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	<title>Einbrecher &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Lottchen &#038; Brummbär Max auf Verbrecherjagd</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2015 04:46:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Brummbär Max]]></category>
		<category><![CDATA[Einbrecher]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[Streicheleinheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Taschenlampe]]></category>
		<category><![CDATA[Verbrecherjagd]]></category>
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					<description><![CDATA[Sicherlich könnt Ihr Euch noch an Brummbär Max erinnern. Er verließ nach einem Einbruch im Kaufhaus seinen Platz auf dem Regal und entfloh durch die kaputte Schaufensterscheibe nach draußen. Er verbrachte etliche Tage und Nächte im Stadtpark, wo er unter den Tieren viele gute Freunde fand. Der herannahende Winter machte es aber notwendig, dass er sich ein Dach über dem Kopf besorgte. Auf den Rat der Entenmutter hin, verließ er den Stadtpark, um in ein nahgelegenes Wohngebiet zu marschieren. Am Rande des Stadtparks traf er auf das Kätzchen Lottchen, die ihn mit nach Hause nahm. Brummbär Max fühlt sich richtig wohl in seinem neuen Zuhause. Mit Lottchen sitzt er oft gemeinsam auf einem Bänkchen oben auf der Galerie. Von hier aus können sie alles überblicken und hören, was im Haus geschieht. So ist es auch an diesem Abend. Alles ist zunächst ganz still im Haus, denn Herrchen und Frauchen von Lottchen und Brummbär Max sind ausgegangen. Sie wollen Freunde besuchen und kommen erst mitten in der Nacht wieder nach Hause. Lottchen hat keine Lust mehr &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sicherlich könnt Ihr Euch noch an Brummbär Max erinnern. Er verließ nach einem Einbruch im Kaufhaus seinen Platz auf dem Regal und entfloh durch die kaputte Schaufensterscheibe nach draußen. Er verbrachte etliche Tage und Nächte im Stadtpark, wo er unter den Tieren viele gute Freunde fand. Der herannahende Winter machte es aber notwendig, dass er sich ein Dach über dem Kopf besorgte. Auf den Rat der Entenmutter hin, verließ er den Stadtpark, um in ein nahgelegenes Wohngebiet zu marschieren. Am Rande des Stadtparks traf er auf das Kätzchen Lottchen, die ihn mit nach Hause nahm.</strong></p>
<p><span class="dropcap">B</span>rummbär Max fühlt sich richtig wohl in seinem neuen Zuhause. Mit Lottchen sitzt er oft gemeinsam auf einem Bänkchen oben auf der Galerie. Von hier aus können sie alles überblicken und hören, was im Haus geschieht.<br />
So ist es auch an diesem Abend. Alles ist zunächst ganz still im Haus, denn Herrchen und Frauchen von Lottchen und Brummbär Max sind ausgegangen. Sie wollen Freunde besuchen und kommen erst mitten in der Nacht wieder nach Hause.<br />
Lottchen hat keine Lust mehr im Garten herumzulaufen und deshalb hat sie sich zu Brummbär Max gekuschelt. Sie mag das weiche und zottige Fell von Max und er mag es, wenn Lottchen behaglich schnurrt und ihr Köpfchen an ihn lehnt. So träumen beide vor sich hin. Brummbär Max träumt von einer Bärenfrau und zwei kleinen Bärenkinderlein, denn er wünscht sich eine eigene Familie. Lottchen hingegen träumt von einem Topf voller Milch.<br />
Alles ist ruhig und friedlich. Doch plötzlich wird Lottchen munter, sie glaubt etwas gehört zu haben. Ein seltsames Geräusch. Noch ist sie sich nicht ganz sicher, ob sie es vielleicht geträumt hat. Sie spitzt die Ohren und verhält sich mucksmäuschenstill.<br />
Da! Schon wieder dieses Geräusch. Sie hat nicht geträumt. Es ist ein kratzendes, schabendes Geräusch. Lottchen stößt Max an, doch der brummt nur, denn er fühlt sich in seinen Träumen gestört. Noch einmal stupst Lottchen mit ihrem Kopf gegen den Arm des Teddybären. Jetzt ist Max wach und schaut Lottchen fragend an. Noch bevor er etwas sagen kann, hört er ebenfalls dieses Geräusch.<br />
„Was ist das? Das kenne ich nicht, ich habe es noch nie gehört.“ Brummbär Max ist verwirrt und schüttelt sich erst einmal.<br />
„Da muss jemand an der Haustür sein“, flüstert Lottchen zurück. „Aber das können nicht Frauchen und Herrchen sein, denn wenn sie wieder zurückkommen, dann drehen sie einfach nur den Schlüssel im Schloss herum. Das schabt und kratzt nicht so.“<br />
Jetzt geht die Haustür leise quietschend auf und die beiden sehen einen kleinen Lichtstrahl. Es ist der Lichtkegel einer Taschenlampe, das erkennen Lottchen und Brummbär Max sofort. Gleichzeitig sind sie sich sicher, dass dies niemand ist, der ins Haus gehört.<br />
Max findet am schnellsten seine Stimme wieder und stellt fragend fest:<br />
„Das sind Einbrecher, oder?“<br />
Lottchen nickt und schleicht auf sanften Pfoten von dem Bänkchen zum Geländer. Dort steckt sie ihr Köpfchen zwischen die Gitterstäbe und wagt einen Blick nach unten in die Diele. Ganz deutlich sieht sie jetzt den Lichtkegel der Taschenlampe und hört Schritte, die in Richtung Wohnzimmer gehen. Auch ein Flüstern dringt zu ihr nach oben, aber sie kann die Worte nicht verstehen. Allerdings erkennt sie an der Stimme, dass es nicht die Hausbewohner sind. Auch waren diese Menschen noch niemals hier. Es sind Fremde und das können nur Einbrecher sein.<br />
Auch Max hat die Stimmen gehört und schleicht sich ebenfalls zum Geländer. Da er nicht ganz so leise sein kann wie eine Katze, wirft Lottchen ihm einen mahnenden Blick zu.<br />
Jetzt hören sie wieder die Stimmen und dieses Mal verstehen sie auch, was gesprochen wird:<br />
„Los, schmeiß alles in den Rucksack hier rein. Und beeil dich, wir haben nicht viel Zeit. Wer weiß, wann sie wieder da sind.“<br />
„Ich mach ja schon. Haben die denn kein Bargeld hier? Ich kann nämlich nichts finden. Überhaupt gibt es hier nichts Wertvolles. Komm lass uns abhauen, hier lohnt es sich eh nicht.“<br />
Max hat die Stimmen erkannt. Es sind die Kaufhausdiebe. Was sollen sie tun? Die Diebe dürfen nicht schon wieder entkommen. Aber was können eine Katze und ein Teddybär gegen diese starken Männer ausrichten?<br />
Lottchen und Brummbär Max sind inzwischen so leise wie möglich eine Treppe weiter nach unten marschiert und stehen im mittleren Geschoss. Ganz unten sind die Verbrecher und scheinen sich zu streiten. Der eine will so schnell wie möglich verschwinden und sich ein weiteres Opfer suchen. Der andere meint, sie sollten erst noch in den übrigen Räumen nach Bargeld suchen.<br />
„Das macht doch überhaupt keinen Sinn, wir vergeuden nur kostbare Zeit!“ erklärt der scheinbare Anführer und der andere Dieb gibt sich endlich geschlagen. Sie gehen wieder in Richtung Haustür. Im selben Moment vernehmen sie von draußen das Herannahen eines Autos. Es hält direkt vor dem Haus. Somit ist ihnen der Weg nach Draußen versperrt.<br />
Lottchen und Brummbär Max erkennen die Situation. Stillschweigend geben sie sich ein Zeichen, um sich zu verständigen. Beide schleichen die Treppe hinunter. Dann läuft Lottchen  zur Katzenklappe hinaus ins Freie und schnell um das Haus herum nach vorne. Sobald Herrchen und Frauchen die Autotür öffnen steht sie vor der Fahrertür.<br />
„Na Lottchen, warst du noch spazieren? Jetzt kommst du aber schnell mit hinein.“<br />
Lottchen streicht erst dem Herrchen um die Beine, dann dem Frauchen und schnurrt und maunzt, als wolle sie etwas erzählen. Sie rennt aufgeregt zur Haustür und wieder zurück und maunzt ganz laut.<br />
„Was hat sie nur?“, fragt Frauchen und kramt in ihrer Handtasche nach dem Haustürschlüssel.<br />
Lottchen ist inzwischen wieder zu Herrchen geeilt und streift immer wieder um seine Beine herum und miaut, in einer Lautstärke, die sehr verwunderlich ist.<br />
„Lottchen, was ist denn mit dir los? Du bist ja ganz unruhig.“<br />
Inzwischen hat sich Max im Dunkeln mitten in den Hausflur direkt vor die Füße des einen Diebs fallen lassen. Dieser irrt ziellos umher und sucht einen anderen Fluchtweg, dabei stolpert er über den Teddybären und fällt mit einem lauten Schlag auf die Fliesen. Während des Fallens versucht er sich noch irgendwo festzuhalten, erwischt allerdings nur einen Garderobenständer, den er laut polternd umstößt. Der zweite Dieb, der ihm im Dunkeln zu Hilfe eilen will, stolpert über den herumliegenden Ständer und fällt auf seinen Kumpel.<br />
„Hast du das gehört? Da sind Einrecher!“, ruft Frauchen entsetzt und zieht geistesgegenwärtig ihr Handy aus der Tasche, um die Polizei zu alarmieren. Während sie noch die Notrufnummer wählt, schreit sie aus Leibeskräften:<br />
„Hilfe, Hilfe! Hier sind Einbrecher! Hilfe!“<br />
In den Nachbarhäusern gehen die Lichter an. Und dann geht auf einmal alles ganz schnell:<br />
Herrchen schließt die Haustür auf, schaltet das Licht ein und steht einem der Diebe gegenüber. Dieser ist so erschrocken, dass Herrchen die Gelegenheit nutzt und ihm einen ordentlichen Kinnhaken versetzt. Noch bevor der Dieb sich von dem Schmerz erholt hat und der zweite Dieb ausholen kann, sind einige Nachbarn da. Gemeinsam nehmen sie nun den Kampf gegen die Einbrecher auf. Zu viert schaffen sie es die Diebe festzuhalten und der bereits eintreffenden Polizeistreife zu übergeben.<br />
Zum Schluss sitzen Herrchen, Frauchen und die Nachbarn mitten in der Nacht vor dem Haus und loben sich gegenseitig. Fröhlich stoßen sie mit Sekt auf ihre Heldentat an. Aber auch Lottchen und Brummbär Max erhalten ihre Streicheleinheiten für die erfolgreiche Verbrecherjagd.</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/07/1200px-Lottchen-und-Max.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-1676 size-large" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/07/1200px-Lottchen-und-Max-1024x682.jpg" alt="1200px-Lottchen und Max" width="840" height="559" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/07/1200px-Lottchen-und-Max-1024x682.jpg 1024w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/07/1200px-Lottchen-und-Max-300x200.jpg 300w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/07/1200px-Lottchen-und-Max-840x560.jpg 840w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2015/07/1200px-Lottchen-und-Max.jpg 1200w" sizes="(max-width: 840px) 100vw, 840px" /></a></p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/brummbaer-max-und-seine-freunde/">Brummbär Max und seine Freunde</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/1174-knut-knopf/">Knut Knopf</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/tim-und-tom/">Tim und Tom</a></p>
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		<title>Gänsehaut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2015 22:27:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Einbrecher]]></category>
		<category><![CDATA[Gänsehaut]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[geschnarcht]]></category>
		<category><![CDATA[Schritte]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal gibt es Situationen, die sind wirr und konfus, erscheinen aber im Moment des Durchlebens vollkommen logisch, absolut folgerichtig und plausibel. Im Nachhinein betrachtet, entpuppen sie sich jedoch als das genaue Gegenteil. Sie entbehren jeglicher Logik und sind weder nachvollziehbar, noch glaubwürdig. Trotzdem sind wir in genau diesem besagten Moment überzeugt, dass alles absolut einleuchtend ist. So auch in dieser Nacht: Es ist bereits weit nach Mitternacht, der Mond steht als Sichel am Himmel. Die Nacht ist sternenklar und wirklich eiskalt. Es ist einer dieser Nächte, wo man keinen Hund vor die Tür schickt. Ich bin bei meiner Mutter. Genauer gesagt, in meinem alten Kinderzimmer. Um exakt zu sein, ich liege im Bett und bin tief unter meiner Bettdecke versunken. Hier ist es schön mollig warm, ich schlafe tief und fest und voller Zuversicht auf den kommenden Tag. Im Haus herrscht absolute Stille. Nichts und niemand stört meinen Schlaf. Bis auf einmal ganz plötzlich Geräusche an mein Ohr dringen. Ich erwache. „Was war das?“, frage ich mich erschrocken. Ich halte die Luft an und wage &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manchmal gibt es Situationen, die sind wirr und konfus, erscheinen aber im Moment des Durchlebens vollkommen logisch, absolut folgerichtig und plausibel. Im Nachhinein betrachtet, entpuppen sie sich jedoch als das genaue Gegenteil. Sie entbehren jeglicher Logik und sind weder nachvollziehbar, noch glaubwürdig. Trotzdem sind wir in genau diesem besagten Moment überzeugt, dass alles absolut einleuchtend ist. So auch in dieser Nacht:</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>s ist bereits weit nach Mitternacht, der Mond steht als Sichel am Himmel. Die Nacht ist sternenklar und wirklich eiskalt. Es ist einer dieser Nächte, wo man keinen Hund vor die Tür schickt.<br />
Ich bin bei meiner Mutter. Genauer gesagt, in meinem alten Kinderzimmer. Um exakt zu sein, ich liege im Bett und bin tief unter meiner Bettdecke versunken. Hier ist es schön mollig warm, ich schlafe tief und fest und voller Zuversicht auf den kommenden Tag. Im Haus herrscht absolute Stille. Nichts und niemand stört meinen Schlaf. Bis auf einmal ganz plötzlich Geräusche an mein Ohr dringen. Ich erwache.<br />
„Was war das?“, frage ich mich erschrocken.<br />
Ich halte die Luft an und wage nicht zu atmen, gleichzeitig spitze ich die Ohren.<br />
„Da, schon wieder.“<br />
Ich habe die Geräusche wieder gehört. Es ist als sei jemand im Haus. Doch wer und wieso, frage ich mich. Meine Mutter kann es nicht sein, denn sie schläft im Nebenzimmer.<br />
„Hat sie vielleicht geschnarcht oder gar nach mir gerufen?“<br />
Nein, aus dem ihrem Schlafzimmer dringt kein Laut. Aber ich höre es ganz deutlich.<br />
„Oh Gott, da hat etwas gequietscht! Vielleicht eine Tür.“<br />
Mein Herz pocht mir bis zum Hals. Mein Atem stockt und ich spüre, wie sich auf meinem ganzen Körper Gänsehaut ausbreitet. Auch beginne ich unter der warmen Daunendecke zu frieren. Ich habe Angst.<br />
„Da ist doch jemand im Haus!“<br />
Das Blut stockt mir in den Adern.<br />
Ich höre Stimmen. Es sind mehrere Personen. Sie unterhalten sich, doch ich kann nicht verstehen, was sie sagen. Jetzt verstummen sie. Ein paar Minuten herrscht Stille. Ich wage mich nicht zu rühren. Liege einfach nur regungslos da und harre der Dinge, die kommen. Doch augenblicklich tut sich nichts.<br />
„Habe ich mich getäuscht?“<br />
Nein, ich höre wieder etwas. Schritte. Sie nähern sich.<br />
Ich höre wie die Schritte auf der Mamortreppe nach oben kommen. Mein Zimmer ist direkt oben am Ende der Treppe.<br />
„Gleich sind sie hier oben! Was mach ich nur?“<br />
Weglaufen kann ich nicht, denn das Zimmer hat nur einen Eingang und durch das Fenster fliehen ist ebenfalls nicht möglich, da ich mich im Obergeschoss befinde. Selbst wenn ich weglaufen könnte, meine Beine würden mich nicht tragen. Ich fühle mich gelähmt.<br />
„Jetzt sind sie direkt vor meiner Tür“, fährt es mir durch den Kopf.<br />
Ich ziehe mir die Decke bis zur Nasenspitze hoch und meine direkt vor meiner Zimmertür ein Atmen zu hören.<br />
„Ich darf mich nicht rühren und keinen Laut von mir geben!“, ermahne ich mich im Stillen und zitternd vor Angst.<br />
Die Türklinke wird leise herunter gedrückt. Ich höre es ganz deutlich und sehe es aus meinem Versteck heraus.<br />
Vorsichtig öffnet sich die Tür einen kleinen winzigen Spalt, &#8211; kaum hörbar, aber ich kann einen kleinen Luftzug spüren.<br />
Ich presse mir die Hand auf den Mund und reiße die Augen ganz weit auf.<br />
„Da, was ist das?“<br />
Vorsichtig schiebt sich etwas durch den Spalt. Es ist eine Hand. Ich kann es ganz deutlich erkennen. Eine Hand greift durch den Spalt und gleichzeitig wird die Tür ein kleines bisschen weiter geöffnet.<br />
Ich schreie!Nein, ich versuche es, doch kein Laut kommt aus meinem Mund. Ich versuche Worte zu formen, aber alle bleiben mir im Halse stecken. Nur ein kleines geflüstertes und kaum hörbares</p>
<p>„Wer?“<br />
bringen meine Stimmbänder zustande.<br />
Gerade in dem Moment, in dem ich denke vor Angst und Schreck das Bewusstsein zu verlieren, höre ich eine Stimme. Ich vernehme sie ganz deutlich und kann auch die gesprochenen Worte verstehen.<br />
„Ich bin’s Timo!“<br />
Jetzt kann ich ihn erkennen.<br />
Timo steht mit seiner Freundin vor meinem Bett. Ich bin total erleichtert, denn ich habe wirklich gedacht, dass Einbrecher im Haus seien. Jetzt aber ist es ganz selbstverständlich, dass er da ist, obwohl er eigentlich 600 Kilometer entfernt sein müsste. Darüber zerbreche ich mir jedoch im Moment ganz und gar nicht den Kopf. Ich bin einfach nur froh und erleichtert.<br />
Dann höre ich noch wie Timo mir erzählt, dass er Halsschmerzen hat, danach ist es wieder ganz still um mich herum.<br />
Ich kann mich an nichts mehr erinnern.<br />
Alles ist weg.<br />
Blackout.<br />
Funkstille.<br />
Und plötzlich aus dem Nichts heraus höre ich erneut ein Geräusch. Ich lausche. Weder Timo noch dessen Freundin sind da. Das weiß ich auf einmal ganz genau und kann auch deren Abwesenheit förmlich spüren.<br />
„Kommt es aus dem Schlafzimmer meiner Mutter?“, überlege ich.<br />
Es ist ziemlich laut. Also muss es auch relativ nah sein.<br />
„Es ist direkt neben mir,“ denke ich.<br />
Alles um mich herum ist dunkel. Ich kann nichts sehen, ich höre nur dieses Geräusch. Ich versuche es zu identifizieren. Es ist ein schnarchendes Geräusch. Ein Schnarchen.<br />
„Das kann nicht sein. Ich liege ganz alleine hier im Bett im Haus meiner Mutter. Aber das Schnarchen ist direkt an meinem Ohr“, denke ich.<br />
Der Schreck fährt mir erneut in die Glieder. Ich muss den Tatsachen ins Auge sehen. Schlagartig öffne ich die Augen. Ich brauche ein oder zwei Sekunden, um die Situation zu erfassen. Doch schrittweise schleicht sich die Erkenntnis in mein Bewusstsein:</p>
<p>Ich bin nicht in meinem ehemaligen Kinderzimmer und auch nicht im Hause meiner Mutter.<br />
Dort waren weder Einbrecher noch Timo, die mich erschreckt haben.<br />
Ich liege zu Hause in meinem Bett.<br />
Der Schnarcher neben mir ist mein Peter.<br />
Ich habe von Anfang an alles nur geträumt!</p>
<p>Diese Erkenntnis hat etwas Beruhigendes für mich und ich lasse mich wieder zurück in die Kissen fallen, wo ich sofort wieder einschlafe.</p>
<p>Am nächsten Morgen kann ich mich noch genau an diesen Traum erinnern, was bei mir eher selten vorkommt. Meist weiß ich nicht einmal mehr, dass ich überhaupt geträumt habe. Peter erzählt mir dann oft, dass ich im Traum gelacht, gerufen oder gequietscht habe. Häufig träume ich allerdings von Geräuschen, von denen ich dann auch tatsächlich aufwache und meinen Mann frage, ob es gerade an der Haustür geklingelt oder jemand nach mir gerufen hat.<br />
Heute allerdings hat er von meinem Schrei im Traum nichts mitbekommen. Wie denn auch? Er hat doch tief und fest geschlafen und mir ins Ohr geschnarcht.</p>
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