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	<title>Blatt &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Das neue Jahr hat begonnen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jan 2026 10:32:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Blatt]]></category>
		<category><![CDATA[glücklich]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbar]]></category>
		<category><![CDATA[Oma]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich frage mich: „Was ist heute hier los? Es sind so viele Menschen unterwegs und alle trampeln sie auf der Wiese mit gesenktem Kopf herum. Sind sie nicht ganz bei Sinnen oder ist das eine Versammlung aller trauriger Menschen? Eine von beiden Möglichkeiten muss es ja wohl sein, denn sonst würden sie nicht mit gesenktem Kopf umherlaufen. Ich tippe auf Traurigkeit.“ Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich nicht leise gedacht, sondern vor mich her gemurmelt habe. Erst als mein Nachbar sich ebenfalls verwundert äußert, höre ich mich selbst sprechen. „Ich dachte zuerst, sie schauen wie gewöhnlich auf ihre Handys, aber seltsamerweise ist das nicht der Fall“, meint er . „Vielleicht hast du recht und sie sind traurig.“ „Ach Quatsch!“, mischt sich plötzlich die eitle Nachbarin von der gegenüberliegenden Seite ein. „Sie suchen mich!“ „Dich?“, rufen mein Nachbar und ich gleichzeitig fragend aus.  „Selbstverständlich!“, sagt sie voller Inbrunst. „Wen sollten sie sonst suchen? Euch ganz bestimmt nicht!“ „Kannst du mir mal verraten, woher du diese Selbstsicherheit nimmst?“ frage ich sie.  „Weil ich etwas Besonderes bin!“ &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich frage mich: „Was ist heute hier los? Es sind so viele Menschen unterwegs und alle trampeln sie auf der Wiese mit gesenktem Kopf herum. Sind sie nicht ganz bei Sinnen oder ist das eine Versammlung aller trauriger Menschen? Eine von beiden Möglichkeiten muss es ja wohl sein, denn sonst würden sie nicht mit gesenktem Kopf umherlaufen. Ich tippe auf Traurigkeit.“</p>
<p>Ich habe gar nicht bemerkt, dass ich nicht leise gedacht, sondern vor mich her gemurmelt habe. Erst als mein Nachbar sich ebenfalls verwundert äußert, höre ich mich selbst sprechen.</p>
<p>„Ich dachte zuerst, sie schauen wie gewöhnlich auf ihre Handys, aber seltsamerweise ist das nicht der Fall“, meint er . „Vielleicht hast du recht und sie sind traurig.“</p>
<p>„Ach Quatsch!“, mischt sich plötzlich die eitle Nachbarin von der gegenüberliegenden Seite ein. „Sie suchen mich!“</p>
<p>„Dich?“, rufen mein Nachbar und ich gleichzeitig fragend aus.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Selbstverständlich!“, sagt sie voller Inbrunst. „Wen sollten sie sonst suchen? Euch ganz bestimmt nicht!“</p>
<p>„Kannst du mir mal verraten, woher du diese Selbstsicherheit nimmst?“ frage ich sie.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Weil ich etwas Besonderes bin!“</p>
<p>„Aha!?“, äußere ich mich kurz und knapp.</p>
<p>„Und weil alle sich freuen, wenn sie so ein Exemplar wie mich finden!“</p>
<p>„Ja, ja..“, meint mein Nachbar. „Ich wusste schon immer, dass du besonders bist!“</p>
<p>Als sich die Nachbarin stolz ein bisschen hin und her bewegt, erklärt er weiter:</p>
<p>„…nämlich besonders eingebildet!“</p>
<p>Sichtbar beleidigt dreht sich die Nachbarin nun zur Seite und schweigt.</p>
<p>Aber auch ich und mein Nachbar sind jetzt ganz still, denn die Menschen kommen in unsere Richtung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Hier sind ganz viele!“, ruft ein kleiner Junge aus und kommt an der Hand seiner Oma auf uns zu.</p>
<p>Er bleibt vor uns stehen und betrachtet uns liebevoll eine ganze Weile. In seinem Blick liegt eine Art Zärtlichkeit, die Wärme in diese kalte Jahreszeit bringt. Der eisige Wind kann mir plötzlich nichts mehr anhaben, denn der Junge beugt sich zu mir hinab und ich spüre, wie seine Hände schützend nach mir greifen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Das schenke ich dir, Oma!“, sagt der Junge und legt mich in die Hand der älteren Frau. „Das soll dir im neuen Jahr und immer Glück bringen!“</p>
<p>„Nur vierblättrige Kleeblätter wie ich eines bin, bringen Glück!“, vernehme ich die eitle Nachbarin, aber niemand außer mir hört sie.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Doch ich lausche der Stimme der Oma, die an ihren Enkel gerichtet ist:</p>
<p>„Alle glauben, dass nur vierblättrige Kleeblätter Glück bringen, aber ich glaube, dass auch dreiblättrige Kleeblätter, die mit Liebe und guten Wünschen verschenkt werden, diese wunderbare Macht besitzen. Man muss nur daran glauben. Und das tue ich und danke dir sehr dafür!“</p>
<p>Zärtlich streichelt sie über den Kopf ihres Enkelsohns, lächelt ihn an und dieser strahlt zurück.</p>
<p>„Jetzt habe ich gleich zwei Menschen glücklich gemacht“, denke ich. „Ich bin zwar nur ein dreiblättriges Kleeblatt, aber trotzdem ein Glücksbringer!“ Auch ich bin glücklich!!!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In diesem Sinne wünsche ich euch allen:</p>
<p>Viel Glück im Neuen Jahr</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
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		<title>Gut beschirmt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Jun 2019 21:38:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Äußerlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[beschirmt]]></category>
		<category><![CDATA[Blatt]]></category>
		<category><![CDATA[chic]]></category>
		<category><![CDATA[Dach]]></category>
		<category><![CDATA[grau]]></category>
		<category><![CDATA[obdachlos]]></category>
		<category><![CDATA[Regen]]></category>
		<category><![CDATA[Schirm]]></category>
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					<description><![CDATA[Da liegt er nun. Mitten in der Stadt hat man ihn ausgesetzt. Niemand achtet wirklich auf ihn. Nur ein Junge, der vorbeikommt, gibt ihm noch einen Fußtritt, damit er den Bürgersteig frei macht. Verschreckt bleibt er an einer Mauer liegen. Ein verwelktes Blatt hat sich zu ihm gesellt. „Wieso liegst du hier so rum?“, fragt das Blatt. „Ich bin traurig, denn mich mag keiner mehr! Man hat mich einfach weggeworfen.“ „Wieso? Stimmt mit dir irgendetwas nicht?“ „Ach“, sagt er, „das ist eine lange Geschichte. „Dann erzähle sie mir doch! Ich kann gut zuhören und außerdem habe ich viel Zeit.“ „Na gut: Am Anfang stand ich in einem Geschäft mit anderen Kollegen zusammen. Viele Menschen gingen täglich in dem Laden ein und aus. Keiner würdigte uns eines Blickes, denn draußen war Sommer und die Sonne brannte vom Himmel. Uns brauchte niemand, wir waren überflüssig.“ „So ein Quatsch, wie kann jemand wie du überflüssig sein. Du bist total nützlich!“ „Das dachte ich auch immer, aber schau her, wie ich enden muss!“, schnieft der Schirm total traurig. „Erzähl &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Da liegt er nun. Mitten in der Stadt hat man ihn ausgesetzt. Niemand achtet wirklich auf ihn. Nur ein Junge, der vorbeikommt, gibt ihm noch einen Fußtritt, damit er den Bürgersteig frei macht. Verschreckt bleibt er an einer Mauer liegen. Ein verwelktes Blatt hat sich zu ihm gesellt.</strong><br />
<span class="dropcap">„W</span>ieso liegst du hier so rum?“, fragt das Blatt.<br />
„Ich bin traurig, denn mich mag keiner mehr! Man hat mich einfach weggeworfen.“<br />
„Wieso? Stimmt mit dir irgendetwas nicht?“<br />
„Ach“, sagt er, „das ist eine lange Geschichte.<br />
„Dann erzähle sie mir doch! Ich kann gut zuhören und außerdem habe ich viel Zeit.“<br />
„Na gut: Am Anfang stand ich in einem Geschäft mit anderen Kollegen zusammen. Viele Menschen gingen täglich in dem Laden ein und aus. Keiner würdigte uns eines Blickes, denn draußen war Sommer und die Sonne brannte vom Himmel. Uns brauchte niemand, wir waren überflüssig.“<br />
„So ein Quatsch, wie kann jemand wie du überflüssig sein. Du bist total nützlich!“<br />
„Das dachte ich auch immer, aber schau her, wie ich enden muss!“, schnieft der Schirm total traurig.<br />
„Erzähl weiter, bitte! Wie bist du überhaupt hierher gekommen?“, will das Blatt wissen.<br />
„Naja, irgendwann begann es dann doch zu regnen und alle hatten keinen Schirm dabei, weil der Wolkenbruch ganz plötzlich und unvorhersehbar gekommen war. Alle meine Kollegen waren im Nu verschwunden, nur mich wollte keiner haben. Ich war ihnen zu langweilig, weil ich nur grau und nicht bunt und schillernd bin.“<br />
„Aber dann kam doch jemand, oder?“<br />
„Ja, eine chice Dame kam herein. Sie schaute mich zuerst etwas verächtlich an, aber ihr blieb nichts anderes übrig, als mich mitzunehmen. Ich zeigte ihr meine guten Eigenschaften und spannte mich in meiner vollen Größe auf. Alle Tropfen hielt ich von ihr fern. Ich wurde pitschnass, aber ich ließ keinen einzigen noch so kleinen Tropfen durch. Langsam hatte ich das Gefühl, dass sie mich zu mögen begann. Sie nahm mich sogar mit nach Hause und stellte mich aufgespannt in ihr Bad, damit ich trocknen konnte. Doch dann nahm mein Schicksal seinen Lauf.“<br />
Das Blatt hat ganz still den Ausführungen des Schirms gelauscht und wundert sich nun, warum der Schirm immer trauriger wird.<br />
„Du hast eine Besitzerin gefunden, die deine Dienste zu würdigen weiß. Das ist doch genau das, was sich ein Schirm nur erträumen kann.“<br />
„Ja, ja, aber sie ließ mich einfach immerzu daheim liegen. Und ausgerechnet dann fing es an zu regnen. Am nächsten Tag nahm sie mich dann extra mit. Und genau dann regnete es keinen einzigen Tropfen.“<br />
„Oh, das ist aber Pech!“, gesteht das Blatt.<br />
„Genau und zwar für mich! Sie schimpfte mit mir, dass ich nie zur Stelle sei, wenn sie mich brauchen würde. Und wenn sie auf meiner Begleitung bestand, dann kam ich mangels Regen nicht zum Einsatz. So langsam glaubte sie ich wäre an der ganzen Misere schuld und beschimpfte mich immer mehr.“<br />
„Hast du dich denn nicht verteidigt?“<br />
„Na klar habe ich das getan. Ich erklärte ihr, dass ich ein Wetterschutz sei und kein Wettermacher. Sie meinte nur, dass ich sowieso hässlich wäre und vollkommen überflüssig. Sie warf mich zuerst in den Keller und nach ein paar Wochen kam ich zum Sperrmüll auf die Straße.“<br />
„Und wie bist du dem Müllwagen entkommen?“, fragt das Blatt neugierig.<br />
„Der Wind hat mich gerettet. Heute Nacht hat er tüchtig gepustet und weil ich aufgespannt bin, hat er mich einfach weggeweht. Immer ein Stückchen weiter weg vom Sperrmüllhaufen. Und zum Schluss kam ein Junge und verpasste mir einen solch heftigen Tritt, dass ich hier gelandet bin.“<br />
„Da hast du aber Glück gehabt.“<br />
„Glück? Na, wie man es sieht. Ich lebe noch, ja. Aber was wird mich jetzt für ein Schicksal ereilen?“<br />
Schweigsam liegen nun das Blatt und der Schirm auf dem Gehweg. Menschen schlendern an ihnen vorüber. Der Tag neigt sich dem Ende zu und die Sonne geht bereits unter. Auf einmal bleibt ein Mann vor den Beiden stehen. Er ist sehr ärmlich gekleidet und weder er noch seine Kleidung ist besonders sauber. Er riecht nach Alkohol und trägt eine Plastiktüte bei sich. In dieser Tüte sind seine ganzen Habseligkeiten. Er hat keine feste Bleibe, sein Schlafplatz ist eine Bank im Stadtpark. Dieser Mann beugt sich nun zu dem Schirm hinunter und hebt ihn auf. Er dreht und wendet ihn in seinen Händen.<br />
„Du bist ja ein richtiges Schmuckstück!“, sagt er. „Kein bisschen kaputt. Du bist einfach perfekt!“<br />
Der Obdachlose strahlt und streicht zärtlich über den Schirm.<br />
„Jetzt habe ich ein Dach über dem Kopf und werde nicht mehr nass. Welch ein Glück, dass ich dich gefunden habe! Und als Spazierstock kann ich dich auch noch benutzen. Heute ist mein Glückstag! Ich bin richtig reich beschenkt worden!“<br />
Glücklich klappt der Mann den Schirm zu und zieht von dannen. Er hört nicht wie das auf der Innenseite des Schirmes klebende Blatt kichert:</p>
<p style="text-align: center;">„So schnell kann das Blatt sich wenden,<br />
lass dich nur nicht von Äußerlichkeiten blenden!“</p>
<p style="text-align: left;">Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/die-dreivasengeschichte/">Die Dreivasengeschichte</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/3244-2/">Strandkorbgrüße</a></p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/das-bin-ich-und-noch-viel-mehr/">Das bin ich&#8230;und noch viel mehr</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Unbeschriebenes Blatt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Aug 2018 08:40:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bestimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Blatt]]></category>
		<category><![CDATA[Papier]]></category>
		<category><![CDATA[Stift]]></category>
		<category><![CDATA[Zier]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; „Hallo“, ruft das unbeschriebene Blatt, „ich habe es unendlich satt, denn ich liege einfach hier nur so rum und das ist mir dann doch zu dumm.“ Pinsel, Stift und auch die Schreibfeder verstehen nicht dies Gezeter, denn bald kommt gewiss auch ihr Einsatz, drum gehört Abwarten zum Grundsatz. „Ach, lass doch das Meckern sein, siehst aus so sauber und rein, so perfekt und vollkommen unschuldig, drum sei doch nicht so ungeduldig. Mensch und Muse werden erscheinen, uns alle in Text oder Bild vereinen. Warten wir lieber auf der Stunde Gunst,  um zu erstrahlen als Poesie oder Kunst.“ „Will auch ich nun still und geduldig sein, was meine Bestimmung wird sein, übe mich in Vorfreude und Hoffnung auf die kreative menschliche Schöpfung.“ Stift, Pinsel, Feder beginnen mit ihrem Tanz, zaubern damit prachtvollen Glanz, auf das einst unbeschriebene, traurige Papier, erfüllen es mit Stolz und schöner Zier. &#160; &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Liebeserklärung Gut gemeint! Goldglöckchen]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">„Hallo“, ruft das unbeschriebene Blatt,<br />
„ich habe es unendlich satt,<br />
denn ich liege einfach hier nur so rum<br />
und das ist mir dann doch zu dumm.“</p>
<p style="text-align: center;">Pinsel, Stift und auch die Schreibfeder<br />
verstehen nicht dies Gezeter,<br />
denn bald kommt gewiss auch ihr Einsatz,<br />
drum gehört Abwarten zum Grundsatz.</p>
<p style="text-align: center;">„Ach, lass doch das Meckern sein,<br />
siehst aus so sauber und rein,<br />
so perfekt und vollkommen unschuldig,<br />
drum sei doch nicht so ungeduldig.</p>
<p style="text-align: center;">Mensch und Muse werden erscheinen,<br />
uns alle in Text oder Bild vereinen.<br />
Warten wir lieber auf der Stunde Gunst,<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
um zu erstrahlen als Poesie oder Kunst.“</p>
<p style="text-align: center;">„Will auch ich nun still und geduldig sein,<br />
was meine Bestimmung wird sein,<br />
übe mich in Vorfreude und Hoffnung<br />
auf die kreative menschliche Schöpfung.“</p>
<p style="text-align: center;">Stift, Pinsel, Feder beginnen mit ihrem Tanz,<br />
zaubern damit prachtvollen Glanz,<br />
auf das einst unbeschriebene, traurige Papier,<br />
erfüllen es mit Stolz und schöner Zier.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/liebeserklaerung/">Liebeserklärung</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/gut-gemeint/">Gut gemeint!</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/goldgloeckchen/">Goldglöckchen</a></p>
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		<item>
		<title>Vom Winde verweht</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/vom-winde-verweht/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/vom-winde-verweht/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2015 22:02:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Baum]]></category>
		<category><![CDATA[Blatt]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Laub]]></category>
		<category><![CDATA[Mädchen]]></category>
		<category><![CDATA[verweht]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin Laubinchen, ein Blatt. Vielleicht bist du mir schon einmal begegnet. Auf jeden Fall kennst du meine Schwestern und Brüder. Wir sind nämlich eine sehr große Familie. Wenn wir alle versammelt sind, nennt man uns Laub. Wir wohnen auf den Laubbäumen und sind im ganzen Land verteilt. Wenn der Baum groß und kräftig ist, also sozusagen schon ausgewachsen, dann hängen bestimmt 100 000 meiner Schwestern und Brüder an ihm. Obwohl es von uns so viele gibt, die sich auch noch alle ähneln, ist trotzdem jeder von uns einzigartig.  Im Frühjahr, wenn es langsam wärmer wird und die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde schickt, dann brechen wir aus den Blatthöckern heraus und lassen den einst kahlen Baum ergrünen. Die Menschen freuen sich dann und sagen, dass die Natur wieder erwacht. Im Herbst, wenn wir dann unser Grün gegen Gelb, Braun und Rot austauschen, erfreuen wir die Menschen wieder mit unserer Farbenpracht. Wenn wir unseren Farbstoff Chlorophyll abgebaut haben, dann dauert es nicht mehr lange und und wir fallen zu Boden. Der Baum ist dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich bin Laubinchen, ein Blatt. Vielleicht bist du mir schon einmal begegnet. Auf jeden Fall kennst du meine Schwestern und Brüder. Wir sind nämlich eine sehr große Familie. Wenn wir alle versammelt sind, nennt man uns Laub. Wir wohnen auf den Laubbäumen und sind im ganzen Land verteilt. Wenn der Baum groß und kräftig ist, also sozusagen schon ausgewachsen, dann hängen bestimmt 100 000 meiner Schwestern und Brüder an ihm. Obwohl es von uns so viele gibt, die sich auch noch alle ähneln, ist trotzdem jeder von uns einzigartig. </strong></p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">I</span>m Frühjahr, wenn es langsam wärmer wird und die Sonne ihre wärmenden Strahlen zur Erde schickt, dann brechen wir aus den Blatthöckern heraus und lassen den einst kahlen Baum ergrünen. Die Menschen freuen sich dann und sagen, dass die Natur wieder erwacht.<br />
Im Herbst, wenn wir dann unser Grün gegen Gelb, Braun und Rot austauschen, erfreuen wir die Menschen wieder mit unserer Farbenpracht. Wenn wir unseren Farbstoff Chlorophyll abgebaut haben, dann dauert es nicht mehr lange und und wir fallen zu Boden. Der Baum ist dann kahl und im Frühjahr kommen wieder neue grüne Blätter, also weitere Geschwister von mir. Das ist ein ewiger Kreislauf.<br />
Auch ich bin jetzt vom Baum gefallen und liege mit meinen Familienmitgliedern auf der Erde. Die ganze Wiese rund um den Baum haben wir inzwischen schon abgedeckt. Für die Käfer, Würmer, Igel, anderes kleines Getier und das Gras sind wir jetzt eine wärmende Schicht. Und gegenseitig halten wir uns natürlich auch warm, denn jetzt kann es schon ganz schön kalt werden in den Nächten und auch die Tage sind bereits kühler.<br />
Gerade waren Kinder auf der Wiese. Sie sind durch das Laub gestampft und haben uns in die Höhe geworfen. Dabei sind wir Blätter ganz schön durcheinander gerüttelt und geschüttelt worden. Plötzlich ist kein Blatt mehr da, wo es vorher lag. Auch ich liege jetzt weit von meinem Baum entfernt. Ich brauche aber keine Angst zu haben, denn ich bin ja nicht allein. Es hat Spaß gemacht herumzuwirbeln und ich warte auf eine Kinderhand, die mich wieder hoch wirft. Aber die Kinder müssen nach Hause, denn es wird gleich dunkel.<br />
Eigentlich fürchte ich die Dunkelheit nicht, weil ich ja schon immer Tag und Nacht draußen war.<br />
Inzwischen ist es stockdunkel und kalt. Plötzlich höre ich ein Geräusch. Ich kenne es schon. Das ist der Wind. Als ich noch grün an dem Baum hing, da hat mich der Baum festgehalten. So konnte ich nicht hinunter fallen, wenn der Wind tüchtig geblasen hat. Manchmal kam sogar ein Sturm daher. An meinem Baum hat er einen Ast abgeknickt und der Baum konnte ihn nicht mehr versorgen. Ich war damals sehr traurig. Ich habe die Blätter dieses Astes sehr vermisst.<br />
Der Wind ist inzwischen stärker geworden und kommt in Böen daher. Mit jedem Windstoß werde ich ein Stückchen weiter getragen. Mir ist schon ganz schwindelig von dem vielen Durcheinanderwirbeln. Ich schlage Purzelbäume, stecke auf einmal in den Zweigen eines Busches fest und werde kurz darauf wieder durch einen neuen Windstoß befreit. Er trägt mich zuerst hoch in die Luft, um mich dann neben einer Mauer fallen zu lassen. Links und rechts von mir liegen noch andere Blätter. Wir sind hier ein bisschen geschützt vor dem Wind, kuscheln zusammen und schlafen tatsächlich bis zum Morgengrauen ein.<br />
Als ich wieder aufwache, ist ein lautes Getöse neben mir und ich spüre wieder einen Luftzug. Ich blinzele und erkenne einen Menschen mit einer Maschine in der Hand, an der ein großer Sack befestigt ist. Ich fühle, dass dies eine große Gefahr ist, denn viele der anderen Blätter verschwinden in dem Rohr und wandern in den großen Sack.<br />
„Ich will da nicht hinein“, denke ich ängstlich. „Diese Maschine verschluckt uns alle.“<br />
Immer mehr presse ich mich in den kleinen Spalt zwischen Erde und der Mauer.<br />
„Vielleicht findet mich hier diese unheimliche Maschine nicht und saugt mich nicht auch noch auf“, so hoffe ich.<br />
Ich verhalte mich ganz still, damit mich kein Mensch bemerkt.<br />
Ich habe Glück, denn der Mensch mit seiner Maschine wandert weiter und entfernt sich immer mehr von mir.<br />
Neben mir kauert auch noch ein kleines Blatt.<br />
„Das war der Laubsauger“, sagt es zu mir.<br />
„Was passiert mit unseren Geschwistern und Freunden, die der Laubsauger gefressen hat?“, will ich wissen.<br />
„Ich habe die Igel sagen hören, dass die Blätter auf einen großen Haufen kommen und den Igeln und anderen kleinen Tieren Schutz bieten. Mit der Zeit werden die Blätter irgendwann zu Erde.“<br />
Als ich traurig auf das Blatt neben mir schaue, versucht es mich zu trösten.<br />
„Das ist nicht schlimm, denn wir werden alle zu Erde und wenn ein Samenkorn auf uns fällt, dann kann daraus wieder eine neue Pflanze wachsen und wir können ihr unsere Nährstoffe geben, damit sie groß und schön wird.“<br />
Ich würde dem kleinen Blatt gerne noch weiter zuhören, aber ein Mädchen steht auf einmal vor mir.<br />
„Schau mal!“, sagt es zu einem Jungen. „Das ist doch ein wunderschönes Blatt. Das nehme ich mit nach Hause.“<br />
Sie hebt mich auf und legt mich in einen Korb, in dem noch andere Blätter liegen. Sie sehen zwar alle unterschiedlich aus, aber wir sind alle Blätter und gehören doch auch irgendwie zusammen. Deshalb fürchte ich mich nicht, denn ich bin ja nicht allein.<br />
Zuhause angekommen legt das Mädchen mich auf ein Stück Zeitungspapier. Dann legt sie mich damit in ein Buch, deckt mich nochmals mit Zeitungspapier zu und dann klappt sie das Buch zu. Um mich herum ist es ganz dunkel. Zuerst ist mir ein bisschen unheimlich zumute, aber dann fühle ich mich eigentlich ganz wohl. Es ist warm, gemütlich und ganz still. Ich spüre, dass mir keinerlei Gefahr droht. Deshalb schlafe ich auch ganz beruhigt und lange ein.</p>
<p style="text-align: left;">Ich wache erst wieder auf als ich viele Kinderstimmen höre. Ich blinzele vorsichtig und blicke in staunende Kinderaugen. Das Mädchen, das mich in den Korb gelegt hatte, ist auch dabei.<br />
„Was ist geschehen?“, frage ich mich und schaue mich um.<br />
Die Kinder haben auf ein Stück Tapete einen großen prächtigen und kräftigen Baum gemalt. Jetzt darf jedes Kind die mitgebrachten Blätter an diesem Baum befestigen. Auch ich werde von dem Mädchen an einen Zweig, ganz oben in die Baumkrone gehängt.<br />
Ich bin glücklich, denn ich hänge gemeinsam mit vielen anderen und unterschiedlich aussehenden Blättern wieder an einem Baum.<br />
„Das habt ihr wirklich schön gemacht“, sagt eine Frau. „Das ist jetzt unser Klassenbaum und jeder darf seinen Namen neben ein Blatt schreiben.“<br />
Neben mir steht der Name des Mädchens, das mich aufgehoben und in seinen Korb gelegt hat:</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Bettina</strong></em></p>
<p style="text-align: left;">Unter dem Blatt neben mir schreibt ein anderes Mädchen seinen Namen:</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong>Zahira</strong></em></p>
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