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	<title>Korb &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Damals</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2019 16:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[damals]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Hut]]></category>
		<category><![CDATA[Korb]]></category>
		<category><![CDATA[Markt]]></category>
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					<description><![CDATA[Gerade habe ich mir die Fotos von diesem Jahr auf meinem Handy angesehen. Zu einem Foto, das ich auch als Beitragsfoto ausgewählt habe, gibt es eine kleine Erinnerungsgeschichte. Diese möchte ich Euch heute gerne erzählen, denn sie kam uns auf Mallorca wieder in den Sinn:  Wir schlendern durch einen kleinen Ort, in dem gerade Markttag ist. Die Händler bieten ihre vielfältigen Waren an und verkaufen wohl nur zu einem geringen Anteil noch an die Einheimischen. Meist sind solche Märkte ein Touristenmagnet und dementsprechend ausgelegt. Trotzdem macht es Spaß die Stände und die feilgebotenen Waren zu betrachten. Und eine Kleinigkeit findet sich immer, die man als Souvenir oder Geschenk mit nach Hause nehmen kann. „Ich muss Dir etwas zeigen“, sage ich zu meinem Mann, als ich meinen Blick auf dem Marktplatz des kleinen spanischen Ortes schweifen lasse. „Komm doch mal mit!“ Ich nehme Peter an der Hand und führe ihn zu einem Verkaufsstand, an welchem handgefertigte Korbwaren angeboten werden.  „Willst Du Dir wieder mal einen Sonnenhut kaufen? Hast Du nicht erst im Frühjahr auf Teneriffa einen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade habe ich mir die Fotos von diesem Jahr auf meinem Handy angesehen. Zu einem Foto, das ich auch als Beitragsfoto ausgewählt habe, gibt es eine kleine Erinnerungsgeschichte. Diese möchte ich Euch heute gerne erzählen, denn sie kam uns auf Mallorca wieder in den Sinn:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir schlendern durch einen kleinen Ort, in dem gerade Markttag ist. Die Händler bieten ihre vielfältigen Waren an und verkaufen wohl nur zu einem geringen Anteil noch an die Einheimischen. Meist sind solche Märkte ein Touristenmagnet und dementsprechend ausgelegt. Trotzdem macht es Spaß die Stände und die feilgebotenen Waren zu betrachten. Und eine Kleinigkeit findet sich immer, die man als Souvenir oder Geschenk mit nach Hause nehmen kann.</p>
<p>„Ich muss Dir etwas zeigen“, sage ich zu meinem Mann, als ich meinen Blick auf dem Marktplatz des kleinen spanischen Ortes schweifen lasse. „Komm doch mal mit!“</p>
<p>Ich nehme Peter an der Hand und führe ihn zu einem Verkaufsstand, an welchem handgefertigte Korbwaren angeboten werden.</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span>„Willst Du Dir wieder mal einen Sonnenhut kaufen? Hast Du nicht erst im Frühjahr auf Teneriffa einen solchen Hut erstanden?“, versucht er mein Anliegen fragend zu ergründen.</p>
<p>„Stimmt!“, pflichte ich ihm bei. „Den habe ich allerdings zu Hause vergessen. Keine Ahnung, wieviele Sonnenhüte ich inzwischen schon daheim habe. Aber darum geht es mir im Moment gar nicht.“</p>
<p>Im Augenblick scheint mein Gatte noch nicht zu wissen, worauf ich hinaus will, aber ich werde versuchen in ihm schlummernde Erinnerungen zu wecken.</p>
<p>„Schau Dich hier ein bisschen um und denk dabei doch mal an unsere Studienzeit. Ich habe Dich an einem Wochenende in Darmstadt besucht und wir waren in einem großen Supermarkt einkaufen.<span class="Apple-converted-space">  </span>Dort gab es einen ….“</p>
<p>„Kleinen Koffer aus Korb“, ergänzt mich Peter und beginnt zu grinsen und ich sehe regelrecht wie Gedankenblitze durch seine Gehirnwindungen zucken.</p>
<p>„Genauer gesagt waren es drei Koffer“, füge ich hinzu und sehe alles wieder vor meinem geistigen Auge. „Ein größerer und die beiden anderen wurden immer ein bisschen kleiner, so dass alles ineinander passte, &#8211; ähnlich wie bei den Matroschka Puppen.  Man konnte sie als eine Art Handtasche benutzen oder einfach auch nur Sachen darin verstauen. Das war damals groß in Mode.“</p>
<p>„Ich weiß. Du warst total begeistert davon.“</p>
<p>„Ja, und Du hast sie mir kurzerhand gekauft. Darüber habe ich mich auch sehr gefreut.“</p>
<p>Peter runzelt die Stirn und meint augenzwinkernd: „Diese Freude war aber nur sehr kurz.“</p>
<p>„Logisch!“, schmettere ich ihm entgegen. „Von unseren paar Kröten, die wir im Studium hatten, konnten wir uns eine solche Ausgabe gar nicht leisten. Ich meine, es wären 45 DM oder so gewesen. Vielleicht waren es auch viel weniger. Nur 29 DM“, überlege ich laut. „Egal, aber für uns war es in jedem Fall eine horrende Summe.“</p>
<p>„Eben drum folgte bei uns auf die Freude auch schon ziemlich schnell das schlechte Gewissen darüber, so viel Geld ausgegeben zu haben. Das Geld hätte eigentlich noch für den Rest des Monats reichen sollen. Das hat uns einfach keine Ruhe mehr gelassen.“</p>
<p>Ich nicke ihm beipflichtend zu, denn ich kann mich noch gut erinnern, wie wir<span class="Apple-converted-space">  </span>hin und her überlegt haben, ob wir die Korbwaren behalten sollten oder nicht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Ja“, sage ich. „Wir haben uns dann allerdings entschlossen, die Korbkoffer wieder zurückzugeben. Und das war auch gut so. Man soll nicht über seine Verhältnisse leben und das wäre definitiv der Fall gewesen.“</p>
<p>„Vielleicht gibt es hier so etwas Ähnliches“, überlegt Peter. „Hast Du schon einmal nachgeschaut?“</p>
<p>Insgeheim habe ich danach Ausschau gehalten, das gebe ich zu. Jedoch kaufen würde ich mir diese Köfferchen heute nicht mehr. Es ist einfach nur noch eine Erinnerung, wenngleich auch eine schöne und ein bisschen wehmütige Erinnerung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/steine-der-erinnerungen/">Steine der Erinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/und-noch-mehr-kindheitserinnerungen/">Und noch mehr Kindheitserinnerungen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Auf der Suche</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 09 Jul 2019 22:01:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Eindruck]]></category>
		<category><![CDATA[Korb]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Pfiff]]></category>
		<category><![CDATA[Suche]]></category>
		<category><![CDATA[Tour]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich habe ich ja schon von unserer Katze berichtet. Sie hält sich zur Zeit hauptsächlich draußen auf und lässt sich nur noch selten blicken. Auch frisst sie sehr wenig und ist ziemlich abgemagert. Da wir nicht einfach nur warten wollten, dass sie sich wieder einmal bei uns blicken lässt, sind wir auf die Suche nach ihr gegangen. Unsere Katze hört nicht nur auf ihren Namen, sondern auch auf unser Pfeifen. Mein Pfeifen ist ihr zwar manchmal ziemlich egal, aber auf den Pfiff meines Mannes, der sehr intensiv und durchdringend ist und selbst mir in den Ohren weh tut, reagiert sie sofort. Also haben wir uns auf den Weg durch unser Wohngebiet gemacht. Zunächst sind wir die näheren Straßen mit dem Auto abgefahren, denn normalerweise kommt sie sofort aus irgendeiner Ecke hervor, wenn sie das Motorgeräusch unseres Wagens hört. Mit heruntergekurbeltem Fenster ließ mein Mann seinen durchdringenden Pfiff ertönen. Leider blieben wir erfolglos und fuhren etwas traurig wieder nach Hause. Doch so schnell gaben wir natürlich nicht auf. Wir gingen zu dem nahegelegenen kleinen Wäldchen, da &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neulich habe ich ja schon von unserer Katze berichtet. Sie hält sich zur Zeit hauptsächlich draußen auf und lässt sich nur noch selten blicken. Auch frisst sie sehr wenig und ist ziemlich abgemagert.</p>
<p>Da wir nicht einfach nur warten wollten, dass sie sich wieder einmal bei uns blicken lässt, sind wir auf die Suche nach ihr gegangen. Unsere Katze hört nicht nur auf ihren Namen, sondern auch auf unser Pfeifen. Mein Pfeifen ist ihr zwar manchmal ziemlich egal, aber auf den Pfiff meines Mannes, der sehr intensiv und durchdringend ist und selbst mir in den Ohren weh tut, reagiert sie sofort. Also haben wir uns auf den Weg durch unser Wohngebiet gemacht. Zunächst sind wir die näheren Straßen mit dem Auto abgefahren, denn normalerweise kommt sie sofort aus irgendeiner Ecke hervor, wenn sie das Motorgeräusch unseres Wagens hört. Mit heruntergekurbeltem Fenster ließ mein Mann seinen durchdringenden Pfiff ertönen. Leider blieben wir erfolglos und fuhren etwas traurig wieder nach Hause. Doch so schnell gaben wir natürlich nicht auf.</p>
<p>Wir gingen zu dem nahegelegenen kleinen Wäldchen, da mein Mann sie neulich mal aus dieser Richtung hat kommen sehen. Kurz vor dem Wald blieben wir stehen und mein Mann schickte seinen Pfiff durch die Luft. Unterstützend rief ich den Namen unserer Katze.</p>
<p>Siehe da, schon hörten wir ein Rascheln und lautes Miauen. Beide Geräusche näherten sich uns. Und dann sahen wir sie. Sie kam geradewegs auf uns zu. Allerdings nicht aus dem Wäldchen, sondern aus einem Gebüsch in einem Garten. Jetzt sahen wir auch, dass der Maschendrahtzaun am Boden verbogen war und somit ein Schlupfloch bot. Genau dort hindurch schlüpfte unsere Katze und umschmeichelte jetzt unsere Beine.</p>
<p>Zunächst machte es den Eindruck, als wolle sie uns etwas zeigen, denn sie lief den Waldweg ein paar Schritte entlang, dann wartete sie auf uns. Wir folgten ihr und sie lief wieder ein paar Meter. Allerdings schien sie schon bald selbst nicht mehr genau zu wissen, was sie eigentlich wollte und so schlugen wir die entgegengesetzte Richtung ein und marschierten nach Hause. Unsere Katze folgte uns erzählend und kam sogar mit ins Haus. Als sie ein paar Happen gefressen hatte, wollte sie wieder nach draußen. Von der geschlossenen Haustür marschierte sie zur geschlossenen Terrassentür. Da beides keinen Erfolg zeigte, probierte sie ihre Katzenklappe aus, doch auch diese hatten wir wohlweißlich verschlossen. Sie begann natürlich zu jammern. Hätte ich es nicht besser gewusst, so hätte ich gedacht, sie sei rollig oder hätte irgendwo Junge, die sie versorgen muss.</p>
<p>Gerade als wir schon fast durch ihr Jammern nachgeben und sie wieder nach draußen entlassen wollten, beruhigte sie sich. Sie legte sich gemütlich auf den Teppich und begann sich zu putzen. Danach sprang sie zu meinem Mann auf das Sofa, ließ sich kraulen und schlief dann tief, fest und zufrieden ein.</p>
<p>Am Morgen musste sie allerdings ganz schnell und dringend weg. Natürlich ohne Frühstück. Aber sie kam tagsüber, futterte und schlief auf der Terrasse in ihrem Körbchen, bevor sie wieder auf Tour ging.</p>
<p>Mal sehen, ob sie heute Nacht von alleine kommt&#8230;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-6008 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1405-300x241.jpg" alt="" width="300" height="241" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1405-300x241.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1405-768x616.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1405-1024x821.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1405.jpg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-6010 size-medium aligncenter" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1420-270x300.jpg" alt="" width="270" height="300" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1420-270x300.jpg 270w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1420-768x853.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1420-922x1024.jpg 922w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2019/07/1200px-IMG_E1420.jpg 1199w" sizes="(max-width: 270px) 100vw, 270px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-abenteuer-des-kleinen-matz/">Die Abenteuer des kleinen Matz</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/katzenalarm/">Katzenalarm</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ungebetener-besuch/">Ungebetener Besuch</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>So eine Aufregung! (2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Jan 2016 22:15:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Aufregung]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Belohnung]]></category>
		<category><![CDATA[die Beste]]></category>
		<category><![CDATA[Frauchen]]></category>
		<category><![CDATA[jammern]]></category>
		<category><![CDATA[Katzenjammer]]></category>
		<category><![CDATA[Korb]]></category>
		<category><![CDATA[Mitleid]]></category>
		<category><![CDATA[Pfote]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich liege also hier in meinem Gefängniskorb und schiele durch die Gitter. Mein Frauchen rennt kreuz und quer durch das Haus. Jetzt steht sie vor mir und zieht ihre Jacke und ihre Schuhe an und ich stelle so meine Überlegungen an. „Wenn sie ihre Jacke und ihre Schuhe anzieht, dann geht es jetzt nach draußen“, überlege ich mir so. „Spazierengehen scheint allerdings nicht angesagt zu sein, denn sonst würde ich nicht in diesem dummen Korb sitzen.“ Wenn Frauchen einen Spaziergang unternimmt, dann gehe ich auch immer mit. Ich laufe dann ganz einfach hinterher, nur wenn sie die Grenzen meines Reviers überschreitet, dann bleibe ich sitzen und rufe sie. Meistens dreht sie sich dann wieder um und bringt mich nach Hause. Heute allerdings geht sie mit dem Körbchen und seinem wertvollen Inhalt, damit meine ich meine Wenigkeit, direkt zum Auto. „Oh nein!“, schießt es mir durch den Kopf. „Jetzt ist auch noch Autofahren angesagt. Aber vielleicht überlegt sie es sich ja noch.“ Tut sie nicht. Sie stellt mich auf den Beifahrersitz und schnallt meinen Korb an. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich liege also hier in meinem Gefängniskorb und schiele durch die Gitter. Mein Frauchen rennt kreuz und quer durch das Haus. Jetzt steht sie vor mir und zieht ihre Jacke und ihre Schuhe an und ich stelle so meine Überlegungen an. </strong><br />
<strong>„Wenn sie ihre Jacke und ihre Schuhe anzieht, dann geht es jetzt nach draußen“, überlege ich mir so. „Spazierengehen scheint allerdings nicht angesagt zu sein, denn sonst würde ich nicht in diesem dummen Korb sitzen.“</strong><br />
<span class="dropcap">W</span>enn Frauchen einen Spaziergang unternimmt, dann gehe ich auch immer mit. Ich laufe dann ganz einfach hinterher, nur wenn sie die Grenzen meines Reviers überschreitet, dann bleibe ich sitzen und rufe sie. Meistens dreht sie sich dann wieder um und bringt mich nach Hause. Heute allerdings geht sie mit dem Körbchen und seinem wertvollen Inhalt, damit meine ich meine Wenigkeit, direkt zum Auto.<br />
„Oh nein!“, schießt es mir durch den Kopf. „Jetzt ist auch noch Autofahren angesagt. Aber vielleicht überlegt sie es sich ja noch.“<br />
Tut sie nicht. Sie stellt mich auf den Beifahrersitz und schnallt meinen Korb an. Noch bin ich ganz still und harre den Dingen, die da auf mich zukommen.<br />
Frauchen sitzt neben mir und dann höre ich auch schon das Geräusch. Ich spitze meine Ohren.<br />
„Du siehst aus wie eine Eule“, lacht Frauchen. „Das ist nur der Motor, der tut dir nichts.“<br />
„Der vielleicht nicht!“, rufe ich ihr zu. „Aber jetzt steigen wir wieder aus, ja?!“<br />
Nichts da! Frauchen fährt einfach los und ich muss ganz dringend etwas tun, um sie zum Anhalten zu bewegen. Wütend schreien und kratzen hilft nichts, das weiß ich schon. Ich versuche es auf eine andere Tour, nämlich auf die Mitleidstour. Die kommt immer ganz gut an. Also mache ich ganz große Augen und bettele einfach ein bisschen.<br />
„Ist alles gut!“, sagt sie zu mir. „Du brauchst keine Angst zu haben!“<br />
„Ich habe aber Angst. Bitte bleib stehen ich will nach Hause!“, antworte ich ihr, aber sie versteht mich wieder einmal nicht.<br />
Ich jammere lauter und lauter, aber außer ein paar tröstenden Worten ändert sich nichts. Ich kann überhaupt nicht sehen, wo sie entlang fährt und manchmal bleibt sie kurz stehen, um dann gleich wieder weiter zu fahren. Mal fährt sie nach links, mal biegt sie nach rechts ab. Mir ist schon ganz wirr im Kopf.<br />
„Mama!“, rufe ich und strecke meine Pfote durch die Gitterstäbe. Ich will zu ihr.<br />
„Mama, Mama, Mama!“, jammere ich herzerbarmend.<br />
„Ist schon gut! Wir sind gleich da!“, versucht sie mich zu beruhigen und streichelt meine Pfote.<br />
„Bleib doch endlich stehen! Bitte, bitte, bitte!“<br />
Wie laut und wie viel muss ich denn noch jammern, bis sie endlich macht, was ich sage?<br />
„Mama! Mama, bitte!“, jetzt versuche ich es ein bisschen kleinlauter, vielleicht ist das die richtige Tonart.<br />
„Du hörst dich an wie ein kleines Baby, das nach seiner Mama ruft!“, sagt Frauchen lachend.<br />
„Na also, sie versteht mich doch!“, denke ich mir und jammere noch viel intensiver weiter.<br />
„So!“, sagt Frauchen, das Auto hält an und sie steigt aus. Ich verstumme schlagartig.<br />
Frauchen holt mich mitsamt dem Korb aus dem Auto und irgendetwas Seltsames steigt mir sofort in die Nase. Es ist eine Mischung von vielen verschiedenen Gerüchen und je näher wir dem Haus kommen, vor dem das Auto parkt, desto stärker werden diese Gerüche. Ich muss wachsam sein, denn es riecht gefährlich. Ich liege ganz still, kein Laut dringt aus meiner Kehle.<br />
Jetzt betreten wir einen Raum und Frauchen stellt den Korb auf einen Stuhl. Ich halte es fast nicht mehr aus, so intensiv ist der Geruchsmix. Da schiebt sich doch plötzlich eine Hundeschnauze an meinen Korb heran. Mir sträuben sich sofort alle Haare und ich fauche diesen Feind tüchtig an. Hier ist jetzt kein Jammern mehr angesagt, hier muss ich zeigen, dass ich mich wehren kann. Ehrlich gesagt bin ich ein bisschen froh, dass ich hinter den Gitterstäben sitze. Jetzt verschwindet diese Hundeschnauze endlich wieder und gibt mir den Blick frei auf alle diese Wesen, die ihre markanten Düfte aussenden. Dort drüben sitzt ein Pudel, dort ein Kater, hier eine Dogge und da ein Papagei. Und was ist das dort für eine seltsame Maus?<br />
„Ach ist der Hamster aber süß!“, sagt mein Frauchen gerade.<br />
„Zum Fressen süß!“, denke ich mir.<br />
„Wer ist jetzt an der Reihe?“, fragt eine weibliche fremde Stimme nach einer Weile und Frauchen steht auf, schnappt meinen Korb und marschiert der Frau hinterher.<br />
„Interessant hier!“, denke ich mir, da öffnet sie auch schon das Gitter.<br />
Ich rieche neben vielen anderen Gerüchen auch die Freiheit. Leider nur für einen Bruchteil einer Sekunde, denn dann packt mich eine Hand und dreht und wendet mich. Man schaut mein Fell an, schaut mir in den Mund und steckt mir hinten was rein, das ich gar nicht leiden kann.<br />
„Sieht gut aus und die Temperatur ist auch okay!“, höre ich den fachmännischen Bericht.<br />
Im selben Moment pickst mich etwas und gleich darauf befinde ich mich schon wieder im Gefängniskorb. Da ich aber durch die vielen Gerüche so eingeschüchtert bin, fange ich erst gar nicht zu jammern an.<br />
Das tue ich erst wieder, wenn Frauchen mit mir im Auto sitzt und losfährt. Da lasse ich dann den ganzen Katzenjammer raus. Aber tüchtig! Und so schnell fahre ich kein Auto mehr und hierher will ich schon gar nicht mehr.<br />
„Lass mich jetzt endlich aus dem blöden Korb raus!“, schimpfe ich erst einmal mit Frauchen.<br />
Aber als sie wieder mal links und mal rechts fährt und mir schon ganz komisch im Kopf ist, da jammere ich ihr die Ohren erneut voll. Und wie!<br />
„So, armes kleines Lottchen, jetzt hast du es wieder einmal überstanden“, versucht sie mich zu trösten und schaltet den Motor ab. Sie stellt meinen Gefängniskorb auf die Treppe vor unserem Haus und öffnet das Gitter. Zackzack bin ich draußen.<br />
„Jetzt will ich aber eine Belohnung!“, fordere ich Frauchen auf, die mich scheinbar auch verstanden hat, denn sie zaubert Leckerlies hervor.<br />
Ich lasse mich noch ausgiebig von Frauchen streicheln und schmiege mein Köpfchen an sie.<br />
Aber jetzt muss ich mich erst einmal von der ganzen Aufregung erholen. Ich tigere in den Garten und suche mir dort ein schattiges und ruhiges Plätzchen.<br />
„Frauchen ist doch die Beste“, denke ich so und schlafe auch gleich selig ein.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-2636 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/01/1200px-Katze1-1024x682.jpg" alt="1200px-Katze1" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/01/1200px-Katze1-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/01/1200px-Katze1-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/01/1200px-Katze1-768x511.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/01/1200px-Katze1-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/01/1200px-Katze1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/ich-muss-euch-was-erzaehlen/">Ich muss Euch was erzählen!</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/familienzuwachs/">Familienzuwachs</a></p>
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