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	<title>Über mich &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Ein paar Minuten früher</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 16 Jan 2022 21:06:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Über mich]]></category>
		<category><![CDATA[Dachboden]]></category>
		<category><![CDATA[Minuten]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
		<category><![CDATA[Schnur]]></category>
		<category><![CDATA[Sendung]]></category>
		<category><![CDATA[Zehenspitzen]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich kann mir nicht erklären, warum mir diese Begebenheit heute eingefallen ist. Möglicherweise habe ich etwas geträumt, das in mir Erinnerungen hervorgerufen hat, die ich im allerhintersten Stübchen meines Gedächtnisses in einer längst vergessenen Schublade herausgekramert habe. Keine Ahnung. Vielleicht war es die Sendung gestern Abend, die von einem Tierheim berichtet hat. Möglich, aber irgendwie doch unwahrscheinlich. Allerdings frage ich mich, ob es in einem Zusammenhang mit den Weihnachtssachen steht, die gerade in einer Aufräumaktion verstaut werden und erst vor dem nächsten Weihnachtsfest wieder zum Vorschein kommen sollen. Es ist und bleibt ein Rätsel für mich und ich werde eventuell auch nie dahinterkommen, weshalb mir genau diese Begebenheit und ausgerechnet heute einfällt.  Ich hoffe, ich habe Euch jetzt neugierig auf meine Erinnerung gemacht. Also, es handelt sich um eine Kindheitserinnerung, die mein Unterbewusstsein für so wichtig erachtet, dass es mir diese nun auf dem Präsentierteller serviert. Ich glaube, ich war in der zweiten Grundschulklasse. Ausnahmsweise hatten wir schon eine Stunde früher Schulschluss. Mir ist entfallen, ob es möglicherweise hitzefrei gab oder der Ausfall durch einen anderen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich kann mir nicht erklären, warum mir diese Begebenheit heute eingefallen ist. Möglicherweise habe ich etwas geträumt, das in mir Erinnerungen hervorgerufen hat, die ich im allerhintersten Stübchen meines Gedächtnisses in einer längst vergessenen Schublade herausgekramert habe. Keine Ahnung. </strong></p>
<p><span class="dropcap">V</span>ielleicht war es die Sendung gestern Abend, die von einem Tierheim berichtet hat. Möglich, aber irgendwie doch unwahrscheinlich. Allerdings frage ich mich, ob es in einem Zusammenhang mit den Weihnachtssachen steht, die gerade in einer Aufräumaktion verstaut werden und erst vor dem nächsten Weihnachtsfest wieder zum Vorschein kommen sollen. Es ist und bleibt ein Rätsel für mich und ich werde eventuell auch nie dahinterkommen, weshalb mir genau diese Begebenheit und ausgerechnet heute einfällt.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ich hoffe, ich habe Euch jetzt neugierig auf meine Erinnerung gemacht. Also, es handelt sich um eine Kindheitserinnerung, die mein Unterbewusstsein für so wichtig erachtet, dass es mir diese nun auf dem Präsentierteller serviert.</p>
<p>Ich glaube, ich war in der zweiten Grundschulklasse. Ausnahmsweise hatten wir schon eine Stunde früher Schulschluss. Mir ist entfallen, ob es möglicherweise hitzefrei gab oder der Ausfall durch einen anderen Umstand bedingt war. Zumindest kam ich unverhofft<span class="Apple-converted-space">  </span>ein paar Minuten früher nach Hause. Gut gelaunt bog ich in unsere Einfahrt ein. Das Auto meines Vaters stand mit geöffnetem Kofferraum vor der Garage. Meine Eltern waren nicht zu sehen.</p>
<p>„Was ist denn hier los?“, überlegte ich und trat näher.</p>
<p>Der Kofferraum war voll mit den unterschiedlichsten Dingen. Die meisten Sachen interessierten mich nicht. Doch was lag denn dort hinten rechts unter<span class="Apple-converted-space"> </span>ein paar alten Stiefeln?</p>
<p>„Das sieht aus wie ein kleines rotes Rad!“, dachte ich. „Das kommt mir aber sehr bekannt vor.“</p>
<p>Meine Neugierde war geweckt, zumal ich einer plötzlichen Eingabe zufolge einen Verdacht hatte.</p>
<p>„Das wird doch nicht …?!“</p>
<p>Ich trat näher und begann im Kofferraum zu wühlen, bis einige Sachen verrutschten. Leider war mein Fund noch immer größtenteils verdeckt und meine Arme zu kurz, um bis in diese hintere Ecke zu gelangen. Also stellte ich mich auf die Zehenspitzen, reckte mich und lag nun mit dem Oberkörper förmlich im Kofferraum. Jetzt konnte ich eine rote Schnur zu fassen bekommen, an der meines Erachtens der von mir ersehnte Gegenstand hing.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Wo kommst du denn schon her?“, hörte ich plötzlich die Stimme meiner Mutter, die mich so kopfüber und mit den Beinen zappelnd vorfand.</p>
<p>„Was machst du denn da?“, war die zweite Frage, die jetzt allerdings von meinem Vater kam.</p>
<p>Überrascht ließ ich mich wieder auf die Füße fallen und schaute in zwei erstaunte Gesichter. Dummerweise hatte ich die besagte Schnur fallen gelassen und war meinem heißersehnten Gegenstand kein bisschen näher gekommen, aber jetzt waren meine Eltern ja da und konnten mir helfen.</p>
<p>„Wir dachten du kommst erst später und wir wollten jetzt noch schnell zum Müllhof“, erklärte mir mein Vater.</p>
<p>„Wollt ihr das alles wegwerfen?“, fragte ich überflüssigerweise, denn eigentlich war das Gesagte doch die logische Erklärung.</p>
<p>Auf das Nicken meiner Mutter hin, stellte ich eine mich brennend interessierende Frage: „Ist da was von mir dabei?“</p>
<p>„Nur Sachen, die kaputt sind und du nicht mehr gebrauchen kannst“, lautete ihre Antwort.</p>
<p>„Was denn?“ Ich gab nicht auf, denn ich wollte es genau wissen.</p>
<p>Sie zeigte mir einige Dinge und ich war mit allem einverstanden, es konnte entsorgt werden. Allerdings war immer noch die Frage nach dem Etwas im hinteren Teil des Kofferraums offen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Kannst du mir mal das da hinten zeigen“, fragte ich meine Mutter. „Ist das auch was von mir?“</p>
<p>Hilfsbereit griff sie nach hinten und siehe da, der geheimnisvolle Gegenstand kam zum Vorschein.</p>
<p>„Oh!“, rief ich aus. „Das ist ja mein Hund!“</p>
<p>Ich kann mich nicht mehr erinnern, ob er jemals einen Namen hatte.</p>
<p>„Den nimmst du doch gar nicht mehr, dafür bist du schon viel zu groß“, meinte nun mein Vater. „Außerdem ist er auch kaputt. Schau nur das eine Rad fehlt.“</p>
<p>Es stimmte, ich war aus dem Alter schon lange heraus, in dem man einen Hund auf vier Rädern hinter sich her zog oder sonst irgendetwas mit einem solchen Spielzeug hätte anfangen können. Dieser besagte Hund war schwarz, vollkommen unbeweglich und hatte ursprünglich unter seinen vier Pfoten je ein rotes Rad, von denen jetzt allerdings eines fehlte. Am Hals war als Leine eine Schnur befestigt.</p>
<p>„Was soll ein Schulmädchen mit einem Babyspielzeug?“, fragte ich mich insgeheim, schob aber diese Frage sofort wieder zur Seite.</p>
<p>Die Antwort auf diese Frage war mir in diesem Moment völlig egal. Es war mein Hund und anscheinend hatte ich ihn einmal sehr gemocht, deshalb konnte und durfte er nicht entsorgt werden.</p>
<p>„Der kommt aber nicht weg!“, entschied ich.</p>
<p>„Aber was willst du denn noch damit?“, fragte mich mein Vater. „Der steht doch schon seit langer Zeit auf dem Dachboden und du hast überhaupt nicht mehr an ihn gedacht.“</p>
<p>„Egal!“, sagte ich. „Den gebe ich nicht her? Der soll auf dem Dachboden bleiben. Das ist mein Hund! Bitte!!!“</p>
<p>Auch wenn diese Worte sehr bestimmend klingen sollten, kamen sie wohl mehr flehend heraus und mir standen inzwischen schon die Tränen in den Augen. Was sollten meine mich liebenden Eltern da tun? Genau, sie fuhren mit dem Auto ohne den schwarzen Hund auf drei Rollen, aber mit den restlichen Sachen zum Müllhof und der Hund landete wieder auf dem Dachboden, wo er vermutlich noch immer in einer Ecke steht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/und-noch-mehr-kindheitserinnerungen/">Und noch mehr Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/haengemattengedanken/">Hängemattengedanken</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Auch das bin ich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 06 Oct 2017 22:41:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was 2017]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Über mich]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Gäste]]></category>
		<category><![CDATA[Kaugummi]]></category>
		<category><![CDATA[Tankwart]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich neulich in einer Buchhandlung stöberte, entdeckte ich ein Buch, das mein Interesse weckte. Ich griff  danach, blätterte es durch und erstand es.  Inzwischen hat es einen Platz in meinem Arbeitszimmer. Es handelt sich um „Das Buch der fast vergessenen Wörter“ von Petra Cnyrim*. Sie erklärt und zeigt den Ursprung bestimmter Wörter auf. Manche davon sind ganz verschwunden, andere sind im Begriff vergessen zu werden. Schon beim Durchblättern kamen Erinnerungen in mir hoch und eine Idee entstand: Ich möchte meinen Namen (Astrid Berg) auf solche Wörter und meine damit ganz persönlichen Erinnerungen durchforsten. Also lasst Euch überraschen, was dabei herausgekommen ist. A &#160; Als Kind trug ich im Winter einen Anorak und raste in einem Affenzahn auf meinem Schlitten den Hügel hinunter. Heute saust man vielleicht in einer mit Fell gefütterten Windjacke, in einer Skijacke oder in einer mit Daunen gepolsterten Kapuzenjacke&#8230; den Schneehang hinunter, aber keinesfalls in einem stinknormalen Anorak. Da ich 1960 geboren bin, war es in meiner Generation üblich, dass man im Laufe seines Weges zum Erwachsenwerden mit der Aussteuer ausgestattet &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Als ich neulich in einer Buchhandlung stöberte, entdeckte ich ein Buch, das mein Interesse weckte. Ich griff  danach, blätterte es durch und erstand es.  Inzwischen hat es einen Platz in meinem Arbeitszimmer. </strong><strong>Es handelt sich um „Das Buch der fast vergessenen Wörter“ von Petra Cnyrim*. Sie erklärt und zeigt den Ursprung bestimmter Wörter auf. Manche davon sind ganz verschwunden, andere sind im Begriff vergessen zu werden.</strong><br />
<strong>Schon beim Durchblättern kamen Erinnerungen in mir hoch und eine Idee entstand: Ich möchte meinen Namen (Astrid Berg) auf solche Wörter und meine damit ganz persönlichen Erinnerungen durchforsten. Also lasst Euch überraschen, was dabei herausgekommen ist.</strong></p>
<p><span class="dropcap">A</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als Kind trug ich im Winter einen <strong>Anorak</strong> und raste in einem <strong>Affenzahn</strong> auf meinem Schlitten den Hügel hinunter. Heute saust man vielleicht in einer mit Fell gefütterten Windjacke, in einer Skijacke oder in einer mit Daunen gepolsterten Kapuzenjacke&#8230; den Schneehang hinunter, aber keinesfalls in einem stinknormalen Anorak.<br />
Da ich 1960 geboren bin, war es in meiner Generation üblich, dass man im Laufe seines Weges zum Erwachsenwerden mit der <strong>Aussteuer</strong> ausgestattet wurde. So bekam ich zum Beispiel von meinen beiden Patentanten zu Weihnachten, Ostern, Geburtstagen, Kommunion, Firmung und zu allen passenden Gelegenheiten Geschenke, die für meine Aussteuer bestimmt waren. Sie schenkten mir silberne Löffel, Gabeln, Messer, Bettwäsche, Handtücher, Geschirrtücher etc. . Damit sollte gewährleistet sein, dass ich bei der Hochzeit schon notwendige Utensilien zum gemeinsamen Hausstand beisteuern konnte.<br />
Die Großtante meines Mannes setzte gewissermaßen diese Tradition fort. Sie schenkte mir vor unserer Hochzeit  ebenfalls Handtücher, Geschirrtücher und Gästehandtücher.<br />
Mal ganz ehrlich, wir besitzen viele davon noch. Besonders von den Geschirrtüchern gibt es noch etliche. Ich musste mir bisher noch keine neuen anschaffen. Die Handtücher entsprechen weder unserem heutigen Geschmack, noch passen sie zu unseren Vorstellungen. Aber sie finden noch vielfältige Verwendung, zum Beispiel in der Garage.</p>
<p><span class="dropcap">S</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Jedes Jahr zum 30. Oktober, am Weltspartag, marschierte ich als Kind mit meiner <strong>Sparbüchse</strong> zur Bank und zahlte mein gespartes Geld ein.<br />
Sonntags zog man mir mein <strong>Sonntagskeidchen</strong> an und meine Mutter machte den <strong>Sonntagsbraten</strong>. Da ich ein schlechter Esser war, nannte man mich auch manchmal einen <strong>Suppenkasper</strong>.<br />
Später in der Schule machte ich einen <strong>Schreibmaschine</strong>nkurs, den übrigens auch noch unser Sohn als Vorbereitung auf die Computerarbeit in der 10. Klasse belegte. Meine beiden Examensarbeiten (1. und 2. Staatsexamen) schrieb ich damals auf einer Schreibmaschine. Allerdings nutzte ich hierfür eine elektrische Schreibmaschine, was schon ein enormer Fortschritt war und für mich einen gewissen Luxus bedeutete.</p>
<p><span class="dropcap">T</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Stellt Euch vor, damals gab es  <strong>Telefonzellen</strong> und man führte seine Telefongespräche noch räumlich abgegrenzt von den anderen Menschen, die sich auf der Straße befanden. Das hatte den Vorteil, dass nicht alle Umstehenden lautstark mitbekamen, was man der Freundin, dem Freund oder anderen Gesprächsteilnehmern am Ende der Leitung mitteilte. Ich erinnere mich, dass der Anruf bei der Telefonauskunft kostenlos war und wir manchmal unsere Späße mit dem Fräulein am anderen Ende machten.<br />
Zwar betankte ich mein Mofa und später mein Auto immer selbst, aber trotzdem lernte ich in meiner Kindheit und Jugend noch die Existenz eines <strong>Tankwart</strong>es kennen.<br />
Aber warum sollten wir denn immerzu nur mit dem Auto fahren? Bewegung war angesagt. Dafür erfand man den <strong>Trimm-dich-Pfad</strong>. Und wenn man abends müde vor dem Fernseher eingeschlafen war, dann wachte man möglicherweise erst beim <strong>Testbild</strong> wieder auf. Ich habe dieses Testbild noch genau vor meinem geistigen Auge.</p>
<p><span class="dropcap">R</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mein Mann beschwert sich, wenn Studenten statt eines wissenschaftlichen Taschenrechners einfach den im Handy integrierten Taschenrechner benutzen. Wie sich doch die Zeiten ändern. Obwohl wir auch schon zu Schulzeiten mit dem Taschenrechner fleißig rechnen mussten, lernten wir noch den Gebrauch des <strong>Rechenschieber</strong>s kennen. Ich gebe zu, dass ich ganz schön aufgeschmissen wäre, wenn ich jetzt dieses Gerät bedienen müsste. Im Gegensatz zu der heutigen jungen Generation, die keinerlei Vorkenntnisse bezüglich eines Rechenschiebers hat, könnte ich mich sicherlich wieder einarbeiten und das einst Gelernte aus meinem Gedächtnis hervor kramen.</p>
<p><span class="dropcap">I</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie viele Kinder hörte und las ich gerne Märchen. Im Studium belegte ich sogar ein Seminar zu diesem Thema und mein Erstes Staatsexamen schrieb ich dann auch über Märchen. Wie jeder weiß, begegnete Rotkäppchen dem bösen Wolf. Damals bezeichnete man ihn auch mit dem Namen „<strong>Isegrim</strong>“. Heute taucht diese Bezeichnung höchstens noch im Kreuzworträtsel auf, &#8211; wenn überhaupt.</p>
<p><span class="dropcap">D</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In meiner Kindheit machte man noch <strong>Dauerlauf</strong>. Heute joggt man, geht walken oder läuft einen Marathon, nur Dauerlauf macht niemand mehr.<br />
Wir bezahlten mit der DM (<strong>Deutschen Mark</strong>) und sprachen von einem <strong>Dutzend</strong>, wenn wir zum Beispiel zwölf Brötchen etc. meinten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span class="dropcap">B</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mein Großvater mütterlicherseits war Frisörmeister, den man damals als <strong>Barbier</strong> bezeichnete. Ganz verschwunden scheint dieses Wort jedoch noch nicht zu sein, denn auch in unserer Stadt gibt es heute wieder einen Barbier.<br />
Auch den Begriff „<strong>Butterberg</strong>“ lernte ich kennen und wusste, dass es einen Überschuss an Butter gab. Das erfuhr ich in den siebziger Jahren als Kind mal so nebenbei, als ich mit meiner Mutter freitags zum Wocheneinkauf ging.<br />
Wenn sich zwei <strong>Bengel</strong> tüchtig stritten, so konnte es schon mal passieren, dass der eine vom anderen eine <strong>Backpfeife</strong> erhielt und dann beleidigt mit seinem <strong>Bonanzafahrrad</strong> davon fuhr. Mein Mann kaufte sich vor ein paar Jahren eine Art „Retro-Bonanzafahrrad, bei welchem der Reifen des Hinterrades ebenso wie beim amerikanischen Original einen größeren Durchmesser hat. So erinnert das Bonanzafahrrad an eine Harley Davidson.</p>
<p><span class="dropcap">E</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir drückten damals unsere Überraschung oder Verwunderung ganz einfach mit einem einzigen Wort aus: &#8222;<strong>Eiderdaus</strong>!&#8220; Wir sammelten beispielsweise <strong>emsig</strong> Autogrammkarten und hielten manche super genauen Menschen für <strong>Erbsenzähler</strong>. Auch das bargeldlose Bezahlen kannten wir schon, allerdings nutzten wir hierfür den <strong>Eurocheque. </strong></p>
<p><span class="dropcap">R</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich kann mich noch genau an den roten <strong>Reisewecke</strong>r erinnern, den meine Tante besaß. Er war sehr handlich und man konnte ihn sozusagen zusammenklappen.<br />
Und mit <strong>Rollschuhen</strong> konnte ich ziemlich gut laufen. Wir trafen uns draußen auf der Straße in unserem Wohngebiet, auf der kaum Autos fuhren und dann liefen wir damit um die Wette. Ich weiß noch, dass eines Tages eine Schulfreundin hinfiel und sich den Arm brach. Und vor noch gar nicht allzu langer Zeit überlegte ich, ob ich es noch einmal versuchen sollte. Die Geschichte hierzu könnte Ihr gerne nachlesen: <a href="http://lifetellsstories.de/wenn-es-dem-esel-zu-wohl-ist/">Wenn es dem Esel zu wohl ist&#8230;</a></p>
<p><span class="dropcap">G</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kennt ihr noch den Kaugummiautomaten, den wir nur mit einem <strong>Groschen</strong> füttern mussten, damit er uns eine Kaugummikugel herausgab? Überhaupt konnte man für einen Groschen in meiner Kindheit noch einige Dinge kaufen, zum Beispiel einen Lutscher oder Brausestangen zum Lecken.<br />
Auch spielten wir in der Pause <strong>Gummitwist</strong> mit ausgedienten und aneinander geknoteten Gummis. Das machte riesigen Spaß.</p>
<p>Und ebenso viel Freude hat mir gerade die Erinnerung an fast oder ganz vergessene Dinge und Wörter gemacht, die in meiner Kindheit und Jugend noch total selbstverständlich waren.</p>
<p style="text-align: center;"><strong><em>Sie gehören zu mir, wie mein Name an der Tür.</em></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-bin-ich-und-noch-viel-mehr/">Das bin ich &#8230; und noch viel mehr</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ich-hab-da-eine-kleine-macke/">Ich hab&#8216; da eine kleine Macke</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/">Astrid, Opa und das Eis</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Petra Cnyrim, Das Buch der fast vergessenen Wörter, riva Verlag München, 2. Auflage 2017</p>
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		<title>Das bin ich &#8230; und noch viel mehr</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/das-bin-ich-und-noch-viel-mehr/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 27 Aug 2015 22:01:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was]]></category>
		<category><![CDATA[Über mich]]></category>
		<category><![CDATA[Alphabet]]></category>
		<category><![CDATA[das bin ich]]></category>
		<category><![CDATA[Familie]]></category>
		<category><![CDATA[gut geht]]></category>
		<category><![CDATA[Zuhause]]></category>
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					<description><![CDATA[In meinen Geschichten habe ich Euch schon viel von mir und meiner Familie erzählt. Alles betrifft allerdings nur Erlebnisse und Erinnerungen. Über meine Person selbst habe ich jedoch bisher wenig geschrieben. Deshalb möchte ich heute in meiner Kategorie &#8222;Über mich&#8220; einen kleinen Beitrag einstellen. Ich habe mir einfach nur zu jedem Buchstaben des Alphabets überlegt, was dieser über mich persönlich aussagen könnte. Es ist zwar nur ein kleiner Eindruck, aber vielleicht interessiert es Euch. A Ich habe grüne Augen und mag Abba, aber auch viele andere Musikinterpreten (Udo Jürgens, Queen, Westlife, Simon and Garfunkel, Santana, Die Prinzen, Peter Maffay …) B Einmal im Jahr sind wir in Bangkok, allerdings nicht, um dort Urlaub zu machen. C Ich mache mich gerne chic, denn ich liebe schöne Kleider…und Schmuck ohne ein Modepüppchen zu sein. D Viele Jahre habe ich mit meiner Familie in Darmstadt gelebt. EIch glaube an Schutzengel. F Meine Fingernägel und Fußnägel sind immer lackiert. G Gewitter finde ich immer ein bisschen unheimlich. Donner und Blitz machen mir Angst und ich bin jedesmal froh, wenn das &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In meinen Geschichten habe ich Euch schon viel von mir und meiner Familie erzählt. Alles betrifft allerdings nur Erlebnisse und Erinnerungen. Über meine Person selbst habe ich jedoch bisher wenig geschrieben. Deshalb möchte ich heute in meiner Kategorie &#8222;Über mich&#8220; einen kleinen Beitrag einstellen. Ich habe mir einfach nur zu jedem Buchstaben des Alphabets überlegt, was dieser über mich persönlich aussagen könnte. Es ist zwar nur ein kleiner Eindruck, aber vielleicht interessiert es Euch.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">A </span>Ich habe grüne <strong style="font-size: 15px; line-height: 1.73;">Augen</strong><span style="font-size: 15px; line-height: 1.73; font-weight: normal;"> und mag </span><strong style="font-size: 15px; line-height: 1.73;">Abba</strong><span style="font-size: 15px; line-height: 1.73; font-weight: normal;">, aber auch viele andere Musikinterpreten (Udo Jürgens, Queen, Westlife, Simon and Garfunkel, Santana, Die Prinzen, Peter Maffay …)</span></p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">B</span> Einmal im Jahr sind wir in <strong style="font-size: 15px; line-height: 1.73;">Bangkok</strong><span style="font-size: 15px; line-height: 1.73; font-weight: normal;">, allerdings nicht, um dort Urlaub zu machen.</span></p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">C</span> Ich mache mich gerne <strong>chic</strong>, denn ich liebe schöne Kleider…und Schmuck ohne ein Modepüppchen zu sein.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">D</span> Viele Jahre habe ich mit meiner Familie in <strong>Darmstadt</strong> gelebt.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">E</span>Ich glaube an Schutz<strong>engel</strong>.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">F</span> Meine <strong>Fingernägel</strong> und <strong>Fußnägel</strong> sind immer lackiert.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">G</span> <strong>Gewitter</strong> finde ich immer ein bisschen unheimlich. Donner und Blitz machen mir Angst und ich bin jedesmal froh, wenn das Gewitter wieder abgezogen ist.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">H</span> Manchmal überlege ich, ob wir uns einen <strong>Hund</strong> anschaffen sollten. Allerdings zieht mein Mann eher einen großen Hund vor und ich einen kleinen. Daher werden wir mit unserer Entscheidung noch warten.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">I</span><strong>Intrigen</strong> finde ich einfach nur schlimm.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">J</span> Ich liebe die wärmeren <strong>Jahreszeiten</strong>. Sobald es Frühling wird, freue ich mich auf die Sonne und den Sommer, aber auch den goldenen Herbst finde ich sehr schön. Nur das verregnete Novemberwetter und den Winter mit Eis, Kälte und Matsch kann ich nicht leiden.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">K</span> Früher mochte ich <strong>Katzen</strong> nicht besonders, aber seit wir unser Lottchen haben, weiß ich wie lieb und anhänglich diese Tiere sind.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">L</span> Schon mit 6 Jahren wusste ich genau, was ich werden wollte: <strong>Lehrerin</strong>.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">M</span> Das <strong>Mittelmeer</strong> ist immer ein beliebtes Reiseziele für mich und meine Familie.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">N</span> <strong>Neid</strong> und Streit kann ich nicht leiden.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">O</span> Da unser Sohn schon erwachsen ist, wird es wohl nicht mehr so viele Jahre dauern und uns wird jemand <strong>Oma</strong> und <strong>Opa</strong> rufen. Da ich Kinder sehr gerne mag, freue ich mich schon  auf diese Zeit.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">P</span> Meinen Mann <strong>Peter</strong> habe ich in der Schule kennengelernt.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">Q</span> Ein bisschen <strong>Quatsch</strong> und das Lustigsein gehören auch zum Leben.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">R</span><strong> Romantisch</strong> bin ich auch manchmal und bei romantischen Filmen kann ich richtig gut weinen.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">S</span> Meine Geburtsstadt heißt <strong>Schotten</strong>, da sie der Legende nach von zwei schottischen Prinzessinnen gegründet wurde.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">T</span> Unser Sohn <strong>Timo</strong> ist unser einziges Kind.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">U</span> Meine <strong>Uroma</strong> habe ich immer Omaur (Oma Ur) genannt.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">V</span> Unsere Silberhochzeitsreise haben wir nach <strong>Venedig</strong> gemacht und dort war es einfach nur traumhaft schön. Ich finde, man sollte alles tun, um Venedig nicht untergehen zu lassen und zu bewahren.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">W</span> Ich brauche keinen <strong>Winter</strong> und keinen Schnee. Höchstens an drei Tagen im Jahr: An den beiden Weihnachtsfeiertagen und an Silvester.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">X</span> Ich lasse mir nicht gerne ein <strong>X</strong> für ein U vormachen.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">Y</span> Ich brauche keine <strong>Yacht</strong>, um glücklich zu sein.</p>
<p style="text-align: left;"><span class="dropcap">Z</span> <strong>Zuhause</strong> bin ich dort, wo meine Familie ist und froh bin ich, wenn es allen meinen Lieben (Mann, Sohn, Mutter, Schwiegermutter… und allen anderen Familienangehörigen und Freunden) und natürlich auch mir selbst gut geht.</p>
<p style="text-align: left;">
<p style="text-align: left;">Vielleicht interessiert Euch auch noch das:</p>
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