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	<title>Cafe &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Opa Heinrich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 08 Nov 2019 09:37:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Apotheke]]></category>
		<category><![CDATA[Cafe]]></category>
		<category><![CDATA[Finger]]></category>
		<category><![CDATA[Freund]]></category>
		<category><![CDATA[Lobby]]></category>
		<category><![CDATA[Nachmittag]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
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					<description><![CDATA[Opa Heinrich ist zu Besuch bei seiner Tochter Barbara und deren zwölfjährigem Sohn Markus. Sie sitzen am Abend gemütlich im Wohnzimmer und der Enkelsohn zeigt seinem Großvater die Urlaubsaufnahmen auf dem großen Bildschirm an der Wand.  „Wie sich die Welt verändert hat“, meint der rüstige 90jährige, „früher waren unsere Fotos nur Schwarzweiß, erst später wurden sie farbig. Auch haben wir sie noch in einem Schuhkarton gesammelt oder in ein Fotoalbum geklebt. Es ist schon toll, was man heutzutage alles machen kann.“ „Schau mal! Das war unser Hotel und hier ist die Lobby,“ erklärt Markus seinem Opa. „Der Empfangsbereich…“, versucht Barbara zu übersetzen. „Ja, ja!“, meint der ältere Herr nickend. „Das verstehe ich schon. Aber ist da gerade eine Trauerfeier, weil jemand gestorben ist oder warum schaut hier jeder nach unten?“ „Wie jetzt?“, fragt Markus sichtlich verwirrt. „Na, keiner unterhält sich anscheinend mit seinem Gegenüber. Alle haben den Blick nach unten gerichtet und niemand hat ein Lächeln im Gesicht. Im Urlaub sollte man doch erwarten, dass alle gemeinsam fröhlich sind.“ „Ach,“ sagt Markus, denn nun weiß &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Opa Heinrich ist zu Besuch bei seiner Tochter Barbara und deren zwölfjährigem Sohn Markus. Sie sitzen am Abend gemütlich im Wohnzimmer und der Enkelsohn zeigt seinem Großvater die Urlaubsaufnahmen auf dem großen Bildschirm an der Wand.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">„W</span>ie sich die Welt verändert hat“, meint der rüstige 90jährige, „früher waren unsere Fotos nur Schwarzweiß, erst später wurden sie farbig. Auch haben wir sie noch in einem Schuhkarton gesammelt oder in ein Fotoalbum geklebt. Es ist schon toll, was man heutzutage alles machen kann.“</p>
<p>„Schau mal! Das war unser Hotel und hier ist die Lobby,“ erklärt Markus seinem Opa.</p>
<p>„Der Empfangsbereich…“, versucht Barbara zu übersetzen.</p>
<p>„Ja, ja!“, meint der ältere Herr nickend. „Das verstehe ich schon. Aber ist da gerade eine Trauerfeier, weil jemand gestorben ist oder warum schaut hier jeder nach unten?“</p>
<p>„Wie jetzt?“, fragt Markus sichtlich verwirrt.</p>
<p>„Na, keiner unterhält sich anscheinend mit seinem Gegenüber. Alle haben den Blick nach unten gerichtet und niemand hat ein Lächeln im Gesicht. Im Urlaub sollte man doch erwarten, dass alle gemeinsam fröhlich sind.“</p>
<p>„Ach,“ sagt Markus, denn nun weiß er, was Opa Heinrich meint. „In der Lobby hat man Internetempfang und alle schicken wahrscheinlich Fotos nach Hause zu ihren Freunden oder unterhalten sich über W&#8230;ap oder F&#8230;k mit ihnen.“</p>
<p>„Die Fotos kann man doch auch später noch zeigen und gemeinsam betrachten. So wie wir jetzt. Ist es nicht schöner im Urlaub neue Bekanntschaften zu machen und sich mit ihnen zu unterhalten?“</p>
<p>„Ja aber“, wendet Markus ein, „die waren doch alle mit ihren Handys oder Laptops beschäftigt. Ist doch ganz normal. Man will ja schließlich aller Welt zeigen, wie toll es im Urlaub ist.“</p>
<p>„Naja“, meint der Großvater, „normal ist was anderes. Zumindest in meinen Augen. Aber zeig mal, was ihr sonst noch alles gemacht habt.“</p>
<p>Als Markus die nächsten Fotos zeigt, gibt sein Handy plötzlich einen Ton von sich. Der Junge unterbricht sofort sein Gespräch, greift nach dem Smartphone und liest die eingegangene Nachricht. In Windeseile gehen seine Finger über das Display und er blickt nur kurz auf, als er an die beiden Erwachsenen gerichtet, sagt:</p>
<p>„Florian, will mit mir chatten. Ich geh dann mal in mein Zimmer. Mutti, du kannst ja Opa Heinrich die Fotos noch zeigen.“</p>
<p>Und schon ist er zur Tür hinaus und in seinem Zimmer verschwunden, aus dem er an diesem Abend auch nicht mehr ins Wohnzimmer zurückkehrt.</p>
<p>Als Opa Heinrich zu Bett gehen will, schaut er noch einmal kurz bei Markus vorbei. Dieser sitzt vor seinem Computer und hämmert auf der Tastatur herum.</p>
<p>„Was machst du?“</p>
<p>„Ich chatte, eh, unterhalte mich mit Florian.“</p>
<p>„Aber hier ist doch niemand!“</p>
<p>„Na, Florian sitzt zu Hause auch vor seinem Computer“, meint Markus und irgendwie sind beide jetzt leicht irritiert über die Aussage des anderen.</p>
<p>Am nächsten Nachmittag gehen Barbara, ihr Vater und Markus in ein Café. Nachdem sich jeder etwas Süßes an der Kuchentheke ausgesucht hat, setzen sie sich an einen Tisch in der hinteren Ecke.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Von hier aus kann man gut die Cafébesucher beobachten“, denkt sich der ältere Herr, dem dies schon immer Freude bereitet hat. Er schmunzelt still vor sich hin, als er an sich und seine leider schon verstorbene Frau in jungen Jahren denkt. Als Frischverliebte haben sie sich oft im Café getroffen, sich zärtlich einen Kuss zugehaucht und vor allen Dingen viel gelacht. Das hat sich auch in den vielen langen Jahren ihrer Ehe nicht geändert.</p>
<p>Während er sich umschaut, sind seine Tochter und deren Sohn damit beschäftigt, irgendwelche Nachrichten in ihr Handy zu tippen. Und auch sonst scheint jeder im Raum mit sich selbst beschäftigt zu sein, oder besser gesagt, mit seinem Smartphone. Heinrich stellt fest, dass das junge Paar am Nachbartisch kaum ein Wort miteinander wechselt, geschweige denn sich zärtlich küsst.</p>
<p>„Früher hat man noch miteinander geredet und gelacht, wenn man in einem Café saß. Hat denn heutzutage keiner mehr Interesse am anderen?“, wundert er sich und durchschneidet damit die herrschende Schweigsamkeit.</p>
<p>Markus und seine Mutter blicken auf und sehen den Großvater verständnislos an.</p>
<p>„Schmeckt dir der Kuchen nicht?“, fragt Barbara verwirrt.</p>
<p>„Doch, doch, aber…“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Opa Heinrich stockt, scheint zu überlegen und richtet dann an Markus die Frage:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Sag mal, willst du deinen Freund Florian nicht mal einladen?“</p>
<p>„Ja doch, eben gerade habe ich ihn zum Chatten eingeladen.“</p>
<p>„Einfach nur um etwas gemeinsam zu unternehmen und sich ein wenig zu unterhalten, meine ich“, versucht der Großvater seinen Vorschlag zu erklären.</p>
<p>„Sag ich doch: Wir chatten gleich“, antwortet sein Enkel.</p>
<p>„So richtig in der Realität…“, versucht Heinrich es erneut.</p>
<p>„Ist doch in der Realität“.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Kommt er auch mal zu dir nach Hause?“</p>
<p>„Nö, der hat doch keine Zeit.“</p>
<p>„Ach so, die Schulaufgaben…“</p>
<p>„Nö“, wiederholt sich Markus. „Der sitzt am Computer und chattet mit Leuten aus aller Welt. Der kennt echt viele Leute…Toll!“</p>
<p>„Lad ihn doch morgen Nachmittag mal ein!“, fordert der Opa seinen Enkel noch einmal auf.</p>
<p>„Der kommt eh’ nicht…, okay ich versuch es mal…, aber du wirst sehen…“</p>
<p>Schon gehen Markus Finger über die angedeutete Tastatur auf seinem Handy.</p>
<p>Kaum hat er die Nachricht abgeschickt, piept es und Florian hat geantwortet.</p>
<p>„Er hat zugesagt…, na so was,…das gab es ja noch nie…“, wundert sich der Junge.</p>
<p>Am folgenden Nachmittag klingelt es um drei Uhr an der Haustür und der Freund von Markus steht davor.</p>
<p>„Ich hab den alten Laptop meines Vaters dabei, den er mir geschenkt hat“, sagt er zur Begrüßung an der Haustür.</p>
<p>„Gib mal her, ich bringe ihn schon mal ins Wohnzimmer“, meint Großvater Heinrich. „Erst müsst ihr mal für mich zur Apotheke und Hustensaft holen, ich glaube, ich habe mich ein bisschen erkältet.“</p>
<p>Mit diesen Worten drückt der alte Herr seinem Enkel die Jacke, einen Zettel und etwas Geld in die Hand, nimmt Florian den Laptop ab und schließt ganz schnell die Eingangstür hinter den Beiden.</p>
<p>Achselzuckend ziehen die zwei Jungen ab und kurz darauf reicht Markus dem Apotheker den Zettel:</p>
<p>„Soll ich für meinen Opa holen.“</p>
<p>Dieser wirft einen kurzen Blick auf die Notiz des alten Herrn, danach reicht er den Zettel wieder an den Jungen zurück. Lächelnd sagt er:</p>
<p>„Da seid ihr hier aber falsch. Geht mal nebenan in das Geschäft!“</p>
<p>„Wieso? Hier ist doch die Apotheke…“</p>
<p>„Eben drum…!“</p>
<p>Jetzt erst werfen Markus und Florian einen Blick auf<span class="Apple-converted-space">  </span>die handgeschriebene Zeile.</p>
<p style="text-align: center;"><em>„Holt euch für das Geld einen Fußball und habt einen schönen Nachmittag miteinander!</em><br />
<em>Opa Heinrich“</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/">Astrid, Opa und das Eis</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/grossvaters-haus/">Großvaters Haus</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Anmerkung zum Beitragsbild: Leider ist mir der Künstler dieser Darstellung (Wand in einer Hotellobby auf Mallorca) nicht bekannt (Foto: Astrid Berg)</p>
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		<title>Tante Frieda</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/tante-frieda/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Oct 2018 09:56:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Cafe]]></category>
		<category><![CDATA[Gräfin]]></category>
		<category><![CDATA[Likör]]></category>
		<category><![CDATA[Scherz]]></category>
		<category><![CDATA[Tante]]></category>
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					<description><![CDATA[Immer wieder sonntags geschieht das selbe Spiel und man muss zugeben, Tante Frieda hat Stil. Sie holt ihr bestes Kleid aus dem Schrank, es passt ihr immer noch, Gott sei Dank. Legt um ihren Hals die kosbare Perlenkette, denn damit macht sie Eindruck, jede Wette. Fehlen darf auch nicht der chice große Hut, sie weiß, dieser kleidet sie besonders gut. Erhobenen Hauptes schreitet sie von dannen, biegt dann ab bei den drei großen Tannen. Der Bus bringt sie in die lebhafte Stadt, dort ein ganz bestimmtes Ziel sie hat. Hier gleich neben der Kirche auf dem Marktplatz, ist Tante Friedas angestammter Sonnenplatz. Sie ist bei allen beliebt und wohlbekannt und wird nur „Frau Gräfin“ dort genannt. Der Ober weiß, was sie sich gedenkt auszusuchen, ein Tässchen Kaffee, dazu ein Stückchen Kuchen. Und obendrauf gehört zum guten Schluss noch ein Tupfen Sahne, welch ein Genuss. „Frau Gräfin wünscht noch einen kleinen Likör?“, fragt geschwind der Ober, dieser nette Charmeur. Zu einem Glas Eierlikör sagt sie nicht nein, egal ob bei Regen oder bei Sonnenschein. Gut gelaunt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Immer wieder sonntags geschieht das selbe Spiel<br />
und man muss zugeben, Tante Frieda hat Stil.<br />
Sie holt ihr bestes Kleid aus dem Schrank,<br />
es passt ihr immer noch, Gott sei Dank.</p>
<p style="text-align: center;">Legt um ihren Hals die kosbare Perlenkette,<br />
denn damit macht sie Eindruck, jede Wette.<br />
Fehlen darf auch nicht der chice große Hut,<br />
sie weiß, dieser kleidet sie besonders gut.</p>
<p style="text-align: center;">Erhobenen Hauptes schreitet sie von dannen,<br />
biegt dann ab bei den drei großen Tannen.<br />
Der Bus bringt sie in die lebhafte Stadt,<br />
dort ein ganz bestimmtes Ziel sie hat.</p>
<p style="text-align: center;">Hier gleich neben der Kirche auf dem Marktplatz,<br />
ist Tante Friedas angestammter Sonnenplatz.<br />
Sie ist bei allen beliebt und wohlbekannt<br />
und wird nur „Frau Gräfin“ dort genannt.</p>
<p style="text-align: center;">Der Ober weiß, was sie sich gedenkt auszusuchen,<br />
ein Tässchen Kaffee, dazu ein Stückchen Kuchen.<br />
Und obendrauf gehört zum guten Schluss<br />
noch ein Tupfen Sahne, welch ein Genuss.</p>
<p style="text-align: center;">„Frau Gräfin wünscht noch einen kleinen Likör?“,<br />
fragt geschwind der Ober, dieser nette Charmeur.<br />
Zu einem Glas Eierlikör sagt sie nicht nein,<br />
egal ob bei Regen oder bei Sonnenschein.</p>
<p style="text-align: center;">Gut gelaunt beobachtet sie das bunte Treiben<br />
und gedenkt noch ein Stündchen zu bleiben.<br />
Doch das Leben ist manchmal gemein,<br />
sie muss noch vor der Dunkelheit heim.</p>
<p style="text-align: center;">So haucht der Ober beim Abschied zum Schluss,<br />
ihr auf die dargereichte Hand einen zarten Kuss.<br />
„Gräfin, beehren Sie uns bald wieder!“<br />
Tante Frieda senkt beglückt die Augenlider.</p>
<p style="text-align: center;">Am nächsten Sonntag geschieht das selbe Spiel.<br />
Das Café am großen Platz ist ihr liebstes Ziel.<br />
Der Ober längst hat erobert ihr Herz,<br />
er hofft, es ist Liebe und kein Scherz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-5443 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E5865-1024x728.jpg" alt="" width="840" height="597" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E5865-1024x728.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E5865-300x213.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E5865-768x546.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/10/1200px-IMG_E5865.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Diese schöne Figur fand ich vor einem Restaurant in der Dresdener Innenstadt nahe der Frauenkirche. Ich konnte nicht anders, musste sie einfach fotografieren und ihr ein Gedicht widmen. Selbstverständlich handelt es sich hierbei um eine erfundene Geschichte. Mir ist weder diese Dame oder ihr mögliches Ebenbild, noch der Erschaffer dieser Figur bekannt. Gedicht und Inhalt entspringen meiner Fantasie und haben nichts mit lebenden oder verstorbenen Personen, bzw. stattgefunden Ereignissen oder dem betreffenden Restaurant zu tun. Mir hat diese Figur einfach nur gefallen und meine Fantasie beflügelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/auch-das-bin-ich/">Auch das bin ich</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/sachen-gibts-die-gibts-gar-nicht/">Sachen gibt&#8217;s, die gibt&#8217;s gar nicht!</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/vom-winde-verweht/">Vom Winde verweht</a></p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Ach du liebe Zeit!</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/ach-du-liebe-zeit/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 14 Nov 2016 22:05:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Cafe]]></category>
		<category><![CDATA[erschöpft]]></category>
		<category><![CDATA[Klassenkamerad]]></category>
		<category><![CDATA[labern]]></category>
		<category><![CDATA[plaudern]]></category>
		<category><![CDATA[reden]]></category>
		<category><![CDATA[Uhrmacher]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Erschöpft lässt sich Lara auf den Sessel plumpsen. Sie schließt die Augen und denkt erleichtert: „Geschafft! Das war die letzte Umzugskiste!“ Sie ist fertig und kann es kaum glauben. Ein bisschen Stolz mischt sich zu den Gefühlen der Freude und Erschöpfung. Na klar, sie hat auch Helfer gehabt. Gute Freunde gingen ihr die letzten Tage zur Hand und unterstützten sie tatkräftig. Das Auspacken der Umzugskisten wollte sie jedoch alleine bewältigen. Am Anfang machte es ja auch noch Spaß, aber sie hat wohl die Anzahl der Kisten unterschätzt und den Kleinkram, den sie zu Tage förderte ebenso. Aber jetzt ist es endlich geschafft.  Als sie einen Blick zum Fenster hinaus wirft, stellt sie fest, dass es ein herrlicher Spätsommertag ist, den man nicht drinnen verbringen sollte. Schnell hüpft sie unter die Dusche, schlüpft in eine saubere Jeans und eine weiße Bluse, zieht ihre Pumps an und macht sich auf den Weg zur Altstadt. Dort sucht Lara sich in einem hübschen Straßencafe einen unbesetzten Tisch in der Sonne. Sie genießt die vermutlich letzten wärmenden Sonnenstrahlen dieses Sommers ebenso &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Erschöpft lässt sich Lara auf den Sessel plumpsen. Sie schließt die Augen und denkt erleichtert:</strong><br />
<strong> „Geschafft! Das war die letzte Umzugskiste!“</strong><br />
<strong> Sie ist fertig und kann es kaum glauben. Ein bisschen Stolz mischt sich zu den Gefühlen der Freude und Erschöpfung. Na klar, sie hat auch Helfer gehabt. Gute Freunde gingen ihr die letzten Tage zur Hand und unterstützten sie tatkräftig. Das Auspacken der Umzugskisten wollte sie jedoch alleine bewältigen. Am Anfang machte es ja auch noch Spaß, aber sie hat wohl die Anzahl der Kisten unterschätzt und den Kleinkram, den sie zu Tage förderte ebenso. Aber jetzt ist es endlich geschafft. </strong></p>
<p><span class="dropcap">A</span>ls sie einen Blick zum Fenster hinaus wirft, stellt sie fest, dass es ein herrlicher Spätsommertag ist, den man nicht drinnen verbringen sollte. Schnell hüpft sie unter die Dusche, schlüpft in eine saubere Jeans und eine weiße Bluse, zieht ihre Pumps an und macht sich auf den Weg zur Altstadt. Dort sucht Lara sich in einem hübschen Straßencafe einen unbesetzten Tisch in der Sonne. Sie genießt die vermutlich letzten wärmenden Sonnenstrahlen dieses Sommers ebenso wie das Treiben um sie herum. Sie lächelt zufrieden in sich hinein. Allerdings nur bis Lara <em>sie</em> entdeckt.<br />
„<strong>Ach du liebe Zeit!</strong>“, denkt sie. „Ist das nicht Ludmilla Labermann?! Na hoffentlich sieht sie mich nicht.“<br />
Lara rutscht merklich auf ihrem Stuhl ein wenig nach unten und richtet ihren Blick gebannt auf ihre Kaffeetasse, so als würde sie selbst dadurch unsichtbar.<br />
„Sie wohnt ja auch in dieser Stadt&#8220;, erinnert sich Lara. &#8222;Das hatte ich ja total vergessen.“<br />
Ludmilla Labermann ist eine ehemalige Klassenkameradin, die früher ihrem Namen alle Ehre machte. Sie laberte den ganzen lieben langen Tag und niemals stand ihr Mund still. Selbst im Unterricht nicht. Richtige Freunde hatte sie eigentlich nicht, aber Ludmilla selbst hatte dies nie bemerkt. Sie fühlte sich schon immer zu Höherem geboren und glaubte eine große Schauspielkarriere vor sich zu haben.<br />
Das letzte, was sie von Ludmilla wusste, war die Tatsache, dass sie mit einem Jungen aus der Parallelklasse ging, der ebenfalls sehr gesprächig war.<br />
„Wie hieß er nur gleich?“, überlegt Lara angestrengt. „Ach ja, Horst Redner oder so ähnlich.“<br />
Doch plötzlich wird Lara in ihren Gedanken unterbrochen, denn zu ihr dringt eine schrille weibliche Stimme:<br />
„<strong>Ach du liebe Zeit!</strong> Das ist ja Lara! Bist du’s oder bist du’s nicht?“<br />
„Mist!“, hätte Lara fast ausgerufen, aber stattdessen nickt sie und blickt direkt in Ludmillas Gesicht. Diese steht aufgedonnert mit Hut vor ihr und strahlt sie aus ihrem pausbackigem Gesicht an, wie ein Honigkuchenpferd.<br />
„Was machst du denn hier?“, fragt Ludmilla, wartet aber keine Antwort von Lara ab, sondern plappert munter weiter. „Naja, das<strong> war</strong> ja eigentlich <strong>nur eine Frage der Zeit</strong>, bis wir uns wieder einmal über den Weg laufen mussten. Ach, das ist ja jetzt schon <strong>ewige Zeiten</strong> her, dass wir uns gesehen haben. <strong>Das waren noch Zeiten!</strong> <strong>Man müsste</strong> jetzt <strong>alle Zeit der Welt</strong> <strong>haben</strong>, um <strong>das Rad der Zeit zurück</strong>zu<strong>drehen</strong> und über <strong>die guten alten Zeiten</strong> zu plaudern. Wir sollten uns <strong>zu gegebener Zeit</strong> einmal treffen, ich <strong>stehe</strong> nämlich total <strong>unter</strong> <strong>Zeitdruck</strong> im Moment. Aber was soll&#8217;s! Man muss <strong>die Zeit nutzen</strong> und darf <strong>keine Zeit verlieren</strong>.“<br />
Mit diesen Worten zieht Ludmilla den Stuhl heran und lässt sich gemütlich an Laras Tisch nieder. Lara, die bisher noch nicht zu Wort gekommen ist und in deren Kopf sich inzwischen schon alles zu drehen beginnt, öffnet den Mund, um die ehemalige Klassenkameradin zu begrüßen. Allerdings bleibt es bei dem guten Vorsatz, denn Ludmilla ist schon wieder schneller und erzählt einfach weiter.<br />
„Was wollen wir <strong>auf bessere Zeiten hoffen</strong>, ich <strong>nehme mir</strong> jetzt einfach <strong>die Zeit</strong> und wir unterhalten uns ein bisschen. Kinder, wie ich mich freue! <strong>Wie doch die Zeit vergeht!</strong> Es müssen ja jetzt schon bestimmt acht Jahre her sein, dass wir gemeinsam die Schulbank gedrückt haben. Ja, das kann hinkommen, denn ich bin ja jetzt schon seit sieben Jahren verheiratet. Nein, nein, nicht mit Horst. Von dem habe ich mich schon bald nach unserem Schulabschluss getrennt. Der hat mir zuviel geredet, da bin ich ja gar nicht zu Wort gekommen. Und außerdem ist er gar nicht <strong>mit der Zeit gegangen</strong>, das war mir zu langweilig. Er hat ja an unserer Trennung ziemlich geknabbert, aber <strong>die Zeit heilt alle Wunden</strong>. Naja, <strong>alles hat</strong> eben <strong>seine</strong> <strong>Zeit!</strong> Man muss nur <strong>die Zeichen der Zeit erkennen</strong> und das habe ich getan und habe mich halt von ihm getrennt. Mit ihm wäre ich <strong>der Zeit</strong> immer nur <strong>hinterher gehinkt</strong>. Tja und schwuppdiwupp <strong>hat man seine beste Zeit hinter sich</strong>. Nein, nein, das wollte ich nicht, immerhin habe ich <strong>keine Zeit zu verschenken</strong>!“<br />
Ludmilla hebt während des Redens ihren Arm und ruft der Bedienung zu: „Einen Milchkaffee für mich, bitte!“ Und schon setzt sie ihren Redefluss ungehindert fort:<br />
„<strong>Die Zeit war</strong> einfach <strong>reif</strong> und als ich meinen Emil getroffen habe, da haben wir wahrlich <strong>keine Zeit verschwendet</strong> und sofort geheiratet. Damit haben sich dann auch für mich <strong>die Zeiten geändert</strong>. <strong>Die Saure- Gurken-Zeit</strong> war vorbei. Wir führen ein tolles Leben, <strong>dem Zeitgeist entsprechend</strong>, wenn du verstehst was ich meine.“<br />
Lara versteht gar nichts, sie würde am liebsten aufstehen und sich verabschieden. Nur leider bietet ihr Ludmilla keinerlei Gelegenheit zur Verabschiedung, sie hat sie ja noch nicht einmal begrüßen können. Also denkt sie sich: „<strong>Kommt Zeit, kommt Rat!</strong>“, und <strong>sitzt</strong> sozusagen <strong>ihre Zeit ab</strong>.<br />
Ludmilla geht richtig in der Gesprächsführung auf und erzählt weiter und weiter:<br />
„Was machst du denn so beruflich? Wolltest du nicht Lektorin werden? Naja, ich habe meine Pläne geändert. Die Schauspielerei hätte mich doch nur immer wieder von meinem Emil getrennt und er braucht mich doch so sehr und so <strong>schenke ich ihm meine Zeit</strong>. Du musst wissen, er hat eine Firma und da ist meine Hilfe gefragt. <strong>Wir investieren sozusagen  unsere Zeit</strong>.“<br />
Ludmilla holt tatsächlich kurz Luft, doch Lara ist inzwischen so erschöpft, dass sie die Gelegenheit verpasst und weiter schweigsam bleibt.<br />
„Ach, <strong>die Zeit vergeht</strong> doch tatsächlich <strong>wie im Fluge</strong>! Ich habe mir für heute Nachmittag <strong>einen zeitlichen Rahmen gesetzt</strong> und <strong>meine Zeit erlaubt es</strong> leider<strong> nicht</strong> diesen zu überschreiten. Deshalb muss ich mich jetzt leider von dir verabschieden. Es war nett mit dir geplaudert zu haben. Das sollten wir <strong>von Zeit zu Zeit</strong> wiederholen. Ich melde mich <strong>zu gegebener Zeit</strong> bei dir. Du stehst doch sicherlich im Telefonbuch?! <strong>Es ist jetzt </strong>aber<strong> höchste Zeit</strong>, ich muss gehen!“<br />
Ludmilla erhebt sich tatsächlich und wendet sich zum Gehen. Bevor sie jedoch den Tisch verlässt, muss Lara noch eine dringende Frage loswerden:<br />
„Darf ich dich noch etwas fragen?“ sagt Lara schnell, doch wieso sollte Ludmilla dieses Mal darauf eingehen?!<br />
„Tschüss, ich muss weg! <strong>Mir läuft </strong>sonst<strong> die Zeit davon</strong>!“, ignoriert Ludmilla wie erwartet die Frage der ehemaligen Klassenkameradin.<br />
„Was ist eigentlich…?<br />
„<strong>Die Zeit drängt!</strong>“, sagt Ludmilla eilig und geht schon.<br />
„… dein Mann von Beruf?“, beendet Lara die Frage, obwohl sie schon alle Hoffnung auf eine Antwort aufgegeben hat.<br />
Ludmilla dreht sich ein letztes Mal um und winkt grinsend. Im Weitergehen ruft sie Lara nur noch zu:<br />
„Uhrmacher! Was dachtest du denn?!“</p>
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		<title>Astrid, Opa und das Eis</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Jun 2016 22:08:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
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		<category><![CDATA[Waffel]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir schrieben das Jahr 1963 und ich hatte gerade meinen 3. Geburtstag gefeiert. Meine Oma war bereits seit ungefähr einem Jahr schon im Himmel und schaute sicherlich auf uns herab. Mein Opa wohnte jetzt in seinem Haus alleine und ich, Klein-Astrid, durfte ab und zu mal bei ihm übernachten. Ich war gerne bei meinem Opa. Ich hatte nur diesen einen Opa, den Vater meines Vaters. Zu meinem Erlebnis gibt es keine Fotos. Manches weiß ich aus Erzählungen, an einige Dinge meine ich mich tatsächlich noch zu erinnern. Ich habe beispielsweise das kleine Café noch fest in meinem Kopf verankert, obwohl es schon seit Jahrzehnten nicht mehr existiert und nichts mehr daran erinnert. Auch die Kreuzung, die nahegelegene Molkerei und die Tankstelle gibt es nicht mehr. &#8211; Versetzen wir uns also zurück an den Anfang der Sechziger Jahre: Ich bin über das Wochenende bei meinem Opa, spiele in seinem Garten, streichele seinen Hund Bazi und gehe mit meinem Opa in die Stadt. „Komm Astrid“, fordert er mich auf, „wir gehen ein bisschen spazieren!“ Mein Opa setzt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir schrieben das Jahr 1963 und ich hatte gerade meinen 3. Geburtstag gefeiert. Meine Oma war bereits seit ungefähr einem Jahr schon im Himmel und schaute sicherlich auf uns herab. Mein Opa wohnte jetzt in seinem Haus alleine und ich, Klein-Astrid, durfte ab und zu mal bei ihm übernachten. Ich war gerne bei meinem Opa. Ich hatte nur diesen einen Opa, den Vater meines Vaters.</strong><br />
<span class="dropcap">Z</span>u meinem Erlebnis gibt es keine Fotos. Manches weiß ich aus Erzählungen, an einige Dinge meine ich mich tatsächlich noch zu erinnern. Ich habe beispielsweise das kleine Café noch fest in meinem Kopf verankert, obwohl es schon seit Jahrzehnten nicht mehr existiert und nichts mehr daran erinnert. Auch die Kreuzung, die nahegelegene Molkerei und die Tankstelle gibt es nicht mehr. &#8211; Versetzen wir uns also zurück an den Anfang der Sechziger Jahre:<br />
Ich bin über das Wochenende bei meinem Opa, spiele in seinem Garten, streichele seinen Hund Bazi und gehe mit meinem Opa in die Stadt.<br />
„Komm Astrid“, fordert er mich auf, „wir gehen ein bisschen spazieren!“<br />
Mein Opa setzt seinen Hut auf und nimmt mich an der Hand. Auf unserem Weg in die Stadt begegnen wir verschiedenen Menschen, die uns kennen. Bei manchen lüftet er nur zum Gruß seinen Hut und deutet einen Diener an. Bei anderen bleiben wir stehen. Artig gebe ich zum Gruß die Hand und mache dabei einen Knicks. Das kann ich sehr gut und bin auch stolz darauf, dass ich dafür immer so schön gelobt werde.<br />
Unser Weg führt uns auch heute in ein kleines Café, das den Namen „Café Rennstrecke“ trägt. Es liegt genau an der Strecke, an der regelmäßig Motorradrennen und manchmal auch Autorennen stattfinden, nämlich am sogenannten &#8222;Schottenring&#8220;*.<br />
Wir treten ein und werden freundlich von einer Frau begrüßt. In dem gemütlichen Café stehen kleine runde Tischchen und an einem davon nehmen wir Platz.<br />
„Einen Kaffee für Sie, Herr P. ?“, fragt die Bedienung und erhält dafür ein Kopfnicken.<br />
„Und was möchte das junge Fräulein?“, werde ich gefragt.<br />
„Darf ich ein Eis haben?“, richte ich brav meine Frage an Opa.<br />
Mein Großvater nickt mir zu und flüstert dann aber mit der Bedienung.<br />
„Ja klar,das machen wir so!“, bestätigt sie die Bestellung.<br />
Wenige Minuten später sitzt mein Opa vor seiner Tasse Kaffee und ich vor meinem Eisbecher mit einer kleinen Waffel darin.<br />
„Schmeckt es dir?“, werde ich sowohl von der Bedienung als auch von meinem Opa gefragt.<br />
„Lecker!“, erkläre ich den Beiden, die sich darüber zu freuen scheinen, denn sie lächeln sowohl mich, als auch sich gegenseitig an.<br />
Der Besuch in dem kleinen „Café Rennstrecke“ wird zumindest in den Sommermonaten zu einem kleinen Ritual für uns und ich bekomme dann immer meinen Eisbecher.<br />
Eines Tages jedoch, ich glaube es könnte der folgende Sommer gewesen sein, wollen wir vorbei gehen, aber ich hätte gerne ein Eis.<br />
„Du bist doch jetzt schon ein großes Mädchen“, erklärt mir mein Opa. „Geh doch hinein und hole dir dein Eis. Hier hast du das Geld.“<br />
Mein Opa drückt mir einige Pfennige in die Hand und ich öffne die Tür. Bereits beim Eintreten verlässt mich ein bisschen der Mut, denn ich stehe plötzlich vor der Eistheke, in der es verschiedene Sorten Eis gibt.<br />
„Welches Eis möchtest du denn gerne?“, werde ich freundlich gefragt.<br />
Leider kann sich die Bedienung nicht erinnern, welches Eis ich immer im Vorjahr verspeist habe. Ich allerdings auch nicht. Also versuche ich es zu beschreiben.<br />
„Ich habe immer so weißes Eis gegessen.“<br />
„Das war dann wahrscheinlich dieses Vanilleeis“, werde ich aufgeklärt. &#8222;Möchtest du es im Becher oder in der Waffel?“<br />
„Ja, eine Waffel war auch dabei!“, erkläre ich und schon stehe ich mit einem Waffeleis da.<br />
„Das sah aber immer anders aus!“, starte ich noch einen letzten, allerdings erfolglosen Versuch.<br />
„Ich habe aber sonst kein weißes Eis, &#8211; nur noch das rötliche Erdbeereis und das braune Schokoladeneis!“<br />
„Na gut!“, gebe ich mich geschlagen und marschiere zu meinem Opa nach draußen, der mir ebenfalls bestätigt, dass dieses Etwas in meiner Waffel Eis ist. Ich schlecke vor mich hin und stelle fest, dass es kalt ist und ganz anders schmeckt als das Eis, das ich im Vorjahr immer im Café drinnen gegessen habe.<br />
Am Abend werde ich wieder von meinen Eltern abgeholt.<br />
„Was ist denn mit dir los, Astrid?“, erkundigt sich meine Mutter. „Warum fasst du dir immer an den Bauch?“<br />
„Ich habe Bauchweh, Mama!“, sage ich und verziehe mein Gesicht, um mich gleich darauf zu übergeben.<br />
„Was habt ihr denn heute gegessen?“, will meine Mutter von meinem Opa wissen.<br />
„Ein paar Nudeln mit Soße!“, erwidert Opa.<br />
„Das isst sie doch immer gerne, was hat sie denn sonst noch gegessen?“<br />
„Ein Eis, das sah auch ganz komisch aus!“, erkläre ich meiner Mutter.<br />
„Sie hat ein ganz normales Eis gegessen“, erzählt jetzt mein Opa. „Allerdings war es dieses Mal tatsächlich Eis und keine Sahne, wie letztes Jahr immer.“<br />
„Ah, dann hat sie das wohl nicht so ganz vertragen“, schlussfolgert meine Mutter und ich beschließe nie wieder Eis zu essen.<br />
Das halte ich auch eisern durch, denn meine Übelkeit von damals konnte nur mit dem Eis zusammenhängen, denke ich mir so.<br />
Jahre später, ich war bereits ein Schulkind, fragt mich meine Freundin:<br />
„Wollen wir Eisessen gehen?“<br />
„Ich mag eigentlich kein Eis, davon wird mir schlecht!“, erzähle ich.<br />
„Das ist doch Quatsch! Eis ist super lecker! Los komm, wir holen uns jeder eine Kugel!“<br />
Ich will ja nicht als Feigling dastehen, also beschließe ich mir auch eine Kugel Eis zu gönnen. &#8222;Aber welche Sorte soll ich wählen? Ich weiß doch überhaupt nicht wie die verschiedenen Sorten schmecken&#8220;, überlege ich hin und her.<br />
„Schokolade mag ich, also muss doch Schokoladeneis auch lecker schmecken“, sage ich in meinen Gedanken zu mir selbst.<br />
Und wie es schmeckt, stelle ich gleich darauf fest. Einfach toll! Und ich muss mich auch nicht mehr  übergeben, also kann ich es wieder und wieder essen. Von nun an esse ich immer Schokoladeneis und liebe es!<br />
Es ist mein absolutes Lieblingseis und das bleibt es auch die ganzen vielen Jahre meines Lebens. Gut, mit den Jahren ist die eine oder andere Sorte noch dazu gekommen. Allerdings zu meinen Favoriten gehört immer noch Schokoladeneis, kombiniert mit Zitroneneis. Mmmh! Lecker! Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Ich muss mir schnell einen Eisbecher mit diesen beiden Sorten gönnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>An dieser Stelle möchte ich mich heute recht herzlich für Eure treuen Besuche auf meinem Blog und Eure lieben und interessanten Kommentare bedanken. Ich bin immer bemüht Euch allen zu antworten und lese bei Euch allen sehr gerne. Ich freue mich auch weiterhin auf unsere gegenseitigen Besuche!!!</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Alles Liebe und Gute</strong></em></p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Eure Astrid</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
<p>*Heute existiert der Schottenring in dieser Form nicht mehr.</p>
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		<title>Zeitreise</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 Apr 2015 16:57:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was]]></category>
		<category><![CDATA[Cafe]]></category>
		<category><![CDATA[Geschäfte]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffeerösterei]]></category>
		<category><![CDATA[Ladenstraße]]></category>
		<category><![CDATA[Reclamecafé]]></category>
		<category><![CDATA[Reklame]]></category>
		<category><![CDATA[Spreewald]]></category>
		<category><![CDATA[Spreewaldbahnhof]]></category>
		<category><![CDATA[Vergangenheit]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitreise]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Wochenende haben wir wieder einmal einen Ausflug in den Spreewald gemacht. Und zwar führte uns unser Weg nach Burg und dort marschierten wir gezielt zum alten Spreewaldbahnhof, der sich mitten im Ort befindet. Nein, wir wollten nicht mit dem Zug verreisen. Dieser Bahnhof ist schon längst stillgelegt und seit 1995 befindet sich in dem historischen Gebäude ein Gasthaus und eine Pension. Aber unser Ziel war ein anderes: Wir steuerten direkt auf ein Café der besonderen Art zu, um uns hier auf eine Zeitreise in die Vergangenheit zu begeben und zwar innerhalb von Reklame und Verpackung. Dieses „Reclamecafé“, wie es vom Inhaber genannt wird, zeichnet sich durch eine Ladenstraße aus, die sich im oberen Stockwerk des Gebäudes direkt vor dem Spreewaldbahnhof befindet. Diese Art eines Cafés ist einmalig in Deutschland. Werner Motzek, wie der Inhaber heißt, hat 45 Jahre gesammelt und zusammengetragen, um dieses einzigartige Reclamecafé mit alter Ladenstraße entstehen zu lassen. Er hat Schilder, Dosen, Behältnisse, &#160; alte Ladeneinrichtungen, Möbel, Fenster, Türen etc. von alten Geschäften aufgekauft und restauriert, die sonst nach der jeweiligen Geschäftsaufgabe vergessen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am Wochenende haben wir wieder einmal einen Ausflug in den Spreewald gemacht. Und zwar führte uns unser Weg nach Burg und dort marschierten wir gezielt zum alten Spreewaldbahnhof, der sich mitten im Ort befindet. Nein, wir wollten nicht mit dem Zug verreisen. Dieser Bahnhof ist schon längst stillgelegt und seit 1995 befindet sich in dem historischen Gebäude ein Gasthaus und eine Pension. Aber unser Ziel war ein anderes:</strong></p>
<p><span class="dropcap">W</span>ir steuerten direkt auf ein Café der besonderen Art zu, um uns hier auf eine Zeitreise in die Vergangenheit zu begeben und zwar innerhalb von Reklame und Verpackung. Dieses „Reclamecafé“, wie es vom Inhaber genannt wird, zeichnet sich durch eine Ladenstraße aus, die sich im oberen Stockwerk des Gebäudes direkt vor dem Spreewaldbahnhof befindet.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Spreewaldbahnhof.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-572 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Spreewaldbahnhof-1024x682.jpg" alt="1200px Spreewaldbahnhof" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Spreewaldbahnhof-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Spreewaldbahnhof-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Spreewaldbahnhof-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Spreewaldbahnhof.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Diese Art eines Cafés ist einmalig in Deutschland. Werner Motzek, wie der Inhaber heißt, hat 45 Jahre gesammelt und zusammengetragen, um dieses einzigartige Reclamecafé mit alter Ladenstraße entstehen zu lassen. Er hat Schilder, Dosen, Behältnisse,</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Sarrottimohr-JPG.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-573 size-medium" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Sarrottimohr-JPG-300x200.jpg" alt="1200px Sarrottimohr JPG" width="300" height="200" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Sarrottimohr-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Sarrottimohr-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Sarrottimohr-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Sarrottimohr-JPG.jpg 1200w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schild-Zigarre-JPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-574 size-medium alignright" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schild-Zigarre-JPG-300x200.jpg" alt="1200px- Schild Zigarre JPG" width="300" height="200" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schild-Zigarre-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schild-Zigarre-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schild-Zigarre-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schild-Zigarre-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Erdal.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-588 size-medium aligncenter" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Erdal-300x200.jpg" alt="1200px Erdal" width="300" height="200" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Erdal-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Erdal-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Erdal-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Erdal.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px" /></a></p>
<p>alte Ladeneinrichtungen, Möbel, Fenster, Türen etc. von alten Geschäften aufgekauft und restauriert, die sonst nach der jeweiligen Geschäftsaufgabe vergessen und von der Bildfläche verschwunden wären.<br />
Er hat ihnen und ihren früheren Besitzern damit eigentlich ein Denkmal gesetzt. Seine Rekonstruktion einer alten Ladenstraße beinhaltet 17 Ladengeschäfte, wie man sie früher kannte. Ich würde sie in die Zeit nach dem Krieg, Ende der 50er, 60er und Anfang der 70er Jahre einordnen.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Ladenstrasse-JPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1605 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Ladenstrasse-JPG-1024x682.jpg" alt="1200px Ladenstrasse JPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Ladenstrasse-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Ladenstrasse-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Ladenstrasse-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Ladenstrasse-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a><br />
Die Straße ist mit Pflastersteinen versehen und Laternen säumen den Weg. Es lassen sich Geschäfte verschiedener Art finden, die in der älteren Generation Erinnerungen und in der jüngeren Generation Staunen und Interesse am Vergangenen hervorrufen.</p>
<p>Hier finden sich z.B. verschiedene Schokoladengeschäfte,</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschäft-3-JPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1606 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschäft-3-JPG-1024x682.jpg" alt="1200px Schokoladengeschäft 3 JPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschäft-3-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschäft-3-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschäft-3-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschäft-3-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschäaeft-4-JPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1607 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschäaeft-4-JPG-1024x682.jpg" alt="1200px Schokoladengeschäaeft 4 JPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschäaeft-4-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschäaeft-4-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschäaeft-4-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschäaeft-4-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschaeft-2-JPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1608 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschaeft-2-JPG-1024x682.jpg" alt="1200px Schokoladengeschaeft 2 JPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschaeft-2-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschaeft-2-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschaeft-2-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Schokoladengeschaeft-2-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>eine alte Apotheke,</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Apotheke-1-JPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-579 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Apotheke-1-JPG-1024x682.jpg" alt="1200px Apotheke 1 JPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Apotheke-1-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Apotheke-1-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Apotheke-1-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Apotheke-1-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>eine Drogerie,</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Drogerie-.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-580 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Drogerie--1024x682.jpg" alt="1200px-Drogerie" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Drogerie--1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Drogerie--300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Drogerie--840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Drogerie-.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>eine Milchhandlung,</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-MIlchladenJPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-581 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-MIlchladenJPG-1024x682.jpg" alt="1200px MIlchladenJPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-MIlchladenJPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-MIlchladenJPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-MIlchladenJPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-MIlchladenJPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>ein Tabakwarenladen,</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Tabakladen-JPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-582 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Tabakladen-JPG-1024x682.jpg" alt="1200px Tabakladen JPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Tabakladen-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Tabakladen-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Tabakladen-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Tabakladen-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>ein Geschäft für Kurz- und Miederwaren,</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Kurzwaren-JPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-583 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Kurzwaren-JPG-1024x682.jpg" alt="1200px Kurzwaren JPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Kurzwaren-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Kurzwaren-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Kurzwaren-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Kurzwaren-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a><br />
sogenannte Tante Emma Läden,</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Tante-Emma-Laden-JPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-584 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Tante-Emma-Laden-JPG-1024x682.jpg" alt="1200px Tante Emma Laden JPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Tante-Emma-Laden-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Tante-Emma-Laden-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Tante-Emma-Laden-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Tante-Emma-Laden-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a><br />
ein Uhrengeschäft und vieles mehr.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Uhrenladen-JPG.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-585 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Uhrenladen-JPG-1024x682.jpg" alt="1200px Uhrenladen JPG" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Uhrenladen-JPG-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Uhrenladen-JPG-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Uhrenladen-JPG-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Uhrenladen-JPG.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Zu diesem Geschäft erzählte uns der Inhaber des Reclamecafés folgende Geschichte:<br />
Während des 2. Weltkrieges riss ein russischer Soldat die Wohnzimmertür einer deutschen Bewohnerin auf. Genau in dem Moment, in welchem er diese Tür ruckartig öffnete, schlug die an der Wand hängende Uhr zwölfmal. Sofort und ohne zu zögern, schoss der Soldat in die Richtung, aus welcher die 12 Schläge erklangen und traf zielgenau die Uhr direkt bei der Zahl 12.<br />
Irgendwann nach dem Krieg brachte die damalige Besitzerin die Uhr zu einem Uhrmacher, um das Ziffernblatt auswechseln zu lassen. Dieser tat ihr den Gefallen, behielt aber das alte Ziffernblatt. Bei der späteren Auflösung seines Geschäftes verkaufte er dem Sammler und heutigem Inhaber des Reclamecafés Werner Motzek unter anderem auch dieses besagte Ziffernblatt mit dem Einschussloch. Er bat jedoch darum, diese Geschichte des Ziffernblattes zu bewahren und weiter zu erzählen.</p>
<p>Nach der Besichtigung der Ladenstraße gingen wir wieder die Treppen hinunter in das Erdgeschoss, wo sich das Café und noch weitere Geschäfte, wie zum Beispiel eine Bäckerei befinden.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Baecker.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-1609 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Baecker-1024x682.jpg" alt="1200px Baecker" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Baecker-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Baecker-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Baecker-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Baecker.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Aber auch eine Kaffeerösterei zeigte uns der Inhaber, mit dem wir noch ein langes und interessantes Gespräch führten. So berichtete er uns, dass in der eigenen kleinen Rösterei  die Bohnen für den hier ausgeschenkten Kaffee geröstet werden.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Spreewaldkaffee-.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-587 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Spreewaldkaffee--1024x682.jpg" alt="1200px Spreewaldkaffee" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Spreewaldkaffee--1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Spreewaldkaffee--300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Spreewaldkaffee--840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/04/1200px-Spreewaldkaffee-.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
<p>Wir hatten einen schönen und interessanten Nachmittag und bemerkten erst beim Verlassen des Reclamecafés, dass es zwischenzeitlich geregnet hatte.</p>
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