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	<title>Bäcker &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Und noch mehr Kindheitserinnerungen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Jun 2024 19:13:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bäcker]]></category>
		<category><![CDATA[Einkauf]]></category>
		<category><![CDATA[Frühstück]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir sitzen gerade vor einer Bäckerei in einem kleinen Städtchen. Es ist nicht irgendeine Stadt. Nein, es ist meine alte Heimatstadt, das heißt: Hier habe ich meine Kindheit und Jugend verbracht. Es ist kurz nach zehn Uhr und wir haben uns hier gemütlich niedergelassen, um ein verspätetes Frühstück einzunehmen. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel und auch wir sind guter Dinge. Es ist ein ganz gewöhnlicher Wochentag und so verfolgen wir das Treiben auf dem kleinen Platz vor uns. Menschen gehen in der gemütlichen Bäckerei ebenso ein und aus wie in der angrenzenden Apotheke. Während wir das Hin und Her beobachten und unser Frühstück genießen, fliegen meine Gedanken ganz weit zurück in meine Vergangenheit. „Dort vorne am Eck war der Zuckerbäcker“, erkläre ich meinem Mann, der meine Heimatstadt auch seit seiner eigenen Kindheit kennt, da unsere Elternhäuser nur fünfzehn Kilometer auseinander liegen. „Ach ja“, fällt es ihm ein, „den haben wir doch neulich getroffen.“ Ich nicke ihm zustimmend zu und erliege weiter meinen Erinnerungen. So sitzen wir ein oder zwei Minuten schweigend vor unserem Frühstück. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir sitzen gerade vor einer Bäckerei in einem kleinen Städtchen. Es ist nicht irgendeine Stadt. Nein, es ist meine alte Heimatstadt, das heißt: Hier habe ich meine Kindheit und Jugend verbracht.</strong><br />
<strong>Es ist kurz nach zehn Uhr und wir haben uns hier gemütlich niedergelassen, um ein verspätetes Frühstück einzunehmen. Die Sonne strahlt vom blauen Himmel und auch wir sind guter Dinge.</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>s ist ein ganz gewöhnlicher Wochentag und so verfolgen wir das Treiben auf dem kleinen Platz vor uns. Menschen gehen in der gemütlichen Bäckerei ebenso ein und aus wie in der angrenzenden Apotheke.<br />
Während wir das Hin und Her beobachten und unser Frühstück genießen, fliegen meine Gedanken ganz weit zurück in meine Vergangenheit.<br />
„Dort vorne am Eck war der Zuckerbäcker“, erkläre ich meinem Mann, der meine Heimatstadt auch seit seiner eigenen Kindheit kennt, da unsere Elternhäuser nur fünfzehn Kilometer auseinander liegen.<br />
„Ach ja“, fällt es ihm ein, „den haben wir doch neulich getroffen.“<br />
Ich nicke ihm zustimmend zu und erliege weiter meinen Erinnerungen. So sitzen wir ein oder zwei Minuten schweigend vor unserem Frühstück. Doch dann breche ich das Schweigen, denn ich möchte meinem Peter etwas erzählen:<br />
„Als ich noch ein Kind war, ging ich mit meiner Mutter freitags immer einkaufen. Freitag vormittags, wenn ich in der Schule war, wurde bei uns das Haus von oben bis unten geputzt und am Nachmittag war dann einkaufen angesagt.“<br />
Mein Mann hört mir gespannt zu, denn er hat mir angemerkt, dass ich jetzt mit Sicherheit noch mehr aus meiner Kindheit erzählen möchte.<br />
„Wir hatten immer eine ganz bestimmte Route, die wir liefen und auf diesem Weg lagen alle Geschäfte, die es für uns zu besuchen galt. Da man zum Einkaufen Geld braucht, gingen wir zuerst auf die Sparkasse und meine Mutter hob das benötigte Geld vom Girokonto ab.“<br />
Damals gab es nämlich noch keine EC- oder Kreditkarten. Man hat mit Bargeld bezahlt. Das hatte den Vorteil, dass man niemals mehr Geld ausgab, als man in der Tasche hatte. Man musste sogar noch für die kommende Woche Geld übrig behalten, denn erst am nächsten Freitag ging es wieder zur Bank.<br />
„Ach, das habe ja ganz vergessen zu erzählen: Bevor wir auf die Sparkasse gingen, gab meine Mutter ihren Lottoschein in der Annahmestelle ab und dann kaufte sie noch eine Zeitschrift im Schreibwarenladen“, erinnere ich mich genauer.<br />
„Und welche Station seid ihr dann angelaufen?“, fragt mein Mann neugierig.<br />
„Wenn wir nicht zur Post marschieren mussten, die ja noch weiter entfernt war, als die Sparkasse, dann traten wir den Rückweg an.“<br />
„Naja, auf der Post warst du ja sowieso ziemlich oft“, sagt mein Peter, „da du mit der ‚Christel von der Post‘ befreundet warst.“<br />
Ich gehe jetzt gar nicht darauf ein, sondern erzähle von unserer weiteren Einkaufsroute:<br />
„Meine Mutter und ich gingen dann zu B., die hatten ein Lebensmittelgeschäft.“<br />
Mein Mann kann alles genau nachvollziehen, da er das damalige Geschäft, aber auch die ehemalige Besitzerin kennt. Das Lebensmittelgeschäft war weder ein Tante-Emma-Laden noch ein Supermarkt, aber es war ein Selbstbedienungsgeschäft. Man konnte durch die Reihen marschieren und sich alles in den Korb legen, was man benötigte.<br />
„An der Kasse dann wurde alles in einem großen Karton verstaut und Herr B. brachte die Waren am Abend samt den Getränken mit dem Auto zu uns nach Hause. Anfangs war es ein kostenloser Service, später dann zahlte man  50 Pfennige. Wo gibt es das heute noch?“, frage ich und nehme einen Schluck von meinem Schokocappuccino.<br />
Mein Peter lauscht weiterhin andächtig und unterbricht meinen Redefluss nicht.<br />
„Ich kann mich noch erinnern, dass meine Mutter mal vergessen hat, Geld abzuheben. Wahrscheinlich haben wir auf unserer Einkaufstour Bekannte getroffen und vor lauter Quatscherei sind wir sozusagen aus dem Tritt gekommen oder sie hat ihre Geldbörse vergessen, so genau weiß ich es nicht mehr. Ach, keine Ahnung, ist ja auch egal“, sage ich, denn eigentlich will ich nur etwas berichten, was damals ganz selbstverständlich war und heutzutage nicht mehr denkbar wäre.<br />
„Auf jeden Fall stand sie ohne Geld an der Kasse. Frau B. reichte ihr dann einfach einen gelben Auszahlungsbeleg von der Sparkasse und sie füllte ihn aus, bezahlte sozusagen damit und erhielt das Restgeld in bar. So ähnlich, wie es zum Beispiel der R…-Markt heutzutage mit der EC-Karte macht, nur eben mit einem normalen Auszahlungsformular von der Sparkasse.“<br />
„Ach“, sagt mein Mann, „was war damals alles noch so unkompliziert und hat doch alles auch geklappt.“<br />
„So und dann gingen wir weiter zum Zuckerbäcker“, berichte ich. „Dort kauften wir ein bemehltes Mischbrot, ein paar Brötchen und ich durfte mir ein Stückchen aussuchen. Meist entschied ich mich für ein Mohnstückchen. Ich esse heute immer noch gerne Mohnkuchen, das ist wohl so ein Überbleibsel aus meiner Kindheit. Übrigens hat uns der selbe Bäcker jeden Morgen drei Brötchen vor die Tür gelegt, so dass ich immer ein frisch gebackenes belegtes Brötchen mit in die Schule nehmen konnte. Damals konnte man diesen Brötchenbringservice noch bestellen.“<br />
Tja und jetzt sitzen wir wieder vor einer Bäckerei, die nur ein paar Meter von dem damaligen Zuckerbäckerladen entfernt ist. Aber hier kam ich mit meiner Mutter auch immer vorbei. Die Apotheke nebenan gab es damals auch schon und wenn wir Schuhe brauchten, dann bogen wir einfach rechts um die Ecke und schon konnte das Probieren losgehen. Elektroartikel, Schmuck und Bekleidung gab es zwischen dem Lebensmittelgeschäft und dem Bäcker. Es war also alles sehr zentral gelegen.<br />
„An einem normalen Freitag, an dem kein Kauf von Schmuck, Bekleidung, Schuhe oder Elektroartikeln etc. anstand, folgte nach dem Bäcker der Gang in den Metzgerladen“, erkläre ich meinem Mann und füge noch andere Details hinzu:<br />
„Klein- Astrid bekam dort selbstverständlich auch noch ein Stückchen Fleischwurst. Und wenn wir dann wieder zu Hause waren, dann saßen meine Mutter und ich gemeinsam in der Küche und es gab es eine kalte Rindswurst und ein Brötchen aus der Hand. Manchmal wollte ich auch nur ein Stückchen Camembert aus der Hand. Auf jeden Fall hat es super lecker geschmeckt.“<br />
In meinen Gedanken sehe ich alles noch genauso vor mir. Einiges hat sich in meiner alten Heimatstadt verändert, einiges ist geblieben. Ein paar der Geschäfte, die auf unserem Weg lagen, gibt es heute nicht mehr. Schade, aber im Leben gibt es eben immer Veränderungen, manches verschwindet und anderes kommt hinzu. Das ist gut so, denn sonst wäre es auch zu langweilig.<br />
„Hallo Ihr Zwei!“, ruft uns gerade ein Bekannter zu. „Ich habe gerade das Cottbuser Nummernschild gesehen, da dachte ich mir doch, dass Ihr hier seid und hab mich gleich nach Euch umgeschaut.“<br />
„Hallo!“, rufen wir ihm freudig entgegen.<br />
„Willst du einen Kaffee?“, fragt mein Peter und schon sitzen wir zu dritt vor dem Bäckerladen.</p>
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<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/hat-astrid-denn-kein-schmuckkaestchen/">Hat Astrid denn kein Schmuckkästchen?</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
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		<title>Was hat Oma Hildi angestellt? (1)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Feb 2021 14:31:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[anstellen]]></category>
		<category><![CDATA[Bäcker]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[Geschwister]]></category>
		<category><![CDATA[Kindheit]]></category>
		<category><![CDATA[Mund]]></category>
		<category><![CDATA[Tür]]></category>
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					<description><![CDATA[Enkelkinder sind neugierig. So auch Oma Hildis Enkel. Er ist bereits ein Schulkind und möchte keine erfundene Gutenachtgeschichte hören, sondern eine aus dem wahren Leben. Deshalb versucht er mit einem kleinen Trick Oma Hildi Geschichten aus ihrer Kindheit zu entlocken.  „Mama und Papa sagen, ich sei früher ein kleiner Schlingel gewesen, weil ich Papa mit der Zange in den Popo gezwickt habe, als er auf der Leiter stand. Warst du auch so ein Schlingel oder warst du immer brav?“ „Eigentlich war ich immer brav, soweit ich mich erinnern kann…,“, meint die Großmutter schmunzelnd. „Bis auf ein- oder zweimal vielleicht.“ Dieser letzte Satz lässt den Enkel aufhorchen. Er will das jetzt ganz genau wissen. „Nun sag schon. Was hast du angestellt?“ „Ach, du weißt ja sicher, dass ich noch einen Bruder und eine Schwester hatte. Ich war die Jüngste von uns Dreien und somit das Nesthäkchen, wie man so schön sagt.“ „Dann bist du wohl genauso verwöhnt worden, wie ich als Einzelkind“, sagt der Enkel hoffnungsvoll. „Naja, manchmal haben sie mich ein bisschen verwöhnt, aber es &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Enkelkinder sind neugierig. So auch Oma Hildis Enkel. Er ist bereits ein Schulkind und möchte keine erfundene Gutenachtgeschichte hören, sondern eine aus dem wahren Leben. Deshalb versucht er mit einem kleinen Trick Oma Hildi Geschichten aus ihrer Kindheit zu entlocken.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">„M</span>ama und Papa sagen, ich sei früher ein kleiner Schlingel gewesen, weil ich Papa mit der Zange in den Popo gezwickt habe, als er auf der Leiter stand. Warst du auch so ein Schlingel oder warst du immer brav?“<br />
„Eigentlich war ich immer brav, soweit ich mich erinnern kann…,“, meint die Großmutter schmunzelnd. „Bis auf ein- oder zweimal vielleicht.“<br />
Dieser letzte Satz lässt den Enkel aufhorchen. Er will das jetzt ganz genau wissen.<br />
„Nun sag schon. Was hast du angestellt?“<br />
„Ach, du weißt ja sicher, dass ich noch einen Bruder und eine Schwester hatte. Ich war die Jüngste von uns Dreien und somit das Nesthäkchen, wie man so schön sagt.“<br />
„Dann bist du wohl genauso verwöhnt worden, wie ich als Einzelkind“, sagt der Enkel hoffnungsvoll.<br />
„Naja, manchmal haben sie mich ein bisschen verwöhnt, aber es war ja Krieg damals und man kann das schwer mit heutzutage vergleichen. Meine Eltern haben schon sehr darauf geachtet, dass wir auch teilen gelernt haben. Naja, ich war ja noch klein und manchmal vergisst<span class="Apple-converted-space">  </span>man das auch…“<br />
„Aha, ich ahne da etwas!“ Erwartungsvoll blickt der Enkelsohn seine Oma an, die auch gleich weitererzählt.<br />
„Eigentlich waren die Beiden ja auch irgendwie selbst schuld. Ich war ja noch so klein, vielleicht drei Jahre. Aber das weiß ich nicht mehr so genau. Auf jeden Fall hatten sie ein bisschen Geld, das für uns alle bestimmt war. Nicht viel, nur ein paar Pfennige. Aber sie reichten aus, um sich etwas etwas zu kaufen, das es nicht alle Tage gab. Vielleicht kannst du dir denken, was das war?!“<br />
„Ich weiß nicht. Mama sagt immer, man muss nicht jeden Tag Süßigkeiten haben.“<br />
„Da liegst du gar nicht so falsch. Meine Geschwister haben mir das Geld in die Hand gedrückt und mich zum Bäcker um die Ecke geschickt. Dort sollte ich Schokolade kaufen.“<br />
„Oh, oh! Und du hast das Geld verloren?“, fragt der Enkel.<br />
„Aber nein!“, Oma schaut fast ein wenig entsetzt. „Das Geld habe ich ganz fest gehalten, als ich zum Laden gelaufen bin. Die Bäckersfrau hat mich gekannt und mir sogar etwas mehr Schokolade für mein Geld gegeben. Sie hat mich sogar daran erinnert, dass ich mich beeilen sollte, damit die Schokolade nicht in meiner Hand zerschmilzt. Auf dem Heimweg hatte ich es allerdings nicht mehr so eilig wie auf dem Hinweg. Ich habe mir nämlich überlegt, dass ich ja lieber meinen Anteil schon essen sollte, damit er nicht schmilzt. Die Schokolade hat so gut geschmeckt. Richtig lecker. Ich glaube fast, ich habe nie mehr wieder so köstliche Schokolade gegessen.“<br />
„Weißt du noch welche Marke es war“, erkundigt sich ihr Zuhörer.<br />
„Nein, ich konnte damals doch noch nicht lesen und sie war ja auch gar nicht eingepackt, sie lag nur lose in einer kleinen Papiertüte. Jedenfalls war mein Anteil sicher in meinem Bauch gelandet und weil die Bäckersfrau mir ja mehr gegeben hatte, dachte ich mir ich könnte sicherheitshalber diesen Teil auch noch essen. Davon wussten meine Geschwister ja nichts und so würden sie ihn auch nicht vermissen. Sicher ist Sicher, dachte ich mir und stopfte die Schokolade in mich hinein.“<br />
„Hast du kein Bauchweh davon bekommen?“<br />
„Das nicht, ich kann mich zumindest nicht daran erinnern. Im Gedächtnis ist mir etwas ganz anderes geblieben.“<br />
„Und was?“<br />
„Die entsetzten Gesichter meiner Geschwister als ich endlich nach einer Ewigkeit zu Hause ankam.“<br />
„Wieso?“<br />
„Naja, zum Einen, weil alles rund um meinen Mund total schokoladenverschmiert war…“<br />
„Und zum anderen?“, will der Enkel wissen.<br />
„… weil die Tüte vollkommen leer war.“<br />
„Ohje, das hat wohl Ärger gegeben.“<br />
„Das kannst du aber glauben“, bestätigt Oma Hildi. „Die Schokolade, die ich ein paar Wochen später von meiner Patentante zum Geburtstag geschenkt bekam, musste ich abgeben und bekam selbst nur ein winziges Stückchen davon ab.“<br />
„Richtig so!“, schallt es von der Kinderzimmertür her. Dort steht nämlich Opa, der den letzten Teil der Geschichte mitgehört hat. „Das sollten wir auch einführen, denn Oma futtert mir immer die ganze Schokolade weg und ich finde dann nur noch die leere Verpackung. Leider verrät sie sich nicht mehr durch einen schokoladenverschmierten Mund.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das auch noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/gut-gemeint/">Gut gemeint</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/babette-und-der-schneemann/">Babette und der Schneemann</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Einzug mit Hindernissen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jan 2019 11:20:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bäcker]]></category>
		<category><![CDATA[Hindernis]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Verpackung]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnung]]></category>
		<category><![CDATA[Zwilling]]></category>
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					<description><![CDATA[Mona räkelt sich behaglichen in ihrem Bett. Neben ihr liegt Lisa, ihre Zwillingsschwester. Sie muss lächeln, denn ihr fällt beim Anblick ihres Ebenbildes wieder einmal ein, wie sie beide zu ihren Namen gekommen sind.&#160;Ihre Eltern waren sich vor dem berühmten Ölgemälde von Leonardo DaVinci im Louvre zum ersten Mal begegnet und hatten sich auf den ersten Blick ineinander verliebt. Als ein Jahr später die Zwillinge geboren wurden und es zwei Mädchen waren, kamen keine anderen Namen in Frage als Mona und Lisa. Mona lässt ihren Blick weiter durch das sonnendurchflutete Zimmer schweifen.&#160; „Das ist nun also meine neue Wohnung“, überlegt sie. „Und ich hatte sogar einen wunderschönen Traum, in dem ich meine große Liebe gefunden habe. Was man in der ersten Nacht im neuen Heim träumt, soll ja angeblich in Erfüllung gehen“, denkt Mona und steht leise auf.&#160; Sie schleicht sich aus dem Schlafzimmer, um ihre Schwester nicht zu wecken. Mona möchte ihr neues Zuhause noch ein kleines Weilchen alleine genießen. So schlängelt sie sich zwischen den Kisten, Koffern und Tüten hindurch, die überall verteilt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mona räkelt sich behaglichen in ihrem Bett. Neben ihr liegt Lisa, ihre Zwillingsschwester. Sie muss lächeln, denn ihr fällt beim Anblick ihres Ebenbildes wieder einmal ein, wie sie beide zu ihren Namen gekommen sind.&nbsp;<br>Ihre Eltern waren sich vor dem berühmten Ölgemälde von Leonardo DaVinci im Louvre zum ersten Mal begegnet und hatten sich auf den ersten Blick ineinander verliebt. Als ein Jahr später die Zwillinge geboren wurden und es zwei Mädchen waren, kamen keine anderen Namen in Frage als Mona und Lisa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mona lässt ihren Blick weiter durch das sonnendurchflutete Zimmer schweifen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist nun also meine neue Wohnung“, überlegt sie. „Und ich hatte sogar einen wunderschönen Traum, in dem ich meine große Liebe gefunden habe. Was man in der ersten Nacht im neuen Heim träumt, soll ja angeblich in Erfüllung gehen“, denkt Mona und steht leise auf.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie schleicht sich aus dem Schlafzimmer, um ihre Schwester nicht zu wecken. Mona möchte ihr neues Zuhause noch ein kleines Weilchen alleine genießen. So schlängelt sie sich zwischen den Kisten, Koffern und Tüten hindurch, die überall verteilt sind.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wahnsinn, was sich in meinem neunundzwanzigjährigen Leben bisher alles so angesammelt hat. &#8211; Obwohl ich schon tüchtig aussortiert habe“, fügt sie noch ihrem Gedankengang hinzu. „Hoffentlich bekomme ich auch alles in den drei Zimmern unter.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Guten Morgen, Schwesterchen!“, wird Mona plötzlich von Lisas fröhlicher Stimme unterbrochen. „Bist du auch vom Kitzeln eines Sonnenstrahls geweckt worden? Herrlich, du hast die Morgensonne in deinem Schlafzimmer. &#8211; Komm her, ich muss dich umarmen!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lachend tänzeln die beiden Schwestern zwischen den Kisten hin und her. Am Ende ihres Tanzes sind sie im Badezimmer angekommen, wo sie sich nach einer wohltuenden Dusche in ihre Jogginganzüge werfen und sich der großen Herausforderung des Tages stellen wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Lass uns aber erst einmal auf deinem Balkon ein Tässchen Kaffee trinken“, schlägt Lisa vor und öffnet auch schon die Balkontür. Dort haben die Möbelpacker gestern gleich zwei Stühle und einen kleinen Tisch aufgebaut.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe in der Küche eine Tüte mit einer neuen Packung gemahlenen Kaffees!“, fällt es Mona jetzt ein. „Warte nur, in ein paar Minuten ist die Wohnung von frischem Kaffeeduft erfüllt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lisa hat auf einem Stuhl Platz genommen und reckt ihr Gesicht mit geschlossenen Augen der Sonne entgegen. Ihr süßes Näschen beginnt nach einer Weile zu schnüffeln, doch von dem versprochenen Duft kann diese nichts erkennen. Lisa öffnet die Augen und sieht eine enttäuschte Mona vor sich stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was ist? Wo ist der Kaffee? Ist die Kaffeemaschine kaputt?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das nicht! Aber ohne Schere bekomme ich die Packung nicht auf“, sagt Mona und hält das zugeschweißte kleine Päckchen hoch, in dem sich das braune Pulver befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Frauen stürmen nun in das Wohnzimmer, um nach und nach die unterschiedlichsten Kisten aufzureißen und nach einer Schere zu suchen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich weiß genau, dass ich eine neue gekauft habe. Nur kann ich mich nicht erinnern, in welcher Kiste ich sie verstaut habe“, meint Mona, genau in dem Moment als Lisa das gesuchte Stück gefunden hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Hier! Ich hab sie!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider ist die Freude der Schwestern nur von kurzer Dauer. Von der Suche erschöpft lassen sie sich wieder auf die Balkonstühle fallen. Auf dem Tisch zwischen ihnen liegt die Schere, die sie fassungslos anstarren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wie kann man nur als Hersteller eine Schere so verpacken und verkaufen, dass man eine Schere braucht, um sie aus der verschweißten Plastikverpackung wieder herauszuschneiden?!“, macht Lisa ihrer ehrlichen Entrüstung Luft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade als sich Mona und Lisa überlegen zum Bäcker auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu gehen, um dort aus einem Pappbecher ihren Kaffee zu trinken, klingelt es an der Wohnungstür.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Erwartest du jemand?“, will Lisa wissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nein und außerdem kenne ich ja noch niemand hier.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neugierig laufen die Beiden zur Wohnungstür, um diese zu öffnen. Das Zwillingsschwesternpaar blickt entgeistert in die Augen zweier Zwillingsbrüder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wohnen gleich nebenan und wollten die neue Mieterin begrüßen!“, sagt der Eine und überreicht Mona eine mit köstlichen Leckereien gefüllte Kuchenplatte. „Bestimmt habt ihr ein Tässchen Kaffee für uns. Danach helfen wir auch gerne beim Auspacken und Verräumen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch bevor Mona oder Lisa irgendetwas antworten können, zückt der andere Zwillingsbruder eine Schere und meint:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben unbeabsichtigt euer Gespräch auf dem Balkon mitbekommen. Das Problem mit dem Öffnen der Verpackungen dürfte somit gelöst sein.“ &nbsp;<br></p>
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