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	<title>Knopf &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Knut Knopf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Apr 2019 20:09:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
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					<description><![CDATA[Knut Knopf ist, wie der Name schon sagt, ein Knopf. Er ist aber kein gewöhnlicher Hosenknopf, sondern ein ganz besonderer Knopf. Besonders deshalb, weil ihn sein Aussehen von allen anderen gewöhnlichen Knöpfen abhebt, was ihn aber keineswegs arrogant, überheblich oder gar unsympathisch macht. Nein, im Gegenteil. Er ist ein lustiger kleiner Kerl, der in seinem Leben schon einige Abenteuer erlebt hat. Wie er aussieht, wollt ihr wissen? Knut ist ein kleines schneeweißes Schäfchen, sein Kopf und seine dünnen Beinchen sind schwarz. Und wie es sich für einen Knopf gehört, hat er zwei winzige Löchlein und zwar genau inmitten seines wolligen Fells. Knut blickt ein bisschen verschmitzt in die Welt. Im Sturm erobert er die Herzen aller Kinder, ebenso wie seine beiden Brüder Karl und Klaus. Die drei K’s, wie sie sich selbst nennen, sind Drillinge und gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Wo sie wohnen interessiert euch? Sie stehen auf einer grünen und saftigen Wiese und diese ist auf den Kragen eines hübschen Sommerkleidchens gedruckt. Brav steht ein Schäfchen neben dem anderen und Knut &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Knut Knopf ist, wie der Name schon sagt, ein Knopf. Er ist aber kein gewöhnlicher Hosenknopf, sondern ein ganz besonderer Knopf. Besonders deshalb, weil ihn sein Aussehen von allen anderen gewöhnlichen Knöpfen abhebt, was ihn aber keineswegs arrogant, überheblich oder gar unsympathisch macht. Nein, im Gegenteil.</strong></p>
<p>Er ist ein lustiger kleiner Kerl, der in seinem Leben schon einige Abenteuer erlebt hat. Wie er aussieht, wollt ihr wissen? Knut ist ein kleines schneeweißes Schäfchen, sein Kopf und seine dünnen Beinchen sind schwarz. Und wie es sich für einen Knopf gehört, hat er zwei winzige Löchlein und zwar genau inmitten seines wolligen Fells. Knut blickt ein bisschen verschmitzt in die Welt. Im Sturm erobert er die Herzen aller Kinder, ebenso wie seine beiden Brüder Karl und Klaus. Die drei K’s, wie sie sich selbst nennen, sind Drillinge und gleichen sich wie ein Ei dem anderen. Wo sie wohnen interessiert euch? Sie stehen auf einer grünen und saftigen Wiese und diese ist auf den Kragen eines hübschen Sommerkleidchens gedruckt. Brav steht ein Schäfchen neben dem anderen und Knut Knopf genau in der Mitte. Sein Bruder Karl zur Linken und Klaus zur Rechten. Das Sommerkleidchen gehört Tini. Sie ist vier Jahre, hat einen hellbraunen Lockenkopf und geht gerne in den Kindergarten. Sie war es auch, die den Knöpfen Namen gab. Alle sind seitdem glücklich und zufrieden und führen ein schönes Leben, bis zu jenem Tag, der Tinis Leben und das der Knopfdrillinge in Aufregung versetzt…<br />
Es ist 1. August, der Tag an dem Philipp, ihr fünfjähriger Cousin, zu Besuch kommt. Sie gehen mit den Müttern in den Garten und spielen. Sie sitzen im Sandkasten, backen Kuchen und bauen gemeinsam eine Sandburg. Doch irgendwann wird das schönste Spiel langweilig und Philipp macht einen Vorschlag:<br />
„Lass uns doch Fangen spielen!“<br />
„Fang mich doch!“, ruft Tini ihm zu und läuft weg.<br />
Ihre Beinchen sind zwar noch ein bisschen kürzer als Philipps Beine und so schnell rennen kann sie auch nicht wie er. Aber sie ist wendiger und immer, wenn er denkt, dass er sie gleich gefangen hat, schlägt sie einen Haken und ist schon wieder weg.<br />
„Ich krieg dich schon!“ schreit ihr der Cousin hinterher und macht einen großen Satz.<br />
Fast hätte er sie gehabt. Er hat schon ihren Kragen erwischt, genau dort, wo Knut, Karl und Klaus sitzen. Doch Tini reißt sich los und schwups ist sie wieder weg.<br />
Die drei K’s werden tüchtig durchgeschüttelt und -gerüttelt, so dass es ihnen schon fast schwindelig ist. Während sich Klaus und Karl bald wieder von diesem Schock erholt haben und ruhig an ihren Plätzen stehen, torkelt Knut weiter hin und her. Bleich vor Schreck stellt er fest, dass er nur noch an einem dünnen Fädchen baumelt. Er schreit um Hilfe:<br />
„Tini! Tini! Halt mich fest!“<br />
Doch Tini kann ihn nicht hören. An ihr Ohr dringt nur ein leichter kaum spürbarer Hauch, wie der Flügelschlag eines Schmetterlings.<br />
Knut wendet sich verzweifelt an seine beiden Brüder, links und rechts von ihm:<br />
„Karl! Klaus! Helft mir doch, ich stürze gleich ab! Schnell!“<br />
Klaus und Knut erschrecken ganz fürchterlich und versuchen ihn festzuhalten. Doch es ist zu spät. Der Faden, welcher Knuts einziger Halt ist, lockert sich immer mehr. Knut rutscht noch ein Stückchen tiefer, so dass ihn Klaus und Karl nicht mehr erreichen können. Und dann geht es ganz schnell. Der Faden lässt ihn endgültig und unbarmherzig los. Er gleitet einfach durch die beiden Löchlein hindurch. Knut Knopf fällt und fällt und fällt. Immer tiefer und tiefer geht es hinab. Knut hält die Luft an und schließt die Augen. Einen winzigen Moment hat er das Gefühl zu fliegen, doch dann folgt der harte Aufprall.<br />
Er ist auf den harten und unnachgiebigen Asphalt des Bürgersteiges gefallen. Erschrocken öffnet er erst ein Auge und dann das zweite. Er schaut an sich herunter und tastet sich ab, ob noch alles an ihm heil geblieben ist. Alles tut ihm weh. Doch scheint nichts gebrochen und auch nichts abgebrochen oder gesplittert zu sein. Selbst seine vier dünnen Beinchen sind noch dran, aber sie zittern und sind ganz schwach. Knut kann sich nicht bewegen und schon gar nicht aufstehen.<br />
„Das ist ja noch einmal gut gegangen“, denkt er trotzdem und schaut nach oben. Doch er kann seine Brüder nicht mehr entdecken, denn Tini ist längst weiter gelaufen.<br />
Noch bevor er sich überlegen kann, was zu tun ist, erhält der arme Knut einen kräftigen Schups von zwei großen Füßen, die ihn achtlos in die Rille neben dem Bürgersteig befördern.<br />
„Hey, was soll das!“, ruft er empört.<br />
„Igitt, ist es hier schmutzig!“, beschwert er sich weiter. „Und nass auch noch!“<br />
Inzwischen hat es angefangen zu regnen. Ein richtiger Wolkenbruch ist das. So füllt sich die Rille, in der Knut liegt, in Sekundenschnelle mit Regenwasser. Knut strampelt mit seinen dünnen Beinchen und versucht zu schwimmen. Aber schon bald verlassen ihn seine Kräfte und er kann sich nur noch treiben lassen. Der Strom reißt ihn einfach mit. Er treibt neben einem kleinen Stückchen Kaugummipapier und hinter einer Vogelfeder dahin. Doch plötzlich gibt es einen Ruck und er bleibt hängen. Ängstlich schaut er sich um. Er stellt fest, dass er von einem kleinen Laubhaufen aufgehalten wurde, der direkt vor ihm liegt.<br />
„Puh!“, schnauft Knut Knopf. „Nur gut, dass ich in keinen Gully gerutscht bin, denn sonst wäre es jetzt aus mit mir.“<br />
Inzwischen hat es aufgehört zu regnen und die Nacht ist herein gebrochen. Knut Knopf hält die Augen geschlossen und liegt zitternd vor Kälte vor dem Laubhaufen. Ab und zu weht der Wind ein Blatt zu ihm herüber, das sich schützend und wärmend auf ihn legt. Doch der nächste Windstoß fegt es wieder weg.<br />
Endlich bricht der Morgen heran und die Sonne streckt ihre wärmenden Strahlen nach ihm aus. Aber nicht nur die Sonne kommt, sondern auch die städtische Stadtreinigung. Männer mit Besen und Schaufeln bewaffnet, gehen die Straße entlang und beseitigen den Schmutz und das herum liegende Laub.<br />
Auch Knut Knopf wird von einem Besen auf eine Schaufel befördert. Dann geht es in Richtung eines kleinen Lastwagens. Auf der Ladefläche stehen große Behälter, in denen der Unrat hinein gekippt wird. Knut kann gerade noch in letzter Sekunde dem Arbeiter von der Schaufel hüpfen, bevor dieser das Laub in den dafür vorgesehenen Behälter befördert.<br />
So landete Knut Knopf wiederum auf dem Bürgersteig. Er kullert ein paar Meter weiter, bevor er zum Liegen kommt. Von der großen Aufregung und der Müdigkeit überwältigt, schläft Knut ein. Er wacht erst wieder auf, als ihn eine kleine Kinderhand vom Boden aufhebt.<br />
„Ist der niedlich!“, sagt die Kinderstimme, die einem kleinen Mädchen gehört.<br />
Susi wischt den Schmutz von Knut Knopf ab und steckt ihn in ihr Kindergartentäschchen. Dann aber sieht sie ihre Freundin Ilse, die schon vor dem Tor des Kindergartens auf sie wartet. Sie läuft schnell zu ihrer Freundin und hat den niedlichen Knopf auf einmal ganz vergessen.<br />
Erst als alle gemeinsam um den Frühstückstisch sitzen und ihre mitgebrachten Brote und Äpfel auspacken, holt sie den Knopf heraus. Sie legt ihn auf den Tisch und sagt stolz zu ihrer Freundin Ilse:<br />
„Schau mal, was ich gefunden habe. Ist der nicht hübsch?!“<br />
Aber Ilse interessiert sich nicht für den Knopf. Sie will lieber ihr Käsebrot gegen das Wurstbrot von Alex tauschen. Aber die Erzieherin, Frau Fröhlich, hat den Knopf gesehen und kommt zu Susi rüber.<br />
„Stimmt, Susi, da hast du einen richtigen kleinen Schatz gefunden.“<br />
Jetzt werden auch die anderen Kinder neugierig und wollen diesen Schatz ebenfalls sehen. Alle bewundern den kleinen süßen Knopf und jeder möchte ihn einmal in der Hand halten und mit den Fingern sanft darüber streichen. Auch Ilse betrachtet jetzt den Knopf ganz genau. Dann geht sie zu Frau Fröhlich und flüstert ihr etwas ins Ohr. Diese nimmt Ilse an der Hand und beide gehen aus dem Zimmer. Ilse führt Frau Fröhlich in den Nebenraum. Hier sehen sie ein kleines vierjähriges Mädchen mit einem hellbraunen Lockenkopf. Es hat ein wunderschönes Sommerkleidchen mit einem Kragen an. Das Mädchen sitzt still und traurig in der Ecke, während alle anderen Kinder lachen und hüpfen.<br />
„Schau mal“, sagt Ilse zu ihrer Erzieherin. „Das ist Tini und sie hat auch zwei so hübsche Knöpfe an ihrem Kleid.“<br />
Ilse deutet auf Tinis Kragen, an dem zwei kleine Schäfchenknöpfe zu sehen sind.<br />
„Eigentlich waren es einmal drei. Karl, Klaus und Knut Knopf, aber …“, erklärt Tini traurig.<br />
„Ob Tini ihren geliebten Knut Knopf wohl wieder bekommt?“, fragt ihr.</p>
<p>„Und, ob die drei K’s jetzt wieder vereint sind?“, möchtet ihr wissen.<br />
„Was meint ihr denn, wie die Geschichte ausgeht? Ich kann Euch nur eines verraten:<br />
Tini kommt heute Mittag singend und hüpfend nach Hause.“</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Knöpflein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 25 Mar 2019 09:19:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Baustelle]]></category>
		<category><![CDATA[Großvater]]></category>
		<category><![CDATA[Knopf]]></category>
		<category><![CDATA[Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Treppe]]></category>
		<category><![CDATA[Zuhause]]></category>
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					<description><![CDATA[Flori ist sechs Jahre und besucht die erst Klasse. Seit ein paar Tagen darf er den Schulweg ganz alleine gehen. Zuerst hat ihn die Mutter immer bis zur Schule begleitet, dann bis zur großen Kreuzung und gewartet, bis er ordnungsgemäß den mit einer Ampel versehenen Fußgängerüberweg überquert hat. Dann aber hat sie gesagt: „Flori, ich möchte jetzt wieder halbtags arbeiten. Und weil ich schon vor dir aus dem Haus gehen werde, musst du von nun an alleine zur Schule marschieren. Du kennst den Weg und weißt, wo man besonders gut aufpassen sollte und auch wann du dort sein musst.“ „Endlich hat sie kapiert, dass ich inzwischen ein großes Schulkind bin“, hat Flora sich gedacht und ihr versprochen nicht zu trödeln und immer pünktlich zu sein. Fünf mal wöchentlich geht er nun den selben Weg, der ihn an einer Baustelle vorbeiführt. Das Haus jeen Tag ein bisschen mehr und er winkt den Bauarbeitern immer freundlich zu. Aber er bleibt nie stehen, denn er hat es ja eilig. Eines Tages jedoch ist die Baustelle verlassen, das Haus &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Flori ist sechs Jahre und besucht die erst Klasse. Seit ein paar Tagen darf er den Schulweg ganz alleine gehen. Zuerst hat ihn die Mutter immer bis zur Schule begleitet, dann bis zur großen Kreuzung und gewartet, bis er ordnungsgemäß den mit einer Ampel versehenen Fußgängerüberweg überquert hat. Dann aber hat sie gesagt:</strong></p>
<p><span class="dropcap">„F</span>lori, ich möchte jetzt wieder halbtags arbeiten. Und weil ich schon vor dir aus dem Haus gehen werde, musst du von nun an alleine zur Schule marschieren. Du kennst den Weg und weißt, wo man besonders gut aufpassen sollte und auch wann du dort sein musst.“</p>
<p>„Endlich hat sie kapiert, dass ich inzwischen ein großes Schulkind bin“, hat Flora sich gedacht und ihr versprochen nicht zu trödeln und immer pünktlich zu sein.</p>
<p>Fünf mal wöchentlich geht er nun den selben Weg, der ihn an einer Baustelle vorbeiführt. Das Haus jeen Tag ein bisschen mehr und er winkt den Bauarbeitern immer freundlich zu. Aber er bleibt nie stehen, denn er hat es ja eilig.</p>
<p>Eines Tages jedoch ist die Baustelle verlassen, das Haus erst halb fertig. Man erzählt sich, dass es einen Baustopp gegeben hat. Warum weiß Flora nicht, aber er versteht, dass das Haus vorerst nicht fertig gebaut wird.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Auf seinem Heimweg bleibt er stehen und schaut neugierig durch den Bauzaun. An der Hauswand neben der Eingangstür ist ein rundes kleines Loch zu sehen und hier entdeckt er etwas.</p>
<p>„Da schaut ja ein kleines Mäuschen heraus. Ob es dort wohnt?“, überlegt Flori.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Hey!“, ruft er und lächelt.</p>
<p>Das Mäuschen scheint ihn gehört zu haben, denn es schaut in seine Richtung, verschwindet dann aber ganz schnell in seinem Versteck.</p>
<p>Auch am nächsten und am übernächsten Tag geht es so. Allerdings bleibt das Mäuschen immer ein bisschen länger stehen und schaut Flori aus seinen kleinen süßen Augen an, bevor es sich wieder versteckt.</p>
<p>„Ach komm doch wieder hervor! Ich tu dir doch nichts!“, ruft Flori.</p>
<p>Und tatsächlich lugt es nochmals vorsichtig hervor.</p>
<p>„Morgen bringe ich dir ein Stück Käse mit“, verspricht Flori. „Du hast doch bestimmt Hunger, jetzt wo alle Bauarbeiter weg sind und niemand mehr ein Krümelchen fallen lässt.“</p>
<p>Als am nächsten Morgen die Mutter das Haus verlässt, stibitzt Flori einen Käsewürfel aus dem Kühlschrank und steckt ihn in seine Hosentasche.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Das ist für Köpflein!“, denkt er sich.</p>
<p>Weil ihm die schönen kleinen Knopfaugen des Mäuschens so gut gefallen haben, hat er ihr insgeheim den Namen „Knöpflein“ gegeben.</p>
<p>Auch heute ist Knöpflein wieder da und schaut aus seinem Versteck, als würde es auf Flori warten.</p>
<p>„Schau mal, was ich dir mitgebracht habe!“, ruft der Junge und versucht den Käsewürfel dem Mäuschen zuzuwerfen. Aber durch den Bauzaun hindurch geht es nicht so gut und so landet das Stückchen Käse kurz hinter dem Zaun und weit weg von Knöpflein.</p>
<p>„Hol dir den Käse!“, ruft Flori. Aber das traut sich das Mäuschen nicht. Es schaut immer wieder zwischen dem Jungen und dem Käse hin und her, bleibt aber in seinem Versteck.</p>
<p>„Morgen bekommst du wieder Käse“, verspricht der Junge und setzt seinen Heimweg fort.</p>
<p>„Hoffentlich holt sich Knöpflein das Stückchen und hoffentlich wird es davon satt.“</p>
<p>Flori ist ganz besorgt, dass die niedliche Maus verhungern könnte. Und so bringt er auch am nächsten und an allen weiteren Tagen ein Stückchen Käse mit. Immer wenn Flori wiederkommt, ist der Käse vom Vortag verschwunden und das Mäuschen erwartet ihn. Allerdings traut es sich auch jeden Tag ein bisschen weiter an den Bauzaun heran. So erwartet Knöplein Flori eines Tages direkt hinter dem Zaun. Die Beiden sind inzwischen richtige Freunde geworden und Flori hat sogar das Gefühl, dass das Mäuschen ihn ebenso mag wie er sein Knöpflein. Sogar auf den Namen hört es schon. Sollte Flori mal ein bisschen früher oder später an der Baustelle vorbei kommen, dann braucht er nur leise zu rufen und schon kommt Knöpflein angetrippelt.</p>
<p>Doch eines Tages gehen die Arbeiten an der Baustelle weiter. Das Haus wird verputzt und Knöpflein ist in seinem Versteck nicht mehr sicher, deshalb hat es sich irgendwo anders versteckt. Traurig schaut die Maus Flori an, als sie sich nur getrennt vom Zaun gegenüberstehen.</p>
<p>„Ich werde dir helfen, damit du ein neues Zuhause hast“, gibt Flori dem kleinen Mäuschen das Versprechen.</p>
<p>Den ganzen restlichen Tag grübelt Flori und kann sich gar nicht auf seine Hausaufgaben konzentrieren.</p>
<p>„Was ist denn mit dir los?“, fragt der Großvater, der Floris Mathematikhausaufgaben nachschaut. „Du rechnest doch sonst alles fehlerfrei!“</p>
<p>Da bricht es aus Flori heraus und er vertraut dem Großvater seine Sorgen an.</p>
<p>„Warte mal!“,meint der Opa. „Ich glaube, ich hab&#8216; da eine Idee!“</p>
<p>Langsam geht der Großvater die Kellertreppe hinunter. Flori weiß, das bereitet seinem Opa große Mühe, denn sein Knie mag keine Treppen mehr steigen und schmerzt bei jeder Stufe.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nach einer Weile kommt der Großvater mit einem kleinen Vogelbauer wieder zurück.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Was anderes habe ich in der Eile nicht gefunden, aber es müsste seinen Zweck erfüllen.“</p>
<p>Mit mehreren Käsestückchen bewaffnet, laufen Flori und sein Opa zur Baustelle.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Knöpflein!“, ruft Flori. Doch erst nach mehrmaligen Rufen sehen sie das Mäuschen hinter einem Stein hervorlugen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Komm! Wir bringen dich in dein neues Zuhause! Hab keine Angst! Alles wird gut!“</p>
<p>Es dauert ziemlich lange, doch endlich traut sich Knöpflein vor den Zaun und lässt sich mit Hilfe des leckeren Käse dazu verlocken in den Vogelbauer zu schlüpfen. Flori redet dem Mäuschen den ganzen Weg über gut zu und versucht ihm die Angst zu nehmen.</p>
<p>Zuhause angekommen, gehen sie gleich in den Garten. Dort hat der Großvater in einer Ecke ein Rohr hingelegt. Das war eigentlich am alten ausrangierten Briefkasten befestigt gewesen. Hierin hatte der Briefträger immer die Zeitungen abgelegt. Jetzt ist es mit ein bisschen Gras ausgelegt und soll nun als Unterschlupf für Knöpflein dienen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Flori öffnet den Vogelbauer und ehe er sich versieht, entschlüpft Knöpflein seinem Gefängnis und versteckt sich in dem Rohr. Hier fühlt es sich sicher und nach ein paar Minuten schaut das Mäuschen mit strahlenden Augen wieder heraus.</p>
<p>„Hier wohne ich jetzt!“, scheint es Flori und dem Großvater zuzublinzeln. „Danke für mein neues Zuhause!“</p>
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		<title>Katzenalarm</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/katzenalarm/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Mar 2016 22:18:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Alarm]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Bewunderung]]></category>
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		<category><![CDATA[Kater]]></category>
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		<category><![CDATA[Polizei]]></category>
		<category><![CDATA[Staubsauger]]></category>
		<category><![CDATA[Taste]]></category>
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					<description><![CDATA[Meine heutige Geschichte stammt wie immer mitten aus dem Leben. Die Idee hierzu stammt im ersten Teil aus einem klitzekleinen Zeitungsbericht und im zweiten Teil kommt ein Erlebnis mit unserem Kätzchen Lottchen zur Sprache. Ich hoffe Ihr habt viel Spaß beim Lesen der Geschichte, die ich aus diesen beiden Begebenheiten kreiert habe. Es ist ein Frühlingsmorgen, wie aus dem Bilderbuch. Die Sonne scheint vom blauen Himmel und verspricht einen wunderschönen Tag. Da nicht das kleinste Wölkchen am Himmel zu erkennen ist, kann man davon ausgehen, dass dieses Versprechen auch eingehalten wird. Lottchen gähnt und reckt sich. Von ihrem etwas erhöhten Schlafplatz im Haus aus, hat sie eine hervorragende Sicht auf den Garten. Genauestens späht sie jede Ecke und jeden Winkel aus, um auch nichts zu übersehen. Im Grunde genommen, wartet sie nur noch auf Frauchen, die zur Kellertür herein kommt und ihr die Katzenklappe öffnen wird. Als sich Frauchen dann endlich blicken lässt, gibt es auch kein Halten mehr. Selbst die tägliche Milchration kann das kleine Kätzchen nicht mehr zum weiteren Verweilen im Haus veranlassen. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Meine heutige Geschichte stammt wie immer mitten aus dem Leben. Die Idee hierzu stammt im ersten Teil aus einem klitzekleinen Zeitungsbericht und im zweiten Teil kommt ein Erlebnis mit unserem Kätzchen Lottchen zur Sprache. Ich hoffe Ihr habt viel Spaß beim Lesen der Geschichte, die ich aus diesen beiden Begebenheiten kreiert habe.</strong><br />
<span class="dropcap">E</span>s ist ein Frühlingsmorgen, wie aus dem Bilderbuch. Die Sonne scheint vom blauen Himmel und verspricht einen wunderschönen Tag. Da nicht das kleinste Wölkchen am Himmel zu erkennen ist, kann man davon ausgehen, dass dieses Versprechen auch eingehalten wird.<br />
Lottchen gähnt und reckt sich. Von ihrem etwas erhöhten Schlafplatz im Haus aus, hat sie eine hervorragende Sicht auf den Garten. Genauestens späht sie jede Ecke und jeden Winkel aus, um auch nichts zu übersehen. Im Grunde genommen, wartet sie nur noch auf Frauchen, die zur Kellertür herein kommt und ihr die Katzenklappe öffnen wird.<br />
Als sich Frauchen dann endlich blicken lässt, gibt es auch kein Halten mehr. Selbst die tägliche Milchration kann das kleine Kätzchen nicht mehr zum weiteren Verweilen im Haus veranlassen. Schnell ein kurzes, aber freundliches Miau in Richtung Frauchen und schon entschwindet Lottchen durch die Katzenklappe nach draußen.<br />
Hier riecht es nach Frühling, aber auch nach Freiheit und allem Möglichen, das ein Katzenherz erfreut.<br />
Nachdem Lottchen hinter dem Haus den Garten durchstreift und alles ausgeschnüffelt hat, entschließt sie sich nach vorne zu laufen und auszukundschaften, was es es dort Interessantes gibt. Kaum biegt sie um die Hausecke, sieht sie auf dem Nachbargrundstück schon eine andere Katze. Es ist Samy, der dreibeinige Kater. Im selben Augenblick erblickt dieser auch Lottchen. Nun sind Katzen ja von Natur aus eher Einzelgänger, aber sie kennen sich untereinander und manchmal spielen sie auch ein wenig miteinander, vorausgesetzt sie können sich &#8222;riechen&#8220;. Eigentlich ist dies bei Lottchen und Samy  der Fall. Sie mögen sich und Samy kommt oftmals bei Lottchen vorbei, um sie zu einem gemeinsamen Streifzug abzuholen.</p>
<p><img decoding="async" class="alignright wp-image-2961 size-thumbnail" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01444-150x150.jpg" alt="1200px-DSC01444" width="150" height="150" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01444-150x150.jpg 150w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01444-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" /><img decoding="async" class="alignleft wp-image-2960 size-thumbnail" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01688-150x150.jpg" alt="1200px-DSC01688" width="150" height="150" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01688-150x150.jpg 150w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/03/1200px-DSC01688-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 150px) 100vw, 150px" />„Hey Lottchen, komm mal rüber!“, ruft er ihr zu.</p>
<p>„Komm doch du!“, miaut Lottchen. „Hier ist viel mehr Sonne und ich habe gerade Lust mich hier ein bisschen zu räkeln, zu strecken und mich von den Sonnenstrahlen wärmen zu lassen.“</p>
<p>Was bleibt Samy jetzt anderes übrig, als auf die andere Straßenseite zu Lottchen zu trotten. So ist es eben mit den Frauen, sie haben ihren eigenen Willen.<br />
„Hast du eigentlich vorhin die ganze Aufregung mitbekommen?“, fragt der Kater.<br />
„Nö, aber was war denn los? Erzähl mal!“<br />
„Schuld an der ganzen Aufregung ist der dicke, fette Kater, der dort drüben in dem großen Haus wohnt. Du weißt schon, der der immer so frech ist und vor dem man sich in Acht nehmen muss!“<br />
Lottchen miaut, um zu erkennen zu geben, dass sie genau weiß, um welchen Kater es sich handelt und, dass sie den überhaupt nicht leiden kann. Aber neugierig ist sie trotzdem.<br />
„Sag schon, was hat er denn angestellt?!“, fordert sie Samy auf.<br />
„Wegen ihm war heute morgen in aller Frühe schon die Polizei da“, berichtet Samy. „Ich habe die Leute dort drüben aus dem Haus belauscht. Die haben es erzählt.“<br />
„Jetzt mach es aber nicht so spannend. Warum war die Polizei da?“<br />
Lottchen ist inzwischen näher zu Samy gerückt und er nimmt sich plötzlich ganz wichtig, denn er weiß was, das Lottchen neugierig gemacht hat.<br />
„Sein Herrchen ist gestern Abend zur Nachtschicht gegangen und so war der fette Kater allein zu Hause. Zunächst war ja auch alles in Ordnung, nichts Ungewöhnliches also. Doch dann haben die Nachbarn plötzlich seltsame Geräusche aus der Wohnung gehört. Eigentlich war es mehr so ein gleichförmiges und anhaltendes Geräusch. Nachdem es nach mehreren Stunden und ohne Unterbrechung immer noch aus der Wohnung kam und alle Nachbarn bei der Nachtruhe störte, hat sich einer von ihnen das Telefon geschnappt und dort angerufen. Aber niemand ging ans Telefon.“<br />
„Logisch, war ja auch niemand da“, sagt Lottchen, denn sie hat ja aufmerksam zugehört. „Andererseits muss doch jemand da gewesen sein, woher sonst soll die Ruhestörung gekommen sein?“, folgert das schlaue Lottchen.<br />
„Richtig!“, bestätigt Samy. „Deshalb hat auch ein Nachbar die Polizei angerufen und die wiederum haben den Wohnungsmieter an seinem Arbeitsplatz verständigt. Der ist auch gleich gekommen und hat der Polizei die Wohnungstür aufgeschlossen.“<br />
„Und dann haben sie die Einbrecher entdeckt?“, will Lottchen wissen.<br />
„Ach Quatsch, die schließen doch nicht die Wohnungstür ab!“, kontert Samy. „Der dumme, schwarze, fette Kater saß auf dem Staubsauger und hatte es zwar fertiggebracht den Knopf zum Starten zu drücken, aber es nicht mehr geschafft den Knopf nochmals zum Ausschalten zu drücken.“<br />
Samy kullert sich vor Lachen auf der Erde herum. Und auch Lottchen miaut fröhlich vor sich hin. Doch auf einmal verstummt sie. Kater Samy hört ebenfalls auf zu lachen und schaut Lottchen etwas verwirrt an. Insgeheim fragt er sich, warum seine Freundin plötzlich verstummt ist. Aber Lottchen schaut beschämt zur Seite und sagt ganz kleinlaut:<br />
„Als ich noch ein kleines Kätzchen war, da hatte ich auch mal ein ähnliches Erlebnis. Aber wie gesagt, da war ich noch klein und unerfahren und die Polizei war auch nicht da.“<br />
Jetzt ist Samy an der Reihe neugierig zu sein.<br />
„Los erzähl schon! Was hast du gemacht?“<br />
„Also, das war so“, vertraut Lottchen ihrem Katzenfreund an, „ich war damals noch kein Jahr alt. Die Nachbarin kam mit dem Auto nach Hause und als sie die Autotür öffnete, um auszusteigen, bin ich unbemerkt in das Innere des Wagens geschlüpft.“<br />
„Und als die Tür wieder zu ging, warst du drinnen gefangen“, schlussfolgert Samy.<br />
„Ja genau. Am Anfang war es ja auch ganz lustig. Ich bin von hinten nach vorne, von vorne nach hinten gesprungen und wieder nach vorne und habe auf alle möglichen Knöpfe und Tasten  gedrückt. Aber irgendwann hatte ich keine Lust mehr und es war mir langweilig. Weil mein Miauen niemand gehört hat, habe ich mich schließlich hingelegt, nach meiner Mama gerufen und bin dann eingeschlafen.“<br />
„Und wie bist du aus dem Auto wieder rausgekommen?“, fragt Samy zwischen Mitleid und Neugierde schwankend.<br />
„Später hat mein Frauchen erzählt, sie habe  gesehen, dass das Warnblinklicht am Auto der Nachbarin eingeschalten war. Als es nach einer halben Stunde immer noch blinkte, rief sie die Nachbarin an und diese hat mich dann entdeckt.“<br />
„Das war aber ganz schön schlau von dir“, lobt und bewundert Kater Samy seine Freundin Lottchen. „Weil niemand deine Hilferufe gehört hat, hast du einfach das Warnblinklicht eingeschalten und somit auf dich aufmerksam gemacht. Toll!!! Echt toll!!!“<br />
„Naja, eigentlich war es mehr ein Versehen oder Zufall, dass ich den richtigen Knopf gedrückt habe“, will Lottchen schon sagen, aber das behält sie dann doch lieber für sich. Die Bewunderung von Kater Samy tut sooooo gut!</p>
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