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	<title>Schal &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Glück gehabt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jan 2018 12:46:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Hut]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Piepsen]]></category>
		<category><![CDATA[Schal]]></category>
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					<description><![CDATA[Der achtjährige Lars und seine fünfjährige Schwester Susi drücken sich die Nase an der Fensterscheibe platt. Seit einer Stunde schneit es ununterbrochen und zwar so heftig, dass man fast die eigene Hand nicht vor den Augen sehen kann. Inzwischen liegen bestimmt schon fünfzehn Zentimeter Schnee. „Wann können wir endlich raus?“, fragt Lars die Mutter. „Wenn es nicht mehr so heftig schneit. Kommt erst einmal in die Küche. Ich habe euch eine lecker heiße Schokolade gemacht.“ Lars und Susi lieben heiße Schokolade und setzen sich daher gehorsam an den Küchentisch. Ihr Blick wendet sich allerdings nicht vom Fenster ab. Sie wollen es doch nicht verpassen, wenn der Schneefall endlich nachlässt. Und tatsächlich, plötzlich ist es als hätte jemand einen Schalter gedrückt. Von einem Moment zum anderen fallen nur noch vereinzelte Schneeflocken vom Himmel. Susi und Lars trinken schnell ihre Tassen aus, als es fast zeitgleich an der Haustür klingelt. Es ist Robert, der Nachbarsjunge und Schulfreund von Lars. „Ich will Lars abholen!“, verkündet er. „Na dann mal raus mit euch!“, lacht die Mutter. „Und passt auf &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der achtjährige Lars und seine fünfjährige Schwester Susi drücken sich die Nase an der Fensterscheibe platt. Seit einer Stunde schneit es ununterbrochen und zwar so heftig, dass man fast die eigene Hand nicht vor den Augen sehen kann. Inzwischen liegen bestimmt schon fünfzehn Zentimeter Schnee.</strong><br />
„Wann können wir endlich raus?“, fragt Lars die Mutter.<br />
<span class="dropcap">„W</span>enn es nicht mehr so heftig schneit. Kommt erst einmal in die Küche. Ich habe euch eine lecker heiße Schokolade gemacht.“<br />
Lars und Susi lieben heiße Schokolade und setzen sich daher gehorsam an den Küchentisch. Ihr Blick wendet sich allerdings nicht vom Fenster ab. Sie wollen es doch nicht verpassen, wenn der Schneefall endlich nachlässt. Und tatsächlich, plötzlich ist es als hätte jemand einen Schalter gedrückt. Von einem Moment zum anderen fallen nur noch vereinzelte Schneeflocken vom Himmel.<br />
Susi und Lars trinken schnell ihre Tassen aus, als es fast zeitgleich an der Haustür klingelt. Es ist Robert, der Nachbarsjunge und Schulfreund von Lars.<br />
„Ich will Lars abholen!“, verkündet er.<br />
„Na dann mal raus mit euch!“, lacht die Mutter. „Und passt auf Susi auf!“<br />
„Nnnnh!“, entfährt es Robert, denn er ist nicht erpicht Aufpasser für ein kleines Mädchen zu spielen.<br />
„Ich wollte eigentlich mit Lars eine Schneeballschlacht machen“, erwidert er ein wenig trotzig.<br />
„Du bist doof!“, ruft Susi, die genau gemerkt hat, dass Robert sie nicht dabei haben will. „Ich bin schon groß und kann auch Schneebälle werfen, also kann ich auch mit!“<br />
„Klar kommt Susi mit!“, bestimmt Lars. „Los zieh dich an!“, befiehlt er seiner Schwester.<br />
Die Drei stapfen mit ihren dicken Winterstiefeln durch den Schnee zur Wiese vor dem Haus. Auch die Mutter ist mitgekommen, denn sie will die Einfahrt freischaufeln, damit der Vater am Feierabend mit dem Auto in die Garage fahren kann.<br />
Die drei Kinder vergnügen sich währenddessen bei einer kleinen Schneeballschlacht, bei der Susi ebenfalls mithalten kann.<br />
Als die Mutter mit ihrer Arbeit fertig ist, geht sie zu den Kindern rüber. Sie macht Susi einen Vorschlag und gibt den Jungs damit die Gelegenheit eine richtige „Männerschneeballschlacht“ zu machen.<br />
„Hast du Lust mit mir einen Schneemann zu bauen?“, fragt sie ihre Tochter, die natürlich sofort Feuer und Flamme ist. Gemeinsam machen sie sich gleich ans Werk.<br />
Als es langsam zu dämmern beginnt, ist es Zeit für alle wieder nach Hause zu gehen. Auch Robert verabschiedet sich, weil sein Vater gestern Abend eine lebendige Überraschung für ihn mitgebracht hat und er sich dieser noch widmen möchte. Eigentlich wollte er  seinem Freund Lars heute davon erzählen, aber durch die Schneeballschlacht hat er es vergessen.<br />
&#8222;Tschüss bis morgen! Dann muss ich dir unbedingt Karli vorstellen!&#8220;, ruft er Lars zu, doch die letzten Worte verschluckt der Schnee.<br />
„Das ist ja ein schöner Schneemann geworden“, lobt Lars seine Schwester. „Du musst ihm nur noch eine Karotte als Nase geben, denn das sieht viel lustiger aus als ein Stein. Einen alten Schal und einen Hut braucht er auch noch.“<br />
„Geh mal schnell in den Schuppen“, fällt der Mutter ein, „dort am Haken rechts neben der Tür hängen noch Schal und Hut von Großvater Fritz. Ich hole inzwischen eine Karotte aus der Küche.“<br />
Lars spurtet los und kommt kurz darauf mit den beiden Sachen wieder.<br />
„Sieht doch schon viel besser aus!“, meint der Junge als Hut und Schal den Schneemann schmücken.<br />
Nachdem die Mutter diesem noch die Karotte ins Gesicht gedrückt hat, lächelt ihnen ein perfekter Schneemann entgegen und die Kinder stehen klatschend vor Freude davor.<br />
„Jetzt aber mal schnell nach Hause!“, sagt die Mutter.<br />
„Tschüß Felix!“, ruft Susi. „Morgen komme ich dich wieder besuchen!“<br />
„Aha, Felix heißt der weiße Mann also“, schmunzelt die Mutter.<br />
„Ja, genau wie mein Freund aus dem Kindergarten, der manchmal sein Frühstück mit mir teilt!“, verrät das Mädchen.<br />
Kaum sind alle im Haus verschwunden ereignet sich etwas, von dem die Kinder zunächst nichts mitbekommen, dessen Folgen sie aber am nächsten Tag sehen.<br />
Stolz und stumm steht der Schneemann da, als er plötzlich ein leises Piepsen hört.<br />
„Wer ist da?“, fragt er verwundert in die immer dunkler werdende weiße Landschaft hinein. „Und wo bist du?“<br />
„Hier unten!“, piepst es zurück.<br />
„Ich kann dich nicht sehen. Stell dich ein bisschen weiter weg, damit du in mein Blickfeld kommst. Ich kann meinen Kopf nämlich nicht bewegen.“<br />
„Siehst du mich jetzt?“<br />
Ganz angestrengt schaut der Schneemann geradeaus und erkennt nur noch einen kleinen Punkt im Schnee, der sich bewegt.<br />
„Hier!“, ruft die piepsende Stimme. „Ich bin das kleine Mäuschen, hier!“<br />
„Warum bist du nicht in deinem Zuhause, du versinkst ja ganz im Schnee?!“<br />
„Ich bin erst gestern Abend in mein neues Heim eingezogen und da wollte ich mich einfach mal hier in der Gegend ein bisschen umsehen. Also bin ich vorhin heimlich ausgebüxt. Plötzlich habe ich mich verlaufen und jetzt kann ich mein Zuhause nicht mehr finden. Und Futter habe ich auch nicht entdecken können. Ich muss jetzt elendig erfrieren und verhungern.“<br />
„Ach, du armes Kerlchen!“, sagt der Schneemann mitleidig. „Dir muss geholfen werden!“<br />
„Ja bitte!“ piepst es.<br />
„Nur wie?“, sagt der Schneemann. „Lass mich mal überlegen!“<br />
„Schnell! Es ist bitterkalt, wird immer dunkler und und mein Magen knurrt wie verrückt!“<br />
Es ist plötzlich ganz still und das Mäuschen bekommt Angst, dass der Schneemann eingeschlafen ist. Es kommt ihm vor, als würde es eine halbe Ewigkeit dauern, bis der Schneemann endlich wieder spricht.<br />
„Ich hab’s!“, ruft er freudig aus.<br />
„Schnell, bitte!“<br />
„Meine Nase!“<br />
„Was ist mit deiner Nase? Bist du erkältet?“<br />
„Quatsch! Meine Nase ist eine Karotte. Wenn du magst kannst du ein bisschen an ihr knabbern. Solange bis du satt bist.“<br />
„Oh ja!“, freut sich das Mäuschen. „Karotten sind meine Lieblingsspeise! Wirf sie gleich mal runter zu mir!“<br />
„Das geht nicht. Du musst schon zu mir rauf kommen!“, sagt der Schneemann.<br />
„Das wäre ja auch zu schön um wahr zu sein“, piepst das Mäuschen traurig. „Wie soll ich denn zu dir hochkommen?“<br />
„Schau mal“, schlägt der Schneemann vor. „Mein rechter Arm ist ein kleiner Zweig, der ein wenig nach unten gerutscht ist. Spring einfach darauf, krabbele ihn entlang und den Rest bis zu meiner Nase schaffst du dann auch noch.“<br />
Das Mäuschen trippelt näher, hopst auf den Arm des Schneemanns und bald schon ist es an seiner langen Karottennase angelangt.<br />
„Mmmh! Ist das lecker!“, schmatzt das Mäuschen vor sich hin und der Schneemann freut sich. Ihm tut es nicht weh und dem kleinen Tierchen ist geholfen.<br />
„Danke! Jetzt muss ich nicht verhungern“, sagt es glücklich, aber auch ein bisschen traurig. „Wenn ich nur nicht erfrieren muss heute Nacht, dann wäre jetzt alles gut!“<br />
„Ach!“, lächelt der Schneemann. „Da kann ich dir auch helfen. Klettere noch ein wenig höher hinauf. Auf meinem Kopf sitzt doch ein alter Hut. Unter den kannst du dich verkriechen und die Nacht verbringen!“<br />
Kaum eine Minute später, hört der Schneemann ein wohliges Piepsen und verspürt ein leichtes Kratzen auf seinem Kopf, das ihm verrät, dass es sich das Mäuschen unter dem Hut gemütlich gemacht hat. Er meint sogar kurz darauf ein leises Schnarchen zu vernehmen.<br />
Am nächsten Morgen können es Susi und Lars kaum erwarten nach dem Schneemann zu sehen.<br />
„Was ist das denn? Wer hat denn hier von deiner Karottennase genascht, Felix?“, fragt Susi den weißen Mann.<br />
„Schau mal!“, flüstert Lars. „Der Hut bewegt sich!“<br />
Verschlafen schaut das Mäuschen unter dem Hut hervor und in die Augen der Kinder, als aus der Ferne Roberts traurige Stimme ertönt.<br />
&#8222;Karli, Karli! Wo bist du, mein kleines Mäuschen?&#8220;</p>
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<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ein-suesses-hoernchen-und-zwei-kleine-diebe/">Ein süßes Hörnchen und zwei kleine Diebe</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/katz-und-maus/">Katz und Maus</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/babette-und-der-schneemann/">Babette und der Schneemann</a></p>
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		<title>Karl und Pingy</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 10 Jan 2017 15:54:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Attraktion]]></category>
		<category><![CDATA[Mütze]]></category>
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		<category><![CDATA[Traum]]></category>
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					<description><![CDATA[Karl ist Tierpfleger. Er arbeitet in einem großen Zoo und kümmert sich um die Pinguine. Inzwischen ist er kurz vor der Rente, aber er kann sich ehrlich gesagt ein Leben ohne seine geliebten Pinguine nicht mehr vorstellen. Über vierzig Jahre kümmert er sich mittlerweile schon um diese niedlichen Tierchen. Mehrere Generationen dieser Tiere hat er inzwischen schon miterlebt, denn die Lebenserwartung der Kaiserpinguine beträgt gerade mal zwei Jahrzehnte, während die Zwergpinguine nur sechs Jahre zu erwarten haben. Karl ist immer traurig, wenn einer dieser Pinguine über die Regenbogenbrücke geht, aber er ist überglücklich, wenn sich Nachwuchs eingestellt hat. Diese Tiere sind sein Ein und Alles. Geheiratet hat er nie. „Sie sind meine Familie“, so pflegt er immer zu sagen. Mit den Jahren hat er sogar die „Sprache“ der Pinguine verstehen gelernt. Oft sitzt er einfach nur bei ihnen und erzählt ihnen Geschichten. Die lieben Tierchen scharen sich dann um ihn, wie die Zuhörerschaft um einen Vortragenden. Er erzählt ihnen von seinem kleinen Häuschen am Waldrand, seinem Garten und den Tieren, die dort leben oder aus &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Karl ist Tierpfleger. Er arbeitet in einem großen Zoo und kümmert sich um die Pinguine. Inzwischen ist er kurz vor der Rente, aber er kann sich ehrlich gesagt ein Leben ohne seine geliebten Pinguine nicht mehr vorstellen. Über vierzig Jahre kümmert er sich mittlerweile schon um diese niedlichen Tierchen. Mehrere Generationen dieser Tiere hat er inzwischen schon miterlebt, denn die Lebenserwartung der Kaiserpinguine beträgt gerade mal zwei Jahrzehnte, während die Zwergpinguine nur sechs Jahre zu erwarten haben.</strong></p>
<p><span class="dropcap">K</span>arl ist immer traurig, wenn einer dieser Pinguine über die Regenbogenbrücke geht, aber er ist überglücklich, wenn sich Nachwuchs eingestellt hat. Diese Tiere sind sein Ein und Alles. Geheiratet hat er nie.<br />
„Sie sind meine Familie“, so pflegt er immer zu sagen.<br />
Mit den Jahren hat er sogar die „Sprache“ der Pinguine verstehen gelernt. Oft sitzt er einfach nur bei ihnen und erzählt ihnen Geschichten. Die lieben Tierchen scharen sich dann um ihn, wie die Zuhörerschaft um einen Vortragenden. Er erzählt ihnen von seinem kleinen Häuschen am Waldrand, seinem Garten und den Tieren, die dort leben oder aus dem Wald zu ihm auf die Wiese kommen.<br />
Die Pinguine lieben Karl, denn er ist gut zu ihnen. Sie laufen ihm nach und freuen sich, wenn er ihnen Futter bringt. Er darf sie sogar streicheln und manchmal schwimmt er mit ihnen um die Wette. Das ist dann natürlich eine große Attraktion in dem Zoo und die Zuschauer applaudieren kräftig. Der Zoodirektor lässt Karl gewähren, denn dieses Schauspiel ist inzwischen schon im ganzen Land bekannt.<br />
„Karl und seine Pinguine bringen dem Zoo gute Besucherzahlen ein“, hat der Zoodirektor erst neulich in einem Zeitungsinterview gesagt.<br />
Einer der jungen Pinguine hat es Karl besonders angetan. Es ist Pingy, ein kleiner vorwitziger Kerl. Er folgt Karl auf Schritt und Tritt und hat schon mehrmals versucht mit ihm am Feierabend durch die Tür zu schlüpfen. Doch Karl hat immer gut aufgepasst und so ist es Pingy noch nie gelungen mit Karl den Zoo am Abend zu verlassen.<br />
Eines Tages im Winter erzählt Karl von seinem verschneiten Garten und dem zugefrorenen Teich, auf dem die Kinder aus dem Ort mit den Schlittschuhen ihre Runden drehen. Da erwacht in Pingy abermals die Sehnsucht die Welt außerhalb des Zoos kennenzulernen. Er schließt die Augen und beginnt einen Plan zu schmieden, wie ihm dies endlich gelingen könnte.<br />
„Der Rucksack!“, so denkt er, „Das ist die Lösung!“<br />
Er sieht Karls Rucksack in einer Ecke stehen und zu seiner Überraschung ist dieser ganz weit offen. Schnell schlüpft Pingy hinein und versteckt sich unter einem Schal und einer Mütze, die sich darin befinden. Es dauert eine halbe Ewigkeit bis der Rucksack endlich angehoben wird.<br />
„Hoffentlich schaut Karl nicht hinein und entdeckt mich“, denkt der kleine Pinguin.<br />
Seltsamerweise hat er sogar Glück, denn Karl schnappt sich nur den Rucksack und wirft ihn sich auf den Rücken.<br />
„Das war aber nicht sanft“, hätte Pingy beinahe gerufen, doch er verkneift es sich schnell. Der kleine Pinguin wundert sich zwar, dass Karl weder Schal noch Mütze zu benötigen scheint, aber seine Aufregung lässt nicht zu, dass er daran noch weitere Gedanken verschwendet.<br />
Karl verlässt mit raschen Schritten den Zoo und schwingt sich auf sein Moped. Er muss schnell nach Hause, um sich umzuziehen, denn am Abend will er zu seinem Kumpel Nils, der Pfleger im Eisbärengehege ist. Sie wollen gemeinsam mit Achim, der im Kassenhäuschen des Zoos arbeitet, eine Runde Skat spielen. Das tun sie jeden Mittwoch, seit nun fast dreißig Jahren.<br />
Als Karl auf seinem Moped durch die Straßen düst, muss er gehörig aufpassen, denn es ist glatt. Die Nachrichten haben sogar Blitzeis gemeldet.<br />
Karl wundert sich allerdings, dass ihm heute so viele Menschen freundlich zuwinken. Er ahnt nämlich nicht, dass aus seinem Rucksack ein kleiner Pinguin mit einer Mütze auf dem Kopf und einem Schal um den Hals heraus schaut.<br />
Zu Hause angekommen, wirft er seinen Rucksack auf die Gartenbank, springt schnell ins Haus und unter die Dusche. So kann Pingy unbemerkt aus dem Rucksack schlüpfen und in den Garten marschieren. Er hat auch sogleich den Teich gefunden, der verlassen im Mondlicht vor ihm liegt. Und noch etwas liegt da. Ein Paar klitzekleine Schlittschuhe.<br />
„Wie kommen die denn hierher?“, fragt Pingy und blinzelt hinauf zum Mond. „Ob mir die Schlittschuhe die kleine Mondfee geschickt hat?“<br />
Der Mond scheint plötzlich noch ein bisschen heller zu leuchten, so als wolle er Pingys Frage mit einem strahlenden Lächeln beantworten.<br />
Pingy schnallt sich schnell die Schlittschuhe an und dreht Runde um Runde auf dem kleinen Teich. Es ist herrlich und er jauchzt vor Vergnügen.<br />
„Ist das Leben schön! Ich komme mir vor wie in einem Traum!“, ruft er immer wieder begeistert aus.<br />
So fährt er bis ihn die Müdigkeit überfällt und plötzlich wie durch einen Zauber die Schlittschuhe unter seinen Füßen verschwunden sind. Mit letzter Kraft schafft er es noch in Karls Rucksack zu kriechen. Glücklich kuschelt er sich in den weichen Schal.<br />
„Guten Morgen, liebe Pinguine!“, ruft Karl seinen geliebten Tieren zu, zieht seine Mütze über beide Ohren und wickelt seinen Schal noch einmal mehr um den Hals. „Es gibt Frühstück!“<br />
Karl sieht den kleinen Pingy, der sich verschlafen die Augen reibt.<br />
„Na Kleiner, hast du schön geträumt?“<br />
„Oh ja, das habe ich“, antwortet Pingy.<br />
In Gedanken fügt er jedoch noch die Frage hinzu:<br />
„Oder war es vielleicht gar kein Traum? Aber schön war es auf alle Fälle.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/badetag/">Badetag</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/fraeulein-langhals/">Fräulein Langhals</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-land-der-affen/">Im Land der Affen</a></p>
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