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	<title>Wanne &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Badewannensinfonie</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 24 Jan 2020 07:11:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
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					<description><![CDATA[Es ist einer jener kalter Winterabende, an denen ich mir Badewasser einlasse. Ein paar Spritzer vom Schaumbad müssen auch noch hinein. „Warum eigentlich?“, frage ich mich. „Na, weil es so schön duftet, aber vor allem, weil es, wie der Name schon verrät, so wunderschön schäumt. Als Kind hat man sich damit schnell mal einen weißen langen Nikolausbart gezaubert oder sich eine weiße Schaumperücke aufgesetzt“, denke ich so vor mich hin und muss lächeln. Auf einmal sind sie alle wieder da. Die Badewannen meines Lebens. Natürlich nicht alle, aber diejenigen, die mich in meinen unterschiedlichen Lebensphasen begleitet haben. Es ist schon seltsam auf welche Gedanken man kommt, wenn man entspannt und vom Alltagsstress abschaltet. Mein erstes Exemplar war ein rosa Plastikwännchen, das meine Mutter auf den Küchentisch oder einen Stuhl stellte und in dem ich mit viel Freude platschte. „Bestimmt war auch ein kleines Entchen oder ein Schiffchen mit im Wasser“, male ich mir gedanklich alles aus. „Nachher muss ich unbedingt in dem alten Fotoalbum nachsehen“, nehme ich mir vor.  Ich erinnere mich an die Wanne &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Es ist einer jener kalter Winterabende, an denen ich mir Badewasser einlasse. Ein paar Spritzer vom Schaumbad müssen auch noch hinein. „Warum eigentlich?“, frage ich mich.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„N</span>a, weil es so schön duftet, aber vor allem, weil es, wie der Name schon verrät, so wunderschön schäumt. Als Kind hat man sich damit schnell mal einen weißen langen Nikolausbart gezaubert oder sich eine weiße Schaumperücke aufgesetzt“, denke ich so vor mich hin und muss lächeln.</p>
<p>Auf einmal sind sie alle wieder da. Die Badewannen meines Lebens. Natürlich nicht alle, aber diejenigen, die mich in meinen unterschiedlichen Lebensphasen begleitet haben. Es ist schon seltsam auf welche Gedanken man kommt, wenn man entspannt und vom Alltagsstress abschaltet.<br />
Mein erstes Exemplar war ein rosa Plastikwännchen, das meine Mutter auf den Küchentisch oder einen Stuhl stellte und in dem ich mit viel Freude platschte. „Bestimmt war auch ein kleines Entchen oder ein Schiffchen mit im Wasser“, male ich mir gedanklich alles aus. „Nachher muss ich unbedingt in dem alten Fotoalbum nachsehen“, nehme ich mir vor.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Ich erinnere mich an die Wanne im Badezimmer meines Opas. Nicht, weil sie besonders hübsch war, sondern weil in ihr auch meine langen Haare gewaschen wurden. Mit einem Waschlappen vor den Augen erwartete ich ängstlich den Wasserstrahl, der mir das Shampoo aus den Haaren spülen sollte. „Das war einfach nur schrecklich“, erinnere ich mich. „Bitte nimm das!“, hatte ich meine Mutter damals gebeten und ihr ein Kännchen von meinem Puppengeschirr gereicht, damit die Wassermenge, die über meinen Kopf lief, nicht so groß war. Aber ich merkte sofort, dass meine Mutter schummelte, denn in einem solch kleinen Kännchen konnte unmöglich derartig viel Wasser sein.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Auch Bazi hatte eine eigene Badewanne“, fällt mir da ein. Bazi war der Hund meines Opas und der wurde in einer Zinkwanne gebadet. „Soweit ich mich erinnere war er kein großer Fan von dieser Zeremonie“, sage ich im Stillen und lasse mein Kopfkino weiterlaufen.<br />
„Die Wanne in meinem Elternhaus war ganz modern und ebenfalls wieder in einem zarten Rosa“, mache ich gedanklich jetzt einen Sprung. Samstags war bei uns Badetag und ich setzte mich immer in die leere Wanne. Erst dann ließ ich das Wasser zulaufen, weil ich nicht in das heiße Badewasser steigen wollte. „Und dann ging das Konzert los!“, kichere ich leise in mich hinein. Obwohl ich noch nie besonders gut singen konnte, schmetterte ich los. Anscheinend dachte ich, dass mich hier niemand hören würde. Aber mein Gesang schallte mit Sicherheit durch das ganze Haus und ich wundere mich noch heute, dass sich niemand beschwert hat. „Vielleicht hatte der Fernseher, der unten im Wohnzimmer lief, meinen Singsang übertönt oder meine Eltern überhörten einfach geflissentlich meine falschen Töne“, überlege ich.<br />
In meiner Studentenbude gab es keine Badewanne, aber dafür dann in unserer ersten gemeinsamen Wohnung. Dort unterließ ich allerdings das Singen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ich wollte mich ja nicht vor meinem Peter blamieren, denn im Gegensatz zu mir, ist er musikalisch“, erinnere ich mich.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Tja und in unserer nächsten Wohnung, kam dann wieder ein Plastikwännchen zum Einsatz. Nicht für uns, sondern für unser Baby. Dieses Wännchen hatte weder die Farbe rosa noch blau, es war einfach nur weiß<span class="Apple-converted-space">  </span>und befand sich auf einem Gestell, das auf unserer Badewanne aufgesetzt wurde. Das erste Mal badete meine Mutter unseren kleinen Sohn darin. „Weil ich zu feige war“, gestehe ich mir ein. „Ich traute mich nicht so recht und befürchtete, ich könne etwas falsch machen.“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Bist du eingeschlafen?“, ruft mein Peter plötzlich zu mir hoch.<br />
„Nein, nein!“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Ich lasse das Badewasser aus und denke, dass in unserer Eckbadewanne genügend Platz für mehrere Enkelkinder wäre.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ich habe nur ein bisschen mit offenen Augen geträumt“, rufe ich meinem Mann zu und lausche dem gurgelnden Geräusch des ablaufenden Wassers.</p>
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<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/hui/">Hui!!!</a></p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-dreivasengeschichte/">Die Dreivasengeschichte</a></p>
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