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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Same, same, but different (Teil 2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 03 Jan 2016 16:18:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Abenteuer]]></category>
		<category><![CDATA[different]]></category>
		<category><![CDATA[Erlebnis]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich habe ich Euch ein Erlebnis aus Thailand geschildert, heute erzähle ich Euch eine andere Geschichte. Auch hierbei geht es wieder um eine gewisse Ähnlichkeit. Während die Thailandgeschichte sich zur kalten Jahreszeit abspielte, ist dies eine Begebenheit aus dem Sommer. Warme schwarze Socken spielen hierbei also keine Rolle, aber lasst Euch überraschen, worum es sich diesmal handelt. „Wollen wir heute ein bisschen die Insel erkunden?“, frage ich meinen Mann. Wir sitzen gerade beim Mittagessen auf der griechischen Insel Rhodos. „Das wäre keine schlechte Idee, aber pack mal die Badesachen ein. Bestimmt kommen wir an einem Strand vorbei, der uns gefällt und wir würden uns ärgern, wenn wir dann nichts zum Baden dabei hätten.“ Wir sind erst seit ein paar Tagen auf dieser Insel und nur in der Sonne schmoren, macht auf Dauer keinen Spaß. Ein bisschen Abenteuer soll schon auch dabei sein. Abenteuer ist vielleicht das falsche Wort dafür, aber wir erkunden immer gerne die jeweilige Urlaubsinsel auf eigene Faust und erleben dann auch meist unsere klitzekleinen und persönlichen &#8222;Abenteuer&#8220;. Meist können wir hinterher tüchtig &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neulich habe ich Euch ein Erlebnis aus Thailand geschildert, heute erzähle ich Euch eine andere Geschichte. Auch hierbei geht es wieder um eine gewisse Ähnlichkeit. Während die Thailandgeschichte sich zur kalten Jahreszeit abspielte, ist dies eine Begebenheit aus dem Sommer. Warme schwarze Socken spielen hierbei also keine Rolle, aber lasst Euch überraschen, worum es sich diesmal handelt.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„W</span>ollen wir heute ein bisschen die Insel erkunden?“, frage ich meinen Mann.<br />
Wir sitzen gerade beim Mittagessen auf der griechischen Insel Rhodos.<br />
„Das wäre keine schlechte Idee, aber pack mal die Badesachen ein. Bestimmt kommen wir an einem Strand vorbei, der uns gefällt und wir würden uns ärgern, wenn wir dann nichts zum Baden dabei hätten.“<br />
Wir sind erst seit ein paar Tagen auf dieser Insel und nur in der Sonne schmoren, macht auf Dauer keinen Spaß. Ein bisschen Abenteuer soll schon auch dabei sein. Abenteuer ist vielleicht das falsche Wort dafür, aber wir erkunden immer gerne die jeweilige Urlaubsinsel auf eigene Faust und erleben dann auch meist unsere klitzekleinen und persönlichen &#8222;Abenteuer&#8220;. Meist können wir hinterher tüchtig darüber lachen, wie zum Beispiel damals in Bangkok über unsere <a href="http://lifetellsstories.de/hallo-taxi/">Taxiirrfahrt</a> quer durch die Stadt. Heute jedoch fährt mein Mann höchstpersönlich über die griechische Insel, was bedeutet, dass wir einfach darauf losfahren, ohne ein bestimmtes Ziel zu haben. Nein, falsch. Ziel ist irgendwo einen Strand zu entdecken, der uns gefällt und der nicht so sehr bevölkert ist.<br />
„Wo willst du eigentlich hin?“, frage ich meinen Peter, der zielstrebig losfährt, als wüsste er genau wohin er will.<br />
„Ich habe da auf der Karte eine Stelle entdeckt, dort finden wir bestimmt einen tollen Strand.“<br />
„Und wo soll das sein?“<br />
„Keine Ahnung, wie der Ort heißt, aber du kannst ja mal die Karte aufschlagen.“<br />
„Und wo soll die sein?“, erkundige ich mich und wühle im Handschuhfach.<br />
„Hier ist sie jedenfalls nicht!“<br />
„Das kann wohl nicht sein, gestern war sie da noch“, erklärt mir mein Göttergatte. „Du musst halt richtig hinsehen!“<br />
„Da kann ich gucken soviel ich will, hier ist keine Karte“, gebe ich beleidigt zurück.<br />
„Ich habe sie doch gestern noch genau studiert“, beharrt mein Mann.<br />
„Stimmt!“, bestätige ich ihn. „Das war allerdings gestern Abend im Bett. Wahrscheinlich liegt sie noch auf dem Nachttisch.“<br />
„Egal, ich habe sowieso alles genau im Kopf!“<br />
Mein Mann hat im Gegensatz zu mir ein sehr gutes Orientierungsvermögen und wenn er keine <a href="http://lifetellsstories.de/auf-umwegen-ans-ziel/">Abkürzungen</a> nimmt, klappt das schon. Außerdem befinden wir uns auf einer Insel. Rundherum ist Wasser und da wird es schon eine Menge Strände geben, die wir anfahren können. Hier kann also nichts schiefgehen.<br />
Irgendwann fahren wir über relativ unzugängliches Gelände, aber wie ja jeder weiß, sind die besten Strände immer ziemlich versteckt und mit dem Auto schwer erreichbar. Es geht hoch und runter, über Steine und Schlaglöcher.<br />
„Wollen wir nicht besser laufen. Sonst fallen wir noch irgendwo runter oder bleiben stecken“, fragt der Angsthase Astrid.<br />
„Ach Quatsch!“, antwortet der Entdecker Peter. „Das ist ja wohl eine Straße!“<br />
„Aber was für ein!“, verdrehe ich die Augen und warne sogleich vor dem nächsten Schlagloch: „Achtung!“<br />
Nach einer gefühlten Ewigkeit endet die angebliche Straße im Nichts. Das stimmt nicht ganz: Vor uns liegt eine scharfe Kurve, die steil abfällt. Rechterhand spiegelt sich die Sonne im Meer und einige wenige Autos parken in sehr fragwürdigen Positionen und man kann nur hoffen, dass deren Handbremse gut angezogen wurde.<br />
„Das muss er sein!“<br />
„Wer?“, frage ich, doch da hat mein Peter schon das Auto hinter ein anderes Auto gequetscht und steigt aus.<br />
Von oben begutachten wir den Strand und stellen fest, dass es sich um einen reinen Kiesstrand handelt. Das ist jetzt nicht so ganz mein Fall, aber es gibt Liegen. Die wenigen Leute, die anscheinend diesen tollen Strand entdeckt haben, schwimmen im Meer.<br />
„Komm wir gehen mal hinunter!“<br />
Also schnappen wir unsere Badesachen und marschieren hinunter. Und jetzt sehe ich außer den Kieselsteinen und dem Meer auch noch etwas anderes.<br />
„Und dafür habe ich meinen neuen Bikini eingepackt?“, frage ich meinen Mann, doch der zuckt nur grinsend mit den Schultern.<br />
Wir schälen uns also in unser Adam- und Evakostüm und ergattern auch noch zwei freie Liegen.<br />
„Hier stinkt es!“, stelle ich jedoch schon nach wenigen Minuten fest. „Das liegt bestimmt an der Bedürfnisanstalt dort drüben. Lass uns andere Liegen suchen.“<br />
Gesagt, getan. Wir wechseln unseren Platz. Und das nicht nur einmal oder zweimal. Das Wasser ist toll, aber atmen muss man ja auch.<br />
Da es inzwischen schon etwas kühler geworden ist und die Sonne untergeht, verlassen die übrigen Badegäste den Strand. Wir auch, zumindest haben wir dies vor. Gerade als wir unsere sieben Sachen zusammengepackt haben, stellt mein Mann die entscheidende Frage:<br />
„Wo haben wir eigentlich zuerst gelegen?“<br />
„Wieso?“, will ich wissen.<br />
„Ach nur so. Wahrscheinlich habe ich dort meine Schuhe stehen gelassen.“<br />
„Dort vorne stehen noch welche“, sag ich und deute in die Richtung, wo ich etwas liegen sehe.<br />
Peter eilt auch schon hin und schlüpft in die Schläppchen hinein.<br />
„Meine Füße sind geschrumpft“, höre ich ihn rufen. „Oder hast du die viel zu groß gekauft?“<br />
Ich stehe jetzt neben ihm und schaue etwas verblüfft auf seine Füße. Irgendwie sehen die Schuhe aus wie die, in denen er hierher gekommen ist. Irgendwie aber auch nicht. Die gleichen Schuhe, aber wohl nicht die selben.<br />
„Hattest du mir nicht neue Schläppchen besorgt?“, fragt er mich. &#8222;Die sind jedenfalls eklig!&#8220;<br />
Seine Füße stecken in abgelatschten und viel zu großen Schlappen.<br />
„Die hier habe ich auch gar nicht gekauft! Schau sie dir doch mal an!“, verteidige ich mich. „Da scheint wohl jemand in deinen schönen nagelneuen Schuhen geflüchtet zu sein und hat dir seine alten ausgelatschten dagelassen“, verschlucke ich mich fast vor Lachen.&#8220;</p>
<p>Wir blicken uns um, aber außer uns ist niemand mehr da.<br />
„Los komm“, ruft mir mein Göttergatte zu. „Den kriegen wir!“<br />
Wir hechten zu unserem Auto, das Dank gut angezogener Handbremse auch noch da steht, wo wir es abgestellt haben.<br />
Auf unserer Rückfahrt nehmen wir jeden Fußgänger genauestens unter die Lupe. Besser gesagt, wir schauen jedem auf die Füße. Leider ist uns der Flüchtige doch einige Fußlängen voraus und wir, beziehungsweise mein Mann bleibt in den abgelatschten Schlappen stecken. Allerdings findet er sie so eklig, dass er es vorzieht barfuß zu unserem Hotel zurückzufahren, wo noch andere Badeschlappen auf ihn warten.<br />
Soviel zum Thema „Same, same, but different!“ Aber wie ich uns kenne, wird es nicht lange dauern und wir erleben wieder ein neues &#8222;Abenteuer&#8220;.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht habt Ihr Lust noch mehr Urlaubsgeschichten zu lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/den-schuhen-des-anderen/">In den Schuhen des Anderen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/mit-schaufel-und-eimer/">Mit Schaufel und Eimer</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/stock-und-weisser-bart/">Stock und weißer Bart</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Same, same, but different</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 31 Dec 2015 23:14:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[different]]></category>
		<category><![CDATA[Erfolg]]></category>
		<category><![CDATA[Fortsetzung]]></category>
		<category><![CDATA[neues Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[same]]></category>
		<category><![CDATA[Socken]]></category>
		<category><![CDATA[Suche]]></category>
		<category><![CDATA[Thailand]]></category>
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					<description><![CDATA[Und wieder hat ein neues Jahr begonnen. Wir haben die Sekunden bis Punkt Mitternacht gezählt, haben mit Sekt angestoßen und uns ein gutes neues Jahr gewünscht. Überall stiegen die Raketen in die Luft und allerorts gab es ein prächtiges Feuerwerk. Alljährlich vertreiben wir die bösen Geister des alten Jahres und begrüßen mit großem Hallo das kommende Jahr. Das ähnelt sich irgendwie doch jedes Jahr, es ist eben „Same procedure as every year“. Mir fällt ein Spruch der Thailänder ein, der mir irgendwie passend scheint: „Same, same, but different“. Hierzu möchte ich Euch zwei lustige Begebenheiten aus unserem Leben erzählen. Obwohl sie nichts mit dem Jahreswechsel zu tun haben, wähle ich sie als meine ersten beiden Blogbeiträge aus, um damit das Neue Jahr auf eine lustige Art beginnen zu lassen. Denn Lachen macht fröhlich und so wünsche ich uns allen ein fröhliches 2016! „Ich brauche unbedingt meine schwarzen Socken“, sagt mein Mann in unserem Hotelzimmer in Bangkok. „Zum Anzug kann ich die hellen Socken, die hier noch in der Schublade liegen, nicht anziehen.“ „Ach“, sage ich, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Und wieder hat ein neues Jahr begonnen. Wir haben die Sekunden bis Punkt Mitternacht gezählt, haben mit Sekt angestoßen und uns ein gutes neues Jahr gewünscht. Überall stiegen die Raketen in die Luft und allerorts gab es ein prächtiges Feuerwerk. Alljährlich vertreiben wir die bösen Geister des alten Jahres und begrüßen mit großem Hallo das kommende Jahr. Das ähnelt sich irgendwie doch jedes Jahr, es ist eben „Same procedure as every year“. Mir fällt ein Spruch der Thailänder ein, der mir irgendwie passend scheint: „Same, same, but different“.</strong></p>
<p><span class="dropcap">H</span>ierzu möchte ich Euch zwei lustige Begebenheiten aus unserem Leben erzählen.<br />
Obwohl sie nichts mit dem Jahreswechsel zu tun haben, wähle ich sie als meine ersten beiden Blogbeiträge aus, um damit das Neue Jahr auf eine lustige Art beginnen zu lassen. Denn Lachen macht fröhlich und so wünsche ich uns allen ein fröhliches 2016!</p>
<p>„Ich brauche unbedingt meine schwarzen Socken“, sagt mein Mann in unserem Hotelzimmer in Bangkok. „Zum Anzug kann ich die hellen Socken, die hier noch in der Schublade liegen, nicht anziehen.“<br />
„Ach“, sage ich, „die habe ich waschen lassen, weil ich nicht so viele Socken eingepackt habe. Ich schau gleich mal nach, ob sie schon zurück sind.“<br />
Gut in kleine Plastikpäckchen verpackt, liegt die gewaschene Wäsche im Schrank.<br />
„Hier sind sie!“, rufe ich meinem Mann zu, der auch schon herbei geeilt kommt und mir ungeduldig das keine Päckchen entreißt, aber auch sofort wieder an mich zurückgibt.<br />
„Ich krieg das nicht auf, außerdem hab ich es eilig!“<br />
Kurzerhand zerreiße ich die Plastikfolie und hole die schwarzen Socken heraus.<br />
„Ach“, sage ich heute schon zum zweiten Mal. „Ich glaube das sind die Reisestützstrümpfe, die ich dir für den Langstreckenflug gekauft habe!“<br />
Ganz sicher bin ich mir jedoch nicht, denn sie sehen irgendwie komisch aus.<br />
„Seltsam, was haben die mit denen gemacht?“<br />
Ich halte ziemlich verwaschene und ausgebleichte ehemals scheinbar schwarze sehr dicke Strümpfe in die Höhe. Ich kann mich beim besten Willen nicht erinnern, dass sie so ausgeleiert und verwaschen ausgesehen haben, bevor ich sie zum Waschen gegeben habe. Da stimmt irgendetwas nicht.<br />
„Die zieh ich nicht an!“, verkündet mein Peter auch schon entschieden. „Ich brauch ganz normale Socken, außerdem sind die ziemlich ekelig!“<br />
Das finde ich allerdings auch und kann mich nicht erinnern, dass mein Mann überhaupt jemals solche Socken besessen hat. Außerdem habe ich gerade etwas entdeckt, das auch unmöglich ein Indiz für die Socken meines Peters sein kann. Jeder der beiden Socken hat auf der Unterseite kleinere und größere Löcher.<br />
Während Peter inzwischen seine eigenen Socken ausfindig gemacht hat, stelle ich Vermutungen an.<br />
„Ich bin gestern hier im Hotel von einem älteren Mann aus Alaska angesprochen worden“, erzähle ich meinem Göttergatten.<br />
Ich kombiniere in Gedanken die Dicke der Wollstrümpfe mit der Kälte in Alaska und komme zu dem Schluss, dass diese wohl dem besagten Herrn gehören müssten.<br />
„Schmeiß sie weg!“, ruft mir mein Mann zu, bevor er das Hotel in Richtung Universität verlässt.<br />
„Irgendjemand gehören sie ja wohl“, rufe ich ihm noch nach.<br />
Ich packe die Socken zusammen und fahre mit dem Aufzug nach unten an die Rezeption. Hier versuche ich den Thailändern mit ihren eigenen Worten zu erklären, dass dies nicht unser Eigentum ist. Ich lege ihnen die Socken auf den Empfangstisch:<br />
„Same, same, but different!“, erkläre ich ihnen und sie lächeln mich an.<br />
Nach einigen Erklärungen, erhalte ich wiederum ein Lächeln und ein kräftiges Nicken.<br />
„We will search for your socks!“ <em>(Originalton)</em><br />
Der Herr an der Rezeption greift zum Telefon und ruft das &#8222;Housekeeping&#8220; an. Danach erklärt er mir, dass sie eine große Suche starten würden und wir am Abend die richtigen Socken auf unserem Zimmer hätten. Naja, das würde ja ausreichen, denn am nächsten Tag wollen wir zurück nach Deutschland fliegen.<br />
Schon am Abend als wir nach dem Abendessen in das Hotel zurückkehren, empfängt man uns freudestrahlend an der Rezeption. Man habe die Socken ausfindig gemacht, so erklärt man uns sichtlich erleichtert. Auch wir freuen uns. Nicht etwa, weil unsere Socken so kostbar oder unersetzlich gewesen wären, sondern weil die Thailänder so eifrig nach ihnen gesucht haben und das auch noch mit Erfolg.<br />
Als wir unser Appartement betreten, sehen wir das Plastikpäckchen mit den Socken schon auf dem Tisch liegen. Voller Erwartung packen wir die Socken aus und freuen uns noch mehr. Uns kullern vor Freude nur so die Tränen über die Wangen. Was wir in der Hand halten, sind die selben Socken, die wir vor ein paar Stunden zurück gebracht haben. Sie sind lediglich im Kreis gedreht worden und sind wieder bei uns gelandet, so nach dem Motto „Same, same, but different“. Schwarze Socken sind eben schwarze Socken, egal wie sie sonst noch aussehen.<br />
Am nächsten Tag bei unserer Abreise übergibt mein Mann die Socken wiederum den Bediensteten des Hotels. Wir scherzen, dass wir uns schon jetzt auf Weihnachten und über ein Überraschungspaket aus Thailand freuen, das dann vermutlich die Socken meines Mannes enthalten würde. Die Thailänder lachen uns fröhlich an und wir verabschieden uns bis zum nächsten Jahr.<br />
Übrigens, es kam zu Weihnachten weder ein Sockenpaket aus Thailand an, noch die vermisste Ansichtskarte von Mallorca, von der ich ja auch schon berichtet habe.<br />
Die zweite Geschichte, passend zum Thema „Same, same, but different“, erzähle ich Euch in der Fortsetzung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch noch diese Geschichte zum Jahresanfang  lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ohje-das-faengt-ja-gut/">Ohje, das fängt ja gut an!</a></p>
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		<title>Beim thailändischen Friseur</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/beim-thailaendischen-friseur/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/beim-thailaendischen-friseur/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 26 Nov 2014 06:48:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Bangkok]]></category>
		<category><![CDATA[different]]></category>
		<category><![CDATA[Experiment]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[same]]></category>
		<category><![CDATA[Spaß]]></category>
		<category><![CDATA[thailändischer Friseur]]></category>
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					<description><![CDATA[„Willst du heute ein bisschen Spaß haben?“, fragt mich Peter grinsend. „Wieso, was hast du denn vor?“, stelle ich die Gegenfrage. „Ich muss dringend zum Friseur und mir die Haare schneiden lassen“, erläutert mir mein Mann, der in dieser Hinsicht sehr wagemutig und experimentierfreudig ist. Denn auch in der Türkei hat er schon dieses Experiment gewagt und dabei sowohl die Ohren mit einer kleinen Fackel ausgebrannt, als auch den Kopf eingerenkt bekommen. Wohlgemerkt beim Friseur! „Klar habe ich dazu Lust“, teile ich Peter mit. Erstens geht es nicht um meinen Haarschnitt und zweitens war er schon einmal in Bangkok beim Friseur und das war damals sehr aufregend und lustig. Wir haben also schon eine gewisse Erfahrung, denn auch hier ist alles verglichen mit Deutschland wieder einmal same, same, but different. So ist das eben, wenn man sich im Ausland die Haare schneiden lässt, &#8211; andere Länder &#8211; andere Sitten. Umgekehrt geht es den Thailändern nicht anders, wenn sie in Deutschland sind. So erzählte mir eine thailändische Dozentin, dass sie nach dem ersten Haarschnitt in Deutschland &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>„Willst du heute ein bisschen Spaß haben?“, fragt mich Peter grinsend.</strong></p>
<p><strong>„Wieso, was hast du denn vor?“, stelle ich die Gegenfrage.</strong></p>
<p><strong>„Ich muss dringend zum Friseur und mir die Haare schneiden lassen“, erläutert mir mein Mann, der in dieser Hinsicht sehr wagemutig und experimentierfreudig ist. Denn auch in der Türkei hat er schon dieses Experiment gewagt und dabei sowohl die Ohren mit einer kleinen Fackel ausgebrannt, als auch den Kopf eingerenkt bekommen. Wohlgemerkt beim Friseur!</strong><br />
<strong>„Klar habe ich dazu Lust“, teile ich Peter mit. Erstens geht es nicht um meinen Haarschnitt und zweitens war er schon einmal in Bangkok beim Friseur und das war damals sehr aufregend und lustig. Wir haben also schon eine gewisse Erfahrung, denn auch hier ist alles verglichen mit Deutschland wieder einmal same, same, but different.</strong><br />
<span class="dropcap">S</span>o ist das eben, wenn man sich im Ausland die Haare schneiden lässt, &#8211; andere Länder &#8211; andere Sitten. Umgekehrt geht es den Thailändern nicht anders, wenn sie in Deutschland sind. So erzählte mir eine thailändische Dozentin, dass sie nach dem ersten Haarschnitt in Deutschland erst einmal in Tränen ausgebrochen sei. Das ist auch gar nicht so verwunderlich, denn wer hat in Europa denn schon so großartige Erfahrung mit der Haarstruktur der Asiaten, die ganz im Gegensatz zu unseren „Kopfgewächsen“ steht. Und umgekehrt ist das ebenso der Fall. Peter hat allerdings den Vorteil, dass er sehr viele und dicke Haare hat, die noch dazu so schnell wie Unkraut wachsen.<br />
Wir fahren also in das uns bekannte Friseurgeschäft, wo wir auch sehr freudig und mit der thailändischen Freundlichkeit empfangen werden. Nachdem klargestellt ist, dass Peter derjenige ist, der einen neuen Haarschnitt wünscht, nimmt sich ihm ein schlanker Mann an. Wir erkennen in ihm den Friseur von damals, was uns etwas beruhigt. Nachdem sie unsere höflich und vorsichtig vorgebrachte Bitte, den gesamten folgenden Werdegang fotografieren zu dürfen, mit einem Kopfnicken und Lächeln absegnen, kann es losgehen.<br />
Peter wird in den hinteren Teil des Raumes geführt, indem allerlei Dinge wie Wasserflaschen, Plastikflaschen mit unterschiedlichem Inhalt für den Friseurbedarf vermutlich, Putzeimer, Wischmop, Handtücher, etc. gelagert sind und wo er sich auf einer Art Liegestuhl auf den Rücken legen muss. Sein Kopf liegt in einem Waschbecken. Das ist uns vom letzten Mal bekannt, obwohl er sich damals noch auf eine einfache Pritsche gelegt hat, &#8211; das ist also jetzt schon etwas komfortabler geworden. Wir fangen an zu lachen, aber auch die Thailänder haben ihren Spaß und lachen mit. So wird Peter, bzw. seine Haare werden einshampooniert und mehrmals von einer jungen Frau gewaschen. Als er anschließend mit einem roten um den Kopf geschlungenen Handtuch wieder zu seinem Friseur in den vorderen Ladenteil marschiert, sieht er mit seinem weißen Bart aus wie der Nikolaus höchstpersönlich, was wiederum zu allgemeiner Belustigung beiträgt.<br />
Bei einem kurzen Versuch von Smalltalk, stellt der Friseur die bekannte Frage: „Where do you come from?“<br />
„Germany“, antworte ich kurz und knapp, denn jegliche Ausschmückung würde ihn nur verwirren. Sogleich klopft er sich lächelnd an die Brust und erläutert uns:<br />
„I &#8211; little English!“, dabei deutet der winzige Spalt zwischen seinem Daumen und seinem Zeigefinger an, dass der Wortschatz tatsächlich äußerst begrenzt sein muss. Aber mit Händen und Füßen und der dazu gehörigen Gestik und Mimik funktioniert alles. So deutet er auf eine der Friseurinnen und meint:<br />
„She &#8211; my boss!“<br />
Nachdem ich ihm signalisiere, dass wir ihn verstanden haben, greift er zur Schere und los geht es. Fröhlich schneidet er darauf los und man merkt ihm an, dass es ihm Freude bereitet und er konzentriert arbeitet. Auch das Klicken meiner Kamera stört ihn in keiner Weise.<br />
Peter, der seine Brille beim Haarschneiden immer absetzt und der Dinge harrt, die auf ihn zukommen, wird nun langsam doch etwas nervös.<br />
„Pass doch lieber mal auf, was er so macht!“<br />
„Oh je!“, denke ich. „Wird vielleicht doch etwas kurz, wenn er so weiter schneidet.“ Aber jetzt ist nichts mehr zu ändern, denn die eine Seite ist schon ab.<br />
„Nur Mut! Lass dich überraschen!“, sage ich zu Peter gerichtet.<br />
„Na“, meint er. „Kann ja nicht so viel passieren. Es wächst doch wieder!“<br />
Kopfnickend pflichte ich ihm bei.<br />
Inzwischen habe ich schon eine Menge Erinnerungsfotos gemacht und blicke mich noch ein bisschen im Laden um. Mitten im Raum sitzt ein etwa zehnjähriges Mädchen auf dem Fußboden und bastelt aus einem Karton ein Papphaus.<br />
„Wie ungezwungen das hier zugeht“, denke ich. „Das wäre in Deutschland gar nicht möglich!“</p>
<p>Mein Blick fällt inzwischen wieder auf meinen Göttergatten, der verschiedene Etappen in seinem Aussehen zu durchlaufen scheint. Mit seinem in die Stirn gekämmten Pony sieht er aus wie ein großer bärtiger Junge. Einen Moment später erinnert er mich jedoch an den Sohn der Dinofamilie Sinclair in einer US- amerikanischen Fernsehsendung. Doch anscheinend ist der Endzustand noch nicht erreicht, denn Peter muss nochmals zum Haarwaschen.<br />
Als Peter wieder auf seinem Stuhl sitzt, richtet der Friseur sein Wort oder besser gesagt seine Gesten an mich. Er erkundigt sich, ob er auch Peters Bart und seine Augenbrauen schneiden soll. Nachdem ich hierin eingewilligt habe, Peter wird erst gar nicht gefragt, macht sich der Mann auch diesbezüglich an sein Werk. Dann werden die Haare geföhnt und mit Stylingschaum gestylt und ich muss zugeben, das Ergebnis ist sehr gut. Auch Peter ist vollauf zufrieden und gibt dies auch durch ein gutes Trinkgeld zu erkennen.<br />
Wir haben alle, egal ob deutsch oder thailändisch, viel Spaß miteinander gehabt. Es wird noch ein Abschiedsfoto von Peter und dem Friseur gemacht und zum Schluss zeige ich alle meine Schnappschüsse und die Freude ist auf beiden Seiten groß. Der Friseur lacht und bedankt sich und nachdem er mir noch seine Visitenkarte gegeben hat, erklären wir, dass wir bei unserem nächsten Besuch in Bangkok wieder vorbei kommen werden.</p>
<p>Ob ich mich dann auch traue die thailändischen Friseurkünste zu erproben? Mal sehen!</p>
<p>Übrigens spricht man auch in Thailand vom Hairstylist:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/11/Foto-Friseur1.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter wp-image-1515 size-full" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/11/Foto-Friseur1.jpg" alt="Foto Friseur1" width="720" height="540" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/11/Foto-Friseur1.jpg 720w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/11/Foto-Friseur1-300x225.jpg 300w" sizes="(max-width: 720px) 100vw, 720px" /></a></p>
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