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	<title>Professor &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Oma Schmidt braucht Hilfe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2017 22:55:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe!]]></category>
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					<description><![CDATA[Oma Schmidt ist nun schon eine recht betagte Dame und sie wohnt im Erdgeschoss der Villa, in der auch Professor Konfusi mit seiner Frau lebt. Bestimmt erinnert Ihr Euch. Frau Konfusi schaut immer ein bisschen nach dem Rechten bei ihr und der Professor ist auch jederzeit gerne bereit ihr zu helfen. Abgesehen von ihrer Arthrose im Knie, ist die alte Dame noch recht fit, auch wenn ihr Knie bei jedem Schritt schmerzt. Da gleich um die Ecke ein kleiner Supermarkt ist, kann sie auch ihre Einkäufe noch weitestgehend alleine erledigen. Es dauert eben alles ein bisschen länger und auf dem Weg zum Geschäft muss sie auch mehrmals stehen bleiben, um zu verschnaufen und ihrem Knie eine kleine Erholungspause zu gönnen. Aber sie möchte niemand zur Last fallen und so beißt sie die Zähne zusammen und marschiert auch heute los. Draußen ist es kalt, aber trocken und nicht glatt. In ihrer neuen mit Fell gefütterten Jacke ist sie warm angezogen und auch ihre Winterstiefel schenken ihren Füßen eine wohlige Wärme. Sie zieht einen Einkaufstrolly hinter sich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oma Schmidt ist nun schon eine recht betagte Dame und sie wohnt im Erdgeschoss der Villa, in der auch Professor Konfusi mit seiner Frau lebt. Bestimmt erinnert Ihr Euch. Frau Konfusi schaut immer ein bisschen nach dem Rechten bei ihr und der Professor ist auch jederzeit gerne bereit ihr zu helfen. Abgesehen von ihrer Arthrose im Knie, ist die alte Dame noch recht fit, auch wenn ihr Knie bei jedem Schritt schmerzt.</strong><br />
<span class="dropcap">D</span>a gleich um die Ecke ein kleiner Supermarkt ist, kann sie auch ihre Einkäufe noch weitestgehend alleine erledigen. Es dauert eben alles ein bisschen länger und auf dem Weg zum Geschäft muss sie auch mehrmals stehen bleiben, um zu verschnaufen und ihrem Knie eine kleine Erholungspause zu gönnen. Aber sie möchte niemand zur Last fallen und so beißt sie die Zähne zusammen und marschiert auch heute los.<br />
Draußen ist es kalt, aber trocken und nicht glatt. In ihrer neuen mit Fell gefütterten Jacke ist sie warm angezogen und auch ihre Winterstiefel schenken ihren Füßen eine wohlige Wärme. Sie zieht einen Einkaufstrolly hinter sich her, in den sie dann ihre Errungenschaften packen kann. Viel braucht sie ja nicht, aber einen Liter Milch will sie mitnehmen. Als sie vor dem Kühlregal steht, überlegt sie kurz, ob sie die Flasche oder den Tetrapack wählen soll.<br />
„Ach, war das doch früher in meiner Kindheit so schön“, überlegt Oma Schmidt, „da hat man die Milch noch in der Milchkanne geholt. Außerdem gab es keinen Verschluss, mit dem man erst kämpfen musste, bevor man ein Glas Milch trinken konnte.“<br />
Die alte Dame entscheidet sich dann zwei Liter Milch zu kaufen, einmal in der Flasche und einen Liter im Tetrapack.<br />
Brot braucht sie noch und ein kleines Glas Gurken und ein Glas Marmelade, ein Päckchen Käse und Kaffee. Kurz vor der Kasse fällt ihr Blick auf ein Scherenset, bestehend aus einer großen Schere und zwei kleineren. Es ist ein Sonderangebot und obendrein kann man mit der größeren Schere angeblich auch noch den Drehverschluss von Wasserflaschen öffnen.<br />
„Das ist echt praktisch und sieht auf den aufgedruckten Bildern kinderleicht aus“, denkt sie sich und greift sogleich danach, um es in ihren Einkaufswagen zu legen.<br />
„Guten Tag, Frau Schmidt!“, grüßt die nette Verkäuferin an der Kasse, die Oma Schmidt schon seit vielen Jahren kennt. „Haben Sie gesehen, heute gibt es auch Salatgurken und Tomaten im Angebot.“<br />
„Ach ja“, meint Oma Schmidt. „Auf einen leckeren Gurkensalat hätte ich schon Appetit. Ja, das mache ich mir heute.“<br />
So marschiert Oma Schmidt mit ihren Einkäufen wieder nach Hause. Dort angekommen, trifft sie mit Marco zusammen, der ihr den Einkaufstrolly abnimmt und vor die Wohnungstür stellt.<br />
„Danke Marco, früher haben mir die drei Stufen bis zu meiner Wohnung keine Probleme bereitet, aber inzwischen ist alles beschwerlich geworden.“<br />
„Mach ich doch gerne! Tschüss, ich hab ganz viele Hausaufgaben auf und muss nachher noch zum Fußball!“, ruft der Junge ihr zu und stürmt die weiteren Treppenstufen hoch.<br />
Jetzt will Oma Schmidt sich den Gurkensalat machen. Doch als sie die Salatgurke in die Hand nimmt, sieht sie, dass diese tatsächlich in eine Folie eingeschweißt ist. Sie zupft an dieser Ecke und an jener Ecke, aber die Folie umschließt die Gurke so fest, dass sie mit ihren alten zittrigen Fingern keine Chance hat diese zu entfernen. Verärgert legt sie die Gurke zur Seite und beschließt sich einen Pudding zu kochen. Sie stellt die Milchflasche vorsichtig auf den Tisch und versucht den Schraubverschluss zu öffnen.<br />
„Ich hab überhaupt keine Kraft mehr“, ärgert sie sich nun über sich selbst. Aber zum Glück hat sie ja noch die Milch im Tetrapack.<br />
„Da brauche ich nur die Lasche zu ziehen“, sagt sie zu sich selbst. „Verflixt!“, ruft sie aus, als sie die Lasche abreißt und die Milch auf dem Tisch verschüttet.<br />
Aber immerhin kann sie sich jetzt einen Pudding kochen. Sogar ein bisschen Schlagsahne kann sie sich dazu machen, denn im Schrank hat sie noch einen kleinen Tetrapack mit Schlagsahne stehen. Diesen muss sie nur noch öffnen.<br />
„Dafür kann ich jetzt eine meiner neuen Schere benutzen“, überlegt sie, greift in ihren Einkaufstrolly und zieht eine durchsichtige Plastikverpackung heraus. Die alte Dame dreht und wendet die Verpackung, kann aber nirgends eine Lasche zum Öffnen finden.<br />
„Wie soll ich denn dieses Ding auf bekommen?“, fragt sie sich verwundert.</p>
<p>Genau in diesem Moment klingelt es an ihrer Haustür. Herr und Frau Konfusi stehen davor.<br />
„Wir wollen gerade zum Metzger fahren und wollten nur fragen, ob wir Ihnen vielleicht Würstchen mitbringen sollen“, erkundigt sich Frau Konfusi.<br />
„Gut, dass Sie kommen, ich bin gerade am Verzweifeln“, entgegnet Oma Schmidt ohne auf die Frage von Frau Konfusi einzugehen.<br />
„Nur ruhig Blut! Was gibt es denn für ein Problem? Vielleicht können wir Ihnen ja helfen“, meint Professor Konfusi in seiner ruhigen Art.<br />
„Ich werde noch verrückt mit diesen ganzen Verpackungen“, stöhnt Oma Schmidt. Alles ist immer irgendwie eingeschweißt oder man muss an einer Lasche ziehen, die zwar abreißt, aber trotzdem die Packung nicht öffnet oder durch den Ruck alles verschüttet geht. Sogar Salatgurken verpacken sie neuerdings in Plastik und man ist schon verhungert, bevor man diese überhaupt entfernen kann.“<br />
Oma Schmidt ist mehr als nur verärgert, aber Herr und Frau Konfusi kommen nun in die Wohnung und können die alte Dame auch beruhigen. Nach und nach erzählt sie, womit sie sich gerade abquält.<br />
„Das ist ja wohl ein Witz“, wundert sich Professor Konfusi als er die Plastikverpackung mit den Scheren in der Hand hält. „Man kauft Scheren, doch bevor man sie benutzen kann, muss man eine Schere haben, um sie aus der Verpackung zu bekommen. Wer hat sich denn so etwas einfallen lassen?“<br />
„Alles ist neuerdings so verpackt, dass man erst eine Anleitung oder ein anderes Hilfsmittel braucht, um es zu öffnen. Und wenn man es dann doch irgendwie auf bekommt, hat man die Hälfte vom Inhalt verschüttet. Kann man die Verpackungen nicht so machen, dass jeder damit zurecht kommt? Auch alte Leute!“, schüttelt Oma Schmidt den Kopf und kramt in einer ihrer Schubladen. Zum Glück findet sie dort noch ihre alte Schere. Nachdem Professor Konfusi damit die Scherenverpackung zerschnitten hat, öffnet sie mit Hilfe einer neuen Schere den Schlagsahne-Tetrapack.<br />
„Dankeschön“, freut sich Oma Schmidt. „Was würde ich nur ohne Sie machen?! Vielleicht könnten Sie mir noch das Marmeladen- und das Gurkenglas öffnen. Mir fehlt die Kraft dazu.“<br />
„Nichts zu danken!“, sagt Professor Konfusi und dreht die beiden Gläser auf. „Aber sagen Sie, Oma Schmidt: Wenn Sie so leckere Schlagsahne machen, sollen wir nachher nicht Kuchen mitbringen?“<br />
„Ach“, fällt der alten Dame ein. „Ich habe doch gestern einen Apfelstreuselkuchen gebacken. Ziehen Sie doch Ihre Jacken aus und nehmen Sie Platz. Wir trinken jetzt erst einmal ein Tässchen Kaffee und essen ein Stück Kuchen.“<br />
„Das ist eine gute Idee!“, sagen Herr und Frau Konfusi fast wie aus einem Munde.<br />
Frau Konfusi deckt den Tisch, Oma Schmidt schlägt die Sahne und holt den Kuchen. Erst als die beiden Frauen Platz nehmen, fällt ihnen auf, dass Professor Konfusi immer noch in der einen Ecke der Küche steht.<br />
„Willst du dich denn nicht hinsetzen?“, fragt Frau Konfusi ihren Mann.<br />
„Ja schon“, entgegnet er verzweifelt und zieht und zerrt an dem Reißverschluss seiner Jacke. „Ich komme nur nicht aus meiner Verpackung heraus.“</p>
<p><em><strong>Diese Geschichte verlinke ich mit Traudes Aktion ANL: <a href="http://rostrose.blogspot.de">http://rostrose.blogspot.de</a></strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch noch folgende Geschichten lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/eiskalt/">Eiskalt</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/professor-konfusi/">Professor Konfusi</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/grosse-aufregung/">Große Aufregung in der Villa</a></p>
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		<title>Nobody is perfect!?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2016 09:04:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Freundin]]></category>
		<category><![CDATA[Handy]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Macke]]></category>
		<category><![CDATA[perfect]]></category>
		<category><![CDATA[Professor]]></category>
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		<category><![CDATA[Termin]]></category>
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					<description><![CDATA[Der nette ältere Herr aus meinen Geschichten, den ich Professor Konfusi genannt habe, ist mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen. Vielleicht geht es Euch ähnlich.  Tanja (fruendliche scherereien) fragte neulich, ob der liebenswerte Professor denn auch Macken habe. Lasst mich heute eine weitere Geschichte erzählen und entscheidet selbst, ob es da doch eine klitzekleine Macke bei ihm gibt. Professor Konfusi hält alle seine beruflichen Termine schriftlich in seinem Terminkalender fest. Darin ist er sehr genau und hat auch noch keinen der Termine vergessen, geschweige denn hat er sich jemals verspätet. Aber mit seinen privaten Terminen ist das so eine ganz spezielle Sache: Professor Konfusi sitzt in seinem Arbeitszimmer und schreibt an einer Veröffentlichung, während seine Frau vor ihrem Kleiderschrank steht. Sie sucht sich das passende Outfit für ihr Treffen mit ihren Freundinnen aus. Sie sind zu viert und treffen sich regelmäßig in einem kleinen Café am Stadtrand. Heute freut sie sich besonders darauf, denn sie möchte den Freundinnen die Fotos von der letzten Reise mit ihrem Mann zeigen. Die anderen haben auch versprochen ein paar &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der nette ältere Herr aus meinen Geschichten, den ich Professor Konfusi genannt habe, ist mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen. Vielleicht geht es Euch ähnlich.  Tanja</strong> (fruendliche scherereien)<strong> fragte neulich, ob der liebenswerte Professor denn auch Macken habe. Lasst mich heute eine weitere Geschichte erzählen und entscheidet selbst, ob es da doch eine klitzekleine Macke bei ihm gibt.</strong><br />
<strong>Professor Konfusi hält alle seine beruflichen Termine schriftlich in seinem Terminkalender fest. Darin ist er sehr genau und hat auch noch keinen der Termine vergessen, geschweige denn hat er sich jemals verspätet. Aber mit seinen privaten Terminen ist das so eine ganz spezielle Sache:</strong></p>
<p><span class="dropcap">P</span>rofessor Konfusi sitzt in seinem Arbeitszimmer und schreibt an einer Veröffentlichung, während seine Frau vor ihrem Kleiderschrank steht. Sie sucht sich das passende Outfit für ihr Treffen mit ihren Freundinnen aus. Sie sind zu viert und treffen sich regelmäßig in einem kleinen Café am Stadtrand.<br />
Heute freut sie sich besonders darauf, denn sie möchte den Freundinnen die Fotos von der letzten Reise mit ihrem Mann zeigen. Die anderen haben auch versprochen ein paar Fotos von ihren Reisen und Ausflügen mitzubringen.<br />
„Das wird sicherlich sehr interessant und auch kurzweilig“, denkt sie und nimmt ein geblümtes Sommerkleid aus dem Schrank.<br />
„Das passt perfekt zu dem heutigen Sonnenwetter und zu meiner guten Laune. Nur schade, dass es wahrscheinlich einer der letzten sommerlichen Tage des Jahres sein wird“, überlegt sie sich während sie in das Kleid schlüpft.<br />
Beschwingt dreht sie sich vor dem Spiegel und greift danach noch nach einem leichten Sommerjäckchen, &#8211; nur für den Fall, dass es am Spätnachmittag doch schon etwas abkühlen sollte.<br />
Bevor Frau Konfusi das Haus verlässt, schaut sie noch einmal kurz zu ihrem Mann ins Arbeitszimmer hinein. Sie öffnet die Tür und bleibt im Türrahmen stehen. Sie will ihn nicht stören, aber trotzdem noch schnell Bescheid sagen, dass sie dann gleich weg ist.<br />
„Ich geh dann mal“, sagt sie mit gesenkter Stimme. „Bis nachher!“<br />
„Ja, ja!“, antwortet ihr Gatte, ohne seine Arbeit zu unterbrechen und aufzublicken, da er vollkommen vertieft in seine Veröffentlichung ist.<br />
Frau Konfusi ist gerade im Begriff die Tür wieder zu schließen, da fällt ihr noch etwas ein. Doch sie will nicht weiter stören. Deshalb geht sie schnell in die Küche und schreibt ihrem Mann noch eine kurze Botschaft auf einen Zettel, den sie auf den Küchentisch legt und dann ist sie auch schon verschwunden.<br />
„Hallo meine Liebe“, wird sie wenig später von ihrer Freundin Gertrud begrüßt. „Hast du eigentlich dein Handy dabei?“<br />
„Ja natürlich. Das habe ich immer in meiner Handtasche, aber das weißt du doch“, antwortet Frau Konfusi und grinst.<br />
„Na, dann wird es wohl auch heute wieder klingeln!“, freut sich Mathilde und klatscht begeistert in die Hände.<br />
„Wollen wir eine Wette abschließen?“, erkundigt sich Anna.<br />
„Was soll das?“, fragt Frau Konfusi zurück. „Ich weiß genau, was du wetten willst, aber wer von uns soll denn dagegen wetten. Wir wissen doch alle, was spätestens in einer Stunde passieren wird.“<br />
Die vier Frauen brechen in Vorfreude auf das bevorstehende Ereignis in schallendes Gelächter aus und lassen sich dann Kaffee und Kuchen schmecken.<br />
Fast hätten sie über dem Austausch von Neuigkeiten und dem Betrachten der Fotos Frau Konfusis Handy vergessen, doch plötzlich ertönt ein unüberhörbarer Klingelton aus deren Handtasche.<br />
„Na also!“, rufen alle vier Frauen im Chor.<br />
Alle verstummen schlagartig, nur Frau Konfusi holt das Handy aus der Tasche und meldet sich mit einem einfachen, aber freundlichen:<br />
„Hallo, mein lieber Göttergatte!“<br />
„Wo bist du denn?“, tönt die Stimme von Herrn Konfusi aus dem Telefon.<br />
„Na da, wo ich jeden zweiten Mittwoch im Monat bin“, antwortet sie und grinst ihre Freundinnen an, die sich kaum das Lachen verkneifen können.<br />
„Und wo ist das?“<br />
„Ach mein Lieber, seit drei Jahren rufst du mich jeden zweiten Mittwoch an, stellst mir die selbe Frage und ich gebe dir auch immer wieder gerne die selbe Antwort: Ich bin bei meinem Damenkränzchen.“<br />
„Ach so! Und ich dachte schon, du seist beim Frisör.“<br />
„Aber nein, dort bin ich jeden Samstag.“<br />
„Als wenn ich das nicht wüsste“, kommt jetzt eine leicht verärgerte Antwort.<br />
„Natürlich weißt du das, aber es ist dir anscheinend gerade entfallen.“<br />
„Ich nehme an, dir ist aber etwas anderes entfallen“, kontert jetzt Professor Konfusi. „Und daran möchte ich dich jetzt erinnern. Du kannst heute nicht so lange bei deinem Kaffeekränzchen bleiben, denn du musst nachher noch zum Zahnarzt.“<br />
„Ach!“, ist das einige, was Frau Konfusi beim Versuch ihr eigenes Lachen zu unterdrücken, hervorbringt.<br />
„Gut, dass ich deinen Notizzettel auf dem Küchentisch gefunden habe. Dort hast du dir nämlich folgendes notiert: 17 Uhr Zahnarzt.“<br />
„Das hast du aber missverstanden“, antwortet Frau Konfusi inzwischen wieder mit ganz ruhiger Stimme. „Das ist nicht mein Termin, sondern deiner!“<br />
„Ohje, den hätte ich jetzt glatt vergessen. Gut, dass ich dich angerufen habe. Diese privaten Termine machen mich ganz konfus. Vielleicht sollte ich sie mir mal aufschreiben.“<br />
Gerade will Frau Konfusi ihrem Gatten beipflichten, als dieser seiner Feststellung noch einen Satz nachschiebt.<br />
„Oder besser noch: Du erinnerst mich immer an meine privaten Termine!“<br />
„So machen wir es!“, kichert Frau Konfusi.<br />
„Aber sag mal, ihr seid wirklich eine sehr lustige Truppe. Man hört euch immer nur lachen“, stellt der Professor fest. „Ihr werdet doch wohl nicht über mich und meine kleine Macke lachen.“<br />
„Nein nein!“, rufen alle vier Damen in das Handy.<br />
„Übrigens, Gertrud!“, ruft Professor Konfusi aus. „Ich gratuliere dir recht herzlich nachträglich zu deinem gestrigen Geburtstag und haben nicht Anna und Erwin nächsten Monat 30jährigen Hochzeitstag und Mathildes Tochter wird am nächsten Samstag 45?!“<br />
Frau Konfusi ist mindestens so baff wie Gertrud, Mathilde und Anna.<br />
„Woher weißt du das alles?“, fragt Frau Konfusi sichtlich überrascht. „Das habe ich dir doch gar nicht erzählt!“<br />
„Oh, ich weiß noch viel mehr. Zum Beispiel weiß ich ganz genau, dass du jeden zweiten Mittwoch mit deinen Damen zusammen sitzt, aber man kann doch nicht einfach so zugeben, dass man seine Frau vermisst. Außerdem habe ich mir bereits vor ungefähr einem Jahr schon einen Terminkalender extra für private Termine zugelegt und da steht auch dein Mittwochnachmittagtreff drin! Aber es hat dir und deinen Freundinnen immer so viel Freude bereitet, wenn ich jeden Mittwoch angerufen habe, da wollte ich euch den Spaß nicht nehmen. Außerdem erinnerst du mich immer so lieb an alle privaten Termine.“<br />
„Du Schlawiner!“, sagt Frau Konfusi jetzt nicht ganz ohne Rührung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch diese Geschichten noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/auf-reisen/">Auf Reisen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-christel-von-der-post/">Die Christel von der Post</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/felicita-und-der-mann-im-mond/">Felicitas und der Mann im Mond</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Auf Reisen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2016 22:07:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Anzug]]></category>
		<category><![CDATA[Jackett]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[Kuchen]]></category>
		<category><![CDATA[Professor]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Schuhe]]></category>
		<category><![CDATA[Verkäuferin]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Heute wollen wir Herrn und Frau Konfusi auf Reisen begleiten. Es ist keine Vergnügungsreise, sondern eher eine berufsbedingte Reise. Der ältere Professor ist zwar nicht mehr im Dienst, aber sein Wissen und seine Forschungsergebnisse werden immer noch geschätzt. Auch schreibt er fleißig Veröffentlichungen und nimmt an Kongressen teil. So bittet man ihn oftmals einen Vortrag über sein Spezialgebiet zu halten. Seine Frau begleitet ihn immer auf Reisen und so soll es auch dieses Mal sein. Um das Kofferpacken kümmert sich schon seit jeher Frau Konfusi. „Du kannst das viel besser als ich“, pflegt er immer zu sagen und nimmt dabei seine Gattin zärtlich in den Arm. Er selbst kümmert sich nur darum, dass er alle notwendigen Unterlagen für seinen Vortrag dabei hat und übernimmt dann auch noch die Autofahrt. Die beiden älteren Herrschaften sind mit dieser Arbeitsteilung völlig zufrieden und es klappt eigentlich alles auch immer ganz gut. Heute ist Frau Konfusi allerdings etwas nervös, denn wie das so ist im Leben, kommt manchmal alles auf einmal und anders als man denkt. Eigentlich wollten &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Heute wollen wir Herrn und Frau Konfusi auf Reisen begleiten. Es ist keine Vergnügungsreise, sondern eher eine berufsbedingte Reise. Der ältere Professor ist zwar nicht mehr im Dienst, aber sein Wissen und seine Forschungsergebnisse werden immer noch geschätzt. Auch schreibt er fleißig Veröffentlichungen und nimmt an Kongressen teil.</strong><br />
<span class="dropcap">S</span>o bittet man ihn oftmals einen Vortrag über sein Spezialgebiet zu halten. Seine Frau begleitet ihn immer auf Reisen und so soll es auch dieses Mal sein.<br />
Um das Kofferpacken kümmert sich schon seit jeher Frau Konfusi.<br />
„Du kannst das viel besser als ich“, pflegt er immer zu sagen und nimmt dabei seine Gattin zärtlich in den Arm.<br />
Er selbst kümmert sich nur darum, dass er alle notwendigen Unterlagen für seinen Vortrag dabei hat und übernimmt dann auch noch die Autofahrt. Die beiden älteren Herrschaften sind mit dieser Arbeitsteilung völlig zufrieden und es klappt eigentlich alles auch immer ganz gut.<br />
Heute ist Frau Konfusi allerdings etwas nervös, denn wie das so ist im Leben, kommt manchmal alles auf einmal und anders als man denkt. Eigentlich wollten sie um diese Uhrzeit schon startbereit sein. Aber am Abend vorher, klingelte es an der Haustür. Ein befreundetes Ehepaar, Hanna und Egon, kamen unverhofft vorbei und wollten nur einmal kurz Hallo sagen. Daraus wurde ein sehr unterhaltsamer Abend, der erst nach Mitternacht endete.<br />
Heute Morgen erwachen Herr und Frau Konfusi dann allerdings mit Kopfschmerzen.<br />
„Daran ist bestimmt der Wein schuld, den Hanna und Egon mitgebracht haben. Irgendwie war er mir gleich ein bisschen schwer“, folgert Frau Konfusi.<br />
Sei es wie es sei, auf jeden Fall sind die Beiden wohl auch noch mit dem linken Fuß aufgestanden und leicht genervt. Alles geht nicht schnell genug und will nicht wie es soll. Professor Konfusi, der es gar nicht mag, wenn er in einem Anzug herumlaufen soll, beschließt erst einmal in kurzen Hosen und Schläppchen den Tag zu beginnen.<br />
„Warum ziehst du nicht wenigsten eine lange leichte Sommerhose und vernünftige Schuhe an?“, fragt Frau Konfusi ihren Gatten.<br />
„Ich will ja nicht schwitzen und vielleicht machen wir zwischendrin noch einmal Rast. Wir kommen doch an einem schönen See vorbei und da könnten wir uns ein bisschen in die Sonne setzen. Kurze Hosen und Schläppchen sind also viel bequemer und praktischer. Es reicht mir schon, wenn ich morgen und übermorgen den ganzen Tag im Anzug rumlaufen muss“, erklärt er seiner Frau.<br />
Frau Konfusi hat einen Koffer und eine Schuhtasche gepackt und ihr Mann verstaut nun alles im Kofferraum.<br />
„Hier sind deine guten neuen Schuhe, die du morgen dann zum Anzug anziehst“, sagt sie und stellt diese neben die Tasche. Danach verschwindet sie noch einmal kurz im Bad, bevor es dann endgültig los geht.<br />
„So“, meint Professor Konfusi, „sag am besten gleich, was du vergessen hast. Dann müssen wir nicht wieder in fünf Minuten umdrehen.“<br />
„Warte mal, ich schau eben nochmal schnell nach, ob ich die Haustür zugemacht habe“, entgegnet seine Frau.<br />
„Hast du! Ich habe es gesehen. Du hast auch die Wohnungstür abgeschlossen, alle Fenster sind zu und es brennt auch in keinem Zimmer das Licht. Wir haben alles und alles ist in Ordnung.“<br />
Frau Konfusi atmet einmal tief durch und lässt sich dann beruhigt in den Sitz fallen. Und los geht die Fahrt. Sie unterhalten sich angeregt über dies und das, doch plötzlich fallen Frau Konfusi die Augen zu und sie macht ein kleines Nickerchen. Als ihr Mann zu dem kleinen See abbiegt und dort einen Rastplatz anfährt, wacht sie wieder auf und blinzelt in die Sonne.<br />
Beim Aussteigen fällt der Blick der älteren Dame auf die Füße ihres Mannes.<br />
„Hast du eigentlich die Schuhe dabei?“, fragt sie ihn.<br />
„Welche? Da waren eine ganze Menge Schuhe. Ich frage mich, wieso du so viele Schuhe mitnimmst.“<br />
„Die Schuhe müssen doch zur jeweiligen Kleidung passen. Aber das meine ich nicht. Hast du <em><strong>deine</strong></em> Schuhe dabei“, erkundigt sie sich.<br />
„Wenn <em><strong>du</strong></em> sie eingepackt hast, dann sind sie wohl in der Schuhtasche mit dabei“, entgegnet ihr Mann.<br />
„Die habe ich aber neben die Schuhtasche gestellt, weil sie nicht mehr hinein gepasst haben. Das habe <em><strong>ich dir</strong></em> aber ausdrücklich gesagt.“<br />
Als Professor Konfusi nicht antwortet, sondern seine Frau nur schweigend ansieht, ist dieser alles klar.<br />
„Na, dann stehen sie da wohl immer noch.“<br />
Und nach einem Blick auf die Uhr meint sie: „Wir sollten vor dem Einchecken im Hotel erst noch schnell ein Schuhgeschäft ansteuern, sonst musst du morgen deinen Vortrag in Anzug und Schläppchen halten. Für <em><strong>dich</strong></em> habe ich nämlich nur dieses eine Paar Schuhe eingeplant, das <em><strong>du</strong> </em>zu Hause hast stehen lassen.“<br />
„Dann hätten es wenigstens meine Füße in den Schläppchen ein bisschen bequem, während ich in Anzug, Hemd und Krawatte schwitzen muss“, grinst der Professor.<br />
„Und mit Garantie wären auch alle Lacher auf deiner Seite!“<br />
Am nächsten Morgen marschiert Professor Konfusi dann in funkelnagelneuen Schuhen zum Kongress. Seine Frau macht in der Zwischenzeit eine Stadtrundfahrt und geht in der Altstadt bummeln. Als er am Nachmittag wieder im Hotel zurück ist, hat er seiner Frau ein Stückchen Kuchen mitgebracht.<br />
„Ich bin an einer Konditorei vorbeigekommen und der Kuchen hat mich so angelacht“, erzählt er seiner Gattin. „Ich habe mir eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen gegönnt. Aber ich habe Dir auch ein Stück mit gebracht.“<br />
„Das ist lieb von dir, aber ich war in der Altstadt auch schon in einem Café“, entgegnet sie. „Du kannst es gerne auch noch essen.“<br />
Das lässt sich Professor Konfusi allerdings nicht zweimal sagen.<br />
„Danke. Ich muss dir aber noch was erzählen“, meint er, als das letzte Krümelchen in seinem Mund verschwunden ist. „Nicht nur der Kuchen hat mich angelacht, sondern auch die Verkäuferin. Ich scheine hier schon irgendwie bekannt zu sein.“<br />
„Wieso das denn? Wir waren doch noch nie hier in dieser Stadt“, wundert sich Frau Konfusi.<br />
„Ich finde es ja auch merkwürdig, aber als ich in den Laden kam, fragte die Verkäuferin: ‚ Bitteschön Herr Konfusi, was kann ich für sie tun?‘ “<br />
Plötzlich beginnt seine Frau zu lachen. „Das Rätsel kann ich für dich lösen“, erklärt sie ihrem Mann. Da dieser aber fragend die Stirn runzelt, lässt sie ihn nicht länger rätseln.<br />
„Schau doch mal in den großen Spiegel dort drüben!“<br />
Professor Konfusi ist jetzt tatsächlich etwas verwirrt, aber er folgt den Anweisungen seiner Frau und tritt an den Spiegel heran. Ein Blick in diesen und er muss ebenfalls lachen. Mit der rechten Hand greift er sich dann an seine linke Brust und entfernt das angesteckte Namensschild von seinem Jackett.</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch noch diese Geschichten lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/professor-konfusi/">Professor Konfusi</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/marco-braucht-hilfe/">Marco braucht Hilfe</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/grosse-aufregung/">Große Aufregung in der Villa</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Eigenartige Entdeckung</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 28 Jul 2016 22:10:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[abgeschlossen]]></category>
		<category><![CDATA[Balkon]]></category>
		<category><![CDATA[Dieb]]></category>
		<category><![CDATA[Entdeckung]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
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		<category><![CDATA[Tiefschlaf]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Villa, in der Professor Konfusi und seine Frau wohnen, wirkt heute ein bisschen verschlafen. Es ist ein sehr warmer, eigentlich schon leicht schwüler Sommertag, der die Schläfrigkeit fördert. Eine himmlische Ruhe hat sich im gesamten Viertel ausgebreitet, denn jetzt in den Sommerferien sind die meisten Familien im Urlaub. Auch Marco ist mit seinen Eltern verreist. Das junge Pärchen von ganz oben ist bereits schon vor einer Woche zum Zelten an den Bodensee gefahren. Somit sind nur das ältere Ehepaar und Oma Schmidt aus dem Erdgeschoss in der Villa. Herr Konfusi hat sich mit seiner Frau auf den Balkon zurückgezogen. Hier haben sie eine wunderschöne Aussicht auf den Garten, aber auch auf den nahegelegenen Stadtpark. Man hört weder Hunde bellen, noch Kinder lachen, nur das Zwitschern der Vögel, die sich in den Zweigen der Bäume niedergelassen haben, ist zu vernehmen. Es dauert daher auch nicht lange, bis Herr und Frau Konfusi auf ihren Liegestühlen eingenickt sind. Während Professor Konfusi traumlos vor sich hin schlummert, hört seine Ehefrau in ihrem Traum ein Klingeln. Es hört sich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Villa, in der Professor Konfusi und seine Frau wohnen, wirkt heute ein bisschen verschlafen. Es ist ein sehr warmer, eigentlich schon leicht schwüler Sommertag, der die Schläfrigkeit fördert. Eine himmlische Ruhe hat sich im gesamten Viertel ausgebreitet, denn jetzt in den Sommerferien sind die meisten Familien im Urlaub. Auch Marco ist mit seinen Eltern verreist. Das junge Pärchen von ganz oben ist bereits schon vor einer Woche zum Zelten an den Bodensee gefahren. Somit sind nur das ältere Ehepaar und Oma Schmidt aus dem Erdgeschoss in der Villa.</strong></p>
<p><span class="dropcap">H</span>err Konfusi hat sich mit seiner Frau auf den Balkon zurückgezogen. Hier haben sie eine wunderschöne Aussicht auf den Garten, aber auch auf den nahegelegenen Stadtpark.<br />
Man hört weder Hunde bellen, noch Kinder lachen, nur das Zwitschern der Vögel, die sich in den Zweigen der Bäume niedergelassen haben, ist zu vernehmen. Es dauert daher auch nicht lange, bis Herr und Frau Konfusi auf ihren Liegestühlen eingenickt sind.<br />
Während Professor Konfusi traumlos vor sich hin schlummert, hört seine Ehefrau in ihrem Traum ein Klingeln. Es hört sich ähnlich an wie das Klingeln an ihrer Wohnungstür. Es ist so täuschend echt, dass Frau Konfusi davon aufwacht. Sie blickt leicht verwirrt um sich, da sie nun nicht mehr weiß, ob es in der Realität oder im Traum geklingelt hat.<br />
„Hast du das auch gehört?“, fragt sie ihren Gatten, der schlagartig die Augen öffnet.<br />
Gerade will er zu einer Antwort ansetzen, als sie an der Wohnungstür tatsächlich ein Klingeln und gleichzeitiges Klopfen vernehmen.<br />
„Herr Professor! Sind Sie da?!“, klingt das zarte Stimmchen von Oma Schmidt durch die verschlossene Tür.<br />
Professor Konfusi und seine Frau eilen zur Tür und sehen eine total aufgeregte Oma Schmidt vor sich.<br />
„Um Himmels Willen! Sie sind ja ganz blass!“, sagt Frau Konfusi erschrocken. „Kommen Sie herein und setzen Sie sich erst einmal hin!“<br />
„Sollen wir einen Arzt rufen? Geht es Ihnen nicht gut?“, erkundigt sich Professor Konfusi.<br />
Oma Schmidt holt tief Luft, greift nach dem Glas mit Wasser, das ihr Frau Konfusi reicht und trinkt erst einmal. Erst dann verneint sie die Frage des Professors.<br />
„Nein! Doch, doch!“<br />
„Sie sind ja vollkommen verwirrt. Was denn nun? Ich soll nicht den Arzt rufen und dann doch?!“, fragt er nach und läuft schon in Richtung Schuhschrank, auf dem die Telefonstation steht.<br />
„<em><strong>Nein</strong></em>, heißt: keinen Arzt. Und <em><strong>doch</strong></em> heißt: Doch es geht mir gut. Aber die Polizei müssen Sie auf jeden Fall rufen!“, antwortet Oma Schmidt und trinkt das restliche Wasser.<br />
„Die Polizei?!“, Frau Konfusi schaut Oma Schmidt entsetzt an. „Also ist doch etwas passiert! Hatten Sie einen Unfall?“<br />
„Bei mir ist eingebrochen worden! Mein ganzes Wohnzimmer ist verwüstet. Alle Schubladen sind aufgerissen und der Inhalt liegt auf dem Teppich mitten im Zimmer“, berichtet Oma Schmidt. „Ich war nur mal kurz hinter dem Haus und habe den Müll weggebracht. Ja, und dann habe ich noch ein kurzes Schwätzchen mit der Nachbarin gehalten und als ich wieder in meine Wohnung will, da steht die Tür sperrangelweit auf.“<br />
„Ach, Sie haben vergessen, die Tür abzusperren?“, fragt Professor Konfusi nach.<br />
„Nein!“, protestiert die Oma energisch. „ Ich war doch nur zum Entleeren des Mülleimers draußen. Trotzdem habe ich zugeschlossen und den Schlüssel stecken gelassen. Ich schließe immer ab, auch jetzt als ich zu Ihnen hoch gekommen bin. Sehen Sie!“, Oma Schmidt hält triumphierend den Schlüsselbund hoch.<br />
„Haben Sie den Dieb gesehen? Haben Sie ihn vielleicht sogar überrascht?“, will Herr Konfusi wissen.<br />
„Nein, niemand da!“, lautet die kurze und knappe Antwort.<br />
„Ist etwas geklaut worden?“<br />
„Alles da! Nur totales Chaos!“<br />
Irgendwie kann sich der Professor keinen Reim darauf machen. Sollte die alte Dame doch schon leicht verwirrt sein? Abschließen und den Schlüssel stecken lassen? Alles verwüstet, aber nichts gestohlen? Und gesehen hat sie den Dieb auch nicht?!<br />
„Seltsam, seltsam!“, überlegt er in Gedanken und greift sich das Telefon. „Ich rufe mal vorsichtshalber die Polizei an. Es klingt alles sehr verworren und nicht unbedingt logisch! Aber man kann ja nie wissen. Bisher habe ich noch nie Anzeichen von Demenz bei Oma Schmidt festgestellt, aber so etwas bemerkt man nicht immer sofort“, huscht ein Gedanke nach dem anderen durch seinen Kopf.<br />
Die Polizei, dein Freund und Helfer, ist auch innerhalb weniger Minuten zur Stelle. Oma Schmidt hat Professor Konfusi die Wohnungsschlüssel übergeben, denn mittlerweile hat sie doch schon ein wenig weiche Knie bekommen und der Schreck ist ihr in die Glieder gefahren. Sie bleibt lieber bei Frau Konfusi und trinkt noch ein Tässchen Kaffee.<br />
„Damit der Kreislauf schön in Schwung kommt“, erläutert sie.<br />
Bei Eintreffen der Polizei schließt der Professor die Tür zu Oma Schmidts Wohnung auf und schon offenbart sich die gesamte Bescherung. Alles liegt kreuz und quer. Die Stehlampe ist umgefallen und die Schubfächer geleert. Der Teppich ist mit Prospekten, Zeitungen, Fotos, Decken, Kissen und anderen Dingen übersät.<br />
„Hat die alte Dame vielleicht einen Hund?“, fragt der eine Polizist plötzlich.<br />
„Nein, wieso? Ein Hund reißt doch keine Schubfächer auf und verteilt alles auf dem Fußboden“, wundert sich der Professor.<br />
„Das wohl nicht, aber hören Sie denn nicht diese Geräusche?“<br />
Der ältere Herr lauscht und vernimmt tatsächlich seltsame Geräusche aus dem Nachbarzimmer. Sie ertönen ganz gleichmäßig und immer im selben Rhythmus. Mal sind sie ein bisschen lauter, dann wieder etwas leiser. Es hört sich fast an, als ob ….<br />
„Was befindet sich hinter dieser Tür?“, fragt der Polizist schon fast im Flüsterton.<br />
„Das Schlafzimmer. Aber Sie denken doch nicht etwa…?“, flüstert Herr Konfusi zurück.<br />
„Treten Sie bitte zu Ihrer eigenen Sicherheit zurück!“, fordert ihn der Polizist auf und zückt seine Dienstwaffe.<br />
Professor Konfusi ist schon fast aus der Wohnungstür, da hört er die Handschellen klicken.<br />
„Da haben wir das Bürschchen!“, sagt der Polizist und führt einen schmächtigen und gähnenden Mann zum Polizeiwagen.<br />
„Anscheinend kam er durch die offenstehende Haustür herein und entdeckte die Schlüssel an Oma Schmidts abgeschlossener Wohnungstür“, erklärt Herr Konfusi später den beiden Frauen. „Der ‚Möchte-gern-Dieb‘, ist wohl während seines Diebeszuges sichtlich ermattet in Oma Schmidts Bett gefallen. Dort ist der dann sofort in den Tiefschlaf gefallen und hat vor sich hin geschnarcht. Tja, dieses Wetter macht auch jeden müde“, lacht Professor Konfusi.<br />
„Aber selbst wenn er vor dem Eintreffen der Polizei aufgewacht wäre“, erklärt Oma Schmidt mit gewichtiger Miene, „hätte er nicht fliehen können. Ich habe ja die Wohnungstür abgeschlossen!“</p>
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<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p>Igitt! Muss das sein?</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/professor-konfusi/">Professor Konfusi</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/grosse-aufregung/">Große Aufregung in der Villa</a></p>
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		<title>Der Verfolger</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Apr 2016 14:07:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bushaltestelle]]></category>
		<category><![CDATA[Geburtstag]]></category>
		<category><![CDATA[Känguru]]></category>
		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Professor]]></category>
		<category><![CDATA[Tierpark]]></category>
		<category><![CDATA[Verfolger]]></category>
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					<description><![CDATA[Frau Konfusi hatte letzte Woche Geburtstag. Sie hatte die Hausgemeinschaft zu einem kleinen Kaffeeklatsch eingeladen und allen ausdrücklich gesagt, dass sie keine Geschenke möchte. Naja, wie das eben so ist, ab einem gewissen Alter hat man eigentlich schon alles und freut sich hauptsächlich über den lieben Besuch. Ja, das ist die eine Seite. Aber auf der anderen Seite stehen die Gäste und die wollen nicht mit leeren Händen kommen. Also hatte doch jeder eine Kleinigkeit mitgebracht. So standen am Abend ein Blumenstrauß, ein Alpenfeilchen, eine Schachtel Pralinen und eine Flasche Sekt auf der Wohnzimmeranrichte. Zwischen diesen Geschenken lagen noch zwei Gutscheine. Marco hatte im Auftrag der Hausgemeinschaft zwei Eintrittskarten für einen Tierparkbesuch beschafft und es Frau Konfusi feierlich mit den Glückwünschen überreicht. „Ich hoffe, Sie und Ihr Mann haben viel Spaß! Jetzt im Frühling ist es nämlich besonders schön im Tierpark!“, hatte er ihr gesagt. „Oh danke! Damit macht ihr uns eine ganz besondere Freude. Ich danke euch allen ganz herzlich!“ Frau Konfusi war sichtlich gerührt gewesen von dieser netten Geste. Zu diesem Zeitpunkt ahnte sie allerdings &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frau Konfusi hatte letzte Woche Geburtstag. Sie hatte die Hausgemeinschaft zu einem kleinen Kaffeeklatsch eingeladen und allen ausdrücklich gesagt, dass sie keine Geschenke möchte. Naja, wie das eben so ist, ab einem gewissen Alter hat man eigentlich schon alles und freut sich hauptsächlich über den lieben Besuch.</strong></p>
<p><span class="dropcap">J</span>a, das ist die eine Seite. Aber auf der anderen Seite stehen die Gäste und die wollen nicht mit leeren Händen kommen. Also hatte doch jeder eine Kleinigkeit mitgebracht. So standen am Abend ein Blumenstrauß, ein Alpenfeilchen, eine Schachtel Pralinen und eine Flasche Sekt auf der Wohnzimmeranrichte. Zwischen diesen Geschenken lagen noch zwei Gutscheine.<br />
Marco hatte im Auftrag der Hausgemeinschaft zwei Eintrittskarten für einen Tierparkbesuch beschafft und es Frau Konfusi feierlich mit den Glückwünschen überreicht.<br />
„Ich hoffe, Sie und Ihr Mann haben viel Spaß! Jetzt im Frühling ist es nämlich besonders schön im Tierpark!“, hatte er ihr gesagt.<br />
„Oh danke! Damit macht ihr uns eine ganz besondere Freude. Ich danke euch allen ganz herzlich!“ Frau Konfusi war sichtlich gerührt gewesen von dieser netten Geste. Zu diesem Zeitpunkt ahnte sie allerdings noch nicht, dass dieser Ausflug ein unvergessliches Erlebnis werden sollte.<br />
Heute nun soll es in den Tierpark gehen, aber leider ist Professor Konfusi verhindert. Er hat einen Anruf bekommen und soll einen Kollegen vertreten, der einen Autounfall hatte.<br />
&#8222;Da kann man nichts machen&#8220;, sagt er zu seiner Frau. &#8222;Entweder wir verschieben die Sache oder du nimmst einfach Marco mit. Heute ist das Wetter hervorragend, das solltet ihr nutzen. Wer weiß, wie lange ich den Kollegen noch vertreten muss.&#8220;<br />
Als Frau Konfusi Marco diesen Vorschlag unterbreitet, huscht ein Strahlen über das Gesicht des Jungen, aber es erlischt auch sogleich wieder. Verlegen tritt er von einem Fuß auf den anderen, denn eigentlich war ja das Geschenk nicht für ihn gedacht, aber weil Frau Konfusi sich nicht von dieser Idee abbringen lässt, willigt er dann doch freudig ein.<br />
Es ist ein schöner Nachmittag und die beiden genießen den Tierparkbesuch sehr. Frau Konfusi ist ganz fasziniert von den Erdmännchen, den Papageien und den süßen kleinen Äffchen. Marco hingegen kann sich nicht an den Kängurus satt sehen. Besonders das eine ganz hinten in der Ecke des Geheges  hat es ihm angetan. Es sitzt da und knabbert genüsslich an einem Zweig, den es in seinen Vorderpfoten hält. Plötzlich blickt es auf und schaut Marco direkt an. Es macht ein paar Sprünge in Marcos Richtung, so als wolle er Kontakt mit dem Jungen aufnehmen.<br />
„Marco, willst du auch ein Eis? Schokolade oder Vanille?“, ruft ihm in diesem Moment Frau Konfusi zu.<br />
„Vanille mag ich am liebsten“, antwortet Marco und wendet sich Frau Konfusi zu.<br />
Da die Beiden nun mittlerweile schon alle Tiere gesehen haben, beschließen sie wieder nach Hause zu laufen, ohne noch einmal den Blick in das Kängurugehege zu werfen. Der Weg ist nicht so weit, nur durch den großen Stadtpark und dann noch fünfzehn Minuten zu Fuß.<br />
Für Karl ist es Liebe auf den ersten Blick. Er sieht den Jungen und dann gibt es für ihn kein Halten mehr.<br />
&#8222;Er sieht so nett aus!&#8220;, denkt er. Ich will zu ihm! Vielleicht hat er ja was für mich!&#8220;<br />
So beschließt er durch den kaputten Zaun zu schlüpfen und dem Jungen und der älteren Dame zu folgen. Durch den gesamten Stadtpark hat er sie inzwischen schon verfolgt. Zum Glück ist der Park um diese Zeit bereits menschenleer. So hat ihn bisher niemand bemerkt.  Auch auf dem restlichen Weg begegnet ihnen niemand. Karl ist guter Dinge und hüpft fröhlich, aber immer in einem gewissen Abstand hinter den Beiden her.<br />
Inzwischen ist er schon weit von seinem Zuhause entfernt und ein bisschen mulmig ist ihm auch zumute.<br />
„Ob sie mich Zuhause schon vermissen?“, fragt er sich insgeheim.<br />
Aber seine Neugierde und seine Liebe zu dem Jungen ist stärker, also läuft und hüpft er weiter. Immer wenn Marco und Frau Konfusi irgendwo stehenbleiben, tut Karl dies auch.<br />
&#8222;Ich muss vorsichtig sein, denn sie sollen mich nicht entdecken. Erst will ich sehen, wo die Beiden wohnen&#8220;, überlegt Karl, der Verfolger. &#8222;Dann kann ich sie immer wieder heimlich besuchen.&#8220;<br />
Einmal dreht sich Marco um, weil er glaubt etwas gehört zu haben. Weil Karl jedoch nicht entdeckt werden will, muss er sich ganz schnell verstecken. Gerade noch rechtzeitig huscht er hinter eine Bushaltestelle, wo er sich ins Gras setzt. Müde ist er inzwischen geworden und hungrig ist er auch.<br />
„Was ist denn Marco?“, fragt Frau Konfusi, die bemerkt hat, dass der Junge sich während des Laufens umgedreht hat.<br />
„Ach nichts“, erklärt er schnell. „Ich glaube gerade ist meine Fantasie mit mir durchgegangen. Ich habe doch tatsächlich gedacht, ich hätte gerade …..“<br />
Genau in diesem Moment sieht die ältere Dame weit entfernt Professor Konfusi. Dieser beginnt plötzlich wild zu gestikulieren und zückt sein Handy.<br />
&#8222;Schau mal!&#8220;, unterbricht sie Marco. &#8222;Dort kommt mein Mann. Er will uns sicher abholen. Aber warum winkt er denn so wild? Und sein Handy benutzt er auch, &#8211; das tut er doch nur in Notfällen.&#8220;<br />
Irgendetwas scheint nicht zu stimmen, denn Professor Konfusi wirkt sehr aufgeregt und hat auch seinen Schritt beschleunigt. Gerade als die Drei aufeinander treffen, kommen Polizei und Feuerwehrauto mit Martinshorn angerauscht und sausen an ihnen vorbei. Durch den Lärm hat Frau Konfusi leider nicht verstanden, was ihr Gatte sagt. Zum Nachfragen kommt sie jedoch nicht mehr, denn die Ereignisse überstürzen sich.<br />
Auch aus der entgegengesetzten Richtung kommen noch zwei weitere Polizeiautos. Eines davon hält direkt vor ihnen. Die Martinshörner sind verstummt und ein Polizist kommt auf sie zu.<br />
„Würden Sie bitte zu ihrer eigenen Sicherheit zu uns ins Polizeiauto einsteigen?“<br />
„Um Gottes Willen! Was ist denn passiert?“, will Frau Konfusi wissen, lässt sich aber in Richtung Polizeiauto schieben und setzt sich mit Marco und dem Professor hinein.<br />
„Ihr werdet verfolgt“, erklärt Professor Konfusi ganz aufgeregt.<br />
„Verfolgt?“<br />
&#8222;Sie haben uns alarmiert?&#8220;, richtet jetzt der Polizist das Wort an Professor Konfusi, der diese Frage nickend bestätigt.<br />
Nach einer kurzen Pause wendet sich der Polizist zu den Dreien um und erklärt ihnen:<br />
„Aus dem Tierpark ist vorhin ein Känguru durch einen defekten Zaun im Gehege entwischt. Wie uns die Tierparkleitung mitteilte, muss es durch den Stadtpark in diese Richtung gelaufen sein. Wir waren deshalb schon hier in der Gegend unterwegs, als uns der Anruf von Professor Konfusi ereilte. So wie es aussieht, wurden Sie von dem Känguru verfolgt.&#8220;<br />
Frau Konfusi schnappt nach Luft. &#8222;Um Himmels willen&#8220;, ertönt es aus ihrer Kehle.<br />
„Da hab ich wohl doch nicht geträumt oder fantasiert“, sagt Marco, wird aber durch einen Funkspruch unterbrochen.<br />
&#8222;Die Gefahr ist gebannt&#8220;,erklärt er Polizist nun. &#8222;Karl, das Känguru hat sich dort hinten an der Bushaltestelle niedergelassen und meine Kollegen konnten es mithilfe eines Tierpflegers wieder einfangen.“<br />
Jetzt breitet sich im Auto Erleichterung aus und alle müssen über den Verfolger lachen, der dies anscheinend nicht zum ersten Mal gemacht hat.<br />
„Euch kann man nicht einmal allein in den Tierpark gehen lassen!“, lächelt der Professor. „Stellt euch nur einmal vor, das Känguru hätte mit euch boxen wollen…“</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-3064 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC00549-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC00549" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC00549-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC00549-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC00549-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC00549-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC00549.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3065 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC00633-1024x682.jpg" alt="1200px-DSC00633" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC00633-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC00633-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC00633-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC00633-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/04/1200px-DSC00633.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>*Ein kurzer Zeitungsbericht von 2 Kängurus, die aus einem Tierpark entlaufen sind und von denen eines an einer Bushaltestelle gefunden wurde, hat mich zu dieser Geschichte inspiriert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr noch diese Geschichten von Professor Konfusi lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/professor-konfusi/">Professor Konfusi</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/marco-braucht-hilfe/">Marco braucht Hilfe</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/eiskalt/">Eiskalt</a></p>
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		<item>
		<title>Eiskalt</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/eiskalt/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/eiskalt/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 15 Jan 2016 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Balkon]]></category>
		<category><![CDATA[eiskalt]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
		<category><![CDATA[Professor]]></category>
		<category><![CDATA[Schaufensterpuppe]]></category>
		<category><![CDATA[Villa]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Geschichte, die ich Euch heute erzählen möchte, hat ebenfalls wieder das Leben geschrieben. Ich habe neulich in unserer Tageszeitung einen ziemlich kurzen Artikel über eine wahre Begebenheit gelesen. Diese wenigen Zeilen haben mich dazu animiert, Euch wieder eine Professor Konfusi-Geschichte zu erzählen. Lasst Euch überraschen, was diesmal wieder so alles rund um den netten älteren Herrn passiert. Das Haus, in welchem Professor Konfusi wohnt, ist ein älteres Mehrfamilienhaus. Eigentlich ist es eine alte Villa, die Anfang der 50er Jahre erbaut wurde. Hier wohnen vier Parteien. Im Erdgeschoss lebt eine sehr betagte Dame, die alle nur Oma Schmidt nennen. Die Wohnung darüber wird von Marco und seinen Eltern bewohnt und im zweiten Stock hat das Ehepaar Konfusi eine schöne gemütliche Wohnung. Im dritten Stock wurde erst kürzlich aus- und umgebaut, allerdings gibt es hier noch keinen Bewohner. Überhaupt hat man im Jahr 1981 die gesamte Villa modernisiert und danach vermietet. Während Marco mit seinen Eltern erst seit knapp fünf Jahren in diesem Haus wohnt, leben das Ehepaar Konfusi und Oma Schmidt schon seit fünfunddreißig Jahren &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Geschichte, die ich Euch heute erzählen möchte, hat ebenfalls wieder das Leben geschrieben. Ich habe neulich in unserer Tageszeitung einen ziemlich kurzen Artikel über eine wahre Begebenheit gelesen. Diese wenigen Zeilen haben mich dazu animiert, Euch wieder eine Professor Konfusi-Geschichte zu erzählen. Lasst Euch überraschen, was diesmal wieder so alles rund um den netten älteren Herrn passiert.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">D</span>as Haus, in welchem Professor Konfusi wohnt, ist ein älteres Mehrfamilienhaus. Eigentlich ist es eine alte Villa, die Anfang der 50er Jahre erbaut wurde. Hier wohnen vier Parteien. Im Erdgeschoss lebt eine sehr betagte Dame, die alle nur Oma Schmidt nennen. Die Wohnung darüber wird von Marco und seinen Eltern bewohnt und im zweiten Stock hat das Ehepaar Konfusi eine schöne gemütliche Wohnung. Im dritten Stock wurde erst kürzlich aus- und umgebaut, allerdings gibt es hier noch keinen Bewohner. Überhaupt hat man im Jahr 1981 die gesamte Villa modernisiert und danach vermietet. Während Marco mit seinen Eltern erst seit knapp fünf Jahren in diesem Haus wohnt, leben das Ehepaar Konfusi und Oma Schmidt schon seit fünfunddreißig Jahren hier.<br />
Oma Schmidt feiert nächstes Jahr ihren neunzigsten Geburtstag. Aber sie ist noch so fit wie ein Turnschuh, wie sie selbst immer wieder betont. Nur ihre Augen sind schon ein wenig müde und auch trüb geworden, allerdings trägt sie nur zum Lesen und beim Fernsehen eine Brille. Ansonsten sieht sie angeblich alles klar und deutlich.<br />
Oma Schmidt hat ihren Mann schon früh durch einen Verkehrsunfall verloren. Nach seinem Tod zog sie aus der ehemals gemeinsamen Wohnung aus und mietete sich in der Villa ein. Ja und hier ist sie geblieben. Sie hat nie wieder geheiratet und der einzige Sohn lebt inzwischen in Amerika, wohin er sie gerne nachholen würde. Aber die alte Dame weigert sich strikt, so nach dem Motto: Einen alten Baum verpflanzt man nicht.<br />
So hat der Sohn mit Frau Konfusi ein Abkommen getroffen, sich ein wenig um seine Mutter zu kümmern und ihm immer genauestens zu schildern, wie es ihr geht. Er selbst ruft sie so oft es geht an und kommt einmal im Monat über den großen Teich geflogen. Vorausgesetzt sein Flugplan lässt dies zu, denn er ist bei einer großen Fluggesellschaft als Pilot tätig, sonst wäre die große Distanz nahezu unüberbrückbar. Zweimal im Jahr kommt sogar die ganze Familie auf Besuch. Gerade erst waren sie über Weihnachten und Silvester bei ihr.<br />
Heute ist Oma Schmidt’s Haushaltshilfe da, wie alle zwei Tage. Sie hat für heute und morgen gekocht, geputzt und gewaschen und will gerade gehen.<br />
„Warten Sie! Ich komme mit“, sagt Oma Schmidt. „Ich nehme dann den leeren Mülleimer wieder mit rein.“<br />
„Es ist aber eiskalt draußen. Wir haben fünf Grad unter Null!“, weist sie die junge Frau auf die niedrigen Temperaturen hin. „Bleiben sie lieber in der warmen Stube!“<br />
Doch Oma Schmidt schlüpft in ihre gefütterte Winterjacke und in ihre warmen Schuhe. Während die alte Dame nach hinten in den Hof geht und ihren Müll entsorgt, steigt die Haushaltshilfe in ihr Auto und düst davon. Oma Schmidt lässt ihren Blick im Hof und an den Fenstern des Hauses herumschweifen. Plötzlich sieht sie etwas, das sie stutzig werden lässt.<br />
„Komisch“, denkt sie, „die Wohnung im dritten Stock ist doch noch gar nicht vermietet. Aber da sitzt doch jemand auf dem Balkon!“<br />
Die alte Dame reibt sich die Augen, denn vielleicht ist es ja nur eine optische Täuschung. Nein, tatsächlich, da ist jemand. Und wie sieht der denn aus? Das gibt es doch nicht!<br />
Oma Schmidt schlägt sich vor Schreck die Hand vor den Mund, um sie sogleich wieder wegzunehmen und zu rufen:<br />
„Hallo, hallo! Was machen sie denn da?“<br />
Der Angesprochene sitzt jedoch reglos da und gibt keine Antwort. Auch auf den zweiten und dritten Versuch reagiert er nicht.<br />
So schnell sie ihre alten Beine tragen, schlurft Oma Schmidt ins Haus zurück. Sie steigt mühsam die Stufen bis zum zweiten Stock nach oben und läutete Sturm bei Professor Konfusi. Da dieser nicht schnell genug an der Wohnungstür erscheint, klopft sie  gegen diese und brüllt:<br />
„Hilfe! Professor Konfusi! So kommen Sie doch!“<br />
Gerade als sie nochmals auf den Klingelknopf drückt, reißt der Professor die Tür auf.<br />
„Um Himmels Willen, Oma Schmidt! Was ist denn so Schlimmes passiert?“<br />
„Hilfe! Ein nackter Mann!, japst die alte Dame.<br />
Professor Konfusi schaut verwirrt an sich herunter, aber er steht vollkommen bekleidet im Türrahmen. Also kann sie ihn schon mal nicht gemeint haben.<br />
„Wo?“, fragt er. „Werden Sie verfolgt?“<br />
„Ach, Blödsinn!“<br />
Oma Schmidt sieht Professor Konfusi energisch an und deutet nach oben.<br />
„Dort oben im dritten Stock sitzt ein nackter Mann auf dem Balkon! Sie müssen sofort die Polizei und den Krankenwagen rufen. Er antwortet nicht, wenn man ihn anspricht und er ist auch schon total rot. Bei dieser Eiseskälte ist er bestimmt schon halb erfroren.“<br />
„Aber da oben wohnt doch niemand und schon gar kein Nackter“, erklärt Professor Konfusi sachlich. „Sind Sie da auch ganz sicher?“<br />
„Aber ja doch! Er hat überhaupt nichts an. Vollkommen nackt,- sag ich doch! Bei dieser Jahreszeit! Sie müssen was unternehmen! Rufen Sie doch nun schon endlich die Polizei!“<br />
Professor Konfusi schiebt die alte aufgeregte Dame in die Wohnung, übergibt sie seiner Frau, greift zu seiner Jacke und steckt sein Handy ein.<br />
„Ich lauf schnell nach unten und schau mir das mal an. Die Polizei und den Krankenwagen rufe ich dann vom Handy aus an. Machen Sie sich keine Sorgen. Beruhigen Sie sich erst einmal!“<br />
Professor Konfusi steigt schnellen Schrittes die Treppen hinunter und hastet in den Hof.<br />
Schon bevor er seinen Blick zielgerichtet nach oben wirft, ruft er laut:<br />
„Hallo! Brauchen Sie Hilfe?“<br />
Tatsächlich, jetzt sieht er es auch mit seinen eigenen Augen:</p>
<p style="text-align: center;">Ein Nackter!<br />
In dieser Eiseskälte!<br />
Auf dem Balkon im dritten Stock!</p>
<p>Doch der Nackte reagiert nicht auf sein Rufen. Genau wie es Oma Schmidt beschrieben hat.<br />
Aber etwas ist anders. Etwas, das der alten und aufgeregten Dame nicht aufgefallen ist, obwohl sie doch angeblich alles klar und deutlich sieht.<br />
Auf dem Balkon sitzt kein unbekleideter Mann.</p>
<p style="text-align: center;">Nein!</p>
<p style="text-align: center;">Auf dem Balkon der leerstehenden Wohnung im dritten Stock sitzt</p>
<p style="text-align: center;">eine unbekleidete männliche</p>
<p style="text-align: center;">Schaufensterpuppe.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Wollt Ihr noch mehr Professor Konfusi-Geschichten lesen?</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/professor-konfusi/">Professor Konfusi</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/ohje-ohje/">Ohje,ohje</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/marco-braucht-hilfe/">Marco braucht Hilfe</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/die-entfuehrung/">Die Entführung</a></p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">* Hinweis: In unserer Tageszeitung (&#8222;Lausitzer Rundschau&#8220;, vom 9./10.Januar 2016, Nr.7/ 65.Jahrgang) wurde in wenigen Zeilen eine Begebenheit aus Bad Hersfeld/Hessen erwähnt: Ein aufgeregter Bürger habe die Polizei verständigt, da er auf einem Balkon einen nackten Mann sitzen sah, der nicht reagierte. Die Polizei stellte fest, dass es sich um eine Schaufensterpuppe handelte.</p>
<p style="text-align: left;">Und so entstand plötzlich in meinem Kopf eine neue Professor Konfusi-Geschichte.</p>
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