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	<title>Waschmaschine &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Notstand</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jan 2024 13:40:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Großtante]]></category>
		<category><![CDATA[Notstand]]></category>
		<category><![CDATA[Problem]]></category>
		<category><![CDATA[Sessel]]></category>
		<category><![CDATA[Waschmaschine]]></category>
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					<description><![CDATA[Roland wirbelt in seinem WG Zimmer herum. Er ist auf der Suche nach der Nadel im Heuhaufen, wie man so schön sagt. Er stülpt das Unterste zu Oberst, aber bisher verläuft seine Suche ergebnislos. Plötzlich klopft es an seine Tür.  „Immer nur herein! Es ist offen!“, ruft er.  Sein Kommilitone Hannes tritt ein und sieht sich erstaunt um. „Willst du ausziehen? Davon weiß ich ja gar nichts.“ „Quatsch, ich suche was und muss auch gleich weg.“ „Ich kann dir ja beim Suchen helfen, wenn ich wüsste wonach ich suchen soll“, bietet Hannes seine Hilfe an. „Socken, ich habe keine sauberen Socken mehr!“, gibt Roland seinem Freund zu verstehen. „Oh, bei dir ist also auch der Sockennotstand ausgebrochen“, lacht Hannes. Bei mir nämlich auch. Ich habe sie vergessen einzupacken, als ich Weihnachten zu Hause bei meinen Eltern war. Heute Morgen habe ich mein letztes sauberes Paar angezogen. Ich muss mir also einen 10er Pack kaufen. Heute sind allerdings die Geschäfte schon geschlossen.“ „Ja, morgen kann ich auch einkaufen gehen, aber ich brauche sie jetzt sofort und &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Roland wirbelt in seinem WG Zimmer herum. Er ist auf der Suche nach der Nadel im Heuhaufen, wie man so schön sagt. Er stülpt das Unterste zu Oberst, aber bisher verläuft seine Suche ergebnislos. Plötzlich klopft es an seine Tür.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Immer nur herein! Es ist offen!“, ruft er.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Sein Kommilitone Hannes tritt ein und sieht sich erstaunt um.</p>
<p>„Willst du ausziehen? Davon weiß ich ja gar nichts.“</p>
<p>„Quatsch, ich suche was und muss auch gleich weg.“</p>
<p>„Ich kann dir ja beim Suchen helfen, wenn ich wüsste wonach ich suchen soll“, bietet Hannes seine Hilfe an.</p>
<p>„Socken, ich habe keine sauberen Socken mehr!“, gibt Roland seinem Freund zu verstehen.</p>
<p>„Oh, bei dir ist also auch der Sockennotstand ausgebrochen“, lacht Hannes. Bei mir nämlich auch. Ich habe sie vergessen einzupacken, als ich Weihnachten zu Hause bei meinen Eltern war. Heute Morgen habe ich mein letztes sauberes Paar angezogen. Ich muss mir also einen 10er Pack kaufen. Heute sind allerdings die Geschäfte schon geschlossen.“</p>
<p>„Ja, morgen kann ich auch einkaufen gehen, aber ich brauche sie jetzt sofort und ganz dringend“, jammert Roland. „Ich bin auf die Geburtstagsfeier des Vaters meiner Freundin eingeladen und da kann ich schlecht barfuß erscheinen.“</p>
<p>„Mmh! Da hast du echt ein Problem!“, gibt Hannes zu.</p>
<p>„Ach, nee!?!“ Roland lässt sich sichtlich verzweifelt in den Sessel fallen. „Ich muss absagen …. mir geht es auch schon ganz schlecht.“</p>
<p>„Ich verstehe dich trotzdem nicht ganz. Du hättest doch einfach nur die gefühlten hundert Socken, die im Zimmer verstreut liegen, waschen müssen!“</p>
<p>„Das ging doch nicht!“</p>
<p>„Wieso? Die Waschmaschine steht im Bad und von Weihnachten bis jetzt wären sie trocken gewesen.“</p>
<p>„Weißt du das denn nicht?“, fragt Roland. „Zwischen den Jahren soll man doch nicht waschen!“</p>
<p>„Wer sagt das?“</p>
<p>„Meine Großtante väterlicherseits!“, erklärt Roland völlig erschöpft. „Das ist so ein Aberglaube, ich weiß das ja, aber man will das Schicksal doch nicht herausfordern und die bösen Geister rufen!“</p>
<p>„So ein Quatsch!“, lacht Hannes. „Aber weil du gerade deine Großtante erwähnst: Meine Großtante mütterlicherseits hat mir ein Päckchen geschickt.“</p>
<p>„Das interessiert mich jetzt aber gerade mal überhaupt nicht!“</p>
<p>„Vielleicht aber doch! Sie verschenkt nämlich Weihnachten gerne an Männer die drei großen S.“</p>
<p>Während Roland die Stirn verwundert in Falten zieht, stürmt Hannes aus dem Zimmer und kommt eine Minute später mit einem Päckchen wieder.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Pass auf!“, sagt er zu seinem Freund und öffnet das Paket. „Die drei S für Männer als Weihnachtsgeschenk sind zwar einfallslos und ein seltsamer Brauch, aber irgendwie doch manchmal ganz nützlich.“</p>
<p>Roland kommt sich vor, als würde er in einer Zaubershow sitzen, denn sein Freund zaubert regelrecht wundersame Dinge aus dieser kleinen Kiste:</p>
<p>„Hier haben wir das erste S!“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Hannes hält ein Stück Seife in die Höhe.</p>
<p>Als nächstes zaubert er einen grau-weiß gestreiften Schlips hervor.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Das wäre also das zweite S und das dritte S folgt zugleich!“</p>
<p>Hannes befördert einen Fünferpack weißer und einen Fünferpack schwarzer Socken aus dem Päckchen hervor.</p>
<p>„Trara!“, ruft er freudig aus. „Auf meine Großtante ist eben Verlass, die berühmten drei S!!!<span class="Apple-converted-space">  </span>Somit wäre dein Problem gelöst und meines übrigens auch!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/das-glitzersternchen-2/">Das Glitzersternchen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/ohje-das-faengt-ja-gut-an/">Ohje, das fängt ja gut an!</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/tickt-ihr-noch-richtig/">Tickt ihr noch richtig?</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Familienausflug</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2016 22:01:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Cabrio]]></category>
		<category><![CDATA[Familienausflug]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Hollywood]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffeemaschinenvollautomat]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfkino]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntag]]></category>
		<category><![CDATA[Waschmaschine]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer glaubt, dass man mit Maschinen nichts erlebt, der wurde wohl durch Ein Tässchen Kaffee gefällig?  und  Waschmaschinengespräche  eines Besseren belehrt. Egal, ob Waschmaschine oder Kaffeevollautomat, unsere lieben elektrischen Haushaltshelfer leben mit uns, halten uns auf Trab und führen uns zu neuen Abenteuern.  Alles Quatsch?! Oh, nein! Wir haben gerade einen wunderschönen Sonntag verlebt, den wir einer Waschmaschine zu verdanken haben. „Ich habe da ein kleines Problem“, sagt die Freundin unseres Sohnes. „Ich will doch umziehen. Jetzt habe ich festgestellt, dass meine Waschmaschine zu breit ist. Sie passt nicht dorthin, wohin ich sie stellen will und einen anderen geeigneten Platz gibt es nicht in der neuen Wohnung.“ „Bestimmt kannst du über eine Internetplattform eine schmälere Waschmaschine kaufen“, weiß unser Sohn sofortigen Rat. „Genau das habe ich schon getan. Ich habe mir in Berlin eine gebrauchte kleinere Maschine gekauft, sie muss nur noch abgeholt werden.“ „Das kann ich ja machen!“, erklärt sich unser Sohn sofort bereit. „Alleine kannst du sie aber nicht tragen“, mischt sich mein Mann ein. „Ich komme mit!“ Ich werde hellhörig, denn sie &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer glaubt, dass man mit Maschinen nichts erlebt, der wurde wohl durch Ein Tässchen Kaffee gefällig?  und  Waschmaschinengespräche  eines Besseren belehrt. Egal, ob Waschmaschine oder Kaffeevollautomat, unsere lieben elektrischen Haushaltshelfer leben mit uns, halten uns auf Trab und führen uns zu neuen Abenteuern. </strong></p>
<p><span class="dropcap">A</span>lles Quatsch?! Oh, nein! Wir haben gerade einen wunderschönen Sonntag verlebt, den wir einer Waschmaschine zu verdanken haben.<br />
„Ich habe da ein kleines Problem“, sagt die Freundin unseres Sohnes. „Ich will doch umziehen. Jetzt habe ich festgestellt, dass meine Waschmaschine zu breit ist. Sie passt nicht dorthin, wohin ich sie stellen will und einen anderen geeigneten Platz gibt es nicht in der neuen Wohnung.“<br />
„Bestimmt kannst du über eine Internetplattform eine schmälere Waschmaschine kaufen“, weiß unser Sohn sofortigen Rat.<br />
„Genau das habe ich schon getan. Ich habe mir in Berlin eine gebrauchte kleinere Maschine gekauft, sie muss nur noch abgeholt werden.“<br />
„Das kann ich ja machen!“, erklärt sich unser Sohn sofort bereit.<br />
„Alleine kannst du sie aber nicht tragen“, mischt sich mein Mann ein. „Ich komme mit!“<br />
Ich werde hellhörig, denn sie vereinbaren plötzlich für Sonntag einen gemeinsamen Waschmaschinenabholtermin.<br />
„Ich glaube ja, ich höre nicht richtig“, sage ich zu meinem Mann. „Ihr macht euch einen schönen Nachmittag in Berlin und ich sitze hier.“<br />
„Wieso schöner Nachmittag? Wir holen doch nur die Maschine ab und kommen gleich wieder zurück.“<br />
„Wer das glaubt, der wird selig!“<br />
Irgendwie bemerkt mein Mann, dass ich leicht eingeschnappt bin, denn den Sonntag habe ich mir anders vorgestellt.<br />
„Dann kommt doch einfach mit!“<br />
„Und die Mutti?“, gebe ich zu bedenken. „Soll sie dann alleine hier sitzen?“<br />
„Nö“, meint meine Mutter. „Ich komme auch mit.“<br />
Nur gut, dass Lottchen, unsere Katze, andere Pläne hat, sonst würde sie vielleicht auch noch mitfahren wollen. Obwohl, &#8211; da die Freundin und zukünftige Waschmaschinenbesitzerin zeitlich verhindert ist und daher nicht mit nach Berlin kommt, wären wir zu viert und würden für Lottchen sicherlich auch noch ein Plätzchen finden.<br />
Okay, nun wäre dieses Problem schon einmal geklärt. Nicht aber die Fahrgelegenheit. Im Kofferraum lässt sich eine Waschmaschine schwerlich von Berlin nach Cottbus transportieren. Es sei denn, wir möchten unbedingt eine Kontaktaufnahme mit der Polizei, die uns in diesem Fall auch bestimmt gerne anhalten und uns ein spezielles Zettelchen überreichen würde. Da dieses Vergnügen jedoch einseitig wäre und uns ein gutes Sümmchen kosten würde, sollten wir eine andere Fahrgelegenheit organisieren.<br />
Aber auch hierfür finden wir eine Lösung. Logisch!<br />
„Wir fahren einfach mit dem Cabrio!“, erklärt mein Peter.<br />
Sollte jetzt jemand annehmen wir transportieren die Waschmaschine bei offenem Verdeck im Innenraum, so könnte zwar diese Idee von uns stammen, aber ich muss trotzdem vehement widersprechen. Und nicht nur wegen der weiteren möglichen Kontaktaufnahme mit der Polizei, sondern weil mein Cabrio eine Anhängerkupplung hat und wir einen Anhänger besitzen.<br />
„Das geht nicht!“, rufe ich allerdings sofort in die Runde und alle Blicke richten sich auf mich.<br />
„Erstens sieht das doof aus, so mit offenem Verdeck und Anhänger. Zweitens ist der Cabrio zu tief und Mutti kommt schlecht aus den Sitzen wieder hoch!“<br />
„Dann nehmen wir doch mein Auto, ich habe schließlich auch eine Anhängerkupplung!“, schlägt unser Sohn vor und schon ist auch das Problem gelöst. Doch wer jetzt glaubt, jetzt würde alles seinen geregelten Gang gehen, der kennt uns nicht.<br />
Zunächst meldet die Freundin Bedenken an, die Waschmaschine könne auf dem ungefederten Anhänger beschädigt werden, da anscheinend auch keine Transportsicherung für die gebrauchte Maschine existent ist. Doch dafür gibt es Spanngurte und Knallfolie, die allerdings an einem anderen Standort untergebracht sind und erst noch geholt werden müssen. Auch zwei Rollbretter könnten dienlich sein, so meinten meine beiden Männer. Und jetzt erfahren wir auch, dass die Maschine in Berlin Marzahn im sechsten Stockwerk eines Mehrfamilienhauses steht.<br />
„Aber es gibt einen Aufzug!“, erläutert uns die Freundin.<br />
„Berlin Marzahn?!“, rufe ich freudig aus. „Da sind doch die Gärten der Welt! Da gehen wir hin!“<br />
„Und in der Zwischenzeit klaut jemand die Waschmaschine“, höre ich schon die nächsten Bedenken.<br />
„Na klar!“, sagt mein Mann. „Der Dieb kommt zufällig mit dem Fahrrad vorbei, sieht den Anhänger, schaut unter die Plane, packt die Maschine auf den Gepäckträger und los geht es!“<br />
Es ist schon seltsam, aber wir schaffen es tatsächlich am Sonntag den Anhänger anzukuppeln, zu viert im Auto zu sitzen, den Motor zu starten und zu unserem Familienausflug aufzubrechen.<br />
Weit kommen wir allerdings nicht. Ich sitze auf der Rückbank und halte drei Briefe in der Hand, die ich noch schnell beim nächsten Briefkasten um die Ecke einwerfen will. Doch der Fahrer hat meine Vorankündigung nicht gehört und fährt natürlich vorbei.<br />
„Ach“, sage ich, „wir werden schon noch einen finden!“<br />
„Soll ich umdrehen?“, fragt unser Sohn.<br />
„Ja!“ , sagt mein Mann.<br />
„Nein!“, sage ich.<br />
„Dann kommen wir heute Abend nach Hause und die Briefe bringen wir wieder mit!“, erklärt mein Mann.<br />
Wie recht soll er doch behalten. Aber nicht heute Abend soll dies der Fall sein, sondern schon in wenigen Minuten.<br />
Zunächst springt bei mir das Kopfkino an:<br />
„Ist die Terrassentür zu?“, frage ich.<br />
„Die ist zu!“, bestätigt mir meine Mutter.<br />
„Und die Garage?“<br />
„Weiß ich nicht, aber da drückt man doch schon automatisch auf die Taste, damit das Tor schließt!“, gibt mein Mann zu bedenken.<br />
„Soll ich umdrehen?“, fragt unser Sohn zum zweiten Mal.<br />
„Nein!“, sagen wir drei im Chor.<br />
„Sonst kommen wir ja nie weg hier!“, betont mein Mann.<br />
Ich neige meinen Kopf zur Seite und schaue ihn an:<br />
„Hast du die Rollbretter mitgenommen?“<br />
„Die hab ich vergessen!“, gibt er unumwunden zu.<br />
„Soll ich umdrehen?“, erkundigt sich unser Sohn nun zum dritten Mal und erhält diesmal ein einstimmiges „Ja!“<br />
Während mein Mann die Rollbretter holt, laufe ich um die Ecke und werfe die Briefe in den Briefkasten ein.<br />
So, nun kann es losgehen.<br />
Denkste!<br />
„Wo fährst du eigentlich hin?“, erkundige ich mich bei unserem Sohn, denn er fährt nicht in Richtung Autobahnauffahrt.<br />
„Wir müssen doch noch die Knallfolie und die Spanngurte holen!“, antwortet er und biegt rechts ab.<br />
„Wenn wir so weiter machen, dann können wir die Waschmaschine abholen und gleich wieder nach Hause fahren, weil wir zu spät dran sind. Die Gärten der Welt können wir dann abhaken“, sage ich.<br />
„Und warum machen wir dann einen Familienausflug?“, gibt unser Sohn zu bedenken. Ich wollte einfach nur die Waschmaschine abholen!“</p>
<p>Die Wahrscheinlichkeit noch vor Einbruch der Dunkelheit in Berlin anzukommen, nimmt rasant ab, als der Fahrer unseres Ausflugsgefährtes die Tankstelle ansteuert. Nun hat nicht nur das Auto Durst und muss mit Benzin befüllt werden, sondern alle Insassen verspüren plötzlich Hunger und Durst. So decken wir uns alle an der Tankstelle auch noch mit Kaffee und sonstigem Proviant ein.<br />
Als wir endlich auf der Autobahn nach Berlin fahren, kommen wir auch nicht gerade flott von der Stelle. Nein, es ist kein Stau. Trotzdem müssen wir mit dem Anhänger im Schneckentempo von achtzig Stundenkilometern die Strecke zurücklegen und zu regnen beginnt es auch noch.<br />
Aber wir kommen an! Es hat sogar aufgehört zu regnen. Wir verleben einen wunderschönen und sonnigen Nachmittag in den Gärten der Welt, holen gegen Abend die Waschmaschine ab, bringen sie heil nach Cottbus und liefern sie bei der Freundin unseres Sohnes ab, die uns und die Maschine glücklich empfängt.<br />
„Das war wieder einmal filmreif!“, höre ich unseren Sohn sagen.<br />
„Stimmt! Man sollte über unsere chaotische Familie einen Film drehen, das wäre bestimmt hollywoodreif und oskarverdächtig!“<br />
Von den „Gärten der Welt“ werde ich Euch in meinem nächsten Beitrag berichten und ich bin mir sicher, dass sie Euch ebenfalls gefallen.</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/same-same-but-different/">Same, same, but different</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/same-same-but-different-teil-2/">Same, same, but different (Teil2)</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-bin-ich-und-noch-viel-mehr/">Das bin ich&#8230;und noch viel mehr</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Waschmaschinengespräche</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/waschmaschinengespraeche/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/waschmaschinengespraeche/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 04 Jul 2016 22:03:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Farben]]></category>
		<category><![CDATA[Gespräche]]></category>
		<category><![CDATA[Gitarre]]></category>
		<category><![CDATA[Ketschup]]></category>
		<category><![CDATA[Programm]]></category>
		<category><![CDATA[Sohn]]></category>
		<category><![CDATA[Waschmaschine]]></category>
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					<description><![CDATA[Es klingelt an der Haustür und ich eile zum Öffnen. Ich erwarte keinen Besuch, also bin ich gespannt, wer um Einlass bittet. Unser Sohn steht vor der Tür. In der Hand hält er eine Tüte, die er mir überreicht. Ich schaue neugierig hinein und entdecke darin zwei Hosen und eine Packung Färbemittel. „Aha“, sage ich leicht scheinheilig. „Du willst deine Hosen färben?!“ „Ich dachte, du könntest das vielleicht machen,“,bestätigt er meine wage Vermutung. „ Die sind schon etwas von der Sonne ausgebleicht.“ „Dachte ich mir doch, dass ich mal wieder gefragt bin. Du hast doch auch eine Waschmaschine.“ „Aber du hast mehr Erfahrung“, grinst er mich an. „Nimm es einfach als eine Art Geburtstagsgeschenk von dir für mich!“ „Du hattest zwar schon am Sonntag Geburtstag, aber komm einfach mal mit!“ Mit dem Färben von Hosen habe ich zwar überhaupt keine Erfahrung, aber schön, dass er mich um meinen mütterlichen Rat bittet. Inzwischen sind die Hosen, ich habe gleich noch eine Jeans von meinem Mann in die Trommel geworfen, in der Waschmaschine mitsamt dem Färbepulver. Tiefschwarz &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es klingelt an der Haustür und ich eile zum Öffnen. Ich erwarte keinen Besuch, also bin ich gespannt, wer um Einlass bittet. Unser Sohn steht vor der Tür. In der Hand hält er eine Tüte, die er mir überreicht. Ich schaue neugierig hinein und entdecke darin zwei Hosen und eine Packung Färbemittel.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„A</span>ha“, sage ich leicht scheinheilig. „Du willst deine Hosen färben?!“<br />
„Ich dachte, du könntest das vielleicht machen,“,bestätigt er meine wage Vermutung. „ Die sind schon etwas von der Sonne ausgebleicht.“<br />
„Dachte ich mir doch, dass ich mal wieder gefragt bin. Du hast doch auch eine Waschmaschine.“<br />
„Aber du hast mehr Erfahrung“, grinst er mich an. „Nimm es einfach als eine Art Geburtstagsgeschenk von dir für mich!“<br />
„Du hattest zwar schon am Sonntag Geburtstag, aber komm einfach mal mit!“<br />
Mit dem Färben von Hosen habe ich zwar überhaupt keine Erfahrung, aber schön, dass er mich um meinen mütterlichen Rat bittet.<br />
Inzwischen sind die Hosen, ich habe gleich noch eine Jeans von meinem Mann in die Trommel geworfen, in der Waschmaschine mitsamt dem Färbepulver. Tiefschwarz ist das Wasser, das wir durch das Bullauge sehen. Unser Sohn hat sich vor der Waschmaschine im Schneidersitz niedergelassen und beobachtet den Wasch-, beziehungsweise den Färbevorgang.<br />
„Ist das jetzt dein neues Fernsehprogramm?“, frage ich ihn.<br />
„Das ist echt interessant und so schön beruhigend“, erklärt er mir. „Als Kind habe ich da auch immer gerne reingeschaut.“<br />
„Echt? Daran kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Fische im Aquarium zu beobachten fände ich viel interessanter.“<br />
Auch wenn ich mich nicht mehr daran erinnern kann, dass unser Sohn das Waschmaschinenprogramm geschaut hat, kann ich ihm allerdings andere Dinge über meine Waschmaschine berichten.<br />
„Diese Waschmaschine ist genau ein Jahr älter als du, nämlich 28 Jahre. Als wir 1988 im April umgezogen sind, haben wir diese Maschine gekauft. Papa wollte zwar die alte kleine Maschine reparieren, aber da wir ja in absehbarer Zeit eine Familie gründen wollten und dann mehr Wäsche anfallen würde, haben wir uns für eine neue und größere Waschmaschine entschieden.“<br />
Bis hierher interessiert unseren Sohn die Geburtsstunde meiner Waschmaschine noch herzlich wenig. Ist wohl auch nicht verwunderlich. Doch dann kommt er ins Spiel und die ganze Sache wird auch für ihn interessanter.<br />
„Wir haben die Maschine also im April 1988 gekauft, im Oktober wurde ich schwanger und Anfang Juli 1989 kamst du auf die Welt. Meine tolle neue Waschmaschine hat fortan deine Wäsche gewaschen und dir als Wickelkommode gedient.“<br />
„Das weiß ich nur von Fotos“, wirft er mir etwas wortkarg entgegen und betrachtet weiterhin die Umdrehungen der Wäsche in der Trommel.<br />
„Apropos Fotos!“, rufe ich aus und renne nach oben zu unserem Fotoschrank. Dort habe ich nämlich alle die Schätze aufbewahrt, die wir noch vor der digitalen Fotografie mit unserer analogen Kamera gemacht haben. Ich fange an zu rechnen, denn mir schweben da einige Aufnahmen im Kopf herum, die an einem Kindergeburtstag unseres Sohnes gemacht wurden. Diese Kindergeburtstage waren immer richtig schön und haben sowohl den Kindern als auch den Erwachsenen viel Freude gemacht. Ich erinnere mich zum Beispiel an ein Wettrennen der Kleinen, das diese mit Taucherflossen an den Füßen machen mussten. Das ist gar nicht so einfach, egal ob man Kind ist oder schon Erwachsener. Aber eine Menge Spaß macht es in jedem Fall.<br />
Doch diese Fotos suche ich jetzt nicht. Meiner Rechnung nach könnte unser Sohn an dem besagten Geburtstag vier Jahre alt geworden sein, also ziehe ich das Album vom Sommer 1993 heraus. Bingo! Hier sind sie!<br />
„Schau mal“, zeige ich begeistert das Album unserem Sohn, der es mir sofort entreißt und sich die Fotos grinsend ansieht.<br />
„Von diesem Geschenk war ich total begeistert“, erzählt er mir und deutet auf ein Foto, auf dem er mit einer kleinen Kindergitarre zu sehen ist.<br />
„Hi, hi! Du hast sie sofort ausgepackt und gespielt, &#8211; am Morgen, am Mittag und am Abend als deine Gäste schon zu Hause waren, hast du immer noch auf den Saiten herumgeklimpert.“<br />
„Ja, und dann hatte ich am Daumen eine furchtbar dicke Blase! Ich sehe sie noch heute vor mir!“<br />
„Was macht ihr denn hier?“, fragt meine Mutter, die inzwischen auch in meinen Hauswirtschaftsraum gekommen ist und sich wundert, warum wir vor der Waschmaschine auf dem Fußboden sitzen.<br />
„Oh, wir betrachten gerade Fotos von einer Kindergeburtstagsfeier“, erkläre ich und stehe auf.<br />
„Zeigt doch mal!“<br />
Ich reiche ihr das Album und sie schaut sich die Fotos an, ihr Blick bleibt allerdings an einem bestimmten Bild hängen.<br />
„Was ist denn hier passiert?“, richtet sie ihre Frage an unseren Sohn. „Warum weinst du denn auf dem Foto?“<br />
„Schau doch mal genauer hin, vielleicht kannst du dich daran auch noch erinnern!“, erhält sie zur Antwort. „Du warst auf jeden Fall dabei, &#8211; dort hinten auf der Bank, das bist doch du, Oma!“<br />
„Da muss ich erst mal meine Brille holen.“<br />
Ja, und dann sieht sie die Bescherung. Unser damals vierjähriger Sohn steht heulend mit der Hand vor dem Gesicht da und hat überall …<br />
„Ist das Blut?“, fragt meine Mutter irritiert.<br />
„Das dachte ich damals auch, als er laut weinend vor mir stand und er von oben bis unten rot bespritzt war. Mein erster Gedanke war: „Blut!“ und mein zweiter Gedanke: „Ein großes Unglück ist passiert!“. Noch bevor ich allerdings weiter denken konnte, rief mir schon meine Freundin M. etwas zu. Sie meinte nämlich sie sei an allem schuld.“<br />
„Das war sie auch!“, bestätigt unser Sohn. „Ich wollte eigentlich zu meinem Bratwürstchen nur etwas Ketschup und sie wollte ihn mir auf den Teller machen. Sie hat auf die Ketschupflasche gedrückt und es machte „Blubb!“ und schon hatte ich alles im Gesicht, auf den Armen und auf meinem T-Shirt.“<br />
Man kann sich vorstellen, dass ich damals total erleichtert war, dass es sich bei dem roten Zeug nur um Ketschup und um kein Blut gehandelt hatte.<br />
„Das war echt filmreif!“, lache ich und betrachte mir nochmals das Foto.<br />
„So!“, sagt unser Sohn. „Meine Hose ist jetzt auch eingefärbt. Allerdings schwarz und nicht rot. Sieht aus, als wäre es richtig gut geworden. Ich habe bestimmt noch mehr Hosen, die ich einfärben kann.“<br />
„Das machst du dann aber schön in deiner Waschmaschine! Den Lehrgang, wie es geht, hast du ja jetzt bei mir absolviert.“<br />
„Alles klar! Mal sehen vielleicht will B. <em>(seine Freundin)</em> auch was einfärben“, grinst er kess zurück. „Dann schau’ ich eben mit ihr das nette Waschmaschinenprogramm an.“</p>
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