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	<title>Angewohnheit &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Oh Schreck!!!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Sep 2022 18:05:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Angewohnheit]]></category>
		<category><![CDATA[Begebenheit]]></category>
		<category><![CDATA[lustig]]></category>
		<category><![CDATA[prosten]]></category>
		<category><![CDATA[Schreck]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sitzen mit Freunden zusammen und erzählen von unserem Sommerurlaub. Ich komme regelrecht ins Schwärmen, denn von diesen drei Wochen gibt es viel zu erzählen.  „Es war ein rundum gelungener Urlaub“, sage ich und zeige auf meinem Handy einige Fotos.  „Deine Begeisterung steckt regelrecht an“, meint mein Gegenüber. „Gibt es denn etwas, das du nicht gut fandest oder worüber du dich geärgert hast?“ Ich überlege und will gerade mit dem Kopf schütteln, da schaltet sich mein Mann ein. „Ich wüsste da schon etwas!“ Stirnrunzelnd schaue ich ihn an. Um mir gedanklich auf die Sprünge zu helfen, formt er seine rechte Hand so, als würde er hiermit etwas umklammern. Er hebt die Hand über seinen Kopf und bewegt sie hin und her. Ich verstehe endlich, was er damit andeuten will. „Ach“, sage ich. „Ja, da gibt es schon eine Begebenheit, über die ich mich tüchtig geärgert habe.“ Zu meinem Mann gerichtet füge ich noch hinzu: „Du brauchst gar nicht zu grinsen, denn ich fand die Sache alles andere als lustig. &#8211; Na gut, vielleicht im Nachhinein.“ &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir sitzen mit Freunden zusammen und erzählen von unserem Sommerurlaub. Ich komme regelrecht ins Schwärmen, denn von diesen drei Wochen gibt es viel zu erzählen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Es war ein rundum gelungener Urlaub“, sage ich und zeige auf meinem Handy einige Fotos.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Deine Begeisterung steckt regelrecht an“, meint mein Gegenüber. „Gibt es denn etwas, das du nicht gut fandest oder worüber du dich geärgert hast?“</p>
<p>Ich überlege und will gerade mit dem Kopf schütteln, da schaltet sich mein Mann ein.</p>
<p>„Ich wüsste da schon etwas!“</p>
<p>Stirnrunzelnd schaue ich ihn an. Um mir gedanklich auf die Sprünge zu helfen, formt er seine rechte Hand so, als würde er hiermit etwas umklammern. Er hebt die Hand über seinen Kopf und bewegt sie hin und her. Ich verstehe endlich, was er damit andeuten will.</p>
<p>„Ach“, sage ich. „Ja, da gibt es schon eine Begebenheit, über die ich mich tüchtig geärgert habe.“ Zu meinem Mann gerichtet füge ich noch hinzu:</p>
<p>„Du brauchst gar nicht zu grinsen, denn ich fand die Sache alles andere als lustig. &#8211; Na gut, vielleicht im Nachhinein.“</p>
<p>„Dann erzähl doch mal!“, fordern unsere Freunde mich auf.</p>
<p>„Ja, ja, damit ihr auch etwas zum Lachen habt, &#8211; natürlich auf meine Kosten“, erwidere ich, lasse mich aber dennoch nicht lange bitten und gebe mein Missgeschick zum besten.</p>
<p>„Wir waren gerade vom Landgang zurück auf das Schiff gekommen. Ich wollte mich schnell für das Essen und das anschließende Abendprogramm fertig machen, also ging ich ins Bad. Ich habe die Angewohnheit mir die Haare immer am Waschbecken zu waschen. So schamponierte ich sie ein und spülte anschließend den Schaum auch wieder aus den Haaren. Danach stellte ich mich mit den nassen Haaren unter die Dusche und seifte mich ein.“</p>
<p>„Hör auf zu grinsen!“, rufe ich meinem Mann zu. „ Du hättest mir helfen können, aber du hast meine Hilferufe ja nicht gehört.“</p>
<p>„Ich lag in der Hängematte und war gerade ein bisschen eingedöst“, sagt er unschuldig in die Runde. Ich konnte ja nicht ahnen, dass ein Notfall eingetreten war. Außerdem passiert so etwas auch nur in Filmen.“</p>
<p>Spätestens jetzt sind unsere Freunde neugierig geworden und schauen erwartungsvoll von mir zu meinem Mann und wieder zu mir.</p>
<p>„Was soll ich sagen?!“, druckse ich herum. „Ich hatte mich gerade eingeseift, als das Wasser nur noch tröpfchenweise aus dem Duschkopf kam.“</p>
<p>Jetzt habe ich bereits alle Lacher auf meiner Seite.</p>
<p>„Sag bloß!“, kichert meine Freundin. „Aber in Filmen kommt gar kein Wasser mehr.“</p>
<p>„Mein Glück!“, gebe ich zu. „Mit diesen wenigen Tropfen konnte ich die Seife abwaschen. Außerdem war ich heilfroh, dass ich mir die Haare bereits zuvor am Waschbecken gewaschen hatte.“</p>
<p>„Rund um das Schiff gab es doch genügend Wasser“, will mich mein Mann auf den Arm nehmen.</p>
<p>„Was war die Ursache? Hast du vergessen den Wasserhahn aufzudrehen?“, erkundigt sich einer unserer Freunde.</p>
<p>„Haha!“</p>
<p>„Es gab eigentlich kein Problem“, mischt sich mein Mann ein. Als sie aus dem Bad kam und mich aus meiner Hängematte zog, musste ich im Bad nach der Ursache suchen. Ich musste allerdings nicht lange auf die Suche gehen, denn der Schlauch hatte sich abgeknickt und die Ummantelung gelöst. Ich habe den Knick rausgemacht und konnte mich ohne Probleme und mit viel Wasser duschen“, erklärt er den anderen.</p>
<p>„Ja, hinterher kann ich auch darüber lachen, sogar über mich selbst. Aber in dieser Situation war ich für jeden Tropfen Wasser, den ich erhaschen konnte sehr, sehr dankbar“, gebe ich zu.</p>
<p>„Das kann ich mir vorstellen!“, stimmte meine Freundin mir zu.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Ende gut,- alles gut“, sage ich. „Und nun lasst uns auf diesen gemütlichen Abend mit euch anstoßen.“</p>
<p>„Und auf die kleinen Missgeschicke im Leben, die uns zum Lachen bringen“, fügt mein Mann hinzu, während wir uns zuprosten.</p>
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		<title>Na so was!(2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jul 2021 16:06:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[abgesprochen]]></category>
		<category><![CDATA[Angewohnheit]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Hut]]></category>
		<category><![CDATA[Slipper]]></category>
		<category><![CDATA[wichtig]]></category>
		<category><![CDATA[Zwilling]]></category>
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					<description><![CDATA[Susi hüpft die Stufen zum Erdgeschoss hinunter. Die Fünfjährige will zu ihrem Opa Werner, der gemeinsam mit Großmutter Wilhelmine bei ihnen im Haus wohnt. Sie bewohnen die untere Etage und Susi mit ihren Eltern leben in den beiden oberen Geschossen.  „Opa langweilt sich doch so alleine, weil Oma Wilhelmine in der Kur ist. Ich leiste ihm ein bisschen Gesellschaft“, hat das Mädchen der Mutter beim Frühstück erklärt und den Opa begrüßt sie jetzt mit einem fröhlichen „Guten Morgen!“ „Hallo, meine Prinzessin, kannst du mir schnell mal beim Suchen helfen? Ich kann meinen Hut nicht finden. Du weißt ja, Oma räumt immer alles weg und ich finde dann nichts mehr.“ „Der liegt doch wie immer dort oben“, meint Susi und deutet auf die Hutablage der Garderobe. „Wozu brauchst du den denn?“ „Ich will Willi, meinen Bruder vom Bahnhof abholen, er hat auch Langeweile, weil seine Frau mit Oma an der Ostsee ist und deshalb will er solange bei mir bleiben.“ Das Mädchen klatscht vor Freude in die Hände. Willi ist nämlich Opas Zwillingsbruder und die beiden &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Susi hüpft die Stufen zum Erdgeschoss hinunter. Die Fünfjährige will zu ihrem Opa Werner, der gemeinsam mit Großmutter Wilhelmine bei ihnen im Haus wohnt. Sie bewohnen die untere Etage und Susi mit ihren Eltern leben in den beiden oberen Geschossen.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">„O</span>pa langweilt sich doch so alleine, weil Oma Wilhelmine in der Kur ist. Ich leiste ihm ein bisschen Gesellschaft“, hat das Mädchen der Mutter beim Frühstück erklärt und den Opa begrüßt sie jetzt mit einem fröhlichen „Guten Morgen!“</p>
<p>„Hallo, meine Prinzessin, kannst du mir schnell mal beim Suchen helfen? Ich kann meinen Hut nicht finden. Du weißt ja, Oma räumt immer alles weg und ich finde dann nichts mehr.“</p>
<p>„Der liegt doch wie immer dort oben“, meint Susi und deutet auf die Hutablage der Garderobe. „Wozu brauchst du den denn?“</p>
<p>„Ich will Willi, meinen Bruder vom Bahnhof abholen, er hat auch Langeweile, weil seine Frau mit Oma an der Ostsee ist und deshalb will er solange bei mir bleiben.“</p>
<p>Das Mädchen klatscht vor Freude in die Hände. Willi ist nämlich Opas Zwillingsbruder und die beiden sehen sich zum Verwechseln ähnlich.</p>
<p>„Das wird ein Riesenspaß, wenn die Beiden gemeinsam hier wohnen“, denkt die Enkelin. Noch ahnt sie nicht, dass dieser Spaß schon in wenigen Minuten beginnt.</p>
<p>„Schnell, schnell, wir müssen los, &#8211; der Zug kommt in einer Viertelstunde an. &#8211; Ich zieh nur schnell noch meine Schuhe an“, erklärt ihr der ältere Herr und schlüpft in die bereitstehenden Slipper.</p>
<p>„Opa…“, meldet sich Susi zu Wort.</p>
<p>„Los, los! Wir dürfen keine Zeit verlieren!“</p>
<p>„Aber schau mal….“, versucht die Enkeltochter erneut dem Großvater etwas zu sagen.</p>
<p>„Jetzt nicht, später schauen wir uns das an“, antwortet dieser.</p>
<p>„Aber es ist wichtig…“</p>
<p>„Manchmal gibt es eben noch wichtigere Dinge“, Opa Werner ergreift die Hand des Mädchens und schon geht es in Richtung Bahnhof, wo sie völlig außer Atem am Gleis ankommen, als der Zug einfährt. Viele Menschen strömen aus allen Richtungen herbei. Susi bemerkt, dass die meisten den Großvater und sie mit einem Lächeln bedenken.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Die sind aber nett, sie lächeln uns alle zu“, sagt sie gerade in dem Moment als ein paar größere Jungs kichernd auf ihren Opa deuten. Jetzt fällt ihr wieder ein, was sie schon zu Hause dem Großvater sagen wollte.</p>
<p>„Du Opa…“, versucht sie einen erneuten Vorstoß. „Vorhin wollte ich…“</p>
<p>„Ach, schau nur …“, ruft Opa ganz aufgeregt aus. „Dort vorne steigt Willi aus!“</p>
<p>Jetzt sieht auch das Mädchen das Ebenbild seines Großvaters und vergisst, was sie sagen wollte. Willi, der ebenfalls einen Hut trägt, kommt winkend auf die Beiden zu. Susi stürmt ihm entgegen und wirft sich lachend in seine ausgebreiteten Arme.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Zur Begrüßung spendiere ich dir ein leckeres Eis“, schlägt Willi vor.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Na, da lässt sich das Mädchen nicht lange bitten und zeigt gleich wo sich der nächste Eisstand befindet. Dort sucht sie sich ein leckeres Erdbeereis mit vielen bunten Perlchen aus. Beim Bezahlen fällt Willi ein Geldstück aus der Hand und Susi bückt sich sofort, um es aufzuheben. Da sieht sie es.<br />
Kichernd reicht sie das Zwei-Cent-Stück der Frau hinter der Eistheke.</p>
<p>„Ach kleines Fräulein, du hast aber gute Laune! Naja, wenn man ein Eis bekommt…!“, sagt sie zwinkernd und reicht ihr den Eisbecher.</p>
<p>„Ihr seid doch Zwillinge“, meint das Mädchen, steckt sich ein Löffelchen mit der kühlen Köstlichkeit in den Mund und blickt kess zwischen Opa und Willi hin und her.</p>
<p>„Aber das weißt du doch“, sagt der Großvater und streicht ihr liebevoll über die blonden Locken.</p>
<p>„Mutti sagt, dass sich Zwillinge nicht nur äußerlich ähnlich sind. Sie haben auch die selben Angewohnheiten, selbst dann, wenn sie sich lange nicht gesehen haben.“</p>
<p>„Wie kommst du jetzt darauf?“, erkundigt sich Willi.</p>
<p>„Na, weil ihr anscheinend auch eine ganz bestimmte Angewohnheit habt.“</p>
<p>„Ja, ja“, gibt der Großvater zu. „Wir tragen gerne Hüte, das stimmt wohl.“</p>
<p>„Und noch mehr“, grinst die Kleine. „Die eine Angewohnheit sitzt oben, aber da unten gibt es noch eine andere …“</p>
<p>Sie deutet in Richtung Asphalt. Die Zwillingsbrüder folgen ihrem Zeigefinger und kurz darauf erschallt das fröhliche Lachen der Drei, das alle Vorübereilenden für einen kurzen Moment aufhorchen lässt.</p>
<p>„Na sowas!“, rufen die Zwillinge wie aus einem Munde.</p>
<p>„Ihr habt einen dunkelblauen und einen schwarzen Schuh an!“, trällert Susi und hüpft um die Beiden herum.<br />
„Du hast den blauen Schuh am rechten Fuß“, richtet sie sich an Willi „und Opa am linken! Habt ihr euch abgesprochen oder macht ihr das immer so?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/na-sowas/">Na sowas! (1)</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/den-schuhen-des-anderen/">In den Schuhen des Anderen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/oma-lena-und-ihre-schatztruhe/">Oma Lena und ihre Schatztruhe</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/">Astrid, Opa und das Eis</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Erinnerungen und Angewohnheiten</title>
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					<comments>https://lifetellsstories.de/erinnerungen-und-angewohnheiten/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Oct 2019 21:05:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angewohnheit]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Fernseher]]></category>
		<category><![CDATA[Flasche]]></category>
		<category><![CDATA[Foto]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
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					<description><![CDATA[Beim Aufräumen bin ich auf ein gerahmtes Foto gestoßen. Hierauf sind zwei Personen abgelichtet. „Ach schau mal an!“, sagt mein Mann, der mir gerade von hinten über die Schulter blickt. „Deine Mutter und mein Opa!“ Ruckartig drehe ich mich um und frage erstaunt: „Wie kommst du denn auf die Idee?“ „Na, das ist doch deine Mutter.“ „Ja, aber…“ „Und das ist mein Opa“, grinst er mich frech an. „Quatsch, das ist doch im Wachsfigurenkabinett aufgenommen und meine Mutter steht neben Albert Einstein, nicht neben deinem Opa. Albert Einstein kennt doch wohl jeder!“, empöre ich mich. „Nicht unbedingt“, gibt mir mein Mann zur Antwort und schürt damit meine Neugier. Diese scheint mir direkt ins Gesicht geschrieben, denn mein Göttergatte meint nur: „Dann will ich deinen Wissensdurst mal stillen: Es war wohl so gegen Ende der Grundschulzeit oder kurz nachdem ich auf das Gymnasium gekommen bin. Damals trug ich immer ein Foto von Albert Einstein in meiner Geldbörse. Das sah zufällig ein Klassenkamerad und er fragte mich, wer das denn sei. Ich antwortete damals, dass es sich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Beim Aufräumen bin ich auf ein gerahmtes Foto gestoßen. Hierauf sind zwei Personen abgelichtet.</strong><br />
<strong>„Ach schau mal an!“, sagt mein Mann, der mir gerade von hinten über die Schulter blickt. „Deine Mutter und mein Opa!“</strong><br />
<span class="dropcap">R</span>uckartig drehe ich mich um und frage erstaunt: „Wie kommst du denn auf die Idee?“<br />
„Na, das ist doch deine Mutter.“<br />
„Ja, aber…“<br />
„Und das ist mein Opa“, grinst er mich frech an.<br />
„Quatsch, das ist doch im Wachsfigurenkabinett aufgenommen und meine Mutter steht neben Albert Einstein, nicht neben deinem Opa. Albert Einstein kennt doch wohl jeder!“, empöre ich mich.<br />
„Nicht unbedingt“, gibt mir mein Mann zur Antwort und schürt damit meine Neugier. Diese scheint mir direkt ins Gesicht geschrieben, denn mein Göttergatte meint nur:<br />
„Dann will ich deinen Wissensdurst mal stillen: Es war wohl so gegen Ende der Grundschulzeit oder kurz nachdem ich auf das Gymnasium gekommen bin. Damals trug ich immer ein Foto von Albert Einstein in meiner Geldbörse. Das sah zufällig ein Klassenkamerad und er fragte mich, wer das denn sei. Ich antwortete damals, dass es sich um meinen Opa handeln würde, was er mir auch ohne weitere Rückfragen abgenommen hat. So einfach und so schnell kommt man zu einem Opa“, schließt Peter seine Kurzdarstellung der damaligen Begebenheit ab und wir müssen beide herzlich lachen.<br />
Sein Opa wird beim Mittagessen zufälligerweise ebenfalls wieder zum Gesprächsthema. Seltsam, aber es gibt Tage, an denen sich die Zufälle einfach so aneinanderreihen.<br />
Ich habe passend zur Herbstzeit Kürbissuppe gekocht. Sie schmeckt ausgesprochen lecker, was mir auch mein Mann zu verstehen gibt. Auch die Tatsache, dass er sich zweimal einen Nachschlag nimmt, spricht dafür. Allerdings gibt es auch etwas, das mich total stört. Meint er doch zu mir:<br />
„Und mit ein bisschen M… schmeckt sie noch köstlicher.“<br />
„Hörst du auf!“, rufe ich entsetzt aus. „Das zerstört meine Kochkunst und verändert den Geschmack!“<br />
„Nein, im Ernst, das ist das i-Tüpfelchen, das noch gefehlt hat.“<br />
Schon hält er die besagte kleine Flasche in der Hand und schüttet tüchtig in seine Suppe.<br />
„Aber auf keinen Fall so viel!“<br />
„Mein Opa hat dieses Fläschchen mit seinem Inhalt auch geliebt“, erklärt er mir und hält das besagte Ding mit seiner linken Hand fest umklammert.<br />
„Wer jetzt? Dein Opa? Albert Einstein?“, frage ich abermals völlig irritiert und mit dem Gedanken an die kurze Erzählung von heute Morgen.<br />
„Ach nein! Mein richtiger Opa. Opa K.“, erklärt er mir nun. „Er hielt immer beim Essen die M…flasche fest im Griff. Er hat diesen Geschmack sehr gemocht. Irgendwie muss ich wohl ein Gen von ihm abbekommen haben, denn auch mir schmeckt es mit M… immer alles noch ein bisschen besser.“<br />
„Aha“, sage ich nur kurz und nehme mir ebenfalls noch einen Nachschlag, allerdings ohne M… „Was Männer alles so fest im Griff halten! Ich kenne da auch so einen Gegenstand, den du gerne festhält und nur ungern aus der Hand gibst…“<br />
Leider werden wir an dieser Stelle vom eindringlichen Klingelton unseres Telefons unterbrochen und auch danach bleibt uns keine Zeit mehr für ein weiterführendes Gespräch.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Als ich am Spätnachmittag zwischen zwei Terminen noch in der Stadt unterwegs bin, komme ich an zwei unterschiedlichen Dingen vorbei, die ich unbedingt kaufen muss: Im Supermarkt erstehe ich eine neue M…flasche, die ich meinem Mann mitbringe, aber auch etwas anderes habe ich noch entdeckt: Einen kleinen Albert Einstein, der an einer langen Zugfeder hängt und den man damit lustig auf und ab wippen lassen kann. Schon jetzt freue ich mich auf das Gesicht meines Göttergatten, wenn ich<span class="Apple-converted-space">  </span>ihm am Abend meine beiden Geschenke präsentiere.<br />
Allerdings wird alles etwas später als gedacht und ich komme erst bei Dunkelheit nach Hause. Als ich die Haustüre öffne, kann ich ein stilles Lächeln nicht verbergen, denn ich freue mich schon auf das Gesicht meines Mannes, wenn ich ihm die beiden erstandenen Dinge überreiche. Doch was sehen meine Augen?<br />
Mein Göttergatte liegt nach einem wohl anstrengenden Arbeitstag auf der Couch und ist bei laufendem Fernseher eingeschlafen. Sein rechter Arm ist leicht nach oben angewinkelt und in seiner Hand hält er festumklammert einen Gegenstand: Die Fernbedienung.</p>
<p>Schade, dass er gerade die Augen öffnet, als ich ihm in die andere Hand die M…flasche legen will, sonst hätte ich sofort mein Handy gezückt, um ein Foto zu machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/">Astrid, Opa und das Eis</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/grossvaters-haus/">Großvaters Haus</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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