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	<title>Kindskopf &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Juhuu!!!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Aug 2018 12:54:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[juhuu]]></category>
		<category><![CDATA[Kindskopf]]></category>
		<category><![CDATA[Luftsprung]]></category>
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					<description><![CDATA[Die folgende Geschichte gehört wieder einmal in die Sparte „Erinnerungen“. Sie passt hervorragend in diese Jahreszeit und ganz speziell sogar zu der momentan vorherrschenden Hitze. Eigentlich kann ich nur wiedergeben, was mir mein Mann seit Jahren in regelmäßigen Abständen erzählt, denn nicht ich, sondern er hat diesem Ereignis beigewohnt. Lange Rede, kurzer Sinn: Heute ist es wieder einmal soweit und mein Mann beginnt zu erzählen: „Eigentlich ist es schade, dass die Kinder zur Zeit keine Schule haben?“ Noch ahne ich nicht, worauf mein Peter hinaus will und frage deshalb leicht irritiert: „Wieso das denn? Jetzt sind Sommerferien, &#8211;  genau richtig bei dieser Affenhitze.“ „So entgeht ihnen aber die schönste Seite des Schullebens.“ „Und die wäre?“ „Na, das ist doch ganz klar. Bei Hitze gibt es Hitzefrei. Und da fällt mir auch sogleich ein gemeinsamer Schulkamerad von uns ein.“ „Aha und wer soll das sein?“ Mein Gatte kratzt sich am Kopf und erklärt mir mit todernster Miene: „Den Namen kann ich Dir leider nicht nennen. Nicht, weil ich ihn nicht mehr wüsste, aber die neuen Datenschutzrichtlinien &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Die folgende Geschichte gehört wieder einmal in die Sparte „Erinnerungen“. Sie passt hervorragend in diese Jahreszeit und ganz speziell sogar zu der momentan vorherrschenden Hitze. Eigentlich kann ich nur wiedergeben, was mir mein Mann seit Jahren in regelmäßigen Abständen erzählt, denn nicht ich, sondern er hat diesem Ereignis beigewohnt.</strong><br />
<span class="dropcap">L</span>ange Rede, kurzer Sinn: Heute ist es wieder einmal soweit und mein Mann beginnt zu erzählen:<br />
„Eigentlich ist es schade, dass die Kinder zur Zeit keine Schule haben?“<br />
Noch ahne ich nicht, worauf mein Peter hinaus will und frage deshalb leicht irritiert:<br />
„Wieso das denn? Jetzt sind Sommerferien, &#8211;<span class="Apple-converted-space">  </span>genau richtig bei dieser Affenhitze.“<br />
„So entgeht ihnen aber die schönste Seite des Schullebens.“<br />
„Und die wäre?“<br />
„Na, das ist doch ganz klar. Bei Hitze gibt es Hitzefrei. Und da fällt mir auch sogleich ein gemeinsamer Schulkamerad von uns ein.“<br />
„Aha und wer soll das sein?“<br />
Mein Gatte kratzt sich am Kopf und erklärt mir mit todernster Miene:<br />
„Den Namen kann ich Dir leider nicht nennen. Nicht, weil ich ihn nicht mehr wüsste, aber die neuen Datenschutzrichtlinien verbieten es mir. Nennen wir ihn einfach mal V. !“<br />
Inzwischen ist mir schon ziemlich klar, um welche Begebenheit es sich handelt und von wem Peter spricht.<br />
„Ach, du meinst V…!“<br />
„Psst!“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Mit gespieltem Entsetzen hält er den Zeigefinger vor den Mund, um mir anzudeuten, keinen Namen zu nennen. In der nächsten Sekunde jedoch beginnen wir beide zu grinsen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Man sollte es nicht für möglich halten, aber im selben Moment springt bei mir das Kopfkino an und ich sehe unseren ehemaligen Klassenkameraden in unserer Schule, die wir in der Oberstufe gemeinsam besuchten, vor mir. Schon damals, ungefähr zwei Jahre vor dem Abitur, war unser Klassenkamerad ein großer und kräftiger junger Mann, der allerdings noch in einer fast kindlichen Art einigen Unfug im Kopf hatte, also irgendwie ein sogenannter Kindskopf war. Besonders in dieser Situation, ließ er seinen manchmal überschwänglichen Gefühlen freien Lauf.<br />
„Wir hatten gerade Pause, glaube ich“, beginnt Peter seine Erzählung. „Zumindest waren wir im Gang vor dem Klassenzimmer. Wahrscheinlich war es uns draußen zu warm oder die Pause näherte sich dem Ende. So genau weiß ich das alles nicht mehr.“<br />
„Ist auch völlig belanglos!“, treibe ich ihn zum Weitererzählen an. Auch wenn er mir die Geschichte schon unzählige Male ausgemalt hat, höre ich ihm erwartungsvoll zu.<br />
&#8222;In dem Moment, als ich noch zwei Schritte vor der Tür und er genau im Türrahmen stand, ertönte eine Durchsage aus dem Lautsprecher.“<br />
„Ich nehme an, dass niemand ins Lehrerzimmer gerufen wurde“, vermute ich.<br />
„Da vermutest du richtig. Es kam die Durchsage, dass es an diesem besagten Tag hitzefrei gibt.“<br />
„Da freut sich jedes Schülerherz!“<br />
„Ja und V. auch. Man kann seine Reaktion am besten folgendermaßen beschreiben:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p style="text-align: center;">Juhu!!!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p style="text-align: center;">Hüpf!!!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p style="text-align: center;">Peng!!!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p style="text-align: center;">Boing!!!“</p>
<p>„Und was bedeutet diese Comicsprache übersetzt? Wenn schon, dann will ich jetzt auch die ausführliche Version hören“, gebe ich meinem Mann zu verstehen.<br />
„Wie gesagt, V. stand direkt im Türrahmen, als sich seine überschwänglichen Gefühle bezüglich der Durchsage äußerten. Er schrie voller Freude und Begeisterung<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p style="text-align: center;">‚Juhuu!!!‘</p>
<p>Im selben Moment hüpfte er mit Schwung und Elan hoch, also:</p>
<p style="text-align: center;">‚Hüpf!!!‘</p>
<p>Dabei knallte er mit ungehinderter Wucht mit dem Kopf an den oberen Türrahmen, also:</p>
<p style="text-align: center;">‚Peng!!!‘</p>
<p>Eine Sekunde später fiel er stangenlang um, also:</p>
<p style="text-align: center;">‚Boing!!!’</p>
<p>Obwohl man in einem solchen Fall nicht lachen, sondern den armen V. bedauern sollte, können wir uns im Nachhinein einen Lacher nicht verkneifen.<br />
„Damals hat keiner gelacht. Wir hatten alle einen tüchtigen Schreck bekommen und machten uns Sorgen um V.<span class="Apple-converted-space">  </span>Das Ende vom Lied, beziehungsweise von seinem Begeisterungssprung, war nämlich ein Loch im Kopf. Am nächsten Tag kam er mit einem Verband in die Schule. Die Wunde musste genäht werden.“<br />
„Ohje, der Arme!“, schäme ich mich meines Lachers. „Das hat bestimmt höllisch weh getan!“<br />
„Inzwischen lacht er wahrscheinlich selbst darüber. Dieses Hitzefrei war für ihn sicherlich unvergesslich und möglicherweise erzählt er längst seinen Enkelkindern diese Geschichte.&#8220;<br />
&#8222;Auf alle Fälle schaut V. erst einmal nach, ob nichts über ihm schwebt, bevor er einen begeisterten Luftsprung macht“, füge ich hinzu.</p>
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<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/4395-2/">Verwunschener Garten (Teil 1)</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/verwunschener-garten-teil-2/">Verwunschener Garten (Teil 2)</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/verwunschener-garten-teil-3/">Verwunschener Garten (Teil 3)</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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