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	<title>Christkind &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Lilly, Milly und der freche Billy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Dec 2016 20:57:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[basteln]]></category>
		<category><![CDATA[Christkind]]></category>
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		<category><![CDATA[Schlitten]]></category>
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					<description><![CDATA[An den Namen erkennt man ja schon, dass Lilly und Milly Mädchen sind. Zu ihnen gehört allerdings noch ihr Bruder Billy, der immerzu allerlei Flausen im Kopf hat. Die drei sind nicht nur Geschwister, sondern Drillinge. Seit Sommer besuchen die drei Kinder die erste Klasse der Grundschule. Lilly und Milly haben stets viel Spaß miteinander, denn sie gleichen sich nicht nur wie ein Ei dem anderen, was oftmals zu lustigen Verwechslungen führt, sondern sie verstehen sich auch prächtig. Billy hingegen ist ein kleiner Filou und ziemlich vorlaut und manchmal auch ein bisschen altklug. Er hat pausenlos irgendwelche Streiche im Kopf und seine Lieblingsbeschäftigung ist es, die beiden Mädchen zu ärgern. Deshalb wird er von allen immer nur „der freche Billy“ genannt. „Wir wollen noch ein Weihnachtsgeschenk für unsere Eltern basteln und dafür müssen wir noch einmal kurz in den Dorfladen gehen, um ein bisschen Klebstoff, Farben und Glanzpapier zu besorgen. Kommst du mit? Du kannst doch mit uns basteln. Wir haben sogar schon eine prima Idee“, schlägt Lilly vor. „Wir müssen uns auch beeilen, dass &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>An den Namen erkennt man ja schon, dass Lilly und Milly Mädchen sind. Zu ihnen gehört allerdings noch ihr Bruder Billy, der immerzu allerlei Flausen im Kopf hat. Die drei sind nicht nur Geschwister, sondern Drillinge. Seit Sommer besuchen die drei Kinder die erste Klasse der Grundschule. Lilly und Milly haben stets viel Spaß miteinander, denn sie gleichen sich nicht nur wie ein Ei dem anderen, was oftmals zu lustigen Verwechslungen führt, sondern sie verstehen sich auch prächtig. Billy hingegen ist ein kleiner Filou und ziemlich vorlaut und manchmal auch ein bisschen altklug. Er hat pausenlos irgendwelche Streiche im Kopf und seine Lieblingsbeschäftigung ist es, die beiden Mädchen zu ärgern. Deshalb wird er von allen immer nur „der freche Billy“ genannt.<br />
„Wir wollen noch ein Weihnachtsgeschenk für unsere Eltern basteln und dafür müssen wir noch einmal kurz in den Dorfladen gehen, um ein bisschen Klebstoff, Farben und Glanzpapier zu besorgen. Kommst du mit? Du kannst doch mit uns basteln. Wir haben sogar schon eine prima Idee“, schlägt Lilly vor.<br />
„Wir müssen uns auch beeilen, dass das Geschenk bis heute Abend fertig ist, denn immerhin ist heute schon Heiligabend. Weihnachten steht ja quasi schon vor der Tür, wie Mama heute beim Frühstück gesagt hat“, erklärt Milly.<br />
„Pah, was juckt mich Weihnachten“, entgegnet Billy frech. „Und das Basteln ist nichts für mich, so was kommt überhaupt nicht in die Tüte. Vielleicht wenn Weihnachten und Ostern zusammenfallen, dann könnte ich mich dazu herablassen etwas zu basteln.“<br />
„Du bist doof!“, ruft Milly verärgert. „Weihnachten und Ostern fallen nie zusammen.“<br />
„Doch, doch!“, beteuert Billy ernst. „Am Sankt Nimmerleinstag ist das so!“<br />
Die beiden Mädchen werden jetzt doch ein wenig unsicher und so fragt Milly vorsichtshalber noch einmal nach:<br />
„Wann genau ist dieser Sankt Nimmerleinstag denn?“<br />
„Schaut einfach mal im Kalender nach. Und wenn es dort nicht steht, dann steht es vielleicht in den Sternen“, antwortet der Bruder und grinst wie ein Honigkuchenpferd.<br />
„Ach, du bist gemein, immerzu musst du uns veralbern!“ Milly ist ein bisschen beleidigt. „Deshalb bekommst du sicher dieses Jahr auch keine Geschenke vom Christkind.“<br />
„Haha, das haut ja den stärksten Eskimo vom Schlitten. Ihr glaubt auch noch an das Christkind!“ Billy hält sich den Bauch vor Lachen. „Ihr seid wohl vom Baum der Dummheit gefallen! Hihi, vom Weihnachtsbaum, hihi!“ Billy fühlt sich richtig gut und freut sich wie ein Schneekönig, wenn sich die beiden Schwestern ärgern. Es macht ihm einfach riesigen Spaß die Mädchen zu verschaukeln.<br />
Während die beiden Mädchen am Nachmittag basteln, die Mutter das Essen vorbereitet, ist der Vater verschwunden. Angeblich muss er dem Christkind behilflich sein, das die Geschenke nicht alleine schleppen kann.<br />
„Da lachen ja die Hühner“, denkt sich Billy. Aber irgendwie ist er doch neugierig, was dort wohl hinter der verschlossenen Tür im Wohnzimmer so vor sich geht. Er schleicht sich schon mal an die Tür heran, doch die Mutter bemerkt ihn und sofort ruft sie ihm zu, dass er dort nichts zu suchen hat. Aber in einem unbemerkten Moment gelingt es ihm dann trotzdem ein wenig an der Tür zu lauschen. Seltsame Klänge dringen an sein Ohr. Ein Rascheln und ein leises Flüstern und ein ganz zartes Läuten von kleinen Glöckchen. Letztes Jahr hat Billy vor der Wohnzimmertür sogar ganz feine weiße Härchen gefunden, wie eine kleine Locke sahen sie aus.<br />
„Das ist Engelshaar!“, hat der Vater damals gesagt. „Das hat wohl das Christkind verloren!“<br />
„Ja, damals hab ich das auch noch geglaubt“, denkt Billy. „Aber jetzt bin ich doch schon ein großer Schuljunge und das ist doch alles Kinderkram, diese Sache mit dem Christkind!“, denkt sich Billy. „Ich will einmal durch das Schlüsselloch schauen, dann sehe ich ja, ob es ein Christkind gibt oder nicht.“<br />
Vorsichtig hält er nach der Mutter und den Schwestern Ausschau, aber niemand ist zu sehen. Alle sind beschäftigt und befinden sich irgendwo im Haus.<br />
„Jetzt kann ich die Gunst der Stunde nutzen und dann weiß ich es sicher, was es mit dem  Christkind auf sich hat.“<br />
Billy drückt das rechte Auge zu und presst das linke Auge auf das Schlüsselloch.<br />
„Ah!, entfährt es ihm vor Schreck.<br />
Das, was er sieht erschreckt und überrascht ihn gleichzeitig. Eigentlich sieht er gar nichts und doch etwas. Er wird regelrecht geblendet. Ein großes Licht erstrahlt in dem Raum, aber es blendet, so dass er nichts als weißes Licht erkennt. Und seltsam, er verspürt einen leichten Hauch. Er hat das Gefühl, dass sich etwas direkt vor seinem Auge bewegt hat, allerdings ohne dass er es erkennen oder sehen kann. Ihm läuft es eiskalt den Rücken hinunter. Billy wendet sich geblendet und erschrocken von dem Schlüsselloch ab. Fast ehrfürchtig geht er einen großen Schritt rückwärts. Als er auf seinen Arm blickt, erkennt er, dass dieser überzogen ist mit einer Gänsehaut.<br />
„War das das Christkind?“, durchfährt es ihn.<br />
Der Vater hatte im vergangenen Jahr auf das Drängen der Kinder hin erzählt:<br />
„Das Christkind ist ganz und gar von Licht umgeben.“<br />
Billy ist durcheinander. Sollten Milly und Lilly mit ihrem Glauben an das Christkind doch Recht haben? Er hat sie vorhin ausgelacht, doch jetzt ist er unsicher geworden.<br />
„Irgendetwas Geheimnisvolles geht da drinnen vor sich!“, denkt er gerade, als die Mutter mit Lilly und Milly die Treppe herunter kommt.<br />
„Was machst du denn da?“, fragt Lilly fast erschrocken. „Du darfst nicht hinein schauen. Das ist streng verboten.“<br />
„Du vertreibst doch das Christkind!“, ruft nun auch Milly aus.<br />
„Komm mit in die Küche“, sagt die Mutter. „Wir machen uns eine heiße Schokolade und ich lese euch noch die Weihnachtsgeschichte vor. Das Christkind ist bestimmt bald fertig.“<br />
„Billy bekommt sowieso nichts, weil er immer so gemein ist zu uns und außerdem glaubt er nicht an das Christkind“, erklärt Milly.<br />
„Naja“, gibt Billy kleinlaut zu. „Ich hab’ es ja nicht so gemeint.“<br />
„Was?“, will nun Lilly genau wissen. „Die Sache mit dem Ärgern oder die mit dem Christkind?“<br />
Billy zuckt mit den Schultern und geht mit gesenktem Blick in die Küche. Irgendwie fühlt er sich nicht ganz so wohl in seiner Haut. So richtig kann er sich dann auch nicht auf die Geschichte konzentrieren.<br />
Plötzlich ertönt ein intensives Glockenläuten aus dem Wohnzimmer und der Vater ruft:<br />
„Schnell, schnell kommt herein! Vielleicht könnt ihr noch kurzen Blick auf das Christkind erhaschen. Es ist gerade hier zum Fenster hinaus. Seht ihr, dort am Himmel…? Schade, jetzt ist es weg!“<br />
Billy betritt ganz vorsichtig und fast andächtig das Wohnzimmer, wo der geschmückte Weihnachtsbaum in einem strahlenden Glanz steht. Darunter liegen die eingepackten Geschenke. Doch diese erregen im Moment nicht Billys Aufmerksamkeit. Sein Blick heftet sich auf einen Punkt auf dem Fußboden, &#8211; genau auf eine Stelle vor seinem rechten Fuß. Dort liegt ein Büschel weißes Engelshaar. Billy bückt sich und hebt die Locke auf.<br />
„Eine Locke vom Christkind!“, denkt er und steckt es schnell und heimlich in seine Hosentasche.</p>
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<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/santa-claus/">Santa Claus</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/liebes-christkind/">Liebes Christkind</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-begegnung/">Die Begegnung</a></p>
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		<title>Was das Christkindlein bringt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Nov 2016 05:15:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Advent]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Wochenende ist schon der 1. Advent. Kinder, wie die Zeit vergeht. Ich denke, jetzt sollten doch auch bald alle Wunschzettel geschrieben sein. Vorletztes Jahr hatte ich Euch meinen Brief an das Christkind gezeigt, den ich einst  als Grundschülerin geschrieben habe. Jetzt habe ich in einem alten Schulheft von mir einen Text gefunden, den ich wohl 1968 in der 2. Klasse irgendwo abgeschrieben habe. Vielleicht stand er an der Schultafel, aber möglicherweise auch in unserem Schulbuch und vermutlich sollten wir ihn aus Übungszwecken abschreiben. Dies habe ich auch fein säuberlich gemacht, wie man sieht. Es handelt sich um ein altes Weihnachtslied. Die Melodie stammt von Carl Reinecke (1824-1910). Und viele Jahrzehnte später hat Klein-Astrid dieses Lied abgeschrieben. Ist das nicht schön?!!! Leider konnte ich nicht in Erfahrung bringen,  von wem der Liedtext stammt. Vielleicht weiß es jemand von Euch. Waren das die Wünsche der Kinder zur damaligen Zeit? Haben sich die Wünsche verändert? Na, ein Püppchen, eine Flöte, Legosteine und ein Buch habe auch ich mir als Kind gewünscht. Ich denke, auch im Zeitalter der Handys &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Am Wochenende ist schon der 1. Advent. Kinder, wie die Zeit vergeht.</p>
<p>Ich denke, jetzt sollten doch auch bald alle Wunschzettel geschrieben sein. Vorletztes Jahr hatte ich Euch meinen Brief an das Christkind gezeigt, den ich einst  als Grundschülerin geschrieben habe. Jetzt habe ich in einem alten Schulheft von mir einen Text gefunden, den ich wohl 1968 in der 2. Klasse irgendwo abgeschrieben habe. Vielleicht stand er an der Schultafel, aber möglicherweise auch in unserem Schulbuch und vermutlich sollten wir ihn aus Übungszwecken abschreiben. Dies habe ich auch fein säuberlich gemacht, wie man sieht.</p>
<p>Es handelt sich um ein altes Weihnachtslied. Die Melodie stammt von Carl Reinecke (1824-1910). Und viele Jahrzehnte später hat Klein-Astrid dieses Lied abgeschrieben. Ist das nicht schön?!!!<br />
Leider konnte ich nicht in Erfahrung bringen,  von wem der Liedtext stammt. Vielleicht weiß es jemand von Euch.</p>
<p>Waren das die Wünsche der Kinder zur damaligen Zeit? Haben sich die Wünsche verändert?</p>
<p>Na, ein Püppchen, eine Flöte, Legosteine und ein Buch habe auch ich mir als Kind gewünscht. Ich denke, auch im Zeitalter der Handys und Computer sollte es doch noch Kinder geben, die solche oder ähnliche Wünsche äußern.  Oder, was meint Ihr dazu?</p>
<p>Ich habe den Text damals weihnachtlich verziert, indem ich ihn mit Tannenzweigen, Kugeln und brennenden Kerzen umrandet habe. Schaut her, ich habe ihn für Euch mitgebracht:</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-3844 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/11/1200px-IMG_4300-748x1024.jpg" alt="1200px-img_4300" width="748" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/11/1200px-IMG_4300-748x1024.jpg 748w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/11/1200px-IMG_4300-219x300.jpg 219w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/11/1200px-IMG_4300-768x1051.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/11/1200px-IMG_4300.jpg 1199w" sizes="(max-width: 748px) 100vw, 748px" /></p>
<p>Ich wünsche Euch allen einen schönen und gemütlichen 1. Advent und schicke Euch meine liebsten und besten vorweihnachtlichen Grüße.</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Astrid</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch dies noch lesen:</p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/weihnachtsmann-willi/">Weihnachtsmann Willi</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Zotti im Weihnachtsland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 11 Dec 2015 05:48:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Christkind]]></category>
		<category><![CDATA[Doppelgänger]]></category>
		<category><![CDATA[Koffer]]></category>
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		<category><![CDATA[Teddybär]]></category>
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					<description><![CDATA[Könnt Ihr Euch noch an Brummbär Max und seine Familie erinnern? Zusammen mit seiner lieben Bärenfrau hat er zwei Kinder. Ein Mädchen und einen Jungen: Sandy und Andy heißen sie. Zotti ist ein guter Freund der Beiden und von ihm und seinem großen Abenteuer will ich Euch heute erzählen. Zotti ist den ganzen Tag über schon total aufgeregt, denn sein Freund Andy hat ihm gesagt, dass es nun nicht mehr lange dauert und dann ist Weihnachten. Der kleine Teddybär kann an nichts anderes mehr denken. Er will unbedingt den Weihnachtsmann und das Christkind kennenlernen. Und auf die Geschenke freut er sich ebenso wie ein Menschenkind. Gemeinsam mit Andy und Sandy hat er einen Wunschzettel verfasst. Er wünscht sich einen Koffer. Wofür ein Teddybär einen Koffer braucht?, fragt ihr. Na, ein Koffer ist ein tolles Ding, denn darin kann man eine Menge Dinge verstauen. Nicht nur, wenn man auf Reisen geht. Er lässt sich beispielsweise ganz hervorragend als eine Art Schatztruhe verwenden. Alles was Zotti gefällt und was er irgendwo gefunden oder gesammelt hat, soll in &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Könnt Ihr Euch noch an Brummbär Max und seine Familie erinnern? Zusammen mit seiner lieben Bärenfrau hat er zwei Kinder. Ein Mädchen und einen Jungen: Sandy und Andy heißen sie. Zotti ist ein guter Freund der Beiden und von ihm und seinem großen Abenteuer will ich Euch heute erzählen.</strong><br />
<span class="dropcap">Z</span>otti ist den ganzen Tag über schon total aufgeregt, denn sein Freund Andy hat ihm gesagt, dass es nun nicht mehr lange dauert und dann ist Weihnachten. Der kleine Teddybär kann an nichts anderes mehr denken. Er will unbedingt den Weihnachtsmann und das Christkind kennenlernen. Und auf die Geschenke freut er sich ebenso wie ein Menschenkind. Gemeinsam mit Andy und Sandy hat er einen Wunschzettel verfasst. Er wünscht sich einen Koffer. Wofür ein Teddybär einen Koffer braucht?, fragt ihr. Na, ein Koffer ist ein tolles Ding, denn darin kann man eine Menge Dinge verstauen. Nicht nur, wenn man auf Reisen geht. Er lässt sich beispielsweise ganz hervorragend als eine Art Schatztruhe verwenden. Alles was Zotti gefällt und was er irgendwo gefunden oder gesammelt hat, soll in diesen Koffer, denn alle diese Dinge sind ganz viele kleine Erinnerungen. Wenn er dann irgendwann einmal ein alter Zottibär ist und mit seinen Enkelbärenkindern zusammensitzt, dann will er diesen tollen Koffer öffnen und ihnen viele spannende Geschichten aus seinem Leben erzählen.<br />
Zotti ist total in Gedanken versunken. Er sieht diesen Koffer vor seinem geistigen Auge und auf einmal passiert etwas, das er sich nicht erklären kann.<br />
Dieser Koffer spricht zu ihm. Ja, er kann reden. Zotti hört es ganz deutlich.<br />
„Komm setz dich hinein und flieg mit mir durch die Lüfte!“<br />
Zotti reibt sich die Augen und tatsächlich da steht ein brauner kleiner Koffer, der gerade so groß ist, dass er hinein passt.<br />
Zotti wackelt mit seinen schönen Bärenohren, denn es kann nicht sein, dass ein Koffer spricht. Bestimmt hat er sich das alles nur eingebildet. Doch da hört er die helle Stimme wieder:<br />
„Mach schon, setz dich hinein und ich zeig dir das Weihnachtsland!“<br />
Das lässt sich Zotti kein zweites Mal mehr sagen. Husch, sitzt er inmitten dieses Koffers. Aber nicht nur das. Der Koffer setzt sich in Bewegung und schwebt mit ihm davon. Hoch zu den Wolken schwebt er. Fast glaubt Zotti, er könne sie fangen.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-viele-Wolken.jpg"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-2388 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-viele-Wolken-300x200.jpg" alt="1200px-viele Wolken" width="300" height="200" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-viele-Wolken-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-viele-Wolken-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-viele-Wolken-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-viele-Wolken.jpg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Er schaut hinunter zur Erde, wo alles immer kleiner wird und aussieht, als sei alles nur Spielzeug. Er fliegt über Länder und Meere. Ein bisschen bange ist ihm schon. Auch kalt ist es hier oben. Kälter als er es von der Erde kennt. Und ein tüchtiger Wind weht, so dass sein Koffer hin und her schaukelt.<br />
Gerade denkt Zotti: „Ich habe Angst, dass ich rausfalle und ganz tief nach unten auf die Erde plumpse!“<br />
Doch da kitzelt ihn etwas an der Nasenspitze und Zotti muss niesen.<br />
„Hallo kleiner Geselle!“, hört er eine Stimme.<br />
„Wer bist du?“, fragt Zotti in die unendliche Weite hinein.<br />
„Ich bin ein Sonnenstrahl und mich hat die Sonne zu dir geschickt!“<br />
Zotti schaut noch weiter nach oben und erkennt das Sonnenlicht.<br />
„Wenn du an meinem Strahl hinunterrutscht, dann landest du ganz sanft wieder auf der Erde und genau dort, wo du hin möchtest!“<br />
Na, das ist doch was für Zotti, denn das Rutschbahnrutschen hat er schon immer geliebt.<br />
„Halt dich gut fest und mach die Augen zu, denn jetzt wird es ganz rasant nach unten gehen. Aber hab keine Angst, ich halte dich sicher fest. Es kann dir nichts passieren.“<br />
Und wie schnell das geht! So schnell ist Zotti noch nie gerutscht. Er jauchzt vor Vergnügen. Hui! Immer schneller und immer tiefer rutscht er den Sonnenstrahl entlang.<br />
„Achtung!“, hört er die Stimme rufen.<br />
Plumps! Zotti ist mitsamt seines Koffers gelandet. Er blickt sich verwundert um. Wo ist er nur? Wollte er nicht in das Weihnachtsland? Hier ist es warm, nein es ist richtig heiß. Aber im Weihnachtsland muss es doch kalt sein und Schnee liegen. Aber hier ist kein Schnee, nur ein großer Platz und ganz viele Menschen und viele, viele Lichter. Er ist mitten in Bangkok gelandet, das liegt in Thailand und gehört zu Südostasien. Zotti ist also viele tausend Kilometer von seiner Heimat entfernt.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-BKK.jpg"><img decoding="async" class="aligncenter wp-image-2376 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-BKK-300x200.jpg" alt="1200px-BKK" width="300" height="200" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-BKK-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-BKK-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-BKK-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-BKK.jpg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
Er steigt aus seinem Koffer, klappt ihn zu und marschiert mit dem Koffer in die Menschenmenge hinein. Er will wissen, was hier los ist.<br />
Und dann sieht er ihn.<br />
Ein riesiger und bunt geschmückter Weihnachtsbaum steht vor ihm. Zotti muss den Kopf ganz tief in den Nacken legen, um bis zu seiner Spitze hinauf schauen zu können. Tausende bunte Lichter erhellen diesen wunderschönen Baum.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Weihnachtsbaum.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2377 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Weihnachtsbaum-300x200.jpg" alt="1200px-Weihnachtsbaum" width="300" height="200" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Weihnachtsbaum-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Weihnachtsbaum-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Weihnachtsbaum-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Weihnachtsbaum.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Zotti dreht sich vor Freude im Kreis. Er ist tatsächlich im Weihnachtsland, allerdings in einem Weihnachtsland ohne Schnee. Vielleicht gibt es ja viele verschiedene Weihnachtsländer, aber das ist Zotti jetzt egal, denn rund um ihn herum sind Weihnachts- und Schneemänner, kleine und große Engelchen. Dort drüben steht ein großer Schlitten mit Rentieren davor und genau gegenüber ein tolles Lebkuchenhaus.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Lebkuchenhaus.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2378 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Lebkuchenhaus-300x200.jpg" alt="1200px-Lebkuchenhaus" width="300" height="200" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Lebkuchenhaus-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Lebkuchenhaus-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Lebkuchenhaus-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Lebkuchenhaus.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Zotti geht auf das Häuschen zu und trifft auf die zwei Bärenkinder Tino und Tina, die ihn freudig begrüßen.<br />
„Hallo Brummi! Was machst du denn hier, hast du heute deinen freien Tag?“<br />
„Brummi? Ich bin Zotti und zum ersten Mal hier im Weihnachtsland!“<br />
„Ach, das glaub ich jetzt aber nicht. Du willst dich doch nur über uns lustig machen!“<br />
„Nein, ganz sicher nicht. Ich kenne euch doch nicht einmal!“, beteuert Zotti und setzt das unschuldigste Gesicht auf, das er nur machen kann.<br />
„Jetzt hör aber auf, wir kennen dich doch. Gestern waren wir doch gemeinsam beim Weihnachtskonzert, als die Engelchen gesungen haben.“<br />
„Nein, ich schwöre euch, ich bin Zotti!“<br />
Tino und Tina schauen sich an und schütteln verwundert den Kopf.<br />
„Aber du siehst ganz genauso aus wie unser Freund Brummi“, ergreift Tina das Wort. „Sogar den gleichen rot und grün gestreiften Schal hast du um den Hals gewickelt. Und das Weihnachtsmützchen hast du auch auf!“</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Brummi.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2379 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Brummi-300x200.jpg" alt="1200px-Brummi" width="300" height="200" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Brummi-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Brummi-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Brummi-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Brummi.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
Zottis Blick fällt auf sein Spiegelbild in einer Schaufensterscheibe. Verwundert  tastet er sich ab, denn irgendwie sieht er verändert aus. Das liegt nicht nur an dem Mützchen, das er auf hat und auch nicht an dem Schal, der um seinen Hals gebunden ist. Er erkennt sich kaum wieder und auch die Sachen kennt er nicht. Da muss ein Zauber passiert sein, vielleicht als er auf dem Sonnenstrahl auf die Erde gerutscht ist. Da hat es Zotti auch mal einen Moment lang gekribbelt und gekrabbelt. Seltsam!<br />
„Wir schleichen uns einfach hier weg und bringen Zotti zu unserem Freund Brummi“, beschließt Tino und greift Tina und Zotti an der Hand, um mit ihnen in der Menschenmenge unterzutauchen.<br />
„Wo willst du mit uns hin?“, erkundigt sich Zotti.<br />
„In das Hotel, in dem Brummi arbeitet, damit ihr euch kennenlernt. Und später stelle ich dir noch den Weihnachtsmann und das Christkind vor! Komm einfach mit!“<br />
Endlich sind die Drei vor dem Hotel angekommen, aber vor ihnen liegt eine große Treppe auf deren Stufen hunderte von blühenden Weihnachtssternen stehen.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Weihnachtssterne.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2380 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Weihnachtssterne-300x200.jpg" alt="1200px-Weihnachtssterne" width="300" height="200" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Weihnachtssterne-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Weihnachtssterne-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Weihnachtssterne-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Weihnachtssterne.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>Mühsam erklimmen sie mit ihren kurzen Beinchen die vielen Stufen und kommen vollkommen außer Atem oben an.<br />
„Hallo Brummi!“, ruft es plötzlich. „Mach mal schnell, dass du wieder auf deinen Platz kommst!“<br />
Zotti zuckt mit den Schultern, denn er wundert sich sehr, dass er ständig verwechselt wird.<br />
Auf einmal geht ihm ein Licht auf, &#8211; nein ein ganzer Weihnachtsbaum erleuchtet. Und was sieht Zotti? Einen Weihnachtsbaum voller Weihnachtsteddybären.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Teddybaum.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2381 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Teddybaum-172x300.jpg" alt="1200px-Teddybaum" width="172" height="300" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Teddybaum-172x300.jpg 172w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Teddybaum-589x1024.jpg 589w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Teddybaum.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 172px) 100vw, 172px" /></a><br />
Staunend lässt sich Zotti von Tino um den Baum herum zerren. Vor Staunen hat er den Mund weit aufgerissen und als sie plötzlich stehen bleiben, klappt er ihn erst wieder vor Schreck zu.<br />
„Darf ich vorstellen?! Das ist Brummi und das ist Zotti!“<br />
Die beiden Bären sehen sich staunend und verwirrt an. Beide fragen sich insgeheim, ob man ihnen einen Spiegel vor die Augen hält.<br />
Zotti und Brummi gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Stolz stellen sie sich für das Foto, das ein Hotelgast von ihnen machen will, nebeneinander auf.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Doppelgänger.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter wp-image-2382 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Doppelgänger-300x200.jpg" alt="1200px-Doppelgänger" width="300" height="200" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Doppelgänger-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Doppelgänger-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Doppelgänger-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/12/1200px-Doppelgänger.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><br />
„Ich habe einen Doppelgänger!“, jubelt Zotti vor Freude und streckt beide Arme aus, um Brummi zu umarmen.<br />
„Was ist denn mit dir los? Wieso hast Du einen Doppelgänger? Träumst du?“, fragen Andy und Sandy wie aus einem Mund. Sie falten ihre Wunschzettel zusammen und stecken sie in einen Briefumschlag, den sie an das Christkind im Himmel adressieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr noch Geschichten von Brummbär Max lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/brummbaer-max-und-seine-freunde/">Brummbär Max und seine Freunde</a></p>
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		<title>Liebes Christkind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Dec 2014 13:19:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Peter sitzt zu Hause in seinem Büro und sichtet die Unterlagen, die meine Mutter ihm zur Durchsicht und eventuellen Entsorgung mitgegeben hat. Ich bin oben in meinem Arbeitszimmer und klappe gerade meinen Laptop auf. Es dauert keine zehn Minuten, da kommt von unten der Ruf:  „Astrid, komm doch mal!“  Wahrscheinlich braucht er ganz dringend eine Telefonnummer oder er will mich bezüglich eines Rechtschreibproblems befragen“, überlege ich mir so und verhalte mich erst einmal still, denn eigentlich möchte ich jetzt meine Arbeit nicht unterbrechen. Mein Mann denkt nämlich ich sei ein wandelndes Telefonbuch und ein Duden auf zwei Beinen. Sein Ruf nach mir wird dringlicher: „Komm doch mal! Das interessiert dich!“ Jetzt werde ich doch neugierig, denn anscheinend habe ich mich in meiner Vermutung getäuscht. „Schau mal, was ich hier habe“, sagt er und hält mir einen etwas vergilbten Briefumschlag entgegen. „Das gibt es doch gar nicht! Wo hast du denn den her?“ Ich greife sofort zu dem Briefumschlag ohne die Antwort von Peter abzuwarten, denn ich kann mir auch so denken, dass er ihn zwischen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Peter sitzt zu Hause in seinem Büro und sichtet die Unterlagen, die meine Mutter ihm zur Durchsicht und eventuellen Entsorgung mitgegeben hat. Ich bin oben in meinem Arbeitszimmer und klappe gerade meinen Laptop auf. Es dauert keine zehn Minuten, da kommt von unten der Ruf: </strong></p>
<p><strong>„Astrid, komm doch mal!“ </strong></p>
<p><span class="dropcap">W</span>ahrscheinlich braucht er ganz dringend eine Telefonnummer oder er will mich bezüglich eines Rechtschreibproblems befragen“, überlege ich mir so und verhalte mich erst einmal still, denn eigentlich möchte ich jetzt meine Arbeit nicht unterbrechen. Mein Mann denkt nämlich ich sei ein wandelndes Telefonbuch und ein Duden auf zwei Beinen. Sein Ruf nach mir wird dringlicher:<br />
„Komm doch mal! Das interessiert dich!“<br />
Jetzt werde ich doch neugierig, denn anscheinend habe ich mich in meiner Vermutung getäuscht.<br />
„Schau mal, was ich hier habe“, sagt er und hält mir einen etwas vergilbten Briefumschlag entgegen.<br />
„Das gibt es doch gar nicht! Wo hast du denn den her?“<br />
Ich greife sofort zu dem Briefumschlag ohne die Antwort von Peter abzuwarten, denn ich kann mir auch so denken, dass er ihn zwischen den Unterlagen von meiner Mutter entdeckt hat.<br />
Ich kenne die kindliche Handschrift, die den Adressat des Briefes bestimmt:</p>
<p style="text-align: center;">„An das Christkind<br />
0000/ im Himmel“</p>
<p>„Der ist ja von mir!“, rufe ich freudig aus und öffne den Umschlag, auf dessen Rückseite tatsächlich mein Absender steht. Eilig entfalte ich den Brief, der auf ebenfalls vergilbtem Papier geschrieben ist. Anscheinend hatte ich nur einen Vokabelblock zur Verfügung, denn das linierte Blatt ist in der Mitte senkrecht durch einen roten Strich geteilt. Briefkopf und die Unterseite sind mit gemalten Tannenzweigen, auf denen bunte brennende Kerzen zu sehen sind, verziert. Dazwischen befindet sich der Text, der auf den 16.12.68 datiert ist. Ich habe diesen Brief also genau vor 46 Jahren geschrieben. Ich freue mich riesig und lese auch sofort diesen Wunschzettel an das Christkind:</p>
<p style="text-align: center;">„Liebes Christkind!</p>
<p style="text-align: center;">Kommst du auch dieses Jahr zu uns?<br />
Dann komm doch bitte auch zu mir. Ich<br />
warte schon so lange auf Dich und ich<br />
freue mich schon das ganze Jahr. Die<br />
anderen Kinder freuen sich auch. Aber<br />
Du sollst nicht nur uns Kindern etwas<br />
mitbringen, unsere Eltern sollen doch<br />
auch etwas bekommen. Ich möchte Dir<br />
verraten was ich mir wünsche. Ich<br />
wünsche mir: Eine Flöte mit Noten, ein<br />
Paar Skischuhe und ein Kleid.</p>
<p style="text-align: center;">Herzliche Grüße<br />
Deine Astrid“</p>
<p style="text-align: left;">In schönster und fehlerfreier Schreibschrift habe ich damals den Brief geschrieben. Und ich weiß auch noch, dass das Christkind mir damals meine Wünsche erfüllt hat. Die Flöte habe ich noch heute. Sie liegt in meinem ehemaligen Kinderzimmer bei meiner Mutter und manchmal greift sich Peter das Instrument und flötet in den höchsten Tönen. Die Skischuhe habe ich jetzt nicht mehr bildlich vor Augen, aber da ich als Kind fleißig mit meinen Skiern gefahren bin, habe ich die Skischuhe wohl auch bekommen. An das Kleid allerdings habe ich keine oder nur noch eine äußerst dunkle und verschwommene Erinnerung, aber das ist ja auch normal in Anbetracht der Zeit, die inzwischen schon verstrichen ist.<br />
Inzwischen sitzen Peter und ich im Wohnzimmer und lassen Erinnerungen an das Christkind an uns vorüberziehen:<br />
„Ich bin ja mal gespannt, ob du auch dieses Weihnachten nicht vergisst deine alljährliche Prozedur am Heiligen Abend vor der Bescherung zu vollziehen“, richte ich mich an Peter, der schelmisch zu strahlen beginnt:<br />
„Wie sollte ich das vergessen!“, versichert er mir. „Das ist ein Relikt aus meiner Kindheit und damals hat es mein Opa Hermann und später mein Vater immer vollzogen.“<br />
Dieses Ritual geht folgendermaßen von statten:<br />
Nach dem Essen sitzen wir noch ein bisschen zusammen und unterhalten uns. Es werden Weihnachtslieder vorgespielt und gesungen. Manchmal holt Peter auch sein Akkordeon hervor und spielt. Irgendwann steht er auf und verlässt kurzzeitig das Zimmer. Von fern vernimmt man zunächst ein Klopfen, als er wieder das Zimmer betritt und sich gerade hingesetzt hat, hört man leise ein Glöckchen klingen. Urplötzlich springt er dann mit einem lauten <strong>„Da, da!“</strong> auf. Er rennt zur offen stehenden Haustür und zeigt mit ausgestreckter Hand hoch in den Himmel.<br />
<strong>„Da! Da ist das Christkind!“</strong><br />
Obwohl wir alle hinter ihm hergerannt sind und brav in den dunklen und sternenklaren Himmel hinauf schauen, haben wir noch niemals das Glück gehabt das Christkind zu sehen.<br />
Ich kann mich überhaupt nur an einen einzigen Menschen erinnern, der einst das Christkind gesehen hat. Das war in meiner Kindheit ein Nachbarjunge und Klassenkamerad von mir. Dieser hatte am Heiligen Abend durch das Schlüsselloch heimlich ins elterliche Wohnzimmer geschaut. Und da hat er es entdeckt. Er sah im Kerzenschein etwas Weißes, das laut seinen Angaben durch das Zimmer schwebte. Das war für ihn ziemlich eindeutig und so rannte er auch gleich zu seiner Mutter, um ihr mit strahlenden Augen aufgeregt zu verkünden:<br />
„<strong>Ich</strong> habe das Christkind gesehen!“<br />
Die Nachbarin hat diese Geschichte irgendwann einmal meiner Mutter erzählt, die sie mir wiederum später in meiner Jugend berichtet hat. Die Nachbarin hat allerdings noch hinzugefügt, dass sich zum Zeitpunkt der kindlichen Spionage ihr Ehemann, bekleidet mit einem weißen Oberhemd, im Wohnzimmer befand.<br />
Ja, so ist das eben, jeder möchte als Kind gerne einmal das Christkind sehen, aber die Erwachsenen tun immer so geheimnisvoll und manchmal nehmen sie den Kindern sogar die Chance auch nur einen einzigen Blick darauf zu werfen.<br />
„Stimmt“, sage ich zu Peter. „Kannst du dich erinnern als Timo noch ziemlich klein war?“<br />
Ich warte jedoch keine Antwort von meinem Mann ab, sondern schwelge gleich weiter in meinen Erinnerungen:<br />
„Ich denke, er war damals vielleicht drei oder vier Jahre.“<br />
Während mein Mann, mein Schwiegervater und ich im offenen Wohn- Esszimmerbereich rund um den Weihnachtsbaum zugange waren, befand sich der Rest der Familie, also die beiden Mütter, Peters Schwester und Timo, in der Küche. Wie das eben bei kleinen Kindern so ist, haben diese immer zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt die dringendsten Bedürfnisse.<br />
„Ich muss mal Pipi!“, verkündete Timo und trat dabei schon von einem Bein auf das andere.<br />
Da man beim Gang zum Badezimmer bedingt durch das Öffnen der Küchentür die Tätigkeiten im sogenannten Bescherzimmer hätte sehen können, griff sich meine Schwägerin ein Geschirrtuch. Dies wurde zur Augenbinde für unseren Sohn, der dies als äußerst spannend erachtete und ihn nur noch neugieriger auf die Bescherung und das Christkind werden ließ. Somit war ihm allerdings die Gelegenheit genommen einen einzigen Blick auf dieses himmlische Wesen zu erhaschen.<br />
Selbst bei Peters anschließendem und oben beschriebenem Ritual, war dies Timo nicht möglich, obwohl er in Windeseile seinem Vater auf den nächtlichen Balkon folgte und das gesamte Firmament absuchte. Das Christkind war wieder einmal für Sekundenbruchteile schneller.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Frohe und gesegnete Weihnachten!</strong></p>
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