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	<title>Flasche &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Erinnerungen und Angewohnheiten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Oct 2019 21:05:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angewohnheit]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Fernseher]]></category>
		<category><![CDATA[Flasche]]></category>
		<category><![CDATA[Foto]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim Aufräumen bin ich auf ein gerahmtes Foto gestoßen. Hierauf sind zwei Personen abgelichtet. „Ach schau mal an!“, sagt mein Mann, der mir gerade von hinten über die Schulter blickt. „Deine Mutter und mein Opa!“ Ruckartig drehe ich mich um und frage erstaunt: „Wie kommst du denn auf die Idee?“ „Na, das ist doch deine Mutter.“ „Ja, aber…“ „Und das ist mein Opa“, grinst er mich frech an. „Quatsch, das ist doch im Wachsfigurenkabinett aufgenommen und meine Mutter steht neben Albert Einstein, nicht neben deinem Opa. Albert Einstein kennt doch wohl jeder!“, empöre ich mich. „Nicht unbedingt“, gibt mir mein Mann zur Antwort und schürt damit meine Neugier. Diese scheint mir direkt ins Gesicht geschrieben, denn mein Göttergatte meint nur: „Dann will ich deinen Wissensdurst mal stillen: Es war wohl so gegen Ende der Grundschulzeit oder kurz nachdem ich auf das Gymnasium gekommen bin. Damals trug ich immer ein Foto von Albert Einstein in meiner Geldbörse. Das sah zufällig ein Klassenkamerad und er fragte mich, wer das denn sei. Ich antwortete damals, dass es sich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beim Aufräumen bin ich auf ein gerahmtes Foto gestoßen. Hierauf sind zwei Personen abgelichtet.</strong><br />
<strong>„Ach schau mal an!“, sagt mein Mann, der mir gerade von hinten über die Schulter blickt. „Deine Mutter und mein Opa!“</strong><br />
<span class="dropcap">R</span>uckartig drehe ich mich um und frage erstaunt: „Wie kommst du denn auf die Idee?“<br />
„Na, das ist doch deine Mutter.“<br />
„Ja, aber…“<br />
„Und das ist mein Opa“, grinst er mich frech an.<br />
„Quatsch, das ist doch im Wachsfigurenkabinett aufgenommen und meine Mutter steht neben Albert Einstein, nicht neben deinem Opa. Albert Einstein kennt doch wohl jeder!“, empöre ich mich.<br />
„Nicht unbedingt“, gibt mir mein Mann zur Antwort und schürt damit meine Neugier. Diese scheint mir direkt ins Gesicht geschrieben, denn mein Göttergatte meint nur:<br />
„Dann will ich deinen Wissensdurst mal stillen: Es war wohl so gegen Ende der Grundschulzeit oder kurz nachdem ich auf das Gymnasium gekommen bin. Damals trug ich immer ein Foto von Albert Einstein in meiner Geldbörse. Das sah zufällig ein Klassenkamerad und er fragte mich, wer das denn sei. Ich antwortete damals, dass es sich um meinen Opa handeln würde, was er mir auch ohne weitere Rückfragen abgenommen hat. So einfach und so schnell kommt man zu einem Opa“, schließt Peter seine Kurzdarstellung der damaligen Begebenheit ab und wir müssen beide herzlich lachen.<br />
Sein Opa wird beim Mittagessen zufälligerweise ebenfalls wieder zum Gesprächsthema. Seltsam, aber es gibt Tage, an denen sich die Zufälle einfach so aneinanderreihen.<br />
Ich habe passend zur Herbstzeit Kürbissuppe gekocht. Sie schmeckt ausgesprochen lecker, was mir auch mein Mann zu verstehen gibt. Auch die Tatsache, dass er sich zweimal einen Nachschlag nimmt, spricht dafür. Allerdings gibt es auch etwas, das mich total stört. Meint er doch zu mir:<br />
„Und mit ein bisschen M… schmeckt sie noch köstlicher.“<br />
„Hörst du auf!“, rufe ich entsetzt aus. „Das zerstört meine Kochkunst und verändert den Geschmack!“<br />
„Nein, im Ernst, das ist das i-Tüpfelchen, das noch gefehlt hat.“<br />
Schon hält er die besagte kleine Flasche in der Hand und schüttet tüchtig in seine Suppe.<br />
„Aber auf keinen Fall so viel!“<br />
„Mein Opa hat dieses Fläschchen mit seinem Inhalt auch geliebt“, erklärt er mir und hält das besagte Ding mit seiner linken Hand fest umklammert.<br />
„Wer jetzt? Dein Opa? Albert Einstein?“, frage ich abermals völlig irritiert und mit dem Gedanken an die kurze Erzählung von heute Morgen.<br />
„Ach nein! Mein richtiger Opa. Opa K.“, erklärt er mir nun. „Er hielt immer beim Essen die M…flasche fest im Griff. Er hat diesen Geschmack sehr gemocht. Irgendwie muss ich wohl ein Gen von ihm abbekommen haben, denn auch mir schmeckt es mit M… immer alles noch ein bisschen besser.“<br />
„Aha“, sage ich nur kurz und nehme mir ebenfalls noch einen Nachschlag, allerdings ohne M… „Was Männer alles so fest im Griff halten! Ich kenne da auch so einen Gegenstand, den du gerne festhält und nur ungern aus der Hand gibst…“<br />
Leider werden wir an dieser Stelle vom eindringlichen Klingelton unseres Telefons unterbrochen und auch danach bleibt uns keine Zeit mehr für ein weiterführendes Gespräch.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Als ich am Spätnachmittag zwischen zwei Terminen noch in der Stadt unterwegs bin, komme ich an zwei unterschiedlichen Dingen vorbei, die ich unbedingt kaufen muss: Im Supermarkt erstehe ich eine neue M…flasche, die ich meinem Mann mitbringe, aber auch etwas anderes habe ich noch entdeckt: Einen kleinen Albert Einstein, der an einer langen Zugfeder hängt und den man damit lustig auf und ab wippen lassen kann. Schon jetzt freue ich mich auf das Gesicht meines Göttergatten, wenn ich<span class="Apple-converted-space">  </span>ihm am Abend meine beiden Geschenke präsentiere.<br />
Allerdings wird alles etwas später als gedacht und ich komme erst bei Dunkelheit nach Hause. Als ich die Haustüre öffne, kann ich ein stilles Lächeln nicht verbergen, denn ich freue mich schon auf das Gesicht meines Mannes, wenn ich ihm die beiden erstandenen Dinge überreiche. Doch was sehen meine Augen?<br />
Mein Göttergatte liegt nach einem wohl anstrengenden Arbeitstag auf der Couch und ist bei laufendem Fernseher eingeschlafen. Sein rechter Arm ist leicht nach oben angewinkelt und in seiner Hand hält er festumklammert einen Gegenstand: Die Fernbedienung.</p>
<p>Schade, dass er gerade die Augen öffnet, als ich ihm in die andere Hand die M…flasche legen will, sonst hätte ich sofort mein Handy gezückt, um ein Foto zu machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/">Astrid, Opa und das Eis</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/grossvaters-haus/">Großvaters Haus</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Was sagt man dazu?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Jun 2017 22:20:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Flasche]]></category>
		<category><![CDATA[Händler]]></category>
		<category><![CDATA[plaudern]]></category>
		<category><![CDATA[Spucke]]></category>
		<category><![CDATA[Verbot]]></category>
		<category><![CDATA[was]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute melde ich mich mal wieder kurz aus meiner Plauderecke, denn ich muss unbedingt etwas loswerden, was ich vor fast zwei Jahren erlebt habe. Ich habe zuerst überlegt, eine Geschichte daraus zu machen, kam dann aber zu dem Entschluss, dass es an dieser Stelle besser platziert ist. Also lasst uns darüber plaudern: Ihr kennt bestimmt die Situation, wenn sich das Leergut so angesammelt hat, dass es endlich wieder einmal zum Händler gebracht werden muss, um Platz für neue gefüllte Flaschen zu schaffen. Ich bin jedesmal wieder erstaunt darüber, wieviel Geld da so im Keller herumsteht und freue mich, wenn ich dadurch an der Supermarktkasse meine Rechnung schmälern kann. Das ist ja wohl auch der Anreiz, der geschaffen wurde. Man wirft sie nicht einfach weg, sie werden noch verwertet und erhält das gezahlte Pfand zurück. Nun gut, langer Rede kurzer Sinn: Ich stand also wieder einmal am Flaschenrücknahmeautomaten, mit dem ich mich auch manchmal köstlich unterhalte, aber das ist eine andere Geschichte ( Zwischen Kampf und Unterhaltung ). Insgesamt gab es zwei Automaten. Neben mir standen zwei &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute melde ich mich mal wieder kurz aus meiner Plauderecke, denn ich muss unbedingt etwas loswerden, was ich vor fast zwei Jahren erlebt habe. Ich habe zuerst überlegt, eine Geschichte daraus zu machen, kam dann aber zu dem Entschluss, dass es an dieser Stelle besser platziert ist. Also lasst uns darüber plaudern:</strong><br />
<span class="dropcap">I</span>hr kennt bestimmt die Situation, wenn sich das Leergut so angesammelt hat, dass es endlich wieder einmal zum Händler gebracht werden muss, um Platz für neue gefüllte Flaschen zu schaffen. Ich bin jedesmal wieder erstaunt darüber, wieviel Geld da so im Keller herumsteht und freue mich, wenn ich dadurch an der Supermarktkasse meine Rechnung schmälern kann.<br />
Das ist ja wohl auch der Anreiz, der geschaffen wurde. Man wirft sie nicht einfach weg, sie werden noch verwertet und erhält das gezahlte Pfand zurück.<br />
Nun gut, langer Rede kurzer Sinn: Ich stand also wieder einmal am Flaschenrücknahmeautomaten, mit dem ich mich auch manchmal köstlich unterhalte, aber das ist eine andere Geschichte ( <a href="http://lifetellsstories.de/zwischen-kampf-und-unterhaltung/">Zwischen Kampf und Unterhaltung ).</a><br />
Insgesamt gab es zwei Automaten. Neben mir standen zwei Männer, die die Sache mit der Rückgabe der Flaschen sehr ernst nahmen. Sie schienen damit ihr Taschengeld aufzubessern, das sie scheinbar vom Heim bekamen. Sie waren nicht mit Taschen, sondern mit einem gefüllten Karren zum Automaten gepilgert. Auf dem Karren stapelten sich einige Kästen, aber hauptsächlich einzelne Flaschen. Zum großen Teil waren es Bierflaschen, aber auch Wasser- und Limonadenflaschen waren dabei.<br />
Sie schoben also Flasche für Flasche in die vorgesehene Öffnung und freuten sich an dem steigenden Geldbetrag, der auf dem Display sichtbar wurde.<br />
Es dauerte jedoch nicht lange, da stand ein Mitarbeiter des Supermarktes neben ihnen und verwies sie des Marktes. Sie mussten unverrichteter Dinge wieder gehen und durften auch nicht wiederkommen. Auch ihr Bitten half nichts.<br />
Ich war sehr verwundert und fragte nach dem Grund des Verbotes. Als Antwort erhielt ich nur die Auskunft, dass die Flaschen bei einem Fußballspiel gesammelt wurden. Diese und andere Männer würden dies immer wieder tun und sie hätten schon in anderen Märkten Hausverbot. Ich erlaubte mir anzuführen, dass sie ja auch etwas bringen würden, sprich Leergut, wofür sie das Geld bekommen würden. Doch dieses Argument zählte scheinbar nicht, denn man erklärte mir nur, dass die Männer nichts oder nur wenig im Markt kaufen würden und man durch die vielen Flaschen nur mehr Arbeit hätte.<br />
Die beiden Männer mussten mit ihrem gesammelten Leergut gehen und mir blieb sprichwörtlich die Spucke weg.</p>
<p style="text-align: center;">Was sagt Ihr dazu?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/zwischen-kampf-und-unterhaltung/">Zwischen Kampf und Unterhaltung</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/zwiegespraech/">Zwiegespräch</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-blau-des-himmels/">Das Blau des Himmels</a></p>
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