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	<title>Hut &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Na so was!(2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jul 2021 16:06:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[abgesprochen]]></category>
		<category><![CDATA[Angewohnheit]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Hut]]></category>
		<category><![CDATA[Slipper]]></category>
		<category><![CDATA[wichtig]]></category>
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					<description><![CDATA[Susi hüpft die Stufen zum Erdgeschoss hinunter. Die Fünfjährige will zu ihrem Opa Werner, der gemeinsam mit Großmutter Wilhelmine bei ihnen im Haus wohnt. Sie bewohnen die untere Etage und Susi mit ihren Eltern leben in den beiden oberen Geschossen.  „Opa langweilt sich doch so alleine, weil Oma Wilhelmine in der Kur ist. Ich leiste ihm ein bisschen Gesellschaft“, hat das Mädchen der Mutter beim Frühstück erklärt und den Opa begrüßt sie jetzt mit einem fröhlichen „Guten Morgen!“ „Hallo, meine Prinzessin, kannst du mir schnell mal beim Suchen helfen? Ich kann meinen Hut nicht finden. Du weißt ja, Oma räumt immer alles weg und ich finde dann nichts mehr.“ „Der liegt doch wie immer dort oben“, meint Susi und deutet auf die Hutablage der Garderobe. „Wozu brauchst du den denn?“ „Ich will Willi, meinen Bruder vom Bahnhof abholen, er hat auch Langeweile, weil seine Frau mit Oma an der Ostsee ist und deshalb will er solange bei mir bleiben.“ Das Mädchen klatscht vor Freude in die Hände. Willi ist nämlich Opas Zwillingsbruder und die beiden &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Susi hüpft die Stufen zum Erdgeschoss hinunter. Die Fünfjährige will zu ihrem Opa Werner, der gemeinsam mit Großmutter Wilhelmine bei ihnen im Haus wohnt. Sie bewohnen die untere Etage und Susi mit ihren Eltern leben in den beiden oberen Geschossen.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">„O</span>pa langweilt sich doch so alleine, weil Oma Wilhelmine in der Kur ist. Ich leiste ihm ein bisschen Gesellschaft“, hat das Mädchen der Mutter beim Frühstück erklärt und den Opa begrüßt sie jetzt mit einem fröhlichen „Guten Morgen!“</p>
<p>„Hallo, meine Prinzessin, kannst du mir schnell mal beim Suchen helfen? Ich kann meinen Hut nicht finden. Du weißt ja, Oma räumt immer alles weg und ich finde dann nichts mehr.“</p>
<p>„Der liegt doch wie immer dort oben“, meint Susi und deutet auf die Hutablage der Garderobe. „Wozu brauchst du den denn?“</p>
<p>„Ich will Willi, meinen Bruder vom Bahnhof abholen, er hat auch Langeweile, weil seine Frau mit Oma an der Ostsee ist und deshalb will er solange bei mir bleiben.“</p>
<p>Das Mädchen klatscht vor Freude in die Hände. Willi ist nämlich Opas Zwillingsbruder und die beiden sehen sich zum Verwechseln ähnlich.</p>
<p>„Das wird ein Riesenspaß, wenn die Beiden gemeinsam hier wohnen“, denkt die Enkelin. Noch ahnt sie nicht, dass dieser Spaß schon in wenigen Minuten beginnt.</p>
<p>„Schnell, schnell, wir müssen los, &#8211; der Zug kommt in einer Viertelstunde an. &#8211; Ich zieh nur schnell noch meine Schuhe an“, erklärt ihr der ältere Herr und schlüpft in die bereitstehenden Slipper.</p>
<p>„Opa…“, meldet sich Susi zu Wort.</p>
<p>„Los, los! Wir dürfen keine Zeit verlieren!“</p>
<p>„Aber schau mal….“, versucht die Enkeltochter erneut dem Großvater etwas zu sagen.</p>
<p>„Jetzt nicht, später schauen wir uns das an“, antwortet dieser.</p>
<p>„Aber es ist wichtig…“</p>
<p>„Manchmal gibt es eben noch wichtigere Dinge“, Opa Werner ergreift die Hand des Mädchens und schon geht es in Richtung Bahnhof, wo sie völlig außer Atem am Gleis ankommen, als der Zug einfährt. Viele Menschen strömen aus allen Richtungen herbei. Susi bemerkt, dass die meisten den Großvater und sie mit einem Lächeln bedenken.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Die sind aber nett, sie lächeln uns alle zu“, sagt sie gerade in dem Moment als ein paar größere Jungs kichernd auf ihren Opa deuten. Jetzt fällt ihr wieder ein, was sie schon zu Hause dem Großvater sagen wollte.</p>
<p>„Du Opa…“, versucht sie einen erneuten Vorstoß. „Vorhin wollte ich…“</p>
<p>„Ach, schau nur …“, ruft Opa ganz aufgeregt aus. „Dort vorne steigt Willi aus!“</p>
<p>Jetzt sieht auch das Mädchen das Ebenbild seines Großvaters und vergisst, was sie sagen wollte. Willi, der ebenfalls einen Hut trägt, kommt winkend auf die Beiden zu. Susi stürmt ihm entgegen und wirft sich lachend in seine ausgebreiteten Arme.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Zur Begrüßung spendiere ich dir ein leckeres Eis“, schlägt Willi vor.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Na, da lässt sich das Mädchen nicht lange bitten und zeigt gleich wo sich der nächste Eisstand befindet. Dort sucht sie sich ein leckeres Erdbeereis mit vielen bunten Perlchen aus. Beim Bezahlen fällt Willi ein Geldstück aus der Hand und Susi bückt sich sofort, um es aufzuheben. Da sieht sie es.<br />
Kichernd reicht sie das Zwei-Cent-Stück der Frau hinter der Eistheke.</p>
<p>„Ach kleines Fräulein, du hast aber gute Laune! Naja, wenn man ein Eis bekommt…!“, sagt sie zwinkernd und reicht ihr den Eisbecher.</p>
<p>„Ihr seid doch Zwillinge“, meint das Mädchen, steckt sich ein Löffelchen mit der kühlen Köstlichkeit in den Mund und blickt kess zwischen Opa und Willi hin und her.</p>
<p>„Aber das weißt du doch“, sagt der Großvater und streicht ihr liebevoll über die blonden Locken.</p>
<p>„Mutti sagt, dass sich Zwillinge nicht nur äußerlich ähnlich sind. Sie haben auch die selben Angewohnheiten, selbst dann, wenn sie sich lange nicht gesehen haben.“</p>
<p>„Wie kommst du jetzt darauf?“, erkundigt sich Willi.</p>
<p>„Na, weil ihr anscheinend auch eine ganz bestimmte Angewohnheit habt.“</p>
<p>„Ja, ja“, gibt der Großvater zu. „Wir tragen gerne Hüte, das stimmt wohl.“</p>
<p>„Und noch mehr“, grinst die Kleine. „Die eine Angewohnheit sitzt oben, aber da unten gibt es noch eine andere …“</p>
<p>Sie deutet in Richtung Asphalt. Die Zwillingsbrüder folgen ihrem Zeigefinger und kurz darauf erschallt das fröhliche Lachen der Drei, das alle Vorübereilenden für einen kurzen Moment aufhorchen lässt.</p>
<p>„Na sowas!“, rufen die Zwillinge wie aus einem Munde.</p>
<p>„Ihr habt einen dunkelblauen und einen schwarzen Schuh an!“, trällert Susi und hüpft um die Beiden herum.<br />
„Du hast den blauen Schuh am rechten Fuß“, richtet sie sich an Willi „und Opa am linken! Habt ihr euch abgesprochen oder macht ihr das immer so?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/na-sowas/">Na sowas! (1)</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/den-schuhen-des-anderen/">In den Schuhen des Anderen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/oma-lena-und-ihre-schatztruhe/">Oma Lena und ihre Schatztruhe</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/">Astrid, Opa und das Eis</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Damals</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jul 2019 16:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[damals]]></category>
		<category><![CDATA[Erinnerung]]></category>
		<category><![CDATA[Hut]]></category>
		<category><![CDATA[Korb]]></category>
		<category><![CDATA[Markt]]></category>
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					<description><![CDATA[Gerade habe ich mir die Fotos von diesem Jahr auf meinem Handy angesehen. Zu einem Foto, das ich auch als Beitragsfoto ausgewählt habe, gibt es eine kleine Erinnerungsgeschichte. Diese möchte ich Euch heute gerne erzählen, denn sie kam uns auf Mallorca wieder in den Sinn:  Wir schlendern durch einen kleinen Ort, in dem gerade Markttag ist. Die Händler bieten ihre vielfältigen Waren an und verkaufen wohl nur zu einem geringen Anteil noch an die Einheimischen. Meist sind solche Märkte ein Touristenmagnet und dementsprechend ausgelegt. Trotzdem macht es Spaß die Stände und die feilgebotenen Waren zu betrachten. Und eine Kleinigkeit findet sich immer, die man als Souvenir oder Geschenk mit nach Hause nehmen kann. „Ich muss Dir etwas zeigen“, sage ich zu meinem Mann, als ich meinen Blick auf dem Marktplatz des kleinen spanischen Ortes schweifen lasse. „Komm doch mal mit!“ Ich nehme Peter an der Hand und führe ihn zu einem Verkaufsstand, an welchem handgefertigte Korbwaren angeboten werden.  „Willst Du Dir wieder mal einen Sonnenhut kaufen? Hast Du nicht erst im Frühjahr auf Teneriffa einen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade habe ich mir die Fotos von diesem Jahr auf meinem Handy angesehen. Zu einem Foto, das ich auch als Beitragsfoto ausgewählt habe, gibt es eine kleine Erinnerungsgeschichte. Diese möchte ich Euch heute gerne erzählen, denn sie kam uns auf Mallorca wieder in den Sinn:<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Wir schlendern durch einen kleinen Ort, in dem gerade Markttag ist. Die Händler bieten ihre vielfältigen Waren an und verkaufen wohl nur zu einem geringen Anteil noch an die Einheimischen. Meist sind solche Märkte ein Touristenmagnet und dementsprechend ausgelegt. Trotzdem macht es Spaß die Stände und die feilgebotenen Waren zu betrachten. Und eine Kleinigkeit findet sich immer, die man als Souvenir oder Geschenk mit nach Hause nehmen kann.</p>
<p>„Ich muss Dir etwas zeigen“, sage ich zu meinem Mann, als ich meinen Blick auf dem Marktplatz des kleinen spanischen Ortes schweifen lasse. „Komm doch mal mit!“</p>
<p>Ich nehme Peter an der Hand und führe ihn zu einem Verkaufsstand, an welchem handgefertigte Korbwaren angeboten werden.</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span>„Willst Du Dir wieder mal einen Sonnenhut kaufen? Hast Du nicht erst im Frühjahr auf Teneriffa einen solchen Hut erstanden?“, versucht er mein Anliegen fragend zu ergründen.</p>
<p>„Stimmt!“, pflichte ich ihm bei. „Den habe ich allerdings zu Hause vergessen. Keine Ahnung, wieviele Sonnenhüte ich inzwischen schon daheim habe. Aber darum geht es mir im Moment gar nicht.“</p>
<p>Im Augenblick scheint mein Gatte noch nicht zu wissen, worauf ich hinaus will, aber ich werde versuchen in ihm schlummernde Erinnerungen zu wecken.</p>
<p>„Schau Dich hier ein bisschen um und denk dabei doch mal an unsere Studienzeit. Ich habe Dich an einem Wochenende in Darmstadt besucht und wir waren in einem großen Supermarkt einkaufen.<span class="Apple-converted-space">  </span>Dort gab es einen ….“</p>
<p>„Kleinen Koffer aus Korb“, ergänzt mich Peter und beginnt zu grinsen und ich sehe regelrecht wie Gedankenblitze durch seine Gehirnwindungen zucken.</p>
<p>„Genauer gesagt waren es drei Koffer“, füge ich hinzu und sehe alles wieder vor meinem geistigen Auge. „Ein größerer und die beiden anderen wurden immer ein bisschen kleiner, so dass alles ineinander passte, &#8211; ähnlich wie bei den Matroschka Puppen.  Man konnte sie als eine Art Handtasche benutzen oder einfach auch nur Sachen darin verstauen. Das war damals groß in Mode.“</p>
<p>„Ich weiß. Du warst total begeistert davon.“</p>
<p>„Ja, und Du hast sie mir kurzerhand gekauft. Darüber habe ich mich auch sehr gefreut.“</p>
<p>Peter runzelt die Stirn und meint augenzwinkernd: „Diese Freude war aber nur sehr kurz.“</p>
<p>„Logisch!“, schmettere ich ihm entgegen. „Von unseren paar Kröten, die wir im Studium hatten, konnten wir uns eine solche Ausgabe gar nicht leisten. Ich meine, es wären 45 DM oder so gewesen. Vielleicht waren es auch viel weniger. Nur 29 DM“, überlege ich laut. „Egal, aber für uns war es in jedem Fall eine horrende Summe.“</p>
<p>„Eben drum folgte bei uns auf die Freude auch schon ziemlich schnell das schlechte Gewissen darüber, so viel Geld ausgegeben zu haben. Das Geld hätte eigentlich noch für den Rest des Monats reichen sollen. Das hat uns einfach keine Ruhe mehr gelassen.“</p>
<p>Ich nicke ihm beipflichtend zu, denn ich kann mich noch gut erinnern, wie wir<span class="Apple-converted-space">  </span>hin und her überlegt haben, ob wir die Korbwaren behalten sollten oder nicht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Ja“, sage ich. „Wir haben uns dann allerdings entschlossen, die Korbkoffer wieder zurückzugeben. Und das war auch gut so. Man soll nicht über seine Verhältnisse leben und das wäre definitiv der Fall gewesen.“</p>
<p>„Vielleicht gibt es hier so etwas Ähnliches“, überlegt Peter. „Hast Du schon einmal nachgeschaut?“</p>
<p>Insgeheim habe ich danach Ausschau gehalten, das gebe ich zu. Jedoch kaufen würde ich mir diese Köfferchen heute nicht mehr. Es ist einfach nur noch eine Erinnerung, wenngleich auch eine schöne und ein bisschen wehmütige Erinnerung.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/steine-der-erinnerungen/">Steine der Erinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/und-noch-mehr-kindheitserinnerungen/">Und noch mehr Kindheitserinnerungen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Glück gehabt</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/glueck-gehabt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 20 Jan 2018 12:46:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[Hut]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Piepsen]]></category>
		<category><![CDATA[Schal]]></category>
		<category><![CDATA[Schnee]]></category>
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					<description><![CDATA[Der achtjährige Lars und seine fünfjährige Schwester Susi drücken sich die Nase an der Fensterscheibe platt. Seit einer Stunde schneit es ununterbrochen und zwar so heftig, dass man fast die eigene Hand nicht vor den Augen sehen kann. Inzwischen liegen bestimmt schon fünfzehn Zentimeter Schnee. „Wann können wir endlich raus?“, fragt Lars die Mutter. „Wenn es nicht mehr so heftig schneit. Kommt erst einmal in die Küche. Ich habe euch eine lecker heiße Schokolade gemacht.“ Lars und Susi lieben heiße Schokolade und setzen sich daher gehorsam an den Küchentisch. Ihr Blick wendet sich allerdings nicht vom Fenster ab. Sie wollen es doch nicht verpassen, wenn der Schneefall endlich nachlässt. Und tatsächlich, plötzlich ist es als hätte jemand einen Schalter gedrückt. Von einem Moment zum anderen fallen nur noch vereinzelte Schneeflocken vom Himmel. Susi und Lars trinken schnell ihre Tassen aus, als es fast zeitgleich an der Haustür klingelt. Es ist Robert, der Nachbarsjunge und Schulfreund von Lars. „Ich will Lars abholen!“, verkündet er. „Na dann mal raus mit euch!“, lacht die Mutter. „Und passt auf &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der achtjährige Lars und seine fünfjährige Schwester Susi drücken sich die Nase an der Fensterscheibe platt. Seit einer Stunde schneit es ununterbrochen und zwar so heftig, dass man fast die eigene Hand nicht vor den Augen sehen kann. Inzwischen liegen bestimmt schon fünfzehn Zentimeter Schnee.</strong><br />
„Wann können wir endlich raus?“, fragt Lars die Mutter.<br />
<span class="dropcap">„W</span>enn es nicht mehr so heftig schneit. Kommt erst einmal in die Küche. Ich habe euch eine lecker heiße Schokolade gemacht.“<br />
Lars und Susi lieben heiße Schokolade und setzen sich daher gehorsam an den Küchentisch. Ihr Blick wendet sich allerdings nicht vom Fenster ab. Sie wollen es doch nicht verpassen, wenn der Schneefall endlich nachlässt. Und tatsächlich, plötzlich ist es als hätte jemand einen Schalter gedrückt. Von einem Moment zum anderen fallen nur noch vereinzelte Schneeflocken vom Himmel.<br />
Susi und Lars trinken schnell ihre Tassen aus, als es fast zeitgleich an der Haustür klingelt. Es ist Robert, der Nachbarsjunge und Schulfreund von Lars.<br />
„Ich will Lars abholen!“, verkündet er.<br />
„Na dann mal raus mit euch!“, lacht die Mutter. „Und passt auf Susi auf!“<br />
„Nnnnh!“, entfährt es Robert, denn er ist nicht erpicht Aufpasser für ein kleines Mädchen zu spielen.<br />
„Ich wollte eigentlich mit Lars eine Schneeballschlacht machen“, erwidert er ein wenig trotzig.<br />
„Du bist doof!“, ruft Susi, die genau gemerkt hat, dass Robert sie nicht dabei haben will. „Ich bin schon groß und kann auch Schneebälle werfen, also kann ich auch mit!“<br />
„Klar kommt Susi mit!“, bestimmt Lars. „Los zieh dich an!“, befiehlt er seiner Schwester.<br />
Die Drei stapfen mit ihren dicken Winterstiefeln durch den Schnee zur Wiese vor dem Haus. Auch die Mutter ist mitgekommen, denn sie will die Einfahrt freischaufeln, damit der Vater am Feierabend mit dem Auto in die Garage fahren kann.<br />
Die drei Kinder vergnügen sich währenddessen bei einer kleinen Schneeballschlacht, bei der Susi ebenfalls mithalten kann.<br />
Als die Mutter mit ihrer Arbeit fertig ist, geht sie zu den Kindern rüber. Sie macht Susi einen Vorschlag und gibt den Jungs damit die Gelegenheit eine richtige „Männerschneeballschlacht“ zu machen.<br />
„Hast du Lust mit mir einen Schneemann zu bauen?“, fragt sie ihre Tochter, die natürlich sofort Feuer und Flamme ist. Gemeinsam machen sie sich gleich ans Werk.<br />
Als es langsam zu dämmern beginnt, ist es Zeit für alle wieder nach Hause zu gehen. Auch Robert verabschiedet sich, weil sein Vater gestern Abend eine lebendige Überraschung für ihn mitgebracht hat und er sich dieser noch widmen möchte. Eigentlich wollte er  seinem Freund Lars heute davon erzählen, aber durch die Schneeballschlacht hat er es vergessen.<br />
&#8222;Tschüss bis morgen! Dann muss ich dir unbedingt Karli vorstellen!&#8220;, ruft er Lars zu, doch die letzten Worte verschluckt der Schnee.<br />
„Das ist ja ein schöner Schneemann geworden“, lobt Lars seine Schwester. „Du musst ihm nur noch eine Karotte als Nase geben, denn das sieht viel lustiger aus als ein Stein. Einen alten Schal und einen Hut braucht er auch noch.“<br />
„Geh mal schnell in den Schuppen“, fällt der Mutter ein, „dort am Haken rechts neben der Tür hängen noch Schal und Hut von Großvater Fritz. Ich hole inzwischen eine Karotte aus der Küche.“<br />
Lars spurtet los und kommt kurz darauf mit den beiden Sachen wieder.<br />
„Sieht doch schon viel besser aus!“, meint der Junge als Hut und Schal den Schneemann schmücken.<br />
Nachdem die Mutter diesem noch die Karotte ins Gesicht gedrückt hat, lächelt ihnen ein perfekter Schneemann entgegen und die Kinder stehen klatschend vor Freude davor.<br />
„Jetzt aber mal schnell nach Hause!“, sagt die Mutter.<br />
„Tschüß Felix!“, ruft Susi. „Morgen komme ich dich wieder besuchen!“<br />
„Aha, Felix heißt der weiße Mann also“, schmunzelt die Mutter.<br />
„Ja, genau wie mein Freund aus dem Kindergarten, der manchmal sein Frühstück mit mir teilt!“, verrät das Mädchen.<br />
Kaum sind alle im Haus verschwunden ereignet sich etwas, von dem die Kinder zunächst nichts mitbekommen, dessen Folgen sie aber am nächsten Tag sehen.<br />
Stolz und stumm steht der Schneemann da, als er plötzlich ein leises Piepsen hört.<br />
„Wer ist da?“, fragt er verwundert in die immer dunkler werdende weiße Landschaft hinein. „Und wo bist du?“<br />
„Hier unten!“, piepst es zurück.<br />
„Ich kann dich nicht sehen. Stell dich ein bisschen weiter weg, damit du in mein Blickfeld kommst. Ich kann meinen Kopf nämlich nicht bewegen.“<br />
„Siehst du mich jetzt?“<br />
Ganz angestrengt schaut der Schneemann geradeaus und erkennt nur noch einen kleinen Punkt im Schnee, der sich bewegt.<br />
„Hier!“, ruft die piepsende Stimme. „Ich bin das kleine Mäuschen, hier!“<br />
„Warum bist du nicht in deinem Zuhause, du versinkst ja ganz im Schnee?!“<br />
„Ich bin erst gestern Abend in mein neues Heim eingezogen und da wollte ich mich einfach mal hier in der Gegend ein bisschen umsehen. Also bin ich vorhin heimlich ausgebüxt. Plötzlich habe ich mich verlaufen und jetzt kann ich mein Zuhause nicht mehr finden. Und Futter habe ich auch nicht entdecken können. Ich muss jetzt elendig erfrieren und verhungern.“<br />
„Ach, du armes Kerlchen!“, sagt der Schneemann mitleidig. „Dir muss geholfen werden!“<br />
„Ja bitte!“ piepst es.<br />
„Nur wie?“, sagt der Schneemann. „Lass mich mal überlegen!“<br />
„Schnell! Es ist bitterkalt, wird immer dunkler und und mein Magen knurrt wie verrückt!“<br />
Es ist plötzlich ganz still und das Mäuschen bekommt Angst, dass der Schneemann eingeschlafen ist. Es kommt ihm vor, als würde es eine halbe Ewigkeit dauern, bis der Schneemann endlich wieder spricht.<br />
„Ich hab’s!“, ruft er freudig aus.<br />
„Schnell, bitte!“<br />
„Meine Nase!“<br />
„Was ist mit deiner Nase? Bist du erkältet?“<br />
„Quatsch! Meine Nase ist eine Karotte. Wenn du magst kannst du ein bisschen an ihr knabbern. Solange bis du satt bist.“<br />
„Oh ja!“, freut sich das Mäuschen. „Karotten sind meine Lieblingsspeise! Wirf sie gleich mal runter zu mir!“<br />
„Das geht nicht. Du musst schon zu mir rauf kommen!“, sagt der Schneemann.<br />
„Das wäre ja auch zu schön um wahr zu sein“, piepst das Mäuschen traurig. „Wie soll ich denn zu dir hochkommen?“<br />
„Schau mal“, schlägt der Schneemann vor. „Mein rechter Arm ist ein kleiner Zweig, der ein wenig nach unten gerutscht ist. Spring einfach darauf, krabbele ihn entlang und den Rest bis zu meiner Nase schaffst du dann auch noch.“<br />
Das Mäuschen trippelt näher, hopst auf den Arm des Schneemanns und bald schon ist es an seiner langen Karottennase angelangt.<br />
„Mmmh! Ist das lecker!“, schmatzt das Mäuschen vor sich hin und der Schneemann freut sich. Ihm tut es nicht weh und dem kleinen Tierchen ist geholfen.<br />
„Danke! Jetzt muss ich nicht verhungern“, sagt es glücklich, aber auch ein bisschen traurig. „Wenn ich nur nicht erfrieren muss heute Nacht, dann wäre jetzt alles gut!“<br />
„Ach!“, lächelt der Schneemann. „Da kann ich dir auch helfen. Klettere noch ein wenig höher hinauf. Auf meinem Kopf sitzt doch ein alter Hut. Unter den kannst du dich verkriechen und die Nacht verbringen!“<br />
Kaum eine Minute später, hört der Schneemann ein wohliges Piepsen und verspürt ein leichtes Kratzen auf seinem Kopf, das ihm verrät, dass es sich das Mäuschen unter dem Hut gemütlich gemacht hat. Er meint sogar kurz darauf ein leises Schnarchen zu vernehmen.<br />
Am nächsten Morgen können es Susi und Lars kaum erwarten nach dem Schneemann zu sehen.<br />
„Was ist das denn? Wer hat denn hier von deiner Karottennase genascht, Felix?“, fragt Susi den weißen Mann.<br />
„Schau mal!“, flüstert Lars. „Der Hut bewegt sich!“<br />
Verschlafen schaut das Mäuschen unter dem Hut hervor und in die Augen der Kinder, als aus der Ferne Roberts traurige Stimme ertönt.<br />
&#8222;Karli, Karli! Wo bist du, mein kleines Mäuschen?&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ein-suesses-hoernchen-und-zwei-kleine-diebe/">Ein süßes Hörnchen und zwei kleine Diebe</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/katz-und-maus/">Katz und Maus</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/babette-und-der-schneemann/">Babette und der Schneemann</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Pit Struwwel und Franz Stroh</title>
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					<comments>https://lifetellsstories.de/pit-struwwel-und-franz-stroh/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 24 Oct 2016 22:01:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Geselle]]></category>
		<category><![CDATA[Hahn]]></category>
		<category><![CDATA[Hühner]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Hut]]></category>
		<category><![CDATA[Jahreszeit]]></category>
		<category><![CDATA[kalt]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Kühe]]></category>
		<category><![CDATA[Laune]]></category>
		<category><![CDATA[Regen]]></category>
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		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Stall]]></category>
		<category><![CDATA[Stroh]]></category>
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					<description><![CDATA[Pit steht am Rande des Stoppelfeldes. Er ist eigentlich ein lustiger Geselle. Schon sein Aussehen ist kunterbunt. Er trägt eine braune Hose mit bunten Stoffflicken und einen grünen Mantel, der ebenfalls einige Flicken enthält. Um seinen Hals ist ein orangefarbenes Tuch geschlungen und auf seinem Kopf thront ein schwarzer Schlapphut mit einem grünen Band. Meist hat Pit gute Laune, doch heute ist er alles andere als gut drauf, wie man landläufig so sagt. Seine Stimmung ist auf dem Tiefpunkt angekommen. Warum? Naja, erstens weil er hier fast alleine in der gottverlassenen Gegend herumsteht und zweitens, weil es in Strömen regnet. Der dritte Grund für seine schlechte Laune sind die immer weiter sinkenden Temperaturen. Normalerweise würde er gar nicht mehr hier draußen stehen, sondern wäre in der Wärme und hätte ein Dach über dem Kopf. „Ich frage mich, warum sie mich hier einfach stehen lassen und sich keiner um mich kümmert“, überlegt er. „Das war noch niemals so. Jedes Jahr haben sie mich abgeholt.“ Pit blickt sich mürrisch in der Gegend um. Sein Blick sucht jemand. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Pit steht am Rande des Stoppelfeldes. Er ist eigentlich ein lustiger Geselle. Schon sein Aussehen ist kunterbunt. Er trägt eine braune Hose mit bunten Stoffflicken und einen grünen Mantel, der ebenfalls einige Flicken enthält. Um seinen Hals ist ein orangefarbenes Tuch geschlungen und auf seinem Kopf thront ein schwarzer Schlapphut mit einem grünen Band.</strong></p>
<p><span class="dropcap">M</span>eist hat Pit gute Laune, doch heute ist er alles andere als gut drauf, wie man landläufig so sagt. Seine Stimmung ist auf dem Tiefpunkt angekommen. Warum? Naja, erstens weil er hier fast alleine in der gottverlassenen Gegend herumsteht und zweitens, weil es in Strömen regnet. Der dritte Grund für seine schlechte Laune sind die immer weiter sinkenden Temperaturen. Normalerweise würde er gar nicht mehr hier draußen stehen, sondern wäre in der Wärme und hätte ein Dach über dem Kopf.</p>
<p>„Ich frage mich, warum sie mich hier einfach stehen lassen und sich keiner um mich kümmert“, überlegt er. „Das war noch niemals so. Jedes Jahr haben sie mich abgeholt.“<br />
Pit blickt sich mürrisch in der Gegend um. Sein Blick sucht jemand. Dort drüben, am Rand des anderen Ackers, steht sein alter Kumpel Franz. Er trägt einen braunen Schlapphut, allerdings mit einem orangefarbenen Band. Sein Halstuch ist blau und sein roter mit Flicken bedeckter Mantel reicht bis auf die Erde.<br />
„Hey Franz!“, ruft er hinüber. „Du bist ja auch noch da! Ist es dir auch so bitterkalt?“<br />
„Und wie!“, schallt es zu Pit herüber. „Ich bin schon ganz unterkühlt und vom Regen auch noch fast durchgeweicht. Lange halte ich es hier nicht mehr aus.“<br />
„Wir müssen uns was einfallen lassen“, schreit Pit.<br />
„Ich überlege ja schon die ganze Zeit“, antwortet Franz. „Aber mir will einfach keine Idee kommen. Wir werden abwarten müssen und wenn uns nicht bald jemand hier errettet, dann werden wir uns wohl den Tod holen.“<br />
Pit nickt und pflichtet seinem Kumpel zu, danach versinken beide wieder in ihren Gedanken. Sie zittern und bibbern und versuchen den vielen dicken Regentropfen standzuhalten.<br />
Es dauert nicht lange, da kommt ein kleines Kätzchen vorbei. Es versucht vor der Nässe in Pits Hosenbein Schutz zu suchen.<br />
„Darf ich mich ein bisschen bei dir aufwärmen?“, fragt es schüchtern und schmiegt sich ganz dicht an Pit. „Ich bin nämlich wasserscheu!“<br />
„Mach nur!“, sagt Pit. „Aber viel wird es dir nicht bringen, denn meine Kleidung ist schon ganz durchgeweicht.“<br />
„Wieso steht ihr denn hier so rum, wie bestellt und nicht abgeholt?!“, will das Kätzchen wissen. Übrigens, ich bin Kitty.“<br />
„Gestatten, ich bin Pit und mein Kumpel dort drüben ist Franz. Wir sind hier schon den ganzen Sommer über, tun unsere Arbeit und eigentlich sollten wir noch vor dem schlechten Wetter abgeholt werden, aber sie haben uns vergessen.“<br />
„Das ist aber gemein“, meint Kitty. „Ihr habt doch den ganzen Sommer über gute Arbeit geleistet und jetzt sind sie so undankbar und denken nicht mehr an euch. Vielleicht kann ich euch helfen!“<br />
„Du?“ fragt Pit erstaunt.<br />
„Du bist doch nur ein kleines Kätzchen, wie willst du uns denn helfen. Ach lass nur, wir sind verloren, das müssen wir einfach begreifen“, ruft Franz, dem der Wind die Worte des Kätzchens hinüber getragen hat.<br />
„Ich komme wieder!“, gibt Kitty den beiden traurigen Gesellen zu verstehen. „Haltet durch!“  Und schon läuft sie über das Feld in Richtung Dorf.<br />
Als sie auf dem Bauernhof angekommen ist, auf dem auch ihre Eltern wohnen, erzählt sie ihnen sofort von Pit und Franz.<br />
„Kitty, wir sind viel zu klein und schwach. Wir können nicht helfen.“<br />
„Aber die beiden sterben doch sonst!“ Kitty weint, denn sie mag die beiden Gesellen.<br />
„Dann lass uns mal zu den Kühen gehen. Die sind groß und stark und bei ihnen im Stall könnten Pit und Franz auch wohnen“, schlägt Kittys Papa vor.<br />
Die drei Katzen marschieren in den Stall, wo ganz viele Milchkühe stehen und muhen.<br />
„Wir brauchen eure Hilfe“, sagt Kittys Mama und gemeinsam erzählen sie die Geschichte von Pit und Franz.<br />
„Muh!“, ruft die Anführerin der Kühe. „Das ist ja ein schlimmes Schicksal und die Beiden tun uns ja auch leid, aber wir können nicht helfen. Unsere Euter sind voller Milch, wir müssen gemolken werden. Außerdem sind wir hier eingesperrt und angebunden. Wir können nicht weg.“<br />
Kitty wird immer trauriger und macht ganz große Augen, die sich verdächtig mit Wasser füllen. Als die Kühe das sehen, werden sie ganz unruhig und muhen alle durcheinander. Sie beratschlagen, ob es eine Lösung für dieses verzwickte Problem gibt.<br />
„Ich hab’s!“, ruft plötzlich Milly, die dritte Kuh von links. „Geht zum Hofhund Bello! Der darf frei herumlaufen, ist stark und kann euch bestimmt behilflich sein!“<br />
Kaum hat Milly ausgesprochen, da rennen die drei Katzen auch schon zur Stalltür hinaus und quer über den Hof.<br />
„Bello! Bello! Bello!“, rufen sie dem großen Hund entgegen.<br />
„Was macht ihr für ein Getöse! Haut ab, ich will meine Ruhe und kann keine Katzen gebrauchen.“<br />
„Aber wir brauchen dich!“, sagt Kitty und bleibt ein Stückchen von Bello entfernt sitzen. „Ach lieber Bello, nur du kannst uns helfen!“, schmeichelt sie sich bei dem Hofhund ein.<br />
„Ich soll euch kleinen Fellnasen helfen?! Haha!“<br />
„Nein, eigentlich nicht uns, sondern Pit und Franz!“, schnurrt Kitty und auch ihre Eltern miauen in den schönsten Katzentönen, die jedes Herz erweichen können.<br />
„Wer zum Kuckuck sind denn Pit und Franz?“ Bello ist neugierig geworden und hört nun den Ausführungen der Katzen zu. „Führt mich zu ihnen!“, befiehlt er als sie geendet haben.<br />
So kommt es, dass Kitty als Anführerin voraus läuft, gefolgt von ihrer Mama und ihrem Papa und hintendrein marschiert Bello.<br />
Als sie bei den beiden traurigen Gesellen angekommen sind, springt Bello zunächst zu jedem von ihnen und hebt erst einmal sein Bein. Das tut er jedoch aus Freude, denn die Beiden gefallen ihm. Er mag sie auf Anhieb und willigt ein, ihnen zu helfen. Er zerrt an Pits Hosenbein.<br />
„Hey, lass das! Du zerreißt doch meine gute Hose!“, beschwert sich dieser.<br />
„Das ist auch meine Absicht, denn ich brauche ein Stück deiner Hose!“, gibt Bello ihm zu verstehen.<br />
„Untersteh dich!“, wehrt sich Pit abermals, doch seine Worte werden von dem Sturm verschluckt, der plötzlich aufzieht. Ein tüchtiger Windstoß fegt den Hut von Franz von dessen Kopf. Bello springt schnell hinüber, schnappt sich den Hut und läuft zurück zum Bauernhof.<br />
Dort sucht er sein Herrchen, den Bauer Schmidt. Zum Glück findet er ihn ziemlich rasch. Er ist gerade beim Füttern der Hühner.<br />
„Was schleppst du denn da an?“, fragt der Bauer verdutzt und nimmt den Hut aus Bellos Maul. „Seltsam, was ist das denn für ein Schlapphut?“, überlegt Bauer Schmidt und dreht den Hut gedankenverloren in seinen Händen.<br />
Bello bellt ganz laut sein Herrchen an und springt immer wieder ein Stückchen vor und zurück.<br />
„Willst du, dass ich mit dir komme? Willst du mir etwas zeigen?“<br />
Bauer Schmidt greift sich seine Jacke, setzt sich selbst den Schlapphut auf und folgt dem Hofhund über die Felder. Doch plötzlich sieht er die beiden traurigen Gesellen und weiß, was sein treuer Bello von ihm möchte.<br />
„Ach!“, sagt er. „Euch habe ich ja ganz vergessen.“<br />
Schnell greift er sich Pit und dann klemmt er sich auch noch Franz unter den Arm. Eilig bringt er die beiden Gesellen auf den Hof und weist ihnen einen Platz zum Trocknen in einer Ecke des Kuhstalls zu.<br />
Am Abend kommen Bello, Kitty und deren Eltern bei den Vogelscheuchen Pit und Franz vorbei. Die Beiden haben strahlende Gesichter aufgesetzt und begrüßen ihre Helfer mit einem freundlichen Hallo und einem großen Dankeschön.<br />
„Das war Rettung in letzter Minute. Der Sturm hätte uns jetzt noch den Garaus gemacht. Habt Dank, liebe Freunde!“, rufen sie glückselig im Chor.<br />
Als Bauer Schmidt das Hoflicht löscht, hört er aus dem Stall das Muhen der Kühe, das Miauen der Katzen, Bellos freundliches Bellen und das Lachen der beiden Geretteten. Und wer genau hinhört, vernimmt auch noch das aufgeregte Gackern der Hühner, die die frohe Botschaft von Pit und Franz’ Rettung ihrem Hahn erzählen.</p>
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<p><strong>Pit Struwwel</strong><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-3762 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5413-839x1024.jpg" alt="1200px-_dsc5413" width="839" height="1024" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5413-839x1024.jpg 839w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5413-246x300.jpg 246w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5413-768x937.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5413.jpg 1199w" sizes="(max-width: 839px) 100vw, 839px" /></p>
<p><strong>Franz Stroh</strong><img decoding="async" class="alignnone wp-image-3763 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5414-948x1024.jpg" alt="1200px-_dsc5414" width="840" height="907" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5414-948x1024.jpg 948w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5414-278x300.jpg 278w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5414-768x829.jpg 768w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2016/10/1200px-_DSC5414.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></p>
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