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	<title>Schmuck &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Hat Astrid denn kein Schmuckkästchen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Aug 2021 12:37:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bekannte]]></category>
		<category><![CDATA[Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Schmuck]]></category>
		<category><![CDATA[Schwester]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Frage stellte vor mehr als zwanzig Jahren die Tochter einer Bekannten. Das kleine Mädchen dachte, ich würde immer meinen gesamten Schmuck am Leibe tragen, denn das kannte sie von ihrer Mutter, die eher selten Schmuck trug, nicht. Ganz so schlimm war und ist es allerdings nicht, aber ich konnte und kann meine Liebe zu Schmuck nicht verleugnen. Und die begann schon im zarten Kindesalter. Bei unseren alljährlichen Besuchen bei meiner Omaur (sprich: Uroma, von der ich schon an anderer Stelle berichtet habe) in Rottach – Egern, lernte ich mit ungefähr zwei oder drei Jahren auch deren Schwester kennen. Von ihr ging für mich eine derartige Faszination aus, dass ich sie nie mehr vergessen sollte. Diese Frau war über und über behangen mit Schmuck. An ihr glitzerte und klimperte sprichwörtlich alles. Sie trug an jedem Finger einen oder teilweise sogar mehrere Ringe, mehrere Armbänder und Ketten. Von den Ohrringen und der Uhr ganz zu schweigen. Ich konnte meinen Blick von dieser Frau gar nicht abwenden, dies fiel auch meinen Eltern auf. Von diesem Zeitpunkt an, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Diese Frage stellte vor mehr als zwanzig Jahren die Tochter einer Bekannten. Das kleine Mädchen dachte, ich würde immer meinen gesamten Schmuck am Leibe tragen, denn das kannte sie von ihrer Mutter, die eher selten Schmuck trug, nicht. Ganz so schlimm war und ist es allerdings nicht, aber ich konnte und kann meine Liebe zu Schmuck nicht verleugnen. Und die begann schon im zarten Kindesalter.</b></p>
<p><span class="dropcap">B</span>ei unseren alljährlichen Besuchen bei meiner Omaur (sprich: Uroma, von der ich schon an anderer Stelle berichtet habe) in Rottach – Egern, lernte ich mit ungefähr zwei oder drei Jahren auch deren Schwester kennen. Von ihr ging für mich eine derartige Faszination aus, dass ich sie nie mehr vergessen sollte. Diese Frau war über und über behangen mit Schmuck. An ihr glitzerte und klimperte sprichwörtlich alles. Sie trug an jedem Finger einen oder teilweise sogar mehrere Ringe, mehrere Armbänder und Ketten. Von den Ohrringen und der Uhr ganz zu schweigen. Ich konnte meinen Blick von dieser Frau gar nicht abwenden, dies fiel auch meinen Eltern auf. Von diesem Zeitpunkt an, war meine Freude über jedes einzelne Schmuckstück, das ich geschenkt bekam riesengroß, doch Ohrringe und Ringe liebe ich bis heute am allermeisten.</p>
<p>„Ohne Ohrringe gehe ich nie aus dem Haus“, erklärte ich einmal einer Bekannten. „Denn sonst würde ich mich irgendwie nackt fühlen.“</p>
<p>Man kann jetzt sagen, dass diese Leidenschaft vererbt sein mag oder vielleicht auch nur abgeschaut. Egal, ich mag einfach Schmuck, ob echt, ob unecht, ob aus Gold oder Silber oder einfach nur Modeschmuck.</p>
<p>Deshalb passe ich auch auf meinen Schmuck besonders gut auf. Doch als ich neulich im Internet den Aufruf von Stern TV las, in welchem die Besitzerin eines Eherings gesucht wurde, die diesen verloren hatte, musste ich doch der Tochter meiner Bekannten recht geben:</p>
<p>„Mit Schmuckkästchen wäre das nicht passiert!“ (Jedenfalls nicht, wenn sich das Schmuckstück darin befindet.)</p>
<p>Ich fragte mich allerdings auch: „Wie kann man seinen Ehering verlieren?“</p>
<p>„Wie kann man überhaupt einen Ring verlieren?“, grinste mich mein Mann an. „Oder weißt du, wie so was passieren kann?“</p>
<p>Da traf mich plötzlich der Schlag oder besser gesagt ein Geistesblitz, mit dem schlagartig meine Erinnerung einsetzte:</p>
<p>Es ist schon ein paar Jahre her. Ich weiß, dass es ein sehr stressiger Tag war, an dem ich viel zu erledigen hatte. Ich musste dort und hier hinfahren und dies und das erledigen. Zum Schluss war dann noch der Wocheneinkauf angesagt.</p>
<p>„Wollen wir heute in die Sauna gehen?“, fragte mich mein Mann dann auch noch am Abend.</p>
<p>„Ich bin total geschafft von diesem Tag heute“, meinte ich. „Aber warum nicht?“</p>
<p>Also wurden die beiden Sporttaschen für die Sauna gepackt, ich legte meinen Schmuck auf den Küchentisch und los ging es. Es war ein schöner und gemütlicher Abend. Und anschließend saßen wir mit Bekannten noch ein Weilchen in der „Saunabar“. Beim Abschied fiel mein Blick auf meine Hände. „Ich habe meinen Ring verloren!“ (Wohlgemerkt: Meine Ringe trage ich Tag und Nacht, die ziehe ich nie aus, ich wechsele sie höchstens.)</p>
<p>„Ach Quatsch!“, sagte mein Mann. „Welchen überhaupt? Sag jetzt nicht, dass es der ist, den du schon zweimal verloren hast!“</p>
<p>Ich nickte vorsichtig, denn genau um diesen Ring handelte es sich. Einmal hatte ich ihn im Urlaub verloren und ihn zwischen den schmutzigen Handtüchern gefunden und ein anderes Mal fiel er mir sogar in die Toilette. Ich konnte jetzt allerdings nur hoffen, dass alle guten Dinge drei sind, denn die beiden anderen Male hatte ich ihn ja wieder gefunden. Oder sollte ich besser Antonius von Padua anrufen, dieser Heilige gilt nämlich auch als Wiederbringer von verlorenen Sachen. Zunächst einmal beschloss ich allerdings selbst zu suchen, denn weit konnte der Ring meiner Meinung nach nicht sein.</p>
<p>Wir marschierten noch einmal in die inzwischen leeren Saunakabinen, in die Dusche und die Umkleide. In jeder Ritze schauten wir nach, konnten aber nichts finden. Frustriert beschrieb ich dem Saunabesitzer das Aussehen meines Ringes.</p>
<p>„Ich melde mich, wenn wir ihn finden!“, versprach er mir, doch ich glaubte nicht so recht daran, ihn in der Sauna verloren zu haben. Mein Mann hatte mich mittlerweile auch total verunsichert. Ich fragte mich insgeheim, ob ich ihn wirklich getragen hatte. Also fuhren wir nach Hause und suchten dort alles ab. Nichts! Der Ring blieb verschwunden. Ich war tieftraurig.</p>
<p>„Wo warst du denn heute überall?“, erkundigte sich Peter.</p>
<p>Ich berichtete von meinem Tag und fügte zum Schluss hinzu: „Als ich meine Jacke anzog, um noch einkaufen zu fahren, da hatte ich ihn noch, denn ich bemerkte, dass er rutschte!“</p>
<p>„Da haben wir es doch!“,stellte er fest. „Den hast du wahrscheinlich beim Einkaufen verloren! Dann liegt er irgendwo zwischen den Regalen.“</p>
<p>„Oder auf dem Parkplatz!“, überlegte ich weiter.</p>
<p>„Ruf einfach morgen im Markt an, vielleicht hat ihn ja jemand gefunden und abgegeben.“</p>
<p>Damit wollte ich mich jedoch nicht zufrieden geben und beschloss: „Ich fahre jetzt noch mal hin und suche auf dem Parkplatz.“</p>
<p>Der Blick meines Mannes auf unsere Küchenuhr sprach Bände. Er schien mich für total verrückt zu halten, denn die Uhr zeigte kurz vor Mitternacht an.</p>
<p>„Ich fahre. Kommst du mit?“</p>
<p>Da er mich um diese Zeit nicht alleine auf einem Parkplatz bei tiefster Finsternis herumlaufen lassen wollte, setzte er sich murrend hinter das Steuer und wir fuhren los.</p>
<p>„Wie willst du hier was finden?“</p>
<p>Peter leuchtete mit den Scheinwerfern des Autos den Parkplatz ab und ich lief suchend kreuz und quer. Selbst bei den Einkaufswagen, die brav in der Parkstation standen, suchte ich. Allerdings überall vergeblich.</p>
<p>„Lass uns endlich heimfahren! Der ist weg und bleibt weg!“</p>
<p>Männer, wie können die nur so gefühllos sein! Ich wollte einfach noch nicht aufgeben. Sicher, er konnte ebenso schon gefunden worden sein oder ich hatte ihn an einer anderen Stelle verloren.</p>
<p>„Nur noch ein Versuch! Bitte!“</p>
<p>Ich ging nochmals zu der Stelle, von der ich annahm, dass ich auf einem dieser 3 oder 4 Parkplätze geparkt hatte. Peter fuhr mir hinterher und erleuchtet wieder alles. Zentimeter für Zentimeter suchte ich alles mit meinen Augen ab.</p>
<p>„Lass doch endlich!“</p>
<p>„Nur noch hier drüben. Komm mal mit dem Auto ein Stückchen näher, damit ich mehr Licht habe!“</p>
<p>Widerwillig folgte Peter meinen Anweisungen: „Dann ist aber endgültig Schluss!“</p>
<p>„Ich weiß“, dachte ich noch, da sah ich im Scheinwerferlicht etwas glitzern.</p>
<p>„Das wird nur ein kleines Kieselsteinchen sein“, schoss es mir durch den Kopf. Ich ging aber doch zu der Stelle hin und bückte mich. Da lag er! Mein Ring! Ganz friedlich lag er in einer Fuge zwischen den Pflastersteinen. Vollkommen unbeschadet. Überglücklich hob ich ihn auf. Wahrscheinlich strahlte ich ebenso wie damals als Kind, als meine Puppe Rita wieder zu sprechen anfing (habe ich bereits in einer anderen Geschichte beschrieben.)</p>
<p>„Da hast du aber Glück gehabt!“, kommentierte Peter meine Freude. „Stell dir mal vor, er wäre dir in den Altglasbehälter oder in den Müll gefallen. Ich will mir gar nicht erst ausmalen, wie unsere Suche dann heute Nacht ausgesehen hätte.“</p>
<p>„Meinst du, es war wirklich nur Glück?“, fragte ich ihn. „Vielleicht war es aber auch Zauber, Magie oder doch einfach nur Zufall“, philosophierte ich strahlend.</p>
<p>„Das ist mir im Moment vollkommen egal, ich will jetzt einfach nur nach Hause und endlich in mein Bett.“</p>
<p>Da ich mich noch nicht dazu entschließen konnte diesen Ring verkleinern zu lassen, liegt er seither wohlbehütet in meinem Schmuckkästchen. Vielleicht sollte ich ihn jedoch als Glücksbringer an einer Kette um den Hals tragen. Das muss ich mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Aber wofür habe ich dann ein Schmuckkästchen und wie war die Frage der Tochter meiner Bekannten noch einmal???</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/emma/">Emma</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/anton/">Anton</a></p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Entdeckt</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/entdeckt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Feb 2018 08:56:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Dies & Das und sonst noch Was 2018]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Ähnlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Anhänger]]></category>
		<category><![CDATA[entdeckt]]></category>
		<category><![CDATA[Schatz]]></category>
		<category><![CDATA[Schmuck]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute grüße ich Euch wieder einmal aus meiner Plauderecke, um Euch etwas zu zeigen, das ich entdeckt habe. Und zwar in meinem kleinen Schatzkästchen, das noch bei meiner Mutter in meinem ehemaligen Kinder- und Jugendzimmer steht. Darin befinden sich allerlei kleine Dinge, die ich aus unterschiedlichen Gründen dort hinein gelegt habe. Manche haben eine Bedeutung, aber mache liegen auch aus mir heute unerfindlich erscheinenden Gründen dort. So verhält es sich auch mit einem kleinen Anhänger. Ich vermute, dass es einst ein Schlüsselanhänger war, aber genau kann ich es nicht sagen. Ebenso erinnere ich mich nicht mehr, woher dieser Anhänger stammt und weshalb er noch heute existiert. Im Grunde genommen hatte er keine größere Bedutung für mich, sonst wüsste ich es. Aber warum liegt er denn dann bis heute dort? Weil ich ihn niedlich fand? Weil ich ihn einfach nicht wegwerfen wollte? Vielleicht ist er sogar einst nur versehentlich hinein geraten. Möglich ist alles, ich weiß es jedenfalls nicht mehr. Egal. Auf jeden Fall habe ich ihn einfach mal bei einem Besuch bei meiner Mutter fotografiert. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute grüße ich Euch wieder einmal aus meiner Plauderecke, um Euch etwas zu zeigen, das ich entdeckt habe. Und zwar in meinem kleinen Schatzkästchen, das noch bei meiner Mutter in meinem ehemaligen Kinder- und Jugendzimmer steht.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>arin befinden sich allerlei kleine Dinge, die ich aus unterschiedlichen Gründen dort hinein gelegt habe. Manche haben eine Bedeutung, aber mache liegen auch aus mir heute unerfindlich erscheinenden Gründen dort.</p>
<p>So verhält es sich auch mit einem kleinen Anhänger. Ich vermute, dass es einst ein Schlüsselanhänger war, aber genau kann ich es nicht sagen. Ebenso erinnere ich mich nicht mehr, woher dieser Anhänger stammt und weshalb er noch heute existiert. Im Grunde genommen hatte er keine größere Bedutung für mich, sonst wüsste ich es. Aber warum liegt er denn dann bis heute dort? Weil ich ihn niedlich fand? Weil ich ihn einfach nicht wegwerfen wollte? Vielleicht ist er sogar einst nur versehentlich hinein geraten. Möglich ist alles, ich weiß es jedenfalls nicht mehr. Egal.</p>
<p>Auf jeden Fall habe ich ihn einfach mal bei einem Besuch bei meiner Mutter fotografiert.<br />
&#8222;Es könnte ja sein, dass ich um diesen Anhänger einfach mal eine Geschichte spinne&#8220;, dachte ich mir so und drückte auf den Auslöser.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-4927 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_7169-1021x1024.jpg" alt="" width="840" height="842" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_7169-1021x1024.jpg 1021w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_7169-150x150.jpg 150w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_7169-300x300.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_7169-768x770.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_7169-120x120.jpg 120w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_7169.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
<p>Ich brauche mir gar nichts auszudenken, denn das Leben selbst hat mich hingeführt. Es passierte letztes Jahr in einem wunderschönen Bergdorf auf Mallorca, genauer gesagt in einem kleinen Laden in Valdemossa. Dort gab es Schmuck, aber auch Lampen und viele andere kleine und große Dinge zu bestaunen, mit denen man sich selbst und auch die Wohnung schmücken kann.</p>
<p>Ja, und dann sah ich sie. Zwei hübsche Kettenanhänger.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone wp-image-4928 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_6555-768x1024.jpg" alt="" width="768" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_6555-768x1024.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_6555-225x300.jpg 225w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_6555-420x560.jpg 420w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2018/02/1200px-IMG_6555.jpg 1200w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></p>
<p>Na, wenn das keine Ähnlichkeit zu meinem alten unscheinbaren Anhänger ist, &#8230;</p>
<p>Klar, sie sind viel hübscher, kostbarer und auch aufwendiger gearbeitet. Ob wohl der/die Künstler(in) einst einen ähnlichen Anhänger wie ich als Kind in eine kleine Schatztruhe gelegt hatte? Wo auch immer die Inspiration herkommt, mich jedenfalls hat diese frappierende Ähnlichkeit zu meinem eigenen Fundstück überrascht.</p>
<p>Altes neu aufgelegt, hat doch einen ganz besonderen Reiz, oder?<br />
Heute noch ärgere ich mich, dass ich damals nicht zumindest einen dieser bezaubernden Anhänger erstanden habe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/hui/">Hui!!!</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/jetzt-gehts-erst-richtig-los/">Jetzt geht&#8217;s erst richtig los</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/erinnerungen-an-die-schulzeit/">Erinnerungen an die Schulzeit</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<item>
		<title>Steine der Erinnerungen</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/steine-der-erinnerungen/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/steine-der-erinnerungen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 05 May 2017 22:48:45 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Armband]]></category>
		<category><![CDATA[Einnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Schmuck]]></category>
		<category><![CDATA[Steine]]></category>
		<category><![CDATA[Studium]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Meine Mutter sitzt in der Küche und blättert in einer Zeitschrift. Sie sucht das Kreuzworträtsel, denn sie hat das Rätseln als ihr Hobby auserkoren und ist auch sehr gut darin. Ich schaue ihr über die Schulter und sehe, die aufgeschlagene Seite, allerdings handelt es sich hierbei nicht um die Rätselseite. „Lass doch mal sehen“, sage ich. „Das sind ja alles Heilsteine!“ „Willst du den Artikel dazu lesen?“, fragt sie mich, als ich mich über die Doppelseite beuge. „Nein, lass mal. Mach du erst einmal dein Kreuzworträtsel.“ Mir ist in diesem Moment nämlich etwas in den Sinn gekommen und ich muss sofort nach oben und danach suchen. Es dauert auch nicht lange und ich halte das besagte Etwas in den Händen. Sofort flitze ich wieder nach unten zu meiner Mutter. „Schau mal, was ich hier habe.“ „Oh!“, sagt sie. „Das ist aber ein hübsches Silberarmband. Woher hast du das?“ Anscheinend kann sie sich nicht mehr daran erinnern, aber es ist ja auch schon ziemlich lange her. Es muss wohl so in meiner Pubertät gewesen sein oder &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meine Mutter sitzt in der Küche und blättert in einer Zeitschrift. Sie sucht das Kreuzworträtsel, denn sie hat das Rätseln als ihr Hobby auserkoren und ist auch sehr gut darin. Ich schaue ihr über die Schulter und sehe, die aufgeschlagene Seite, allerdings handelt es sich hierbei nicht um die Rätselseite.</strong><br />
<strong>„Lass doch mal sehen“, sage ich. „Das sind ja alles Heilsteine!“</strong><br />
<strong> „Willst du den Artikel dazu lesen?“, fragt sie mich, als ich mich über die Doppelseite beuge.</strong><br />
<strong> „Nein, lass mal. Mach du erst einmal dein Kreuzworträtsel.“</strong><br />
<span class="dropcap">M</span>ir ist in diesem Moment nämlich etwas in den Sinn gekommen und ich muss sofort nach oben und danach suchen. Es dauert auch nicht lange und ich halte das besagte Etwas in den Händen. Sofort flitze ich wieder nach unten zu meiner Mutter.<br />
„Schau mal, was ich hier habe.“<br />
„Oh!“, sagt sie. „Das ist aber ein hübsches Silberarmband. Woher hast du das?“<br />
Anscheinend kann sie sich nicht mehr daran erinnern, aber es ist ja auch schon ziemlich lange her. Es muss wohl so in meiner Pubertät gewesen sein oder vielleicht auch schon ein bisschen früher.<br />
„Das hat mir doch Tante Ritsch geschenkt!“, erzähle ich ihr.<br />
Tante Ritsch war eigentlich meine Großtante und hieß Maria, doch so hat sie niemand genannt. Sie war die Schwester meines Opas väterlicherseits. Sie lebte mit ihrer Mutter, meiner Uroma, in einem kleinen Häuschen in Rottach-Egern am Teegernsee. Als ich noch ein Kind war, fuhren wir jeden Sommer für ein paar Wochen zu den Beiden nach Bayern. Auch später, als ich schon erwachsen war, bin ich mit meinem Mann und dann auch noch mit unserem kleinen Sohn nach Rottach-Egern gefahren. Unser Sohn durfte noch meine Tante Ritsch kennenlernen.<br />
„Schau mal die Steine“, sage ich zu meiner Mutter und zeige sie ihr. „Ein Rosenquarz, ein Tigerauge, ein Jadestein und ein Amethyst.“<br />
Wir vergleichen die Steine mit den Abbildungen in dem Artikel und ich freue mich, dass ich dieses Armband besitze, obwohl ich es ehrlich gesagt schon lange nicht mehr getragen habe. Da es aber absolut up to date ist, werde ich es von nun an wieder öfter um mein Handgelenk legen.<br />
„Dieses Armband ist ein Unikat“, erkläre ich meiner Mutter, die mir aufmerksam zuhört. „Du ahnst nicht, woher die Steine stammen.“<br />
„Du machst mich jetzt echt neugierig, denn ich kann mich daran wirklich nicht mehr erinnern. Also erzähl schon, was es mit den Steinen auf sich hat“, fordert sie mich auf.<br />
„Damals gab es an einer namhaften Tankstelle eine Aktion und man erhielt dort wohl fürs Tanken solche Steine zum Sammeln. Seltsam, aber Tante Ritsch hatte doch gar kein Auto“, wundere ich mich selbst ein wenig, schiebe diese Ungereimtheit aber gleich wieder zur Seite. Vielleicht hat sie diese als Beifahrerin vom Fahrer bekommen, der keinerlei Sinn für solche Steine hatte. Egal, meine Tante jedoch wusste etwas damit anzufangen.<br />
„Tante Ritsch hat die Steine fassen und an ein Silberarmband machen lassen und bei einem unserer Besuche hat sie mir dieses Armband geschenkt.“ Schon damals wirkte Schmuck jeglicher Art eine große Anziehungskraft auf mich aus, was auch meine Mutter weiß.<br />
„Du warst schon als kleines Kind immer begeistert, wenn die Schwester deiner Uroma kam. Sie war mit vielen Ketten, Ringen, Ohrringen und Armbändern behängt und du warst davon total fasziniert.“<br />
„Ja“, bestätige ich, „das muss mich irgendwie geprägt haben, denn ohne Schmuck fühle ich mich fast nackt. Allerdings behänge ich mich nicht derartig übermäßig. Aber zurück zu dem Armband…“, lenke ich das Gespräch wieder auf das besagte Schmuckstück.<br />
„Ich habe es im Studium auch getragen, was allerdings meinem Pädagogikprofessor etwas missfiel.“<br />
„Wieso das denn? Das Armband ist doch wirklich sehr hübsch“, wundert sich meine Mutter.<br />
„Das schon, aber wir sollten in seinen Seminaren immer Protokolle anfertigen. Wir mussten also sehr viel schreiben und die Steine schlugen bei jeder noch so geringen Armbewegung auf der Tischplatte auf und klimperten und klapperten. Da ich auch ziemlich in seiner Nähe saß, schienen ihn irgendwann diese Geräusche zu nerven. Auf jeden Fall forderte er mich nach einer gewissen Zeit auf, doch bitte das Armband auszuziehen. Da ich es mir mit ihm nicht verscherzen wollte, immerhin hatte ich noch Prüfungen bei ihm, zog ich es sofort aus. Ich habe es nie wieder in seinen Vorlesungen oder Seminaren getragen, aber auch nie diese Begebenheit vergessen.“<br />
Dieses Armband mit seinen Steinen ist zwar nicht kostbar, wenn man seinen Wert am Geld festmachen würde, aber für mich ist es mit vielen schönen Erinnerungen verbunden. Somit hat es vielleicht einen geringen materiellen Wert, aber einen hohen ideellen Wert für mich persönlich.<br />
Ausgelöst durch diese Erinnerungen, durchstöbere ich gemeinsam mit meiner Mutter jetzt einige Fotoalben, denn ich suche ein ganz bestimmtes Foto. Dieses eine Foto, das mir im Kopf herum schwirrt, finde ich zwar nicht, aber zumindest eines, das ähnlich ist. Es ist auf dem Grundstück meiner Großtante entstanden. Dort befand sich neben dem Wohnhaus noch ein Holzhaus.<br />
„Dieses Häuschen habe ich als Kind geliebt“, lasse ich meine Mutter wissen.<br />
Das Holzhaus hatte zwei Räume, die eingerichtet waren. Dort haben meine Eltern und ich übernachtet, wenn wir meine Großtante und meine Uroma in den Sommerferien besucht haben. Das erste Zimmer war eine Art Wohnzimmer mit einer Couch, die zu meinem Bett wurde und im Nebenzimmer standen dann zwei Betten für meine Eltern. Es gab noch eine kleine Kammer, in der dann später auch noch eine Dusche und ein WC eingebaut wurden. Leider kamen meine Eltern und ich eines Sommers wieder nach Rottach-Egern und meine Tante erzählte uns, dass das Holzhaus ein paar Wochen zuvor abgebrannt war.<br />
„Das machte mich ziemlich traurig, denn das Häuschen hatte so etwas Heimeliges und Gemütliches.“<br />
Schade! Ich hätte es gerne meinem Mann und unserem Sohn gezeigt, doch da existierte es nicht mehr. Aber die herrliche Gegend rund um den Tegernsee, den Blick auf den Walberg und vom Walberg ins Tal herab habe ich ihnen gezeigt.<br />
„Wenn ich daran denke, packt mich schon ein bisschen die Sehnsucht“, gestehe ich meiner Mutter, die ich gerade mit auf meine Erinnerungsreise genommen habe.<br />
Auch an die Menschen, die ich dort kennengelernt habe und die Freunde, mit denen ich gespielt habe, denke ich sehr gerne. Vor langer Zeit, als unser inzwischen erwachsener Sohn noch ein kleines Kind war, trafen wir dort zufällig meine bayrische Freundin aus Kindertagen mit ihrer kleinen Tochter. Das war eine große Freude.<br />
Das Haus meiner Großtante gibt es nicht mehr, an seiner Stelle steht jetzt ein anderes Haus. Geblieben sind nur die Erinnerungen und die Dankbarkeit an eine schöne Zeit, die ich dort verleben durfte.<br />
„Welche Erinnerungen doch so ein paar Steine auslösen können“, sage ich zu meiner Mutter, lege das Armband um mein Handgelenk und schließe den Verschluss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/und-noch-mehr-kindheitserinnerungen/">Und noch mehr Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/haengemattengedanken/">Hängemattengedanken</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>&#8222;Hat Astrid denn kein Schmuckkästchen?&#8220;</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/hat-astrid-denn-kein-schmuckkaestchen/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/hat-astrid-denn-kein-schmuckkaestchen/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Nov 2014 20:32:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Ehering]]></category>
		<category><![CDATA[gefunden]]></category>
		<category><![CDATA[Liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Ohrringe]]></category>
		<category><![CDATA[Parkplatz]]></category>
		<category><![CDATA[Ring]]></category>
		<category><![CDATA[Sauna]]></category>
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		<category><![CDATA[Schmuckkästchen]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Frage stellte vor fast zwanzig Jahren die Tochter einer Bekannten. Das kleine Mädchen dachte, ich würde immer meinen gesamten Schmuck am Leibe tragen, denn das kannte sie von ihrer Mutter, die eher selten Schmuck trug, nicht. Ganz so schlimm war und ist es allerdings nicht, aber ich konnte und kann meine Liebe zu Schmuck nicht verleugnen. Und die begann schon im zarten Kindesalter. Bei unseren alljährlichen Besuchen bei meiner Omaur (sprich: Uroma, von der ich schon an anderer Stelle berichtet habe) in Rottach &#8211; Egern, lernte ich mit ungefähr zwei oder drei Jahren auch deren Schwester kennen. Von ihr ging für mich eine derartige Faszination aus, dass ich sie nie mehr vergessen sollte. Diese Frau war über und über behangen mit Schmuck. An ihr glitzerte und klimperte sprichwörtlich alles. Sie trug an jedem Finger einen oder teilweise sogar mehrere Ringe, mehrere Armbänder und Ketten. Von den Ohrringen und der Uhr ganz zu schweigen. Ich konnte meinen Blick von dieser Frau gar nicht abwenden, dies fiel auch meinen Eltern auf. Von diesem Zeitpunkt an, war &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Diese Frage stellte vor fast zwanzig Jahren die Tochter einer Bekannten. Das kleine Mädchen dachte, ich würde immer meinen gesamten Schmuck am Leibe tragen, denn das kannte sie von ihrer Mutter, die eher selten Schmuck trug, nicht. Ganz so schlimm war und ist es allerdings nicht, aber ich konnte und kann meine Liebe zu Schmuck nicht verleugnen. Und die begann schon im zarten Kindesalter.</strong></p>
<p><span class="dropcap">B</span>ei unseren alljährlichen Besuchen bei meiner Omaur (sprich: Uroma, von der ich schon an anderer Stelle berichtet habe) in Rottach &#8211; Egern, lernte ich mit ungefähr zwei oder drei Jahren auch deren Schwester kennen. Von ihr ging für mich eine derartige Faszination aus, dass ich sie nie mehr vergessen sollte. Diese Frau war über und über behangen mit Schmuck. An ihr glitzerte und klimperte sprichwörtlich alles. Sie trug an jedem Finger einen oder teilweise sogar mehrere Ringe, mehrere Armbänder und Ketten. Von den Ohrringen und der Uhr ganz zu schweigen. Ich konnte meinen Blick von dieser Frau gar nicht abwenden, dies fiel auch meinen Eltern auf. Von diesem Zeitpunkt an, war meine Freude über jedes einzelne Schmuckstück, das ich geschenkt bekam riesengroß, doch Ohrringe und Ringe liebe ich bis heute am allermeisten.<br />
„Ohne Ohrringe gehe ich nie aus dem Haus“, erklärte ich einmal einer Bekannten. „Denn sonst würde ich mich irgendwie nackt fühlen.“<br />
Man kann jetzt sagen, dass diese Leidenschaft vererbt sein mag oder vielleicht auch nur abgeschaut. Egal, ich mag einfach Schmuck, ob echt, ob unecht, ob aus Gold oder Silber oder einfach nur Modeschmuck.<br />
Deshalb passe ich auch auf meinen Schmuck besonders gut auf. Doch als ich neulich im Internet den Aufruf von Stern TV las, in welchem die Besitzerin eines Eherings gesucht wurde, die diesen verloren hatte, musste ich doch der Tochter meiner Bekannten recht geben:<br />
„Mit Schmuckkästchen wäre das nicht passiert!“ (Jedenfalls nicht, wenn sich das Schmuckstück darin befindet.)<br />
Ich fragte mich allerdings auch: „Wie kann man seinen Ehering verlieren?“<br />
„Wie kann man überhaupt einen Ring verlieren?“, grinste mich mein Mann an. „Oder weißt du, wie so was passieren kann?“<br />
Da traf mich plötzlich der Schlag oder besser gesagt ein Geistesblitz, mit dem schlagartig meine Erinnerung einsetzte:<br />
Es ist schon ein paar Jahre her. Ich weiß, dass es ein sehr stressiger Tag war, an dem ich viel zu erledigen hatte. Ich musste dort und hier hinfahren und dies und das erledigen. Zum Schluss war dann noch der Wocheneinkauf angesagt.<br />
„Wollen wir heute in die Sauna gehen?“, fragte mich mein Mann dann auch noch am Abend.<br />
„Ich bin total geschafft von diesem Tag heute“, meinte ich. „Aber warum nicht?“<br />
Also wurden die beiden Sporttaschen für die Sauna gepackt, ich legte meinen Schmuck auf den Küchentisch und los ging es. Es war ein schöner und gemütlicher Abend. Und anschließend saßen wir mit Bekannten noch ein Weilchen in der „Saunabar“. Beim Abschied fiel mein Blick auf meine Hände. „Ich habe meinen Ring verloren!“ (Wohlgemerkt: Meine Ringe trage ich Tag und Nacht, die ziehe ich nie aus, ich wechsele sie höchstens.)<br />
„Ach Quatsch!“, sagte mein Mann. „Welchen überhaupt? Sag jetzt nicht, dass es der ist, den du schon zweimal verloren hast!“<br />
Ich nickte vorsichtig, denn genau um diesen Ring handelte es sich. Einmal hatte ich ihn im Urlaub verloren und ihn zwischen den schmutzigen Handtüchern gefunden und ein anderes Mal fiel er mir sogar in die Toilette. Ich konnte jetzt allerdings nur hoffen, dass alle guten Dinge drei sind, denn die beiden anderen Male hatte ich ihn ja wieder gefunden. Oder sollte ich besser Antonius von Padua anrufen, dieser Heilige gilt nämlich auch als Wiederbringer von verlorenen Sachen. Zunächst einmal beschloss ich allerdings selbst zu suchen, denn weit konnte der Ring meiner Meinung nach nicht sein.<br />
Wir marschierten noch einmal in die inzwischen leeren Saunakabinen, in die Dusche und die Umkleide. In jeder Ritze schauten wir nach, konnten aber nichts finden. Frustriert beschrieb ich dem Saunabesitzer das Aussehen meines Ringes.<br />
„Ich melde mich, wenn wir ihn finden!“, versprach er mir, doch ich glaubte nicht so recht daran, ihn in der Sauna verloren zu haben. Mein Mann hatte mich mittlerweile auch total verunsichert. Ich fragte mich insgeheim, ob ich ihn wirklich getragen hatte. Also fuhren wir nach Hause und suchten dort alles ab. Nichts! Der Ring blieb verschwunden. Ich war tieftraurig.<br />
„Wo warst du denn heute überall?“, erkundigte sich Peter.<br />
Ich berichtete von meinem Tag und fügte zum Schluss hinzu: „Als ich meine Jacke anzog, um noch einkaufen zu fahren, da hatte ich ihn noch, denn ich bemerkte, dass er rutschte!“<br />
„Da haben wir es doch!“,stellte er fest. „Den hast du wahrscheinlich beim Einkaufen verloren! Dann liegt er irgendwo zwischen den Regalen.“<br />
„Oder auf dem Parkplatz!“, überlegte ich weiter.<br />
„Ruf einfach morgen im Markt an, vielleicht hat ihn ja jemand gefunden und abgegeben.“<br />
Damit wollte ich mich jedoch nicht zufrieden geben und beschloss: „Ich fahre jetzt noch mal hin und suche auf dem Parkplatz.“<br />
Der Blick meines Mannes auf unsere Küchenuhr sprach Bände. Er schien mich für total verrückt zu halten, denn die Uhr zeigte kurz vor Mitternacht an.<br />
„Ich fahre. Kommst du mit?“<br />
Da er mich um diese Zeit nicht alleine auf einem Parkplatz bei tiefster Finsternis herumlaufen lassen wollte, setzte er sich murrend hinter das Steuer und wir fuhren los.<br />
„Wie willst du hier was finden?“<br />
Peter leuchtete mit den Scheinwerfern des Autos den Parkplatz ab und ich lief suchend kreuz und quer. Selbst bei den Einkaufswagen, die brav in der Parkstation standen, suchte ich. Allerdings überall vergeblich.<br />
„Lass uns endlich heimfahren! Der ist weg und bleibt weg!“<br />
Männer, wie können die nur so gefühllos sein! Ich wollte einfach noch nicht aufgeben. Sicher, er konnte ebenso schon gefunden worden sein oder ich hatte ihn an einer anderen Stelle verloren.<br />
„Nur noch ein Versuch! Bitte!“<br />
Ich ging nochmals zu der Stelle, von der ich annahm, dass ich auf einem dieser 3 oder 4 Parkplätze geparkt hatte. Peter fuhr mir hinterher und erleuchtet wieder alles. Zentimeter für Zentimeter suchte ich alles mit meinen Augen ab.<br />
„Lass doch endlich!“<br />
„Nur noch hier drüben. Komm mal mit dem Auto ein Stückchen näher, damit ich mehr Licht habe!“<br />
Widerwillig folgte Peter meinen Anweisungen: „Dann ist aber endgültig Schluss!“<br />
„Ich weiß“, dachte ich noch, da sah ich im Scheinwerferlicht etwas glitzern.<br />
„Das wird nur ein kleines Kieselsteinchen sein“, schoss es mir durch den Kopf. Ich ging aber doch zu der Stelle hin und bückte mich. Da lag er! Mein Ring! Ganz friedlich lag er in einer Fuge zwischen den Pflastersteinen. Vollkommen unbeschadet. Überglücklich hob ich ihn auf. Wahrscheinlich strahlte ich ebenso wie damals als Kind, als meine Puppe Rita wieder zu sprechen anfing (habe ich bereits in einer anderen Geschichte beschrieben.)<br />
„Da hast du aber Glück gehabt!“, kommentierte Peter meine Freude. „Stell dir mal vor, er wäre dir in den Altglasbehälter oder in den Müll gefallen. Ich will mir gar nicht erst ausmalen, wie unsere Suche dann heute Nacht ausgesehen hätte.“<br />
„Meinst du, es war wirklich nur Glück?“, fragte ich ihn. „Vielleicht war es aber auch Zauber, Magie oder doch einfach nur Zufall“, philosophierte ich strahlend.<br />
„Das ist mir im Moment vollkommen egal, ich will jetzt einfach nur nach Hause und endlich in mein Bett.“<br />
Da ich mich noch nicht dazu entschließen konnte diesen Ring verkleinern zu lassen, liegt er seither wohlbehütet in meinem Schmuckkästchen. Vielleicht sollte ich ihn jedoch als Glücksbringer an einer Kette um den Hals tragen. Das muss ich mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Aber wofür habe ich dann ein Schmuckkästchen und wie war die Frage der Tochter meiner Bekannten noch einmal???</p>
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