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	<title>Schwester &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Opas Geburtstagsgeschenk</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 31 Jan 2022 20:34:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bär]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[Schatz]]></category>
		<category><![CDATA[Schublade]]></category>
		<category><![CDATA[Schwester]]></category>
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					<description><![CDATA[Karlchen liegt im Bett. Eigentlich ist er kein Langschläfer, aber irgendwie scheint heute alles anders zu sein. Er schläft noch tief und fest als die Sonne schon vom Himmel lacht. Der kleine Junge erwacht erst aus seinen Träumen, als ein Sonnenstrahl ihn an der Nase kitzelt. Doch dann ist er mit einem Schlag hellwach. Ihm ist es wieder eingefallen: „Opa kommt heute aus der Kur zurück und er hat Geburtstag. Ich muss mich noch um sein Geschenk kümmern“, erklärt er der Mutter beim Frühstück. „Hast du schon eine Idee, was du ihm schenken willst?“, erkundigt sie sich. „Ja, ja, aber ich verrate es nicht. Das ist mein Geheimnis. Es soll eine Überraschung für Opa werden.“ „Opa kommt doch erst heute Nachmittag. Wenn du meine Hilfe beim Basteln oder so brauchst, dann sag es mir. Jetzt ist noch Zeit.“, schlägt sie ihrem Sohn vor. „Nein, nein, das kann ich schon ganz alleine. „Ich weiß nämlich, was sich Opa schon lange wünscht.“ „Aha und was ist das?“ „Ich hab’ doch gesagt, dass ich es nicht verrate“, antwortet &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Karlchen liegt im Bett. Eigentlich ist er kein Langschläfer, aber irgendwie scheint heute alles anders zu sein. Er schläft noch tief und fest als die Sonne schon vom Himmel lacht. Der kleine Junge erwacht erst aus seinen Träumen, als ein Sonnenstrahl ihn an der Nase kitzelt</strong>.</p>
<p><span class="dropcap">D</span>och dann ist er mit einem Schlag hellwach. Ihm ist es wieder eingefallen:</p>
<p>„Opa kommt heute aus der Kur zurück und er hat Geburtstag. Ich muss mich noch um sein Geschenk kümmern“, erklärt er der Mutter beim Frühstück.</p>
<p>„Hast du schon eine Idee, was du ihm schenken willst?“, erkundigt sie sich.</p>
<p>„Ja, ja, aber ich verrate es nicht. Das ist mein Geheimnis. Es soll eine Überraschung für Opa werden.“</p>
<p>„Opa kommt doch erst heute Nachmittag. Wenn du meine Hilfe beim Basteln oder so brauchst, dann sag es mir. Jetzt ist noch Zeit.“, schlägt sie ihrem Sohn vor.</p>
<p>„Nein, nein, das kann ich schon ganz alleine. „Ich weiß nämlich, was sich Opa schon lange wünscht.“</p>
<p>„Aha und was ist das?“</p>
<p>„Ich hab’ doch gesagt, dass ich es nicht verrate“, antwortet Karlchen. „Du erzählst es sonst Papa und Nina.“</p>
<p>Karlchen glaubt nicht, dass Papa und Mama etwas verraten würden, aber Nina ist noch klein. Sie geht noch nicht in den Kindergarten, aber plappert wie ein Wasserfall. Das sagt jedenfalls Opa immer. Sie würde bestimmt das Geheimnis ausplaudern und dann wäre es keine Überraschung mehr.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Du darfst mich nicht aufhalten, ich muss mich nämlich beeilen“, erklärt er der Mutter. „Sonst wird nicht alles rechtzeitig fertig.“</p>
<p>Aufgeregt läuft Karlchen in sein Zimmer und holt einen seiner zwei Teddybären vom Regal. Es ist der kleinere, denn den großen nimmt er immer mit ins Bett. Zuerst bürstet er den Teddy bis er wieder richtig flauschig ist. Danach kramt er in seiner Schublade, denn hier liegen alle seine gesammelten Schätze. Endlich hat er etwas gefunden, das er für sein Vorhaben als passend empfindet. Es ist eine rote Schleife an einem breiten roten Band. Diese Schleife bindet er dem Teddy um den Hals.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Chic siehst du aus“, flüstert er ihm zu.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„So und jetzt kommt das Wichtigste. Uns darf niemand sehen, also sei schön still“, befiehlt er dem Bären.</p>
<p>Auf leisen Sohlen schleicht sich Karlchen mit dem Teddy, den er unter dem Pulli versteckt hat, in den Hauswirtschaftsraum. Dann geht alles ganz schnell. Zielsicher führt er seinen Plan aus. Allerdings hat er nicht mit seiner kleinen Schwester gerechnet, die ihn mit kleinen Trippelschritten verfolgt und alles beobachtet hat.</p>
<p>„Teddy!“, ruft sie laut. „Nina will Teddy!“</p>
<p>„Psst! Sei still!“</p>
<p>„Nina will Teddy!“, ruft seine kleine Schwester wieder. „Mama! Mama!“</p>
<p>„Nein, den kriegst du nicht!“, sagt Kerlchen ganz bestimmt.</p>
<p>„Mama! Ich will Teddy haben! Mama!!!!“</p>
<p>„Was ist denn hier los? Streitet ihr schon wieder?“, fragt der Vater, der gerade nach Hause gekommen ist und Ninas Geschrei vernommen hat.</p>
<p>Sofort ist Nina zur Stelle und zieht ihren Vater am Arm. „Komm mit!“, sagt sie und zieht ihn in den Hauswirtschaftsraum.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Hast du den Teddy versteckt?“, fragt der Vater seinen Sohn, der sich jetzt über seine Schwester ärgert.</p>
<p>„Nina macht die Überraschung für Opa kaputt!“, sagt er trotzig.</p>
<p>„Da! Teddy ist da!!“, ruft Nina und klopft gegen den Gefrierschrank.</p>
<p>„Du bist gemein!“ Karlchen gibt seiner Schwester einen Schubs.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Du bist gemein“, erklärt Nina und verzieht das Gesicht. „Teddy ist eingesperrt! Da!“, ruft Nina wieder und klopft abermals gegen den Gefrierschrank. „Teddy friert!“</p>
<p>„Ich glaube du solltest mir mal die ganze Sache erklären“, richtet sich der Vater nun an Karlchen und öffnet den Gefrierschrank, wo tatsächlich in einer der Schubladen der kleine Teddybär liegt.</p>
<p>Jetzt bleibt Karlchen nichts anderes mehr übrig, er muss nun mit der Sprache herausrücken:</p>
<p>„Opa hat mir erzählt, dass er sich als kleiner Junge einen Eisbären gewünscht hat, ihn aber nie bekommen hat. Und deshalb wollte ich ihm heute zum Geburtstag einen Eisbären schenken.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/jetzt-faengt-mein-neues-leben-an/">Jetzt fängt mein neues Leben an</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/klammeraeffchen-und-co/">Klammeräffchen und Co.</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/kleiner-filou/">Mopsi &amp; Filou</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Hat Astrid denn kein Schmuckkästchen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Aug 2021 12:37:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bekannte]]></category>
		<category><![CDATA[Markt]]></category>
		<category><![CDATA[Schmuck]]></category>
		<category><![CDATA[Schwester]]></category>
		<category><![CDATA[Uroma]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Frage stellte vor mehr als zwanzig Jahren die Tochter einer Bekannten. Das kleine Mädchen dachte, ich würde immer meinen gesamten Schmuck am Leibe tragen, denn das kannte sie von ihrer Mutter, die eher selten Schmuck trug, nicht. Ganz so schlimm war und ist es allerdings nicht, aber ich konnte und kann meine Liebe zu Schmuck nicht verleugnen. Und die begann schon im zarten Kindesalter. Bei unseren alljährlichen Besuchen bei meiner Omaur (sprich: Uroma, von der ich schon an anderer Stelle berichtet habe) in Rottach – Egern, lernte ich mit ungefähr zwei oder drei Jahren auch deren Schwester kennen. Von ihr ging für mich eine derartige Faszination aus, dass ich sie nie mehr vergessen sollte. Diese Frau war über und über behangen mit Schmuck. An ihr glitzerte und klimperte sprichwörtlich alles. Sie trug an jedem Finger einen oder teilweise sogar mehrere Ringe, mehrere Armbänder und Ketten. Von den Ohrringen und der Uhr ganz zu schweigen. Ich konnte meinen Blick von dieser Frau gar nicht abwenden, dies fiel auch meinen Eltern auf. Von diesem Zeitpunkt an, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Diese Frage stellte vor mehr als zwanzig Jahren die Tochter einer Bekannten. Das kleine Mädchen dachte, ich würde immer meinen gesamten Schmuck am Leibe tragen, denn das kannte sie von ihrer Mutter, die eher selten Schmuck trug, nicht. Ganz so schlimm war und ist es allerdings nicht, aber ich konnte und kann meine Liebe zu Schmuck nicht verleugnen. Und die begann schon im zarten Kindesalter.</b></p>
<p><span class="dropcap">B</span>ei unseren alljährlichen Besuchen bei meiner Omaur (sprich: Uroma, von der ich schon an anderer Stelle berichtet habe) in Rottach – Egern, lernte ich mit ungefähr zwei oder drei Jahren auch deren Schwester kennen. Von ihr ging für mich eine derartige Faszination aus, dass ich sie nie mehr vergessen sollte. Diese Frau war über und über behangen mit Schmuck. An ihr glitzerte und klimperte sprichwörtlich alles. Sie trug an jedem Finger einen oder teilweise sogar mehrere Ringe, mehrere Armbänder und Ketten. Von den Ohrringen und der Uhr ganz zu schweigen. Ich konnte meinen Blick von dieser Frau gar nicht abwenden, dies fiel auch meinen Eltern auf. Von diesem Zeitpunkt an, war meine Freude über jedes einzelne Schmuckstück, das ich geschenkt bekam riesengroß, doch Ohrringe und Ringe liebe ich bis heute am allermeisten.</p>
<p>„Ohne Ohrringe gehe ich nie aus dem Haus“, erklärte ich einmal einer Bekannten. „Denn sonst würde ich mich irgendwie nackt fühlen.“</p>
<p>Man kann jetzt sagen, dass diese Leidenschaft vererbt sein mag oder vielleicht auch nur abgeschaut. Egal, ich mag einfach Schmuck, ob echt, ob unecht, ob aus Gold oder Silber oder einfach nur Modeschmuck.</p>
<p>Deshalb passe ich auch auf meinen Schmuck besonders gut auf. Doch als ich neulich im Internet den Aufruf von Stern TV las, in welchem die Besitzerin eines Eherings gesucht wurde, die diesen verloren hatte, musste ich doch der Tochter meiner Bekannten recht geben:</p>
<p>„Mit Schmuckkästchen wäre das nicht passiert!“ (Jedenfalls nicht, wenn sich das Schmuckstück darin befindet.)</p>
<p>Ich fragte mich allerdings auch: „Wie kann man seinen Ehering verlieren?“</p>
<p>„Wie kann man überhaupt einen Ring verlieren?“, grinste mich mein Mann an. „Oder weißt du, wie so was passieren kann?“</p>
<p>Da traf mich plötzlich der Schlag oder besser gesagt ein Geistesblitz, mit dem schlagartig meine Erinnerung einsetzte:</p>
<p>Es ist schon ein paar Jahre her. Ich weiß, dass es ein sehr stressiger Tag war, an dem ich viel zu erledigen hatte. Ich musste dort und hier hinfahren und dies und das erledigen. Zum Schluss war dann noch der Wocheneinkauf angesagt.</p>
<p>„Wollen wir heute in die Sauna gehen?“, fragte mich mein Mann dann auch noch am Abend.</p>
<p>„Ich bin total geschafft von diesem Tag heute“, meinte ich. „Aber warum nicht?“</p>
<p>Also wurden die beiden Sporttaschen für die Sauna gepackt, ich legte meinen Schmuck auf den Küchentisch und los ging es. Es war ein schöner und gemütlicher Abend. Und anschließend saßen wir mit Bekannten noch ein Weilchen in der „Saunabar“. Beim Abschied fiel mein Blick auf meine Hände. „Ich habe meinen Ring verloren!“ (Wohlgemerkt: Meine Ringe trage ich Tag und Nacht, die ziehe ich nie aus, ich wechsele sie höchstens.)</p>
<p>„Ach Quatsch!“, sagte mein Mann. „Welchen überhaupt? Sag jetzt nicht, dass es der ist, den du schon zweimal verloren hast!“</p>
<p>Ich nickte vorsichtig, denn genau um diesen Ring handelte es sich. Einmal hatte ich ihn im Urlaub verloren und ihn zwischen den schmutzigen Handtüchern gefunden und ein anderes Mal fiel er mir sogar in die Toilette. Ich konnte jetzt allerdings nur hoffen, dass alle guten Dinge drei sind, denn die beiden anderen Male hatte ich ihn ja wieder gefunden. Oder sollte ich besser Antonius von Padua anrufen, dieser Heilige gilt nämlich auch als Wiederbringer von verlorenen Sachen. Zunächst einmal beschloss ich allerdings selbst zu suchen, denn weit konnte der Ring meiner Meinung nach nicht sein.</p>
<p>Wir marschierten noch einmal in die inzwischen leeren Saunakabinen, in die Dusche und die Umkleide. In jeder Ritze schauten wir nach, konnten aber nichts finden. Frustriert beschrieb ich dem Saunabesitzer das Aussehen meines Ringes.</p>
<p>„Ich melde mich, wenn wir ihn finden!“, versprach er mir, doch ich glaubte nicht so recht daran, ihn in der Sauna verloren zu haben. Mein Mann hatte mich mittlerweile auch total verunsichert. Ich fragte mich insgeheim, ob ich ihn wirklich getragen hatte. Also fuhren wir nach Hause und suchten dort alles ab. Nichts! Der Ring blieb verschwunden. Ich war tieftraurig.</p>
<p>„Wo warst du denn heute überall?“, erkundigte sich Peter.</p>
<p>Ich berichtete von meinem Tag und fügte zum Schluss hinzu: „Als ich meine Jacke anzog, um noch einkaufen zu fahren, da hatte ich ihn noch, denn ich bemerkte, dass er rutschte!“</p>
<p>„Da haben wir es doch!“,stellte er fest. „Den hast du wahrscheinlich beim Einkaufen verloren! Dann liegt er irgendwo zwischen den Regalen.“</p>
<p>„Oder auf dem Parkplatz!“, überlegte ich weiter.</p>
<p>„Ruf einfach morgen im Markt an, vielleicht hat ihn ja jemand gefunden und abgegeben.“</p>
<p>Damit wollte ich mich jedoch nicht zufrieden geben und beschloss: „Ich fahre jetzt noch mal hin und suche auf dem Parkplatz.“</p>
<p>Der Blick meines Mannes auf unsere Küchenuhr sprach Bände. Er schien mich für total verrückt zu halten, denn die Uhr zeigte kurz vor Mitternacht an.</p>
<p>„Ich fahre. Kommst du mit?“</p>
<p>Da er mich um diese Zeit nicht alleine auf einem Parkplatz bei tiefster Finsternis herumlaufen lassen wollte, setzte er sich murrend hinter das Steuer und wir fuhren los.</p>
<p>„Wie willst du hier was finden?“</p>
<p>Peter leuchtete mit den Scheinwerfern des Autos den Parkplatz ab und ich lief suchend kreuz und quer. Selbst bei den Einkaufswagen, die brav in der Parkstation standen, suchte ich. Allerdings überall vergeblich.</p>
<p>„Lass uns endlich heimfahren! Der ist weg und bleibt weg!“</p>
<p>Männer, wie können die nur so gefühllos sein! Ich wollte einfach noch nicht aufgeben. Sicher, er konnte ebenso schon gefunden worden sein oder ich hatte ihn an einer anderen Stelle verloren.</p>
<p>„Nur noch ein Versuch! Bitte!“</p>
<p>Ich ging nochmals zu der Stelle, von der ich annahm, dass ich auf einem dieser 3 oder 4 Parkplätze geparkt hatte. Peter fuhr mir hinterher und erleuchtet wieder alles. Zentimeter für Zentimeter suchte ich alles mit meinen Augen ab.</p>
<p>„Lass doch endlich!“</p>
<p>„Nur noch hier drüben. Komm mal mit dem Auto ein Stückchen näher, damit ich mehr Licht habe!“</p>
<p>Widerwillig folgte Peter meinen Anweisungen: „Dann ist aber endgültig Schluss!“</p>
<p>„Ich weiß“, dachte ich noch, da sah ich im Scheinwerferlicht etwas glitzern.</p>
<p>„Das wird nur ein kleines Kieselsteinchen sein“, schoss es mir durch den Kopf. Ich ging aber doch zu der Stelle hin und bückte mich. Da lag er! Mein Ring! Ganz friedlich lag er in einer Fuge zwischen den Pflastersteinen. Vollkommen unbeschadet. Überglücklich hob ich ihn auf. Wahrscheinlich strahlte ich ebenso wie damals als Kind, als meine Puppe Rita wieder zu sprechen anfing (habe ich bereits in einer anderen Geschichte beschrieben.)</p>
<p>„Da hast du aber Glück gehabt!“, kommentierte Peter meine Freude. „Stell dir mal vor, er wäre dir in den Altglasbehälter oder in den Müll gefallen. Ich will mir gar nicht erst ausmalen, wie unsere Suche dann heute Nacht ausgesehen hätte.“</p>
<p>„Meinst du, es war wirklich nur Glück?“, fragte ich ihn. „Vielleicht war es aber auch Zauber, Magie oder doch einfach nur Zufall“, philosophierte ich strahlend.</p>
<p>„Das ist mir im Moment vollkommen egal, ich will jetzt einfach nur nach Hause und endlich in mein Bett.“</p>
<p>Da ich mich noch nicht dazu entschließen konnte diesen Ring verkleinern zu lassen, liegt er seither wohlbehütet in meinem Schmuckkästchen. Vielleicht sollte ich ihn jedoch als Glücksbringer an einer Kette um den Hals tragen. Das muss ich mir noch einmal durch den Kopf gehen lassen. Aber wofür habe ich dann ein Schmuckkästchen und wie war die Frage der Tochter meiner Bekannten noch einmal???</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/emma/">Emma</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/anton/">Anton</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/herzlichen-glueckwunsch/">Herzlichen Glückwunsch!</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Tante Friedas Geheimnis</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/tante-friedas-geheimnis/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/tante-friedas-geheimnis/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Feb 2020 09:46:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Geheimnis]]></category>
		<category><![CDATA[Kostprobe]]></category>
		<category><![CDATA[lachen]]></category>
		<category><![CDATA[Laune]]></category>
		<category><![CDATA[Packung]]></category>
		<category><![CDATA[Schwester]]></category>
		<category><![CDATA[Tante]]></category>
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					<description><![CDATA[Alle lieben Tante Frieda. Warum das so ist? Na, weil Tante Frieda die netteste und lustigste Frau ist, die ich kenne. Mutti meint oft: „Susi, du bist ihr sehr ähnlich!“ Das macht mich richtig stolz, obwohl ich der Meinung bin, dass Mama ebenfalls sehr viel Ähnlichkeit mit ihr hat und das kommt daher, weil Tante Frieda die kleine Schwester meiner Mutter ist.  Klein ist richtig, denn sie ist nicht sehr groß, gerade einmal einen Meter und sechsundfünfzig Zentimeter. Das steht nicht nur in ihrem Pass, sondern ist eindeutig bewiesen. Ich habe es nämlich erst letzte Woche höchstpersönlich nachgemessen. Ich bin inzwischen schon einhundertzweiundfünfzig Zentimeter, also muss ich noch zu ihr aufschauen. „Die vier Zentimeter schaffst du doch locker noch!“, hat Tante Frieda gesagt und mir dabei zugezwinkert. Sie ist immer quietschvergnügt, ihr Lachen schallt durch das ganze Haus und ist ansteckend. Wenn wir ein Fest feiern, dann singt und tanzt sie und reißt mit ihrer Fröhlichkeit alle mit. Ganz ehrlich, ich habe sie noch nie mit schlechter Laune erlebt und ich kenne sie nun schon mein &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Alle lieben Tante Frieda. Warum das so ist? Na, weil Tante Frieda die netteste und lustigste Frau ist, die ich kenne. Mutti meint oft: „Susi, du bist ihr sehr ähnlich!“ Das macht mich richtig stolz, obwohl ich der Meinung bin, dass Mama ebenfalls sehr viel Ähnlichkeit mit ihr hat und das kommt daher, weil Tante Frieda die kleine Schwester meiner Mutter ist.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong></p>
<p><span class="dropcap">K</span>lein ist richtig, denn sie ist nicht sehr groß, gerade einmal einen Meter und sechsundfünfzig Zentimeter. Das steht nicht nur in ihrem Pass, sondern ist eindeutig bewiesen. Ich habe es nämlich erst letzte Woche höchstpersönlich nachgemessen. Ich bin inzwischen schon einhundertzweiundfünfzig Zentimeter, also muss ich noch zu ihr aufschauen. „Die vier Zentimeter schaffst du doch locker noch!“, hat Tante Frieda gesagt und mir dabei zugezwinkert.<br />
Sie ist immer quietschvergnügt, ihr Lachen schallt durch das ganze Haus und ist ansteckend. Wenn wir ein Fest feiern, dann singt und tanzt sie und reißt mit ihrer Fröhlichkeit alle mit. Ganz ehrlich, ich habe sie noch nie mit schlechter Laune erlebt und ich kenne sie nun schon mein ganzes Leben. Insgesamt also 12 Jahre.<br />
Gut, gerade eben war sie nicht ganz so lustig. Da ist sie nämlich über einen blöden Ast gestolpert und kann jetzt nicht mehr aufstehen. Es ist beim Spazierengehen mit mir und unserem Hund Fridolin passiert. Wir sind auf einem Waldweg unterwegs, als Fridolin einen Hasen sieht und ihm nachrennen will. Er zieht an der Leine und da passiert es. Zum Glück hat sie ihr Handy dabei und so kann ich den Krankenwagen alarmieren.<br />
Ja, und nun sitze ich an ihrem Krankenbett im Krankenhaus. „Es ist ein komplizierter Beinbruch und sie haben mich operiert“, erklärt sie mir. „Ich muss noch eine ganze Weile hier bleiben.“<br />
„Dann bist du also bei Papas rundem Geburtstag nicht da?“, frage ich sie erschrocken.<br />
„Nein, das wird nicht klappen!“<br />
„Das macht dann auch nur halb soviel Spaß!“, gestehe ich.<br />
„Den versprochenen Kuchen kann ich auch nicht backen. Richte es bitte deiner Mutter aus“, meint sie.<br />
Man muss erklären, dass Tante Friedas Schokoladenkuchen berühmt ist. Keiner kann ihn so gut backen, wie sie. Alle werden enttäuscht sein, denn er ist wahnsinnig beliebt bei der ganzen Familie und allen Gästen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Alle werden dich und deinen Kuchen vermissen“, meine ich.<br />
„Da kann man leider nichts machen“, zuckt sie bedauernd mit den Schultern.<br />
„Aber du könntest mir das Rezept geben und ich backe ihn“, kommt mir die Idee.<br />
„Das geht leider nicht“, sagt sie bedauernd und versucht trotz ihrer Schmerzen ein bisschen zu lächeln. „Das ist mein Geheimnis!“<br />
„Ah, ein Familiengeheimnis!“, grinse ich. „Dann kennt es Mutti auch!“<br />
„Nein, mein Schatz, &#8211; es ist ganz allein mein Geheimnis und niemand weiß etwas davon.<br />
Auch auf mein Bitten und Betteln lässt sie sich nicht erweichen mir ihr großes Geheimnis zu verraten.<br />
„Dann müsst ihr halt mal auf meinen Schokoladenkuchen verzichten. Ich verspreche aber, dass ich sofort nach meiner Heimkehr aus dem Krankenhaus einen backen werde.&#8220;<br />
Auf dem Nachhauseweg überlege ich krampfhaft, was ich tun könnte. Und ich habe eine Idee.<br />
An Papas Geburtstag vermissen zwar alle Tante Frieda, aber sie sind begeistert, dass zumindest ihr Schokoladenkuchen nicht fehlt. Aus allen Ecken hört man:<br />
“Mmmh!“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Der ist sooo lecker!“.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Einfach köstlich!“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Niemand kann ihn so gut wie Tante Frieda!“<br />
„Ist sie denn nicht mehr im Krankenhaus?“, fragt man mich.<br />
„Doch! Und den Kuchen habe übrigens ich gebacken!“<br />
„Was?- Oh, sie hat dir ihr Rezept verraten!“, schlussfolgern alle.<br />
Im Nu bin ich von allen umringt und jeder will das Rezept haben.<br />
„Das ist mein und Tante Friedas Geheimnis“ sage ich schmunzelnd und laufe in die Küche.<br />
Dort öffne ich schnell und unbemerkt den Abfalleimer und hole etwas heraus. Dieses Etwas bringe ich sofort in mein Zimmer und packe es in Geschenkpapier ein.<br />
Leider finde ich kein Stückchen Kuchen mehr vor, als ich wieder in das Wohnzimmer komme. Tante Friedas, &#8211; oder soll ich sagen,- mein Schokoladenkuchen ist ratzeputz aufgefuttert?!<br />
Am nächsten Morgen, es ist zum Glück Sonntag und ich habe keine Schule, hält mich nichts mehr. Ich greife mir das kleine Päckchen und mache mich auf den Weg zum Krankenhaus.<br />
„Schade“, sage ich zu Tante Frieda. „Ich hätte dir gerne eine Kostprobe meines Schokoladenkuchens mitgebracht, aber es ist nichts mehr übrig geblieben. Allerdings habe ich dir etwas anderes mitgebracht&#8220;, verkünde ich und reiche ihr das Päckchen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Tante Frieda packt es aus und blickt zuerst entsetzt auf das Mitbringsel, doch dann schallt ihr fröhliches Lachen durch den Raum und die Gänge.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Jetzt haben wir wohl beide dasselbe Geheimnis!“, meint sie augenzwinkernd und zerreißt schnell die leere Packung der Fertigbackmischung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-familien-b-c-2/">Das Familien – A B C</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/familienausflug/">Familienausflug</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/verliebt-verlobt-verheiratet/">Verliebt, verlobt, verheiratet</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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