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	<title>Kleinigkeit &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Das Urlaubsgeschenk</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jun 2017 08:51:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Ablehnung]]></category>
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					<description><![CDATA[Wenn ich jemand etwas schenke, dann tue ich das gerne. Ich verschenke beispielsweise nur Dinge, die mir selbst auch gefallen. Ich möchte mit dem Geschenk jemand eine Freude machen und hege dabei keinerlei Hintergedanken. Ich erwarte keine Gegenleistung dafür, sonst wäre es eine Art der Bezahlung und kein Geschenk. Manchmal verschenke ich etwas aus einer Laune heraus und ohne einen großartigen Anlass und ich freue mich, wenn der Beschenkte sich freut. Schenken ist also etwas, das beiden Seiten Freude bereiten sollte. Wenn wir am Meer Urlaub machen, dann haben wir uns angewöhnt, vor Ort eine Luftmatratze zu kaufen. Am letzten Tag suchen wir uns dann ein Kind oder eine Familie aus, die noch länger am Urlaubsort verweilt und schenken dem / den Betreffenden die Luftmatratze. Wir wollen uns nicht mit unnötigem Gepäck belasten und die betreffende Person kann noch einen Nutzen daraus ziehen, bzw. hat seinen Spaß mit der Matratze im Meer oder im Pool. Kinder sind hierbei sehr spontan und nehmen gerne das Geschenk an. Erwachsene schauen zuerst zwar etwas skeptisch, nehmen allerdings dann &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wenn ich jemand etwas schenke, dann tue ich das gerne. Ich verschenke beispielsweise nur Dinge, die mir selbst auch gefallen. Ich möchte mit dem Geschenk jemand eine Freude machen und hege dabei keinerlei Hintergedanken. Ich erwarte keine Gegenleistung dafür, sonst wäre es eine Art der Bezahlung und kein Geschenk. </strong><br />
<strong>Manchmal verschenke ich etwas aus einer Laune heraus und ohne einen großartigen Anlass und ich freue mich, wenn der Beschenkte sich freut. Schenken ist also etwas, das beiden Seiten Freude bereiten sollte.</strong><br />
<span class="dropcap">W</span>enn wir am Meer Urlaub machen, dann haben wir uns angewöhnt, vor Ort eine Luftmatratze zu kaufen. Am letzten Tag suchen wir uns dann ein Kind oder eine Familie aus, die noch länger am Urlaubsort verweilt und schenken dem / den Betreffenden die Luftmatratze. Wir wollen uns nicht mit unnötigem Gepäck belasten und die betreffende Person kann noch einen Nutzen daraus ziehen, bzw. hat seinen Spaß mit der Matratze im Meer oder im Pool.<br />
Kinder sind hierbei sehr spontan und nehmen gerne das Geschenk an. Erwachsene schauen zuerst zwar etwas skeptisch, nehmen allerdings dann auch gerne die Matratze und paddeln damit davon.<br />
Dieses Mal hatten wir am letzten Abend jedoch noch etwas anderes zu verschenken, bevor wir am nächsten Tag abreisen wollten.<br />
Wir waren schon zum dritten Mal im selben Hotel abgestiegen und mittlerweile so etwas wie Stammgäste. Zur Begrüßung brachte man uns eine Flasche Sekt auf das Zimmer. Ich finde das ist eine sehr nette Geste der Hotelleitung, obwohl wir nicht die Sekttrinker schlechthin sind. Allerdings hatte ich in diesem Urlaub auch noch Geburtstag und so hoben wir uns den Sekt zum mitternächtlichen Anstoßen zu diesem besonderen Anlass auf.<br />
Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ahnten, war die Tatsache, dass wir ein paar Stunden später wiederum eine Sektflasche mit zwei Gläsern in unserem Zimmer als Geburtstagsgeschenk vom Hotel vorfinden würden.<br />
Nun gut, irgendwann würden wir vielleicht in diesem Urlaub noch einmal mit Sekt anstoßen. So dachten wir zumindest. Doch am letzten Abend stellten wir fest, dass die Flasche immer noch unangetastet und verschlossen im Kühlschrank stand.<br />
Also schnappten wir uns die Flasche und wollten sie verschenken. Ein Ehepaar, mit dem wir uns im Urlaub angefreundet hatten, war bereits einen Tag zuvor abgereist. Aber das Hotel war gut besucht und es dürfte nicht schwer sein, die Flasche loszuwerden.<br />
Ja, so dachten wir.<br />
Wir suchten uns zwei Frauen aus, die immer abseits der anderen Gäste innerhalb des Hotels saßen und dachten, sie würden sich über unsere Geste sicherlich freuen.<br />
Weit gefehlt. Sie schauten uns fast erschrocken und mit großen Augen an. Nein, nein sie wollten den Sekt nicht haben.<br />
Dachten sie etwa sie sollten ihn uns abkaufen? Wir beteuerten, dass wir die Flasche einfach nur so verschenken möchten. Nein, sie wollten den Sekt nicht.<br />
Nun gut. Also schauten wir uns weiter im Hotel um.<br />
In einer Ecke saßen zwei ältere Paare, die sich unterhielten. Wir traten an den Tisch und brachten unser Anliegen vor.<br />
Ich konnte die Welt nicht mehr begreifen, denn auch sie lehnten ab. Was war denn los? Wir wollten weder eine Versicherung verkaufen, noch irgendeine Gegenleistung. Wir wollten lediglich jemand eine Freude machen, indem wir ihm oder ihnen die Flasche Sekt schenkten. Auch handelte es sich nicht um Antialkoholiker, denn sie hatten jeder ein alkoholisches Getränk vor sich stehen.<br />
Wir waren nach dieser zweiten Ablehnung schon irgendwie geschockt und fühlten uns, als hätten wir etwas verbrochen. Wir wollten doch niemand ein Leid zufügen, sondern nur ganz ohne irgendeinen Hintergedanken oder eine Gegenleistung etwas verschenken. Stattdessen schaute man uns an, als wären wir von einem anderen Stern gekommen und würden etwas vollkommen Verrücktes und Unmögliches von jemand verlangen. Wir verlangten gar nichts. Wir wollten etwas geben, kamen uns aber fast schon wie Bittsteller vor.<br />
Seltsam. Sind die Menschen schon derartig misstrauisch geworden?<br />
Nun gut, wir fanden noch eine kleinere Gruppe von Neuankömmlingen, die zwar auch erst skeptisch schauten, aber nach unseren Erklärungen und Beteuerungen, dass wir lediglich die Flasche Sekt verschenken wollen würden, diese endlich dankend annahmen. Einer der Männer stand auch sofort auf und organisierte Gläser. Wir zogen uns dann zurück, denn wir wollten ja noch nicht einmal mittrinken.<br />
Uns gab dieses Ereignis wirklich zu denken, denn so etwas ist uns noch nie passiert.<br />
Sind die Menschen so skeptisch geworden?<br />
Schenkt man nicht einfach mal fremden Menschen etwas?<br />
Gehört sich das nicht?<br />
Passt es nicht in unser Weltbild?<br />
Muss man sofort mit Misstrauen reagieren, wenn man einfach mal eben etwas geschenkt bekommt?<br />
Was ist nur los, wenn man nicht mal mehr eine Kleinigkeit verschenken kann, ohne für verrückt erklärt zu werden?<br />
Muss man sich jetzt schon dafür schämen, eine Kleinigkeit zu verschenken?</p>
<p>Mich würde interessieren, was Ihr zu dieser Begebenheit sagt. Lasst uns darüber plaudern.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/der-luemmel-aus-der-letzten-bank/">Der Lümmel aus der letzten Bank</a></p>
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