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	<title>Glöckchen &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Babette und der Schneemann</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 02 Dec 2016 02:14:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Ärger]]></category>
		<category><![CDATA[Babette]]></category>
		<category><![CDATA[Freundlichkeit]]></category>
		<category><![CDATA[Glöckchen]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; &#160; Es drücken sich Tobi und Toni an der Scheibe die Nasen breit, der Raum ist erfüllt von Jubel und Heiterkeit. Sie singen im Chor gar laut: „Juhu, es schneit, es schneit!!! Bald nun ist die liebe Weihnachtszeit.“ Mit Jacke, Schal und Mütze sie hinaus auf die Straße geh’n, dort lassen sie sich die Flocken um die Nase weh’n. Im Garten dann die Schneeballschlacht entfacht, wie herrlich, welche Freude der Schnee doch macht. Sie lachen und tanzen mit den Flocken um die Wette, und landen vor der Haustür der alten Babette. Geschreie und Gejohle erweckt diese aus ihrem Mittagsschlafe, Ihr ahnt es schon, dies wird nicht bleiben ohne Strafe. Tobi und Toni dicke Kugeln für einen Schneemann rollen, Babette sich aus dem Bette erhebt mit Grollen. Im Nachthemd sie durch die Wohnung schleicht, verärgert über Lärm und Radau sie die Tür erreicht. Ein Ende sie will diesem Toben nun schlagartig setzen und den Hund auf die Störenfriede hetzen. Tobi und Toni flüchten vor dem Gespenst im Hemd und Waldi sie freudig verfolgt, weil er &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es drücken sich Tobi und Toni an der Scheibe die Nasen breit,<br />
der Raum ist erfüllt von Jubel und Heiterkeit.<br />
Sie singen im Chor gar laut: „Juhu, es schneit, es schneit!!!<br />
Bald nun ist die liebe Weihnachtszeit.“</p>
<p>Mit Jacke, Schal und Mütze sie hinaus auf die Straße geh’n,<br />
dort lassen sie sich die Flocken um die Nase weh’n.<br />
Im Garten dann die Schneeballschlacht entfacht,<br />
wie herrlich, welche Freude der Schnee doch macht.</p>
<p>Sie lachen und tanzen mit den Flocken um die Wette,<br />
und landen vor der Haustür der alten Babette.<br />
Geschreie und Gejohle erweckt diese aus ihrem Mittagsschlafe,<br />
Ihr ahnt es schon, dies wird nicht bleiben ohne Strafe.</p>
<p>Tobi und Toni dicke Kugeln für einen Schneemann rollen,<br />
Babette sich aus dem Bette erhebt mit Grollen.<br />
Im Nachthemd sie durch die Wohnung schleicht,<br />
verärgert über Lärm und Radau sie die Tür erreicht.</p>
<p>Ein Ende sie will diesem Toben nun schlagartig setzen<br />
und den Hund auf die Störenfriede hetzen.<br />
Tobi und Toni flüchten vor dem Gespenst im Hemd<br />
und Waldi sie freudig verfolgt, weil er die Beiden kennt.</p>
<p>Babette schimpft und wettert hinter den Dreien her,<br />
der Ärger plagt sie nun noch mehr.<br />
Ein greller, lauter Pfiff ertönt aus ihrem Mund:<br />
„Komm zurück, du dummer Hund!“</p>
<p>Tobi und Toni verstecken sich hinter einem Strauch,<br />
warten ab bis Babettes Ärger ist verraucht.<br />
Als erneut ein Schnarchen ertönt aus dem Haus,<br />
sie schleichen leise aus ihrem Versteck heraus.</p>
<p>Sie haben eine Idee, zu besänftigen die alte Babette,<br />
holen die Weihnachtskiste mit Kugeln und Kette.<br />
So schmücken die beiden Kinder,<br />
den Schneemann mit Schal und Zylinder.</p>
<p>Augen, Nase, Mund und fertig ist des Schneemanns Gesicht,<br />
der hoffentlich Babette mit seinem Lächeln besticht.<br />
Girlande und Glöckchen die Tür nun schmücken,<br />
das muss doch auch Babette entzücken.</p>
<p>Tobi und Toni an der Türe die Klingel jetzt drücken<br />
und sich hinter den Holzstapel verdrücken.<br />
Babette erscheint, reißt die Arme zuerst in die Lüfte<br />
und stemmt sie dann in die Hüfte.</p>
<p>Sie erblickt den Schneemann und den Weihnachtsschmuck,<br />
dreht sich um mit einem Ruck.<br />
In Babettes Gesicht kein Ärger mehr steht,<br />
dieser ist auf einmal wie weggeweht.</p>
<p>Babette mit einem glücklichen Lächeln ruft jetzt aus:<br />
„Kinder kommt aus dem Versteck heraus!<br />
Ich habe Kuchen und heiße Schokolade,<br />
auch Kekse mit feiner Marmelade!“</p>
<p>So nimmt der Kinder Entschuldigung Babette herzlich an,<br />
sie auch nicht mehr böse sein kann.<br />
Die Kinder aber sind mit Rücksicht auf Babettes Schlaf bedacht,<br />
nicht zu stören diesen bei Tag und Nacht.</p>
<p>Zwischen Babette und den Buben eine Freundschaft entsteht,<br />
die hoffentlich noch viele Jahre besteht.<br />
Rücksicht und Freundlichkeit ist die Zauberformel dafür,<br />
denn sie öffnen jede Herzenstür.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch diese Geschichten noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-begegnung/">Die Begegnung</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/total-ueberraschend-und-unverhofft/">Total überraschend und unverhofft</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/arme-kleine-gans/">Arme kleine Gans</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Das Beitragsbild habe ich in Bangkok in einem Supermarkt von einem Verkaufsstand abfotografiert. Der Künstler ist mir unbekannt.</p>
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		<title>Goldglöckchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Apr 2016 22:13:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[analog]]></category>
		<category><![CDATA[digital]]></category>
		<category><![CDATA[geweckt]]></category>
		<category><![CDATA[Glasplatte]]></category>
		<category><![CDATA[Glöckchen]]></category>
		<category><![CDATA[Gold]]></category>
		<category><![CDATA[Nacht]]></category>
		<category><![CDATA[Schublade]]></category>
		<category><![CDATA[Töchterchen]]></category>
		<category><![CDATA[Wecker]]></category>
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					<description><![CDATA[Bestimmt denkt Ihr jetzt, dass Ihr Euch verlesen habt. Aber es hat schon alles seine Richtigkeit. Ich heiße nicht Goldlöckchen, sondern Goldglöckchen. Mein Name kommt von den beiden goldfarbenen Glöckchen auf meiner Oberseite. Ich bin nämlich ein Wecker. Funktionstüchtig bin ich zwar, aber doch schon ein wenig in die Jahre gekommen.  Abgesehen von den beiden Glöckchen, habe ich auch sonst schon ein fast nostalgisches Aussehen. Rundum goldig und manuell einstellbar mit analoger Anzeige, so würde ich mich beschreiben. Nichts mit dem modernen digitalen Schnickschnack und einfach nur einer Zahlenanzeige! Wenn man bei mir die Uhrzeit ablesen will, dann muss man noch genau nachsehen, was meine Zeiger anzeigen. Ich wette mit Euch, das kann heute nicht mehr jedermann. Zu meiner Zeit konnte jedes Kind mit Hilfe meiner Zeiger sehen, was die Stunde geschlagen hat. Weiße römische Ziffern, die jeweils schwarz hinterlegt sind, umrunden mein Zifferblatt, das ansonsten ebenfalls goldfarben ist und das den Aufdruck „Meister Anker“ trägt. Unter der Ziffer VI kann man lesen, dass ich in „West Germany“ hergestellt wurde. Über jeder Ziffer befindet sich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Bestimmt denkt Ihr jetzt, dass Ihr Euch verlesen habt. Aber es hat schon alles seine Richtigkeit. Ich heiße nicht Goldlöckchen, sondern Goldglöckchen. Mein Name kommt von den beiden goldfarbenen Glöckchen auf meiner Oberseite. Ich bin nämlich ein Wecker. Funktionstüchtig bin ich zwar, aber doch schon ein wenig in die Jahre gekommen. </strong></p>
<p><span class="dropcap">A</span>bgesehen von den beiden Glöckchen, habe ich auch sonst schon ein fast nostalgisches Aussehen. Rundum goldig und manuell einstellbar mit analoger Anzeige, so würde ich mich beschreiben. Nichts mit dem modernen digitalen Schnickschnack und einfach nur einer Zahlenanzeige! Wenn man bei mir die Uhrzeit ablesen will, dann muss man noch genau nachsehen, was meine Zeiger anzeigen. Ich wette mit Euch, das kann heute nicht mehr jedermann. Zu meiner Zeit konnte jedes Kind mit Hilfe meiner Zeiger sehen, was die Stunde geschlagen hat.<br />
Weiße römische Ziffern, die jeweils schwarz hinterlegt sind, umrunden mein Zifferblatt, das ansonsten ebenfalls goldfarben ist und das den Aufdruck „Meister Anker“ trägt. Unter der Ziffer VI kann man lesen, dass ich in „West Germany“ hergestellt wurde. Über jeder Ziffer befindet sich ein grüner fluoreszierender Punkt. Auch meine schwarzen Zeiger besitzen einen solchen Punkt und leuchten nachts. Das ist eine ganz prima Sache, denn so kann man auch bei Dunkelheit erkennen, wie spät es ist. Umrundet wird mein Gehäuse von einem filigran verziertem Band.<br />
So, jetzt wisst Ihr, wie hübsch ich bin und nun will ich Euch meine Geschichte erzählen.<br />
Ich wurde wie gesagt in Deutschland produziert und stand irgendwann in einem Kaufhaus im Regal. Ich stand dort nicht alleine, sondern war umrundet von vielen anderen Weckern. Hübsche und weniger schöne, kleine und große Wecker waren hier aufgereiht. Man schrieb das Jahr 1979 und somit stamme ich sozusagen noch aus dem letzten Jahrhundert, beziehungsweise sogar noch aus dem letzten Jahrtausend. Ehrlich gesagt, kann ich mich nicht mehr erinnern, ob neben mir auch schon digitale Wecker standen. Ich fühlte mich zwar nicht allein, aber etwas unnütz, denn niemand wollte von mir geweckt werden. So fieberte ich meinem großen Tag entgehen, an dem mich jemand aus dem Regal nehmen würde und mich endlich meine vorbestimmte Arbeit tun ließ.<br />
Die Tage vergingen und längst war mein Uhrwerk stehen geblieben, da sich niemand die Mühe machte dieses erneut aufzuziehen. Ach, das habe ich ja vergessen zu erwähnen. Auf meiner Rückseite befinden sich nämlich kleine Rädchen, an denen man die Zeiger verstellen, das Uhrwerk und das Weckerklingeln aufziehen und die Weckzeit einstellen kann.<br />
So, nun gehen wir wieder siebenunddreißig Jahre zurück: Eines Tages kam ein Ehepaar vorbei und blieb vor dem Regal stehen. Sie sahen sich sehr interessiert um und plötzlich griff eine Männerhand nach mir.<br />
„Schau mal!“, sagte der Herr zu seiner Frau. „Wäre das nicht etwas für unsere Tochter?“<br />
Er reichte mich nun weiter an seine Ehefrau, die mich drehte und wendete.<br />
„Ja, der ist wirklich hübsch und gefällt ihr bestimmt!“<br />
Ja und so wurde ich gekauft, hübsch verpackt und mitgenommen. Ich spürte die neidischen Blicke der anderen Wecker in dem Regal. Sie mussten nämlich noch auf ihre Käufer warten, während ich jetzt meiner eigentlichen Funktion entgegen ging.<br />
Ich wurde ein paar Stunden später wieder ausgepackt, bestaunt und anschließend in einen Koffer gelegt. Als ich abermals ausgepackt wurde, fand ich mich nicht nur in einem anderen Haus, sondern auch in einer anderen Stadt wieder. Das Ehepaar hatte mich an seine Tochter verschenkt, die in einer anderen Stadt studierte. Anscheinend hatten sie Angst, dass das Töchterchen verschlafen könnte und dann zu spät in den Vorlesungen und Seminaren erscheinen würde. Niemand außer mir würde sie in der Studentenbude wecken. Vielleicht würde sie irgendwann von der Sonne wachgekitzelt oder von einer Autohupe geweckt werden, aber das wäre ganz sicherlich viel zu spät. Auf mich jedoch war Verlass und so konnten die Eltern ganz beruhigt sein.<br />
Das Töchterchen stellte mich sofort auf einen Ehrenplatz, nämlich auf das Nachttischchen direkt neben dem Bett. Ich muss sagen, dort fühlte ich mich auch vom ersten Moment an wohl und ich nahm mir vor, sie immer pünktlich zu wecken. So wurde mein Uhrwerk aufgezogen und die Weckzeit eingestellt. Bedenkenlos schlief das Töchterchen ein, aber auch die Eltern daheim wussten, dass sie sich auf mich verlassen konnten.<br />
So zählte ich die Minuten und Stunden bis zum nächsten Morgen. Pünktlich um sieben Uhr ließ ich dann meine zwei kleinen goldfarbenen Glöckchen so laut ich nur konnte, erklingen.<br />
Schlagartig saß das Töchterchen senkrecht im Bett und sah mich bitterböse an. Ich war total irritiert und das hatte zwei Gründe. Ich war verwundert, dass sie mich nicht dankbar in die Hand nahm und streichelte, sondern mich unter Schimpfen in die Schublade warf und diese ganz fest zu machte.<br />
„Ich glaube doch, du spinnst!“, rief sie mir noch hinterher.<br />
Ich wusste nicht, was ich angestellt hatte. Ja, sicher ich hatte mich auch ein bisschen erschrocken, weil mein Klingeln sich doch etwas anders und viel lauter angehört hatte, als ich es kannte.<br />
Am nächsten Abend nahm sie mich jedoch wieder aus der Schublade heraus und murmelte etwas, das sich so anhörte:<br />
„Entschuldige, aber du kannst ja nichts dafür. Ich bin selbst schuld. Oder eigentlich ist die Glasplatte auf meinem Nachtschränkchen schuld. Sie hat dich noch zusätzlich vibrieren lassen und dein Klingeln verstärkt. Aber das kann jetzt nicht mehr passieren.“<br />
Das Töchterchen legte auf die Glasplatte ein kleines Deckchen, das einst die Uroma gehäkelt hatte. Darauf stellte sie nun mich und so ging es sozusagen in die nächste Runde.<br />
Am nächsten Morgen ertönten meine Glöckchen zum eingestellten Zeitpunkt erneut. Durch das Schlagen des kleinen Schlägels an die beiden Glocken begann ich freudig zu hüpfen. So arbeiteten sich meine Füßchen durch die Löcher des gehäkelten Deckchens auf die Glasplatte durch und ich erklang wieder in den schrillsten Tönen.<br />
Wie beim ersten Mal saß das Töchterchen wieder schlagartig senkrecht im Bett.<br />
„Jetzt reicht es aber!“, rief es aus und beförderte mich erneut in die Schublade. „Hier bist du und hier bleibst du, basta!“<br />
Mit diesen Worten schlug sie die Schublade zu und ich durfte fortan meinen Weckruf nur noch innerhalb dieser dunklen Schublade verrichten.<br />
Beim nächsten Besuch des Töchterchens bei seinen Eltern, fragte der Vater gleich bei der Begrüßung:<br />
„Na Astrid, hat dich dein schöner neuer Wecker auch immer pünktlich geweckt?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bestimmt interessiert Euch auch noch das:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/chaotischer-umzug/">Chaotischer Umzug</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-sache-mit-der-vorahnung/">Die Sache mit der Vorahnung</a></p>
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