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	<title>Schere &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Die Arbeit ruft</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 Apr 2019 10:06:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Arbeit]]></category>
		<category><![CDATA[Besuch]]></category>
		<category><![CDATA[Fenster]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Kuchen]]></category>
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					<description><![CDATA[In meiner heutigen Geschichte möchte ich meinen Mann zu Wort kommen lassen, d.h. ich erzähle aus seiner Sicht. Die Empathie, also das Einfühlungsvermögen in andere Menschen und deren Gefühle kommt mir hierbei zugute. In diesem Fall ist es gar nicht so schwierig, denn erstens kenne ich meinen Gatten mittlerweile seit über 40 Jahren und zweitens bin ich selbst schon in die eine oder andere ähnliche Situation geraten. Also lasst Euch überraschen, was mein Peter so erlebt: Es ist Wochenende, genauer gesagt: Sonntag. Für den Nachmittag und Abend haben wir mehrere Gäste zum Kaffeetrinken mit anschließendem Grillen eingeladen. Als ich aufwache, bemerke ich, dass Astrid schon aufgestanden ist, denn aus der Küche dringen eindeutige Laute nach oben an mein Ohr.  „Ach ja, sie ist mit den Vorbereitungen zum Kaffeetrinken beschäftigt, also Kuchenbacken und so“, denke ich mir und habe keine Lust die Augen zu öffnen. Aber irgendwie kommt es mir so vor, als hätte sie mir gestern eine Aufgabe übertragen. „Jetzt fällt es mir wieder ein“, besinne ich mich. „Astrid hat mich gebeten das Wohnzimmer auszusaugen. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In meiner heutigen Geschichte möchte ich meinen Mann zu Wort kommen lassen, d.h. ich erzähle aus seiner Sicht. Die Empathie, also das Einfühlungsvermögen in andere Menschen und deren Gefühle kommt mir hierbei zugute. In diesem Fall ist es gar nicht so schwierig, denn erstens kenne ich meinen Gatten mittlerweile seit über 40 Jahren und zweitens bin ich selbst schon in die eine oder andere ähnliche Situation geraten. Also lasst Euch überraschen, was mein Peter so erlebt:</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>s ist Wochenende, genauer gesagt: Sonntag. Für den Nachmittag und Abend haben wir mehrere Gäste zum Kaffeetrinken mit anschließendem Grillen eingeladen. Als ich aufwache, bemerke ich, dass Astrid schon aufgestanden ist, denn aus der Küche dringen eindeutige Laute nach oben an mein Ohr.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ach ja, sie ist mit den Vorbereitungen zum Kaffeetrinken beschäftigt, also Kuchenbacken und so“, denke ich mir und habe keine Lust die Augen zu öffnen. Aber irgendwie kommt es mir so vor, als hätte sie mir gestern eine Aufgabe übertragen.<br />
„Jetzt fällt es mir wieder ein“, besinne ich mich. „Astrid hat mich gebeten das Wohnzimmer auszusaugen. Okay, allerdings brauche ich erst einmal einen Kaffee.“<br />
Als ich unten in der Küche erscheine, steht das ersehnte heiße und köstlich duftende Getränk schon für mich bereit.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ach, ist es schön, wenn man eine treusorgende Ehefrau hat“, überlege ich noch, da sehe ich, dass meine Gattin sich die Haare rauft. Augenblicklich teilt sie mir auch schon mit, dass die Sahne sich nicht schlagen lässt. Tja und als diese es endlich tut, wird aus ihr letztendlich Butter.<br />
Ich ahne die Katastrophe, die unweigerlich hereinbrechen wird, wenn nun kein anderer Becher Schlagsahne mehr im Kühlschrank steht.<br />
„Wenn es wieder nicht klappt, dann habe ich nichts mehr und was mache ich dann?“, fragt sie mich entsetzt.<br />
„Ich besorge dir welche, ganz einfach!“<br />
„Nein, so einfach ist es nicht“, erklärt sie mir und ich bemerke, dass mich ihre Augen ganz traurig und entsetzt ansehen. „Heute ist doch Sonntag!“<br />
Dann sagt sie erst einmal nichts mehr und ich vernehme nur das Surren des Mixers. Kurz darauf kommt die Erlösung.<br />
„Alles gut!“, strahlt Astrid. „Schau her, perfekt geschlagene Sahne!“<br />
Das macht natürlich auch mich glücklich, denn ich muss mich jetzt nicht ins Auto schwingen, um den gesamten Freundeskreis und die halbe Stadt nach Schlagsahne zu durchforsten. Außerdem freue ich mich schon auf den Kuchen, der allerdings erst angeschnitten werden darf, wenn der Besuch da ist. Obwohl Astrid insgesamt vier verschiedene Kuchen gebacken hat, ist sie da sehr genau. Der Gast ist König und somit hat auch nur er das Privileg das erste Stück dieser Köstlichkeiten<span class="Apple-converted-space">  </span>zu ergattern.<br />
„Du hast auch heute Nacht noch von dem Lauchsalat genascht“, tadelt sie mich.<br />
„Ich dachte, ich hätte alle Spuren beseitigt“, grinse ich. „Ich wollte doch nur mal kosten. Er schmeckt übrigens lecker.“<br />
Um weiteren Beinahe &#8211; Katastrophen zu entgehen, füge ich schnell noch hinzu: „Ich mach mich dann mal an die Arbeit und sauge das Wohnzimmer aus.“<br />
Beim Staubsaugen kann man so schön seinen Gedanken nachhängen und so arbeite ich mich Stück für Stück vor, bis zur Fensterfront zum Garten hin.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Wenn wir durch die Schiebetür auf die Terrasse hinaus gehen, dann sollte ich vielleicht auch noch die Schiene aussaugen“, überlege ich und schiebe das Element auf. Hierbei fällt mir auf, dass die Verriegelung ein bisschen Öl gebrauchen könnte, damit sie wieder besser gangbar ist.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
So marschiere ich in den Keller, um das Silikonöl zu holen. Währenddessen fällt mir ein, dass unsere Schlafzimmertür quietschende Laute von sich gibt. Also schnell hoch zum Schlafzimmer, die Tür ausgehängt, die Scharniere geölt und die Tür wieder eingehängt. Fertig.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ach“, denke ich, „der Rollladen gleitet mit Silikonöl auch besser.“<br />
Gedacht, getan! Und nun wieder ein Stockwerk tiefer, zurück zu der Fensterfront.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Wenn man schon mal bei der Arbeit ist, sollte man auch die Fensterrahmen und Schienen der drei Glastüren im Erker säubern. Astrid freut sich bestimmt!“, kommt mir der Gedanke.<br />
Schon beim Öffnen der ersten Glastür bemerke ich, dass der starke Wind heute Nacht im Garten einiges durcheinander gepustet hat. Unter anderem hat er einen Ast von einem Busch abgeknickt , so dass dieser zur Erde hinunter hängt.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Den muss ich unbedingt abschneiden!“, befehle ich mir selbst. „Wo ist<span class="Apple-converted-space">  </span>nur die Gartenschere? Ach, die habe ich ja gestern ins Gartenhaus gelegt.“<br />
Nichts wie hin zum Gartenhäuschen und die Schere gesucht, die aber mittlerweile wie durch Geisterhand nicht mehr an dem von mir vermuteten Platz liegt. Schließlich finde ich sie auf dem kleinen Gartentisch, der in unserer Gartenlaube steht.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Was wollte ich doch gleich? Ja klar, der Ast!“<br />
Abgezwickt ist er schnell. Als ich ihn zur Schubkarre trage, wo ich ihn erst einmal deponiere, fällt mir auf, dass das Efeu rund um unseren Teich reichlich gewachsen ist. Also, schnipp, schnapp und ab mit den langen Trieben. Gedankenverloren widme ich mich meiner neuen Aufgabe, da vernehme ich die verwunderte Stimme meiner Frau, die gerade den Abfall zur Mülltonne bringt.<br />
„Was machst du da eigentlich?“<br />
„Ich? Na, das Wohnzimmer aussaugen, siehst du das nicht?“, erwidere ich und schaue selbst etwas verdutzt auf die Gartenschere in meiner Hand.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
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		<title>Oma Schmidt braucht Hilfe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2017 22:55:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe!]]></category>
		<category><![CDATA[Jacke]]></category>
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					<description><![CDATA[Oma Schmidt ist nun schon eine recht betagte Dame und sie wohnt im Erdgeschoss der Villa, in der auch Professor Konfusi mit seiner Frau lebt. Bestimmt erinnert Ihr Euch. Frau Konfusi schaut immer ein bisschen nach dem Rechten bei ihr und der Professor ist auch jederzeit gerne bereit ihr zu helfen. Abgesehen von ihrer Arthrose im Knie, ist die alte Dame noch recht fit, auch wenn ihr Knie bei jedem Schritt schmerzt. Da gleich um die Ecke ein kleiner Supermarkt ist, kann sie auch ihre Einkäufe noch weitestgehend alleine erledigen. Es dauert eben alles ein bisschen länger und auf dem Weg zum Geschäft muss sie auch mehrmals stehen bleiben, um zu verschnaufen und ihrem Knie eine kleine Erholungspause zu gönnen. Aber sie möchte niemand zur Last fallen und so beißt sie die Zähne zusammen und marschiert auch heute los. Draußen ist es kalt, aber trocken und nicht glatt. In ihrer neuen mit Fell gefütterten Jacke ist sie warm angezogen und auch ihre Winterstiefel schenken ihren Füßen eine wohlige Wärme. Sie zieht einen Einkaufstrolly hinter sich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oma Schmidt ist nun schon eine recht betagte Dame und sie wohnt im Erdgeschoss der Villa, in der auch Professor Konfusi mit seiner Frau lebt. Bestimmt erinnert Ihr Euch. Frau Konfusi schaut immer ein bisschen nach dem Rechten bei ihr und der Professor ist auch jederzeit gerne bereit ihr zu helfen. Abgesehen von ihrer Arthrose im Knie, ist die alte Dame noch recht fit, auch wenn ihr Knie bei jedem Schritt schmerzt.</strong><br />
<span class="dropcap">D</span>a gleich um die Ecke ein kleiner Supermarkt ist, kann sie auch ihre Einkäufe noch weitestgehend alleine erledigen. Es dauert eben alles ein bisschen länger und auf dem Weg zum Geschäft muss sie auch mehrmals stehen bleiben, um zu verschnaufen und ihrem Knie eine kleine Erholungspause zu gönnen. Aber sie möchte niemand zur Last fallen und so beißt sie die Zähne zusammen und marschiert auch heute los.<br />
Draußen ist es kalt, aber trocken und nicht glatt. In ihrer neuen mit Fell gefütterten Jacke ist sie warm angezogen und auch ihre Winterstiefel schenken ihren Füßen eine wohlige Wärme. Sie zieht einen Einkaufstrolly hinter sich her, in den sie dann ihre Errungenschaften packen kann. Viel braucht sie ja nicht, aber einen Liter Milch will sie mitnehmen. Als sie vor dem Kühlregal steht, überlegt sie kurz, ob sie die Flasche oder den Tetrapack wählen soll.<br />
„Ach, war das doch früher in meiner Kindheit so schön“, überlegt Oma Schmidt, „da hat man die Milch noch in der Milchkanne geholt. Außerdem gab es keinen Verschluss, mit dem man erst kämpfen musste, bevor man ein Glas Milch trinken konnte.“<br />
Die alte Dame entscheidet sich dann zwei Liter Milch zu kaufen, einmal in der Flasche und einen Liter im Tetrapack.<br />
Brot braucht sie noch und ein kleines Glas Gurken und ein Glas Marmelade, ein Päckchen Käse und Kaffee. Kurz vor der Kasse fällt ihr Blick auf ein Scherenset, bestehend aus einer großen Schere und zwei kleineren. Es ist ein Sonderangebot und obendrein kann man mit der größeren Schere angeblich auch noch den Drehverschluss von Wasserflaschen öffnen.<br />
„Das ist echt praktisch und sieht auf den aufgedruckten Bildern kinderleicht aus“, denkt sie sich und greift sogleich danach, um es in ihren Einkaufswagen zu legen.<br />
„Guten Tag, Frau Schmidt!“, grüßt die nette Verkäuferin an der Kasse, die Oma Schmidt schon seit vielen Jahren kennt. „Haben Sie gesehen, heute gibt es auch Salatgurken und Tomaten im Angebot.“<br />
„Ach ja“, meint Oma Schmidt. „Auf einen leckeren Gurkensalat hätte ich schon Appetit. Ja, das mache ich mir heute.“<br />
So marschiert Oma Schmidt mit ihren Einkäufen wieder nach Hause. Dort angekommen, trifft sie mit Marco zusammen, der ihr den Einkaufstrolly abnimmt und vor die Wohnungstür stellt.<br />
„Danke Marco, früher haben mir die drei Stufen bis zu meiner Wohnung keine Probleme bereitet, aber inzwischen ist alles beschwerlich geworden.“<br />
„Mach ich doch gerne! Tschüss, ich hab ganz viele Hausaufgaben auf und muss nachher noch zum Fußball!“, ruft der Junge ihr zu und stürmt die weiteren Treppenstufen hoch.<br />
Jetzt will Oma Schmidt sich den Gurkensalat machen. Doch als sie die Salatgurke in die Hand nimmt, sieht sie, dass diese tatsächlich in eine Folie eingeschweißt ist. Sie zupft an dieser Ecke und an jener Ecke, aber die Folie umschließt die Gurke so fest, dass sie mit ihren alten zittrigen Fingern keine Chance hat diese zu entfernen. Verärgert legt sie die Gurke zur Seite und beschließt sich einen Pudding zu kochen. Sie stellt die Milchflasche vorsichtig auf den Tisch und versucht den Schraubverschluss zu öffnen.<br />
„Ich hab überhaupt keine Kraft mehr“, ärgert sie sich nun über sich selbst. Aber zum Glück hat sie ja noch die Milch im Tetrapack.<br />
„Da brauche ich nur die Lasche zu ziehen“, sagt sie zu sich selbst. „Verflixt!“, ruft sie aus, als sie die Lasche abreißt und die Milch auf dem Tisch verschüttet.<br />
Aber immerhin kann sie sich jetzt einen Pudding kochen. Sogar ein bisschen Schlagsahne kann sie sich dazu machen, denn im Schrank hat sie noch einen kleinen Tetrapack mit Schlagsahne stehen. Diesen muss sie nur noch öffnen.<br />
„Dafür kann ich jetzt eine meiner neuen Schere benutzen“, überlegt sie, greift in ihren Einkaufstrolly und zieht eine durchsichtige Plastikverpackung heraus. Die alte Dame dreht und wendet die Verpackung, kann aber nirgends eine Lasche zum Öffnen finden.<br />
„Wie soll ich denn dieses Ding auf bekommen?“, fragt sie sich verwundert.</p>
<p>Genau in diesem Moment klingelt es an ihrer Haustür. Herr und Frau Konfusi stehen davor.<br />
„Wir wollen gerade zum Metzger fahren und wollten nur fragen, ob wir Ihnen vielleicht Würstchen mitbringen sollen“, erkundigt sich Frau Konfusi.<br />
„Gut, dass Sie kommen, ich bin gerade am Verzweifeln“, entgegnet Oma Schmidt ohne auf die Frage von Frau Konfusi einzugehen.<br />
„Nur ruhig Blut! Was gibt es denn für ein Problem? Vielleicht können wir Ihnen ja helfen“, meint Professor Konfusi in seiner ruhigen Art.<br />
„Ich werde noch verrückt mit diesen ganzen Verpackungen“, stöhnt Oma Schmidt. Alles ist immer irgendwie eingeschweißt oder man muss an einer Lasche ziehen, die zwar abreißt, aber trotzdem die Packung nicht öffnet oder durch den Ruck alles verschüttet geht. Sogar Salatgurken verpacken sie neuerdings in Plastik und man ist schon verhungert, bevor man diese überhaupt entfernen kann.“<br />
Oma Schmidt ist mehr als nur verärgert, aber Herr und Frau Konfusi kommen nun in die Wohnung und können die alte Dame auch beruhigen. Nach und nach erzählt sie, womit sie sich gerade abquält.<br />
„Das ist ja wohl ein Witz“, wundert sich Professor Konfusi als er die Plastikverpackung mit den Scheren in der Hand hält. „Man kauft Scheren, doch bevor man sie benutzen kann, muss man eine Schere haben, um sie aus der Verpackung zu bekommen. Wer hat sich denn so etwas einfallen lassen?“<br />
„Alles ist neuerdings so verpackt, dass man erst eine Anleitung oder ein anderes Hilfsmittel braucht, um es zu öffnen. Und wenn man es dann doch irgendwie auf bekommt, hat man die Hälfte vom Inhalt verschüttet. Kann man die Verpackungen nicht so machen, dass jeder damit zurecht kommt? Auch alte Leute!“, schüttelt Oma Schmidt den Kopf und kramt in einer ihrer Schubladen. Zum Glück findet sie dort noch ihre alte Schere. Nachdem Professor Konfusi damit die Scherenverpackung zerschnitten hat, öffnet sie mit Hilfe einer neuen Schere den Schlagsahne-Tetrapack.<br />
„Dankeschön“, freut sich Oma Schmidt. „Was würde ich nur ohne Sie machen?! Vielleicht könnten Sie mir noch das Marmeladen- und das Gurkenglas öffnen. Mir fehlt die Kraft dazu.“<br />
„Nichts zu danken!“, sagt Professor Konfusi und dreht die beiden Gläser auf. „Aber sagen Sie, Oma Schmidt: Wenn Sie so leckere Schlagsahne machen, sollen wir nachher nicht Kuchen mitbringen?“<br />
„Ach“, fällt der alten Dame ein. „Ich habe doch gestern einen Apfelstreuselkuchen gebacken. Ziehen Sie doch Ihre Jacken aus und nehmen Sie Platz. Wir trinken jetzt erst einmal ein Tässchen Kaffee und essen ein Stück Kuchen.“<br />
„Das ist eine gute Idee!“, sagen Herr und Frau Konfusi fast wie aus einem Munde.<br />
Frau Konfusi deckt den Tisch, Oma Schmidt schlägt die Sahne und holt den Kuchen. Erst als die beiden Frauen Platz nehmen, fällt ihnen auf, dass Professor Konfusi immer noch in der einen Ecke der Küche steht.<br />
„Willst du dich denn nicht hinsetzen?“, fragt Frau Konfusi ihren Mann.<br />
„Ja schon“, entgegnet er verzweifelt und zieht und zerrt an dem Reißverschluss seiner Jacke. „Ich komme nur nicht aus meiner Verpackung heraus.“</p>
<p><em><strong>Diese Geschichte verlinke ich mit Traudes Aktion ANL: <a href="http://rostrose.blogspot.de">http://rostrose.blogspot.de</a></strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch noch folgende Geschichten lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/eiskalt/">Eiskalt</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/professor-konfusi/">Professor Konfusi</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/grosse-aufregung/">Große Aufregung in der Villa</a></p>
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