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	<title>schlafen &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Opa Rudi und das Sollen und Wollen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Jan 2021 11:49:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[erzählen]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Opa]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute Abend ist Opa Rudi wieder an der Reihe. Er muss die beiden Enkelkinder Mia und Basti ins Bett bringen. So ist es mit Oma ausgemacht,- immer schön abwechselnd. Gestern war Oma dran, also hat heute Opa die Ehre. Nur leider hat er überhaupt keine Lust, denn er will eigentlich gleich den Fernseher einschalten. „Abgemacht ist abgemacht“, meint Oma Karla nur. „Ich wollte gestern auch erst mit meiner Freundin telefonieren und du warst nicht gewillt für mich einzuspringen.“ „Ja, ja ich weiß schon, &#8211; gleiches Recht für alle“, antwortet ihr Gatte und marschiert in Richtung Kinderzimmer. Mia hat sich heute auf dem Spielplatz tüchtig ausgepowert und sie blickt dem Großvater schon ziemlich müde entgegen. „Himpelchen und …“, beginnt der Opa und endet mit: „und wackelten mit ihren Zipfelmützen…“, weil Mia nämlich bereits eingeschlafen ist. Opa Rudi freut sich insgeheim und denkt: „Das ging aber fix. Wenn Basti auch so schnell einschläft wie seine kleine Schwester, dann bin ich pünktlich zum Start der Fernsehsendung wieder im Wohnzimmer.“ Basti kommt gerade aus dem Badezimmer und kuschelt sich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Heute Abend ist Opa Rudi wieder an der Reihe. Er muss die beiden Enkelkinder Mia und Basti ins Bett bringen. So ist es mit Oma ausgemacht,- immer schön abwechselnd. Gestern war Oma dran, also hat heute Opa die Ehre. Nur leider hat er überhaupt keine Lust, denn er will eigentlich gleich den Fernseher einschalten.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„A</span>bgemacht ist abgemacht“, meint Oma Karla nur. „Ich wollte gestern auch erst mit meiner Freundin telefonieren und du warst nicht gewillt für mich einzuspringen.“<br />
„Ja, ja ich weiß schon, &#8211; gleiches Recht für alle“, antwortet ihr Gatte und marschiert in Richtung Kinderzimmer.<br />
Mia hat sich heute auf dem Spielplatz tüchtig ausgepowert und sie blickt dem Großvater schon ziemlich müde entgegen.<br />
„Himpelchen und …“, beginnt der Opa und endet mit:<br />
„und wackelten mit ihren Zipfelmützen…“, weil Mia nämlich bereits eingeschlafen ist.<br />
Opa Rudi freut sich insgeheim und denkt:<br />
„Das ging aber fix. Wenn Basti auch so schnell einschläft wie seine kleine Schwester, dann bin ich pünktlich zum Start der Fernsehsendung wieder im Wohnzimmer.“<br />
Basti kommt gerade aus dem Badezimmer und kuschelt sich gemütlich unter die Bettdecke. Seine Augen blicken den Großvater hellwach und erwartungsvoll an. Er liebt Opa Rudis Geschichten und heute kann er gerne eine richtig lange Geschichte erzählen, denn Basti ist noch kein bisschen müde.<br />
„Himpelch…“, beginnt der ältere Herr, in der Hoffnung, die Sache mit dem Einschlafen geht genauso flott wie bei Mia.<br />
„Halt, stopp!“, ruft Basti sofort aus. „Ich bin doch schon ein Schulkind. Erinnerst du dich, ich bin letzten Sommer eingeschult worden. So ein Kinderkram ist nichts mehr für mich!“<br />
Basti ist richtig entsetzt und Opa Rudi bleibt nichts anderes übrig, als sich eine andere Geschichte einfallen zu lassen:<br />
„Okay, okay, aber Heinrich, den Rotzipfelmützenträger und Leo, den Blauzipfelmützenträger kennst du bestimmt noch nicht. Das sind zwar auch Zwerge, aber die wohnen in einem unbekannten Land mit dem welthöchsten Berg. Weil es den Beiden aber zu langweilig ist immer nur mit ihren Zipfelmützen zu wackeln, spielen sie Schach….“<br />
„Opa, das glaubst du doch nicht wirklich?!“, fragt Basti leicht irritiert. „Das hab ich ja noch nie gehört, dass Zwerge Schach spielen. Außerdem ist Schachspielen genauso langweilig wie das Wackeln mit den Zipfelmützen.“<br />
Erschrocken schaut der Großvater seinen Enkel an, räuspert sich und sagt:<br />
„Eh,&#8230; ich meine,&#8230; sie denken sich den ganzen Tag über irgendeinen Schabernack aus.“<br />
„Das hört sich schon besser an“, grinst Basti erwartungsvoll.<br />
<span class="Apple-converted-space"> </span>„Sie haben ihrem Zwergenvolk zum Beispiel erzählt, dass sie den Berggeist gesehen haben. Er sei so groß wie ein Turm und mächtiger als ein König. Er wohne in einer Höhle unter der Erde und würde dort einen großen Schatz in einer riesigen Truhe hüten.“<br />
„Und was ist das für ein Schatz?“, erkundigt sich der Enkelsohn neugierig.<br />
„Der Schatz ist ein sehr kostbares und altes Schachspiel und deshalb wird er von den zwei weltbesten Schachspielern bewacht…“<br />
„Halt, stopp!“, ertönt es dieses Mal nicht von Basti, sondern von Oma Karla, die in der Tür steht.<br />
„Ich glaube, wir sollten an dieser Stelle den Geschichtenerzähler auswechseln. Bitte geh&#8216; in das Wohnzimmer, dort beginnt soeben die Sendung, die du nicht verpassen wolltest.“<br />
Gesenkten Hauptes, aber innerlich frohlockend, verlässt Opa Rudi das Zimmer.<br />
„Oma“, versucht Basti vorsichtig eine Frage zu stellen. „Ist Opa Rudi krank, ich meine, so wie alte Leute manchmal werden und dann wirre Sachen erzählen?“<br />
„Nein, nein“, beteuert Oma Karla. „Dein Großvater ist nicht dement oder verwirrt, er erfreut sich bester geistiger Klarheit. Allerdings geht es ihm im Moment so wie dir, wenn du Hausaufgaben machen sollst, aber lieber Fußballspielen willst.“<br />
„Dann mache ich viele Fehler, weil ich die ganze Zeit an mein Fußballspiel denke“, gesteht der Enkel.<br />
„Ja und Opa Rudi möchte die Schachweltmeisterschaft im Fernsehen sehen, die jetzt beginnt. Deshalb waren seine Gedanken beim Schachspiel und nicht beim Geschichtenerzählen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das auch noch lesen:</p>
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<p>&nbsp;</p>
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		<title>Seine letzte Tour</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Nov 2016 02:56:34 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Engel]]></category>
		<category><![CDATA[Geschenk]]></category>
		<category><![CDATA[helfen]]></category>
		<category><![CDATA[laufen]]></category>
		<category><![CDATA[Rentier]]></category>
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		<category><![CDATA[Tour]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachten]]></category>
		<category><![CDATA[Weihnachtsmann]]></category>
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					<description><![CDATA[Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an Weihnachtsmann Willi. Letztes Jahr hat der alte Weihnachtsmann doch tatsächlich verschlafen und es herrschte große Aufregung unter den Menschen auf der Erde, aber auch im Himmel bei den Engeln. Doch Willi konnte geweckt werden und alles ging gut aus. Er hat sogar einen Weihnachtsmannlehrling ernannt, der ihm ein wenig geholfen hat. Dieses Jahr soll dieser noch einmal mit Willi die Aufgaben eines Weihnachtsmannes erledigen und ab nächstem Jahr ist dieser Lehrling dann selbst der Weihnachtsmann. Man sollte denken, dass jetzt alles in Ordnung sei und alles seinen geregelten Gang geht. Weit gefehlt, denn schon wieder ist im Himmel die größte Aufregung und alle Engel sind ratlos, was zu tun ist. „Habt Ihr schon gehört?: Der Weihnachtsmannlehrling Rudi ist krank. Ihm geht es total schlecht“, sagt ein kleines Engelchen zu der restlichen Engelschar in der Himmelswerkstatt. „Was hat er denn?“ „Wie können wir ihm helfen?“ „Ohje, er soll doch dem Weihnachtsmann helfen und ihn dann für die nächsten hundert Jahre ablösen.“ „Der Weihnachtsmann Willi schafft das nicht alleine und Weihnachten &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Vielleicht erinnert Ihr Euch noch an Weihnachtsmann Willi. Letztes Jahr hat der alte Weihnachtsmann doch tatsächlich verschlafen und es herrschte große Aufregung unter den Menschen auf der Erde, aber auch im Himmel bei den Engeln. Doch Willi konnte geweckt werden und alles ging gut aus. Er hat sogar einen Weihnachtsmannlehrling ernannt, der ihm ein wenig geholfen hat. Dieses Jahr soll dieser noch einmal mit Willi die Aufgaben eines Weihnachtsmannes erledigen und ab nächstem Jahr ist dieser Lehrling dann selbst der Weihnachtsmann.</strong><br />
<span class="dropcap">M</span>an sollte denken, dass jetzt alles in Ordnung sei und alles seinen geregelten Gang geht. Weit gefehlt, denn schon wieder ist im Himmel die größte Aufregung und alle Engel sind ratlos, was zu tun ist.<br />
„Habt Ihr schon gehört?: Der Weihnachtsmannlehrling Rudi ist krank. Ihm geht es total schlecht“, sagt ein kleines Engelchen zu der restlichen Engelschar in der Himmelswerkstatt.<br />
„Was hat er denn?“<br />
„Wie können wir ihm helfen?“<br />
„Ohje, er soll doch dem Weihnachtsmann helfen und ihn dann für die nächsten hundert Jahre ablösen.“<br />
„Der Weihnachtsmann Willi schafft das nicht alleine und Weihnachten darf nicht ausfallen. Stellt Euch all die vielen traurigen Kinder vor, die schon sehnsüchtig auf den Weihnachtsmann warten!“<br />
Alle reden plötzlich durcheinander und keiner weiß einen Rat, wie dieses schwerwiegende Problem zu lösen ist. Da meldet sich der kleine Engel wieder zu Wort:<br />
„Rudis Bart ist schon ganz lang gewachsen, seine Engelsflügel sind verschwunden und er sieht auch sonst schon aus, wie ein richtiger Weihnachtsmann, aber er hat ganz starke Bauchweh. Er meint allerdings, dass er in drei Tagen bestimmt wieder fit ist und seine Arbeit machen kann.“<br />
„Solange kann der Weihnachtsmann Willi aber nicht warten. Er schafft es sonst nicht die Geschenke zu allen Kindern zu bringen. Jetzt ist wirklich guter Rat teuer“, meint die Chefin der Himmelswerkstatt verzweifelt.<br />
„Ich hätte da so eine Idee…“, mischt sich das kleine Engelchen wieder ein.<br />
Alle Blicke richten sich auf diesen Engel.<br />
„Ich könnte doch die drei Tage dem Weihnachtsmann helfen!“<br />
„Du?“<br />
„Du hast doch gar keine Ahnung und bist noch nicht einmal in die Lehre gegangen.“<br />
„Du bist doch nur für das Binden der Geschenkbänder zuständig. Und jetzt willst Du dem Weihnachtsmann Willi helfen?“<br />
„Nein, nein! Das ist keine gute Idee!“<br />
„Wer traut sich denn diese schwierige Aufgabe zu?“, fragt die Chefin in die Runde.<br />
Alle Engel senken ihre Blicke und schütteln den Kopf. Niemand traut es sich zu.<br />
„Tja, dann muss wohl Weihnachten dieses Jahr doch ausfallen.“<br />
Alle sehen ganz traurig aus, doch der kleine Engel meldet sich noch einmal zu Wort:<br />
„Mir macht es wirklich nichts aus. Ich traue mich auch. Bitte, bitte, lasst mich doch dem Weihnachtsmann Willi helfen. Ich habe immer alles von hier oben beobachtet und weiß genau, was ich tun muss. Es ist doch nur für drei Tage und dann ist Rudi, der Weihnachtsmannlehrling bestimmt wieder fit. Bitte!“<br />
„Na gut. Was bleibt uns denn sonst anderes übrig. Du bist zwar noch zu klein, aber besser ein kleiner Helfer, als gar kein Helfer“, sagt die Chefin der Himmelswerkstatt. „Wo bekomme ich nur so einen winzigen Weihnachtsmannanzug her, damit der kleine Kerl auf der Erde nicht friert?&#8220;, überlegt die Chefin weiter. &#8222;Ach ja, da gab es doch mal ein Püppchen, das einen solchen Anzug trug.&#8220;<br />
Sie lässt diesen Anzug bringen, schneidet eigenhändig zwei Schlitze für die Engelsflügel hinein und reicht ihn dem winzigen Engel.<br />
„Dann beeile Dich und wecke den Weihnachtsmann, sonst verschläft er auch dieses Jahr wieder. Er ist einfach schon zu alt und zu müde für diesen Job!“<br />
Und so macht sich der Kleinste aller Engel auf den Weg zum Weihnachtsmann, der im Winterwald ganz versteckt hinter der dicken alten Eiche liegt. Sein Schnarchen ist so laut, dass sich die Äste des Eichenbaumes biegen. Zum Glück dämpft der Schnee die Schnarchgeräusche und verhindert damit, dass sie an das menschliche Ohr dringen.<br />
„Hallo Weihnachtsmann Willi! Aufwachen! Es wird Zeit die Geschenke an die Kinder zu verteilen!“<br />
„Was? Wie? Wo?“, fragt der Weihnachtsmann verwirrt und blickt den kleinen Engel an.<br />
„Wer bist du denn?“, erkundigt er sich schlaftrunken und reibt sich die Augen.<br />
„Dein Gehilfe!“<br />
„Erzähl keinen Blödsinn oder bist du etwa der Weihnachtsmannlehrling Rudi? Dann sahst du aber letztes Jahr noch ganz anders aus. Vor allen Dingen warst du kein solcher Winzling. Und überhaupt, wo ist dein Bart und wieso hast du noch die Engelsflügel. Da kann doch etwas nicht stimmen.“<br />
„Rudi ist krank. Deshalb soll ich ihn drei Tage oder so vertreten. Ich bin Klein-Herbert. Also, was soll ich zuerst machen?“<br />
Willi, der Weihnachtsmann kratzt sich am Kopf und runzelt die Stirn. Er überlegt, was er mit diesem Winzling wohl anfangen kann, aber dann brummt er in seinen langen weißen Bart:<br />
„Pack alle Geschenke auf den Schlitten, die die Engel bereits aus der Himmelswerkstatt herunter gebracht und dort hinten aufgestapelt haben! Ich spann schon mal die Renntiere vor den Schlitten!“<br />
Klein-Herbert läuft so schnell los, um die Pakete zu holen, dass er gleich nach den ersten Schritten über seine eigenen Füße fällt, weil sein Weihnachtsmannanzug doch noch ein wenig zu groß ist. Bäuchlings landet er mit dem Gesicht im Schnee.<br />
„Brrr!“, kichert er und wischt sich den Schnee aus dem Gesicht.<br />
Weihnachtsmann Willi schüttelt den Kopf und denkt sich: „Das kann ja noch lustig werden mit diesem kleinen Kerl! Eine große Hilfe wird er wohl nicht sein!“<br />
Nachdem sich Klein-Herbert aufgerappelt hat, schnappt er sich fröhlich das kleinste Päckchen. Es ist federleicht, deshalb wirft er es sogleich pfeifend in die Luft, um es wieder aufzufangen und wieder hochzuwerfen.<br />
„Halt!“, ruft Weihnachtsmann Willi aus. „Was machst du denn da? Siehst du nicht den roten Punkt?“<br />
„Wo? Ach ja, da!“, das Engelchen dreht das Paket hin und her und meint nur: „Ist wohl besonders eilig, oder?“<br />
„Nein! Das bedeutet, dass man das Päckchen nicht werfen darf, weil etwas Zerbrechliches darin ist. Also pass gefälligst auf!“<br />
Und wieder kann der Weihnachtsmann nur den Kopf schütteln über Klein-Herbert. Dieser versucht jetzt alles genau richtig zu machen und hält zuerst nach dem roten Punkt Ausschau, bevor er das nächste Päckchen in die Luft wirft.<br />
„Hörst du jetzt bitte mit dem Unfug auf und konzentrierst dich auf deine Arbeit!“, ermahnt ihn Willi abermals.<br />
„Entschuldigung, Entschuldigung! Soll nicht mehr vorkommen!“, beteuert das kleine tollpatschige Engelchen und versucht stöhnend, aber vergeblich ein riesiges Paket auf den Schlitten zu hieven. Das Gewicht drückt ihn dabei so tief in den Schnee, dass er bis zu den Schultern darin versinkt. Willi bleibt nichts anderes übrig, als ihm das Packet abzunehmen und den mit den Armen zappelnden Herbert aus dem Schnee zu ziehen.<br />
„Pass mal auf, dort drüben sind kleine Säckchen mit Nüssen und Schokoladenweihnachtsmännern drin. Die sind nicht schwer, die schaffst du mit links“, schlägt Willi vor und in Gedanken schiebt er noch hinterher: „Wozu sonst könnte ich diesen kleinen Tollpatsch gebrauchen. Meine letzte Tour habe ich mir auch anders vorgestellt, &#8211; nicht so arbeitsintensiv für mich. Ich wollte sie richtig genießen und alles andere dem Weihnachtsmannlehrling überlassen.“<br />
Klein Herbert läuft geschwind zu den Säckchen und nimmt sogleich zwei in jede Hand. Immer wieder rennt er hin und her und verrichtet seine Arbeit. Zufrieden lächelt Weihnachtsmann Willi in sich hinein, denn er glaubt nun die richtige Aufgabe für Klein-Herbert gefunden zu haben. Er selbst muss eben die schweren Pakete schleppen. Nachdem ihm von der harten Arbeit die Schweißtropfen auf der Stirn stehen und es verdächtig ruhig um ihn herum geworden ist, blickt er sich nach Klein-Herbert um. Diesen findet er schließlich in einer Ecke sitzend vor. Der Mund ist schokoladenverschmiert, seine Hand liegt auf seinem Bauch und seine Augen sind geschlossen.<br />
„Ja, was ist denn hier los?“, ruft Willi entrüstet aus. „Du sollst die Schokolade doch nicht essen!“<br />
„Schlagartig reißt Klein-Herbert die Augen auf und beginnt sich stotternd zu entschuldigen:<br />
„Ich,.., ich hab doch nur… die waren alle schon ein bisschen kaputt…“ Und als er das fragende Gesicht von Willi sieht, fügt er mit gesenktem Blick noch hinzu: „…nachdem mir ein paar Säckchen runtergefallen sind.“<br />
Weihnachtsmann Willi kann nicht anders, aber er muss sich ein Schmunzeln verkneifen.<br />
„Komm her und setz dich hinten auf den Schlitten, unsere Fahrt geht los!“<br />
Als sie dann so mit dem Schlitten dahingleiten und die Glöckchen der Rentiere klingeln, jauchzt Klein-Herbert vor Freude und ruft Willi zu:<br />
&#8222;Darf ich hierbleiben, auch wenn der Weihnachtsmannlehrling Rudi keine Bauchschmerzen mehr hat und zu dir kommt? Das macht nämlich soooo viel Spaß mit dem Schlitten zu fahren!“<br />
Weihnachtsmann Willi hat den kleinen Tollpatsch inzwischen schon so sehr ins Herz geschlossen, dass er ihm diese Bitte nicht verwehren kann.<br />
„Wer weiß, vielleicht wächst Klein-Herbert ja noch ein bisschen und wird in hundert Jahren als Rudis Nachfolger ein fleißiger Weihnachtsmann“, denkt er schmunzelnd und schnalzt, damit die Rentiere ein bisschen schneller laufen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch diese Geschichten noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/weihnachtsmann-willi/">Weihnachtsmann Willi</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/zotti-im-weihnachtsland/">Zotti im Weihnachtsland</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/ein-schoenes-geschenk/">Ein schönes Geschenk</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ohje, das fängt ja gut an!</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/ohje-das-faengt-ja-gut/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/ohje-das-faengt-ja-gut/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 04 Jan 2015 19:49:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Haustür]]></category>
		<category><![CDATA[neues Jahr]]></category>
		<category><![CDATA[New York]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafanzug]]></category>
		<category><![CDATA[schlafen]]></category>
		<category><![CDATA[Terminkalender]]></category>
		<category><![CDATA[Traum]]></category>
		<category><![CDATA[träumen]]></category>
		<category><![CDATA[Udo Jürgens]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir haben das Jahr 2014 gemeinsam mit lieben Freunden in gemütlicher Runde verabschiedet und mit ihnen auch das Jahr 2015 begrüßt. Gute Vorsätze fassen, gegenseitiges Glück wünschen, sich mit Sekt zuprosten, Bleigießen und natürlich Feuerwerk ist das, was zu einer Silvesterfeier gehört und auch bei uns nicht gefehlt hat. Sich Geschichten erzählen, einander zuhören und selbstverständlich miteinander lachen, lassen uns fast drei Stunden nach Mitternacht mit guter Laune auseinandergehen. Wir sind müde und schlafen am nächsten Morgen etwas länger. Dann sollten wir normalerweise wieder im Tritt und gut gerüstet für den Alltag sein. Seltsamerweise scheint dies bei uns nicht der Fall zu sein. Denn oftmals sind wir am nächsten Tag topfit und spüren die Müdigkeit erst am übernächsten Tag. So auch anscheinend in diesem Jahr: Es ist der 2. Januar des neuen Jahres. Wir liegen noch im kuscheligen warmen Bett. Ich werde kurzzeitig wach und blinzele meinen Wecker an, der mir mit seinen Zeigern zu erkennen gibt, dass es gerade erst halb sieben ist. Durch die oberen Schlitze unseres Rolladens dringt noch kein helles Licht. &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir haben das Jahr 2014 gemeinsam mit lieben Freunden in gemütlicher Runde verabschiedet und mit ihnen auch das Jahr 2015 begrüßt. Gute Vorsätze fassen, gegenseitiges Glück wünschen, sich mit Sekt zuprosten, Bleigießen und natürlich Feuerwerk ist das, was zu einer Silvesterfeier gehört und auch bei uns nicht gefehlt hat. Sich Geschichten erzählen, einander zuhören und selbstverständlich miteinander lachen, lassen uns fast drei Stunden nach Mitternacht mit guter Laune auseinandergehen.</strong></p>
<p><span class="dropcap">W</span>ir sind müde und schlafen am nächsten Morgen etwas länger. Dann sollten wir normalerweise wieder im Tritt und gut gerüstet für den Alltag sein. Seltsamerweise scheint dies bei uns nicht der Fall zu sein. Denn oftmals sind wir am nächsten Tag topfit und spüren die Müdigkeit erst am übernächsten Tag. So auch anscheinend in diesem Jahr:<br />
Es ist der 2. Januar des neuen Jahres. Wir liegen noch im kuscheligen warmen Bett. Ich werde kurzzeitig wach und blinzele meinen Wecker an, der mir mit seinen Zeigern zu erkennen gibt, dass es gerade erst halb sieben ist. Durch die oberen Schlitze unseres Rolladens dringt noch kein helles Licht. Peters gleichmäßige Atemzüge signalisieren mir, dass auch er noch süß schlummert. Da für uns heute kein Arbeitstag ist, besteht auch keinerlei Veranlassung dieses warme Lager zu verlassen. Also drehe ich mich noch einmal um und schlafe auch sofort wieder ein.<br />
Ich träume gerade so schön, &#8211; irgendetwas von New York. Keine Ahnung, warum ich gerade auf diese amerikanische Metropole komme, jedenfalls bin ich im Traum dort. Die einzige Erklärung, die ich hierfür habe, ist der plötzliche Tod von Udo Jürgens und damit verbunden sein Lied „Ich war noch niemals in New York“, das ich erst wenige Tage zuvor gehört habe. Auch ich war noch niemals dort, übrigens auch nicht auf Hawaii. Bevor ich in meinem Traum ergründen kann, was ich in New York will, wo genau ich mich dort befinde, und ob jemand bei mir ist, dringt eine Stimme an mein Ohr. Nein, ich höre nicht Udo Jürgens singen und auch niemand hat mich in der besagten Stadt angesprochen. Die Stimme kommt leider von außerhalb meines Traumes und entreißt mich diesem urplötzlich.<br />
„Es hat geklingelt!“, lautet die frohe Botschaft, die mein Peter mir verkündet.<br />
„Ich habe nichts gehört.“<br />
„Doch, schon zweimal!“<br />
Ich überlege gerade noch, dass es doch zu so früher Stunde gar nicht sein kann, da erkenne ich auf dem Zifferblatt des Weckers, dass es inzwischen schon zehn Uhr ist.<br />
„Das wird Timo sein“, erkläre ich Peter. „Ich habe gestern Abend den Schlüssel von innen an der Haustür stecken gelassen, als ich die Tür zugeschlossen habe. Jetzt kann Timo mit seinem Schlüssel nicht rein. Mach doch bitte mal auf!“</p>
<p>Ob das wirklich Timo ist? Ich weiß es jedoch nicht so genau, denn Timo hat nicht erwähnt, dass er heute vorbeikommt und außerdem besitzt er eine ganz bestimmte Angewohnheit. Wenn er mit seinem Schlüssel nicht aufschließen kann oder will, dann klopft er einfach an das Glas der Haustür. Ich habe jedoch kein Klopfen gehört, aber eigentlich auch kein Klingeln. Immerhin war ich ja gerade in New York. Über diese Gedanken, die mir so durch den Kopf blitzen, behalte ich allerdings Stillschweigen, &#8211; das könnte nur unnötig für Verwirrung sorgen.<br />
Während Peter brav nach unten marschiert, ärgere ich mich. Da war ich anscheinend in den drei vergangenen Stunden das erste Mal in meinem Leben in New York und kann mich an nichts weiter als an den Namen dieser Stadt erinnern. Schade, denn ein kleines Sightseeing wäre schön gewesen. Überhaupt sollte man sich New York mal ansehen. Wenn es nur nicht so schrecklich weit weg wäre und der Flug nicht so lange dauern würde. Ich bin nämlich absolut kein Fan von Langstreckenflügen, &#8211; aber das sei nur mal ganz nebenbei bemerkt.<br />
Auf meinem Weg ins Badezimmer, vernehme ich von unten das Umdrehen des Schlüssels und anschließend das Öffnen der Tür. Plötzlich halte ich inne, denn was ich sonst noch höre, überrascht mich jetzt doch und ich stelle mir bildlich die Situation an der Eingangstür vor:<br />
Schlaftrunken und in Erwartung seines Sohnes öffnet Peter die Haustür. Wie ich meinen Göttergatten kenne, öffnet er diese jedoch nicht nur einen kleinen Spalt, um zunächst einmal vorsichtig hinaus zu spähen. Immerhin hätte er dann im äußersten Notfall die Tür noch schnell wieder schließen können. Nein, er reißt die Tür sofort sperrangelweit auf und steht in seinem grau und weiß gestreiften Schlafanzug mit wirren Haaren und Schlaf in den Augen vor dem Besucher. Dieser ist keinesfalls Timo, der seinen Vater nicht zum ersten Mal im Schlafanzug gesehen hätte. Für den Mann allerdings, der vor unserer Tür steht, kommt der Anblick meines Mannes in seinem nächtlichen Outfit doch eher unverhofft. Dieser Besucher ist auch nicht der Postbote, der Gärtner oder der Gasableser, sondern es handelt sich um einen seiner Doktoranden. Mit Sicherheit ist jeder von den Beiden beim Anblick des anderen mehr als nur überrascht. Naja, Professoren sind eben auch nur Menschen wie du und ich.<br />
„Ach, Sie habe ich ja vollkommen vergessen!“, vernehme ich Peters gefasste Stimme, denn meinen Mann kann so schnell nichts schocken, zumindest würde er es sich nicht anmerken lassen.<br />
Während Peter den besagten Doktoranden, dem die Situation mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit äußerst peinlich ist, ins Haus bittet und ihn hoffentlich nicht einfach nur in das noch abgedunkelte Wohnzimmer setzt, fällt mir der Termin wieder ein. Gestern Abend habe ich Peter noch mitgeteilt, dass ich das Gefühl hätte, am darauffolgenden Tag würde irgendein Termin anstehen. Dieses Gefühl meinerseits zu bestätigen oder zu verneinen, wäre an sich kein Problem gewesen, aber keiner von uns machte sich jedoch die Mühe im jeweiligen Terminkalender nachzusehen. Wir beruhigten uns allerdings gegenseitig und fast wie aus einem Munde:<br />
„Ich kann mich an nichts erinnern.“<br />
Immerhin ist zwischen den Jahren, wie man so schön sagt, eine sogenannte Ruhephase angesagt, sprich ein bisschen Freizeit ohne ständigen Termindruck. Der Alltag und die damit verbundene Arbeit würde uns auch in diesem Jahr frühzeitig genug einholen, aber wer hätte denn geahnt, dass es schon heute soweit ist?!<br />
„Ohje“, sage ich zu Peter, der inzwischen bei mir im Badezimmer erscheint. „Das fängt ja gut an!“<br />
„Wieso? Denk doch mal an Griechenland und Kalabrien!“, wirft er noch in den Raum bevor er in unserer Ankleide verschwindet und ich erinnere mich an zwei Erlebnisse, die sich vor vielen Jahren ereigneten (davon werde ich an anderer Stelle noch ausführlich berichten).<br />
„Das ist wieder einmal typisch für meinen Peter, &#8211; er findet an allem etwas Gutes“, denke ich und beeile mich beim Ankleiden, um dann ebenfalls unseren Besucher begrüßen zu können und ihm ein gutes neues Jahr zu wünschen.</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Auch meinen Lesern wünsche ich auf diesem Wege ein gutes, gesundes und erfolgreiches Jahr</strong><br />
<strong> 2015</strong></p>
]]></content:encoded>
					
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