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	<title>Chance &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Wer ist wohl schlauer?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 13 Nov 2019 10:34:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Chance]]></category>
		<category><![CDATA[klappen]]></category>
		<category><![CDATA[Ruhe]]></category>
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					<description><![CDATA[Draußen ist wieder einmal so richtiges Schmuddelwetter, naja es ist ja auch schon November. Da kann man nicht mehr erwarten. Den Sommer habe ich in vollen Zügen genossen, also kann ich mir jetzt ein bisschen Ruhe gönnen. Und damit sollte ich gleich, nein,- sofort anfangen. Ein Schlückchen von der köstlichen Milch und dann geht es geradewegs zu meinem gemütlichen Plätzchen. Dort liegt bereits meine Kuscheldecke. Sie ist warm und ich werde schon bei ihrem Anblick total müde und schläfrig. Mit meinem Nickerchen ist es aber nicht gut bestellt, denn auf einmal wird hier herumgeruschelt und der Wischmop geschwungen. Wieso muss das jetzt eigentlich sein, frage ich mich. Das ist total störend. Ich verziehe mich. Wozu kennt man denn nicht auch noch andere Eckchen, in die man sich verziehen kann?! Ich bin gerade sooo schön in meine Träume versunken, da höre ich von weit her eine mir vertraute Stimme. Ich versuche mich aus meiner Traumwelt zu lösen und eine Frage dringt an mein Ohr. „Wo bist Du?“ Das ist mein Frauchen, sie sucht mich. Wenn ich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Draußen ist wieder einmal so richtiges Schmuddelwetter, naja es ist ja auch schon November. Da kann man nicht mehr erwarten. Den Sommer habe ich in vollen Zügen genossen, also kann ich mir jetzt ein bisschen Ruhe gönnen. Und damit sollte ich gleich, nein,- sofort anfangen.</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>in Schlückchen von der köstlichen Milch und dann geht es geradewegs zu meinem gemütlichen Plätzchen. Dort liegt bereits meine Kuscheldecke. Sie ist warm und ich werde schon bei ihrem Anblick total müde und schläfrig.</p>
<p>Mit meinem Nickerchen ist es aber nicht gut bestellt, denn auf einmal wird hier herumgeruschelt und der Wischmop geschwungen. Wieso muss das jetzt eigentlich sein, frage ich mich. Das ist total störend. Ich verziehe mich. Wozu kennt man denn nicht auch noch andere Eckchen, in die man sich verziehen kann?!</p>
<p>Ich bin gerade sooo schön in meine Träume versunken, da höre ich von weit her eine mir vertraute Stimme. Ich versuche mich aus meiner Traumwelt zu lösen und eine Frage dringt an mein Ohr.</p>
<p>„Wo bist Du?“</p>
<p>Das ist mein Frauchen, sie sucht mich. Wenn ich jetzt schnell aus meinem Versteck komme, dann gibt es sicherlich Leckerlies.</p>
<p>Tatsächlich, sie steht schon mit der kleinen Dose in der Diele und wartet auf mich.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wie ich es liebe, wenn sie die Leckerlies in der Dose klappern lässt! Ehrlich gesagt, ich lasse mich immer davon überzeugen, selbst als sie die Haustür öffnet und ein paar Leckerlies davor legt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Diese kleinen Dinger schmecken aber auch zuuu gut. Schade, jetzt sind sie alle aufgefuttert und sie hat mich reingelegt. Ich stehe nämlich draußen in der Kälte. Na warte!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich renne in Windeseile um das Haus herum und schwuppdiwupp bin ich durch meine Katzenklappe geschlüpft und bin wieder im Warmen. Gelassen marschiere ich zurück in die Diele.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Da bist du ja schon wieder! Du sollst doch draußen ein bisschen spazieren gehen.“</p>
<p>Frauchen steht in ihrer warmen Jacke und der Tasche in der Hand da. Aha, denke ich mir. Sie will weg und dann muss ich entweder nach hinten in den Kellerersatzbereich, wo mein Körbchen steht oder ich muss raus an die frische Luft. Das will ich aber jetzt nicht. Ich will mich auf meine Kuscheldecke legen, die auf dem gemütlichen Sessel liegt. Mich kriegt sie hier nicht weg.</p>
<p>Schon wieder klappert Frauchen mit dem Döschen und öffnet die Terrassentür. Ich kann sehen, wie sie auf der Terrasse ein paar Köstlichkeiten verstreut. Als wenn ich nicht wüsste, dass sie mich damit locken will. Na gut. Ich mache das Spielchen noch einmal mit. Aber nur zum Schein, denn ich bin ja schlau.</p>
<p>Kaum bin ich draußen schnappe ich mir eine Leckerei, die anderen hebe ich mir für später auf, und schon sause ich wieder in Richtung meiner Katzenklappe.</p>
<p>Ich komme gerade wieder in der Diele an, als Frauchen die Autoschlüssel aus dem Schlüsselkasten holt. Siegesgewiss schaue ich sie mit großen und unschuldigen Augen an. Bin ich nicht schlau?!!!</p>
<p>„Oh nein!“, ruft sie aus. „Du bist ja schon wieder da. Ich habe jetzt keine Zeit für deine Spielchen!“</p>
<p>Ich schon!, denke ich und verkrieche mich unter der ersten Treppenstufe. Da kann mein Frauchen mich nämlich nicht fangen und nach draußen tragen. Trotzdem versucht sie mich wieder zu locken. Ihre Hand greift unter die Treppenstufe und sie streichelt mich. Ich weiß ja, dass sie mich mag, aber ich weiß auch wie ich sie ärgern kann. Also bleibe ich ruhig sitzen und genieße die Streicheleinheiten.</p>
<p>Was macht sie denn jetzt? Warum hört sie auf mich zu streicheln? Ach ja, sie greift schon wieder zu der berühmt berüchtigten Dose. Ich bleibe jedoch stark und lasse mich nicht verführen, auch nicht als sie ihren Trick 17 anwendet. Sie legt jetzt nämlich eine kleine Spur und am Ende bin ich dann bei meinem Körbchen im Kellerersatzbereich. Nein, nicht mit mir! Ich bin nämlich schlau!!!</p>
<p>Aufmerksam beobachte ich mein Frauchen. Sie wird langsam nervös, das merke ich. Wahrscheinlich hat sie einen Termin. Na und?! Ich habe auch einen Termin, nämlich mit meiner Kuscheldecke auf dem Sessel.</p>
<p>Während ich so meine Augen durch die Diele schweifen lasse, entdecke ich in der einen Ecke neben einem Leckerlie noch etwas anderes. Da krabbelt doch was! Ah, eine kleine Spinne! Die hole ich mir! Auf meinen Samtpfötchen schleiche ich mich an meine Beute heran. Frauchen hat die Spinne jetzt auch gesehen und lässt mir aber den Vortritt, damit ich mir diesen Leckerbissen schnappen kann.</p>
<p>Tja und damit hat sie wieder einmal die Chance verpasst mich zu fangen, denn sofort flüchte ich mich wieder unter die Treppenstufe.</p>
<p>„Ich muss doch weg!“, jammert sie jetzt.</p>
<p>So langsam tut sie mir ja leid. Aber was viel wichtiger ist, ist die Tatsache, dass mein Magen plötzlich anfängt zu knurren. Dieser kleine Happen hat mich erst richtig hungrig gemacht. Die winzige Spinne war ja auch nur was für den hohlen Zahn.</p>
<p>Wenn ich jetzt der gelegten Spur aus Leckerlies folgen würde, hätte ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Mein Hunger wäre gestillt und mein Frauchen würde sich freuen. Aber ich will doch auf meine Decke!!!</p>
<p>Schon wieder fummelt Frauchen mit ihrer Hand unter der Treppenstufe herum. Dieses Mal allerdings nicht, um mich zu streicheln. Sie will mich aus meinem sicheren Versteck verscheuchen.</p>
<p>Kann man nicht endlich mal seine Ruhe haben?, frage ich mich.</p>
<p>„Nun komm schon! Ich bin schon spät dran! Lass doch dein Spielchen. Wir spielen später!“</p>
<p>Es ist fürchterlich, wenn jemand was von dir will und du eigentlich nur deine Ruhe haben willst. So macht mir das Spielchen auch keinen Spaß.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wenn ich einfach hier sitzen bleibe, kann sie nichts machen. Dann ist sie aber irgendwann bestimmt sauer auf mich. Was mache ich nur? Vielleicht gibt sie ja nach.</p>
<p>Apropos nachgeben, da fällt mir was ein. Hat Frauchen neulich nicht so einen Spruch gesagt?! Na warte! Dieses Mal bist du nicht schlauer und klüger als ich.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><em>Der Klügere gibt nach!!!</em></strong></p>
<p>Schon klappt hinter mir die Kellertür zu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/katzenalarm/">Katzenalarm</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/pit-struwwel-und-franz-stroh/">Pit Struwwel und Franz Stroh</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-mausefalle/">Die Mausefalle</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Die Chance (2)</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/die-chance-2/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Apr 2019 08:19:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Baum]]></category>
		<category><![CDATA[beobachten]]></category>
		<category><![CDATA[Chance]]></category>
		<category><![CDATA[Osterhase]]></category>
		<category><![CDATA[Schritte]]></category>
		<category><![CDATA[Wolke]]></category>
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					<description><![CDATA[Hops kann in dem Versteck nicht lange schlafen. Seine Gedanken kreisen selbst im Schlaf durch seinen Kopf und so ist er trotz Müdigkeit schon nach kurzer Zeit wieder hellwach. Außerdem hört er das leise Wimmern neben sich. Es kommt von dem kleinen Hasenmädchen, das sich zitternd an ihn gekauert hat. „Nicht weinen“, versucht er es zu trösten. „Wir werden gerettet. Außerdem bin ich auch noch da und ich lasse mir etwas einfallen.“ Das Hasenmädchen schmiegt sich noch ein bisschen mehr an ihn und Hops weiß, dass er bald etwas tun muss, damit keine Panik ausbricht. „Wie heißt du eigentlich?“, will er nun wissen. „Ich bin Hops aus der Familie des Oberosterhasens.“ „Oh“, hört er die erstaunte Stimme des Hasenmädchens. „Mein Name ist Rosa. Mein Vater heißt Robert und meine Mutter Sarah und für mich haben sie einfach jeweils die ersten beiden Buchstaben ihrer Namen zusammengefügt und dabei kam dann Rosa heraus.“ „Das klingt sehr hübsch!“, macht Hops ihr ein Kompliment und hat das Gefühl, dass Rosa lächelt. Nur sehen kann er dieses Lächeln wegen der &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hops kann in dem Versteck nicht lange schlafen. Seine Gedanken kreisen selbst im Schlaf durch seinen Kopf und so ist er trotz Müdigkeit schon nach kurzer Zeit wieder hellwach. Außerdem hört er das leise Wimmern neben sich. Es kommt von dem kleinen Hasenmädchen, das sich zitternd an ihn gekauert hat.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„N</span>icht weinen“, versucht er es zu trösten. „Wir werden gerettet. Außerdem bin ich auch noch da und ich lasse mir etwas einfallen.“<br />
Das Hasenmädchen schmiegt sich noch ein bisschen mehr an ihn und Hops weiß, dass er bald etwas tun muss, damit keine Panik ausbricht.<br />
„Wie heißt du eigentlich?“, will er nun wissen. „Ich bin Hops aus der Familie des Oberosterhasens.“<br />
„Oh“, hört er die erstaunte Stimme des Hasenmädchens. „Mein Name ist Rosa. Mein Vater heißt Robert und meine Mutter Sarah und für mich haben sie einfach jeweils die ersten beiden Buchstaben ihrer Namen zusammengefügt und dabei kam dann Rosa heraus.“<br />
„Das klingt sehr hübsch!“, macht Hops ihr ein Kompliment und hat das Gefühl, dass Rosa lächelt. Nur sehen kann er dieses Lächeln wegen der Dunkelheit nicht.<br />
Jetzt erst fällt ihnen auf, dass von draußen kein Laut mehr zu ihnen herein dringt. Vorsichtig lugt Hops nach draußen, wo es durch den Vollmond heller ist als drinnen in dem Baumstamm.<br />
„Ich glaube, das Ungeheuer hat aufgegeben und hat sich verzogen. Ich werde einmal nachschauen!“<br />
„Nein, bitte bleib hier, sonst bin ich doch ganz allein!“, bettelt Rosa.<br />
„Das ist unsere einzige Chance zu entkommen. Wenn erst der Tag wieder anbricht, kommt vielleicht auch das Ungeheuer wieder.“<br />
Nicht nur Rosa muss jetzt mutig sein, sondern auch Hops. Er atmet dreimal tief durch und dann schleicht er sich leise auf seinen Hasenpfoten hinaus. Vorsichtig schaut er sich um. Nichts! Alles ist still und ruhig, als würden alle außer ihnen schlafen.<br />
Hops erkennt die Chance zu fliehen, doch niemals würde er das jetzt alleine tun. Seine neue Freundin Rosa kann und will er nicht im Stich lassen. Also hopst er wieder zurück zum Baumstamm und schlüpft durch die Öffnung. Drinnen wird er sehnsüchtig von einem zitternden Hasenmädchen empfangen.<br />
„Wir müssen es wagen und unsere Flucht antreten. Ich hoppele voraus und du folgst mir ganz dicht. Ich werde dich beschützen. Hab keine Angst wir schaffen es!“, spricht er Rosa und ein kleines Bisschen auch sich selbst Mut zu.<br />
Das Hasenmädchen hat tiefstes Vertrauen zu Hops und folgt ihm so dicht wie sie nur kann. Solange sie seine Wärme spürt, fühlt sie sich beschützt.<br />
Der Mond meint es gut mit ihnen, denn er scheint nur für die Beiden zu leuchten. So finden sie problemlos ihren Weg und entfernen sich Minute für Minute mehr von ihrem Versteck. Doch plötzlich bleibt Hops erschrocken stehen.<br />
„Pst!“, zischt er Rosa zu. „Da ist jemand! Ich kann Schritte vernehmen.“<br />
Wie gebannt lauschen die Zwei mit angehaltenem Atem. Tatsächlich, da nähert sich ein Wesen.<br />
Hops sucht mit seinen Augen die Richtung ab, aus der die Schritte kommen. Doch auf einmal ist es wieder still. Es ist unheimlich. Irgendwo muss sich ein Wesen verstecken.<br />
„Nicht rühren!“, denkt Hops noch und ärgert sich, dass sein Herz so heftig pocht. „Hoffentlich kann das niemand hören“, überlegt er. „Da!“, flüstert er Rosa zu und zeigt mit seiner Vorderpfote zu einem Baum, der ungefähr fünfzig Meter vor ihnen am Wegrand steht.<br />
„Was oder wer ist das?“, fragt er sich insgeheim.<br />
Leider hat sich inzwischen eine Wolke vor den Mond geschoben und so stehen die beiden Häschen wieder einmal vollkommen in der Dunkelheit. Wie erstarrt verharren sie da und sind zu keiner Regung mehr fähig.<br />
Zum Glück war es nur eine kleine Wolke, die schnell wieder abzieht und den Mond Stückchen für Stückchen erneut freigibt. Jetzt kann Hops auch erkennen, wer da hinter dem Baum hervorlugt und sie beobachtet …</p>
<p style="text-align: center;">Fortsetzung folgt&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/osterhasenabenteuer/">Osterhasenabenteuer</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/hops-hat-eine-idee/">Hops hat eine Idee</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-fliegende-ei/">Das fliegende Ei</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Lass es dir schmecken (2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Jul 2018 20:02:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Begeisterung]]></category>
		<category><![CDATA[Chance]]></category>
		<category><![CDATA[Episode]]></category>
		<category><![CDATA[Henkelmann]]></category>
		<category><![CDATA[schmecken]]></category>
		<category><![CDATA[Speiseplan]]></category>
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					<description><![CDATA[Meine Mutter sitzt mir gegenüber. Wir haben gerade unseren Nachtisch verspeist, der uns in Erinnerungen schwelgen lässt. Die Sache mit dem Grießbrei hat mir meine Mutter bereits berichtet, doch anscheinend ahnt sie inzwischen, dass auch ich eine Episode aus meiner Kindheit zu erzählen habe. Diese hat sie allerdings nicht hautnah miterlebt und ich habe sie ihr möglicherweise noch nicht erzählt. Vielleicht hat sie diese Begebenheit aber auch nur vergessen. Sie schaut mich zumindest etwas verwundert an und erwartet meine Geschichte…. „Als ich noch ein Kind war, musstest du einmal für längere Zeit ins Krankenhaus“, beginne ich zu berichten. Meine Mutter nickt schweigend. Da wir allerdings nicht über Krankheiten sprechen möchten, fahre ich auch sogleich mit meiner kleinen Erinnerungsgeschichte fort: „Da du und Papa in dieser Zeit wohl sehr um mein leibliches Wohl besorgt wart,…“ „Naja“, unterbricht mich meine Mutter. „Essen hat ja auch nicht gerade zu deinen Lieblingsbeschäftigungen gezählt…“ Dieses Mal pflichte ich ihr nickend bei, gehe aber nicht auf diese Bemerkung ein. „… habt ihr die Nachbarin beauftragt mich in ihre Obhut zu nehmen. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meine Mutter sitzt mir gegenüber. Wir haben gerade unseren Nachtisch verspeist, der uns in Erinnerungen schwelgen lässt. Die Sache mit dem Grießbrei hat mir meine Mutter bereits berichtet, doch anscheinend ahnt sie inzwischen, dass auch ich eine Episode aus meiner Kindheit zu erzählen habe. Diese hat sie allerdings nicht hautnah miterlebt und ich habe sie ihr möglicherweise noch nicht erzählt. Vielleicht hat sie diese Begebenheit aber auch nur vergessen. Sie schaut mich zumindest etwas verwundert an und erwartet meine Geschichte….</strong><br />
<span class="dropcap">„A</span>ls ich noch ein Kind war, musstest du einmal für längere Zeit ins Krankenhaus“, beginne ich zu berichten.<br />
Meine Mutter nickt schweigend. Da wir allerdings nicht über Krankheiten sprechen möchten, fahre ich auch sogleich mit meiner kleinen Erinnerungsgeschichte fort:<br />
„Da du und Papa in dieser Zeit wohl sehr um mein leibliches Wohl besorgt wart,…“<br />
„Naja“, unterbricht mich meine Mutter. „Essen hat ja auch nicht gerade zu deinen Lieblingsbeschäftigungen gezählt…“<br />
Dieses Mal pflichte ich ihr nickend bei, gehe aber nicht auf diese Bemerkung ein.<br />
„… habt ihr die Nachbarin beauftragt mich in ihre Obhut zu nehmen. Zum Glück nur zur Mittagessenszeit.“<br />
Ich grinse, obwohl mir damals alles andere als zum Grinsen zumute war. Ich musste nämlich immer nach der Schule direkt zu dieser schon etwas älteren Dame, damit sie auf mich aufpassen konnte, beziehungsweise überwachen konnte, dass ich auch genügend esse. Nein, sie musste nicht für mich kochen, denn das Essen wurde von einer anderen Nachbarin, die in einer Metzgerei arbeitete, mitgebracht. Dort wurde nämlich Mittagstisch angeboten, den sie dann extra für mich in einem Henkelmann mitbrachte und bei der besagten Dame abgab.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Diese war nicht nur eine ältere Frau, sondern auch noch die Oma meines zukünftigen Tanzpartners in der obligatorischen Tanzschule, was ich zu dem damaligen Zeitpunkt allerdings noch nicht wissen konnte. Jahre später betete ich jedoch inständig, dass sie nie meinem Tanzpartner davon erzählt hat.<br />
„Sie hat mir immer gegenüber gesessen und genau beobachtet wieviel ich esse“, erkläre ich meiner Mutter, die meinem Gesicht mit Sicherheit meine Begeisterung ansehen kann.<span class="Apple-converted-space">  </span>Diese hielt sich nämlich ziemlich in Grenzen, wie sich wohl jeder vorstellen kann. Es kam mir vor, als würde ein General mit am Tisch sitzen, der alles unter Kontrolle halten will.<br />
„Das war schon in Ordnung so“, verteidigt meine Mutter auch heute noch diese elterliche Entscheidung. „So konnten wir sicher sein, dass du gut versorgt warst. Papa ist ja immer erst am Abend von der Arbeit nach Hause gekommen.“<br />
„Ach egal“, sage ich. „Viel schlimmer war, dass ich auch Sachen essen musste, die ich gar nicht mochte. Und auch heute noch nicht mag“, füge ich hinzu.<br />
„Alles, was gesund ist, hast du nicht gemocht“, hält mir meine Mutter vor.<br />
„Inzwischen mag ich ja vieles davon, aber das, was ich damals mehr oder weniger gezwungenermaßen heruntergewürgt habe, esse ich heute noch nicht“, gebe ich zu.<br />
„Und das wäre?“, fragt sie mich.<br />
„Rosenkohl!“<br />
„Der ist doch lecker!“, klärt mich meine Mutter auf.<br />
„Ich kann mich nicht erinnern, dass ich dieses Geschmackserlebnis hatte. Aber ich kann mich auch nicht erinnern, wie er überhaupt geschmeckt hat.“<br />
„Dann versuch ihn doch einfach mal!“, schlägt sie mir vor.<br />
„Nein!“, erwidere ich ganz bestimmt. „Ich habe ihn damals die ganze Zeit auf dem Teller hin und her geschoben, in der Hoffnung ihn nicht essen zu müssen. Allerdings hat die Oma von U. mir keine Ruhe gelassen und mit Adleraugen und strengem Blick darüber gewacht, dass ich meinen Teller leer esse. Kein einziges Rosenkohlkügelchen durfte übrig bleiben. Brrrrr!“<br />
„Vielleicht schmeckt er dir heute!“, startet meine Mutter einen erneuten Überredungsversuch.<br />
„Keine Chance!“, gebe ich ihr zu verstehen. „Diesbezüglich geht nichts bei mir. Da ist einfach eine Sperre.“<br />
Meine Mutter gibt auf und zuckt mit den Schultern, da sie meine Meinung nicht so recht teilen kann. Sie ist eine Gemüseliebhaberin und da gehört eben auch der Rosenkohl dazu.<br />
„Und in einer leckeren Gemüsesuppe?“, hinterfragt sie nochmals meine Entscheidung.<br />
„Neulich erst habe ich eine ‚Quer-durch-den-Garten-Suppe‘ gekocht und da war auch Rosenkohl dabei, den ich noch in der Gefriertruhe hatte“, gestehe ich nun.<br />
„Na also!“<br />
„Nichts ‚na also‘“, lache ich. „Die Suppe habe ich püriert, damit ich nicht sehe, was darin ist.“<br />
„Dann kochst du uns morgen wieder so eine gute Suppe und die lassen wir uns schmecken“, beschließt meine Mutter ungeachtet meines eigenen Speiseplans für morgen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wo-geht-es-hier-zur/">Wo geht es hier zur&#8230;?</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/waschmaschinengespraeche/">Waschmaschinengespräche</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/mmmmh-lecker/">Mmmmh lecker!!!</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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