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	<title>Spiegel &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Was ist das denn?</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/was-ist-das-denn/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 26 Aug 2021 10:40:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Ausschlag]]></category>
		<category><![CDATA[Gesicht]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Text]]></category>
		<category><![CDATA[was]]></category>
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					<description><![CDATA[Ines und ihr Mann Hannes haben sich beide für heute Nachmittag frei genommen, weil sie einige Erledigungen in der Stadt machen müssen. Inzwischen ist fast alles abgearbeitet, nur noch der Hosenkauf von Hannes steht auf dem Plan. Da dieser gar keine Lust darauf hat, unterbreitet er Ines einen Vorschlag: „Lass uns doch dort drüben in dem Cafe noch gemütlich einen Kaffee und ein Stückchen Kuchen genießen.“ „Du willst dich wohl um den Hosenkauf drücken?“ „Ich doch nicht“, zwinkert ihr Hannes zu. Da Ines ansonsten nichts gegen eine kurze Pause einzuwenden hat, suchen sie sich im Außenbereich des Cafés ein gemütliches Plätzchen. Gerade haben sie ihre erwählten Leckereien serviert bekommen, schaut Hannes seine Frau an und runzelt die Stirn. Ines fasst sich instinktiv an die Nasenspitze. „Habe ich einen Pickel auf der Nase oder warum schaust du mich so seltsam an?“ „Das nicht gerade, aber was ist das denn?“ „Was denn und wo überhaupt?“ „Dein Gesicht. Das fällt mir jetzt erst auf“, spricht Hannes immer noch in Rätseln. „Ich sehe aus wie immer, habe mich geschminkt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ines und ihr Mann Hannes haben sich beide für heute Nachmittag frei genommen, weil sie einige Erledigungen in der Stadt machen müssen. Inzwischen ist fast alles abgearbeitet, nur noch der Hosenkauf von Hannes steht auf dem Plan. Da dieser gar keine Lust darauf hat, unterbreitet er Ines einen Vorschlag:</strong></p>
<p><span class="dropcap">„L</span>ass uns doch dort drüben in dem Cafe noch gemütlich einen Kaffee und ein Stückchen Kuchen genießen.“</p>
<p>„Du willst dich wohl um den Hosenkauf drücken?“</p>
<p>„Ich doch nicht“, zwinkert ihr Hannes zu.</p>
<p>Da Ines ansonsten nichts gegen eine kurze Pause einzuwenden hat, suchen sie sich im Außenbereich des Cafés ein gemütliches Plätzchen.<br />
Gerade haben sie ihre erwählten Leckereien serviert bekommen, schaut Hannes seine Frau an und runzelt die Stirn.<br />
Ines fasst sich instinktiv an die Nasenspitze.</p>
<p>„Habe ich einen Pickel auf der Nase oder warum schaust du mich so seltsam an?“</p>
<p>„Das nicht gerade, aber was ist das denn?“</p>
<p>„Was denn und wo überhaupt?“</p>
<p>„Dein Gesicht. Das fällt mir jetzt erst auf“, spricht Hannes immer noch in Rätseln.</p>
<p>„Ich sehe aus wie immer, habe mich geschminkt wie sonst auch und habe keinen Pickel auf der Nase… Also, was stört dich sonst an meinem Gesicht?“</p>
<p>„Irgendwie sieht du anders aus. Hast du vielleicht Rouge aufgelegt?“</p>
<p>„Nein, du weißt doch ich benutze nur Lidschatten oder Eyeliner, Mascara und Lippenstift.“</p>
<p>„Nein, nein, das ist es ja auch nicht, eher der Rest vom Gesicht.“</p>
<p>„Also Hannes, du machst mich total unsicher. Jetzt rück endlich mit der Sprache heraus!“, fordert Ines ihren Mann aufgelöst auf.</p>
<p>„Schau doch einfach mal in den Spiegel!“</p>
<p>„Ich habe keinen dabei, also nun rede endlich Klartext!“</p>
<p>„Naja, du siehst…“</p>
<p>„Oh nein!“, ruft Ines plötzlich erschrocken aus. „Dort ist Elene, du weißt schon, die aus unserer Straße, die immer alle Neuigkeiten weiß. Wenn sie mich so sieht, weiß morgen jeder, was ich im Gesicht habe…“</p>
<p>„Huhu!“, ruft es da schon und Elene marschiert schnurstracks auf den Tisch von Ines und Hannes zu.</p>
<p>„Ach, du grüne Neune!“, ruft sie auch sofort aus, als sie neben Ines steht. „Was ist das denn?“</p>
<p>Inzwischen ist Ines fast den Tränen nahe. Ihren Kuchen schiebt sie weit von sich, denn nun verspürt sich keinerlei Appetit mehr.</p>
<p>„Du bist ja total rot!“, kichert Elene, sieht irgendwie lustig aus. Ist das ein Ausschlag? Das ist bestimmt ansteckend!“</p>
<p>„Was ist denn mit mir? Vorhin als ich auf der Toilette war und mir vor dem Spiegel die Haare gekämmt habe, war doch alles noch in Ordnung.“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Ines versteht die Welt nicht mehr und sie kann kaum noch die Tränen zurückhalten.</p>
<p>„Jetzt reg dich mal nicht auf“, versucht Hannes seine Frau zu beruhigen. „Das ist bestimmt nichts Schlimmes. Wir sollten allerdings den Hosenkauf verschieben.“</p>
<p>„Ist das dein einziges Problem?“, gibt Ines bissig zurück.</p>
<p>„Ist doch gut, Ines! Komm wieder runter von der Palme!“, beschwichtigt nun auch Elene. „Ich war neulich auch in diesem Café und saß auf dem selben Platz wie du jetzt.“</p>
<p>„Na und! Das ist mir jetzt total egal!“, gibt Ines patzig zurück.</p>
<p>„Sollte es dir aber nicht sein!“, ruft Elene aus. „Pass mal auf!“</p>
<p>Mit diesen Worten schiebt Elene sich den Stuhl neben Ines zurecht und setzt sich unaufgefordert hin.</p>
<p>„So, und jetzt schaut mich mal an!“, fordert Ines die Beiden auf.</p>
<p>„Du bist total rot im Gesicht!“, rufen Hannes und Ines wie im Chor aus.</p>
<p>„So schnell ist diese Sache ansteckend“, lacht Elene und zeigt nach oben.</p>
<p>Das Ehepaar folgt ihrem Fingerzeig mit den Blicken und sieht die Sonne durch den roten Sonnenschirm schimmern.</p>
<p>„Komm!“, fordert Elene Ines auf, nimmt diese an der Hand und zieht sie von Tisch und Sonnenschirm weg auf den großen Platz. „Schau, und so schnell sind wir beide wieder geheilt!“</p>
<p>Die vorübereilenden Fußgänger sehen zwei Frauen, die sich in den Armen liegen und lachen, lachen, lachen.</p>
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		<title>Das Bananenoutfit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2018 20:28:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[auftauchen]]></category>
		<category><![CDATA[Banane]]></category>
		<category><![CDATA[Ohr]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Stimmung]]></category>
		<category><![CDATA[Video]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Tatsache, dass ich heute diesen Post einstelle, hängt sehr eng mit zwei Personen zusammen. Hiermit meine ich erstens unseren Sohn und zweitens Traude (Rostrose). Das muss man allerdings ein wenig erläutern, denn diese beiden Personen kennen einander nicht, aber sie verbindet in Bezug auf mein heutiges Thema sozusagen ein Stückchen Stoff. Um genauer zu sein ein Stück gelber Stoff. Bevor Ihr Euch nun den Kopf zerbrecht, welche mysteriösen Dinge hier ablaufen, will ich es Euch erklären. Unser Sohn digitalisiert gerade unsere alten Videos und ist dabei auf eine Aufnahme gestoßen, die vor fast dreißig Jahren entstanden ist. Sie zeigt unseren kleinen Sohn, der gerade erst laufen gelernt hat und mich. Mein Mann hat damals diese Videoszene gedreht.  Darauf ist unser einjähriger Sohn zu erkennen, der nach der Kamera greifen will, was ihm allerdings untersagt wird. Daher verzieht er das Gesicht und will anfangen zu weinen. Dann komme allerdings ich ins Spiel. Er lässt sich Trost suchend in meine Arme fallen und ich nehme ihn hoch.  Eine ganz normale Szene, die nichts Außergewöhnliches in sich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Die Tatsache, dass ich heute diesen Post einstelle, hängt sehr eng mit zwei Personen zusammen. Hiermit meine ich erstens unseren Sohn und zweitens Traude (Rostrose). Das muss man allerdings ein wenig erläutern, denn diese beiden Personen kennen einander nicht, aber sie verbindet in Bezug auf mein heutiges Thema sozusagen ein Stückchen Stoff. Um genauer zu sein ein Stück gelber Stoff. Bevor Ihr Euch nun den Kopf zerbrecht, welche mysteriösen Dinge hier ablaufen, will ich es Euch erklären.</strong><br />
<span class="dropcap">U</span>nser Sohn digitalisiert gerade unsere alten Videos und ist dabei auf eine Aufnahme gestoßen, die vor fast dreißig Jahren entstanden ist. Sie zeigt unseren kleinen Sohn, der gerade erst laufen gelernt hat und mich. Mein Mann hat damals diese Videoszene gedreht.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Darauf ist unser einjähriger Sohn zu erkennen, der nach der Kamera greifen will, was ihm allerdings untersagt wird. Daher verzieht er das Gesicht und will anfangen zu weinen. Dann komme allerdings ich ins Spiel. Er lässt sich Trost suchend in meine Arme fallen und ich nehme ihn hoch.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Eine ganz normale Szene, die nichts Außergewöhnliches in sich birgt. Wäre da nicht dieses Stückchen Stoff. Gemeint ist meine damalige Kleidung. Ich trug einen gelben Overall.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Während unser Sohn die alte Videoaufnahme neulich digitalisierte, kommentierte er diese folgendermaßen:<br />
„…und hier das Bananenoutfit…“<br />
<span class="Apple-converted-space"> </span>Gemeint war mein gelber Overall, den er als sehr modisch bezeichnete und fragte, ob ich diesen noch besitzen würde.<br />
Soweit, so gut.<br />
Hierauf kam ich in einem Kommentar zu sprechen, den ich auf Traudes Seite schrieb. Und Traude schrieb mir wieder zurück:<br />
„Nun würde mich aber natürlich interessieren, wie die Sache mit dem gelben Overall weitergegangen ist…. Vielleicht hast du ja mal Lust, mir oder allen hier diese Geschichte zu erzählen! :-)).“<br />
Und ob ich Lust darauf habe.<br />
Diesen gelben Overall trug ich vor 32 Jahren, nämlich am 26.6.1986. Dies war der Tag unserer standesamtlichen Trauung. Nein, ich habe ihn nicht im Standesamt getragen, allerdings am Abend bei unserem Polterabend. Er passte hervorragend zu unserer fröhlichen Stimmung und er strahlte mit seinem Sonnengelb mit mir um die Wette, wie Ihr ganz deutlich auf dem leider recht verpixelten Beitragsfoto erkennen könnt. Als Accessoire gehörte ein gelber Lackgürtel dazu und selbstverständlich eine Modeschmuckkette bestehend aus Perlen und die entsprechenden Ohrclipse in der selben leuchtenden Farbe.<br />
Ich habe diesen Overall geliebt und mich richtig wohl darin gefühlt und habe ihn daher auch öfter und sehr gerne getragen.<span class="Apple-converted-space">  </span>Allerdings erinnere ich mich expliziert nur an den Tag unseres Polterabends und noch an zwei weitere Tage, wobei der eine auf der Videoaufnahme festgehalten ist. Der dritte Tag, der mir noch immer im Gedächtnis ist, hat eine ganz besondere Bedeutung. Es war der der Zeitpunkt meiner Entlassung aus dem Krankenhaus nach der Geburt unseres Sohnes. Ich war mächtig stolz, dass er mir wieder gepasst hat und wollte mich selbstverständlich im Spiegel bewundern. Leider gab es in dem Zimmer im Krankenhaus keinen Spiegel, außer dem über dem Waschbecken. Da ich darin jedoch nur mein Gesicht sehen konnte, stellte ich mich auf einen Stuhl und begutachtete meine Figur im Spiegel. Zufrieden dachte ich: „Super, dass er mir wieder passt!“<span class="Apple-converted-space">  </span>Ich stieg gerade vom Stuhl, als mein Arzt den Raum betrat und mich anlächelte. Ich vermute, dass er meine Gedanken lesen konnte.<br />
Traude fragte mich noch, ob ich diesen Overall noch besitzen würde und ob er mir immer noch passt.<br />
Ich konnte mich ehrlich gesagt nie von diesem „Bananenoutfit&#8220; trennen, obwohl ich ihn schon lange nicht mehr trage. Er lag die ganzen vielen Jahre im obersten Stockwerk in einem Schrank mit anderen kostbaren Erinnerungsstücken verwahrt. Gestern Abend habe ich ihn hervor geholt und anprobiert. Ja, er passt mir noch immer. Allerdings würde ich ihn nicht mehr tragen. Er ist aus den 80ern und hat daher auch die etwas betonten Schultern. Aber weggeworfen wird er trotzdem nicht. Vielleicht gibt es ja mal irgendwo eine Achtzigerjahreparty und ich kann ihn nochmals ausführen. <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/1f642.png" alt="🙂" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /> Die Kette und die Ohrclipse muss es auch noch geben, jedoch habe ich den Lackgürtel noch nicht gefunden. Aber ich bin mir sicher, irgendwo taucht er auch wieder auf.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-sache-mit-der-vorahnung/">Die Sache mit der Vorahnung</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/mit-schaufel-und-eimer/">Mit Schaufel und Eimer</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-familien-b-c-2/">Das Familien &#8211; A B C</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Badezimmergespräch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Sep 2018 05:56:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gedichte]]></category>
		<category><![CDATA[Bad]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Morgentau]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Strähne]]></category>
		<category><![CDATA[Verlass]]></category>
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					<description><![CDATA[„Jeden Tag das selbe Drama, wenn sie kommen in ihrem Pyjama. Mit kleinen Augen schauen sie mich an, blinzeln mir zu dann und wann. Haben nur ein müdes Gähnen, das Haar hängt herab in Strähnen. Sie wollen zwar meine strahlende Klarheit,  vertragen aber nicht meine Wahrheit.“ „Ach Spiegel, sei nicht traurig, auch mein Dasein ist ganz schaurig. Sie drücken und quetschen mich immerzu, werfen mich in die Ecke im Nu.“ „Oh Tube, du hast noch Glück, mich nennen sie ein dummes Stück. Der Umgang mit mir ist nämlich schwierig, denn ich bin ziemlich schmierig.“ „An mir bleibt alles hängen dann, Seife, Creme ist am Handtuch dran. Ich bin dann schmutzig und auch nass, als wär’ auf mich kein Verlass.“ „Ihr könnt noch alle zufrieden sein, die schwerste Arbeit ist doch mein. Muss mich wühlen durch das krause Haar bei der ganzen Familienschar.“ „Auch meine Arbeit ist ziemlich hart, muss putzen die Zähne, polieren zart, bis sie alle sind sauber und strahlend rein bei Groß und auch Klein.“ „Halt, ich bin auch dabei! Rasiere des Mannes &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">„Jeden Tag das selbe Drama,<br />
wenn sie kommen in ihrem Pyjama.<br />
Mit kleinen Augen schauen sie mich an,<br />
blinzeln mir zu dann und wann.</p>
<p style="text-align: center;">Haben nur ein müdes Gähnen,<br />
das Haar hängt herab in Strähnen.<br />
Sie wollen zwar meine strahlende Klarheit,<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
vertragen aber nicht meine Wahrheit.“</p>
<p style="text-align: center;">„Ach Spiegel, sei nicht traurig,<br />
auch mein Dasein ist ganz schaurig.<br />
Sie drücken und quetschen mich immerzu,<br />
werfen mich in die Ecke im Nu.“</p>
<p style="text-align: center;">„Oh Tube, du hast noch Glück,<br />
mich nennen sie ein dummes Stück.<br />
Der Umgang mit mir ist nämlich schwierig,<br />
denn ich bin ziemlich schmierig.“</p>
<p style="text-align: center;">„An mir bleibt alles hängen dann,<br />
Seife, Creme ist am Handtuch dran.<br />
Ich bin dann schmutzig und auch nass,<br />
als wär’ auf mich kein Verlass.“</p>
<p style="text-align: center;">„Ihr könnt noch alle zufrieden sein,<br />
die schwerste Arbeit ist doch mein.<br />
Muss mich wühlen durch das krause Haar<br />
bei der ganzen Familienschar.“</p>
<p style="text-align: center;">„Auch meine Arbeit ist ziemlich hart,<br />
muss putzen die Zähne, polieren zart,<br />
bis sie alle sind sauber und strahlend rein<br />
bei Groß und auch Klein.“</p>
<p style="text-align: center;">„Halt, ich bin auch dabei!<br />
Rasiere des Mannes Bart einwandfrei.“<br />
„Wir sorgen für den Duft bei Mann und Frau,<br />
sind frisch wie der Morgentau.“</p>
<p style="text-align: center;">„Hört endlich auf zu wetteifern,<br />
wir müssen nicht streiten und keifern.<br />
Mit uns allen beginnt der Mensch den Tag,<br />
wir sind seine Helferlein im Bad.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/strandschoenheiten/">Strandschönheiten</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/schau-dir-das-mal-an/">Schau Dir das mal an!</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/darf-ich-mich-vorstellen/">Darf ich mich vorstellen?!</a></p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Spieglein, Spieglein &#8230;</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/spieglein-spieglein/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 15 Nov 2014 13:53:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Gesprächspartner]]></category>
		<category><![CDATA[Kleidung]]></category>
		<category><![CDATA[Märchen]]></category>
		<category><![CDATA[Selfies]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegel]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegelbild]]></category>
		<category><![CDATA[Spiegelei]]></category>
		<category><![CDATA[Spieglein]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir wollen gerade das Haus verlassen, da fällt mein Blick gewohnheitsmäßig in den großen Wandspiegel in unserer Diele. „Haare in Ordnung, Jacke, Hose und Schuhe sind perfekt aufeinander abgestimmt, kein Fleck, Lippen sind geschminkt…“ In Sekundenschnelle habe ich alles an mir abgescannt und zufrieden festgestellt, dass ich so unter die Menschheit gehen kann.  Peter hat meinen Blick aufgefangen und versucht mich zu ärgern: „Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist wohl die Schönste im ganzen Land?“ „Ha,ha, ich bin weder die Schönste, noch eine böse Stiefmutter. Ich wollte nur mal kurz alles überprüfen“, kontere ich. Oder ist es einfach nur Selbstverteidigung? „Und dabei hast du den Nutellafleck im rechten Mundwinkel übersehen“, startet er einen neuen Versuch. Obwohl ich genau weiß, dass er mich auf den Arm nimmt, erfolgt blitzschnell noch ein zweiter Check (ich könnte mich ja doch irgendwie blamieren) und gleich darauf ein Knuff in Peters Rippen. „Was würdest du nur ohne Spiegel tun?“, fragt er mich daraufhin. „Und du?“, stelle ich die Gegenfrage. „Ich bin ein Mann und ich brauche einen Spiegel, um &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir wollen gerade das Haus verlassen, da fällt mein Blick gewohnheitsmäßig in den großen Wandspiegel in unserer Diele. „Haare in Ordnung, Jacke, Hose und Schuhe sind perfekt aufeinander abgestimmt, kein Fleck, Lippen sind geschminkt…“ In Sekundenschnelle habe ich alles an mir abgescannt und zufrieden festgestellt, dass ich so unter die Menschheit gehen kann. </strong></p>
<p><span class="dropcap">P</span>eter hat meinen Blick aufgefangen und versucht mich zu ärgern:<br />
„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist wohl die Schönste im ganzen Land?“<br />
„Ha,ha, ich bin weder die Schönste, noch eine böse Stiefmutter. Ich wollte nur mal kurz alles überprüfen“, kontere ich. Oder ist es einfach nur Selbstverteidigung?<br />
„Und dabei hast du den Nutellafleck im rechten Mundwinkel übersehen“, startet er einen neuen Versuch.<br />
Obwohl ich genau weiß, dass er mich auf den Arm nimmt, erfolgt blitzschnell noch ein zweiter Check (ich könnte mich ja doch irgendwie blamieren) und gleich darauf ein Knuff in Peters Rippen.<br />
„Was würdest du nur ohne Spiegel tun?“, fragt er mich daraufhin.<br />
„Und du?“, stelle ich die Gegenfrage.<br />
„Ich bin ein Mann und ich brauche einen Spiegel, um mich zu rasieren. Das ist ganz was anderes. Frauen brauchen ständig einen Spiegel.“<br />
„Ach ja? Und wer wollte die vielen Spiegel in unserem Haus?“<br />
„Aber nur, weil die Spiegelung Räume noch größer erscheinen lässt!“<br />
„Die Unordnung aber auch! Und meine Arbeit! Immerhin muss ich sie putzen!“, halte ich ihm entgegen.<br />
Dieses kleine Streitgespräch fand an dieser Stelle seinen Abbruch, doch mir ging die Sache mit dem Spiegel nicht so recht aus dem Sinn. Mir fiel ein Artikel ein, den ich neulich in meiner Psychologiezeitschrift (Anna Gielas, „Das Aussehen ist nur ein geringer Teil meiner Identität“, in: PSYCHOLOGIE HEUTE compact, Heft 38 (2014),S. 66ff ) gelesen habe. In diesem Interview hat die amerikanische Soziologin Kerstin Gruys erzählt, dass sie ein ganzes Jahr darauf verzichtete in den Spiegel zu schauen. Mal ehrlich, so unter uns, ich halte das für absolut schwierig, denn mein Spiegel ist zu einer absoluten Selbstverständlichkeit geworden und überall wird man mit Spiegeln oder wiederspiegelnden Flächen konfrontiert. Auch beim Autofahren sind z.B. Rückspiegel und Außenspiegel äußerst wichtig und hin und wieder erhascht man dabei auch einen kurzen Blick auf sich selbst.<br />
„Gehörst du auch zu den Frauen, die sich den Rückspiegel so einstellen, dass sie sich an der Ampel mal eben die Lippen nachziehen können? Und überhaupt dienen Spiegel doch auch gewaltig der Eitelkeit, oder?“, fragt Peter ohne wirklich eine Antwort zu erwarten.<br />
Diese erhält er auch nicht von mir, sondern nur einen Augenaufschlag, der alles und nichts bedeuten kann.<br />
Mir fällt ein, dass es inzwischen in Mode gekommen ist, sogenannte Selfies mit dem Handy zu machen. Also auch eine Art Spiegel.<br />
Meinem Mann erkläre ich dann noch: „Mein Spiegel ist für mich ein sehr wichtiger Gesprächspartner.“<br />
Ja, mein Spiegel „spricht“ sozusagen mit mir: Schon morgens nach dem Aufstehen sagt er mir die schonungslose Wahrheit: „Du siehst aber noch ganz schön müde aus!“ Und so geht es den ganzen Tag über weiter: „Du solltest dir deine Haare waschen!“ oder: „Deine Schminke ist verschmiert!“ Er konfrontiert mich mit meinen Makeln und meinen Schwachstellen. Manchmal ist er aber auch richtig nett zu mir, nämlich dann, wenn er sagt: „Gut siehst du heute aus!“ oder: „Das Kleid steht dir aber gut!“<br />
„Überhaupt“, sage ich zu meinem Mann, „ist der Spiegel ein wichtiger Bestandteil in unser aller Leben.“<br />
„Irgendwo hast du schon Recht, wenn ich es mir genau überlege. Oftmals sind Spiegel schon sehr hilfreich. Man muss nur an die Funktion der Spiegel in der Medizin, z.B. beim Zahnarzt denken.“<br />
Inzwischen haben wir angefangen zu wetteifern, wem die meisten Spiegelarten einfallen: Taschenspiegel, Autospiegel, Ganzkörperspiegel, Badezimmerspiegel, Garderobenspiegel, Handspiegel, der Spiegel in einem Periskop…<br />
Ich überlege noch, wie diese amerikanische Soziologin wohl so komplett ohne Spiegel zurecht kam, da fordert mich mein Mann auf:<br />
„Denk doch mal an Abu Dhabi!“<br />
Jetzt kommt mir dieses Erlebnis auch wieder ins Bewusstsein:<br />
Wir waren gemeinsam in Abu Dhabi und unser Weg führte uns auch in eine der größten Moscheen der Welt, nämlich in die Sheikh Zayed Moschee, deren weiße Kuppeln und Türme schon weithin leuchten. Der Bus mit dem wir eine Sightseeingtour unternommen hatten, hielt vor dieser prachtvollen und atemberaubenden Moschee, die aus dem Märchen von 1000 und einer Nacht entstammen könnte. Wir stiegen aus und folgten der Menschenmenge. Aufsichtspersonen wiesen uns den Weg in den unteren Bereich des Gebäudes.<br />
„Wo gehen wir denn hin?, erkundigte ich mich.<br />
„Keine Ahnung, dort unten ist in jedem Fall das Parkhaus“, erklärte Peter, dem ebenfalls die Ratlosigkeit ins Gesicht geschrieben stand. Immer weiter ging es die Gänge entlang bis wir schließlich vor einer Absperrung standen. Den Schildern und den Gesten der Sicherheitsleute konnte man entnehmen, dass hier die Frauen aufgefordert wurden sich ein Gewand auszuleihen. Hierbei handelte es sich um die sogenannte Abaya, ohne die keine Frau das Innere dieser Moschee betreten darf und die als traditionelle Verhüllung der Muslima gilt. Zuvor mussten wir allerdings unseren Personalausweis abgeben.<br />
„Ich habe meinen im Hotel“, stellte ich fest und befürchtete schon, dass ich nicht eingelassen werden würde, da ich mir demzufolge keine Abaya ausleihen hätte können. Nachdem uns allerdings erklärt wurde, dass ich auch den Ausweis meines Mannes nehmen könnte, reihte ich mich wie alle anderen Frauen in die Warteschlange ein. So erhielt ich nach ein paar Minuten das schwarze Kleidungsstück, das ich über meine eigene Kleidung zog und wurde dann noch aufgefordert mein Haar ebenfalls zu bedecken. In diesem Raum gab es keinen Spiegel und so legte ich zwar diese Art einer Robe an, war aber gezwungen meine Gewohnheit der Betrachtung des eigenen Spiegelbildes abzulegen. Dies war für mich, die immer nach dem Ankleiden einen Blick in den Spiegel wirft, sehr ungewohnt, allerdings ein winziger Einblick in das Experiment der oben schon erwähnten amerikanischen Soziologin. Und dabei habe ich mehrere wichtige Erfahrungen gemacht:<br />
Zuerst stellte ich fest, dass meine Neugier oder nennen wir es Wissbegierde stärker war als mein Bedürfnis das für mich als Christ Ungewohnte an mir zu sehen. Ich wollte einfach diese prachtvolle, überaus kostbar ausgestattete und märchenhaft anmutende Moschee besichtigen und das Tragen der Abaya war für mich der Ausdruck dafür, dass ich diese Tradition einer anderen Religion achte und akzeptiere. Dadurch geriet mein Äußeres und das anfänglich starke Bedürfnis mein Spiegelbild zu sehen doch in den Hintergrund. Aber es war nicht völlig verschwunden, denn die ersten Minuten sagte ich sicherlich mehrmals zu meinem Mann:<br />
„Ich würde mich jetzt doch gerne einmal in einem Spiegel betrachten.“<br />
„Schau doch einfach in ein Glaselement, eine Glastür oder ein Fenster. Darin kannst du dich doch bestimmt spiegeln“, empfahl mir Peter. Da jedoch alles so reichhaltig verziert war, konnte ich höchstens schemenhafte Umrisse von mir erkennen. Ich muss allerdings auch zugeben, dass mich dieses Bedürfnis auf einmal auch nur noch nebensächlich tangierte. Die Moschee selbst hatte mich viel zu sehr in Ihren Bann gezogen und etwas Ehrfürchtiges ging von ihr aus, auch wenn ich einem anderen Glauben angehöre.<br />
„Ich habe dich fotografiert“, erklärte Peter. „Willst du mal sehen?“<br />
„Nein, jetzt nicht. Die anderen Frauen tragen doch auch eine Abaya“, antwortete ich, „irgendwie sind sie in gewisser Hinsicht eine Art Spiegel für mich.“ Ich erkannte, dass ich meine Bekleidung bereits zumindest teilweise vergessen hatte. Ganz vergessen, konnte ich diese allerdings nicht, da ich bedingt durch die Länge des Kleidungsstückes immer darauf bedacht sein musste, nicht über dessen Saum zu stolpern. Des Weiteren musste ich auch darauf achten, dass mir meine Kopfbedeckung (eine Kapuze) nicht herunter rutschte.</p>
<p>„Wenn das in Abu Dhabi doch so gut ohne Spiegel geklappt hat, willst du dann nicht auch einmal ausprobieren ein Jahr lang keinen Spiegel zu benutzen?“, frage ich mich insgeheim und gebe mir auch sofort selbst die Antwort darauf:<br />
„Nein! Das will ich nicht!“</p>
<p>„Sag mal“, frage ich Peter am Abend unvermittelt, „warum heißt das Spiegelei eigentlich Spiegelei?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/11/1200px-DSC09977.JPGMoschee.jpg"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-208" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/11/1200px-DSC09977.JPGMoschee-150x150.jpg" alt="1200px-DSC09977.JPG:Moschee" width="185" height="185" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/11/1200px-DSC09977.JPGMoschee-150x150.jpg 150w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/11/1200px-DSC09977.JPGMoschee-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 185px) 100vw, 185px" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
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