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	<title>Test &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Ei, Ei, Ei und noch ein Ei</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 07 Apr 2017 11:44:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Ei]]></category>
		<category><![CDATA[Frühstück]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist Wochenende und wir haben uns ein Stündchen länger Schlaf gegönnt. Auf dem Weg in die Küche erkundigt sich mein Mann bei mir nach meinen Geschichten, die ich im Blog eingestellt habe. „Du schreibst doch gerade Ostergeschichten, oder?“ Das fliegende Ei /Unsere persönliche Ostergeschichte „Ja, ich habe erst neulich von meiner Ostereiersuche als Kleinkind erzählt“, antworte ich ihm. „Wieso fragst du?“ „Du hast doch schon mehrere „Eiergeschichten“ geschrieben, stimmt&#8217;s?“, kommt wiederum eine Frage zurück. (Sorbische Ostereier) „Ich hätte da noch eine Idee für eine neue Eiergeschichte!“ „Hast du die heute Nacht geträumt?“ will ich grinsend wissen und erwarte jetzt eine Traumerzählung. In diesem Punkt habe ich mich allerdings getäuscht, denn mein Mann schüttelt den Kopf und gibt mir einen Tipp, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. „Nein, es ist eine wahre Begebenheit. Du kannst dich sicherlich noch an meinen Chef aus meiner Industriezeit erinnern.“ Ich nicke, denn genau jetzt erklingt sozusagen in meinem Ohr dessen George-Clooney-Stimme. Trotzdem weiß ich nicht, was er mit meinen (Oster)eiergeschichten zu tun haben könnte. Doch mein Mann gibt mir sofort den nächsten &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist Wochenende und wir haben uns ein Stündchen länger Schlaf gegönnt. Auf dem Weg in die Küche erkundigt sich mein Mann bei mir nach meinen Geschichten, die ich im Blog eingestellt habe.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„D</span>u schreibst doch gerade Ostergeschichten, oder?“ <a href="http://lifetellsstories.de/das-fliegende-ei/">Das fliegende Ei</a> /<a href="http://lifetellsstories.de/unsere-persoenliche-ostergeschichte/">Unsere persönliche Ostergeschichte</a><br />
„Ja, ich habe erst neulich von meiner <a href="http://lifetellsstories.de/4093-2/">Ostereiersuche als Kleinkind</a> erzählt“, antworte ich ihm. „Wieso fragst du?“<br />
„Du hast doch schon mehrere „Eiergeschichten“ geschrieben, stimmt&#8217;s?“, kommt wiederum eine Frage zurück. (<a href="http://lifetellsstories.de/sorbische-ostereier/">Sorbische Ostereier</a>) „Ich hätte da noch eine Idee für eine neue Eiergeschichte!“<br />
„Hast du die heute Nacht geträumt?“ will ich grinsend wissen und erwarte jetzt eine Traumerzählung. In diesem Punkt habe ich mich allerdings getäuscht, denn mein Mann schüttelt den Kopf und gibt mir einen Tipp, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen.<br />
„Nein, es ist eine wahre Begebenheit. Du kannst dich sicherlich noch an meinen Chef aus meiner Industriezeit erinnern.“<br />
Ich nicke, denn genau jetzt erklingt sozusagen in meinem Ohr dessen George-Clooney-Stimme. Trotzdem weiß ich nicht, was er mit meinen (Oster)eiergeschichten zu tun haben könnte. Doch mein Mann gibt mir sofort den nächsten Hinweis:<br />
„Er hat in München gelebt und wenn ich dort auf Dienstreise war, hat er mich immer vom Hotel abgeholt. Meistens saß ich noch beim Frühstück, wenn er eintraf. Er hat sich dann zu mir gesetzt und sich ebenfalls einen Kaffee, Brötchen und ein Frühstücksei bestellt.“<br />
Ich sehe meinen Mann ein wenig verwirrt an, weil bei mir immer noch nicht der Groschen gefallen ist. Irgendwie scheine ich im Moment auf dem Schlauch zu stehen.<br />
„Ich sage nur Eierstichtest!“, erklärt er und löst bei mir nicht nur die Erinnerung aus, sondern auch einen regelrechten Lachkrampf, in den mein Mann unweigerlich einstimmt.<br />
Nachdem wir uns einigermaßen beruhigt haben und auch wieder Luft bekommen, fordere ich Peter auf, mir alles noch einmal ganz genau zu berichten, da möglicherweise in meinem Gedächtnis doch einige Lücken vorhanden sind. Aber auch, weil ich es liebe, wenn er mir lustige Geschichten erzählt.<br />
„Wir sind gemeinsam häufig nach England geflogen und haben dann im selben Hotel übernachtet. Demzufolge haben wir auch morgens gemeinsam unser Frühstück eingenommen. Du weißt, wie gerne ich ein leckeres Frühstücksei esse, obwohl ich in England auch häufig „bacon and egg“ verspeist habe. An dem besagten Morgen hatte ich gerade mein Frühstücksei vor mir, als mein Chef erschien. Ich köpfte es und das Eigelb, aber auch das Eiweiß ergoss sich über das Tischtuch. Sowohl mein Chef als auch ich schauten ungläubig auf das zerflossene Ei.<br />
‚Was ist denn das?“, fragte ich. ‚Das ist doch kein Frühstücksei!‘<br />
Ich war total empört und auch mein Chef verwunderte sich sehr über die Konsistenz des Eis. Er zögerte nicht lange, beschwerte sich und bestellte für mich und ihn noch einmal jeweils ein Frühstücksei. Das auch prompt freundlich und mit Entschuldigungen von Seiten der Bedienung serviert wurde.“<br />
„Und jetzt kommt der Eierstichtest!?“ lache ich.<br />
„Genau! Mein Chef hat sein Messer genommen und damit in das Ei gestochen. Mit meinem Frühstücksei verfuhr er ebenso. Angeblich war er in der Lage so Rückschlüsse auf die Konsistenz des Eis zu schließen. Auf jeden Fall ließ er umgehend beide Eier wieder zurückgehen. Sein Test habe bewiesen, dass beide Eier wiederum zu weich gewesen seien. Auf seine Reklamation hin, erhielten wir kurz darauf wieder zwei frisch gekochte Eier. Du kannst dir sicherlich vorstellen, was er sogleich gemacht hat“, richtet Peter die rhetorische Frage an mich.<br />
„Einen erneuten Eierstichtest!“, kommt es blitzschnell aus meiner Richtung.<br />
„Richtig!“, bestätigt Peter meine Vermutung.<br />
„Und?“<br />
„Stell dir vor, die Eier waren laut seines Eierstichtests nun zu hart. So langsam war mir die Sache schon etwas unangenehm. Ihm jedoch in keiner Weise, denn er verbot mir regelrecht das Ei zu verzehren und orderte erneut zwei Frühstückseier. Anscheinend gab sich der Koch in der Küche jetzt besondere Mühe, denn der Test meines Chefs ergab, dass diese Eier genau die richtige Konsistenz aufweisen würden.“<br />
„Lass mich jetzt raten“, bitte ich meinen Mann. „Ihr hattet nach all dem Hin und Her überhaupt keinen Appetit mehr auf Frühstückseier?!“<br />
„Oh doch und wie. Jetzt erst recht. Jedenfalls ich. Immerhin hatte ich ja außer Kaffee noch nichts weiter zu mir genommen. Mir hing der Magen bereits in der Kniekehle. Meinem Chef allerdings schien der Appetit vollkommen vergangen zu sein. Er verweigerte nämlich sein Ei und schmierte sich nur ein Butterbrötchen. Er spendierte mir sozusagen sein Frühstücksei. Aber ich muss gestehen, dass der Eierstichtest meines Chefs vollkommen korrekt war. Die beiden Frühstückseier waren hervorragend, &#8211; nicht zu hart und nicht zu weich. Wenn ich ihn wieder einmal treffe, muss ich unbedingt fragen, ob er diesen Test immer noch durchführt.“<br />
„Wenn ich mich nicht verzählt habe, waren das jetzt sechs Eier!“<br />
„Neun vielleicht sogar! Ich glaube es ist noch einmal passiert und du musst mein allererstes Frühstücksei auch noch mitzählen. Aber immerhin habe ich die beiden letzten genüsslich verspeist“, rechnet Peter mir vor.<br />
Inzwischen haben wir in unserer Küche schon den Tisch gedeckt und während Peters Erzählung habe ich auch unsere Frühstückseier gekocht. Als ich sie auf den Tisch stelle, warne ich meinen Gatten lachend:<br />
„Unterstehe dich und mache auch den Eierstichtest. Hier gibt es keine Reklamationen. Wenn dir die Konsistenz des Eis nicht behagen sollte, so ist dir freigestellt, ein neues Ei zu kochen.“<br />
„Apropo Ei und Reklamation! Da fällt mir noch eine Geschichte aus unserem Leben ein“, ereifert sich Peter plötzlich.<br />
„Jetzt fang ja nicht mit diesen ollen Kamellen an, das ist doch schon fast vierzig Jahre her und niemals wieder vorgekommen“, kontere ich energisch.<br />
„Du gibst also zu, dass das Ei damals verdorben war?!“<br />
„Du hast es behauptet“, gestehe ich. „Das war mein letztes Ei, das ich im Kühlschrank in meiner Studentenbude hatte. Du wolltest es unbedingt essen. Ich weiß nicht wie lange es schon in meinem Kühlschrank gelegen hatte. Ich muss es total übersehen haben“, gebe ich zu.<br />
„Naja, das war ja auch nicht schlimm. Ich habe mich eigentlich mehr über dich geärgert“, erzählt Peter.<br />
„Ich frage mich nur wieso. Ich habe dir ja nicht absichtlich ein verdorbenes Ei gegeben.“<br />
„Das wohl nicht“, grinst mein Mann. „Aber als ich mich über den seltsamen Geruch beschwerte, hast du mir das nicht glauben wollen und dich aufgeführt, als hättest du das Ei selbst gelegt.“<br />
„Gack, gack, gaaaack!“, mache ich ein Huhn nach und lasse ein gekochtes Ei über den Tisch in Richtung Peter rollen.</p>
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