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	<title>Schritte &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Die Chance (2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Apr 2019 08:19:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Baum]]></category>
		<category><![CDATA[beobachten]]></category>
		<category><![CDATA[Chance]]></category>
		<category><![CDATA[Osterhase]]></category>
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					<description><![CDATA[Hops kann in dem Versteck nicht lange schlafen. Seine Gedanken kreisen selbst im Schlaf durch seinen Kopf und so ist er trotz Müdigkeit schon nach kurzer Zeit wieder hellwach. Außerdem hört er das leise Wimmern neben sich. Es kommt von dem kleinen Hasenmädchen, das sich zitternd an ihn gekauert hat. „Nicht weinen“, versucht er es zu trösten. „Wir werden gerettet. Außerdem bin ich auch noch da und ich lasse mir etwas einfallen.“ Das Hasenmädchen schmiegt sich noch ein bisschen mehr an ihn und Hops weiß, dass er bald etwas tun muss, damit keine Panik ausbricht. „Wie heißt du eigentlich?“, will er nun wissen. „Ich bin Hops aus der Familie des Oberosterhasens.“ „Oh“, hört er die erstaunte Stimme des Hasenmädchens. „Mein Name ist Rosa. Mein Vater heißt Robert und meine Mutter Sarah und für mich haben sie einfach jeweils die ersten beiden Buchstaben ihrer Namen zusammengefügt und dabei kam dann Rosa heraus.“ „Das klingt sehr hübsch!“, macht Hops ihr ein Kompliment und hat das Gefühl, dass Rosa lächelt. Nur sehen kann er dieses Lächeln wegen der &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Hops kann in dem Versteck nicht lange schlafen. Seine Gedanken kreisen selbst im Schlaf durch seinen Kopf und so ist er trotz Müdigkeit schon nach kurzer Zeit wieder hellwach. Außerdem hört er das leise Wimmern neben sich. Es kommt von dem kleinen Hasenmädchen, das sich zitternd an ihn gekauert hat.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„N</span>icht weinen“, versucht er es zu trösten. „Wir werden gerettet. Außerdem bin ich auch noch da und ich lasse mir etwas einfallen.“<br />
Das Hasenmädchen schmiegt sich noch ein bisschen mehr an ihn und Hops weiß, dass er bald etwas tun muss, damit keine Panik ausbricht.<br />
„Wie heißt du eigentlich?“, will er nun wissen. „Ich bin Hops aus der Familie des Oberosterhasens.“<br />
„Oh“, hört er die erstaunte Stimme des Hasenmädchens. „Mein Name ist Rosa. Mein Vater heißt Robert und meine Mutter Sarah und für mich haben sie einfach jeweils die ersten beiden Buchstaben ihrer Namen zusammengefügt und dabei kam dann Rosa heraus.“<br />
„Das klingt sehr hübsch!“, macht Hops ihr ein Kompliment und hat das Gefühl, dass Rosa lächelt. Nur sehen kann er dieses Lächeln wegen der Dunkelheit nicht.<br />
Jetzt erst fällt ihnen auf, dass von draußen kein Laut mehr zu ihnen herein dringt. Vorsichtig lugt Hops nach draußen, wo es durch den Vollmond heller ist als drinnen in dem Baumstamm.<br />
„Ich glaube, das Ungeheuer hat aufgegeben und hat sich verzogen. Ich werde einmal nachschauen!“<br />
„Nein, bitte bleib hier, sonst bin ich doch ganz allein!“, bettelt Rosa.<br />
„Das ist unsere einzige Chance zu entkommen. Wenn erst der Tag wieder anbricht, kommt vielleicht auch das Ungeheuer wieder.“<br />
Nicht nur Rosa muss jetzt mutig sein, sondern auch Hops. Er atmet dreimal tief durch und dann schleicht er sich leise auf seinen Hasenpfoten hinaus. Vorsichtig schaut er sich um. Nichts! Alles ist still und ruhig, als würden alle außer ihnen schlafen.<br />
Hops erkennt die Chance zu fliehen, doch niemals würde er das jetzt alleine tun. Seine neue Freundin Rosa kann und will er nicht im Stich lassen. Also hopst er wieder zurück zum Baumstamm und schlüpft durch die Öffnung. Drinnen wird er sehnsüchtig von einem zitternden Hasenmädchen empfangen.<br />
„Wir müssen es wagen und unsere Flucht antreten. Ich hoppele voraus und du folgst mir ganz dicht. Ich werde dich beschützen. Hab keine Angst wir schaffen es!“, spricht er Rosa und ein kleines Bisschen auch sich selbst Mut zu.<br />
Das Hasenmädchen hat tiefstes Vertrauen zu Hops und folgt ihm so dicht wie sie nur kann. Solange sie seine Wärme spürt, fühlt sie sich beschützt.<br />
Der Mond meint es gut mit ihnen, denn er scheint nur für die Beiden zu leuchten. So finden sie problemlos ihren Weg und entfernen sich Minute für Minute mehr von ihrem Versteck. Doch plötzlich bleibt Hops erschrocken stehen.<br />
„Pst!“, zischt er Rosa zu. „Da ist jemand! Ich kann Schritte vernehmen.“<br />
Wie gebannt lauschen die Zwei mit angehaltenem Atem. Tatsächlich, da nähert sich ein Wesen.<br />
Hops sucht mit seinen Augen die Richtung ab, aus der die Schritte kommen. Doch auf einmal ist es wieder still. Es ist unheimlich. Irgendwo muss sich ein Wesen verstecken.<br />
„Nicht rühren!“, denkt Hops noch und ärgert sich, dass sein Herz so heftig pocht. „Hoffentlich kann das niemand hören“, überlegt er. „Da!“, flüstert er Rosa zu und zeigt mit seiner Vorderpfote zu einem Baum, der ungefähr fünfzig Meter vor ihnen am Wegrand steht.<br />
„Was oder wer ist das?“, fragt er sich insgeheim.<br />
Leider hat sich inzwischen eine Wolke vor den Mond geschoben und so stehen die beiden Häschen wieder einmal vollkommen in der Dunkelheit. Wie erstarrt verharren sie da und sind zu keiner Regung mehr fähig.<br />
Zum Glück war es nur eine kleine Wolke, die schnell wieder abzieht und den Mond Stückchen für Stückchen erneut freigibt. Jetzt kann Hops auch erkennen, wer da hinter dem Baum hervorlugt und sie beobachtet …</p>
<p style="text-align: center;">Fortsetzung folgt&#8230;</p>
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<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/osterhasenabenteuer/">Osterhasenabenteuer</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/hops-hat-eine-idee/">Hops hat eine Idee</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-fliegende-ei/">Das fliegende Ei</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Gänsehaut</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Mar 2015 22:27:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angst]]></category>
		<category><![CDATA[Einbrecher]]></category>
		<category><![CDATA[Gänsehaut]]></category>
		<category><![CDATA[Geräusch]]></category>
		<category><![CDATA[geschnarcht]]></category>
		<category><![CDATA[Schritte]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal gibt es Situationen, die sind wirr und konfus, erscheinen aber im Moment des Durchlebens vollkommen logisch, absolut folgerichtig und plausibel. Im Nachhinein betrachtet, entpuppen sie sich jedoch als das genaue Gegenteil. Sie entbehren jeglicher Logik und sind weder nachvollziehbar, noch glaubwürdig. Trotzdem sind wir in genau diesem besagten Moment überzeugt, dass alles absolut einleuchtend ist. So auch in dieser Nacht: Es ist bereits weit nach Mitternacht, der Mond steht als Sichel am Himmel. Die Nacht ist sternenklar und wirklich eiskalt. Es ist einer dieser Nächte, wo man keinen Hund vor die Tür schickt. Ich bin bei meiner Mutter. Genauer gesagt, in meinem alten Kinderzimmer. Um exakt zu sein, ich liege im Bett und bin tief unter meiner Bettdecke versunken. Hier ist es schön mollig warm, ich schlafe tief und fest und voller Zuversicht auf den kommenden Tag. Im Haus herrscht absolute Stille. Nichts und niemand stört meinen Schlaf. Bis auf einmal ganz plötzlich Geräusche an mein Ohr dringen. Ich erwache. „Was war das?“, frage ich mich erschrocken. Ich halte die Luft an und wage &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Manchmal gibt es Situationen, die sind wirr und konfus, erscheinen aber im Moment des Durchlebens vollkommen logisch, absolut folgerichtig und plausibel. Im Nachhinein betrachtet, entpuppen sie sich jedoch als das genaue Gegenteil. Sie entbehren jeglicher Logik und sind weder nachvollziehbar, noch glaubwürdig. Trotzdem sind wir in genau diesem besagten Moment überzeugt, dass alles absolut einleuchtend ist. So auch in dieser Nacht:</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>s ist bereits weit nach Mitternacht, der Mond steht als Sichel am Himmel. Die Nacht ist sternenklar und wirklich eiskalt. Es ist einer dieser Nächte, wo man keinen Hund vor die Tür schickt.<br />
Ich bin bei meiner Mutter. Genauer gesagt, in meinem alten Kinderzimmer. Um exakt zu sein, ich liege im Bett und bin tief unter meiner Bettdecke versunken. Hier ist es schön mollig warm, ich schlafe tief und fest und voller Zuversicht auf den kommenden Tag. Im Haus herrscht absolute Stille. Nichts und niemand stört meinen Schlaf. Bis auf einmal ganz plötzlich Geräusche an mein Ohr dringen. Ich erwache.<br />
„Was war das?“, frage ich mich erschrocken.<br />
Ich halte die Luft an und wage nicht zu atmen, gleichzeitig spitze ich die Ohren.<br />
„Da, schon wieder.“<br />
Ich habe die Geräusche wieder gehört. Es ist als sei jemand im Haus. Doch wer und wieso, frage ich mich. Meine Mutter kann es nicht sein, denn sie schläft im Nebenzimmer.<br />
„Hat sie vielleicht geschnarcht oder gar nach mir gerufen?“<br />
Nein, aus dem ihrem Schlafzimmer dringt kein Laut. Aber ich höre es ganz deutlich.<br />
„Oh Gott, da hat etwas gequietscht! Vielleicht eine Tür.“<br />
Mein Herz pocht mir bis zum Hals. Mein Atem stockt und ich spüre, wie sich auf meinem ganzen Körper Gänsehaut ausbreitet. Auch beginne ich unter der warmen Daunendecke zu frieren. Ich habe Angst.<br />
„Da ist doch jemand im Haus!“<br />
Das Blut stockt mir in den Adern.<br />
Ich höre Stimmen. Es sind mehrere Personen. Sie unterhalten sich, doch ich kann nicht verstehen, was sie sagen. Jetzt verstummen sie. Ein paar Minuten herrscht Stille. Ich wage mich nicht zu rühren. Liege einfach nur regungslos da und harre der Dinge, die kommen. Doch augenblicklich tut sich nichts.<br />
„Habe ich mich getäuscht?“<br />
Nein, ich höre wieder etwas. Schritte. Sie nähern sich.<br />
Ich höre wie die Schritte auf der Mamortreppe nach oben kommen. Mein Zimmer ist direkt oben am Ende der Treppe.<br />
„Gleich sind sie hier oben! Was mach ich nur?“<br />
Weglaufen kann ich nicht, denn das Zimmer hat nur einen Eingang und durch das Fenster fliehen ist ebenfalls nicht möglich, da ich mich im Obergeschoss befinde. Selbst wenn ich weglaufen könnte, meine Beine würden mich nicht tragen. Ich fühle mich gelähmt.<br />
„Jetzt sind sie direkt vor meiner Tür“, fährt es mir durch den Kopf.<br />
Ich ziehe mir die Decke bis zur Nasenspitze hoch und meine direkt vor meiner Zimmertür ein Atmen zu hören.<br />
„Ich darf mich nicht rühren und keinen Laut von mir geben!“, ermahne ich mich im Stillen und zitternd vor Angst.<br />
Die Türklinke wird leise herunter gedrückt. Ich höre es ganz deutlich und sehe es aus meinem Versteck heraus.<br />
Vorsichtig öffnet sich die Tür einen kleinen winzigen Spalt, &#8211; kaum hörbar, aber ich kann einen kleinen Luftzug spüren.<br />
Ich presse mir die Hand auf den Mund und reiße die Augen ganz weit auf.<br />
„Da, was ist das?“<br />
Vorsichtig schiebt sich etwas durch den Spalt. Es ist eine Hand. Ich kann es ganz deutlich erkennen. Eine Hand greift durch den Spalt und gleichzeitig wird die Tür ein kleines bisschen weiter geöffnet.<br />
Ich schreie!Nein, ich versuche es, doch kein Laut kommt aus meinem Mund. Ich versuche Worte zu formen, aber alle bleiben mir im Halse stecken. Nur ein kleines geflüstertes und kaum hörbares</p>
<p>„Wer?“<br />
bringen meine Stimmbänder zustande.<br />
Gerade in dem Moment, in dem ich denke vor Angst und Schreck das Bewusstsein zu verlieren, höre ich eine Stimme. Ich vernehme sie ganz deutlich und kann auch die gesprochenen Worte verstehen.<br />
„Ich bin’s Timo!“<br />
Jetzt kann ich ihn erkennen.<br />
Timo steht mit seiner Freundin vor meinem Bett. Ich bin total erleichtert, denn ich habe wirklich gedacht, dass Einbrecher im Haus seien. Jetzt aber ist es ganz selbstverständlich, dass er da ist, obwohl er eigentlich 600 Kilometer entfernt sein müsste. Darüber zerbreche ich mir jedoch im Moment ganz und gar nicht den Kopf. Ich bin einfach nur froh und erleichtert.<br />
Dann höre ich noch wie Timo mir erzählt, dass er Halsschmerzen hat, danach ist es wieder ganz still um mich herum.<br />
Ich kann mich an nichts mehr erinnern.<br />
Alles ist weg.<br />
Blackout.<br />
Funkstille.<br />
Und plötzlich aus dem Nichts heraus höre ich erneut ein Geräusch. Ich lausche. Weder Timo noch dessen Freundin sind da. Das weiß ich auf einmal ganz genau und kann auch deren Abwesenheit förmlich spüren.<br />
„Kommt es aus dem Schlafzimmer meiner Mutter?“, überlege ich.<br />
Es ist ziemlich laut. Also muss es auch relativ nah sein.<br />
„Es ist direkt neben mir,“ denke ich.<br />
Alles um mich herum ist dunkel. Ich kann nichts sehen, ich höre nur dieses Geräusch. Ich versuche es zu identifizieren. Es ist ein schnarchendes Geräusch. Ein Schnarchen.<br />
„Das kann nicht sein. Ich liege ganz alleine hier im Bett im Haus meiner Mutter. Aber das Schnarchen ist direkt an meinem Ohr“, denke ich.<br />
Der Schreck fährt mir erneut in die Glieder. Ich muss den Tatsachen ins Auge sehen. Schlagartig öffne ich die Augen. Ich brauche ein oder zwei Sekunden, um die Situation zu erfassen. Doch schrittweise schleicht sich die Erkenntnis in mein Bewusstsein:</p>
<p>Ich bin nicht in meinem ehemaligen Kinderzimmer und auch nicht im Hause meiner Mutter.<br />
Dort waren weder Einbrecher noch Timo, die mich erschreckt haben.<br />
Ich liege zu Hause in meinem Bett.<br />
Der Schnarcher neben mir ist mein Peter.<br />
Ich habe von Anfang an alles nur geträumt!</p>
<p>Diese Erkenntnis hat etwas Beruhigendes für mich und ich lasse mich wieder zurück in die Kissen fallen, wo ich sofort wieder einschlafe.</p>
<p>Am nächsten Morgen kann ich mich noch genau an diesen Traum erinnern, was bei mir eher selten vorkommt. Meist weiß ich nicht einmal mehr, dass ich überhaupt geträumt habe. Peter erzählt mir dann oft, dass ich im Traum gelacht, gerufen oder gequietscht habe. Häufig träume ich allerdings von Geräuschen, von denen ich dann auch tatsächlich aufwache und meinen Mann frage, ob es gerade an der Haustür geklingelt oder jemand nach mir gerufen hat.<br />
Heute allerdings hat er von meinem Schrei im Traum nichts mitbekommen. Wie denn auch? Er hat doch tief und fest geschlafen und mir ins Ohr geschnarcht.</p>
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