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	<title>Bild &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
	<lastBuildDate>Sat, 12 Aug 2023 11:26:05 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Guten Morgen!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Aug 2023 11:25:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Morgen]]></category>
		<category><![CDATA[schrecklich]]></category>
		<category><![CDATA[Wasser]]></category>
		<category><![CDATA[Winkel]]></category>
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					<description><![CDATA[Wie siehst du denn heute aus? Schrecklich! Vielen Dank für das Kompliment! Du bist echt nett zu mir. So bin ich eben. Das sollte auch kein Kompliment sein. Ich sage, wie es ist. Du hast schon besser ausgesehen! Ich konnte nicht schlafen heute Nacht. Erst lag ich stundenlang wach und dann dieser seltsame Traum. Ein Alptraum?  Keine Ahnung, ich kann mich nicht erinnern. So wie du heute aussiehst, bist du in einen Sturm geraten oder dich hat der Blitz getroffen. Jedenfalls stehen deine Haare nach allen Richtungen ab. Du musst mir nicht ständig sagen, dass ich ziemlich fertig und übernächtigt aussehe. Okay, okay. Dann wünsche ich dir einen guten Morgen! Wie kann das ein guter Morgen sein, wenn ich so fürchterlich aussehe?! Erfrische dein Gesicht mit kalten Wasser! Gib deinen Wangen ein paar Klapse! Das weckt die Lebensgeister. Frisiere deine Haare!  Du hast recht! Das mache ich. Jetzt sorge dafür, dass es ein guter Morgen wird. Wie soll denn das gehen? Lächele! Wieso? Ich habe gerade nichts zum Lachen. Versuche es doch mal! Geht nicht! &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wie siehst du denn heute aus? Schrecklich!</p>
<p><em>Vielen Dank für das Kompliment! Du bist echt nett zu mir.</em></p>
<p>So bin ich eben. Das sollte auch kein Kompliment sein. Ich sage, wie es ist. Du hast schon besser ausgesehen!</p>
<p><em>Ich konnte nicht schlafen heute Nacht. Erst lag ich stundenlang wach und dann dieser seltsame Traum.</em></p>
<p>Ein Alptraum?<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><em>Keine Ahnung, ich kann mich nicht erinnern.</em></p>
<p>So wie du heute aussiehst, bist du in einen Sturm geraten oder dich hat der Blitz getroffen. Jedenfalls stehen deine Haare nach allen Richtungen ab.</p>
<p><em>Du musst mir nicht ständig sagen, dass ich ziemlich fertig und übernächtigt aussehe.</em></p>
<p>Okay, okay. Dann wünsche ich dir einen guten Morgen!</p>
<p><em>Wie kann das ein guter Morgen sein, wenn ich so fürchterlich aussehe?!</em></p>
<p>Erfrische dein Gesicht mit kalten Wasser! Gib deinen Wangen ein paar Klapse! Das weckt die Lebensgeister. Frisiere deine Haare!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><em>Du hast recht!<span class="Apple-converted-space"> Das mache ich.</span></em></p>
<p>Jetzt sorge dafür, dass es ein guter Morgen wird.</p>
<p><em>Wie soll denn das gehen?</em></p>
<p>Lächele!</p>
<p><em>Wieso? Ich habe gerade nichts zum Lachen.</em></p>
<p>Versuche es doch mal!</p>
<p><em>Geht nicht!</em></p>
<p>Doch, gib dir einfach Mühe!</p>
<p><em>Mmmh!</em></p>
<p>Zieh die Mundwinkel nach oben!</p>
<p><em>Mmmh!</em></p>
<p>Noch weiter nach oben!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><em>Mmmh!</em></p>
<p>Gut. Das ist perfekt! Bleibe so für die nächsten zwei Minuten!<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><em>Hihi!</em></p>
<p>Das wird immer besser! Das Lächeln steht dir und es steckt an. Du wirst sehen, wenn du lächelst, wird dir jeder ebenfalls ein Lächeln schenken.</p>
<p><em>Hihi! Hihi! Hihi!</em></p>
<p>Siehst du, wie schön dich das Lächeln macht.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p><em>Du hast recht und ich fühle mich auch richtig gut!</em></p>
<p>Dann wünsche ich dir jetzt nochmals einen guten Morgen und einen wunderschönen Tag!</p>
<p><em>Ich glaube, das wird auch klappen. Danke, dass du so ehrlich zu mir bist und mich außerdem noch aufmunterst.</em></p>
<p>Das ist doch meine Aufgabe. Als dein Spiegel zeige ich dir immer dein Spiegelbild. Es liegt aber in deiner Macht, was du daraus machst.</p>
<p><em>Stimmt. </em><em>Ach übrigens: Ich wünsche dir einen guten Morgen und einen wunderschönen Tag, liebes Spiegelbild. </em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><em><span class="Apple-converted-space"> <a href="https://lifetellsstories.de/schere-kamm-und-lockenwickler/">Schere, Kamm und Lockenwickler </a></span></em></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/badezimmergespraech/">Badezimmergespräch</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/augenblicke-des-laechelns/">Augenblicke des Lächelns</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Das Haus am anderen Ende der Straße</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2020 18:30:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Haus]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Lehrerin]]></category>
		<category><![CDATA[Onkel]]></category>
		<category><![CDATA[seltsam]]></category>
		<category><![CDATA[Straße]]></category>
		<category><![CDATA[Tränen]]></category>
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					<description><![CDATA[Nele ist neu in der Gegend. Sie ist mit ihren Eltern erst vor einer Woche in das große Haus am Ende der Straße gezogen. Vorher hatten sie in einem eigenen Haus in einer anderen Stadt gewohnt, aber nachdem der Vater seine Arbeitsstelle verloren hat, ist das Haus für Nele und ihre Eltern zu teuer geworden. Deshalb haben sie das Haus verkauft und sind in die Wohnung im obersten Stockwerk im Mühlenweg 10* gezogen. Außer ihnen wohnen noch zwei Familien in dem Haus. Im Erdgeschoss lebt Tina, die genauso alt ist wie Nele und ebenfalls in die 3. Klasse geht. „Hast du Lust mir ein bisschen die Gegend zu zeigen?“, fragt Nele ihre zukünftige Klassenkameradin. „Ich kenne mich ja noch nicht so richtig aus.“  „Na klar!“, willigt Tina sofort ein. „Ich hab heute sowieso nichts vor, es sind ja noch Ferien.“ Die beiden Mädchen scheinen sich von Anfang an zu mögen und so spazieren sie die lange Straße entlang bis sie zum anderen Ende kommen, dort, wo es nur noch einen Feldweg gibt, der in den &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nele ist neu in der Gegend. Sie ist mit ihren Eltern erst vor einer Woche in das große Haus am Ende der Straße gezogen. Vorher hatten sie in einem eigenen Haus in einer anderen Stadt gewohnt, aber nachdem der Vater seine Arbeitsstelle verloren hat, ist das Haus für Nele und ihre Eltern zu teuer geworden.</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>eshalb haben sie das Haus verkauft und sind in die Wohnung im obersten Stockwerk im Mühlenweg 10* gezogen. Außer ihnen wohnen noch zwei Familien in dem Haus. Im Erdgeschoss lebt Tina, die genauso alt ist wie Nele und ebenfalls in die 3. Klasse geht.<br />
„Hast du Lust mir ein bisschen die Gegend zu zeigen?“, fragt Nele ihre zukünftige Klassenkameradin. „Ich kenne mich ja noch nicht so richtig aus.“<br />
<span class="Apple-converted-space"> </span>„Na klar!“, willigt Tina sofort ein. „Ich hab heute sowieso nichts vor, es sind ja noch Ferien.“<br />
Die beiden Mädchen scheinen sich von Anfang an zu mögen und so spazieren sie die lange Straße entlang bis sie zum anderen Ende kommen, dort, wo es nur noch einen Feldweg gibt, der in den Wald führt. Am Waldrand steht ein altes verfallenes Haus. Es sieht unbewohnt aus, aber Nele bemerkt, dass sich der Vorhang am rechten Fenster bewegt.<br />
„Wohnt dort noch jemand?“, fragt sie Tina ungläubig. „Es wirkt etwas unheimlich!“<br />
„Ach, da wohnt so eine alte merkwürdige Frau“, antwortet die neue Freundin. „Die läuft mit einer Katze auf der Schulter herum und sieht aus, wie die Hexe von Hänsel und Gretel.“<br />
„Hast du sie schon mal gesehen?“<br />
„Nö, die sieht niemand, aber sie sieht alles“, antwortet Tina.<br />
„Woher weißt du dann dass sie aussieht wie die Hexe aus dem Märchen?“, will Nele wissen und bei der Vorstellung schüttelt es sie ein bisschen.<br />
„Das hat mir mal jemand erzählt und der weiß es von einem Freund eines Bekannten, der es von einem Kumpel gehört hat, dessen Onkel bei der Zeitung arbeitet und der weiß es von einem Kollegen, der es auch von jemand erzählt bekommen hat. Keine Ahnung wer das war.“ Tina zuckt mit den Schultern und läuft weiter. „Auf jeden Fall muss man sich von dem Haus und der Alten fernhalten.“<br />
Am Abend als Nele schon im Bett liegt, kann sie nicht schlafen. Sie muss immerzu an das denken, was ihre neue Freundin von dem verfallenen Haus und der seltsamen Frau erzählt hat. Hexen gibt es nicht, das weiß sie, deshalb kann sie die ganze Geschichte nicht so richtig glauben. Vielleicht wohnt tatsächlich niemand mehr in diesem Haus und es war ein Luftzug, der den Vorhang in Bewegung versetzt hat.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Als die Eltern vor dem Zubettgehen nochmal einen Blick in Neles Zimmer werfen, ist das Mädchen immer noch wach.<br />
„Bist du aufgeregt, weil die Ferien bald zu Ende sind und du in eine neue Schule gehst?“, fragt die Mutter.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Nein, aber Tina hat mir von einer seltsamen Frau erzählt und an die muss ich dauernd denken.“<br />
So kommt es, dass Nele den Eltern alles berichtet und sie beschließen sich einmal gemeinsam das Haus von außen anzusehen.<br />
Am nächsten Tag geht die Familie spazieren und kommt auch bei dem verfallenen Haus vorbei.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Du hast Recht, es wirkt merkwürdig. Allerdings ist der Garten in Ordnung und überall blühen Blumen“, meint der Vater. „Irgendjemand scheint den Garten zu pflegen. Aber es steht auch kein Name am Briefkasten.“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Wahrscheinlich wohnt tatsächlich niemand hier, aber wir können ja mal klingeln und uns vorstellen“, schlägt die Mutter vor.<br />
Nele nimmt all ihren Mut zusammen und drückt auf die Klingel, doch niemand reagiert.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Da!“, flüstert Nele und deutet auf das eine Fenster. Kaum merklich hat sich der Vorhang bewegt. Und dann plötzlich sieht Nele noch etwas anderes.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Da !“, sagt sie nun schon zum zweiten Mal und nun sehen auch die Eltern die Bewegung.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Hallo!“, ruft der Vater. „Ist da jemand?!“<br />
Im selben Moment öffnete sich die Tür, die anscheinend nur angelehnt war und eine schwarze Katze schleicht aus dem Haus in den Garten.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Nele hält vor Aufregung die Luft an.<br />
„Bestimmt kommt gleich die alte seltsame Frau heraus“, denkt sie. Aber niemand erscheint.<br />
„Wir versuchen es ein anderes Mal“, schlägt die Mutter vor und dann gehen alle drei nach Hause.<br />
In ihrem Zimmer malt Nele ein Bild von der schwarzen Katze, schreibt ganz klein unten in die Ecke ihren Namen und am nächsten Tag wirft sie dieses in den Briefkasten am Zaun des alten verfallenen Hauses.<br />
„Vielleicht holt es ja jemand heraus…“, überlegt sie sich.<br />
Doch die Tage vergehen und Nele hat das Bild, die Katze, das verfallene Haus und die seltsame Frau schon fast vergessen. Die Schule beginnt wieder und ihre Neugier auf die neuen Klassenkameraden ist plötzlich vorrangig.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Am Freitag der ersten Schulwoche bittet die Klassenlehrerin Nele nach Schulschluss vor dem Lehrerzimmer auf sie zu warten.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Habe ich was falsch gemacht?“, will das Mädchen wissen.<br />
„Nein, ich möchte dir jemand vorstellen“, erwidert die Klassenlehrerin lächelnd, nimmt Nele an der Hand und führt sie zu einer Frau, die im Gang steht.<br />
„Das ist meine Freundin Marianne und das ist Nele, die das Bild von Mimi, der schwarzen Katze gemalt hat“, stellt sie die Beiden gegenseitig vor.<br />
„Ich möchte dir danken!“, sagt die Frau. „Meine Mutter, die im Altersheim lebt, hat sich sehr über dein Bild gefreut. Sie liebt die Katze Mimi sehr.“<br />
Nele bekommt ganz große Augen und ihre Wangen laufen vor Stolz und Aufregung rot an.<br />
„Früher hat meine Mutter mit ihrer schwarzen Katze in dem alten Haus gewohnt, aber jetzt ist sie schon viele Jahre im Altenheim. Ich pflege den Garten und füttere die Katze, aber das Haus wieder instandzusetzen, kann ich mir nicht leisten.“<br />
Die Frau namens Marianne holt tief Luft, bevor sie weiter erzählt:<br />
„Du musst wissen, dass die Katze sehr anhänglich war und immer bei meiner Mutter auf der Schulter saß und dann erfinden die Menschen seltsame Geschichten. Meine Mutter ist aber eine sehr liebe, herzensgute und freundliche Frau. Heute ist sie schon etwas vergesslich und an manchen Tagen erkennt sie mich nicht mehr, aber an ihre Katze Mimi kann sie sich immer noch erinnern. Als sie dein Bild sah, standen ihr Freudentränen in den Augen.“</p>
<p><span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-schatten-der-krone/">Im Schatten der Krone</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-meerjungfraeulein/">Das Meerjungfräulein</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/karl-fridolin-von-tap/">Karl Fridolin von Tap</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*frei erfunden</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Sachen gibt&#8217;s, die gibt&#8217;s gar nicht!</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/sachen-gibts-die-gibts-gar-nicht/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2016 22:09:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Auto]]></category>
		<category><![CDATA[Bild]]></category>
		<category><![CDATA[Gemälde]]></category>
		<category><![CDATA[Hosentasche]]></category>
		<category><![CDATA[Sachen]]></category>
		<category><![CDATA[Schlüssel]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem ich Euch neulich einige Fotos von unserem Urlaub auf Rhodos gezeigt habe, möchte ich Euch heute wieder einmal eine Geschichte erzählen. Ihr könnt es mir wirklich glauben, es ist nicht geflunkert. Wir hatten tatsächlich dieses Erlebnis auf der schönen griechischen Insel. Ich sage nur: Sachen gibt&#8217;s, die gibt&#8217;s gar nicht! Oder passiert so etwas nur uns? Es ist einer der letzten Abende auf Rhodos. Die Luft ist warm und es ist bereits dunkel. Wir haben gerade unser Abendessen eingenommen und überlegen, was wir jetzt tun sollen. „Lass uns noch ein bisschen mit dem Auto auf der Insel umherfahren“, schlägt mir mein Mann vor. „Morgen müssen wir den Wagen wieder abgeben, also ist jetzt die beste Gelegenheit ihn noch einmal zu benutzen.“ „Okay und hast du eine Idee, wo unser abendlicher Ausflug hingehen soll?“, erkundige ich mich. „Wir fahren einfach drauf los und irgendwo werden wir schon landen.“ Dieser Vorschlag gefällt mir und so setzen wir uns ins Auto und los geht die Fahrt. Wir landen in einem Ort, in dem wir bereits vor zwei &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Nachdem ich Euch neulich einige Fotos von unserem Urlaub auf Rhodos gezeigt habe, möchte ich Euch heute wieder einmal eine Geschichte erzählen. Ihr könnt es mir wirklich glauben, es ist nicht geflunkert. Wir hatten tatsächlich dieses Erlebnis auf der schönen griechischen Insel. Ich sage nur: Sachen gibt&#8217;s, die gibt&#8217;s gar nicht! Oder passiert so etwas nur uns?</strong><br />
<span class="dropcap">E</span>s ist einer der letzten Abende auf Rhodos. Die Luft ist warm und es ist bereits dunkel. Wir haben gerade unser Abendessen eingenommen und überlegen, was wir jetzt tun sollen.<br />
„Lass uns noch ein bisschen mit dem Auto auf der Insel umherfahren“, schlägt mir mein Mann vor. „Morgen müssen wir den Wagen wieder abgeben, also ist jetzt die beste Gelegenheit ihn noch einmal zu benutzen.“<br />
„Okay und hast du eine Idee, wo unser abendlicher Ausflug hingehen soll?“, erkundige ich mich.<br />
„Wir fahren einfach drauf los und irgendwo werden wir schon landen.“<br />
Dieser Vorschlag gefällt mir und so setzen wir uns ins Auto und los geht die Fahrt. Wir landen in einem Ort, in dem wir bereits vor zwei Jahren schon einmal waren. Hier flanieren ebenfalls Urlauber an den unterschiedlichen Geschäften, Bars, Restaurants und Hotels vorbei.<br />
„Die Souveniers und der ganze Krimskrams ist doch in jedem Ort der gleiche“, sagt Peter. „Da müssen wir nicht wieder irgendeinen Mist kaufen.“<br />
Er hat absolut recht, denn hier gibt es nichts, was man wirklich gebrauchen kann oder was wir unbedingt haben müssten. Also nehmen wir uns vor, einfach nur die Straße entlang zu spazieren und eventuell irgendwo für einen Drink einzukehren, wozu es allerdings nicht mehr kommen soll. Bereits nach ungefähr hundert Metern, erblickt mein Göttergatte nämlich einen Laden, der dann doch seine Aufmerksamkeit erregt. Auch ich bin nicht abgeneigt dieses Geschäft zu besuchen und ein wenig umherzuschnüffeln.<br />
Hier gibt es Gemälde. Sicherlich sind es keine kostbaren Gemälde und auch nicht von namhaften Künstlern, aber schauen kann man ja mal.<br />
„Vielleicht finden wir ja etwas für unsere Diele oder den Treppenaufgang zum oberen Stockwerk“, überlege ich laut, während mein Peter schon einige Bilder unter die Lupe nimmt.<br />
„Schau mal, wie gefällt dir dieses Bild?“, fragt er mich plötzlich und ich stelle mich zum Betrachten des Gemäldes neben ihn.<br />
„Nicht schlecht und es würde auch farblich gut passen“, erkläre ich. „Allerdings müssten wir uns noch einen geeigneten Bilderrahmen beschaffen, denn es ist schon recht groß. Und denk bitte daran, dass wir mit unserem Gewicht schon am Limit sind“, gebe ich zu bedenken.<br />
„Das ist ja wohl kein Problem“,entgegnet mein Mann. „Das Bild wiegt ja nichts und den Rahmen kaufen wir eh in Deutschland.&#8220;<br />
Wir betrachten das Gemälde noch einmal ausgiebig, das übrigens eine Tänzerin abbildet, und entschließen uns dann für den Kauf.<br />
Und damit nimmt das Verhängnis seinen Lauf. Allerdings ist es nicht das Gemälde, das zur allgemeinen oder besser gesagt, zu unserer Verwirrung beiträgt, sondern…</p>
<p>Aber lasst mich einfach weiter erzählen:<br />
Der Verkäufer und Peter schreiten zur Bezahlung. Mein Mann zückt seine Kreditkarte und legt sein Portemonnaie auf den Verkaufstresen. Das Einschieben der Karte in das Kartenlesegerät ist kein Problem, doch dann meint der griechische Verkäufer: „PIN!“<br />
„Brauche ich dabei nicht, nur unterschreiben muss ich!“, erklärt Peter und gestikuliert dabei, so dass der Verkäufer zufrieden und freundlich nickt. Dann kommt er allerdings mit einer Schere und will den Zettel, den das Gerät ausspuckt durchschneiden. Allerdings wird er dabei etwas unsicher und greift zum Telefon.<br />
Mein Mann und ich sehen uns verwirrt an, aber er erklärt dann in gebrochenem Deutsch: „Bruder kommt, er weiß.“<br />
Wir wissen es auch, aber irgendwie ist der Verkäufer verunsichert und will nichts falsch machen. Innerhalb von zwei Minuten steht der Bruder da, schneidet den Zettel durch und erklärt auf griechisch vermutlich genau das, was auch wir schon wissen. Nämlich, dass man beim Bezahlen mit der Kreditkarte ohne PIN einfach nur unterschreiben muss. Das ist übrigens auch der Grund, warum mein Mann immer lieber mit Kreditkarte bezahlt und nicht mit der EC-Karte. Er kann sich einfach die PIN nicht merken, wie ihr ja schon aus einer früheren Geschichte wisst.<br />
Okay, jetzt klappt also auch die Bezahlung, der Bruder geht wieder, der Verkäufer rollt uns das Bild zusammen und steckt es in eine Tüte, die er uns überreicht. Peter steckt die Kreditkarte wieder in seine Geldbörse, nimmt diese und den Autoschlüssel vom Tresen und steckt beides in seine Hosentaschen. Wir verabschieden uns und fahren wieder freudig zu unserem Hotel zurück. Immerhin haben wir gerade ein schönes Andenken an unseren Rhodosurlaub erstanden.<br />
Am Hotelparkplatz angekommen, erklärt Peter:<br />
„Ich räume gleich alles aus dem Auto und schaue nach, dass wir nichts im Wagen vergessen haben, dann geben wir gleich den Schlüssel an der Rezeption ab.“<br />
Soweit, &#8211; so gut!<br />
Als wir zwei Schritte vom Wagen entfernt sind, frage ich: „Hast du das Auto auch zugesperrt?“<br />
„Ach, ich glaube, das hab ich jetzt vergessen.“<br />
Mein Mann greift in seine rechte Hosentasche, um den Schlüssel herauszunehmen. Während er auf den Schließer drückt, fummelt er mit der anderen Hand an seiner linken Hosentasche herum.<br />
„Was ist los?“, frage ich verwundert.<br />
„<strong>Keine Ahnung!</strong>“, sagt er und zieht einen Autoschlüssel aus der linken Hosentasche.<br />
„Wo kommt der denn her? Wieso hast du zwei?“<br />
„Das frage ich mich jetzt auch! Ich hab&#8216; <strong>keine Ahnung!</strong>“<br />
Ratlos stehen wir da und schauen sprachlos auf die  Schlüssel in der rechten und linken Hand meines Mannes.<br />
Der Schlüssel in seiner rechten Hand gehört zu einem Fiat, also zu unserem Mietwagen. Der Schlüssel in seiner linken Hand gehört allerdings zu einem Lancia. Doch wie kommt er in die Hand meines Mannes und wem gehört der Lancia?<br />
„Lag der im Auto? Gehörte er vielleicht dem Vormieter dieses Wagens?“ Peter zuckt ratlos mit den Schultern. &#8222;<strong>Keine Ahnung!</strong>&#8220;<br />
„Ist der vielleicht in der Tüte mit dem Bild gewesen? Die ist nämlich vorhin vom Sitz gefallen. Vielleicht hast du ihn aufgehoben und beim Autoaufräumen in die Hosentasche gesteckt.<br />
Peter zuckt mit den Schultern: &#8222;<strong>Keine Ahnung</strong>!&#8220;<br />
„Oder lag der auf dem Tresen und du dachtest, es sei dein Schlüssel?“<br />
Peter zuckt mit den Schultern.<br />
„<strong>Keine Ahnung</strong>“, sagt mein Mann nun zum fünften Mal an diesem Abend. „Ich kann es mir beim besten Willen nicht erklären.“<br />
Wir schauen auf die Uhr. Inzwischen ist es schon nach Mitternacht. Also hat es keinen Zweck zurückzufahren und in dem besagten Geschäft nachzufragen. Wir gehen zur Hotelrezeption, wo ein Grieche dahinter und ein Grieche davor steht. Wir erklären unser Problem und zeigen unseren Kassenbon vor, in der Hoffnung dass dort irgendein Name oder eine Telefonnummer vermerkt ist. Tatsächlich wird der Herr von der Rezeption fündig und ruft auch sofort bereitwillig an, allerdings meldet sich nur ein anderes Hotel.<br />
„Jetzt ist guter Rat teuer“, sage ich und werfe sofort die Frage hinterher: „Was machen wir denn jetzt?“<br />
Der Grieche vor dem Rezeptionstresen, der übrigens deutsch spricht, mischt sich ein und erkundigt sich, was wir gekauft haben und, ob wir das Geschäft beschreiben können. Dies versuchen wir. Danach zückt dieser Mann sein Handy und wählt eine Nummer. Wir verstehen kein Wort des Telefonats, aber zum Schluss erklärt er, dass er ungefähr wisse, wo wir das Bild gekauft haben und morgen gehe jemand zu dem Verkäufer und frage nach, ob ihm ein Autoschlüssel fehle. Das beruhigt uns.<br />
Auf unser Nachfragen am nächsten Morgen an der Rezeption weiß keiner irgendetwas von irgendeinem Schlüssel. Seltsam. Ein Blick hinter den Tresen lässt meinen Mann jedoch erkennen, dass der Schlüssel achtlos zwischen Bleistiften, Notizzetteln, Radiergummis und anderen Utensilien liegt. Leider lässt sich nichts Weiteres in Erfahrung bringen. Doch am Abend treffen wir wieder den besagten Griechen ( der am Abend zuvor vor dem Tresen stand) und dieser erzählt uns, dass der Schlüssel tatsächlich dem Verkäufer gehöre. Dieser habe aber noch einen Ersatzschlüssel. Alles sei kein Problem und überhaupt sei er am nächsten Tag in dem besagten Ort und bringe dem Mann seinen Autoschlüssel. Wir sollen uns keine Sorgen machen, denn alles sei gut.<br />
Wir sind echt froh, dass sich alles so gut geregelt hat und auch alles scheinbar recht unkompliziert gesehen wird. Allerdings weiß mein Mann bis heute nicht, wie dieser Schlüssel in seine Hosentasche kam.</p>
<p>&#8222;<strong>Keine Ahnung!</strong>&#8222;, ist alles, was er dazu sagen kann.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/stock-und-weisser-bart/">Stock und weißer Bart</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/den-schuhen-des-anderen/">In den Schuhen des Anderen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/1174-knut-knopf/">Knut Knopf</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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