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	<title>Nähkästchen &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Großvaters Haus</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 May 2017 22:56:21 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Plauderecke]]></category>
		<category><![CDATA[Ecke]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute möchte ich eine neue Kategorie auf meinem Blog eröffnen. Ich nenne sie „Meine Plauderecke“. Hier wird sozusagen ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Es gibt viele Gedanken, die mir manchmal so durch den Kopf schwirren, aus denen ich momentan keine Geschichte machen möchte, aber trotzdem sind sie es wert festgehalten zu werden. Sie sollen in der Plauderecke ihren Platz finden. Als erstes Thema an dieser Stelle habe ich mir folgende zwei Worte ausgesucht: „Klein und Groß“ Ich sah neulich ein kleines Kind an der Hand der Mutter eine Treppe erklimmen und mir wurde bewusst, wie hoch diese Treppenstufen doch für ein Kind dieser Körpergröße sein müssen. Ja und auf einmal machten meine Gedanken einen riesigen Sprung zurück in meine eigene Kindheit. Das Kopfkino startete und schon liefen Bilder vor meinem geistigen Auge ab, von denen ich Euch berichten möchte. Ich fand mich nämlich plötzlich im Haus meines Großvaters wieder. Leider steht es heute nicht mehr, sondern an seinem Platz wurde ein neues Haus von mir fremden Menschen erbaut. Dieses Haus ist tatsächlich wesentlich größer, als &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;"><strong>Heute möchte ich eine neue Kategorie auf meinem Blog eröffnen. Ich nenne sie „Meine Plauderecke“. Hier wird sozusagen ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert. Es gibt viele Gedanken, die mir manchmal so durch den Kopf schwirren, aus denen ich momentan keine Geschichte machen möchte, aber trotzdem sind sie es wert festgehalten zu werden. Sie sollen in der Plauderecke ihren Platz finden.</strong><br />
<span class="dropcap">A</span>ls erstes Thema an dieser Stelle habe ich mir folgende zwei Worte<br />
ausgesucht:<br />
<em><strong>„Klein und Groß“</strong></em></p>
<p>Ich sah neulich ein kleines Kind an der Hand der Mutter eine Treppe erklimmen und mir wurde bewusst, wie hoch diese Treppenstufen doch für ein Kind dieser Körpergröße sein müssen. Ja und auf einmal machten meine Gedanken einen riesigen Sprung zurück in meine eigene Kindheit. Das Kopfkino startete und schon liefen Bilder vor meinem geistigen Auge ab, von denen ich Euch berichten möchte.<br />
Ich fand mich nämlich plötzlich im Haus meines Großvaters wieder. Leider steht es heute nicht mehr, sondern an seinem Platz wurde ein neues Haus von mir fremden Menschen erbaut. Dieses Haus ist tatsächlich wesentlich größer, als das Haus meines Großvaters war.<br />
Würde ich heute durch die Räume der großväterlichen Wohnung spazieren, so wäre ich sicherlich erstaunt darüber, dass sie größenmäßig nicht mit meinem Eindruck von damals übereinstimmen würden. Es kommt eben immer auf die Sichtweise an. So erscheinen für ein Kleinkind beispielsweise Treppenstufen hoch, Räume groß und weit, aber für uns Erwachsene wirken sie wahrscheinlich gar nicht so gigantisch.<br />
Wenn ich heute in Gedanken durch die Räume des Hauses meines Großvaters gehe, so schreite ich als Kind hindurch und sehe es mit meinen Kinderaugen:<br />
Um das Haus betreten zu können, musste man einige Treppenstufen hoch steigen und gelangte auf ein Podest. Hier habe ich manchmal meine Schultafel aufgestellt und mit meinen Freundinnen, die schon in die Schule gingen, gespielt. Sie zeigten mir, wie man die Buchstaben schreibt und auch was sie gerade im Rechenunterricht gelernt hatten. Das war wohl schon der erste Schritt zu meiner Lehrerausbildung.<br />
So und nun öffnen wir die Haustür:<br />
Man betrat einen Flur, der recht geräumig geschnitten war, zumindest in den Augen eines Kindes.  Linkerhand war das Badezimmer und auf der rechten Seite befand sich eine Holztreppe, die nach oben zu den Schlafräumen führte. Unter der Treppe gab es noch einen kleinen Abstellraum, den man durch eine Tür betreten konnte. Wenn ich recht überlege, weiß ich nicht, ob man sich beim Eintreten bücken musste. Ich musste es sicherlich nicht, aber die Erwachsenen vermutlich schon.<br />
Durchschritt man den Flur und ging einfach geradeaus, kam man in die Wohnküche. Ich erinnere mich an einen Esstisch mit Stühlen und unter dem Fenster stand ein Sofa, von dem ich Euch schon einmal berichtet habe. Dann gab es noch einen Küchenschrank und einen alten gußeisernen Herd, der die Stube beheizte und auf dem gekocht wurde. Opas Hund, genannt Bazi, hatte seinen Platz unter dem Herd, wo es immer schön warm war.<br />
Ein Spülbecken befand sich ebenfalls in der Küche, über dem ich meine beiden Lieblingspuppen auf den Namen Moni und Rita getauft habe.<br />
Der an die Küche angrenzende Raum war das Wohnzimmer. Ich erinnere mich an den Wohnzimmertisch und die Stühle, jedoch nicht mehr an den Schrank. Es gab einen Ölofen, eine Couch und einen Fernseher. In einer Ecke stand ein Sessel und an der Wand hing ein kleines Regal. Hierauf stand ein Bild meiner Omi, die leider als ich ungefähr zwei Jahre alt war, verstorben ist.<br />
Vom Wohnzimmer aus konnte man ein weiteres Zimmer betreten. Hierin stand ein Bett, wahrscheinlich auch ein Schrank, doch ich sehe nur noch das Bett. Hier lag meine Oma während ihrer schlimmen Krankheit, die ihr viele Schmerzen bereitete, so dass sie Morphium bekam.<br />
In das obere Stockwerk kam man über die Treppe im Flur, was ich ja schon erwähnt habe. Oben angekommen, befand sich geradeaus der Dachboden, den ich genauso ungern betrat wie den Keller des Hauses, der sehr niedrig und dunkel war und wo mein Opa eine kleine Bastelwerkstatt hatte.<br />
Links und rechts vom Dachboden befanden sich nur noch zwei Schlafräume.<br />
Möglicherweise gab es in dieser Etage noch eine kleine Abstellkammer, die aber nur gebückt betreten werden konnte. Hierbei bin ich mir allerdings nicht mehr ganz so sicher, ob diese Kammer tatsächlich existierte.<br />
Das Haus selbst war in einem zarten Grünton gestrichen und befand sich auf einem Grundstück mit Hof und Garten. Außerdem gab es noch ein großes Nebengebäude, wo sich auch in den ersten Jahren die Toilette befand.<br />
Egal, ob das Haus groß oder klein war, es war das Haus meines Opas und ich habe mich dort wohlgefühlt, bin dort gerne ein und aus gegangen. Ich habe dieses Haus einfach gemocht und ich bedauere noch heute, dass es nicht mehr existent ist. Wenn ich durch die Straße laufe, so schaue ich zwar hin, doch nur vor meinem geistigen Auge steht noch das Haus meines Großvaters.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-garten-meines-opas/">Im Garten meines Opas</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-sofa-der-kueche/">Das Sofa in der Küche</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kindheitserinnerungen/">Kindheitserinnerungen</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>*Das Beitragsfoto habe ich in Erfurt in einem Schaufenster fotografiert. Der Künstler der Holzfigur ist mir unbekannt.</p>
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