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	<title>Knochen &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Der verpatzte Einstieg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jan 2023 19:57:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Aufregung]]></category>
		<category><![CDATA[Doktor]]></category>
		<category><![CDATA[Einstieg]]></category>
		<category><![CDATA[Knochen]]></category>
		<category><![CDATA[Missverständnis]]></category>
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					<description><![CDATA[Nora, Steffi und Romy treffen sich regelmäßig jeden zweiten Dienstagabend auf ein Gläschen Wein. Dies ist ihr erstes Treffen im neuen Jahr. Es gibt viel zu berichten, denn diese Silvesternacht haben sie ausnahmsweise nicht gemeinsam verbracht.  Nora war bei ihren Eltern, um das Baby ihrer Schwester zu bewundern. Die kleine Sophie war nämlich kurz vor Weihnachten auf die Welt gekommen. Steffi war mit ihrem Lebensgefährten im Kurzurlaub gewesen und Romy hatte eine Einladung bei ihren zukünftigen Schwiegereltern nicht ausschlagen können. Nachdem jede der drei Freundinnen ausführlich berichtet hat, ergreift Romy das Wort: „Ich muss euch noch etwas erzählen“, beginnt sie und weckt damit die Neugierde der anderen Zwei. „Mir ist da nämlich was passiert.“ „Ich hoffe es handelt sich um nichts Schlimmes, sondern eher um was Lustiges“ meint Nora und sieht die Freundin ganz gespannt an. „Naja, wie man es nimmt“, antwortet Romy und bekommt vor Aufregung ganz rote Wangen. „Schlimm genug für mich, aber wahrscheinlich ziemlich lustig für alle anderen.“ „Jetzt spann uns nicht so auf die Folter! Erzähl einfach!“, fordert Steffi nun den &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Nora, Steffi und Romy treffen sich regelmäßig jeden zweiten Dienstagabend auf ein Gläschen Wein. Dies ist ihr erstes Treffen im neuen Jahr. Es gibt viel zu berichten, denn diese Silvesternacht haben sie ausnahmsweise nicht gemeinsam verbracht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Nora war bei ihren Eltern, um das Baby ihrer Schwester zu bewundern. Die kleine Sophie war nämlich kurz vor Weihnachten auf die Welt gekommen. Steffi war mit ihrem Lebensgefährten im Kurzurlaub gewesen und Romy hatte eine Einladung bei ihren zukünftigen Schwiegereltern nicht ausschlagen können.</p>
<p>Nachdem jede der drei Freundinnen ausführlich berichtet hat, ergreift Romy das Wort:</p>
<p>„Ich muss euch noch etwas erzählen“, beginnt sie und weckt damit die Neugierde der anderen Zwei. „Mir ist da nämlich was passiert.“</p>
<p>„Ich hoffe es handelt sich um nichts Schlimmes, sondern eher um was Lustiges“ meint Nora und sieht die Freundin ganz gespannt an.</p>
<p>„Naja, wie man es nimmt“, antwortet Romy und bekommt vor Aufregung ganz rote Wangen. „Schlimm genug für mich, aber wahrscheinlich ziemlich lustig für alle anderen.“</p>
<p>„Jetzt spann uns nicht so auf die Folter! Erzähl einfach!“, fordert Steffi nun den Bericht ein.</p>
<p>„Okay, aber lacht mich nicht aus!“, bittet Romy, holt tief Luft und beginnt zu berichten:</p>
<p>„Ihr wisst doch, dass ich am 2. Januar eine neue Arbeitsstelle angetreten habe. Ich bin neben der Chefsekretärin, die zweite Sekretärin im Vorstandsbüro. Obwohl mir die Arbeit sehr viel Freude macht, mir nicht schwerfällt und auch die Kollegen alle nett sind, habe ich meinen Einstieg nicht gerade mit Bravour gemeistert. Ehrlich gesagt habe ich mich bis auf die Knochen blamiert.“</p>
<p>„Ach komm“, sagt Nora ungläubig. „Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Du bist doch die Perfektion in Person.“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Und trotzdem ist es so!“ Romy zuckt mit den Schultern. &#8222;Am ersten Tag wurde ich in meine Aufgaben eingewiesen. Das ist auch alles kein Thema, meinen Job beherrsche ich. Aber am zweiten Tag passierte es dann.“</p>
<p>Die beiden Freundinnen lauschen neugierig den Schilderungen.</p>
<p>„Am Vormittag kam ein Fax herein. Es war für eine andere Abteilung, allerdings stand kein Empfänger darauf. Also wollte ich die Chefsekretärin fragen, die jedoch gerade im Begriff war zu telefonieren. Während sie die Nummer eingab, schob ich ihr das Fax hin. Sie warf einen Blick darauf und meinte nur kurz:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„SCHREIBEN SIE FRAU DOKTOR DRAUF!“</p>
<p>Gesagt &#8211; getan! Ich schrieb <strong>Frau Doktor Drauf</strong> oben auf das Fax und legte es auf den Schreibtisch, denn man hatte mir am Vortag erklärt, dass der Bote ankommende Faxe zum Empfänger bringen würde.“</p>
<p>„Dann hast du doch alles richtig gemacht, oder?“, fragt Steffi.</p>
<p>„Nicht ganz“, gibt Romy zu. „Was ich allerdings erst später erfahren habe, als der Bote kam. Da war es allerdings schon zu spät und ich hatte alle Lacher auf meiner Seite.“</p>
<p>Nora und Steffi sehen ihre gemeinsame Freundin fragend an, denn ihnen ist schleierhaft, was wohl der vermeintliche Fehler gewesen sein soll.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Romy blickt verschämt nach unten und erzählt den Rest der Geschichte:</p>
<p>„Als der Bote kam, warf er einen Blick auf das Fax und erkundigte sich:</p>
<p>‚Gibt es in der Abteilung 3 eine neue Mitarbeiterin? Den Namen habe ich nämlich noch nie gehört oder gelesen.‘</p>
<p>Jetzt wurde die Chefsekretärin aufmerksam und warf einen Blick auf den von mir oben handschriftlich eingesetzten Namen. Fast gleichzeitig brach sie in schallendes Gelächter aus. Ahnungslos stand ich daneben und war mir keiner Schuld bewusst, hatte ich doch alles so gemacht, wie sie mir aufgetragen hatte.“</p>
<p>„Na sowas! Sie hat doch selbst gesagt, dass du FRAU DOKTOR DRAUF schreiben sollst!“, pflichtete Nora der Freundin bei.</p>
<p>„Nicht ganz“, gibt Romy beschämt zu.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„<b>Eine Frau Doktor Drauf existiert bei uns im Haus nicht.</b></p>
<p>Was sie gesagt hat und was sie gemeint hat, macht tatsächlich den Unterschied.</p>
<p>Sie hat gesagt, dass ich<b> FRAU DOKTOR DRAUF </b>schreiben<b> </b>soll,<span class="Apple-converted-space">  </span>aber gemeint hat sie ,<b> </b>dass ich <b>Frau Doktor </b>auf das Fax <b>drauf </b>schreiben<b> </b>soll<b>.- </b>Die besagte Person heißt nämlich mit <b>Nachnamen Doktor.</b>“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Es dauert eine Sekunde, dann brechen die beiden Freundinnen ebenfalls in Gelächter aus. Inzwischen kann jedoch auch Romy über dieses Missverständnis lachen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/timo-und-die-kleinen-tierchen-meiner-kueche/">Timo und die kleinen Tierchen in meiner Küche</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/knoepflein/">Knöpflein</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-jahre-gekommen/">In die Jahre gekommen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Personalmangel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Dec 2022 15:35:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Katastrophe]]></category>
		<category><![CDATA[Knochen]]></category>
		<category><![CDATA[Mangel]]></category>
		<category><![CDATA[Mühe]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
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					<description><![CDATA[Weihnachtsmann Willi ist nun ja schon einige Jahre im wohlverdienten Ruhestand. Auf seinen Nachfolger Weihnachtsmann Rudi ist er sehr stolz. Nicht nur, weil er ihn selbst ausgebildet hat, sondern auch, weil dieser die Arbeit hervorragend erledigt. Weihnachtsmänner bleiben immer Weihnachtsmänner, das heißt, sie verlieren nie diesen Titel. Selbst dann nicht, wenn sie schon lange nicht mehr aktiv sind. Einmal Weihnachtsmann &#8211;  immer Weihnachtsmann. Gerade hat sich Willi mit einem Pfeiffchen auf seinen Ohrensessel gesetzt und die Füße auf die Ofenbank gelegt. Er liebt es ins Kaminfeuer zu schauen und sich die Füße zu wärmen. Während das Feuer so schön prasselt und die Flammen zucken, kann er seinen Gedanken freien Lauf lassen. Die vielen Jahrzehnte, die er als Weihnachtsmann unterwegs war, ziehen gedanklich an ihm vorüber.  „Es war eine schöne Zeit“, denkt er mit ein bisschen Wehmut. „Aber anstrengend war sie auch und jetzt bin ich schon so alt und auch schon recht müde. Obwohl, manchmal würde ich schon gerne wieder ein bisschen …“ Just in diesem Moment klopft es an der Tür. Erst zaghaft, dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Weihnachtsmann Willi ist nun ja schon einige Jahre im wohlverdienten Ruhestand. Auf seinen Nachfolger Weihnachtsmann Rudi ist er sehr stolz. Nicht nur, weil er ihn selbst ausgebildet hat, sondern auch, weil dieser die Arbeit hervorragend erledigt.</p>
<p>Weihnachtsmänner bleiben immer Weihnachtsmänner, das heißt, sie verlieren nie diesen Titel. Selbst dann nicht, wenn sie schon lange nicht mehr aktiv sind. Einmal Weihnachtsmann &#8211;<span class="Apple-converted-space">  </span>immer Weihnachtsmann.</p>
<p>Gerade hat sich Willi mit einem Pfeiffchen auf seinen Ohrensessel gesetzt und die Füße auf die Ofenbank gelegt. Er liebt es ins Kaminfeuer zu schauen und sich die Füße zu wärmen. Während das Feuer so schön prasselt und die Flammen zucken, kann er seinen Gedanken freien Lauf lassen. Die vielen Jahrzehnte, die er als Weihnachtsmann unterwegs war, ziehen gedanklich an ihm vorüber.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Es war eine schöne Zeit“, denkt er mit ein bisschen Wehmut. „Aber anstrengend war sie auch und jetzt bin ich schon so alt und auch schon recht müde. Obwohl, manchmal würde ich schon gerne wieder ein bisschen …“</p>
<p>Just in diesem Moment klopft es an der Tür. Erst zaghaft, dann immer fester und dann sogar recht laut und mehrmals hintereinander.</p>
<p>„Da hat aber anscheinend jemand ein dringendes Anliegen“ überlegt Willi und schlüpft in seine Pantoffeln.</p>
<p>„Langsam, langsam!“, ruft er. „Ich komme ja schon. Es dauert nur ein Weilchen, ein alter Mann ist ja kein D-Zug!“</p>
<p>Schlurfend bewegt er sich in Richtung seiner Wohnungstür. Seine alten Knochen wollen nicht mehr so schnell und auch sein Rücken ist schon ein wenig in Mitleidenschaft gezogen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Das kommt vom vielen Schleppen der Säcke, die immer voller Geschenke für die Kinder waren“, denkt Willi. „Aber die Freude der Kinder und deren strahlende Augen waren all die Mühen und die anstrengende Arbeit wert.“</p>
<p>„Weihnachtsmann Willi!!!“, ruft es von außerhalb. „Bitte mach doch die Tür auf!!!“</p>
<p>„Ja, doch! Ich bin ja schon unterwegs!“, antwortet er.</p>
<p>„Was gibt es denn so Dringendes, dass du einen solchen Lärm veranstalten musst?“ will Weihnachtsmann Willi wissen. „Ich wusste gar nicht, dass ein kleines Engelchen so kräftig und energisch gegen die Tür klopfen kann“, meint er schmunzelnd.</p>
<p>„Eine Katastrophe, lieber Weihnachtsmann“, schluchzt nun das Engelchen. „In der Himmelswerkstatt geht alles drunter und drüber! Du musst uns unbedingt helfen, bitte, bitte!“</p>
<p>„Nun komm doch erst einmal herein, liebes Engelchen und erzähle mir alles der Reihe nach. Aber schließ die Tür hinter dir, sonst wird es kalt in meiner bescheidenen Hütte.“</p>
<p>„Ja, natürlich“, sagt das Engelchen brav und nachdem sich Beide vor den Kamin gesetzt haben, berichtet es:</p>
<p>„Auf der Erde werden momentan dringend Schutzengel gebraucht und so haben sich viele Engel, die eigentlich für andere Bereiche zuständig sind, für eine Weiterbildung als Schutzengel beworben. Auch viele von den Engelchen, die normalerweise in der Himmelswerkstatt und in der Himmelsbäckerei arbeiten, verrichten entweder schon unten auf der Erde ihre Arbeit oder sie stecken gerade noch in der Weiterbildung. Jetzt haben wir hier oben einen großen Personalmangel.“</p>
<p>„Ja, ja“, nickt Weihnachtsmann Willi. „Das ist wahrlich ein Problem.“</p>
<p>„Bitte, bitte, du musst uns unbedingt helfen“, bettelt das Engelchen.</p>
<p>„Ja, ja“, wiederholt sich Willi. „Aber ich habe hier keine kleinen Helferlein versteckt.“</p>
<p>„Aber du könntest uns doch selbst helfen, indem du in der Himmelswerkstatt mitarbeitest.“</p>
<p>Fast ein wenig verlegen schlägt das Engelchen die Lider nieder und hofft, dass der Weihnachtsmann nicht nein sagt.</p>
<p>„Nun ja“, brummt dieser in seinen Bart. „Ich bin nicht so gut in den handwerklichen Dingen.“</p>
<p>„Du bekommst auch nur ganz einfache Aufgaben“, flehentlich sieht es den alten Herrn an. Zum Beispiel könntest du doch die Geschenke verpacken.“</p>
<p>„Mmh, mmh!“, überlegt Willi hin und her…….</p>
<p style="text-align: center;">….Fortsetzung folgt</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/weihnachtsmann-willi/">Weihnachtsmann Willi</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/seine-letzte-tour-2/">Seine letzte Tour</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/besuch-vom-nikolaus/">Besuch vom Nikolaus </a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Tim&#8217;s Wunsch</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/tims-wunsch-und-dessen-auswirkungen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 May 2016 23:00:41 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Auswirkungen]]></category>
		<category><![CDATA[Blumen]]></category>
		<category><![CDATA[buddeln]]></category>
		<category><![CDATA[graben]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Kiste]]></category>
		<category><![CDATA[Knochen]]></category>
		<category><![CDATA[Loch]]></category>
		<category><![CDATA[Tierheim]]></category>
		<category><![CDATA[Wunsch]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielleicht könnt Ihr Euch noch dunkel an die Geschichte von Tim und Tom erinnern, die ich letztes Jahr geschrieben habe. Tim ist ein vierjähriger Junge, der mit seinen Eltern im Hause der Großeltern wohnt. Er ist mit dem Großvater im Garten, denn er soll ein eigenes Beet bekommen. Im Gartenhaus entdeckt er den alten kleinen Gartenzwerg Tom, den er in sein Blumenbeet stellen möchte. Da es sich um einen verzauberten Gartenzwerg handelt, der selbst nur an diesem besagten Tag Zauberkräfte hat, fordert dieser Tim auf, sich ganz schnell etwas zu wünschen. Dies muss allerdings geschehen, bevor die Zauberkräfte des Gartenzwergs wieder nachlassen. Tim hat schon lange einen großen Wunsch, an den er jetzt auch ganz intensiv denkt, damit sich dieser erfüllt. Gerade nimmt Tim die kleine Figur mit der roten Zipfelmütze hoch, als ihn etwas winselnd an der Hand leckt… Tim reibt sich seine Augen, denn er kann gar nicht glauben, was er da sieht. Vor ihm steht ein kleines schwarz-weißes Wollknäuel. Die Ohren, aber auch das kurze Wuschelschwänzchen besitzen schwarze Strähnchen. Tim und das Wollknäuel &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vielleicht könnt Ihr Euch noch dunkel an die Geschichte von <a href="http://lifetellsstories.de/tim-und-tom/">Tim und Tom</a> erinnern, die ich letztes Jahr geschrieben habe. Tim ist ein vierjähriger Junge, der mit seinen Eltern im Hause der Großeltern wohnt. Er ist mit dem Großvater im Garten, denn er soll ein eigenes Beet bekommen. </strong></p>
<p><span class="dropcap">I</span>m Gartenhaus entdeckt er den alten kleinen Gartenzwerg Tom, den er in sein Blumenbeet stellen möchte. Da es sich um einen verzauberten Gartenzwerg handelt, der selbst nur an diesem besagten Tag Zauberkräfte hat, fordert dieser Tim auf, sich ganz schnell etwas zu wünschen. Dies muss allerdings geschehen, bevor die Zauberkräfte des Gartenzwergs wieder nachlassen. Tim hat schon lange einen großen Wunsch, an den er jetzt auch ganz intensiv denkt, damit sich dieser erfüllt.</p>
<p>Gerade nimmt Tim die kleine Figur mit der roten Zipfelmütze hoch, als ihn etwas winselnd an der Hand leckt…<br />
Tim reibt sich seine Augen, denn er kann gar nicht glauben, was er da sieht. Vor ihm steht ein kleines schwarz-weißes Wollknäuel. Die Ohren, aber auch das kurze Wuschelschwänzchen besitzen schwarze Strähnchen. Tim und das Wollknäuel blicken sich direkt in die Augen. Jetzt kann Tim auch ganz genau die leicht schwarze Färbung der Haare über dem rechten Auge sehen.<br />
„Wo kommst du denn her?“, will Tim wissen.<br />
Anstelle einer Antwort erhält er allerdings nur ein ganz leises und freudiges „Wuff!“ von dem kleinen Hund.<br />
„Aus dem Tierheim!“, übersetzt der Großvater den Hundelaut.<br />
„Ist der jetzt mir? Dann hat mir Tom also doch den Wunsch erfüllt!“<br />
„Welcher Tom?“, will der Opa wissen, aber für eine Antwort hat Tim jetzt keine Zeit mehr. Er kniet neben dem Wollknäuel und streichelt den zutraulichen kleinen Hund.<br />
„Ich hab einen Hund, juhu!“, jubelt Tim.<br />
„Noch nicht ganz“, versucht der Großvater zu erklären. „Wir dürfen ihn über das Wochenende behalten. Erst müssen wir feststellen, ob er zu uns passt und ob auch wir ihm gefallen.“<br />
Für Tim ist es vom ersten Moment an klar, dass er den kleinen Kerl nicht mehr hergibt.<br />
„Wie heißt du denn?“, fragt er das Tier.<br />
„Er hat noch keinen Namen, aber vielleicht hast du ja eine Idee!“, ermuntert ihn der Vater, der sich mit der Mutter jetzt dazu gesellt hat.<br />
Tim legt seine Stirn in tiefe Falten, so wie es der Großvater immer tut, wenn er nachdenkt.<br />
„Er ist schon ziemlich wuschelig!“, durchbricht die Mutter augenzwinkernd seine Gedankengänge.<br />
„Ich hab’s!“, ruft Tim freudestrahlend aus. „Wuschel! Du heißt jetzt Wuschel!“<br />
„Der ist aber ganz schön außer Rand und Band“, lacht die Großmutter, die alle zum Nachmittagskaffee ins Haus holen will.<br />
„Schau mal, was ich hier für dich habe!“, sagt Großmutter, beugt sich zu dem Hund hinunter und reicht ihm einen Knochen.<br />
Schnuppernd und schwanzwedelnd begutachtet dieser den Knochen, während die anderen zum Kaffeetrinken in die Küche gehen.<br />
Tim kann kaum ruhig sitzen, so aufgeregt ist er. Am liebsten würde er sofort wieder in den Garten zu dem kleinen Wuschel gehen, aber er weiß genau, dass er erst artig sein Marmeladenbrot aufessen und ein bisschen Milch trinken muss. Danach darf er bestimmt wieder zu seinem neuen Freund.<br />
Als die Großmutter den Kaffeetisch wieder abräumt, wirft sie ganz nebenbei einen Blick in den Garten. Nur so, um sicher zu sein, dass das kleine Wollknäuel auch nicht wegläuft.<br />
„Nein!“, ruft sie entsetzt aus und rennt nach draußen.<br />
„Mein schönes Blumenbeet! Hörst du sofort auf damit!“<br />
Inzwischen sind alle von ihren Stühlen aufgesprungen und folgen der schimpfenden Oma hinaus in den Garten. Dort steht die Großmutter mit über dem Kopf zusammengeschlagenen Händen vor ihrem total zerwühlten Blumenbeet. Überall hat der Hund größere und kleinere Löcher gegraben. Alle Blumen sind mit den Wurzeln ausgebuddelt und liegen kreuz und quer auf dem Beet verstreut.<br />
„Und ich hatte mich gefreut, dass sie so herrlich blühen. Richtig schön bunt sah es aus. Und jetzt ist es das reinste Schlachtfeld.“<br />
Großmutter ist den Tränen nahe und Großvater legt tröstend einen Arm auf ihre Schultern.<br />
„Eine Schnapsidee war das von euch! Warum habt ihr auch einen Hund aus dem Tierheim geholt. Wahrscheinlich wurde er von seiner Familie ausgesetzt, weil er dort auch alles kaputt gemacht hat.“<br />
Die Großmutter ist gar nicht mehr begeistert von Wuschel und Tim bekommt Angst, dass der kleine Hund wieder ins Tierheim gebracht wird.<br />
„Oma, er ist doch noch so klein. Er wird es bestimmt lernen, dass er das nicht darf“, weint Tim. „Bitte, bitte, gebt ihn nicht wieder weg!“<br />
„Du hättest ihm nicht den Knochen geben sollen“, sagt der Großvater. „Wahrscheinlich wollte er nur den Knochen vergraben.“<br />
„Ach, jetzt bin ich auch noch schuld, oder?“, sagt die Großmutter gereizt.<br />
„Ich helfe dir auch die Blümchen wieder einzusetzen. Bestimmt ist ihnen nichts passiert“, verspricht Tim unter Tränen.<br />
Gemeinsam machen sich alle an das Werk und versuchen zu retten, was noch zu retten ist. Wuschel schaut dabei ganz unschuldig zu, so als hätte er mit der ganzen Aktion nichts zu tun.<br />
„Hier ist er!“, ruft der Großvater plötzlich aus und hält den Knochen in die Höhe.<br />
„Den bekommt er aber jetzt nicht!“, befiehlt die Großmutter. „Sonst denkt er noch es sei eine Belohnung für diese Wühlerei in meinem Blumenbeet.“<br />
„Was ist da denn noch?“, ruft der Großvater jetzt von der hintersten Ecke des Gartens aus.<br />
Er kniet vor dem alten Kastanienbaum und schaut in ein besonders tiefes Loch. Alle anderen kommen jetzt zu ihm gelaufen und schauen ebenfalls in das Loch.<br />
„Sieht aus, als wäre dort unten irgendetwas vergraben! Hol doch mal einen Spaten!“, bittet der Großvater seinen Sohn und schiebt mit der Hand noch etwas Erde beiseite.<br />
Vorsichtig gräbt Tim’s Vater das Loch noch ein bisschen tiefer und jetzt können sie auch alle sehen, was dort liegt.<br />
„Es sieht aus, als wäre es eine Kiste“, sagt der Vater und klopft mit dem Spaten gegen den besagten Gegenstand. Tatsächlich hört es sich auch blechern an.<br />
„Das kann doch nicht wahr sein!“, ruft der Großvater begeistert aus. „Wenn es das ist, was ich vermute, dann können wir froh sein, dass Wuschel so intensiv gegraben hat.“<br />
Vater und Großvater heben gemeinsam die Kiste aus dem Loch und stellen sie auf die Wiese.<br />
„Ganz schön schwer, das Ding!“, stöhnt der Großvater. „Das ist aber auch kein Wunder, bei dem Inhalt!“<br />
„Welcher Inhalt?“, fragt Tim’s Mutter verdutzt. „Du hast die Kiste doch noch gar nicht geöffnet.“<br />
„Aber ich habe eine Vermutung!“<br />
Schnellen Schrittes marschiert der Großvater zum Gartenhaus, um das entsprechende Werkzeug zum Öffnen der Kiste zu holen.<br />
Staunend und sprachlos stehen alle um die Kiste herum und betrachten den Inhalt. Nur Großvater bricht schließlich das Schweigen:<br />
„Das ist unser Familiensilber, das mein Vater im Krieg vergraben hat. Nachdem er im Krieg gefallen war und meine Mutter kurz danach auch gestorben ist, wusste niemand mehr etwas über den Verbleib. Es lag all die vielen Jahre hier im Garten und keiner ahnte etwas davon!“<br />
Schwanzwedelnd springt Wuschel von einem zum anderen und lässt sich streicheln. Die Großmutter gibt ihm sogar seinen Knochen wieder. Und Tim ist glücklich und stolz auf seinen Wuschel, der selbstverständlich nicht mehr in das Tierheim zurück muss.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/tim-und-tom/">Tim und Tom</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kleiner-filou/">Mopsi und Filou</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/1174-knut-knopf/">Knut Knopf</a></p>
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