opa, kommst du?!“</p>
<p>Wie versprochen erscheint der Großvater im alten Kinderzimmer von Sabines Mutter. Das Mädchen sitzt aufrecht im Bett und bettelt:</p>
<p>„Bitte, bitte erzähl mir noch eine Geschichte. Ich bin nämlich überhaupt noch nicht müde.“</p>
<p>„Aber höchstens für 5 Minuten“, lässt sich der Großvater erweichen. „Länger sollte eine Gute-Nacht-Geschichte nicht dauern.“</p>
<p>„Na gut“, willigt Sabinchen ein.</p>
<p>„Worüber soll ich denn erzählen?“, möchte Opa Friedrich wissen.</p>
<p>„Von einem Blümchen“, sagt die Kleine sofort. „Ich habe nämlich im Garten eine schöne gelbe Blume entdeckt. Sie wächst direkt bei dem kleinen Teich.“</p>
<p>Opa Friedrich überlegt. Im Moment gibt es ja nur wenige Frühlingsblüher und so weiß er eigentlich sofort welche Blume seine Enkeltochter meint.</p>
<p>„Hat sie viele kleine gelbe Blüten, die oben auf einem langen dünnen Stiel wachsen?“, vergewissert er sich.</p>
<p>„Ja, genau!“</p>
<p>„Das ist ein Schlüsselblümchen. Ich mag diese Frühlingsblümchen sehr gerne. Als ich noch ein Kind war, ungefähr so alt wie du“, beginnt er zu erzählen, „da gab es eine große Wiese in der Nähe meines Elternhauses. Dort durften wir Kinder immer spielen. Im Frühjahr war sie ganz gelb. Auf ihr blühten viele, viele Schlüsselblumen. Damals habe ich meiner Mutter einen dicken Strauß geschenkt. Heute sind diese Blümchen seltener geworden und stehen unter Naturschutz.“<br />
Sabine hört ganz genau zu und stellt dann eine Frage:</p>
<p>„Warum heißen sie denn eigentlich ‚Schlüsselblumen‘?“</p>
<p>„Weil sie gewissermaßen einem Schlüsselbund gleichen. Ihre kleinen Blüten sind so angeordnet wie die vielen einzelnen Schlüssel an einem Schlüsselbund. Manche Menschen nennen sie auch Himmelsschlüssel.“</p>
<p>„Ein Schlüssel, um den Himmel aufzuschließen. Wer soll das denn machen?“, fragt Sabine neugierig.</p>
<p>„Naja, es gibt eine Legende*, die sagt, dass der Heilige Petrus die Schlüssel zu der Himmelspforte besitzt. Er hat sie immer gut gehütet, damit sie ihm niemand wegnehmen kann. Trotzdem berichtete man ihm eines Tages, dass irgendwelche Übeltäter sich einen Nachschlüssel angefertigt hätten. Das war keine gute Nachricht und Petrus erschrak sehr. Er begann vor Schreck zu zittern und so entglitten ihm die Schlüssel. Der Schlüsselbund fiel und fiel. Immer tiefer und tiefer, bis er schließlich auf die Erde plumpste. Da lag er nun.“</p>
<p>„Oh nein!“, ruft Sabine erschrocken aus. „Das ist ja schrecklich. Mama hat mal ihren Autoschlüssel verloren. Sie war völlig verzweifelt und hat überall gesucht. Gefunden hat sie ihn schließlich in Papas Jackentasche. Da war Mama wieder glücklich und hat sich riesig gefreut.“</p>
<p>Sabinchen schaut ihren Opa an und hofft, dass die Geschichte weitergeht. Doch Opa Friedrich lächelt und schweigt. Er will damit seine Enkelin noch ein wenig auf die Folter spannen, was auch die Wirkung nicht verfehlt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Hat denn Petrus seinen Himmelsschlüssel auch wieder bekommen“, fragt Sabine aufgeregt.</p>
<p>„Naja, zuerst war er mal weg und guter Rat war teuer. Aber zum Glück hatte einer der Engel alles genau beobachtet und gesehen, wo der Schlüsselbund gelandet war“, berichtet Opa Friedrich.</p>
<p>“Er flog schnell und zielgerichtet hinunter zur Erde. Inmitten einer Wiese sah er ihn in der Frühlingssonne glitzern. Er hob ihn auf und brachte ihn Petrus wieder zurück in den Himmel.“</p>
<p>„Und was hat das mit den schönen gelben Schlüsselblümchen zu tun?“</p>
<p>„Stell dir vor!“, flüstert Opa Friedrich geheimnisvoll. „Dort, wo der Schlüssel die Erde berührt hat, genau an dieser Stelle blühten plötzlich wunderschöne gelbe Blümchen. Die Schlüsselblümchen. Die Himmelsschlüssel sind sozusagen zu Blumen geworden.“</p>
<p>„Ist das eine schöne Geschichte“, gähnt Sabinchen. „Morgen werde ich sie nochmal ganz genau betrachten und für Mama und Papa ein Bild malen“, beschließt das kleine Mädchen bevor es vom Schlaf übermannt wird. Großvater Friedrich schleicht sich leise aus dem Zimmer und schließt lächelnd die Tür.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-fliederbaeumchen/">Die Fliederbäumchen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/tim-und-tom/">Tim und Tom</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>* Hier findet man die Legende und viel Wissenswertes zum Thema &#8222;Schlüsselblume&#8220;:</p>
<p>vgl.: https://www.beetfreunde.de/schluesselblumen-himmelsschluessel/</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Lottchens kalte Winterwelt</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/lottchens-kalte-winterwelt/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/lottchens-kalte-winterwelt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 07 Feb 2018 22:56:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Blick]]></category>
		<category><![CDATA[Käfer]]></category>
		<category><![CDATA[Luft]]></category>
		<category><![CDATA[schlummern]]></category>
		<category><![CDATA[Winter]]></category>
		<category><![CDATA[Zimmer]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich liege hier im mollig warmen Zimmer, auf meiner kuscheligen Decke , so wie immer. Gerade versuche ich ein Nickerchen zu machen, da kommt Frauchen auf so komische Sachen. Sie will unbedingt nach draußen gehen, obwohl dort der kalte Wind beginnt zu wehen. Sie sagt mir, der Himmel sei wundervoll blau, aber ich weiß, die Luft ist kein bisschen lau. Sie streichelt mir ganz zärtlich übers Fell, doch ich bin nicht dumm und kapiere es schnell. Ich soll mit nach draußen kommen, verrät ihr Blick, sie denkt ich kenne nicht diesen Trick. Mir ist die Welt da draußen einfach zu kalt, da frieren meine Pfötchen fest auf dem Asphalt. Nein ich bleibe hier, träume von der Sommerzeit, mit Maus und Käfer als meine leckere Mahlzeit. Was ist denn nun schon wieder passiert? Ich denke, ich bekomme den Kopf massiert. Nein, sie setzt mir auf ein schwarzes Mützchen, und sagt, ich soll machen keine Mätzchen. Das lasse ich mir nicht noch einmal sagen, so etwas kann ich nämlich gar nicht vertragen. Drum springe ich vom Sessel &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Ich liege hier im mollig warmen Zimmer,<br />
auf meiner kuscheligen Decke , so wie immer.<br />
Gerade versuche ich ein Nickerchen zu machen,<br />
da kommt Frauchen auf so komische Sachen.</p>
<p style="text-align: center;">Sie will unbedingt nach draußen gehen,<br />
obwohl dort der kalte Wind beginnt zu wehen.<br />
Sie sagt mir, der Himmel sei wundervoll blau,<br />
aber ich weiß, die Luft ist kein bisschen lau.</p>
<p style="text-align: center;">Sie streichelt mir ganz zärtlich übers Fell,<br />
doch ich bin nicht dumm und kapiere es schnell.<br />
Ich soll mit nach draußen kommen, verrät ihr Blick,<br />
sie denkt ich kenne nicht diesen Trick.</p>
<p style="text-align: center;">Mir ist die Welt da draußen einfach zu kalt,<br />
da frieren meine Pfötchen fest auf dem Asphalt.<br />
Nein ich bleibe hier, träume von der Sommerzeit,<br />
mit Maus und Käfer als meine leckere Mahlzeit.</p>
<p style="text-align: center;">Was ist denn nun schon wieder passiert?<br />
Ich denke, ich bekomme den Kopf massiert.<br />
Nein, sie setzt mir auf ein schwarzes Mützchen,<br />
und sagt, ich soll machen keine Mätzchen.</p>
<p style="text-align: center;">Das lasse ich mir nicht noch einmal sagen,<br />
so etwas kann ich nämlich gar nicht vertragen.<br />
Drum springe ich vom Sessel herunter geschwind,<br />
denke nicht mehr an den dummen Winterwind.</p>
<p style="text-align: center;">Ich überlege, ich werde wohl umdisponieren<br />
und mal schnell durch den Garten marschieren.<br />
Zuvor muss Frauchen mir geben jetzt schnell,<br />
die feinen Leckerlies für mich ganz speziell.</p>
<p style="text-align: center;">Bitte, bitte öffne die Türe mir ganz weit,<br />
schnell, ich habe nämlich überhaupt keine Zeit.<br />
Mein Näschen riecht schon die gute frische Luft,<br />
das ist fürwahr ein ganz verlockender Duft.</p>
<p style="text-align: center;">Ich bin guter Dinge und gnädig auch,<br />
ich warte auf mein Frauchen vorne beim Strauch.<br />
Wollen wir machen einen Spaziergang gemeinsam?<br />
Dann bin ich hier nicht so einsam.</p>
<p style="text-align: center;">Ich trabe im Abstand vor Frauchen her,<br />
sie marschiert hinter mir her, na bitte sehr.<br />
Dann geht sie plötzlich um die nächste Ecke,<br />
und läuft eine ganz andere Strecke.</p>
<p style="text-align: center;">Frauchen lässt mich auf der Straße allein,<br />
nein, das kann und darf auf keinen Fall sein.<br />
Ich drehe mich um und renne schnell noch nach,<br />
rufe: Frauchen langsam! Gemach, gemach!</p>
<p style="text-align: center;">Sind wir endlich daheim angekommen,<br />
fühle ich mich ganz verfroren und benommen.<br />
Nun muss ich mich ausruhen auf meiner Decke,<br />
schlummere ein, bis man mich wecke.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/manchmal-frage-ich-mich/">Manchmal frage ich mich&#8230;</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/katz-und-maus/">Katz und Maus</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/1174-knut-knopf/">Knut Knopf</a></p>
<p style="text-align: center;">
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Halloween</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/halloween/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/halloween/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Oct 2017 12:06:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Entrümplung]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Halloween]]></category>
		<category><![CDATA[Hand]]></category>
		<category><![CDATA[Keller]]></category>
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					<description><![CDATA[Meine heutige Geschichte ist zum Teil erfunden, aber in ihr steckt auch ein wahrer Kern. Diese wahre Begebenheit ereignete sich vor mehr als zwei Jahrzehnten im Hause eines Ehepaares, das uns jedes Jahr im Herbst zu einem köstlichen Abendessen in geselliger Runde einlud. Sie hatten bereits einen siebzehnjährigen Sohn, der eines Tages auf eine seltsame Idee kam … Kurz und gut, ich habe nun um diese uns erzählte Begebenheit eine Professor-Konfusi-Geschichte gesponnen: „Heute ist es sehr ungemütlich draußen. Richtiges Halloweenwetter!“, sagt Frau Konfusi zu ihrem Mann als sie beim Essen sitzen. „Ja, es hat die ganze Nacht, einschließlich heute Vormittag gestürmt und geregnet“, bestätigt Professor Konfusi seiner Gattin. „Es ist das geeignete Wetter um einige unliebsame Dinge im Haus zu erledigen.“ „Und woran hast du dabei gedacht?“, erkundigt sie sich. „Unser Keller bedarf wieder einmal einer gewissen Ordnung. Es haben sich im Laufe der Jahre so viele unnötige Sachen angehäuft, die könnte man mal entsorgen.“ „Das ist eine hervorragende Idee. Ausmisten ist immer gut. Lass uns gleich nach dem Mittagessen damit anfangen.“ Frau Konfusi ist &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Meine heutige Geschichte ist zum Teil erfunden, aber in ihr steckt auch ein wahrer Kern. Diese wahre Begebenheit ereignete sich vor mehr als zwei Jahrzehnten im Hause eines Ehepaares, das uns jedes Jahr im Herbst zu einem köstlichen Abendessen in geselliger Runde einlud. Sie hatten bereits einen siebzehnjährigen Sohn, der eines Tages auf eine seltsame Idee kam …</strong><br />
<strong>Kurz und gut, ich habe nun um diese uns erzählte Begebenheit eine Professor-Konfusi-Geschichte gesponnen:</strong><br />
<span class="dropcap">„H</span>eute ist es sehr ungemütlich draußen. Richtiges Halloweenwetter!“, sagt Frau Konfusi zu ihrem Mann als sie beim Essen sitzen.<br />
„Ja, es hat die ganze Nacht, einschließlich heute Vormittag gestürmt und geregnet“, bestätigt Professor Konfusi seiner Gattin. „Es ist das geeignete Wetter um einige unliebsame Dinge im Haus zu erledigen.“<br />
„Und woran hast du dabei gedacht?“, erkundigt sie sich.<br />
„Unser Keller bedarf wieder einmal einer gewissen Ordnung. Es haben sich im Laufe der Jahre so viele unnötige Sachen angehäuft, die könnte man mal entsorgen.“<br />
„Das ist eine hervorragende Idee. Ausmisten ist immer gut. Lass uns gleich nach dem Mittagessen damit anfangen.“<br />
Frau Konfusi ist noch etwas skeptisch, denn eigentlich wirft ihr Mann nicht gern Dinge weg. Er meint immer, man könne dies und das noch eines Tages gebrauchen. Seltsamerweise erweist sich diese Einstellung oftmals als richtig. Erst neulich suchten sie die ausgediente alte elektrische Kaffeemühle, die sie leider beim letzten Sperrmüll entsorgt hatten.<br />
„Siehst du, man soll eben nichts wegwerfen“, hatte Professor Konfusi gesagt.<br />
„Und ausgerechnet er will nun den Keller entrümpeln“, überlegt Frau Konfusi und schüttelt gedankenverloren den Kopf. Sie wird jedoch aus ihren Gedanken gerissen, als es an der Wohnungstür klingelt. Es sind Marco und dessen Vater, die anscheinend schon von den Plänen des Professors wissen. Marco meint nämlich forsch:<br />
„Der Trödeltrupp meldet sich zur Stelle. Von uns aus kann die Entrümplung losgehen. Bestimmt haben Sie einige ungeahnte Schätze unten im Keller lagern.“<br />
„Du scheinst zu viel fernzusehen!“, schmunzelt der ältere Herr. „Aber lasst uns anfangen, bevor ich es mir anders überlege!“<br />
„Da ihr mich ja nicht braucht, nehme ich die Einladung von Oma Schmidt an und mache mir mit ihr und Marcos Mutter im Café Bohne einen netten Nachmittag“, ruft Frau Konfusi den Dreien nach, die bereits auf dem Weg durch das Treppenhaus nach unten sind. „Ein Weibernachmittag hat auch was“, fügt sie in Gedanken hinzu.<br />
Die drei Männer räumen im Keller hin und her, sichten jede noch so geringe Kleinigkeit und sortieren aus, was weggeworfen werden kann und was man behalten will.<br />
„Sollte einer von euch etwas gebrauchen können, dann darf er es sich selbstverständlich nehmen“, erklärt Professor Konfusi großzügig. „Außer es handelt sich um ein ganz persönliches und unersetzliches Erinnerungsstück.“<br />
„Ich hätte da schon was“, gibt Marco sofort zu verstehen. Er deutet in eine Ecke und zieht damit alle Blicke in diese Richtung.<br />
„Was willst du mit dem alten klapprigen Ding? Das dürfte schon nicht mehr ganz heil sein und steht auch nicht mehr richtig.“<br />
„Wenn Sie es nicht behalten wollen, dann … Ich habe da nämlich so eine Idee!“<br />
„Ich frage mich, was das soll. Dein Zimmer ist schon die reinste Rumpelkammer“, gibt ihm sein Vater mürrisch zu verstehen.<br />
„Ich will es mir doch nur ausleihen und bringe es ganz sicher dann auch zum Sperrmüll. Versprochen!“<br />
Marcos Vater zuckt mit den Schultern und wendet ich einem alten Röhrenradio zu, das er gerne wieder zum Leben erwecken würde.<br />
„Das wäre etwas für meinen Hobbykeller!“, gibt er den beiden anderen zu verstehen.<br />
„Ich bin dann mal kurz weg“, erklärt Marco, schnappt sich das gewisse Etwas und schleppt es schnaufend die Treppen nach oben. Eine halbe Stunde später erscheint er wieder im Keller und verrichtet fröhlich pfeifend seine Arbeit.<br />
Am Abend treffen sich alle mit Ausnahme von Oma Schmidt noch auf ein Gläschen Wein bei Marcos Eltern.<br />
„Ich hau jetzt ab!“, erklärt Marco und setzt sich eine Affenmaske auf. „Heute ist doch Halloween und ich will mit ein paar Kumpels um die Häuser ziehen.“<br />
„Um zehn bist du aber wieder da“, gibt ihm sein Vater zu verstehen. „Morgen ist Schule!“<br />
Marco winkt und ist auch schon zur Wohnungstür raus.<br />
„Ich hol mal eben das Fotoalbum aus dem Schlafzimmer“, sagt Marcos Mutter. Zwei Minuten später tönt ein gellender Schrei durch die Wohnung. Alle springen wie von der Tarantel gestochen auf und hechten zum Schlafzimmer, aus dem der Schrei kam. Als Marcos Vater die Tür aufreißt, sieht er seine Frau vor dem Bett stehen. Sie krümmt sich vor Lachen und deutet auf die zurückgeschlagene Bettdecke.<br />
„Schaut euch das mal an! Dieser Marco hat nur Flausen im Kopf. Ich frage mich, wo er das Ding wieder aufgetrieben hat.“<br />
Herr Konfusi und Marcos Vater treten näher an das Bett heran, bevor sie sich vielsagend ansehen. Vor ihnen liegt nämlich Marcos Errungenschaft von der Entrümplungsaktion.<br />
Frau Konfusi ist ebenfalls näher gekommen und mit vorgehaltener Hand flüstert sie:</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>„Ein Skelett!“</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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