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	<title>Loch &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Noch ein Schlüssel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 20 Apr 2020 09:43:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Haare]]></category>
		<category><![CDATA[Klang]]></category>
		<category><![CDATA[Loch]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüssel]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem Opa Friedrich seiner kleinen Enkelin Sabine die Geschichte von den Schlüsselblumen erzählt hat, ist das Mädchen in einen tiefen Schlaf gefallen. Am nächsten Morgen rennt sie sofort zu dem Beet auf dem diese hübschen gelben Blümchen blühen. Sie malt ein Bild auf dem eine Wiese zu sehen ist. Hier wachsen eine Vielzahl von diesen wundersschönen gelben Pflanzen, genauso wie es der Großvater erzählt hat.  Gerade will sie noch den blauen Himmel und die strahlende Sonne malen, da fällt ein Tropfen auf das Papier. Erschrocken schaut sie nach oben und sieht die dicke dunkle Wolke. Schnell packt sie ihre Sachen zusammen und erreicht gerade noch rechtzeitig die offene Terrassentür, bevor es zu schütten beginnt. „Oh, da hast du aber Glück gehabt“, meint Oma Erika. „Bist du mit deinem Bild fertig?“ „Nicht ganz, aber den Rest kann ich auch hier im Wohnzimmer malen“, erwidert Sabinchen. Aber irgendwie hat sie jetzt die Lust verlassen und so kritzelt sie nur noch ein bisschen Blau als Himmel auf ihr Gemälde. Danach holt sie ihre Puppe Laura, aber so recht &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachdem Opa Friedrich seiner kleinen Enkelin Sabine die Geschichte von den Schlüsselblumen erzählt hat, ist das Mädchen in einen tiefen Schlaf gefallen. Am nächsten Morgen rennt sie sofort zu dem Beet auf dem diese hübschen gelben Blümchen blühen. Sie malt ein Bild auf dem eine Wiese zu sehen ist. Hier wachsen eine Vielzahl von diesen wundersschönen gelben Pflanzen, genauso wie es der Großvater erzählt hat.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">G</span>erade will sie noch den blauen Himmel und die strahlende Sonne malen, da fällt ein Tropfen auf das Papier. Erschrocken schaut sie nach oben und sieht die dicke dunkle Wolke. Schnell packt sie ihre Sachen zusammen und erreicht gerade noch rechtzeitig die offene Terrassentür, bevor es zu schütten beginnt.</p>
<p>„Oh, da hast du aber Glück gehabt“, meint Oma Erika. „Bist du mit deinem Bild fertig?“</p>
<p>„Nicht ganz, aber den Rest kann ich auch hier im Wohnzimmer malen“, erwidert Sabinchen.</p>
<p>Aber irgendwie hat sie jetzt die Lust verlassen und so kritzelt sie nur noch ein bisschen Blau als Himmel auf ihr Gemälde. Danach holt sie ihre Puppe Laura, aber so recht mag sie jetzt auch nicht mit ihr spielen. Deshalb setzt sie sich auf das Sofa und lässt ihren Blick durch das Wohnzimmer schweifen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Mir ist langweilig!“, ruft sie zu Oma in die Küche, die dort mit den Vorbereitungen für das Mittagessen beschäftigt ist.</p>
<p>Oma Erika kommt mit einer Schürze bekleidet und einem Kartoffelschäler in der Hand ins Zimmer. „Willst du mir vielleicht ein bisschen beim Kochen helfen?!“, schlägt sie vor.</p>
<p>„Nö, keine Lust!“, lautet die kurze, aber unmissverständliche Antwort.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Dann könntest du mir vielleicht hier im Wohnzimmer ein wenig abstauben. Dazu habe ich heute leider keine Zeit und du würdest mir eine große Hilfe sein“, ist Omas nächster Vorschlag.</p>
<p>„Okay! Wo ist der Staubwedel?“</p>
<p>„In der Abstellkammer“, schallt nun Großvaters Stimme aus einer anderen Ecke des Hauses.</p>
<p>Sabine mag den Staubwedel. Sie hat nämlich mal in einem Kinderfilm gesehen wie ein Staubwedel durch ein Schloss wirbelte und viele wunderbare Dinge entdeckt hat, die dann alle eine Geschichte erzählt haben. „Vielleicht flüstern mir die Dinge auf der Kommode von Oma und Opa auch schöne Geschichten ins Ohr“, überlegt sie und läuft in die Abstellkammer im oberen Stockwerk.<br />
„Da bist du ja! Na, dann mal los!“, ruft sie dem Staubwedel zu und schon rennt sie mit ihm in Richtung Wohnzimmer.<br />
Sie weiß, dass sie beim Abstauben vorsichtig sein muss, denn die Großmutter hat auch kleine Porzellanfiguren und Schälchen auf der Kommode stehen. Sie nimmt jede einzelne Figur in die Hand, betrachtet sie ausgiebig und entfernt den unsichtbaren Staub von ihnen. So schön sie auch sind, doch keine von ihnen scheint ihr etwas erzählen zu wollen. Doch plötzlich sieht sie etwas, das ihr noch nie aufgefallen ist.</p>
<p>„Wieso liegt denn hier ein Schlüssel?“, fragt sie sich. „Und noch dazu ein so riesengroßer.“</p>
<p>Sie dreht und wendet ihn in ihrer kleinen Hand, aber auch er scheint ihr nichts erzählen zu wollen. Trotzdem spürt Sabinchen, dass dieser Schlüssel ein Geheimnis verbirgt. Für Geheimnisse und schöne Geschichten ist Großvater Friedrich zuständig.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Opa, was ist denn das?“, fragt sie daher sofort, nachdem sie ihn in seiner Bastelstube aufgestöbert hat.</p>
<p>„Oh!“, meint dieser und in seiner Stimme schwingt schon das große Geheimnis mit. „Das ist ein ganz besonderer Schlüssel, den wir jetzt auch ganz schnell wieder dort hinlegen, wo du ihn gefunden hast. Der darf nämlich nicht verloren gehen, sonst ist Oma Erika ganz traurig.“ Er verschweigt, dass dies schon einmal passiert ist und dieser Schlüssel nur den verlorengegangenen Orginalschlüssel ersetzt.<br />
Sabine bekommt vor Neugierde ganz große Augen. Sie nimmt ihren Großvater an der Hand und geht mit ihm ins Wohnzimmer.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Dort“, sagt sie und deutet auf die Stelle auf der Kommode, wo sie den Schlüssel zuvor entdeckt hat.</p>
<p>„Erzählst du mir seine Geschichte?! Bitte, bitte!“</p>
<p>„Es ist fast schon hundert Jahre her“, beginnt Opa Friedrich, der sich inzwischen in einem Sessel niedergelassen hat. Sabine setzt sich auf seinen Schoß und lauscht andächtig.</p>
<p>„Damals, Anfang des Jahres 1922, war der Großvater deiner Oma Erika noch ein junger Mann und heiratete seine geliebte Klara, also deine Ururoma. Noch am Ende des selben Jahres kam dann deine Uroma, also die Mama von Oma Erika, auf die Welt.“</p>
<p>„Von ihr hat mir Mama mal ein Foto gezeigt. Sie hatte ganz weiße Haare und war alt!“, wirft Sabinchen ein.</p>
<p>„Ja, sie hätte dich bestimmt sehr gemocht, aber leider ist sie schon vor deiner Geburt von uns gegangen.“</p>
<p>„Erzähl weiter!“ Sabine will endlich das Geheimnis des Schlüssels erfahren.</p>
<p>„Also, dein Ururopa hat einen Monat nach der Hochzeit eine hübsche Kaminuhr gekauft und sie seiner Klara geschenkt. Die beiden waren überglücklich, denn ein Baby hatte sich angekündigt, wie gesagt, deine Uroma. Schau dort neben dem Schlüssel steht diese Uhr, die von deiner Ururoma, an deine Uroma und von ihr an deine Oma Erika weitervererbt wurde. Eines Tages wird deine Mama diese Kaminuhr bekommen und irgendwann an dich weitergeben.“</p>
<p>„Und ich schenke sie dann meiner Tochter!“, führt Sabine die Erzählung weiter.</p>
<p>„Oder an deinen Sohn!“, meint Opa Friedrich, „Wer weiß…“</p>
<p>Inzwischen ist Sabine aufgestanden und steht ehrfurchtsvoll vor der Kaminuhr.</p>
<p>„Und was hat das mit dem Schlüssel zu tun?“</p>
<p>„Schau mal ganz genau auf das Zifferblatt und verrate mir dann, was du entdeckt hast“, lautet die Antwort von Opa Friedrich.</p>
<p>„Da sind zwei Löcher drin!“, ruft Sabinchen plötzlich aus.</p>
<p>„Genau, die sind ganz wichtig“, beginnt der Großvater zu erklären, wird allerdings durch den Ruf der Großmutter unterbrochen.</p>
<p>„Das Mittagessen ist fertig! Kommt bitte!“</p>
<p>„Aber ich weiß doch noch nicht, wofür der Schlüssel ist…“, versucht das Mädchen einen erneuten Vorstoß.</p>
<p>„Jetzt gehen wir erst einmal zum Mittagessen und danach zeigt dir Oma, was der Schlüssel mit der Uhr zu tun hat und welche Bedeutung die beiden Löcher im Zifferblatt haben.“</p>
<p>So schnell wie heute, hat Sabine noch nie ihren Teller geleert und würde am liebsten noch auf den Nachtisch verzichten. Zu allem Unglück muss auch hinterher noch das Geschirr abgespült werden. Aber dann ist es endlich soweit. Die Großeltern sitzen mit Sabine um den Wohnzimmertisch herum, auf dessen Mitte die Kaminuhr steht. Oma Erika nimmt den Schlüssel und steckt ihn in eines der beiden „Löcher“ im Zifferblatt.<br />
Andächtig lauscht Sabine schon bald dem Ticken und dem Klang dieser geheimnisvollen Uhr.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/aus-dem-leben-meiner-kuechenuhr/">Aus dem Leben meiner Küchenuhr</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/pirat-schorsch/">Pirat Schorsch</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/juhu/">Juhuu!!!</a></p>
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		<title>Tim&#8217;s Wunsch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2016 23:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[Blumen]]></category>
		<category><![CDATA[buddeln]]></category>
		<category><![CDATA[graben]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Kiste]]></category>
		<category><![CDATA[Knochen]]></category>
		<category><![CDATA[Loch]]></category>
		<category><![CDATA[Tierheim]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielleicht könnt Ihr Euch noch dunkel an die Geschichte von Tim und Tom erinnern, die ich letztes Jahr geschrieben habe. Tim ist ein vierjähriger Junge, der mit seinen Eltern im Hause der Großeltern wohnt. Er ist mit dem Großvater im Garten, denn er soll ein eigenes Beet bekommen. Im Gartenhaus entdeckt er den alten kleinen Gartenzwerg Tom, den er in sein Blumenbeet stellen möchte. Da es sich um einen verzauberten Gartenzwerg handelt, der selbst nur an diesem besagten Tag Zauberkräfte hat, fordert dieser Tim auf, sich ganz schnell etwas zu wünschen. Dies muss allerdings geschehen, bevor die Zauberkräfte des Gartenzwergs wieder nachlassen. Tim hat schon lange einen großen Wunsch, an den er jetzt auch ganz intensiv denkt, damit sich dieser erfüllt. Gerade nimmt Tim die kleine Figur mit der roten Zipfelmütze hoch, als ihn etwas winselnd an der Hand leckt… Tim reibt sich seine Augen, denn er kann gar nicht glauben, was er da sieht. Vor ihm steht ein kleines schwarz-weißes Wollknäuel. Die Ohren, aber auch das kurze Wuschelschwänzchen besitzen schwarze Strähnchen. Tim und das Wollknäuel &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vielleicht könnt Ihr Euch noch dunkel an die Geschichte von <a href="http://lifetellsstories.de/tim-und-tom/">Tim und Tom</a> erinnern, die ich letztes Jahr geschrieben habe. Tim ist ein vierjähriger Junge, der mit seinen Eltern im Hause der Großeltern wohnt. Er ist mit dem Großvater im Garten, denn er soll ein eigenes Beet bekommen. </strong></p>
<p><span class="dropcap">I</span>m Gartenhaus entdeckt er den alten kleinen Gartenzwerg Tom, den er in sein Blumenbeet stellen möchte. Da es sich um einen verzauberten Gartenzwerg handelt, der selbst nur an diesem besagten Tag Zauberkräfte hat, fordert dieser Tim auf, sich ganz schnell etwas zu wünschen. Dies muss allerdings geschehen, bevor die Zauberkräfte des Gartenzwergs wieder nachlassen. Tim hat schon lange einen großen Wunsch, an den er jetzt auch ganz intensiv denkt, damit sich dieser erfüllt.</p>
<p>Gerade nimmt Tim die kleine Figur mit der roten Zipfelmütze hoch, als ihn etwas winselnd an der Hand leckt…<br />
Tim reibt sich seine Augen, denn er kann gar nicht glauben, was er da sieht. Vor ihm steht ein kleines schwarz-weißes Wollknäuel. Die Ohren, aber auch das kurze Wuschelschwänzchen besitzen schwarze Strähnchen. Tim und das Wollknäuel blicken sich direkt in die Augen. Jetzt kann Tim auch ganz genau die leicht schwarze Färbung der Haare über dem rechten Auge sehen.<br />
„Wo kommst du denn her?“, will Tim wissen.<br />
Anstelle einer Antwort erhält er allerdings nur ein ganz leises und freudiges „Wuff!“ von dem kleinen Hund.<br />
„Aus dem Tierheim!“, übersetzt der Großvater den Hundelaut.<br />
„Ist der jetzt mir? Dann hat mir Tom also doch den Wunsch erfüllt!“<br />
„Welcher Tom?“, will der Opa wissen, aber für eine Antwort hat Tim jetzt keine Zeit mehr. Er kniet neben dem Wollknäuel und streichelt den zutraulichen kleinen Hund.<br />
„Ich hab einen Hund, juhu!“, jubelt Tim.<br />
„Noch nicht ganz“, versucht der Großvater zu erklären. „Wir dürfen ihn über das Wochenende behalten. Erst müssen wir feststellen, ob er zu uns passt und ob auch wir ihm gefallen.“<br />
Für Tim ist es vom ersten Moment an klar, dass er den kleinen Kerl nicht mehr hergibt.<br />
„Wie heißt du denn?“, fragt er das Tier.<br />
„Er hat noch keinen Namen, aber vielleicht hast du ja eine Idee!“, ermuntert ihn der Vater, der sich mit der Mutter jetzt dazu gesellt hat.<br />
Tim legt seine Stirn in tiefe Falten, so wie es der Großvater immer tut, wenn er nachdenkt.<br />
„Er ist schon ziemlich wuschelig!“, durchbricht die Mutter augenzwinkernd seine Gedankengänge.<br />
„Ich hab’s!“, ruft Tim freudestrahlend aus. „Wuschel! Du heißt jetzt Wuschel!“<br />
„Der ist aber ganz schön außer Rand und Band“, lacht die Großmutter, die alle zum Nachmittagskaffee ins Haus holen will.<br />
„Schau mal, was ich hier für dich habe!“, sagt Großmutter, beugt sich zu dem Hund hinunter und reicht ihm einen Knochen.<br />
Schnuppernd und schwanzwedelnd begutachtet dieser den Knochen, während die anderen zum Kaffeetrinken in die Küche gehen.<br />
Tim kann kaum ruhig sitzen, so aufgeregt ist er. Am liebsten würde er sofort wieder in den Garten zu dem kleinen Wuschel gehen, aber er weiß genau, dass er erst artig sein Marmeladenbrot aufessen und ein bisschen Milch trinken muss. Danach darf er bestimmt wieder zu seinem neuen Freund.<br />
Als die Großmutter den Kaffeetisch wieder abräumt, wirft sie ganz nebenbei einen Blick in den Garten. Nur so, um sicher zu sein, dass das kleine Wollknäuel auch nicht wegläuft.<br />
„Nein!“, ruft sie entsetzt aus und rennt nach draußen.<br />
„Mein schönes Blumenbeet! Hörst du sofort auf damit!“<br />
Inzwischen sind alle von ihren Stühlen aufgesprungen und folgen der schimpfenden Oma hinaus in den Garten. Dort steht die Großmutter mit über dem Kopf zusammengeschlagenen Händen vor ihrem total zerwühlten Blumenbeet. Überall hat der Hund größere und kleinere Löcher gegraben. Alle Blumen sind mit den Wurzeln ausgebuddelt und liegen kreuz und quer auf dem Beet verstreut.<br />
„Und ich hatte mich gefreut, dass sie so herrlich blühen. Richtig schön bunt sah es aus. Und jetzt ist es das reinste Schlachtfeld.“<br />
Großmutter ist den Tränen nahe und Großvater legt tröstend einen Arm auf ihre Schultern.<br />
„Eine Schnapsidee war das von euch! Warum habt ihr auch einen Hund aus dem Tierheim geholt. Wahrscheinlich wurde er von seiner Familie ausgesetzt, weil er dort auch alles kaputt gemacht hat.“<br />
Die Großmutter ist gar nicht mehr begeistert von Wuschel und Tim bekommt Angst, dass der kleine Hund wieder ins Tierheim gebracht wird.<br />
„Oma, er ist doch noch so klein. Er wird es bestimmt lernen, dass er das nicht darf“, weint Tim. „Bitte, bitte, gebt ihn nicht wieder weg!“<br />
„Du hättest ihm nicht den Knochen geben sollen“, sagt der Großvater. „Wahrscheinlich wollte er nur den Knochen vergraben.“<br />
„Ach, jetzt bin ich auch noch schuld, oder?“, sagt die Großmutter gereizt.<br />
„Ich helfe dir auch die Blümchen wieder einzusetzen. Bestimmt ist ihnen nichts passiert“, verspricht Tim unter Tränen.<br />
Gemeinsam machen sich alle an das Werk und versuchen zu retten, was noch zu retten ist. Wuschel schaut dabei ganz unschuldig zu, so als hätte er mit der ganzen Aktion nichts zu tun.<br />
„Hier ist er!“, ruft der Großvater plötzlich aus und hält den Knochen in die Höhe.<br />
„Den bekommt er aber jetzt nicht!“, befiehlt die Großmutter. „Sonst denkt er noch es sei eine Belohnung für diese Wühlerei in meinem Blumenbeet.“<br />
„Was ist da denn noch?“, ruft der Großvater jetzt von der hintersten Ecke des Gartens aus.<br />
Er kniet vor dem alten Kastanienbaum und schaut in ein besonders tiefes Loch. Alle anderen kommen jetzt zu ihm gelaufen und schauen ebenfalls in das Loch.<br />
„Sieht aus, als wäre dort unten irgendetwas vergraben! Hol doch mal einen Spaten!“, bittet der Großvater seinen Sohn und schiebt mit der Hand noch etwas Erde beiseite.<br />
Vorsichtig gräbt Tim’s Vater das Loch noch ein bisschen tiefer und jetzt können sie auch alle sehen, was dort liegt.<br />
„Es sieht aus, als wäre es eine Kiste“, sagt der Vater und klopft mit dem Spaten gegen den besagten Gegenstand. Tatsächlich hört es sich auch blechern an.<br />
„Das kann doch nicht wahr sein!“, ruft der Großvater begeistert aus. „Wenn es das ist, was ich vermute, dann können wir froh sein, dass Wuschel so intensiv gegraben hat.“<br />
Vater und Großvater heben gemeinsam die Kiste aus dem Loch und stellen sie auf die Wiese.<br />
„Ganz schön schwer, das Ding!“, stöhnt der Großvater. „Das ist aber auch kein Wunder, bei dem Inhalt!“<br />
„Welcher Inhalt?“, fragt Tim’s Mutter verdutzt. „Du hast die Kiste doch noch gar nicht geöffnet.“<br />
„Aber ich habe eine Vermutung!“<br />
Schnellen Schrittes marschiert der Großvater zum Gartenhaus, um das entsprechende Werkzeug zum Öffnen der Kiste zu holen.<br />
Staunend und sprachlos stehen alle um die Kiste herum und betrachten den Inhalt. Nur Großvater bricht schließlich das Schweigen:<br />
„Das ist unser Familiensilber, das mein Vater im Krieg vergraben hat. Nachdem er im Krieg gefallen war und meine Mutter kurz danach auch gestorben ist, wusste niemand mehr etwas über den Verbleib. Es lag all die vielen Jahre hier im Garten und keiner ahnte etwas davon!“<br />
Schwanzwedelnd springt Wuschel von einem zum anderen und lässt sich streicheln. Die Großmutter gibt ihm sogar seinen Knochen wieder. Und Tim ist glücklich und stolz auf seinen Wuschel, der selbstverständlich nicht mehr in das Tierheim zurück muss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/tim-und-tom/">Tim und Tom</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kleiner-filou/">Mopsi und Filou</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/1174-knut-knopf/">Knut Knopf</a></p>
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