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	<title>Euro &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Einkaufsfreuden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2020 20:31:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Einkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Euphorie]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Tag]]></category>
		<category><![CDATA[Tomaten]]></category>
		<category><![CDATA[Vegetarisch]]></category>
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					<description><![CDATA[Opa Max und Oma Marianne haben an diesem Wochenende Besuch von Enkelsohn Alex und dessen Freundin Tina. Sie haben am Samstagmorgen gemütlich gefrühstückt oder sollte man besser den eingedeutschten Begriff „gebruncht“ verwenden?! Inzwischen ist der Vormittag schon vorbei und das Mittagessen wäre angesagt, würden nicht alle über das ausgeprägte Sättigungsgefühl sprechen. „Also lassen wir das Mittagessen ausfallen und am Abend gibt es dann selbstgemachte Pizza“, schlägt Oma Marianne vor. Alle nicken und sind mit diesem Vorschlag einverstanden. Doch da schaltet sich Opa Max ein: „Und morgen wird gegrillt. Wir haben doch eine Dorade und Lachs gekauft, lasst uns den Fisch einfach auf den Grill legen.“ „Ohja Lachs“, begeistert sich Tina. „Och nö!“, meint Enkel Alex, „ich mag eigentlich keinen Fisch. Kannst du nicht was Vegetarisches kochen?“ Oma Marianne macht einige Vorschläge, doch das passt ihrem Göttergatten nicht.  „Immer diese gesunden Sachen. Ich habe mich so auf das Grillen gefreut und der Fisch muss schließlich auch gegessen werden.“ „Gut“, sagt die Oma, „das ist ein Argument, das ich gelten lasse. Und gesund ist Fisch ja auch.“ „Und &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Opa Max und Oma Marianne haben an diesem Wochenende Besuch von Enkelsohn Alex und dessen Freundin Tina. Sie haben am Samstagmorgen gemütlich gefrühstückt oder sollte man besser den eingedeutschten Begriff „gebruncht“ verwenden?! Inzwischen ist der Vormittag schon vorbei und das Mittagessen wäre angesagt, würden nicht alle über das ausgeprägte Sättigungsgefühl sprechen.</strong><br />
<span class="dropcap">„A</span>lso lassen wir das Mittagessen ausfallen und am Abend gibt es dann selbstgemachte Pizza“, schlägt Oma Marianne vor.<span class="Apple-converted-space"> </span>Alle nicken und sind mit diesem Vorschlag einverstanden.<br />
Doch da schaltet sich Opa Max ein:<br />
„Und morgen wird gegrillt. Wir haben doch eine Dorade und Lachs gekauft, lasst uns den Fisch einfach auf den Grill legen.“<br />
„Ohja Lachs“, begeistert sich Tina.<br />
„Och nö!“, meint Enkel Alex, „ich mag eigentlich keinen Fisch. Kannst du nicht was Vegetarisches kochen?“<br />
Oma Marianne macht einige Vorschläge, doch das passt ihrem Göttergatten nicht.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Immer diese gesunden Sachen. Ich habe mich so auf das Grillen gefreut und der Fisch muss schließlich auch gegessen werden.“<br />
„Gut“, sagt die Oma, „das ist ein Argument, das ich gelten lasse. Und gesund ist Fisch ja auch.“<br />
„Und ich?“, fragt Alex.<br />
„Da lässt sich auch was in Richtung vegetarisch machen, abgesehen davon, dass du ja kein wirklicher Vegetarier bist“, grinst die ältere Dame. „Lass Oma mal machen, ich habe alles Nötige bereits eingekauft und Gemüse kann man auch grillen…“<br />
Doch das hört eigentlich schon niemand mehr, denn die beiden Männer haben etwas vor. Sie wollen eine Probefahrt mit Alex&#8216; neuem Auto machen und sind schon auf dem Weg in die Garage. Denkt Oma Marianne zumindest. Eine Viertelstunde später wirft sie so nebenbei einen Blick aus dem Fenster. Wer steht da am nachbarlichen Gartenzaun und unterhält sich? Ihre beiden Männer.<br />
Eine weitere Viertelstunde später, stecken die Beiden den Kopf zur Haustür herein und Opa Max verkündet:<br />
„Wir fahren jetzt. Kann eine Weile dauern. Ach übrigens: Unsere Nachbarn, Stefan und Silke und ihre Zwillinge kommen morgen Abend zum Grillen vorbei.“<br />
„Da muss ich aber schnell noch was besorgen, sonst reicht es nicht für so viele Personen“, ruft Oma und läuft zur Tür.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Mittlerweile sitzen ihr Mann und ihr Enkelsohn schon im Auto. Während Alex das Beifahrerfenster öffnet, startet Opa Max den Motor.<br />
„Schickt mir eine SMS, was noch eingekauft werden muss. Wir kümmern uns um alles.“<br />
„Mach ich!“, antwortet seine Freundin Tina.<br />
„Okay!“, stimmt auch Oma zu. „Denkt aber bitte daran, um 20 Uhr schließen die Geschäfte und morgen ist Sonntag!“<br />
Das Beifahrerfenster schließt sich langsam, während Alex noch etwas antwortet. Oma versteht allerdings nur Bruchstücke.<br />
„Kein Problem…. Stadt…. Mitternacht… einkau…“, dann ist die Scheibe oben und das Auto biegt um die nächste Straßenecke.<br />
„Oh nein“, denkt sich die Großmutter insgeheim. „Die werden doch nicht auf den allerletzten Drücker einkaufen.“<br />
Tina und die Großmutter überlegen schon mal, was ihnen noch fehlt. Lange ist die Liste nicht.</p>
<p style="text-align: center;">Tomaten,<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p style="text-align: center;">Baguette,</p>
<p style="text-align: center;">Salat,</p>
<p style="text-align: center;">2 Flaschen Rotwein.</p>
<p style="text-align: left;">Mehr ist es nicht, denn alles andere ist vorrätig. Also machen sie sich  auch keine weiteren Gedanken und freuen sich auf den Sonntag.<br />
Kurz darauf erhalten sie eine SMS von den Nachbarn:<br />
„Wir freuen uns und bringen morgen 5 Steaks und Grillkäse mit.“<br />
Um unnötige Doppelkäufe zu vermeiden, leitet Tina diese SMS an Alex weiter, denn Opa Max ignoriert sein Handy meistens.<br />
Kurz vor 20 Uhr sind die beiden Männer immer noch nicht zurück, aber gegen 20:30 trudeln sie endlich wieder ein und Oma Marianne kann kaum ihren Augen trauen. Die beiden Männer öffnen den Kofferraum und schleppen zwei große vollbepackte Kisten ins Haus.<br />
„Was habt ihr denn alles gekauft? Das passt doch gar nicht mehr in meinen Kühlschrank.“<br />
Händeringend beobachten Tina und die Großmutter wie sich die Kisten leeren.<br />
„Wieso in aller Welt habt ihr sooo viel Tomaten gekauft. Das sind ja mindestens 2 Kilo!“, wundert sich Oma. &#8222;&#8230;und auch noch Grillkäse und 8 Steaks und 8 Würstchen.&#8220;<br />
„Habt ihr denn nicht die SMS gelesen?“, fragt Tina. „Die Nachbarin bringt selbst schon 5 Steaks mit.“<br />
„Wo ist das Baguette?“<br />
„Haben wir keins mehr bekommen, aber Peperoni-Chiabatta haben wir zwei Stück und außerdem noch ein Körnerbrot“, mit diesen Worten packt Opa Max 2 Packungen Fertigsalat, einen kleinen Eimer Senfgurken, zwei Packungen Fleischsalat und ein Eimerchen Kartoffelsalat aus. Danach folgen etliche Bierflaschen, allerdings keine einzige Flasche Rotwein.<br />
„Das stand doch gar nicht auf der Liste und außerdem schmeckt das Fertigzeug nicht!“, sagt Marianne entsetzt. „Das macht man selbst!“<br />
„Quatsch, das will ich verfeinern!&#8220;, verteidigt sich ihr Gatte. &#8222;Warte nur mal ab.“<br />
„Aha!“<br />
„Und hier haben wir noch Chips!“, strahlt der Enkelsohn und hält drei Tüten Chips in die Luft.<br />
Den beiden Frauen verschlägt es die Sprache, aber sie merken, dass ihre beiden Männer sichtlich stolz auf ihren Großeinkauf sind und wohl voller Euphorie und mit einem großen Hungergefühl den Supermarkt nach Essbarem durchforstet haben. Zumindest der stattliche Preis gleicht dem eines ausgiebigen Wocheneinkaufs.<br />
Nach dem Abendessen, das schon fertig ist, sinkt Opa Max in den Wohnzimmersessel und streckt alle Viere von sich. In Sekundenschnelle ist er erschöpft vom Tagesgeschehen eingeschlafen. Die anderen suchen begleitet von Opas leichtem Schnarchen in der Mediathek nach einem schönen Film.  Plötzlich verstummen die Schnarchlaute und die Stimme des schlafenden Großvaters ist zu hören. Ihn scheint wohl der Einkauf nachhaltig beeindruckt zu haben, denn im Schlaf sagt er nun ganz ernst:<br />
„1 Euro 75!“<br />
Dann ertönen wieder die gleichmäßigen Schnarchlaute.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/mit-brille-waere-das-nicht-passiert-oder-doch/">Mit Brille wäre das nicht passiert, – oder doch?</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/gedankenverloren/">Gedankenverloren</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/man-lernt-nie-aus/">Man lernt nie aus</a></p>
<p>* Das Beitragsbild habe ich in einem Auslandsurlaub von einem Plakat abfotografiert und anschließend leicht verändert. Leider weiß ich nicht mehr, wo es war und habe auch keine Kenntnis davon, wer der Künstler ist.</p>
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		<title>Was klappert denn da?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jul 2017 22:23:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[bekannt]]></category>
		<category><![CDATA[Bullauge]]></category>
		<category><![CDATA[Cent]]></category>
		<category><![CDATA[Euro]]></category>
		<category><![CDATA[Farbe]]></category>
		<category><![CDATA[klappert]]></category>
		<category><![CDATA[Münze]]></category>
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					<description><![CDATA[Frau Erna Schimmelpfennig hat heute Waschtag. Sie leert gerade die Hosentaschen ihres Mannes, denn er hat immer allen möglichen Krimskrams in seinen Taschen versteckt. Manchmal sind es Schrauben, dann wieder irgendwelche Merkzettel. Heute ist es jedoch ein Fünfzig-Centstück. Sie nimmt es heraus und legt es achtlos auf die Waschmaschine. Plötzlich klingelt es an der Haustür. Tilly steht davor. Sie hat einen 20 Euroschein in der Hand. „Hallo Tilly“, begrüßt Frau Schimmelpfennig ihre Nachbarin. „Willst du mir Geld schenken, weil du so mit dem Schein wedelst?“ „Ach“, sagt Tilly ganz außer Puste. „Ich wollte für unseren jüngsten Enkelsohn ein Geschenk basteln, aus lauter Kleingeld.“ „Ich ahne schon, was du von mir willst. Ich soll für dich den Wechselautomaten spielen“, lacht Erna, woraufhin Tilly verlegen mit den Schultern zuckt und noch zwei Zehn- und zwei Fünf-Euroscheine aus der Jackentasche zieht. „Na, da will ich mal sehen, was ich für dich tun kann.“ Erna und Tilly sitzen sich mittlerweile am Küchentisch gegenüber. Zwischen ihnen steht eine Dose, in der es schon beim Hochheben verdächtig klimpert. „Erwin leert manchmal &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Frau Erna Schimmelpfennig hat heute Waschtag. Sie leert gerade die Hosentaschen ihres Mannes, denn er hat immer allen möglichen Krimskrams in seinen Taschen versteckt. Manchmal sind es Schrauben, dann wieder irgendwelche Merkzettel. Heute ist es jedoch ein Fünfzig-Centstück. Sie nimmt es heraus und legt es achtlos auf die Waschmaschine. Plötzlich klingelt es an der Haustür. Tilly steht davor. Sie hat einen 20 Euroschein in der Hand.</strong><br />
<span class="dropcap">„H</span>allo Tilly“, begrüßt Frau Schimmelpfennig ihre Nachbarin. „Willst du mir Geld schenken, weil du so mit dem Schein wedelst?“<br />
„Ach“, sagt Tilly ganz außer Puste. „Ich wollte für unseren jüngsten Enkelsohn ein Geschenk basteln, aus lauter Kleingeld.“<br />
„Ich ahne schon, was du von mir willst. Ich soll für dich den Wechselautomaten spielen“, lacht Erna, woraufhin Tilly verlegen mit den Schultern zuckt und noch zwei Zehn- und zwei Fünf-Euroscheine aus der Jackentasche zieht.<br />
„Na, da will ich mal sehen, was ich für dich tun kann.“<br />
Erna und Tilly sitzen sich mittlerweile am Küchentisch gegenüber. Zwischen ihnen steht eine Dose, in der es schon beim Hochheben verdächtig klimpert.<br />
„Erwin leert manchmal sein Portemonnaie“, erklärt Erna der Nachbarin. Er mag das viele Kleingeld nicht. Nur 50 Centstücke und das Silbergeld behält er. Mal sehen, wie weit wir kommen.“<br />
Eine ganze Weile ist es still in der Küche, denn die beiden Frauen sind mit dem Zählen der Münzen beschäftigt. Dann ziehen sie einen Schlussstrich und stellen fest, dass Erna fast 50 Euro in ihrer Büchse gesammelt hat.<br />
„Wahnsinn, was da doch so zusammen kommt“, stellt Erna fest. „Es fehlen nur noch 50 Cent, dann wären die 50 Euro komplett. Aber warte mal, da fällt mir was ein.“<br />
Geschwind läuft sie in den Hauswirtschaftsraum und holt die Münze, die sie kurz zuvor aus der Hosentasche ihres Gatten gefischt und auf die Waschmaschine gelegt hat.<br />
„Schade, dass diese Münze so verdreckt ist. Es scheint rote Farbe zu sein. Keine Ahnung woher Erwin die Münze hat. Gestern hat er allerdings mit rotem Lack an unserem Auto etwas ausgebessert. Ach, ist ja egal“, sagt sie zu ihrer Nachbarin.<br />
Tilly marschiert nach Hause und macht sich auch gleich an die Bastelarbeit. Doch diese eine rote Münze würde alles verderben, so tauscht sie das Geldstück noch mit einem anderen Geldstück aus, das sie noch in einer Schublade gefunden hat. Das verdreckte 50-Centstück legt sie einfach auf das Fensterbrett.<br />
Zwei Stunden später wird die Haustür aufgerissen und ihre achtjährige Nichte stürmt herein.<br />
„Tante Tilly!“, ruft sie schon im Flur. „Mama ist nicht da und ich habe meinen Schlüssel vergessen. Kann ich solange bei dir warten?“<br />
Tilly schiebt ihrer Nichte einen Teller Suppe hin und freut sich nicht alleine Mittag essen zu müssen.<br />
„Warum malst du dein Geld an?“, fragt die kleine Lisa als sie die Münze auf dem Fensterbrett entdeckt.<br />
„Ach die habe ich von meiner Nachbarin bekommen. Vielleicht ist sie in einen Farbtopf gefallen.“<br />
„Darf ich die Münze haben?“, möchte das Mädchen wissen.<br />
Und so verschwindet das 50 &#8211; Centstück in Lisas Jackentasche.<br />
Am nächsten Tag trifft sich Lisa mit ihrer Freundin Anna. Die beiden schlendern durch den Ort und kommen an der Eisdiele vorbei.<br />
„Wollen wir uns ein Eis kaufen?“, fragt Anna und so stellen sie sich in der Schlange an, die sich an diesem warmen Sommertag vor der Eisdiele gebildet hat.<br />
„Ach“, sagt Anna plötzlich, „mein Geld reicht nicht. Kannst du mir noch 50 Cent leihen? Du bekommst sie ganz bestimmt wieder.“<br />
„Ich habe auch nur einen Euro, der Rest von meinem Taschengeld. Aber warte mal…“<br />
Lisa greift in ihre Jackentasche und holt das rote 50-Centstück heraus.<br />
„Das habe ich gestern von Tante Tilly bekommen, aber ich glaube nicht, dass man damit bezahlen kann.“<br />
„Warum nicht?!“, meint Anna. Lass es uns versuchen!“<br />
Die beiden Mädchen bestellen jeder eine Kugel Eis. Zitrone und Schokolade. Lisa bezahlt ihr Eis und nachdem Anna 50 Cent auf die Theke gelegt hat, legt Lisa die rote Münze daneben.<br />
„Das kann ich aber nicht annehmen“, sagt die Verkäuferin.<br />
„Wieso? Ist doch Geld!“, erklärt Anna und sieht die Verkäuferin flehend an.<br />
„Na gut, ausnahmsweise“, meint diese und denkt sich: „Ich werde sofort bei passender Gelegenheit versuchen diese Münze wieder loszuwerden.“<br />
Gesagt, getan. Schon beim übernächsten Kunden bietet sich die Gelegenheit. Es ist der Schornsteinfeger aus dem Nachbarort. Ohne sein Wechselgeld näher zu betrachten, steckt er es in sein Portemonnaie und geht mit seinem Eis seines Weges.<br />
Nach Feierabend wechselt das Geld erneut seinen Besitzer. Es landet nämlich beim Metzger Würstl, wo sich der Schornsteinfeger für das Abendessen ein Paar Wiener kauft. Mit den anderen Münzen landet es in der Kasse. Von dort wandert es zu Frau Heinrich, die ihre Rechnung von 9,50 Euro mit einem 10-Euroschein begleicht.<br />
„Verflixt!“, denkt sie, als sie später die Münze in ihrer Geldbörse entdeckt. „Was habe ich mir denn da andrehen lassen?!“<br />
So kommt es, dass das Geldstück schon am nächsten Tag wiederum seinen Besitzer wechselt, da es niemand behalten will. Jetzt landet es bei der Toilettenfrau Karla auf dem bereitgestellten Teller. Karla steckt es zu dem anderen Klimpergeld in ihre Schürzentasche und denkt sich nichts dabei, dass dieses Geldstück rote Farbe abbekommen hat. Geld ist für sie nämlich Geld und dient lediglich dem Bezahlen. Trotzdem ist sie bestrebt diese Münze weiterzugeben.<br />
Am Nachmittag nach Dienstschluss kauft sie davon Futter für ihre Katze und die Münze landet in der Kasse der Tierhandlung. Von dort wandert sie weiter zu Karin Hoffmann aus der Friedrichstraße. Sie holt immer das Vogelfutter für ihre beiden Kanarienvögel in der Tierhandlung.<br />
Karin ist eine Kundin von Sabine Müller, der Schneiderin, die in der gleichen Straße wohnt wie Tilly und Erna. Und wie das Leben eben so spielt, wechselt hier das 50- Centstück wiederum seinen Besitzer.<br />
Der Zufall will es, dass in der Woche darauf Tilly sich bei Karin Hoffmann einen Rock enger nähen lässt.<br />
Ja, Ihr denkt jetzt: Auf diesem Wege landet die Münze wieder in Tillys Geldbörse und seltsamerweise auch wieder bei Erna Schimmelpfennig.<br />
Falsch!<br />
Tilly bezahlt ihre Schneiderrechnung nicht mit Bargeld, sondern mit Karte. Allerdings begegnen sich Tilly und Erwin Schimmelpfennig auf der Treppe, als die eine die Schneiderei verlässt und der andere diese aufsuchen möchte. Erwin will ebenfalls etwas abholen. Er holt seine neue Arbeitshose ab, die gekürzt werden musste.<br />
Zuhause angekommen schlüpft er sofort in die neue Hose und macht sich in der Garage wieder an die Autoreparatur, wobei einige Flecken auf die funkelnagelneue Hose geraten. Dies hat wiederum zur Folge, dass die Hose schon am gleichen Abend in der Waschmaschine landet. Erwin Schimmelpfennig hat sie selbst mit dem T-Shirt und seiner Jeans hinein gelegt und zur großen Freude seiner Frau auch gleich das Waschprogramm gestartet. Nur hat er eines vergessen.<br />
Dieses Etwas wiederum lässt Frau Schimmelpfennig von ihrem Sofa voller Schreck hochfahren. Als sie ein sehr seltsames und lautstarkes Geklapper aus dem Hauswirtschaftsraum hört, läuft sie schnell zur Waschmaschine, da sie befürchtet, das letzte Stündlein ihrer Maschine habe geschlagen. Händeringend steht sie vor der Waschmaschine und drückt in Windeseile die Stopptaste. Nach dem Öffnen des Bullauges kullert ihr etwas entgegen, das ihr irgendwie bekannt vorkommt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/waschmaschinengespraeche/">Waschmaschinengespräche</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/dumme-socke/">Dumme Socke</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/zwiegespraech/">Zwiegespräche</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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