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	<title>Fest &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Weihnachtsmann Willi macht das schon (6)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Dec 2019 13:13:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Engel]]></category>
		<category><![CDATA[Fest]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
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		<category><![CDATA[Mütze]]></category>
		<category><![CDATA[Prinzessin]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmann]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Weihnachtsmann hatte erkannt, dass seine Hilfe dringend erforderlich war und wollte sich auch gleich auf den Weg machen. Doch wohin sollte er zuerst gehen: Zu Elfinchen und der Mäusefamilie? Dort konnte niemand sagen, wo das Zuhause der kleinen Elfe war. Zur Prinzessin und den traurigen Blumen im Schlossgarten?  Sie alle wussten nicht, wo Elfinchen sich aufhielt. Er hätte sie ebenfalls nur in ihrem Kummer trösten können. Zur Elfenfamilie? Wenn sie Elfinchens Aufenthaltsort kennen würden, wären sie alle schon längst dort. „Nein, ich muss mit Überlegung an diese Sache herangehen“, dachte sich Weihnachtsmann Willi. „Allen muss gleichzeitig geholfen werden, so dass niemand länger als nötig dem Kummer ausgesetzt ist.“ Willi stapfte im Weihnachtsland hin und her und grübelte nach, wie er am schnellsten den Bitten aller Parteien nachkommen könnte.  „Na klar!“, schallte seine tiefe Stimme plötzlich durch das himmlische Weihnachtsland. „Ich brauche mein Fernrohr! Wo hab ich es nur letztes Jahr hingelegt?“ Die Engelchen schwirrten nach allen Richtungen aus und suchten mal hier und mal dort.  „Ich habe es an einen Platz gelegt, bei dem &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Weihnachtsmann hatte erkannt, dass seine Hilfe dringend erforderlich war und wollte sich auch gleich auf den Weg machen. Doch wohin sollte er zuerst gehen: Zu Elfinchen und der Mäusefamilie? Dort konnte niemand sagen, wo das Zuhause der kleinen Elfe war. Zur Prinzessin und den traurigen Blumen im Schlossgarten?<span class="Apple-converted-space">  </span>Sie alle wussten nicht, wo Elfinchen sich aufhielt. Er hätte sie ebenfalls nur in ihrem Kummer trösten können. Zur Elfenfamilie? Wenn sie Elfinchens Aufenthaltsort kennen würden, wären sie alle schon längst dort.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„N</span>ein, ich muss mit Überlegung an diese Sache herangehen“, dachte sich Weihnachtsmann Willi. „Allen muss gleichzeitig geholfen werden, so dass niemand länger als nötig dem Kummer ausgesetzt ist.“<br />
Willi stapfte im Weihnachtsland hin und her und grübelte nach, wie er am schnellsten den Bitten aller Parteien nachkommen könnte.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Na klar!“, schallte seine tiefe Stimme plötzlich durch das himmlische Weihnachtsland. „Ich brauche mein Fernrohr! Wo hab ich es nur letztes Jahr hingelegt?“<br />
Die Engelchen schwirrten nach allen Richtungen aus und suchten mal hier und mal dort.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ich habe es an einen Platz gelegt, bei dem ich mir sicher war, dass ich es auch hundertprozentig wieder finden würde. Nur leider habe ich vergessen, wo das war“, Weihnachtsmann Willi kratzte sich unter seiner Weihnachtsmütze, um seinen grauen Zellen zum besseren Nachdenken zu verhelfen.<br />
„Ich hab’s!“, tönte es plötzlich aus der Himmelswerkstatt. „Hier liegt es, neben den alten Stiefeln von Weihnachtsmann Willi.“<br />
„Na also, ich sag doch, ich habe es gut und sicher verwahrt!“, meinte Willi nur und ließ sich das Fernrohr bringen, um sofort hindurchzusehen.<br />
Alle Engelchen waren im Nu um ihn herum versammelt und waren gespannt, was der Weihnachtsmann wohl sehen würde. Doch dieser gab nur hin und wieder ein paar Worte von sich:</p>
<p>„Aha!!!“</p>
<p>„Soso!!!“</p>
<p>„Achja!!!“</p>
<p>„Na also!!!“</p>
<p>„Was ist? Was hast du gesehen?“, fragten die Engelchen im Chor und Weihnachtsmann Willi erklärte:<br />
„Aha, das ist also Elfichen. Soso, die Mäusekinder Eddi, Bob und Babsi versuchen die kleine Elfe zu trösten. Achja, hier ist der Schlossgarten mit den Blümchen und Prinzessin Annelie. Na also und hier haben wir auch die Elfenfamilie, die voller Sorge um Elfichen ist.“<br />
„Und jetzt?“, fragten die Engelchen neugierig.<br />
„Jetzt fliegt ihr zur Elfenfamilie, tröstest alle und sagt ihnen, dass sie bald abgeholt werden“, erteilte Weihnachtsmann Willi den drei Engelchen dort drüben in der linken Ecke den Auftrag.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ihr drei dort vorne, teilt Elfinchen mit, dass bald alles wieder in Ordnung ist und fordert die Mäusefamilie dazu auf, ihre Instrumente zu holen!“<br />
Kaum hatte Weihnachtsmann Willi ausgesprochen, deutete er auch schon auf die nächste kleine Engelsgruppe.<br />
„Und ihr drei dort in der rechten Ecke, ihr geht sofort ins Schloss und sagt der Königsfamilie sie sollen mit Prinzessin Annelie zu dieser Adresse reiten. Sie sollen sich warm anziehen und auch eine kuschelige Jacke für Elfinchen mitnehmen. Es wird für sie allerdings ein weiter Weg sein, doch am Ende wird sie dort alle Elfinchen erwarten“, mit diesen Worten reichte Weihnachtsmann Willi den drei Engelchen einen Zettel mit der Wegbeschreibung zum Schloss und von dort zur Mäusefamilie. „Aber vergesst nicht den Blümchen im Schlossgarten schnell noch ein wenig Wasser zu geben.“<br />
„Und was ist mit uns?“, fragten nun die drei kleinen Engelchen, die in der hintersten Ecke des himmlischen Weihnachtslandes ganz enttäuscht standen.<br />
„Ihr spannt nun die Rentiere vor meinen Schlitten, packt in meinen großen Sack ganz viele Geschenke und kommt dann mit mir. Wir fahren zuerst die Elfenfamilie abholen und dann fahren wir allesamt zur Mäusefamilie und Elfinchen.“<br />
Tja und so war nicht nur allerlei Trubel im Weihnachtsland, sondern auch auf der Erde herrschte große Aufregung. Als Weihnachtsmann Willi mit seinem vollbeladenen Schlitten, den Engelchen und der Elfenfamilie bei der Mäusefamilie ankam, kam auch die Königsfamilie mit Prinzessin Annelie auf prächtigen weißen Pferden angeritten.<br />
Ich kann Euch gar nicht sagen, welch große Wiedersehensfreude das war. Die Mäusefamilie musizierte und alle umarmten sich glücklich. Sie feierten ein rauschendes Fest, packten alle ihre Geschenke aus und dankten Weihnachtsmann Willi für die glückliche Zusammenführung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-glitzersternchen/">Das Glitzersternchen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/gelungene-ueberraschung/">Gelungene Überraschung</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Kindersorgen, Kinderfreuden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Mar 2018 18:42:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Eier]]></category>
		<category><![CDATA[Fest]]></category>
		<category><![CDATA[Frau Holle]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Osterhase]]></category>
		<category><![CDATA[Tränen]]></category>
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					<description><![CDATA[Kindersorgen, Kinderfreuden Klein Lieschen erwacht fröhlich am frühen Morgen. Doch irgendetwas stört sie an der jetzigen Situation, macht sie traurig und wirbelt auf ihre Emotion. Der Blick aus dem Fenster bereitet ihr große Sorgen. „Mama, was ist nur los da draußen hier und jetzt? Hab ich Ostern und den Osterhasen verschlafen? Oder will Frau Holle den Osterhasen bestrafen?“, fragt sie schnell die Mutter und schaut ganz entsetzt. „Warum nur schüttelt sie gerade ihre Betten aus?“ „Ach“, Mutter spricht. „Sie macht den Frühjahrsputz. Wirft hinaus den ganzen Dreck und Winterschmutz. So schafft sie Ordnung überall in ihrem Wolkenhaus.“ Tränen kullern dem Mädchen über beide Wangen. „Wird der Osterhase trotzdem zu uns kommen?“ Er weiß doch, er ist jederzeit bei uns willkommen!“ „Ostern kommt der Osterhase, du musst nicht bangen.“ „Aber er wird sicher bekommen nasse Pfoten, wenn er die Ostereier versteckt draußen im Garten. Ach, Mama ich kann es gar nicht mehr erwarten, Ist denn Schnee an Ostern nicht verboten?“ „Vielleicht hat er die Ostereier im Haus versteckt, du musst nur suchen überall und in allen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff0000;">Kindersorgen, Kinderfreuden</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #0000ff;">Klein Lieschen erwacht fröhlich am frühen Morgen. </span><br />
<span style="color: #0000ff;">Doch irgendetwas stört sie an der jetzigen Situation,</span><br />
<span style="color: #0000ff;">macht sie traurig und wirbelt auf ihre Emotion.</span><br />
<span style="color: #0000ff;">Der Blick aus dem Fenster bereitet ihr große Sorgen.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #008000;">„Mama, was ist nur los da draußen hier und jetzt?</span><br />
<span style="color: #008000;">Hab ich Ostern und den Osterhasen verschlafen?</span><br />
<span style="color: #008000;">Oder will Frau Holle den Osterhasen bestrafen?“,</span><br />
<span style="color: #008000;">fragt sie schnell die Mutter und schaut ganz entsetzt.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff6600;">„Warum nur schüttelt sie gerade ihre Betten aus?“</span><br />
<span style="color: #ff6600;">„Ach“, Mutter spricht. „Sie macht den Frühjahrsputz.</span><br />
<span style="color: #ff6600;">Wirft hinaus den ganzen Dreck und Winterschmutz.</span><br />
<span style="color: #ff6600;">So schafft sie Ordnung überall in ihrem Wolkenhaus.“</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #800080;">Tränen kullern dem Mädchen über beide Wangen.</span><br />
<span style="color: #800080;">„Wird der Osterhase trotzdem zu uns kommen?“</span><br />
<span style="color: #800080;">Er weiß doch, er ist jederzeit bei uns willkommen!“</span><br />
<span style="color: #800080;">„Ostern kommt der Osterhase, du musst nicht bangen.“</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #993366;">„Aber er wird sicher bekommen nasse Pfoten,</span><br />
<span style="color: #993366;">wenn er die Ostereier versteckt draußen im Garten.</span><br />
<span style="color: #993366;">Ach, Mama ich kann es gar nicht mehr erwarten,</span><br />
<span style="color: #993366;">Ist denn Schnee an Ostern nicht verboten?“</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #339966;">„Vielleicht hat er die Ostereier im Haus versteckt, </span><br />
<span style="color: #339966;">du musst nur suchen überall und in allen Ecken,</span><br />
<span style="color: #339966;">dann wirst du die Osternester schon entdecken.</span><br />
<span style="color: #339966;">Das macht dir bestimmt viel Spaß im Endeffekt.“</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #ff9900;">Klein Lieschen springt aus dem Bett geschwind.</span><br />
<span style="color: #ff9900;">Vor Aufregung ihre Wangen zu glühen beginnen,</span><br />
<span style="color: #ff9900;">sie sucht im Flur und auch im Zimmer drinnen.</span><br />
<span style="color: #ff9900;">Groß ist die Freude bei den Eltern und dem Kind.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #3366ff;">„Mama, Papa schaut, welch ein herrliches Osternest!</span><br />
<span style="color: #3366ff;">Juhu, darin liegt ein rotes, blaues und ein gelbes Ei!</span><br />
<span style="color: #3366ff;">Und ein Schokoladenhase ist auch noch dabei!“</span><br />
<span style="color: #3366ff;">Danke, lieber Osterhase für das schöne Osterfest.“</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Mit diesem kleinen Gedicht bedanke ich mich bei allen meinen Lesern und wünsche Euch ein schönes Osterfest.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #ff0000;">F</span>  </strong><strong><span style="color: #ffff00;">r</span>  <span style="color: #339966;">o</span> <span style="color: #0000ff;"> h</span>  <span style="color: #ff6600;">e</span>    <span style="color: #ff0000;">O</span>  <span style="color: #008000;">s</span> <span style="color: #3366ff;"> t</span> <span style="color: #ffff00;"> e</span>  <span style="color: #ff00ff;">r</span>  <span style="color: #008000;">n</span> <span style="color: #ff0000;"> !</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ei-ei-ei-und-noch-ein-ei/">Ei, Ei, Ei und noch ein Ei</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/4093-2/">Klein-Astrid und der Osterhase</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/osterhasenabenteuer/">Osterhasenabenteuer</a></p>
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		<title>Ein schönes Geschenk</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/ein-schoenes-geschenk/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Dec 2014 20:06:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Advent]]></category>
		<category><![CDATA[alte Dame]]></category>
		<category><![CDATA[Fest]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
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		<category><![CDATA[schenken]]></category>
		<category><![CDATA[Trubel]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Am dritten Adventswochenende haben wir uns kurzentschlossen in den Trubel gestürzt. „Lass uns nach Berlin fahren und uns dem Rausch des Weihnachtsshoppings hingegeben“, habe ich meinem Mann vorgeschlagen. Es war einfach nur unbeschreiblich und schon ein bisschen  seltsam, wenn anscheinend alle zur gleichen Zeit auf die gleiche Idee kommen. Menschenmassen strömten durch die Straßen Berlins hinein in das Getümmel in den Kaufhäusern und den Weihnachtsmärkten.  Vom ersten Stock des Alexa aus konnte ich den Menschenstrom beobachten, der sich durch die weit geöffnete Tür auf der einen Seite den Weg nach innen und auf der anderen Seite nach außen bahnte. „Der Mensch ist tatsächlich ein Herdentier!“, dachte ich mir und mischte mich ebenfalls unter das Volk. Überall nur Schlangen, vor den Eingangstüren der Kaufhäuser, an den Kassen, an den Ständen, vor den Parkhäusern und selbstverständlich vor den Toiletten. „Warum tun wir Menschen uns dies nur jedes Jahr immer wieder an? Werden wir denn nicht schlauer?“, frage ich mich insgeheim. Eigentlich schon. Man nimmt es sich jedenfalls vor, doch das vorletzte Wochenende vor Weihnachten packt uns dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Am dritten Adventswochenende haben wir uns kurzentschlossen in den Trubel gestürzt. „Lass uns nach Berlin fahren und uns dem Rausch des Weihnachtsshoppings hingegeben“, habe ich meinem Mann vorgeschlagen. Es war einfach nur unbeschreiblich und schon ein bisschen  seltsam, wenn anscheinend alle zur gleichen Zeit auf die gleiche Idee kommen. Menschenmassen strömten durch die Straßen Berlins hinein in das Getümmel in den Kaufhäusern und den Weihnachtsmärkten. </strong></p>
<p><span class="dropcap">V</span>om ersten Stock des Alexa aus konnte ich den Menschenstrom beobachten, der sich durch die weit geöffnete Tür auf der einen Seite den Weg nach innen und auf der anderen Seite nach außen bahnte. „Der Mensch ist tatsächlich ein Herdentier!“, dachte ich mir und mischte mich ebenfalls unter das Volk. Überall nur Schlangen, vor den Eingangstüren der Kaufhäuser, an den Kassen, an den Ständen, vor den Parkhäusern und selbstverständlich vor den Toiletten. „Warum tun wir Menschen uns dies nur jedes Jahr immer wieder an? Werden wir denn nicht schlauer?“, frage ich mich insgeheim. Eigentlich schon. Man nimmt es sich jedenfalls vor, doch das vorletzte Wochenende vor Weihnachten packt uns dann doch wieder die Unvernunft und unter dem Vorwand nur ein paar Kleinigkeiten zu besorgen, sind wir unversehens wieder mitten drin im Leben. Wie die Ameisen tragen wir unsere Schätze nach Hause. Dafür, dass wir und alle anderen eigentlich nichts brauchen, haben wir an diesem Nichts ganz schön zu schleppen. Zu Hause wird dieses Nichts hübsch verpackt, gut versteckt, dann am Heiligen Abend unter den Tannenbaum gelegt und bei der Bescherung an die Lieben verteilt.<br />
Weihnachten ist das Fest der Freude und der Liebe. Aus Freude über die Geburt Jesu brachten damals die drei Weisen aus dem Morgenland ebenfalls Geschenke mit, nämlich Gold, Myrrhe und Weihrauch.<br />
So liegt nichts näher als unseren Lieben an diesem Fest ebenfalls eine Freude zu machen. Beschenkt zu werden bereitet Freude, idealerweise sogar auf beiden Seiten. (Dass in unserer heutigen Gesellschaft Weihnachten und damit auch das Schenken weitestgehend kommerzialisiert wird, steht auf einem anderen Blatt und sei hier auch nur nebenbei erwähnt.)<br />
Wichtig ist auch, das richtige Versteck für unser Geschenk zu wählen, denn der oder die Beschenkten sollten es zu ihrer eigenen Freude auch erst am Heiligen Abend unter dem Weihnachtsbaum finden.<br />
Meine Mutter erzählte mir diesbezüglich vor langer Zeit einmal eine Geschichte aus ihrer eigenen Kindheit:<br />
Ihr Bruder wusste, dass sie gerne las und kaufte ihr ein Buch. Noch heute weiß meine Mutter den Titel dieses Buches: „Der Trotzkopf“. Mein Onkel hatte es auch gut versteckt, aber anscheinend nicht gut genug, jedenfalls nicht für meine Mutter. Ich frage mich, ob es ein zufälliger Fund war oder ob meine Mutter damals sehr systematisch alle Ecken ausgesucht hatte, um schon vor Weihnachten einen Blick auf die Geschenke werfen zu können. Sie entdeckte jedenfalls das genannte Buch und verzog sich damit an einen stillen Ort, wo sie so schnell niemand vermutete. Zunächst wollte sie nur ein wenig das Buch durchblättern, doch die Buchstaben schienen sie magisch anzuziehen, denn sie fing an zu lesen.<br />
„Nur ein paar Seiten“, überlegte sie wohl. „Dann lege ich das Buch wieder zurück.“<br />
Gesagt, &#8211; getan. Doch schon am nächsten Tag holte sie es in einem geeigneten Moment wieder hervor. Die Hauptperson des Buches, ein zu Beginn der Erzählung 15jähriges Mädchen und dessen Leben zogen meine Mutter so in den Bann, dass sie fortan in jeder geeigneten Minute das Buch hervorholte und las. So passierte, was passieren musste: Sie hatte das Buch noch vor dem Heiligen Abend zu Ende gelesen. Als ihr Bruder bei der Bescherung das Buch eingepackt in ihre Hände legte und schon ihr freudiges Lächeln erwartete, schob sie es etwas zu schnell zur Seite und meinte kleinlaut: „Ach, ein Buch!“<br />
Das wiederum verwunderte den Bruder sehr, denn er wusste, dass seine Schwester eine leidenschaftliche Leserin war. Gleichzeitig machte ihn das seltsame Verhalten auch stutzig und regte ihn zu einer nicht gerade unwahrscheinlichen Vermutung an:<br />
„Das kleine Os (Biest) hat das Buch gefunden und ausgelesen!“, sollen laut den Erinnerungen meiner Mutter seine Worte gewesen sein.<br />
Eigentlich schade! Ich kann mir gut vorstellen, wie enttäuscht mein Onkel gewesen sein muss. Er hatte meiner Mutter ein Geschenk machen wollen, an dem sie Freude hätte und er hatte es bestimmt mit Liebe und Bedacht ausgesucht. Es war ja wohl auch ein gelungenes Geschenk, denn Freude hatte es meiner Mutter offensichtlich bereitet. Nur leider zum falschen Zeitpunkt. So hatte der Bruder nichts von der eigentlichen Freude meiner Mutter gespürt und zum Zeitpunkt des Schenkens war die Freude schon verflogen.<br />
Man sieht beim Schenken sollte die Freude auf beiden Seiten sein.<br />
Ich freute mich als Kind immer so sehr drauf, dass der Beschenkte sich freute, dass ich mein Geheimnis nicht für mich behalten konnte. So sagte ich zu meiner Mutter: „Ich kann es dir ja verraten, was ich dir schenken will, aber du musst es gleich wieder vergessen.“<br />
Ähnlich ergeht es manchmal noch heute unserem Sohn, denn er hat mich schon gar manches Mal gefragt: „Ich kann es dir doch auch gleich geben, oder?“ Ich muss dazu sagen, ich habe bisher immer dieser Versuchung widerstanden und doch lieber abgewartet.<br />
Das größte Geschenk, das man einem Menschen machen kann, ist ihm Zeit zu schenken. Zeit, die man gemeinsam mit demjenigen verbringt. Ich habe neulich eine wahre Geschichte von einem Taxifahrer in New York gelesen, der einer alten Dame dieses Geschenk gemacht hat und ihr damit wahrscheinlich sogar eine große letzte Freude bereitet hat (http://www.steffenkirchner.de/blog/zeit-als-geschenk-eine-bewegende-geschichte/ Stand: 14.12.2014).<br />
Dieser Taxifahrer wurde zu einem Haus gerufen und der Fahrgast war eine 90jährige Dame. Ihr Fahrziel war ein Hospiz. Sie wollte unbedingt durch die Innenstadt fahren, obwohl dies einen erheblichen Umweg bedeutete. Sie zeigte dem Taxifahrer das Haus, in dem sie in jungen Jahren mit ihrem verstorbenen Mann gelebt hatte, das Hotel in dem sie an der Rezeption gearbeitet hatte, ein Möbelhaus, das früher eine Tanzbar gewesen war und wo sie selbst früher das Tanzbein geschwungen hatte. Sie fuhren die ganze Nacht durch die Stadt und manchmal bat sie den Taxifahrer an bestimmten Häusern oder Häuserreihen langsamer zu fahren. Schweigend betrachtete sie dann alles und es schien dem Taxifahrer als hätte sie sich auf eine Zeitreise begeben. Als schon der Morgen graute bat sie ihn dann zu ihrem eigentlichen Ziel zu fahren, wo man sie schon längst erwartet hatte. Sie hatte keine Familie mehr und war ganz allein. Der Arzt hatte ihr gesagt, dass sie nicht mehr lange zu leben hätte. Der Taxifahrer, der übrigens kein Geld für diese Fahrt verlangte, hatte ihr seine Zeit geschenkt, denn diese Fahrt sollte für den Abend seine letzte sein, dann hätte seine Schicht geendet. Mit dieser Zeit hatte er der alten Dame ein Geschenk gemacht, das unendlich mehr wert war als ein Sack voller Dollarscheine.<br />
In unserer oft hektischen Welt Zeit füreinander zu haben, auf einander einzugehen und sich freundlich zu begegnen ist ein Geschenk, das vielfach unterschätzt wird, das aber einfach nur selbstverständlich sein sollte. Dies konnte ich an dem hektischen 3. Adventwochenende gewissermaßen als Zeuge miterleben.<br />
Wir standen gerade in einem Kaufhaus vor einer Schmuckvitrine und betrachteten die Auslage, beziehungsweise ließen uns verschiedene Schmuckstücke zeigen. Auf einmal hörte ich eine junge Frau neben mir sagen: „Sie sind wie ein richtiges vorweihnachtliches Geschenk! Sie sind eine wirklich nette Verkäuferin!“<br />
Ich blickte von der jungen Frau zu der betreffenden Verkäuferin und konnte alles nachvollziehen, denn im Gegensatz zu der uns bedienenden Verkäuferin, die nur mürrisch ihre Arbeit verrichtete, hatte ihre Kollegin Freude an ihrer Arbeit. Sie machte sozusagen mit ihrer Zeit und Freundlichkeit der Kundin eine Freude. Beide strahlten sich an und schenkten sich gewissermaßen gegenseitig ihre Freude.</p>
<p style="text-align: center;">Es sind eben doch die kleinen Dinge im Leben, die uns Freude bereiten und uns strahlen lassen. Momente des Glücks inmitten einer hektischen Welt.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Ein schönes Geschenk!</strong></p>
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