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	<title>Herrchen &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Der Knuddelhund erzählt…</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Oct 2016 22:04:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Herrchen]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[knuddeln]]></category>
		<category><![CDATA[Sparschwein]]></category>
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		<category><![CDATA[Weltspartag]]></category>
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					<description><![CDATA[Hallo! Ich bin der ehemalige Knuddelhund meines Herrchens. Naja, heute nicht mehr, da knuddelt er lieber seine Freundin, aber als mein Herrchen noch ein kleines Kind war, da stand ich hoch im Kurs bei ihm. Wie ich zu ihm kam und alles andere rund um meine Persönlichkeit das will ich Euch nun erzählen. Also stellt Euch einfach mal vor, wir sind im Jahre 1995: Ich bin ein kleines blaues Hündchen mit langen Schlappohren und einem süßen weißen Schnäuzchen. Eines meiner Schlappohren ist rosa und das andere blau. Ich habe weder einen Namen, noch ein Herrchen oder ein Frauchen. Es ist Montag, der 30. Oktober 1995 und bekanntlich ist an diesem Tag Weltspartag. So hat man mich zu einer der vielen Sparkassen gebracht. Genauer gesagt, ich liege unter einem Sparkassentresen in Darmstadt und harre mit anderen Stofftieren auf das, was auf uns zukommen wird. Unser aller Zukunft ist ungewiss. Werden wir denn ein gutes Herrchen oder Frauchen finden oder werden wir zwar mitgenommen, aber dann einfach in einer Ecke des Kinderzimmers verschwinden? Niemand kann es uns sagen. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hallo! Ich bin der ehemalige Knuddelhund meines Herrchens. Naja, heute nicht mehr, da knuddelt er lieber seine Freundin, aber als mein Herrchen noch ein kleines Kind war, da stand ich hoch im Kurs bei ihm. Wie ich zu ihm kam und alles andere rund um meine Persönlichkeit das will ich Euch nun erzählen. Also stellt Euch einfach mal vor, wir sind im Jahre 1995:</strong><br />
<span class="dropcap">I</span>ch bin ein kleines blaues Hündchen mit langen Schlappohren und einem süßen weißen Schnäuzchen. Eines meiner Schlappohren ist rosa und das andere blau. Ich habe weder einen Namen, noch ein Herrchen oder ein Frauchen. Es ist Montag, der 30. Oktober 1995 und bekanntlich ist an diesem Tag Weltspartag. So hat man mich zu einer der vielen Sparkassen gebracht. Genauer gesagt, ich liege unter einem Sparkassentresen in Darmstadt und harre mit anderen Stofftieren auf das, was auf uns zukommen wird. Unser aller Zukunft ist ungewiss. Werden wir denn ein gutes Herrchen oder Frauchen finden oder werden wir zwar mitgenommen, aber dann einfach in einer Ecke des Kinderzimmers verschwinden? Niemand kann es uns sagen. Also ergeben wir uns brav unserem Schicksal.<br />
Immer wieder geht die Eingangstür auf und ich höre Kinderstimmen und das Klappern von Münzen, die aus den verschiedenen Sparschweinen und Spardosen kullern. Hin und wieder greift eine Hand unter die Theke auf die Ablage, wo ich mit den anderen Schicksalsgefährten liege. Ich bin inzwischen von dem Geklimpere und dem Gemurmel schon ein wenig eingeschlafen und schlummere so vor mich hin. Plötzlich dringt eine Jungenstimme an mein Ohr und lässt mich die Augen und Ohren aufsperren. Die Stimme klingt symphatisch und so lausche ich:</p>
<p>&#8222;Guten Tag!&#8220;<br />
„Hallo T.! Na hast du uns auch dein Sparschwein mitgebracht?“<br />
„Ja, das ist ganz schön schwer“, sagt der Junge.<br />
„Da wollen wir doch mal sehen, was drin ist“, meint die Bankangestellte und schon höre ich die Münzen klimpern.<br />
Es vergeht eine kleine Ewigkeit, bis alles Kleingeld aus dem Schweinchen gezählt ist, doch dann sagt die Frau von der Sparkasse:<br />
„Weil du so schön fleißig gespart hast, wollen wir dich auch dafür belohnen.“<br />
Die Hand kommt wieder zu uns unter die Theke und greift sich ein Stofftier, das neben mir liegt. Jetzt rufe ich ganz laut, denn die Stimme des Jungen hat mir gefallen und ich möchte mit ihm nach Hause gehen.<br />
„Hallo, hallo!!! Ich bin auch noch da. Ich will zu dem Jungen!“<br />
Anscheinend hat mich die Bankangestellte gehört, denn die Hand greift nun auch nach mir und befördert mich ebenfalls nach oben auf die Theke. Jetzt sehe ich den Jungen, der neben einer anderen Frau steht, die anscheinend seine Mutter ist.<br />
„Schau mal hier darfst du dir etwas aussuchen!“, fordert die Bankangestellte den Jungen auf.<br />
Der Junge schaut schüchtern zu seiner Mutter, doch die ermuntert ihn:<br />
„Nimm einfach das, was dir am besten gefällt!“<br />
Ich belle in den freundlichsten Tönen, damit er mich hört und mich auserwählt. Allerdings fängt jetzt auch das andere Stofftier an sich bemerkbar zu machen. Also versuche ich es mit Bitten und Betteln.<br />
„Bitte, bitte, nimm mich doch mit! Du gefällst mir und ich werde dir immer ein treuer Freund sein! Bitte, bitte!“<br />
Ich glaube er hat mich gehört, denn er sagt zu seiner Mutter:<br />
„Das blaue Hündchen gefällt mir am besten. Darf ich es haben?“<br />
Anscheinend haben die Bankangestellte und die Mutter genickt, denn schon umfasst mich die Kinderhand und hebt mich hoch.<br />
„Danke!“, sagt der Junge und drückt mich an sich.<br />
„So, nun habe ich also ein Herrchen“, denke ich mir und schmiege mich an ihn.<br />
„Das Hündchen ist ganz weich“, strahlt der Junge und nimmt mich am Abend auch gleich mit in sein Bettchen.<br />
Mein neues Zuhause ist perfekt. Ich fühle mich hier pudelwohl. Nur Namen habe ich immer noch keinen, aber da will mir der Zufall zu Hilfe kommen.<br />
Schon bald nimmt mich der Junge mit auf eine lange Reise. Seine Mutter wird nämlich Patentante eines französischen Jungen. Also geht es in Richtung Paris zur Taufe. Dort angekommen, empfängt uns nicht nur die französische Familie, sondern auch ein kleiner Hund. Und der ist echt! Er bellt uns erst einmal an. Mein Herrchen findet ihn aber total süß und ich werde schon ein bisschen eifersüchtig. Außerdem kann ich kein Wort verstehen, denn sie sprechen alle nicht meine Sprache. Aber auch mein Herrchen versteht nichts. Der Vater des Patenkindes kommt zu meinem Herrchen und zu mir. Er deutet auf den echten Hund und meint: „Jona!“<br />
Danach deutet er auf mich und fragt: „Quel est son nom?“<br />
„Er möchte wissen, wie dein Hundchen heißt“, erklärt die Mutter meinem Herrchen.<br />
Jetzt bin ich aber gespannt, denn ich weiß meinen Namen ja auch noch nicht. Mein Herrchen zuckt erst mit den Schultern, doch dann beginnt er zu strahlen und meint: „Jonas!“<br />
Von diesem Moment an heiße ich also Jonas. Gut, der Name gefällt mir und ich bin glücklich endlich nicht mehr ein namenloses Etwas zu sein. Ich habe es wirklich gut getroffen. Mein Herrchen liebt mich abgöttisch und knuddelt mich ganz viel. Das hat natürlich Folgen, wie sich jeder vorstellen kann. Eines Tages meint die Mutter meines Herrchens nämlich:<br />
„Dein Jonas sieht gar nicht gesund aus. Er ist so dünn geworden. Ich glaube wir müssen ihn operieren.“<br />
Sofort rennt mein Herrchen davon und holt seinen Arztkoffer. Nun werde ich erst einmal mit dem Stethoskop abgehört und dann gibt mir mein Herrchen eine Spritze in meinen Allerwertesten.<br />
„Autsch!“, rufe ich aus. „Das pikst aber!“<br />
Doch kaum habe ich das gesagt, da schlafe ich auch schon ein. Während ich von einem schönen saftigen Knochen träume, wird mein Bauch aufgeschlitzt und man stopft mich mit alten Socken aus. Ich merke aber zum Glück nichts davon. Als ich wieder aufwache, ist mein Bauch wieder zugenäht. Man sieht noch nicht einmal eine Narbe. Aber ich bin jetzt wieder wie neu. Kugelrund und weich bin ich jetzt und fühle mich richtig wohl.<br />
„So“, sagt die Mutter. „Jetzt ist dein Jonas wieder gesund.“<br />
Mein Herrchen drückt mich an sich und wir beide sind einfach nur glücklich. Sehr viel Jahre lang.<br />
Ihr ahnt es sicher schon. Heute liege ich in einer kleinen Kiste auf dem Dachboden, zusammen mit anderen Utensilien aus den Kindheitstagen meines Herrchens. Diese Kiste hat mein Herrchen zum 18. Geburtstag von seiner Mutter geschenkt bekommen. Er hat sich damals sehr gefreut mich wiederzusehen, obwohl ich mittlerweile schon in die Jahre gekommen bin und etwas abgegriffen aussehe. Das ist nun schon viele, viele Jahre her.<br />
Ich weiß, dass er mich nicht vergessen hat. Eines Tages, so hat er mir versprochen, wenn er selbst kleine Kinder hat, holt er mich wieder vom Dachboden aus meiner Kiste. Dann werden sie mich bestaunen und mein Herrchen wird Geschichten über mich erzählen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das auch noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/mit-schaufel-und-eimer/">Mit Schaufel und Eimer</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/timo-und-die-kleinen-tierchen-meiner-kueche/">Timo und die kleinen Tierchen in meiner Küche</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wenn-der-vater-mit-dem-sohn/">Wenn der Vater mit dem Sohn &#8230;</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Katz und Maus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 May 2016 18:02:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[draußen]]></category>
		<category><![CDATA[Frauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Herrchen]]></category>
		<category><![CDATA[Käfer]]></category>
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		<category><![CDATA[Katzenklappe]]></category>
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		<category><![CDATA[Schmetterling]]></category>
		<category><![CDATA[Sonne]]></category>
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					<description><![CDATA[„Ich liege noch in meinem Körbchen, das ganz hinten im Haus steht, dort wo auch meine Katzenklappe ist. Zum Fenster scheint schon die schöne Frühlingssonne herein und kitzelt mich mit ihren Strahlen an der Nase. Ob ich will oder nicht, jetzt muss ich meine Augen aufmachen und meine Ohren natürlich auch.  Oh, draußen ist es schön und die Vögel zwitschern! Da muss ich raus! Wo bleibt nur das Frauchen? Sie muss mir unbedingt die Katzenklappe aufmachen! Warum kommt sie denn nicht endlich? Sie weiß doch ganz genau, dass ich unbedingt nach draußen will! Na gut, wenn es noch ein Weilchen dauert, dann springe ich einfach mal schnell auf das Fensterbrett. Von dort kann ich ganz genau sehen, was draußen im Garten los ist. Und da ist eine ganze Menge los, es wimmelt nur so von Köstlichkeiten und Spielgelegenheiten. Alle sind sie dort im Garten versammelt: Die Vögel fliegen und setzen sich in die Äste der Bäume, dort fliegt ein Schmetterling, da sehe ich sogar einen Käfer über die Grashalme klettern und gerade ist direkt vor &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Ich liege noch in meinem Körbchen, das ganz hinten im Haus steht, dort wo auch meine Katzenklappe ist. Zum Fenster scheint schon die schöne Frühlingssonne herein und kitzelt mich mit ihren Strahlen an der Nase. Ob ich will oder nicht, jetzt muss ich meine Augen aufmachen und meine Ohren natürlich auch. </strong></p>
<p><span class="dropcap">Oh</span>, draußen ist es schön und die Vögel zwitschern! Da muss ich raus! Wo bleibt nur das Frauchen? Sie muss mir unbedingt die Katzenklappe aufmachen! Warum kommt sie denn nicht endlich? Sie weiß doch ganz genau, dass ich unbedingt nach draußen will!<br />
Na gut, wenn es noch ein Weilchen dauert, dann springe ich einfach mal schnell auf das Fensterbrett. Von dort kann ich ganz genau sehen, was draußen im Garten los ist. Und da ist eine ganze Menge los, es wimmelt nur so von Köstlichkeiten und Spielgelegenheiten.<br />
Alle sind sie dort im Garten versammelt: Die Vögel fliegen und setzen sich in die Äste der Bäume, dort fliegt ein Schmetterling, da sehe ich sogar einen Käfer über die Grashalme klettern und gerade ist direkt vor meinem Fenster eine kleine Maus vorbei gehuscht.<br />
Wann kommt denn Frauchen endlich?<br />
Jetzt ärgere ich mich aber!<br />
Hat sie mich vergessen?<br />
Nein, das glaube ich nicht, denn mein Frauchen ist ganz lieb und vergessen hat sie mich noch nie.<br />
Ach, jetzt höre ich auch, dass sich was im Hause tut. Schritte nähern sich. Ich stelle mich schon mal an die Kellertür, denn gleich muss sie aufgehen.“<br />
„Guten Morgen Lottchen!“<br />
„Ja, ja! Du kommst aber spät! Ich muss dringend raus!“, meckere ich mein Frauchen an und vergesse ganz ihr einen freundlichen Morgengruß entgegenzurufen.“<br />
„Na, du hast es aber heute Morgen eilig! Ich muss doch erst einmal Deine Katzenklappe aufmachen!“<br />
„Die interessiert mich jetzt nicht! Ich will raus, aber doch nicht durch diese enge Katzenklappe. Das wäre ja noch schöner! Hinten zur Terrassentür will ich raus, die soll mir mein Frauchen aufmachen. Ich renne schon mal hin, dann kapiert sie das schon!“<br />
„Willst du denn gleich raus?“<br />
„Na klar, sonst würde ich doch nicht hier stehen und mit meiner Nasenspitze an der Fensterscheibe kleben! Jetzt mach schon! Bitte!<br />
Am besten mache ich ganz große flehende Augen, das kommt immer gut an.<br />
Sie hat es kapiert und hat ihre Hand auch schon an der Türklinge, doch dann hält sie inne.“<br />
„Willst du nicht erst noch ein bisschen Milch trinken?“<br />
„Die hab ich ja ganz vergessen! Das ist natürlich auch verlockend!<br />
Da höre ich einen Vogel zwitschern und schon ist mir die Milch egal.<br />
Ich will raus! Schnell, schnell!<br />
Endlich!<br />
Ich bin draußen! Und was mache ich jetzt?<br />
Erst einmal setze ich mich an den Rand des Rasens und sondiere die Lage und orientiere mich.<br />
Ein Schmetterlinge! Na warte, dich fange ich! Ich brauche nur ein bisschen hochzuspringen, dann habe ich dich!<br />
Was soll denn das? Du willst Dich nicht von mir fangen lassen?<br />
Ich krieg dich schon! Du denkst wohl, wenn Du dich einfach dort vorne auf die Hollywoodschaukel setzt, dann kann ich dich nicht fangen. Da hast du dich aber getäuscht!<br />
Erst einmal schleiche ich mich lautlos an, das bekommst du gar nicht mit. Und jetzt warte ich ganz still, bis du dich in Sicherheit fühlst. Dann springe ich auf die Schaukel und hab dich mit einem Schnapp!<br />
Hey, warum bist du schon wieder weg und sitzt jetzt auf dem Ast dort drüben? Aber ich bin ja eine Katze und da komme ich auch hin.<br />
Aber was erblicken denn meine geschulten Katzenaugen gleich rechts von dir?<br />
Einen Vogel!<br />
Der gefällt mir aber noch besser!<br />
Mein Magen knurrt sowieso schon und das wäre jetzt ein ordentlicher Bissen.<br />
Jetzt ist meine Geduld gefragt und ich muss ihn erst einmal in Lauerposition beobachten. Irgendwann bietet sich schon meine Gelegenheit. Ich bewege mich kein bisschen, dann vergisst er, dass ich da bin. Ich fixiere ihn, vielleicht kann ich ihn damit hypnotisieren.<br />
Was raschelt denn andauernd hinter meinem Rücken?<br />
Ach egal, ich muss mich auf den Vogel konzentrieren, wenn ich ihn haben will. Aber neugierig macht mich dieses Rascheln hinter mir doch! Ich stelle mal eben meine Ohren so ein, dass ich die Geräusche besser empfangen kann. Ansonsten bleibe ich einfach bewegungslos sitzen.<br />
Dieses Rascheln macht mich schon etwas nervös. Ob ich es wage und mich ganz vorsichtig umdrehe? Als Katze kann ich das doch kaum hörbar und der Vogel ist sowieso mit seinem blöden Gezwitschere beschäftigt.<br />
Vorsichtig drehe ich mich um und drücke mich ganz dich auf die Erde in Höhe der Grashalme.<br />
Und was sehe ich?<br />
Ich blicke genau in zwei klitzekleine Augen. Die schauen ganz erschrocken zurück.<br />
Ein Mäuschen!<br />
Und jetzt ist meine Schnelligkeit und Geschicklichkeit gefragt. Ich mache einen Satz und schon habe ich sie zwischen den Tatzen.<br />
Über mir spüre ich einen Flügelschlag. Dich hole ich mir später, aber im Moment ist erst einmal dieser kleine köstlich Happen an der Reihe. Der ist zwar nur was für den hohlen Zahn, aber man kann vorher so schön mit ihm spielen.<br />
Ganz erschrocken starrt das Mäuschen mich an. Na, beruhige dich erst einmal. Ich leg dich vor meine Füße und berühre dich auch ganz vorsichtig. Was du willst weg?<br />
Nichts da!<br />
Dann fange ich dich doch gleich wieder. Und wenn du nicht still bist, dann nehme ich dich zwischen meine Zähne. Ach, macht das einen Spaß dich zappeln zu lassen und erst ein bisschen mit dir zu spielen. Katz und Maus heißt dieses Spiel. Aber ich bin immer der Gewinner, das musst du wissen. Denn ich bin größer und stärker und auch schlauer als du. Dein Schicksal ist besiegelt.“<br />
„Was hast du denn da, Lottchen! Lass endlich das keine Mäuschen los! Es hat dir doch nichts getan!“<br />
„Ohje, Herrchen! Jetzt schnell mit meiner Beute weg!, denke ich noch. Doch Herrchen ist hinter mir her. Und das dumme kleine Dinge fängt auch noch an zu zappeln. Ich zwicke es mit meinen Zähnen ein bisschen fester, aber ich mache ihm noch nicht den Garaus. Nur so zur Betäubung, dann kann ich das Mäuschen kurz mal ablegen.<br />
Das ist allerdings mein Fehler! Das Mäuschen liegt zwar da wie betäubt, aber Herrchen steht auch schon wieder neben mir. Ich kann gar nicht so schnell schauen, da hat er das Mäuschen in seiner Hand.“<br />
„Schau nur, es ist noch so klein! Du bist ganz schön brutal! Das Mäuschen bekommst du nicht, dafür werde ich jetzt sorgen! Ich bringe es vor dir in Sicherheit. Zum Glück ist es noch nicht verletzt und lebt noch. Nur das Herzchen schlägt wie wild vor Angst!“<br />
„Er schimpft mit mir, dabei bin ich doch eine Katze und Katzen fangen eben mal Mäuse. Ich frage mich, was ich falsch gemacht habe. Jetzt geht er doch tatsächlich mit dem Leckerbissen weg. Ich laufe ihm erst gar nicht hinterher, denn aus Erfahrung weiß ich, dass das nichts mehr bringt.<br />
Da fällt mir plötzlich Frauchen ein. Hat sie nicht vorhin etwas von Milch erzählt? Auch nicht schlecht! Die läuft wenigstens nicht weg!<br />
Also marschiere ich ins Haus und direkt in die Küche zu Frauchen. Dort setze ich mich brav vor den Kühlschrank. Und siehe da! Sie öffnet die Kühlschranktür, nimmt die köstliche Katzenmilch heraus und gießt sie in mein Schälchen.<br />
Mit der Milch kann man zwar nicht so schön spielen wie mit dem Mäuschen, aber sie schmeckt mindestens genauso gut und die nimmt mir niemand weg.<br />
Frauchen ist doch die Beste!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch noch diese Geschichten lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kleiner-filou/">Mopsi und Filou</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/dreibein-co-2/">Dreibein &amp; Co</a></p>
<p>Katzenalarm</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ich muss Euch was erzählen! (1)</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/ich-muss-euch-was-erzaehlen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2016 22:20:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bestechung]]></category>
		<category><![CDATA[dabei]]></category>
		<category><![CDATA[erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[Flucht]]></category>
		<category><![CDATA[Frauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Herrchen]]></category>
		<category><![CDATA[Körbchen]]></category>
		<category><![CDATA[Leckerlies]]></category>
		<category><![CDATA[Versteck]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich liege gerade so gemütlich auf meinem Sessel in der Diele. Wohlgemerkt, die Betonung liegt auf „meinem“, denn ich habe ihn markiert und somit gehört er mir. Frauchen hat das wohl auch eingesehen, denn sie hat mir eine super weiche und extrem kuschelige Decke darauf gelegt. Und mal ehrlich: Außer meiner Wenigkeit sitzt hier auch niemand. Naja, manchmal kommt mein Herrchen und hebt mich hoch, setzt sich hin und nimmt mich zum Kraulen auf seinen Schoß. Okay, das ist ja in Ordnung. Aber nur solange ich es auch will. Also wie gesagt, ich liege da so rum und träume von einer schönen kleinen Maus. Frauchen geht gerade an mir vorbei in Richtung Kellerersatzbereich. Was sie dort nur will? Vielleicht sollte ich mal nachsehen. Ich strecke und recke mich, springe von meinem Sessel und marschiere hinter ihr her. Nur so aus Interesse, denn neugierig bin ich ja nicht. Sie geht direkt zu ihrem Putzschrank, wahrscheinlich ist heute wieder einmal Aufräumen und Putzen angesagt. Wie langweilig! Aber Frauchen öffnet den Schrank gar nicht, sondern greift nach oben &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich liege gerade so gemütlich auf meinem Sessel in der Diele. Wohlgemerkt, die Betonung liegt auf „<em>meinem</em>“, denn <em>ich</em> habe ihn markiert und somit gehört er <em>mir</em>. Frauchen hat das wohl auch eingesehen, denn sie hat mir eine super weiche und extrem kuschelige Decke darauf gelegt. Und mal ehrlich: Außer meiner Wenigkeit sitzt hier auch niemand.</strong><br />
<span class="dropcap">N</span>aja, manchmal kommt mein Herrchen und hebt mich hoch, setzt sich hin und nimmt mich zum Kraulen auf seinen Schoß. Okay, das ist ja in Ordnung. Aber nur solange <em><strong>ich</strong></em> es auch will.<br />
Also wie gesagt, ich liege da so rum und träume von einer schönen kleinen Maus. Frauchen geht gerade an mir vorbei in Richtung Kellerersatzbereich. Was sie dort nur will? Vielleicht sollte ich mal nachsehen. Ich strecke und recke mich, springe von meinem Sessel und marschiere hinter ihr her. Nur so aus Interesse, denn neugierig bin ich ja nicht. Sie geht direkt zu ihrem Putzschrank, wahrscheinlich ist heute wieder einmal Aufräumen und Putzen angesagt. Wie langweilig!<br />
Aber Frauchen öffnet den Schrank gar nicht, sondern greift nach oben und will vom Schrank etwas herunter holen.<br />
„Oh nein!“, denke ich noch.<br />
Dann ergreift mich die Panik und ich renne weg, so schnell, wie mich meine vier Pfoten rennen lassen. Dabei nehme ich die Kurve sozusagen mit leicht erhöhter Geschwindigkeit und es schleudert mich regelrecht herum. Aber ich kriege die Kurve noch ohne mich zu überschlagen. Ich blicke nach rechts und links, da habe ich es auch schon gefunden. Das beste Versteck aller Zeiten. Ich krieche unter meinen Sessel, denn hier sieht mich niemand, aber ich kann alle beobachten.<br />
„Lottchen, wo bist du?“, höre ich auch schon Frauchen rufen.<br />
Ich ducke mich noch ein bisschen mehr und schiele vorsichtig unter dem Sessel hervor.<br />
„Ich habe mich also nicht getäuscht. Sie hat dieses blöde Transportkörbchen in der Hand, das sie so toll findet. Na, dann soll <strong><em>sie</em></strong> doch da rein. <em><strong>Ich</strong></em> jedenfalls gehe da nicht rein, basta!“, beschließe ich so für mich und gebe keinen einzigen Laut von mir.<br />
Frauchen läuft jetzt treppauf und treppab und sucht mich im ganzen Haus.<br />
„Ha!“, freue ich mich.<br />
Da rüttelt doch auch schon jemand an meinem Sessel.<br />
„Komm raus, Lottchen! Ich hab dich gesehen!“<br />
„Das glaubst auch nur <strong><em>du</em></strong>! So dumm bin<em><strong> ich</strong></em> nicht!“, denke ich mir und husche nach hinten und unter dem Sessel raus. Sogleich verschwinde ich wieder und zwar unter der untersten Treppenstufe.<br />
„So, hier gehe ich nicht mehr weg und holen kann Frauchen mich hier auch nicht. Gewonnen!“, denke ich siegessicher.<br />
Da geht Frauchen plötzlich zum Angriff über. Ich kann es laut und deutlich hören.<br />
„Lottchen komm! Mmh! Lecker!“<br />
Sie hat eine kleine Schachteln in der Hand und schüttelt sie. Ich kann es genau hören, wie die Leckerlies darin herum fallen. Mmh! Mir läuft schon das Wasser im Mund zusammen. Die sind aber auch lecker, fast besser als die kleine Maus, von der ich vorhin geträumt habe. Ich könnte jetzt wirklich schwach werden. Aber genau das will ja Frauchen.<br />
„Nein, ich bin stark und widerstehe meinem Appetit auf diese köstlichen Leckerlies. Das ist doch bestimmt nur eine List!“, überlege ich mir und verhalte mich weiterhin still. Es kostet schon einiges an Überwindung für mich, aber ich bin fest entschlossen nicht nachzugeben.<br />
„Schau mal, Lottchen!“<br />
Frauchen schüttet aus der Schachtel einige Leckerlies auf den Fußboden.<br />
„Du kriegst mich nicht!“, beschließe ich und ringe mit mir. „Ich bleibe hier liegen!“<br />
Da kommt mir doch auf einmal der Zufall zur Hilfe. Das Telefon klingelt und Frauchen spurtet sofort los, um das Gespräch anzunehmen. Ich warte noch ein Weilchen, bis ich sie sprechen höre. Jetzt kann ich es wagen.<br />
Leise und vorsichtig, als wäre ich auf Mäusejagd, schleiche ich mich unter der Stufe hervor und zu den Leckerlies hin.<br />
„Mmh! Mit Käsefüllung! Einfach köstlich!“<br />
Ich bin so vertieft in diese Leckereien, dass ich gar nicht mitbekomme, dass Frauchen das Telefonat schon beendet hat. Ich registriere es erst als zwei Hände nach mir greifen. Ich versuche mich noch zu entwinden, aber leider erfolglos.<br />
„Hab ich dich, du kleiner Racker!“, höre ich Frauchen freudig ausrufen.<br />
Da muss ich ihr recht geben, sie hat mich überlistet.<br />
„Aber in dieses blöde Transportkörbchen gehe ich trotzdem nicht!“, entscheide ich.<br />
Frauchen hält mich ganz fest im Arm und öffnet das Gitter des besagten Körbchens. Sie schiebt mich mit dem Kopf zuerst hinein.<br />
„Das denkst aber auch nur <em><strong>du</strong></em>!“, miaue ich ihr zu, drehe mich um und bin schon wieder mit dem Kopf und den beiden Vorderpfoten draußen.<br />
Aber Frauchen gibt nicht auf. Sie versucht es noch einmal und noch einmal. Ich entwische ihr immer wieder. Ich bin einfach schneller und wendiger als sie. Kein Wunder, denn bis sie das dumme Gitter wieder eingehängt hat, habe ich schon meine Chance zur Flucht ergriffen. Leider lässt sie mich nicht weit kommen. Sie hält sozusagen die Hand über mich und greift sofort wieder zu, damit ich ihr nicht mehr entwischen kann.<br />
„Ein wirklich dummes Spiel ist das!“, rufe ich ihr zu.<br />
„Lottchen!“, sagt sie energisch. „Dieses Spiel gefällt mir gar nicht!“<br />
„<em><strong>Mir</strong></em> auch nicht! Dann höre doch auch endlich auf damit!“, sage ich auf katzianisch.<br />
Frauchen scheint mich überhaupt nicht zu verstehen, denn sie spielt dieses kindische Spiel einfach weiter. Sie legt sogar noch ein paar Leckerlies in den Korb hinein.<br />
„Das ist Bestechung!“, denke ich noch, da klappt sie doch tatsächlich das Gitter hinter mir zu.<br />
Was bleibt mir anderes übrig, als mich so gut es geht in meinem Gefängnis gemütlich hinzulegen. Als Trost für meine Gefangenschaft habe ich ja noch die kleinen Leckerlies mit der Käsefüllung.<br />
„Nein, halt!“, denke ich und muss noch einmal kosten. „Das ist kein Käse! Das ist doch Lachs! Das ist ja eine ganz vorzügliche Bestechung!“<br />
Mittlerweile habe ich schon kapiert, was Frauchen so mit mir vor hat und warum ich diese außerordentlich köstlichen Leckereien in meinem Gefängniskorb habe. Dumm bin ich ja nicht. <em><strong>Ich</strong></em> bin nämlich eine <em><strong>schlaue</strong> </em>Katze.<br />
Warum ich jetzt hier liege, mich meinem Schicksal ergebe und was mit mir weiter passiert, das erzähle ich Euch in der nächsten Geschichte. Also dann, bis zum nächsten Mal! Ihr seid doch hoffentlich alle wieder dabei!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mopsi &#038; Filou</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 May 2015 22:10:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Filou]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute möchte ich in der neuen Kategorie &#8222;Erdachtes &#38; Erzähltes&#8220; eine kleine Geschichte einstellen, die auf einem Brief basiert, den ich von einem älteren, sehr netten Herrn erhalten habe. Er ist ein eifriger Leser meines Blogs und schilderte mir eine wahre Begebenheit, welche er als einen Beitrag für lifetellsstories vorschlug. Ich habe um diese Begebenheit herum eine Rahmengeschichte erdacht und aufgeschrieben. Am Ende dieses Beitrags befindet sich ein Foto mit dem Originaltext des Briefes. Für die Fotos von Mopsi posierte ein kleiner Mops, den wir mit Frauchen und Herrchen zufällig auf dem Blütenfest im Rhododendronpark Kromlau trafen. Die freundlichen und uns völlig unbekannten Hundebesitzer waren so nett, uns diese Aufnahmen für meine Geschichte zu gestatten. Für den Kater hat Nachbars Katze Modell gestanden. Flori, der eigentlich Florian Müller* heißt und sechs Jahre alt ist, sitzt mitten in seinem Kinderzimmer auf dem Teppich und packt gerade seinen kleinen Koffer.  Nein, er will nicht ausreißen und auch nicht auf große Reise gehen. Er will dieses Wochenende ganz alleine beim Großvater verbringen. Seine Mama hat bereits alles Notwendige eingepackt, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute möchte ich in der neuen Kategorie &#8222;Erdachtes &amp; Erzähltes&#8220; eine kleine Geschichte einstellen, die auf einem Brief basiert, den ich von einem älteren, sehr netten Herrn erhalten habe. Er ist ein eifriger Leser meines Blogs und schilderte mir eine wahre Begebenheit, welche er als einen Beitrag für lifetellsstories vorschlug. Ich habe um diese Begebenheit herum eine Rahmengeschichte erdacht und aufgeschrieben. Am Ende dieses Beitrags befindet sich ein Foto mit dem Originaltext des Briefes. Für die Fotos von Mopsi posierte ein kleiner Mops, den wir mit Frauchen und Herrchen zufällig auf dem Blütenfest im Rhododendronpark Kromlau trafen. Die freundlichen und uns völlig unbekannten Hundebesitzer waren so nett, uns diese Aufnahmen für meine Geschichte zu gestatten. Für den Kater hat Nachbars Katze Modell gestanden.</strong></p>
<p><span class="dropcap">F</span>lori, der eigentlich Florian Müller* heißt und sechs Jahre alt ist, sitzt mitten in seinem Kinderzimmer auf dem Teppich und packt gerade seinen kleinen Koffer.  Nein, er will nicht ausreißen und auch nicht auf große Reise gehen. Er will dieses Wochenende ganz alleine beim Großvater verbringen. Seine Mama hat bereits alles Notwendige eingepackt, aber Flori möchte noch seinen kleinen Spielzeugkoffer bestücken. Selbstverständlich darf Fritz der Teddy nicht fehlen. Auch seinen Räuber Hotzenplotz packt er ein. Dieses Buch hat er von seinem Großvater zum Geburtstag bekommen. Noch kann er es nicht alleine lesen, aber bald. In der Zwischenzeit liest ihm Opa vor.</p>
<p>&#8222;Mama, wo ist denn mein Rucksack?&#8220;, ruft er seiner Mutter zu, die gerade in der Küche das Mittagessen vorbereitet. &#8222;Opa hat mir versprochen, dass wir auf Wanderschaft gehen. Er will mir den Vogelpark zeigen und da brauche ich den Rucksack für den Proviant!&#8220;</p>
<p>&#8222;Schau mal im Schrank, &#8211;  ganz unten links!&#8220;, antwortet die Mutter genau in dem Moment, als es an der Haustür klingelt.</p>
<p>&#8222;Opa,Opa!&#8220;, ruft Flori und springt schnell zur Haustür. &#8222;Da bist du ja endlich. Ich bin schon fast fertig. Ich muss nur noch schnell meinen Rucksack holen und dann können wir aufbrechen&#8220;, begrüßt er den Großvater, der seinen kleinen Enkel liebevoll in den Arm nimmt.</p>
<p>&#8222;Er ist schon ganz aufgeregt und kann es gar nicht erwarten, dass es endlich losgeht&#8220;, sagt die Mutter und drückt ihrem Vater einen Begrüßungskuss auf die Wange. Zu Flori gerichtet meint sie nur: &#8222;Jetzt lass doch den Opa erst einmal reinkommen und dann essen wir noch gemeinsam. Dann könnt ihr ja aufbrechen.&#8220;</p>
<p>So schnell hat Flori seinen Teller noch nie geleert, wie heute. Kein Krümmelchen ist mehr übrig geblieben. Selbst das Gemüse, das er sonst immer zur Seite schiebt, ist aufgegessen. Und dann ist es auch endlich soweit und er steigt zu Opa ins Auto.</p>
<p>&#8222;Warum hast du denn Mopsi nicht mitgebracht?&#8220;, fragt er seinen Großvater.</p>
<p>Mopsi ist die kleine Mopsdame, die sich der Großvater vor zwei Monaten aus dem Tierheim geholt hat. Er hatte sich nach Großmutters Tod so einsam und traurig gefühlt und sein guter Freund und Nachbar, der ab und zu einmal im Tierheim aushilft, hatte ihm von der Hundedame erzählt. Sie war ins Tierheim gekommen, nachdem sie auf einem Autobahnrastplatz ausgesetzt worden war. Eine Polizeistreife hatte sie an einem Baum angebunden gefunden und ins Tierheim gebracht. Als der Großvater vom Schicksal der Mopsdame erfahren hatte, besuchte er sie im Tierheim. Es war Liebe auf den ersten Blick gewesen, &#8211; auf beiden Seiten und Mopsi hatte nun ein neues Zuhause.  Seitdem ging es dem Großvater wieder etwas besser. Er war nicht mehr allein und auch nicht mehr so traurig.</p>
<p>&#8222;Mopsi ist heute bei meinem Nachbarn geblieben. Du weißt doch, sie verträgt das Autofahren nicht. Sie fängt dann immer ganz fürchterlich an zu jaulen und zu weinen. Wahrscheinlich hat sie Angst wieder ausgesetzt zu werden.&#8220;</p>
<p>&#8222;Dann lass uns ganz schnell zu Mopsi fahren!&#8220;, schlägt Flori vor und sieht den Großvater auffordernd an.</p>
<p>Als die beiden endlich in der Kleinstadt angekommen sind, in der der Großvater wohnt, ist es schon Nachmittag. Sie holen schnell Mopsi beim Nachbarn ab und marschieren dann zu Fuß in die Stadt, um ein paar Brötchen für das Abendessen zu holen. Auch einen Strauß Blumen wollen sie im Blumenladen besorgen und sie am nächsten Tag auf das Grab der Großmutter stellen. Heute ist Markttag und es herrscht ein reges Treiben auf den Wegen rund um den Marktplatz. Mopsi läuft artig auf ihren kurzen Beinchen mit. Sie ist angeleint und Flori darf die Leine halten. An jeder Ecke muss sie schnüffeln und jedes noch so kleine Bäumchen muss sie begießen. Der Großvater ist der Erste, der den großen kräftigen Kater sieht und die Gefahr erkennt. Er ist schwarz-grau und weiß gefleckt,  sitzt vor dem Blumenladen und beobachtet die vorübergehenden Menschen. Sein Blick ist nicht gerade freundlich, er schaut eher etwas skeptisch, fast schon ein wenig grimmig in die Welt. Seine Haltung wirkt angespannt, so als sei er gerade auf dem Sprung zu einem Angriff.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Sammy.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-870 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Sammy-1024x682.jpg" alt="1200px-Sammy" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Sammy-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Sammy-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Sammy-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Sammy.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>&#8222;Gib mir bitte mal kurz die Leine&#8220;, bittet der Großvater den Enkelsohn und greift auch schon nach der Hundeleine.</p>
<p>&#8222;Warum denn, Opa?&#8220;, will Flori wissen. &#8222;Ich bin schon groß und kann ihn doch gut halten!&#8220;</p>
<p>&#8222;Nur vorsichtshalber, weil&#8230;&#8220;</p>
<p>Genau in diesem Moment erspäht die Mopsdame den Kater ebenfalls. Sie  reißt kräftig an der Leine  und bellt aus Leibeskräften. Großvater und Flori reden beruhigend auf Mopsi ein, doch diese lässt sich nicht beruhigen. Mittlerweile ist sie schon völlig außer Atem und kläfft aufgeregt in Richtung Kater. Dieser schaut sich die aufgeregte Hundedame verärgert an.  Seine Muskeln scheinen sich noch mehr anzuspannen und er beginnt warnend zu fauchen. Abgesehen davon, dass er überhaupt keine Hunde mag und die kleinen dicken schon gar nicht,  gefällt ihm dieses Gekläffe ebenfalls nicht. Er muss dieser kleinen Kläfferin das Maul verbieten. Er faucht abermals, muss allerdings erkennen, dass dies keine Wirkung auf den kleinen bellenden Hund hat.  Also marschiert er der Hundedame entgegen, baut sich vor ihr drohend auf und tut das, was Katzen manchmal tun, wenn sie etwas nicht mögen: Er haut ihr rechts und links die Pfote um die Ohren, so nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung. Danach dreht er sich wieder um und marschiert auf seinen Platz vor dem Blumengeschäft zurück. Dort legt er sich in die Sonne, reckt und streckt sich, als wäre nichts geschehen. Im Gegenteil, irgendwie scheint sein Blick nun zufriedener und ein wenig selbstgefällig. Die verblüffte Mopsdame würdigt er keines Blickes.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-verdutzt.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-865 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-verdutzt-1024x682.jpg" alt="1200px-verdutzt" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-verdutzt-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-verdutzt-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-verdutzt-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-verdutzt.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Das Trio bestehend aus Großvater, Flori und Mopsi, steht wie versteinert mitten auf dem Bürgersteig. Selbst das Kläffen von Mopsi ist verstummt. Als sich alle von dem Schrecken wieder erholt haben, hören sie eine herbei eilende Marktfrau rufen: &#8222;Filou, Filou! Ach hier liegst du rum. Ich suche dich schon die ganze Zeit. Du kleiner Streuner!&#8220; Und als sie die Beiden mit Mopsi an der Leine sieht, rät sie dem Großvater: &#8222;Halten Sie Ihren Mops nur gut fest, &#8211; mein kleiner Filou mag nämlich keine Hunde!&#8220;</p>
<p>&#8222;Ich weiß&#8220;, meint der Großvater lachend. &#8222;Übrigens der Name passt zu Ihrem Kater wie die Faust auf das Auge!&#8220;</p>
<p>&#8222;Nein Opa, wie die Tatze auf Backe!&#8220;, verbessert ihn Flori und streichelt über Mopsis zartes kurzes Fell.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Mopsi-Schlussfoto.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-866 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Mopsi-Schlussfoto-1024x682.jpg" alt="1200px Mopsi Schlussfoto" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Mopsi-Schlussfoto-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Mopsi-Schlussfoto-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Mopsi-Schlussfoto-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-Mopsi-Schlussfoto.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-der-Brief-.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-874 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-der-Brief--1024x682.jpg" alt="1200px der Brief" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-der-Brief--1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-der-Brief--300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-der-Brief--840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/05/1200px-der-Brief-.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
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