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	<title>Zwilling &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Opa und das Glasengelchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Dec 2021 10:33:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Engel]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
		<category><![CDATA[Sommer]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmann]]></category>
		<category><![CDATA[Zwilling]]></category>
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					<description><![CDATA[Ganz aufgeregt erzählt Luisa ihren Traum, als alle gemeinsam beim Frühstück sitzen. „Das war aber ein schöner Traum“, meint Opa Kurt, „und auch eine Erklärung, warum das Engelchen dort im Schnee gelandet ist.“ Da fällt Luisa ein, dass ja der Großvater ihr auch eine Geschichte erzählen wollte. &#8222;Da wirst du dich noch bis heute Abend gedulden müssen“, erklärt dieser allerdings. „Ich habe Oma versprochen mit ihr einkaufen zu gehen. Sie möchte sich für Weihnachten ein neues Kleid kaufen und da braucht sie mich als Berater.“ „Och, bitte Opa, du kannst es doch jetzt beim Frühstück erzählen“, bettelt Luisa. „Also, da hat Luisa recht und ehrlich gesagt, bin ich inzwischen auch neugierig geworden“, gesteht die Großmutter. „Die Geschäfte haben den ganzen Tag geöffnet, da können wir uns jetzt ruhig noch ein paar Minuten Zeit lassen.“ „Da bin ich wohl überstimmt“, willigt Opa Kurt ein, kratzt sich nachdenklich am  Kopf und beginnt zu erzählen: „Ihr wisst ja alle, dass inzwischen die Vorbereitungen im himmlischen Weihnachtsland auf Hochtouren laufen. Es wird gebastelt, gemalt, verpackt, gebacken und gewerkelt. Aber &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ganz aufgeregt erzählt Luisa ihren Traum, als alle gemeinsam beim Frühstück sitzen.<br />
„Das war aber ein schöner Traum“, meint Opa Kurt, „und auch eine Erklärung, warum das Engelchen dort im Schnee gelandet ist.“</strong><br />
<strong>Da fällt Luisa ein, dass ja der Großvater ihr auch eine Geschichte erzählen wollte.</strong></p>
<p><span class="dropcap">&#8222;D</span>a wirst du dich noch bis heute Abend gedulden müssen“, erklärt dieser allerdings. „Ich habe Oma versprochen mit ihr einkaufen zu gehen. Sie möchte sich für Weihnachten ein neues Kleid kaufen und da braucht sie mich als Berater.“</p>
<p>„Och, bitte Opa, du kannst es doch jetzt beim Frühstück erzählen“, bettelt Luisa.</p>
<p>„Also, da hat Luisa recht und ehrlich gesagt, bin ich inzwischen auch neugierig geworden“, gesteht die Großmutter. „Die Geschäfte haben den ganzen Tag geöffnet, da können wir uns jetzt ruhig noch ein paar Minuten Zeit lassen.“</p>
<p>„Da bin ich wohl überstimmt“, willigt Opa Kurt ein, kratzt sich nachdenklich am<span class="Apple-converted-space">  </span>Kopf und beginnt zu erzählen:</p>
<p>„Ihr wisst ja alle, dass inzwischen die Vorbereitungen im himmlischen Weihnachtsland auf Hochtouren laufen. Es wird gebastelt, gemalt, verpackt, gebacken und gewerkelt. Aber es gibt auch noch andere Aufgaben, die Engel übernehmen…“</p>
<p>Oma und Enkeltochter sind gespannt, was der Großvater nun weiter berichten wird. Die Großmutter lässt sogar das benutzte Frühstücksgeschirr auf dem Tisch stehen und lauscht schweigend ihrem Mann.</p>
<p>„Die beiden Engelchen Angela und Angelina sind Schwestern, genauer gesagt, sie  sind eineiige Zwillinge. Sie sehen sich so ähnlich, dass jeder sie schon mal verwechselt hat. Dabei gibt es ein ganz winziges Merkmal, das die beiden unterscheidet, allerdings weiß das nur der Weihnachtsmann.“</p>
<p>„Weißt du es auch, Opa?“, will nun Luisa wissen.</p>
<p>„Naja, er hat es mir mal verraten“, grinst der Großvater. „Wenn ihr mir versprecht, es nicht weiterzuerzählen, dann kann ich es euch verraten.“</p>
<p>„Ehrenwort!“, ruft Luisa aus und auch die Großmutter erklärt, dass kein Sterbenswörtchen über ihre Lippen kommt.</p>
<p>„Auf der Nase von Angela befindet sich eine klitzekleine Sommersprosse, allerdings muss man schon sehr genau hinschauen, um das überhaupt zu sehen.“</p>
<p>„Ich habe sogar zwei Sommersprossen auf der Nase“, ruft Luisa stolz aus und deutet auf ihre Nasenspitze.</p>
<p>„Manchmal malt sich Angelina einen kleinen Punkt auf die Nase, damit sie den Weihnachtsmann ein bisschen ärgern kann. Heute allerdings nicht. Sie ist zusammen mit ihrer Zwillingsschwester in der Himmelswerkstatt und bastelt fleißig Weihnachtssterne, als der Weihnachtsmann herein kommt. Er blickt in die Runde und geht dann zielstrebig auf die Zwillinge zu, denn er braucht einen zuverlässigen Engel für eine ganz besondere Aufgabe. Sowohl auf Angela als auch auf Angelina ist trotz allen Unfugs immer Verlass, auf Angela vielleicht noch ein kleines bisschen mehr. Deshalb entscheidet er sich für Angela. Da der Weihnachtsmann schon ein bisschen schlecht sieht und nun zum Auseinanderhalten der Zwillinge nach der Sommersprosse suchen muss, setzt er nun seine Brille auf. Tja, und was soll ich sagen, mit diesem Hilfsmittel findet er den besagten Punkt sofort und ruft den betreffenden Zwilling zu sich.“</p>
<p>Der Großvater bittet nun erst einmal seine Frau um eine weitere Tasse Kaffee und legt eine kleine Pause ein. Luisa ist schon ganz ungeduldig und rutscht auf ihrem Stuhl hin und her.</p>
<p>„Was der Weihnachtsmann allerdings nicht bemerkt hat, ist die Tatsache, dass sich der Fleck nicht auf der Nasenspitze des Engels befindet, sondern auf seiner Brille. So kommt es, dass er den anderen Engel zur Erde schickt, um dort eine sehr wichtig Mission zu erfüllen.“</p>
<p>„Also hat er nun Angelina zur Erde geschickt“, folgert die Enkeltochter und der Großvater bestätigt es durch sein Nicken.</p>
<p>„Ihr könnt es Euch vorstellen, dass Angelina mächtig stolz ist, als der Weihnachtsmann sie zum Schutzengel erklärt. Sie soll ein ganz bestimmtes Mädchen beschützen und ihr immer zur Seite stehen. Allerdings kommt Angelina nicht dort an, denn sie hat sich irgendwie verflogen. Außerdem werden ihre Flügel langsam müde, sie kann kaum noch fliegen. So muss sie sich sozusagen zu einer Notlandung entscheiden und lässt sich in den Schnee fallen.“</p>
<p>„Ja, aber …“, beginnt Luisa, doch der Großvater deutet ihr an, dass sie einfach nur zuhören soll.</p>
<p>„Angelina weiß, dass sie nun warten muss, bis dieses Mädchen zu ihr kommt, sonst kann sie ihre Mission nicht erfüllen. Weil sie aber vermutlich bis dahin erfrieren würde, verwandelt sie sich in einen Glasengel.“</p>
<p>Luisa springt begeistert von ihrem Stuhl auf und holt den Glasengel aus ihrem Zimmer:</p>
<p>„Dann ist das Angelina und mein Schutzengel“, ruft sie voller Freude aus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/danke-lieber-schutzengel/">Danke lieber Schutzengel</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/die-weihnachtsmannmuetze/">Die Weihnachtsmannmütze</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/der-weihnachtsbaum/">Der Weihnachtsbaum</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die Schiffsfahrt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Sep 2021 21:54:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Kapitän]]></category>
		<category><![CDATA[Kasten]]></category>
		<category><![CDATA[T-Shirt]]></category>
		<category><![CDATA[Wochenende]]></category>
		<category><![CDATA[Zwilling]]></category>
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					<description><![CDATA[Die vierjährigen Zwillinge, Ines und Jens, verbringen mit den Großeltern das Wochenende am See. Beide tragen Matrosen-T-Shirts, als alle an Bord eines Ausflugsschiffes gehen. Jauchzend beobachten sie vom Oberdeck die Wellen und die Möwen. Als sie das Schiff wieder verlassen, dürfen die Beiden ein kleines Dankeschön für dieses schöne Erlebnis in ein Kästchen werfen. „Oma, was machen die Matrosen und der Kapitän mit dem Geld?“, fragt Ines. „Sie kaufen Farbe, zum Streichen des Schiffes“, lautet die Antwort. „Das denkst du“, flüstert Opa, denn sie hat nicht gehört, was er gehört hat: „Das reicht bestimmt für einen Kasten Bier!“]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Die vierjährigen Zwillinge, Ines und Jens, verbringen mit den Großeltern das Wochenende am See. Beide tragen Matrosen-T-Shirts, als alle an Bord eines Ausflugsschiffes gehen. Jauchzend beobachten sie vom Oberdeck die Wellen und die Möwen. Als sie das Schiff wieder verlassen, dürfen die Beiden ein kleines Dankeschön für dieses schöne Erlebnis in ein Kästchen werfen.</p>
<p>„Oma, was machen die Matrosen und der Kapitän mit dem Geld?“, fragt Ines.</p>
<p>„Sie kaufen Farbe, zum Streichen des Schiffes“, lautet die Antwort.</p>
<p>„Das denkst du“, flüstert Opa, denn <strong><em>sie</em></strong> hat nicht gehört, was <strong><em>er</em> </strong>gehört hat:</p>
<p>„Das reicht bestimmt für einen Kasten Bier!“</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Na so was!(2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jul 2021 16:06:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[abgesprochen]]></category>
		<category><![CDATA[Angewohnheit]]></category>
		<category><![CDATA[Eis]]></category>
		<category><![CDATA[Hut]]></category>
		<category><![CDATA[Slipper]]></category>
		<category><![CDATA[wichtig]]></category>
		<category><![CDATA[Zwilling]]></category>
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					<description><![CDATA[Susi hüpft die Stufen zum Erdgeschoss hinunter. Die Fünfjährige will zu ihrem Opa Werner, der gemeinsam mit Großmutter Wilhelmine bei ihnen im Haus wohnt. Sie bewohnen die untere Etage und Susi mit ihren Eltern leben in den beiden oberen Geschossen.  „Opa langweilt sich doch so alleine, weil Oma Wilhelmine in der Kur ist. Ich leiste ihm ein bisschen Gesellschaft“, hat das Mädchen der Mutter beim Frühstück erklärt und den Opa begrüßt sie jetzt mit einem fröhlichen „Guten Morgen!“ „Hallo, meine Prinzessin, kannst du mir schnell mal beim Suchen helfen? Ich kann meinen Hut nicht finden. Du weißt ja, Oma räumt immer alles weg und ich finde dann nichts mehr.“ „Der liegt doch wie immer dort oben“, meint Susi und deutet auf die Hutablage der Garderobe. „Wozu brauchst du den denn?“ „Ich will Willi, meinen Bruder vom Bahnhof abholen, er hat auch Langeweile, weil seine Frau mit Oma an der Ostsee ist und deshalb will er solange bei mir bleiben.“ Das Mädchen klatscht vor Freude in die Hände. Willi ist nämlich Opas Zwillingsbruder und die beiden &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Susi hüpft die Stufen zum Erdgeschoss hinunter. Die Fünfjährige will zu ihrem Opa Werner, der gemeinsam mit Großmutter Wilhelmine bei ihnen im Haus wohnt. Sie bewohnen die untere Etage und Susi mit ihren Eltern leben in den beiden oberen Geschossen.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">„O</span>pa langweilt sich doch so alleine, weil Oma Wilhelmine in der Kur ist. Ich leiste ihm ein bisschen Gesellschaft“, hat das Mädchen der Mutter beim Frühstück erklärt und den Opa begrüßt sie jetzt mit einem fröhlichen „Guten Morgen!“</p>
<p>„Hallo, meine Prinzessin, kannst du mir schnell mal beim Suchen helfen? Ich kann meinen Hut nicht finden. Du weißt ja, Oma räumt immer alles weg und ich finde dann nichts mehr.“</p>
<p>„Der liegt doch wie immer dort oben“, meint Susi und deutet auf die Hutablage der Garderobe. „Wozu brauchst du den denn?“</p>
<p>„Ich will Willi, meinen Bruder vom Bahnhof abholen, er hat auch Langeweile, weil seine Frau mit Oma an der Ostsee ist und deshalb will er solange bei mir bleiben.“</p>
<p>Das Mädchen klatscht vor Freude in die Hände. Willi ist nämlich Opas Zwillingsbruder und die beiden sehen sich zum Verwechseln ähnlich.</p>
<p>„Das wird ein Riesenspaß, wenn die Beiden gemeinsam hier wohnen“, denkt die Enkelin. Noch ahnt sie nicht, dass dieser Spaß schon in wenigen Minuten beginnt.</p>
<p>„Schnell, schnell, wir müssen los, &#8211; der Zug kommt in einer Viertelstunde an. &#8211; Ich zieh nur schnell noch meine Schuhe an“, erklärt ihr der ältere Herr und schlüpft in die bereitstehenden Slipper.</p>
<p>„Opa…“, meldet sich Susi zu Wort.</p>
<p>„Los, los! Wir dürfen keine Zeit verlieren!“</p>
<p>„Aber schau mal….“, versucht die Enkeltochter erneut dem Großvater etwas zu sagen.</p>
<p>„Jetzt nicht, später schauen wir uns das an“, antwortet dieser.</p>
<p>„Aber es ist wichtig…“</p>
<p>„Manchmal gibt es eben noch wichtigere Dinge“, Opa Werner ergreift die Hand des Mädchens und schon geht es in Richtung Bahnhof, wo sie völlig außer Atem am Gleis ankommen, als der Zug einfährt. Viele Menschen strömen aus allen Richtungen herbei. Susi bemerkt, dass die meisten den Großvater und sie mit einem Lächeln bedenken.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Die sind aber nett, sie lächeln uns alle zu“, sagt sie gerade in dem Moment als ein paar größere Jungs kichernd auf ihren Opa deuten. Jetzt fällt ihr wieder ein, was sie schon zu Hause dem Großvater sagen wollte.</p>
<p>„Du Opa…“, versucht sie einen erneuten Vorstoß. „Vorhin wollte ich…“</p>
<p>„Ach, schau nur …“, ruft Opa ganz aufgeregt aus. „Dort vorne steigt Willi aus!“</p>
<p>Jetzt sieht auch das Mädchen das Ebenbild seines Großvaters und vergisst, was sie sagen wollte. Willi, der ebenfalls einen Hut trägt, kommt winkend auf die Beiden zu. Susi stürmt ihm entgegen und wirft sich lachend in seine ausgebreiteten Arme.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Zur Begrüßung spendiere ich dir ein leckeres Eis“, schlägt Willi vor.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Na, da lässt sich das Mädchen nicht lange bitten und zeigt gleich wo sich der nächste Eisstand befindet. Dort sucht sie sich ein leckeres Erdbeereis mit vielen bunten Perlchen aus. Beim Bezahlen fällt Willi ein Geldstück aus der Hand und Susi bückt sich sofort, um es aufzuheben. Da sieht sie es.<br />
Kichernd reicht sie das Zwei-Cent-Stück der Frau hinter der Eistheke.</p>
<p>„Ach kleines Fräulein, du hast aber gute Laune! Naja, wenn man ein Eis bekommt…!“, sagt sie zwinkernd und reicht ihr den Eisbecher.</p>
<p>„Ihr seid doch Zwillinge“, meint das Mädchen, steckt sich ein Löffelchen mit der kühlen Köstlichkeit in den Mund und blickt kess zwischen Opa und Willi hin und her.</p>
<p>„Aber das weißt du doch“, sagt der Großvater und streicht ihr liebevoll über die blonden Locken.</p>
<p>„Mutti sagt, dass sich Zwillinge nicht nur äußerlich ähnlich sind. Sie haben auch die selben Angewohnheiten, selbst dann, wenn sie sich lange nicht gesehen haben.“</p>
<p>„Wie kommst du jetzt darauf?“, erkundigt sich Willi.</p>
<p>„Na, weil ihr anscheinend auch eine ganz bestimmte Angewohnheit habt.“</p>
<p>„Ja, ja“, gibt der Großvater zu. „Wir tragen gerne Hüte, das stimmt wohl.“</p>
<p>„Und noch mehr“, grinst die Kleine. „Die eine Angewohnheit sitzt oben, aber da unten gibt es noch eine andere …“</p>
<p>Sie deutet in Richtung Asphalt. Die Zwillingsbrüder folgen ihrem Zeigefinger und kurz darauf erschallt das fröhliche Lachen der Drei, das alle Vorübereilenden für einen kurzen Moment aufhorchen lässt.</p>
<p>„Na sowas!“, rufen die Zwillinge wie aus einem Munde.</p>
<p>„Ihr habt einen dunkelblauen und einen schwarzen Schuh an!“, trällert Susi und hüpft um die Beiden herum.<br />
„Du hast den blauen Schuh am rechten Fuß“, richtet sie sich an Willi „und Opa am linken! Habt ihr euch abgesprochen oder macht ihr das immer so?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/na-sowas/">Na sowas! (1)</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/den-schuhen-des-anderen/">In den Schuhen des Anderen</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/oma-lena-und-ihre-schatztruhe/">Oma Lena und ihre Schatztruhe</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/astrid-opa-und-das-eis/">Astrid, Opa und das Eis</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Einzug mit Hindernissen</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/einzug-mit-hindernissen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jan 2019 11:20:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bäcker]]></category>
		<category><![CDATA[Hindernis]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Verpackung]]></category>
		<category><![CDATA[Wohnung]]></category>
		<category><![CDATA[Zwilling]]></category>
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					<description><![CDATA[Mona räkelt sich behaglichen in ihrem Bett. Neben ihr liegt Lisa, ihre Zwillingsschwester. Sie muss lächeln, denn ihr fällt beim Anblick ihres Ebenbildes wieder einmal ein, wie sie beide zu ihren Namen gekommen sind.&#160;Ihre Eltern waren sich vor dem berühmten Ölgemälde von Leonardo DaVinci im Louvre zum ersten Mal begegnet und hatten sich auf den ersten Blick ineinander verliebt. Als ein Jahr später die Zwillinge geboren wurden und es zwei Mädchen waren, kamen keine anderen Namen in Frage als Mona und Lisa. Mona lässt ihren Blick weiter durch das sonnendurchflutete Zimmer schweifen.&#160; „Das ist nun also meine neue Wohnung“, überlegt sie. „Und ich hatte sogar einen wunderschönen Traum, in dem ich meine große Liebe gefunden habe. Was man in der ersten Nacht im neuen Heim träumt, soll ja angeblich in Erfüllung gehen“, denkt Mona und steht leise auf.&#160; Sie schleicht sich aus dem Schlafzimmer, um ihre Schwester nicht zu wecken. Mona möchte ihr neues Zuhause noch ein kleines Weilchen alleine genießen. So schlängelt sie sich zwischen den Kisten, Koffern und Tüten hindurch, die überall verteilt &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="wp-block-paragraph"><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mona räkelt sich behaglichen in ihrem Bett. Neben ihr liegt Lisa, ihre Zwillingsschwester. Sie muss lächeln, denn ihr fällt beim Anblick ihres Ebenbildes wieder einmal ein, wie sie beide zu ihren Namen gekommen sind.&nbsp;<br>Ihre Eltern waren sich vor dem berühmten Ölgemälde von Leonardo DaVinci im Louvre zum ersten Mal begegnet und hatten sich auf den ersten Blick ineinander verliebt. Als ein Jahr später die Zwillinge geboren wurden und es zwei Mädchen waren, kamen keine anderen Namen in Frage als Mona und Lisa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mona lässt ihren Blick weiter durch das sonnendurchflutete Zimmer schweifen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist nun also meine neue Wohnung“, überlegt sie. „Und ich hatte sogar einen wunderschönen Traum, in dem ich meine große Liebe gefunden habe. Was man in der ersten Nacht im neuen Heim träumt, soll ja angeblich in Erfüllung gehen“, denkt Mona und steht leise auf.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie schleicht sich aus dem Schlafzimmer, um ihre Schwester nicht zu wecken. Mona möchte ihr neues Zuhause noch ein kleines Weilchen alleine genießen. So schlängelt sie sich zwischen den Kisten, Koffern und Tüten hindurch, die überall verteilt sind.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wahnsinn, was sich in meinem neunundzwanzigjährigen Leben bisher alles so angesammelt hat. &#8211; Obwohl ich schon tüchtig aussortiert habe“, fügt sie noch ihrem Gedankengang hinzu. „Hoffentlich bekomme ich auch alles in den drei Zimmern unter.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Guten Morgen, Schwesterchen!“, wird Mona plötzlich von Lisas fröhlicher Stimme unterbrochen. „Bist du auch vom Kitzeln eines Sonnenstrahls geweckt worden? Herrlich, du hast die Morgensonne in deinem Schlafzimmer. &#8211; Komm her, ich muss dich umarmen!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lachend tänzeln die beiden Schwestern zwischen den Kisten hin und her. Am Ende ihres Tanzes sind sie im Badezimmer angekommen, wo sie sich nach einer wohltuenden Dusche in ihre Jogginganzüge werfen und sich der großen Herausforderung des Tages stellen wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Lass uns aber erst einmal auf deinem Balkon ein Tässchen Kaffee trinken“, schlägt Lisa vor und öffnet auch schon die Balkontür. Dort haben die Möbelpacker gestern gleich zwei Stühle und einen kleinen Tisch aufgebaut.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe in der Küche eine Tüte mit einer neuen Packung gemahlenen Kaffees!“, fällt es Mona jetzt ein. „Warte nur, in ein paar Minuten ist die Wohnung von frischem Kaffeeduft erfüllt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lisa hat auf einem Stuhl Platz genommen und reckt ihr Gesicht mit geschlossenen Augen der Sonne entgegen. Ihr süßes Näschen beginnt nach einer Weile zu schnüffeln, doch von dem versprochenen Duft kann diese nichts erkennen. Lisa öffnet die Augen und sieht eine enttäuschte Mona vor sich stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was ist? Wo ist der Kaffee? Ist die Kaffeemaschine kaputt?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das nicht! Aber ohne Schere bekomme ich die Packung nicht auf“, sagt Mona und hält das zugeschweißte kleine Päckchen hoch, in dem sich das braune Pulver befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Frauen stürmen nun in das Wohnzimmer, um nach und nach die unterschiedlichsten Kisten aufzureißen und nach einer Schere zu suchen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich weiß genau, dass ich eine neue gekauft habe. Nur kann ich mich nicht erinnern, in welcher Kiste ich sie verstaut habe“, meint Mona, genau in dem Moment als Lisa das gesuchte Stück gefunden hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Hier! Ich hab sie!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider ist die Freude der Schwestern nur von kurzer Dauer. Von der Suche erschöpft lassen sie sich wieder auf die Balkonstühle fallen. Auf dem Tisch zwischen ihnen liegt die Schere, die sie fassungslos anstarren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wie kann man nur als Hersteller eine Schere so verpacken und verkaufen, dass man eine Schere braucht, um sie aus der verschweißten Plastikverpackung wieder herauszuschneiden?!“, macht Lisa ihrer ehrlichen Entrüstung Luft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade als sich Mona und Lisa überlegen zum Bäcker auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu gehen, um dort aus einem Pappbecher ihren Kaffee zu trinken, klingelt es an der Wohnungstür.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Erwartest du jemand?“, will Lisa wissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nein und außerdem kenne ich ja noch niemand hier.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neugierig laufen die Beiden zur Wohnungstür, um diese zu öffnen. Das Zwillingsschwesternpaar blickt entgeistert in die Augen zweier Zwillingsbrüder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wohnen gleich nebenan und wollten die neue Mieterin begrüßen!“, sagt der Eine und überreicht Mona eine mit köstlichen Leckereien gefüllte Kuchenplatte. „Bestimmt habt ihr ein Tässchen Kaffee für uns. Danach helfen wir auch gerne beim Auspacken und Verräumen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch bevor Mona oder Lisa irgendetwas antworten können, zückt der andere Zwillingsbruder eine Schere und meint:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben unbeabsichtigt euer Gespräch auf dem Balkon mitbekommen. Das Problem mit dem Öffnen der Verpackungen dürfte somit gelöst sein.“ &nbsp;<br></p>
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