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	<title>Mittagessen &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Inspiration</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Feb 2017 22:09:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Einkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Gemüsesuppe]]></category>
		<category><![CDATA[Gepräch]]></category>
		<category><![CDATA[Inspiration]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Winter ist noch nicht ganz vorbei, doch an diesem Samstag zeigt er sich sehr mild und schon fast ein wenig frühlingshaft. Der Himmel verfärbt sich schon am Morgen zu einem zarten Blau und lässt erahnen, dass es ein herrlicher Tag werden wird. Frau Konfusi steht vor dem Garderobenspiegel und kämmt sich ihre Haare. Ich muss noch einmal schnell zum Supermarkt, um noch etwas für das Mittagessen einzukaufen“, sagt sie zu ihrem Mann. „Hast du nicht Lust mitzukommen?“ „Das ist keine schlechte Idee, ich brauche nämlich noch ein paar Ösenhefter, um in meine Unterlagen Ordnung zu bringen“, erklärt Professor Konfusi. „Was hältst du davon, wenn wir den Einkauf mit einem kleinen Spaziergang verbinden und das Auto zu Hause lassen?“, fragt jetzt Frau Konfusi ihren Mann. „Das machen wir. Allerdings unter einer Bedingung: Es wird kein Großeinkauf, bei dem ich den Packesel spielen muss.“ „Auf so eine Idee würde ich doch nie kommen“, zwinkert Frau Konfusi ihrem Gatten zu. Eine dreiviertel Stunde später stehen sie bereits an der Supermarktkasse. Hinter ihnen stellt sich ein ihnen unbekannter &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Winter ist noch nicht ganz vorbei, doch an diesem Samstag zeigt er sich sehr mild und schon fast ein wenig frühlingshaft. Der Himmel verfärbt sich schon am Morgen zu einem zarten Blau und lässt erahnen, dass es ein herrlicher Tag werden wird. Frau Konfusi steht vor dem Garderobenspiegel und kämmt sich ihre Haare.</strong><br />
<span class="dropcap">I</span>ch muss noch einmal schnell zum Supermarkt, um noch etwas für das Mittagessen einzukaufen“, sagt sie zu ihrem Mann. „Hast du nicht Lust mitzukommen?“<br />
„Das ist keine schlechte Idee, ich brauche nämlich noch ein paar Ösenhefter, um in meine Unterlagen Ordnung zu bringen“, erklärt Professor Konfusi.<br />
„Was hältst du davon, wenn wir den Einkauf mit einem kleinen Spaziergang verbinden und das Auto zu Hause lassen?“, fragt jetzt Frau Konfusi ihren Mann.<br />
„Das machen wir. Allerdings unter einer Bedingung: Es wird kein Großeinkauf, bei dem ich den Packesel spielen muss.“<br />
„Auf so eine Idee würde ich doch nie kommen“, zwinkert Frau Konfusi ihrem Gatten zu.<br />
Eine dreiviertel Stunde später stehen sie bereits an der Supermarktkasse. Hinter ihnen stellt sich ein ihnen unbekannter Herr an, mit dem sie zufällig ins Gespräch kommen. Wenn man so in der Schlange steht und wartet, schweifen schon einmal die Blicke umher und so fällt Frau Konfusis Blick auf die Einkäufe, die der Unbekannte auf das Band legt.<br />
„Oh, sie haben es ja gut vor!“, lächelt sie den Mann freundlich an. „Das ist bestimmt der Wochenvorrat.“<br />
Ein bisschen wundert sie sich schon über die Art des Einkaufes, aber die Antwort des Herrn erklärt einiges.<br />
„Das ist für die Kinder“, meint er achselzuckend.<br />
„So viele?!“, fragen Frau Konfusi und ihr Mann überrascht wie aus einem Munde.<br />
„Ja, 7!“, lautet die Antwort des Herrn.<br />
„Oh, so viele Kinder!“ Frau Konfusi kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus.<br />
„Nein, nein! Das hier sind 7 Päckchen mit jeweils 2 Hot dogs“, sagt der Mann und deutet auf die Waren auf dem Fließband. „Kinder haben wir nur zwei“, wird das Missverständnis aufgeklärt.<br />
„Guten Tag! Haben Sie alles gefunden und waren Sie mit Ihrem Einkauf zufrieden?“, mischt sich nun die Kassiererin ein und zieht auch schon die Waren über den Scanner. Jetzt bleibt keine Zeit mehr für Smalltalk.<br />
Als sie bezahlt und alles in den beiden Einkaufstaschen verstaut haben, werfen Herr und Frau Konfusi dem Unbekannten noch schnell einen freundlichen Gruß zu und gehen dem Ausgang entgegen. Als sie dann den Parkplatz überqueren, stoppt ein Auto direkt neben ihnen. Der Beifahrer kurbelt das Fenster herunter und sie erkennen Marco und dessen Vater im Inneren des Wagens.<br />
„Möchten Sie mit nach Hause fahren?“, werden sie gefragt.<br />
„Oh, dankeschön, das nehmen wir gerne an, denn unser Einkauf ist doch etwas größer ausgefallen als geplant“, freut sich Frau Konfusi und setzt sich schon auf die Rückbank.<br />
Professor Konfusi jedoch reicht ihr lediglich die Taschen, bleibt dann aber wie angewurzelt stehen.<br />
„Fahr schon einmal nach Hause, ich komme dann nach“, gibt er seiner Frau zu verstehen. „Ich hatte gerade eine Inspiration und muss nur schnell noch etwas erledigen.“<br />
„Denk daran, dass Oma Schmidt heute zum Mittagessen zu uns kommt. Sie ist es gewohnt immer pünktlich um halb eins zu essen!“, ermahnt diese nun ihren Gatten. Inspirationen ist sie als Frau eines Professors schon gewohnt. Da sie nicht ahnt, in welche Richtung die angedeutete Inspiration geht, ordnet sie diese dem Feld der Wissenschaft zu und fragt nicht nach.<br />
„Ich kümmere mich heute um das Mittagessen. Warte bitte bis ich da bin, ich bin pünktlich!“, ruft Professor Konfusi noch und setzt sich auch schon in Richtung Stadtmitte in Bewegung. Ihm ist da nämlich gerade etwas eingefallen, was in Verbindung mit seiner Inspiration steht.<br />
Inzwischen ist es schon fünfzehn Minuten nach zwölf Uhr und Frau Konfusi wird leicht nervös, weil ihr Mann immer noch nicht zurück ist. Eigentlich beginnt sie sich schon fast zu ärgern, denn sie hat sich auf das Versprechen ihres Mannes verlassen, dass er sich um das Mittagessen kümmern will. Gerade überlegt sie, ob sie die restliche Gemüsesuppe von gestern aufwärmen soll, damit Oma Schmidt ihr Mittagessen pünktlich bekommt, als es an der Tür klingelt. Davor stehen Oma Schmidt und ihr Mann.<br />
„Hast du schon den Tisch gedeckt?“, fragt Professor Konfusi und überreicht seiner Frau einen hübschen Frühlingsstrauss bestehend aus Tulpen und Narzissen.<br />
„Die können wir aber nicht essen“, denkt Frau Konfusi und sieht ihren Mann nur schweigsam und fragend an, der an ihr vorbei geradewegs zum Esszimmertisch marschiert. Da Frau Konfusi vorsichtshalber schon mit den Suppentellern gedeckt hat, tauscht ihr Gatte nun diese durch flache Teller aus. Oma Schmidt hat sich bereits auf ihrem angestammten Platz niedergelassen und wundert sich über dieses seltsame Schauspiel. Allerdings wundert sie sich noch mehr als Professor Konfusi drei Alupäckchen nacheinander auspackt und den Inhalt auf den Tellern verteilt.<br />
„Kann man das essen? So etwas gab es ja noch nie!“, will die alte Dame wissen.<br />
Frau Konfusi schüttelt nur den Kopf und meint entsetzt und amüsiert zugleich:<br />
„Du hast dich wohl durch den Herrn an der Kasse inspirieren lassen!“<br />
„Genau“, pflichtet Professor Konfusi seiner Frau bei und berichtet weiter. „Bei uns in der Stadt hat doch ein ‚Diner‘ eröffnet und da bin ich mal eben schnell hin gelaufen und hab das besorgt.“<br />
„Was soll das eigentlich sein? Ich will mich ja nicht vergiften!“ Oma Schmidt ist nun total verwirrt, denn mit ihren fast 9 Jahrzehnten ist ihr ein solch seltsames Essen noch nie auf den Tisch gekommen.<br />
„Hot dogs!“, klärt nun Professor Konfusi auf.<br />
Oma Schmidt versteht die Welt nicht mehr.<br />
„Und sie sind im Tierschutzverein, Professor Konfusi?! Heiße Hunde zum Mittagessen?“, fragt sie entsetzt und schiebt den Teller weg.<br />
„Gibt es nicht noch ein bisschen Gemüsesuppe von gestern?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr diese Geschichten noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/professor-konfusi/">Professor Konfusi</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/marco-braucht-hilfe/">Marco braucht Hilfe</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/1174-knut-knopf/">Knut Knopf</a></p>
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		<title>Die Christel von der Post</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Feb 2016 22:08:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Eltern]]></category>
		<category><![CDATA[Freundin]]></category>
		<category><![CDATA[Hausaufgaben]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[Mittagessen]]></category>
		<category><![CDATA[Post]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
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					<description><![CDATA[Manche von Euch werden sich an den gleichnamigen Heimatfilm Ende der Fünfziger Jahre erinnern. Als Kind der Sechziger kenne ich selbstverständlich diesen Film. Die Geschichte, die ich heute erzählen will, hat zwar damit nichts zu tun, sondern nur mit meiner Kindheit, aber Ihr werdet auch gleich verstehen, warum ich diesen Titel gewählt habe. Also folgt mir zunächst in das Jahr 1967. Ich, also Klein Astrid, bin jetzt schon in der zweiten Klasse. Mir bereitet die Schule große Freude und ich nehme mit vor Eifer hochroten Wangen am Unterricht teil. Unseren Klassenlehrer mögen wir alle, egal ob Mädchen oder Junge. Er ist ein guter Lehrer, der es versteht die Kinderherzen für das Lesen, Schreiben und Rechnen zu begeistern. Während wir in der ersten Klasse noch auf unsere Schiefertafeln geschrieben haben, dürfen wir jetzt in richtige Hefte schreiben, rechnen und malen. Wir sind ja nun schon groß und keine Schulanfänger mehr. Es ist der erste Schultag nach den großen Ferien. Vor dem Schulhaus haben wir uns in Zweierreihe aufgestellt und folgen nun dem Herrn Lehrer in den &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manche von Euch werden sich an den gleichnamigen Heimatfilm Ende der Fünfziger Jahre erinnern. Als Kind der Sechziger kenne ich selbstverständlich diesen Film. Die Geschichte, die ich heute erzählen will, hat zwar damit nichts zu tun, sondern nur mit meiner Kindheit, aber Ihr werdet auch gleich verstehen, warum ich diesen Titel gewählt habe. Also folgt mir zunächst in das Jahr 1967.</strong></p>
<p><span class="dropcap">I</span>ch, also Klein Astrid, bin jetzt schon in der zweiten Klasse. Mir bereitet die Schule große Freude und ich nehme mit vor Eifer hochroten Wangen am Unterricht teil. Unseren Klassenlehrer mögen wir alle, egal ob Mädchen oder Junge. Er ist ein guter Lehrer, der es versteht die Kinderherzen für das Lesen, Schreiben und Rechnen zu begeistern. Während wir in der ersten Klasse noch auf unsere Schiefertafeln geschrieben haben, dürfen wir jetzt in richtige Hefte schreiben, rechnen und malen. Wir sind ja nun schon groß und keine Schulanfänger mehr.<br />
Es ist der erste Schultag nach den großen Ferien. Vor dem Schulhaus haben wir uns in Zweierreihe aufgestellt und folgen nun dem Herrn Lehrer in den Klassenraum. Folgsam begrüßen wir ihn im Chor, während wir hinter unseren Stühlen stehen.<br />
Heute befindet sich bei der Begrüßung ein Mädchen an seiner Seite. Sie ist in unserem Alter und wirkt ein wenig schüchtern. Sie hat einen kurzen Haarschnitt und sieht auch sonst nett aus. Wir haben sie noch nie zuvor gesehen und sind ganz neugierig, wer das wohl sein mag.<br />
„Ihr habt ab heute eine neue Mitschülerin“, erklärt uns unser Lehrer. „Sie heißt Christel* und ist mit ihren Eltern in unsere Stadt gezogen.“<br />
Und dann beginnt er die Sitzordnung abzuändern und setzt diese neue Mitschülerin mit mir zusammen in die erste Reihe. Ich ahne zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass dies der Beginn einer dicken Freundschaft ist und wir uns von nun an bis zur 13. Klasse die Schulbank teilen werden. Wir sitzen fortan immer zusammen und verbringen auch außerhalb der Schule viele gemeinsame schöne Stunden miteinander.<br />
Wir wohnen allerdings an den entgegengesetzten Enden unserer Stadt und wenn wir uns besuchen wollen, dann ist es immer ein weiter Weg. Christel wohnt im Posthaus. Sie ist also sozusagen die Christel von der Post.<br />
Die Schulglocke klingelt und für uns ist an diesem Tag der Unterricht aus. Wir sind noch im zweiten Schuljahr, aber schon dicke Freunde. Irgendwie haben wir keine Lust uns nach Schulschluss zu trennen und so frage ich meine Freundin:<br />
„Willst du nicht mit mir nach Hause gehen? Wir können doch die Hausaufgaben zusammen machen und dann ein bisschen spielen.“<br />
„Klar, ich begleite dich heim!“<br />
Christel und ich sind von dieser Idee begeistert und machen uns auf den Weg, der selbstverständlich heute auch ein bisschen länger dauert. Schließlich entdeckt jeder von uns etwas Interessantes am Wegrand.<br />
Als wir zu Hause bei mir ankommen, werden wir auch freundlich von meiner Mutter begrüßt.<br />
„Hallo Ihr Beiden! Schön, dass Du auch da bist, Christel!“, und schon schiebt meine Mutter eine Frage nach:<br />
„Weiß Deine Mutter, dass Du heute gleich nach der Schule bei uns bist?“<br />
„Ach“, meint Christel, „meine Eltern wissen schon, dass ich dann bei Astrid bin. Das geht schon alles klar.“<br />
Sie sagt dies so selbstsicher und entschieden, dass keinerlei Zweifel an der Aussage aufkommt.<br />
„Dann kommt rein und wascht Euch die Hände! Das Mittagessen ist fertig!“<br />
„Was gibt es denn?“, erkundigen wir uns wie aus einem Munde.<br />
„Ich habe Spinat gekocht und dazu gibt es Kartoffeln. Möchtet Ihr auch noch jeder ein Spiegelei und ein Stück Fleischwurst dazu?“<br />
Christel und ich geben jeder den Essenswunsch bekannt und nehmen nebeneinander Platz.<br />
Rahmspinat esse ich gerne, aber heute schmeckt er besonders gut und auch Christel schmeckt es. Wir sind beide guter Dinge, kichern und albern herum.<br />
Mit der besten Freundin gemeinsam das Mittagessen einnehmen, macht einfach Spaß. Sogar auf das Hausaufgabenmachen freuen wir uns und löffeln fleißig den Spinat.<br />
Meine Mutter schaut uns erfreut dabei zu. Ist doch ihr Töchterchen sonst eher ein Suppenkasper und keine allzu gute Esserin. Aber heute schmeckt es allen und der Topf mit dem Spinat wird leer.<br />
Aber irgendwie schaut meine Mutter uns ein bisschen skeptisch an und will sich noch einmal vergewissern, dass alles mit rechten Dingen zugeht.<br />
„Christel, du hast auch ganz sicher Deiner Mutter heute Morgen schon gesagt, dass Du mit Astrid zu uns kommst?“<br />
„Naja“, meint Christel und schiebt einen weiteren Löffel mit Spinat in den Mund. „Wo soll ich denn sonst sein. Ist doch klar, dass ich bei Astrid bin.“<br />
Meiner Mutter scheint auch etwas glasklar zu sein, denn sie beschließt plötzlich.<br />
„Wenn Ihr Beide aufgegessen habt, dann bringen Astrid und ich Dich erst einmal nach Hause. Deine Eltern machen sich doch bestimmt Sorgen. Ja, wenn wir ein Telefon hätten, dann wäre das alles kein Problem.“<br />
„Ach, die machen sich schon keine Sorgen!“, sagt Christel und auch ich pflichte ihr bei.<br />
„Die denken sich das schon, dass sie mit zu mir gekommen ist. Ist doch auch ganz logisch.“<br />
Doch damit können wir meine Mutter nicht beruhigen und schon gar nicht überzeugen.<br />
„Von mir aus kannst Du morgen nach der Schule zu uns kommen, wenn Deine Eltern Bescheid wissen. Aber nachher laufen wir erst einmal gemeinsam zu Dir nach Hause.“<br />
Während wir noch die Reste aus unseren Tellern kratzen und flüsternd Pläne schmieden, wie wir das Unabänderliche noch etwas hinaus zögern können, hören wir plötzlich vor dem Haus ein Hupkonzert.<br />
Wir recken unsere Hälse, aber meine Mutter steht auf und geht zum Fenster, um es zu öffnen und nachzusehen, wer dort so laut und unüberhörbar hupt.<br />
Inzwischen haben wir auch so eine Vermutung. Als wir eine männliche Stimme vernehmen und auch die gestellte Frage hören, wissen auch wir, was los ist.<br />
Vor dem Haus steht ein großes Postauto. Der Postbote am Steuer kurbelt das Fenster herunter und ruft meiner Mutter die Frage zu:<br />
„Ist die Christel hier?“<br />
Wir sehen wie meine Mutter nickt.<br />
„Sie soll sofort nach Hause kommen. Ihre Eltern machen sich schon Sorgen. Sie haben gesagt, ich solle mal bei Astrid vorbei schauen, weil sie ja wahrscheinlich hier ist. Sie haben sich schon so etwas gedacht.“<br />
Tja, was bleibt uns jetzt anderes übrig, als sich dem Schicksal zu ergeben. Christel packt ihre sieben Sachen zusammen, verabschiedet sich von mir und meiner Mutter und bedankt sich höflich für das Mittagessen. Danach steigt sie in das Postauto und wird nach Hause gebracht.<br />
„Siehst du“, ruft sie mir zum Abschied noch zu. „Ich habe es doch gesagt, sie wissen genau, wo ich bin.“<br />
Und zu meiner Mutter meint sie entschuldigend:<br />
„Ich kann doch nur bei Astrid sein! Wo sonst?!“</p>
<p>* Der Name ist abgeändert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch noch diese Geschichten lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/mit-schaufel-und-eimer/">Mit Schaufel und Eimer</a></p>
<p><em>Ich möchte Euch heute noch auf einen neuen Blog einer lieben Freundin aufmerksam machen, der Euch vielleicht auch interessieren könnte:</em></p>
<p><a href="http://mytoledobymeli.com">My Toledo by Meli</a></p>
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