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	<title>Anzug &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Die Bitte</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 Mar 2024 06:29:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Anzug]]></category>
		<category><![CDATA[Bitte]]></category>
		<category><![CDATA[Medikamente]]></category>
		<category><![CDATA[Rätsel]]></category>
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					<description><![CDATA[Professor Konfusi ist unterwegs. Er hatte eine Besprechung mit einem Kollegen und will gerade in sein Auto einsteigen, als das Handy klingelt. „Konfusi“, meldet er sich kurz. „Hallo, mein Lieber, ich bin’s, deine Angetraute“, hört er die Stimme seiner Gattin. „Könntest du mir bitte einen Gefallen tun und ein Rezept beim Arzt abholen?! Ich müsste sonst nochmal extra in die Stadt fahren, aber wenn du…“ „Kein Problem, ich geh gleich mal hin und dann komme ich nach Hause.“ Gesagt, getan. Und damit ist die Aktion sowohl bei seiner Frau als auch bei ihm abgehakt und vergessen. Erst am nächsten Tag fällt die Angelegenheit seiner Frau wieder ein. „Wo sind eigentlich die Medikamente?“, erkundigt sie sich. „Welche Medikamente?“, fragt Professor Konfusi zurück. „Sag nur, du hast das Rezept gestern nicht abgeholt?“, erkundigt sich seine Gemahlin. „Ja doch, klar!“, und nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: „Sollte ich auch gleich die Medikamente in der Apotheke holen? Das wusste ich jetzt nicht“, gibt er zu und blickt völlig unschuldig drein. „Das kann man sich aber denken.“ Seine &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Professor Konfusi ist unterwegs. Er hatte eine Besprechung mit einem Kollegen und will gerade in sein Auto einsteigen, als das Handy klingelt.</strong><br />
<strong>„Konfusi“, meldet er sich kurz.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„H</span>allo, mein Lieber, ich bin’s, deine Angetraute“, hört er die Stimme seiner Gattin. „Könntest du mir bitte einen Gefallen tun und ein Rezept beim Arzt abholen?! Ich müsste sonst nochmal extra in die Stadt fahren, aber wenn du…“<br />
„Kein Problem, ich geh gleich mal hin und dann komme ich nach Hause.“<br />
Gesagt, getan. Und damit ist die Aktion sowohl bei seiner Frau als auch bei ihm abgehakt und vergessen.<br />
Erst am nächsten Tag fällt die Angelegenheit seiner Frau wieder ein.<br />
„Wo sind eigentlich die Medikamente?“, erkundigt sie sich.<br />
„Welche Medikamente?“, fragt Professor Konfusi zurück.<br />
„Sag nur, du hast das Rezept gestern nicht abgeholt?“, erkundigt sich seine Gemahlin.<br />
„Ja doch, klar!“, und nach einer kurzen Pause fügt er hinzu: „Sollte ich auch gleich die Medikamente in der Apotheke holen? Das wusste ich jetzt nicht“, gibt er zu und blickt völlig unschuldig drein.<br />
„Das kann man sich aber denken.“ Seine Gattin schüttelt den Kopf. „Wahrscheinlich hatte er seine Gedanken wieder bei irgendeinem wissenschaftlichen Thema“, fügt sie im Stillen hinzu und richtet dann eine wichtige Frage an ihren Mann: „Wo ist denn das Rezept?“<br />
„Wenn ich das wüsste! … Lass mich mal überlegen! … Ich habe es entgegengenommen und dann habe ich es irgendwo hingesteckt…“<br />
Als der ältere Herr bemerkt, dass seine Frau die Stirn runzelt und ihn fragend anblickt, fügt er schnell hinzu:<br />
„Ja, genau, ich habe es in meine Jacke gesteckt. Moment mal…“<br />
Professor Konfusi durchsucht alle Taschen seiner Jacke, allerdings ohne Erfolg.<br />
„Bestimmt liegt es im Auto!“, lautet seine nächste Idee, die jedoch auch ins Leere läuft.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span><br />
„Dann habe ich es vielleicht in meiner Aktentasche“, meint er nachdenklich, als der wieder ins Haus zurückkehrt und geradewegs zur Garderobe marschiert, wo er die Mappe am Abend zuvor abgestellt hat. Doch leider lässt sich auch hier nichts finden. Jetzt ist guter Rat teuer. Im Grunde genommen sind mittlerweile alle denkbaren Möglichkeiten ausgeschöpft. Damit ist auch für Professor Konfusi die Angelegenheit beendet und er will sich wieder seiner Lektüre zuwenden. Kurz darauf klingelt das Telefon und er ist sofort in ein fachliches Gespräch mit einem Kollegen vertieft.<br />
Frau Konfusi hat sich schon damit abgefunden, dass sie nun doch selbst die Sache mit dem Rezept und den Medikamenten in Angriff nehmen muss. „Sicher ist sicher!“, denkt sie sich, doch da kommt ihr eine andere Idee. Die Zeitspanne zwischen ihrem Anruf und der Ankunft ihres Mannes zu Hause war recht groß gewesen. „Sollte er noch einmal im Büro gewesen sein?“, fragt sie laut vor sich hin.<br />
„Richtig, meine Liebe. Jetzt, da du es sagst, fällt es mir wieder ein. Ich musste noch ein paar Dinge im Büro regeln. Bestimmt liegt das Rezept auf meinem Schreibtisch in der Universität.“<br />
Professor Konfusi strahlt, denn nun scheint er die Lösung seines Rätsels gefunden zu haben. „Ich muss nachher sowieso noch mal hin, sie brauchen ein paar Unterschriften von mir.“<br />
„Dann bringst du bitte auch gleich die Medikamente mit!“, erinnert ihn seine Gemahlin vorsichtshalber noch einmal.<br />
Doch auch an diesem Abend kommt er wieder unverrichteter Dinge daheim an.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span><br />
„Hast du meinen Anzug mal durchsucht?“, will er von seiner Frau wissen.<br />
„Da habe ich nichts gefunden, aber du kannst gerne auch nachsehen…“<br />
„Ich hab’s: Mein Hemd! Da muss es sein!“, startet der Professor einen erneuten Versuch. Ich habe das Rezept in die Brusttasche gesteckt.“ Seine Augen leuchten regelrecht vor Freude, dass die Erinnerung zurückgekehrt und des Rätsels Lösung gefunden ist.<br />
„Das hängt im Hauswirtschaftsraum“, meint Frau Konfusi und läuft hin. Sie greift in die Tasche und zieht etwas heraus, das sie ihrem Gatten zeigt.<br />
„Damit bekommen wir auf jeden Fall keine Medikamente“, sagt sie und zuckt mit den Achseln.<br />
Am nächsten Morgen steht Professor Konfusi erneut in der Arztpraxis.<span class="Apple-converted-space">&nbsp;</span><br />
„Waschmaschine!“, ruft er dem Arzt zu, der ihn fragend anschaut, weil der ältere Herr schon wieder an der Anmeldung steht.<br />
„Meine Frau hat das Hemd gewaschen und jetzt sind von dem Rezept nur noch ein paar Papierkrümelchen übrig. Könnten Sie mir bitte ein neues Rezept ausstellen?!“<br />
Stolz überreicht er am Abend seiner Frau das Rezept, kratzt sich jedoch verlegen am Kopf, als diese lachend fragt:<br />
„Und wo sind nun die Medikamente?“</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Im Eifer des Gefechts</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Jul 2018 20:26:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Anzug]]></category>
		<category><![CDATA[Eifer]]></category>
		<category><![CDATA[Gattin]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Hochzeit]]></category>
		<category><![CDATA[Plastikfolie]]></category>
		<category><![CDATA[Störung]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute müssen Herr und Frau Konfusi getrennte Wege gehen. Nein, sie haben sich nicht gestritten, aber manchmal will es das Leben, dass man nicht alle Dinge in trauter Zweisamkeit machen kann. Sie würden gerne beide an der Feier eines befreundeten Ehepaares teilnehmen. Emil und Herta feiern heute ihre Goldene Hochzeit. Anlässlich dieser 50 gemeinsamen Jahre haben sie Freunde und Bekannte eingeladen.  Am frühen Nachmittag findet ein Gottesdienst zu Ehren des Ehepaares statt, in welchem sie nochmals ihr Jawort von einst wiederholen und bekräftigen möchten. Danach gibt es noch Kaffee und Kuchen in einem schmucken kleinen Café im Schlosspark. „Ich würde so gerne bei Euch sein, doch leider erhält genau zu dieser Zeit ein früherer Kollege die Ehrendoktorwürde und man hat mich gebeten die Laudatio zu halten“, hatte Professor Konfusi bei der Einladung durch das Jubelpaar erklärt. „Ich habe schon lange zugesagt.“ Zum Glück hatten die Freunde Verständnis für Professor Konfusi und schließlich beschlossen sie eine Art Kompromiss.  „Elisabeth, dann komm doch wenigstens du. Wir würden uns sehr freuen“, baten die beiden Freunde.  „Sonst würde uns &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute müssen Herr und Frau Konfusi getrennte Wege gehen. Nein, sie haben sich nicht gestritten, aber manchmal will es das Leben, dass man nicht alle Dinge in trauter Zweisamkeit machen kann. Sie würden gerne beide an der Feier eines befreundeten Ehepaares teilnehmen. Emil und Herta feiern heute ihre Goldene Hochzeit. Anlässlich dieser 50 gemeinsamen Jahre haben sie Freunde und Bekannte eingeladen.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong><br />
<span class="dropcap">A</span>m frühen Nachmittag findet ein Gottesdienst zu Ehren des Ehepaares statt, in welchem sie nochmals ihr Jawort von einst wiederholen und bekräftigen möchten. Danach gibt es noch Kaffee und Kuchen in einem schmucken kleinen Café im Schlosspark.<br />
„Ich würde so gerne bei Euch sein, doch leider erhält genau zu dieser Zeit ein früherer Kollege die Ehrendoktorwürde und man hat mich gebeten die Laudatio zu halten“, hatte Professor Konfusi bei der Einladung durch das Jubelpaar erklärt. „Ich habe schon lange zugesagt.“<br />
Zum Glück hatten die Freunde Verständnis für Professor Konfusi und schließlich beschlossen sie eine Art Kompromiss.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Elisabeth, dann komm doch wenigstens du. Wir würden uns sehr freuen“, baten die beiden Freunde.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Sonst würde uns etwas fehlen. Immerhin gehört ihr zu unserem Leben, seit Herta und ich uns kennen“, fügte Emil damals hinzu.<br />
Naja, und so haben Herr und Frau Konfusi beschlossen sich gewissermaßen aufzuteilen. Wenn möglich würde Herr Konfusi später noch dazu stoßen, aber das konnte er nicht versprechen.<br />
Alles ist bestens geplant für diesen Tag und trotzdem kommt schon am frühen Morgen etwas Unvorhergesehenes dazwischen. Das Telefon im Wohnzimmer des Ehepaares Konfusi klingelt um halb acht.<br />
„Guten Morgen, entschuldigen Sie bitte die frühe Störung“, krächzt eine weibliche Stimme in das Ohr von Elisabeth Konfusi.<br />
„Hier ist Marianne, ihre Friseurin. Ich bin leider ganz plötzlich erkrankt und muss ihren Frisörtermin für heute absagen. Ich liege mit 38 Grad Fieber im Bett.“<br />
Frau Konfusi weiß, dass niemand einspringen kann, denn der Frisörsalon „Lockenwickler“ ist nur ein „Einmannbetrieb“ oder besser gesagt ein „Einfraubetrieb“. Die Chefin ist Marianne und sie hat keine Angestellten.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ach, es ist ja lediglich eine Wasserwelle nötig und das kann ich auch selbst machen. Ich danke für ihre rechtzeitige Benachrichtigung und wünsche Ihnen eine schnelle Genesung. Machen Sie sich bitte keine Sorgen und kommen Sie bald wieder auf die Beine“, sagt Frau Konfusi aufmunternd.<br />
Sie wird sich ein bisschen sputen müssen, aber sie wird alles rechtzeitig schaffen, dessen ist sich die ältere Dame sicher. Nur die Sache mit der Reinigung kann sie nicht mehr erledigen. Auf dem Rückweg vom Frisör wollte sie nämlich den dunklen Anzug ihres Mannes abholen.<br />
„Darum kümmere ich mich“ verspricht sofort ihr Gatte. „Mach du dich nur hübsch, damit du rechtzeitig fertig bist, wenn Emil und Herta dich auf dem Weg zur Kirche abholen.“<br />
Nach dem gemeinsamen Frühstück, das seltsamerweise auch länger als sonst gedauert hat, fährt Herr Konfusi in die Stadt, um seinen Anzug abzuholen. In der Zwischenzeit springt seine Elisa, wie er seine Frau liebevoll nennt, unter die Dusche. In aller Ruhe dreht sie sich hinterher die Haare auf Lockenwickler, setzt sich unter die Trockenhaube und zieht anschließend ihr neues Kostüm an. Zur Feier des Tages wagt sie auch sich ein kleines bisschen zu schminken, &#8211; nur ein schmaler Lidstrich, Wimperntusche und ein dezenter Lippenstift.<br />
„Du siehst in deinem Alter noch recht passabel aus“, flüstert sie ihrem Spiegelbild zu. „Und Rouge brauchst du auch nicht. Die Aufregung hat für die passende zarte Rötung der Wangen gesorgt.“<br />
Frau Konfusi dreht und wendet sich vor dem Spiegel und ist mit sich sehr zufrieden. „Schade, dass mich mein Mann nicht so sieht“, denkt sie noch und schon eilt sie zum Garderobenschrank, um sich die passende Tasche zum Kostüm auszusuchen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Das schöne Seidentuch, das ich zum Geburtstag geschenkt bekommen habe, würde sicherlich auch ganz chic aussehen“, denkt Elisa und schon spurtet sie in Schlafzimmer und durchwühlt die Schublade.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ach ja, ich darf das Geschenk nicht vergessen. Oh, verflixt! Es ist ja noch gar nicht eingepackt. Hoffentlich habe ich noch genügend Geschenkpapier und Schleifen da. Das hätte ich doch wirklich schon gestern alles erledigen können“, ärgert sie sich über sich selbst und macht sich geschwind an die Arbeit.<br />
Ein Blick auf die Uhr sagt ihr, dass es inzwischen Zeit ist, um nach unten zu gehen und auf das Jubelpaar zu warten. Es wäre doch peinlich, wenn sie wegen ihr zu spät zum Gottesdienst kommen würden.<br />
Frau Konfusi schnappt sich ihre Handtasche, das inzwischen tadellos verpackte Geschenk und einen kleinen Blumenstrauß, wirft die Wohnungstür hinter sich zu und eilt die Treppen hinunter.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Zum Glück sind Herta und Emil noch nicht da!“, atmet sie erleichtert auf, als zwei Mädchen gickelnd an ihr vorbei marschieren. Im selben Moment sieht sie ihren Gatten um die Ecke kommen. Aufgeregt winkt er mit dem einen Arm, während über dem anderen der in Plastikfolie gehüllte Anzug hängt.<br />
„Hübsch siehst du aus, meine Liebe, aber komm bitte noch einmal ganz kurz mit mir nach oben“, flüstert er ihr ins Ohr.<br />
„Nein, das geht nicht mehr“, widerspricht ihm Elisa. „Ich werde jeden Moment abgeholt.“<br />
„Eben! Genau deshalb solltest du schnell noch einmal mitkommen!“<br />
„Na gut“, gibt seine Gattin verwundert nach. „Ich habe ja noch fast zehn Minuten!“<br />
„Die reichen vollkommen aus“, erklärt ihr Herr Konfusi und zieht seine Frau ins Haus zurück.<br />
„Was ist eigentlich los?“, fragt diese völlig außer Atem, als der ältere Herr die Wohnungstür öffnet und seine Frau sanft vor den Garderobenspiegel schiebt.<br />
„Ach du liebe Zeit!“, ruft diese entsetzt aus.<br />
„Reg dich nicht auf. Im Eifer des Gefechtes kann das schon mal passieren“, versucht er seine Gattin zu beruhigen und hilft ihr die Lockenwickler aus den Haaren zu drehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Auf Reisen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Sep 2016 22:07:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Anzug]]></category>
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		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
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		<category><![CDATA[Professor]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Heute wollen wir Herrn und Frau Konfusi auf Reisen begleiten. Es ist keine Vergnügungsreise, sondern eher eine berufsbedingte Reise. Der ältere Professor ist zwar nicht mehr im Dienst, aber sein Wissen und seine Forschungsergebnisse werden immer noch geschätzt. Auch schreibt er fleißig Veröffentlichungen und nimmt an Kongressen teil. So bittet man ihn oftmals einen Vortrag über sein Spezialgebiet zu halten. Seine Frau begleitet ihn immer auf Reisen und so soll es auch dieses Mal sein. Um das Kofferpacken kümmert sich schon seit jeher Frau Konfusi. „Du kannst das viel besser als ich“, pflegt er immer zu sagen und nimmt dabei seine Gattin zärtlich in den Arm. Er selbst kümmert sich nur darum, dass er alle notwendigen Unterlagen für seinen Vortrag dabei hat und übernimmt dann auch noch die Autofahrt. Die beiden älteren Herrschaften sind mit dieser Arbeitsteilung völlig zufrieden und es klappt eigentlich alles auch immer ganz gut. Heute ist Frau Konfusi allerdings etwas nervös, denn wie das so ist im Leben, kommt manchmal alles auf einmal und anders als man denkt. Eigentlich wollten &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Heute wollen wir Herrn und Frau Konfusi auf Reisen begleiten. Es ist keine Vergnügungsreise, sondern eher eine berufsbedingte Reise. Der ältere Professor ist zwar nicht mehr im Dienst, aber sein Wissen und seine Forschungsergebnisse werden immer noch geschätzt. Auch schreibt er fleißig Veröffentlichungen und nimmt an Kongressen teil.</strong><br />
<span class="dropcap">S</span>o bittet man ihn oftmals einen Vortrag über sein Spezialgebiet zu halten. Seine Frau begleitet ihn immer auf Reisen und so soll es auch dieses Mal sein.<br />
Um das Kofferpacken kümmert sich schon seit jeher Frau Konfusi.<br />
„Du kannst das viel besser als ich“, pflegt er immer zu sagen und nimmt dabei seine Gattin zärtlich in den Arm.<br />
Er selbst kümmert sich nur darum, dass er alle notwendigen Unterlagen für seinen Vortrag dabei hat und übernimmt dann auch noch die Autofahrt. Die beiden älteren Herrschaften sind mit dieser Arbeitsteilung völlig zufrieden und es klappt eigentlich alles auch immer ganz gut.<br />
Heute ist Frau Konfusi allerdings etwas nervös, denn wie das so ist im Leben, kommt manchmal alles auf einmal und anders als man denkt. Eigentlich wollten sie um diese Uhrzeit schon startbereit sein. Aber am Abend vorher, klingelte es an der Haustür. Ein befreundetes Ehepaar, Hanna und Egon, kamen unverhofft vorbei und wollten nur einmal kurz Hallo sagen. Daraus wurde ein sehr unterhaltsamer Abend, der erst nach Mitternacht endete.<br />
Heute Morgen erwachen Herr und Frau Konfusi dann allerdings mit Kopfschmerzen.<br />
„Daran ist bestimmt der Wein schuld, den Hanna und Egon mitgebracht haben. Irgendwie war er mir gleich ein bisschen schwer“, folgert Frau Konfusi.<br />
Sei es wie es sei, auf jeden Fall sind die Beiden wohl auch noch mit dem linken Fuß aufgestanden und leicht genervt. Alles geht nicht schnell genug und will nicht wie es soll. Professor Konfusi, der es gar nicht mag, wenn er in einem Anzug herumlaufen soll, beschließt erst einmal in kurzen Hosen und Schläppchen den Tag zu beginnen.<br />
„Warum ziehst du nicht wenigsten eine lange leichte Sommerhose und vernünftige Schuhe an?“, fragt Frau Konfusi ihren Gatten.<br />
„Ich will ja nicht schwitzen und vielleicht machen wir zwischendrin noch einmal Rast. Wir kommen doch an einem schönen See vorbei und da könnten wir uns ein bisschen in die Sonne setzen. Kurze Hosen und Schläppchen sind also viel bequemer und praktischer. Es reicht mir schon, wenn ich morgen und übermorgen den ganzen Tag im Anzug rumlaufen muss“, erklärt er seiner Frau.<br />
Frau Konfusi hat einen Koffer und eine Schuhtasche gepackt und ihr Mann verstaut nun alles im Kofferraum.<br />
„Hier sind deine guten neuen Schuhe, die du morgen dann zum Anzug anziehst“, sagt sie und stellt diese neben die Tasche. Danach verschwindet sie noch einmal kurz im Bad, bevor es dann endgültig los geht.<br />
„So“, meint Professor Konfusi, „sag am besten gleich, was du vergessen hast. Dann müssen wir nicht wieder in fünf Minuten umdrehen.“<br />
„Warte mal, ich schau eben nochmal schnell nach, ob ich die Haustür zugemacht habe“, entgegnet seine Frau.<br />
„Hast du! Ich habe es gesehen. Du hast auch die Wohnungstür abgeschlossen, alle Fenster sind zu und es brennt auch in keinem Zimmer das Licht. Wir haben alles und alles ist in Ordnung.“<br />
Frau Konfusi atmet einmal tief durch und lässt sich dann beruhigt in den Sitz fallen. Und los geht die Fahrt. Sie unterhalten sich angeregt über dies und das, doch plötzlich fallen Frau Konfusi die Augen zu und sie macht ein kleines Nickerchen. Als ihr Mann zu dem kleinen See abbiegt und dort einen Rastplatz anfährt, wacht sie wieder auf und blinzelt in die Sonne.<br />
Beim Aussteigen fällt der Blick der älteren Dame auf die Füße ihres Mannes.<br />
„Hast du eigentlich die Schuhe dabei?“, fragt sie ihn.<br />
„Welche? Da waren eine ganze Menge Schuhe. Ich frage mich, wieso du so viele Schuhe mitnimmst.“<br />
„Die Schuhe müssen doch zur jeweiligen Kleidung passen. Aber das meine ich nicht. Hast du <em><strong>deine</strong></em> Schuhe dabei“, erkundigt sie sich.<br />
„Wenn <em><strong>du</strong></em> sie eingepackt hast, dann sind sie wohl in der Schuhtasche mit dabei“, entgegnet ihr Mann.<br />
„Die habe ich aber neben die Schuhtasche gestellt, weil sie nicht mehr hinein gepasst haben. Das habe <em><strong>ich dir</strong></em> aber ausdrücklich gesagt.“<br />
Als Professor Konfusi nicht antwortet, sondern seine Frau nur schweigend ansieht, ist dieser alles klar.<br />
„Na, dann stehen sie da wohl immer noch.“<br />
Und nach einem Blick auf die Uhr meint sie: „Wir sollten vor dem Einchecken im Hotel erst noch schnell ein Schuhgeschäft ansteuern, sonst musst du morgen deinen Vortrag in Anzug und Schläppchen halten. Für <em><strong>dich</strong></em> habe ich nämlich nur dieses eine Paar Schuhe eingeplant, das <em><strong>du</strong> </em>zu Hause hast stehen lassen.“<br />
„Dann hätten es wenigstens meine Füße in den Schläppchen ein bisschen bequem, während ich in Anzug, Hemd und Krawatte schwitzen muss“, grinst der Professor.<br />
„Und mit Garantie wären auch alle Lacher auf deiner Seite!“<br />
Am nächsten Morgen marschiert Professor Konfusi dann in funkelnagelneuen Schuhen zum Kongress. Seine Frau macht in der Zwischenzeit eine Stadtrundfahrt und geht in der Altstadt bummeln. Als er am Nachmittag wieder im Hotel zurück ist, hat er seiner Frau ein Stückchen Kuchen mitgebracht.<br />
„Ich bin an einer Konditorei vorbeigekommen und der Kuchen hat mich so angelacht“, erzählt er seiner Gattin. „Ich habe mir eine Tasse Kaffee und ein Stück Kuchen gegönnt. Aber ich habe Dir auch ein Stück mit gebracht.“<br />
„Das ist lieb von dir, aber ich war in der Altstadt auch schon in einem Café“, entgegnet sie. „Du kannst es gerne auch noch essen.“<br />
Das lässt sich Professor Konfusi allerdings nicht zweimal sagen.<br />
„Danke. Ich muss dir aber noch was erzählen“, meint er, als das letzte Krümelchen in seinem Mund verschwunden ist. „Nicht nur der Kuchen hat mich angelacht, sondern auch die Verkäuferin. Ich scheine hier schon irgendwie bekannt zu sein.“<br />
„Wieso das denn? Wir waren doch noch nie hier in dieser Stadt“, wundert sich Frau Konfusi.<br />
„Ich finde es ja auch merkwürdig, aber als ich in den Laden kam, fragte die Verkäuferin: ‚ Bitteschön Herr Konfusi, was kann ich für sie tun?‘ “<br />
Plötzlich beginnt seine Frau zu lachen. „Das Rätsel kann ich für dich lösen“, erklärt sie ihrem Mann. Da dieser aber fragend die Stirn runzelt, lässt sie ihn nicht länger rätseln.<br />
„Schau doch mal in den großen Spiegel dort drüben!“<br />
Professor Konfusi ist jetzt tatsächlich etwas verwirrt, aber er folgt den Anweisungen seiner Frau und tritt an den Spiegel heran. Ein Blick in diesen und er muss ebenfalls lachen. Mit der rechten Hand greift er sich dann an seine linke Brust und entfernt das angesteckte Namensschild von seinem Jackett.</p>
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<p>&nbsp;</p>
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