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	<title>gut &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Seltsam</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 Apr 2021 23:43:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[100 Worte]]></category>
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		<category><![CDATA[gut]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich frage mich, ob dieses seltsame Phänomen nur bei mir auftritt: Ich besitze ziemlich viele von ihnen. Manchmal sind sie alle da, nun sind es fast schon zuviele. Dann wiederum kann ich keinen einzigen finden, jedenfalls keinen, der seiner eigentlichen Bestimmung gerecht wird. Bin ich endlich nach langer Sucherei fündig geworden, entdecke ich die anderen plötzlich in allen möglichen und unmöglichen Ecken. Hurra! Es sind sogar welche dabei, die mir unbekannt sind, andere wiederum bleiben unauffindbar. Diese scheinen wie auf wundersame Weise ihre Besitzer gewechselt zu haben. Naja, sie alle sind eben heißbegehrt, &#8211; trotz des Computerzeitalters, &#8211;  unsere guten alten Kugelschreiber. &#160; Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen: Purzel Bermudadreieck und andere Mysterien Stock und weißer Bart &#160;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich frage mich, ob dieses seltsame Phänomen nur bei mir auftritt:</p>
<p>Ich besitze ziemlich viele von ihnen. Manchmal sind sie alle da, nun sind es fast schon zuviele. Dann wiederum kann ich keinen einzigen finden, jedenfalls keinen, der seiner eigentlichen Bestimmung gerecht wird. Bin ich endlich nach langer Sucherei fündig geworden, entdecke ich die anderen plötzlich in allen möglichen und unmöglichen Ecken. Hurra! Es sind sogar welche dabei, die mir unbekannt sind, andere wiederum bleiben unauffindbar. Diese scheinen wie auf wundersame Weise ihre Besitzer gewechselt zu haben. Naja, sie alle sind eben heißbegehrt, &#8211; trotz des Computerzeitalters, &#8211;<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p style="text-align: center;">unsere guten alten Kugelschreiber.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/purzel/">Purzel</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/bermudadreieck-und-andere-mysterien/">Bermudadreieck und andere Mysterien</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/stock-und-weisser-bart/">Stock und weißer Bart</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Zuviel des Guten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Mar 2018 19:53:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Angebot]]></category>
		<category><![CDATA[Einkauf]]></category>
		<category><![CDATA[gut]]></category>
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					<description><![CDATA[Herr und Frau Konfusi sitzen gerade beim Frühstück und lassen sich die leckeren Marmeladenbrötchen schmecken. Durch das Küchenfenster kommen ein paar Sonnenstrahlen in den Raum und tauchen ihn in ein freundliches helles Licht. Der Himmel zeigt sich heute in einem zarten Blau. Der Schein trügt allerdings, denn das Thermometer bestätigt, dass es lediglich 4 Grad sind. Schon im nächsten Moment schiebt sich ein großes Wolkenfeld vor die Sonne und verdunkelt wieder alles. „Das war aber ein kurzes Gastspiel der Sonne“, sagt Frau Konfusi und schenkt ihrem Gatten herrlich duftenden Kaffee nach. „Schade, dass der Frühling dieses Jahr so lange auf sich warten lässt. Die lange Kälte und das meist trübe Wetter schlagen nur auf das Gemüt.“ „Wir sollten uns eine kleine Freude gönnen“, schlägt dieser ihr vor. „Was hältst Du davon, wenn wir in die Großstadt fahren und einen ausgiebigen Einkaufsbummel machen?“ „Prinzipiell ist das keine schlechte Idee“, gibt Frau Konfusi zu. „Nur seltsam, dass ich den Verdacht hege, dass Du noch etwas anderes im Schilde führst.“ „Naja“, grinst ihr Gatte. „Ich habe neulich in &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Herr und Frau Konfusi sitzen gerade beim Frühstück und lassen sich die leckeren Marmeladenbrötchen schmecken. Durch das Küchenfenster kommen ein paar Sonnenstrahlen in den Raum und tauchen ihn in ein freundliches helles Licht. Der Himmel zeigt sich heute in einem zarten Blau. Der Schein trügt allerdings, denn das Thermometer bestätigt, dass es lediglich 4 Grad sind. Schon im nächsten Moment schiebt sich ein großes Wolkenfeld vor die Sonne und verdunkelt wieder alles.</strong><br />
<span class="dropcap">„D</span>as war aber ein kurzes Gastspiel der Sonne“, sagt Frau Konfusi und schenkt ihrem Gatten herrlich duftenden Kaffee nach.<br />
„Schade, dass der Frühling dieses Jahr so lange auf sich warten lässt. Die lange Kälte und das meist trübe Wetter schlagen nur auf das Gemüt.“<br />
„Wir sollten uns eine kleine Freude gönnen“, schlägt dieser ihr vor. „Was hältst Du davon, wenn wir in die Großstadt fahren und einen ausgiebigen Einkaufsbummel machen?“<br />
„Prinzipiell ist das keine schlechte Idee“, gibt Frau Konfusi zu. „Nur seltsam, dass ich den Verdacht hege, dass Du noch etwas anderes im Schilde führst.“<br />
„Naja“, grinst ihr Gatte. „Ich habe neulich in der Zeitung gelesen, dass es dort eine dauerhafte Oldtimerausstellung gibt. Die würde ich mir gerne ansehen. Wenn Du nicht mitkommen magst, könntest Du in der Zwischenzeit einen Einkaufsbummel machen. Ich komme dann später dazu und wir schlendern noch ein bisschen gemeinsam durch die Einkaufspassagen.“<br />
„Fast habe ich mir so etwas Ähnliches gedacht“erwidert Frau Konfusi und knufft ihren Mann sacht in die Seite.<br />
„Ich nehme Dein Angebot gerne an. Dann drängt mich niemand und ich kann mir in aller Ruhe etwas Chices zu Ostern aussuchen.“<br />
Noch ahnt die ältere Dame nicht, dass sich ihr letzter Satz nicht so leicht in die Tat umsetzen lässt.<br />
Kaum hat sie zwei Stunden später ein großes Zentrum mit den unterschiedlichsten Geschäften betreten, sucht sie auch schon den Weg zu einem bekannten Bekleidungsgeschäft. Sie hat keine Ahnung, was sie eigentlich sucht. Ein bisschen stöbern möchte sie, sich von den bunten Farben und der neuen Kollektion inspirieren lassen. Sie weiß, dass sie hier vielleicht sogar fündig werden könnte und marschiert fröhlich durch die weit geöffnete Glastür.<br />
„Hallo!“, ruft ihr sogleich eine Verkäuferin aus einer der hinteren Ecken zu.<br />
„Hallo!“, antwortet auch Frau Konfusi freundlich und geht auf den erst besten Kleiderständer zu. Kaum hat sie diesen erreicht, ist die Verkäuferin auch schon an ihrer Seite.<br />
„Kann ich Ihnen behilflich sein?“<br />
„Ach nein, ich will mich erst einmal umschauen.“<br />
„Gut, machen Sie es nur ganz in aller Ruhe. Wir haben sehr schöne Sachen.“<br />
„Was suchen Sie denn genau?“<br />
„Das kann ich Ihnen noch nicht sagen, denn ich muss es erst selbst noch herausfinden.“<br />
„Na, dann sehen Sie sich nur mal um, ich lasse Sie in Frieden stöbern und Sie sagen mir Bescheid, wenn Sie meine Hilfe brauchen.“<br />
Frau Konfusi nickt und greift zu einer zartrosa Bluse, um sie näher zu begutachten.<br />
„Oh, das ist eine wirklich schöne Farbe“, ertönt es sofort.<br />
„Ja“, sagt Frau Konfusi und denkt sich: „Wolltest Du mich nicht friedlich stöbern lassen?&#8220;<br />
„Hierfür haben wir auch noch eine passende Hose!“<br />
Und schon schleppt die nette Verkäuferin eine Hose an.<br />
„Es sollte doch alles Ton in Ton sein. Das muss einfach so sein, oder?!“, will jetzt eine zweite Verkäuferin bestätigt wissen.<br />
Irritiert hängt Frau Konfusi die Bluse wieder auf den Ständer zurück.<br />
„Ich weiß ja noch nicht einmal, ob ich diese Bluse haben will“, erklärt sie äußerlich freundlich, aber innerlich schon recht erstaunt über das Verhalten der beiden Damen.<br />
Während sich die zweite Verkäuferin wieder verzieht, gibt die erste nicht so schnell auf.<br />
„Ich könnte mir vorstellen, dass Ihnen dieser leichte Sommerpullover gut steht.“<br />
Und zack hält sie der Kundin einen beigefarbenen Pulli in Augenhöhe hin.<br />
„Oh nein“, entgegnet diese, „das ist nun gar nicht meine Farbe. Das ist mir zu langweilig und trist.“<br />
„Das will ich gar nicht mal sagen. Mit diesem bunten Tuch kombiniert, wirkt es sicherlich sehr adrett und steht Ihnen hervorragend zu Gesicht.“<br />
„Ich schaue mich lieber erst noch ein bisschen um!“, wiederholt Frau Konfusi ihre anfängliche Bitte.<br />
„Aber natürlich, gerne, machen Sie nur!“<br />
Am nächsten Ständer und dreißig Sekunden später entdeckt die ältere Dame zwei hübsche Blusenshirts, die sie sich erst einmal über den Arm hängt, um sie später zu probieren.<br />
„Soll ich Ihnen die Shirts abnehmen? Ich kann sie ja schon mal in die Kabine hängen.“<br />
Bevor Frau Konfusi auch nur ein Wörtchen sagen kann, hat ihr die Verkäuferin bereits die beiden Teile abgenommen und marschiert damit in Richtung Kabine.<br />
„Schauen Sie mal!“, ertönt es eine weitere gefühlte halbe Minute später neben ihr. „Dieses Jäckchen passt doch hervorragend zu den beiden Blusenshirts, dazu diese Hose und Sie sind perfekt angezogen. Ich hänge Ihnen das alles gleich auch noch in die Kabine.“<br />
„Danke. Obwohl es nicht nötig ist, denn ich brauche keine Hose und auch nicht diese Jacke.“<br />
„Oh, Sie müssen sich doch nicht bedanken. Das mache ich gerne. Sie sollen doch mit Ihrem Einkauf zufrieden sein.“<br />
„Dann lass mich auch endlich zufrieden“, hätte Frau Konfusi gerne gesagt, aber sie unterlässt es höflicherweise.<br />
„Ich hätte da auch noch ein Top im Angebot und diese Tasche würde das Outfit perfekt machen. Das gefällt mir sehr gut.“<br />
„Ja Dir!“, denkt Frau Konfusi, &#8222;Aber nicht mir und ich will schließlich etwas für mich kaufen.&#8220;<br />
Inzwischen ist es ihr vollkommen klar, dass sie in diesem Geschäft zwar gerne etwas gekauft hätte, aber wegen der Verkäuferin keinen klaren Gedanken fassen kann. Immerhin soll das neue Teil auch zu ihrer Garderobe aus dem Kleiderschrank zu Hause passen und da muss man schon ein bisschen in sich gehen können, um sich alles vor dem inneren Auge vorzustellen. Damit sie der  übertriebenen Höflichkeit wenigsten für ein paar Minuten entkommen kann, flüchtet sie sich mit zwei hübschen Pullovern in die Kabine. Doch noch bevor sie den Vorhang zugezogen hat, ertönt erneut die Stimme der Verkäuferin:<br />
„Hier habe ich den einen Pullover noch in einer anderen Farbe und gestreift gibt es ihn auch. Ich lege beide Teile auf den Tisch vor Ihrer Kabine. Und kann ich Ihnen einen Kaffee anbieten?“<br />
„Ein Glas Wasser würde mir völlig ausreichen“, antwortet Frau Konfusi und fügt in Gedanken hinzu: „Ich muss mich unbedingt abkühlen, sonst explodiere ich noch.“<br />
Mit einem einzigen Zug stürzt sie dann auch das Wasser hinunter, schließt den Vorhang, bläst die Wangen auf und lässt durch ihren Mund Luft ab, um den angestauten Überdruck abzubauen.<br />
„Stimmt denn die Größe?“<br />
„Ja, ja, alles ist gut!“<br />
„Ich kann jetzt und hier nichts kaufen“, überlegt die ältere Dame. „Das ist einfach zuviel des Guten.“<br />
„Und hat es Ihnen gefallen? Sie haben sich ja nicht gezeigt. Wofür haben Sie sich denn entschieden?“<br />
„Momentan noch für kein Teil. Ich drehe erst noch einmal meine Runde und komme dann wieder“, gesteht die Kundin.<br />
„Soll ich Ihnen die Teile zurückhängen?“<br />
„Nein, das ist nicht nötig. So schnell werden sie schon nicht weg sein!“<br />
„Ja“ antwortet die Verkäuferin enttäuscht und stürzt sich auch schon auf die nächste Kundin, die in diesem Moment den Laden betritt.<br />
Frau Konfusi muss nun erst einmal ihre Gedanken sortieren und schlendert durch die Einkaufspassage. Nach ungefähr einer Stunde wagt sie sich erneut in das besagte Bekleidungsgeschäft, um nochmals ihr Glück zu versuchen. Immerhin ist sie beim ersten Mal ja nur bis zum zweiten Kleiderständer vorgedrungen. Vielleicht gelingt es ihr jetzt die restliche Ware in Frieden zu begutachten. Man soll ja nie die Hoffnung aufgeben.<br />
„Ach da sind Sie ja wieder!“, wird sie auch schon begrüßt. Da aber noch eine weitere Kundin im Geschäft ist, wird Frau Konfusi die ersten fünf Minuten nicht mit irgendwelchen Höflichkeitsangeboten belästigt. Zumindest nicht von der Verkäuferin von vorhin. Dafür erscheint allerdings eine andere geschäftstüchtige Verkäuferin.<br />
„Welche Größe benötigen Sie denn?“<br />
Kurz und knapp erteilt Frau Konfusi die benötigte Information und befürchtet das Allerschlimmste.<br />
„Da hätte ich doch etwas für Sie! Sehr hübsch und passt genau zu Ihrem Typ.“<br />
„Lassen Sie mich bitte in Ruhe schauen!“<br />
Dieser Bitte wird auch für weitere dreißig Sekunden nachgekommen, denn dann greift Frau Konfusi zu einer kurzen Jacke, die ihr farblich und auch schnittmäßig gefällt. Das scheint gleichzeitig das Signal für den Einsatz der Verkäuferin zu sein.<br />
„Soll ich nachsehen, ob das Teil in Ihrer Größe da ist. Wir haben allerdings nur das, was hier hängt.“<br />
„Oh, danke. Ich habe selbst schon gesehen, dass es nicht mehr in meiner Größe vorhanden ist.“<br />
„Das hat die Puppe an. Ich ziehe sie schnell für Sie aus.“<br />
„Ja, machen Sie nur!“, antwortet die Kundin sichtlich erleichtert für ein klitzekleines Weilchen die Verkäuferin ablenken zu können.<br />
Diese Jacke hat ihr sofort ins Auge gestochen, wie man so schön sagt und die ältere Dame geht mit hoffnungsvollen Schritten zum Umkleiden. Das Teil passt perfekt und sie durchforstet im Geiste ihren Schrank, welche ihrer Kleidungsstücke sie damit kombinieren könnte. So tritt sie zufrieden vor die Kabine, wo die Verkäuferin bereits mit einer Jeans Posten bezogen hat.<br />
„Ich habe mich hierfür entschieden“, verkündet sie und will ihr sogleich den Wind aus den Segeln nehmen. „Ich habe eine dunkelblaue und sogar eine hellblaue Jeans hierfür zu Hause im Schrank hängen.“<br />
„Eine weiße hätten wir auch noch da. Die würde sehr schön frisch aussehen dazu.“<br />
„Danke, das ist nicht nötig.“<br />
Beim Verlassen des Geschäftes hört Frau Konfusi bereits wieder das freundliche Hallo, welches  das Verkaufsgenie einer anderen Kundin entgegen wirft.<br />
„Du Arme! Ich wünsche Dir viel Spaß, lass Dich zu nichts überreden und lass Dich auf keinen Fall aus der Ruhe bringen!“, hätte sie der Dame gerne geraten. „So, und jetzt brauche ich dringend einen Kaffee.<br />
„Hattest du einen schönen Nachmittag?“, fragt ihr Gatte eine halbe Stunde später und bestellt sich ebenfalls einen Kaffee.<br />
„Ich konnte in aller Gemütlichkeit die tollen Oldtimer bewundern und meinen Gedanken und Erinnerungen nachhängen“, verkündet Herr Konfusi.<br />
„Da ging es Dir besser als mir. Mir hat ein bisschen die Muse gefehlt und vielleicht hätte mir deine Begleitung ein wenig geholfen, um in Ruhe und Frieden einkaufen zu können“, gibt sie ihrem Gatten kund.<br />
„Hattest Du keine gute Beratung?“, will dieser wissen.<br />
„Wie man es nimmt. Ich war auf jeden Fall von zwei überaus freundlichen Frauen umgeben, die sehr auf mein Wohl bedacht waren. Doch manchmal gibt es leider auch ein Zuviel des Guten.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/kleiderordnung/">Kleiderordnung</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/tickt-ihr-noch-richtig/">Tickt ihr noch richtig?</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/anton/">Anton</a></p>
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		<title>Der lange Weg nach Hause</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 15 Feb 2015 21:50:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[daheim]]></category>
		<category><![CDATA[Ende]]></category>
		<category><![CDATA[Glück]]></category>
		<category><![CDATA[gut]]></category>
		<category><![CDATA[nach Hause]]></category>
		<category><![CDATA[trautes Heim]]></category>
		<category><![CDATA[Weg]]></category>
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					<description><![CDATA[Zu Hause ist da, wo meine Familie ist. Dort wo die Menschen leben, die ich liebe und die mich lieben. Nach Hause gehe ich gerne, denn dort fühle ich mich wohl und ich bin in der glücklichen Lage sagen zu dürfen, dass dies auch für meinen Mann und unseren Sohn zutrifft. Diese Heimkehr ist manchmal kürzer und manchmal länger, je nachdem wo man gerade war. Aber manchmal kann der Weg auch lang sein, wenn er eigentlich kurz ist. Und wir wären nicht Peter und Astrid, wenn wir nicht auch hierzu schon etwas erlebt hätten: Es war an einem schönen Sommertag, ich weiß sogar noch welcher Wochentag es war. Samstag. Wieso ich mich noch daran so genau erinnern kann, wird man jetzt fragen, wenn ich nicht einmal mehr den Monat oder das Jahr nennen kann. Das lässt sich ganz logisch erklären und hängt mit meinem damaligen Anlass für das Verlassen unserer Wohnung zusammen. Ich unterrichtete zu dieser Zeit an einer Grundschule in Darmstadt, allerdings befand sich diese nicht im selben Ortsteil wie unsere Wohnung. Beides lag &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Zu Hause ist da, wo meine Familie ist. Dort wo die Menschen leben, die ich liebe und die mich lieben. Nach Hause gehe ich gerne, denn dort fühle ich mich wohl und ich bin in der glücklichen Lage sagen zu dürfen, dass dies auch für meinen Mann und unseren Sohn zutrifft. Diese Heimkehr ist manchmal kürzer und manchmal länger, je nachdem wo man gerade war. Aber manchmal kann der Weg auch lang sein, wenn er eigentlich kurz ist. Und wir wären nicht Peter und Astrid, wenn wir nicht auch hierzu schon etwas erlebt hätten:</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>s war an einem schönen Sommertag, ich weiß sogar noch welcher Wochentag es war. Samstag. Wieso ich mich noch daran so genau erinnern kann, wird man jetzt fragen, wenn ich nicht einmal mehr den Monat oder das Jahr nennen kann. Das lässt sich ganz logisch erklären und hängt mit meinem damaligen Anlass für das Verlassen unserer Wohnung zusammen. Ich unterrichtete zu dieser Zeit an einer Grundschule in Darmstadt, allerdings befand sich diese nicht im selben Ortsteil wie unsere Wohnung. Beides lag ca. 6 Kilometer auseinander. Das ist ja keine Entfernung wird man denken. Stimmt, &#8211; aber irgendwie auch nicht.<br />
„Ich gehe heute zur Vorabendmesse“, erklärte ich Peter, der gerade einige Renovierungsarbeiten in unserer Wohnung vornahm. Die Kirche, die ich besuchen wollte, befand sich im gleichen Ortsteil wie die Schule.<br />
„Ich fahre dich hin, aber ich  muss gleich wieder zurück, weil ich hier alles noch fertig machen will!“, bot er mir an.<br />
„Gut, aber dann musst du mich auch wieder abholen“, erklärte ich ihm.<br />
Peter fuhr mich also hin und wir verabredeten, dass er in einer Dreiviertelstunde zur Abholung meiner Person wieder da sein würde.<br />
„Sei aber bitte pünktlich!“, sagte ich ihm. „Denn ich möchte ungern hier herum stehen und auf dich warten müssen.“<br />
„Kein Problem!“, versprach er mir hoch und heilig.<br />
„Aber nicht vergessen!“, sagte ich noch als ich die Autotür schloss.<br />
Peter winkte mir zu und fuhr mit dem Auto wieder nach Hause.<br />
In den nächsten 45 Minuten machte ich mir keinerlei Gedanken, allerdings hinterher umso mehr. Wer nämlich nicht da war, das war mein Peter.<br />
„Naja, dann muss ich doch noch etwas warten. Er wird schon in fünf Minuten hier sein“, dachte ich mir.<br />
Fünf Minuten vergingen, &#8211; zehn Minuten verstrichen, &#8211; eine Viertelstunde war inzwischen vorbei. Kein Peter war in Sicht. Damals war das Zeitalter des Handys noch nicht angebrochen, das heißt man hatte keine Möglichkeit mal eben schnell miteinander zu kommunizieren und sich kurzzuschließen. Mein Portemonnaie lag zu Hause, denn ich hatte mir lediglich ein wenig Kleingeld für den Klingelbeutel in die Hosentasche gesteckt. Damit konnte ich auch nicht von einer der damals noch existierenden Telefonzellen aus anrufen. Und die Schüler, die mir ein schönes Wochenende wünschten, wollte ich nicht anpumpen, wie man sich vorstellen kann. Irgendwann war die Straße wie leergefegt, nur ich stand noch herum und wartete auf meinen Peter. Langsam begann ich mich zu ärgern. Und mit dem Ärger setzte auch das Überlegen ein, was ich jetzt tun sollte, denn ich wollte ja schließlich nach Hause. Auf die Idee mit einem Taxi heimzufahren, meine Geldbörse aus der Wohnung zu holen, um den Taxifahrer zu bezahlen, kam ich nicht. Allerdings kam ich auf eine andere Idee, nur leider auf keine gute. Ich dachte mir nämlich, dass ich meinem Peter ja entgegen laufen könnte. Dabei gab es jedoch ein Problem: Viele Wege führen nach Rom und so gab es auch hier verschiedene Möglichkeiten. Keine Ahnung, warum ich mich für den von mir gewählten Weg entschied, möglicherweise weil er eine Abkürzung war, zumindest für Fußgänger.<br />
Ich lief los, immer die Augen auf alle vorbei fahrenden Autos gerichtet, so dass ich meinen Peter auch nicht verpassen könnte. Meine Verärgerung wuchs von Minute zu Minute. Zu allem Unglück hatte ich nicht gerade Wanderschuhe an, sondern neue Sandalen mit hohen Absätzen. Es dauerte also nicht sehr lange und meine Füße begannen zu schmerzen, was wiederum nicht meine Laune hob.<br />
„Das ist eine ganz schöne Gemeinheit! Der hat mich einfach vergessen!“, ärgerte ich mich im Stillen, wobei im Grunde genommen diese innere Stimme alles andere als leise war. Genau in diesem Moment, weit entfernt von den letzten und den nächsten Häusern, brauste ein Mofafahrer an mir vorbei. Besser gesagt er brauste bis zu mir heran, verlangsamte seine Fahrt auf Schrittgeschwindigkeit und fragte mitleidig:<br />
„Kann ich dich ein Stück mitnehmen?“<br />
Obwohl ich den Fahrer nicht kannte, willigte ich ein und setzte mich auf den Gepäckträger. Was hätte ich auch sonst tun sollen? Zu meinem Leidwesen fuhr er jedoch nicht bis zu meinem Wohnort, aber immerhin hatte ich inzwischen mehr als die Hälfte des Weges bewältigt. Und ich würde den Rest auch noch schaffen.<br />
Meine Verärgerung hatte sich inzwischen in Sorge um meinen Peter verwandelt, denn ich begann mir auszumalen, dass ihm etwas zugestoßen sei. Entweder er hatte einen Unfall mit dem Auto oder es war bei den Renovierungsarbeiten etwas passiert. So stellte ich mir bildlich vor, er sei von der Leiter gefallen oder er habe beim Anschließen der neuen Deckenlampe einen Stromschlag bekommen oder sogar beides.<br />
Mit nackten und blutigen Füßen, die Sandalen in der Hand kam ich völlig aufgelöst an. Ich schloss die Haustüre auf und schlich mit letzter Kraft die Treppe hoch. Auf den letzten Stufen vor unserer Wohnungstür traf ich auf einen Bekannten von uns, der gerade mit einer Straßenkarte in der Hand auf dem Weg treppab war.<br />
„Gott sei Dank“, stieß er erleichtert aus. „Da bist du ja! Wir suchen dich schon die ganze Zeit!“<br />
Jetzt stand auch Peter plötzlich vor mir. „Wo warst du denn?“, fragte er mich zwischen Verärgerung und Erleichterung schwankend.<br />
„Das frag ich dich! Ich hab schon befürchtet es ist was passiert!“, gab ich zurück.<br />
„Was denkst du denn, welche Befürchtungen wir hatten“, meinte Peter und warf einen Blick zuerst auf meine Schuhe und dann auf meine Füße.<br />
„Bist du etwa gelaufen?“<br />
„Was soll ich denn machen, wenn du nicht kommst, weil du mich einfach vergessen hast!“<br />
„Ich habe dich nicht vergessen, das war nämlich so: …“<br />
Und dann erzählte mir Peter seine Version der Geschichte:</p>
<p>Peter hatte zunächst fleißig weiter gearbeitet, aber dann klingelte es plötzlich an der Haustür und der besagte Bekannte stand vor ihm. Er hatte eine freudige Nachricht zu verkünden, denn er kam gerade aus dem Krankenhaus, wo seine Frau eine gesunde Tochter entbunden hatte. Darauf musste man natürlich anstoßen und so öffneten sie jeder eine Flasche Bier, weil wir keinen Sekt zu Hause hatten. Darüber vergaß Peter die Zeit und als er auf seine Uhr schaute, war er eine Viertelstunde über den vereinbarten Zeitpunkt hinaus. Er sprang in sein Auto und fuhr auf der für Autos schnellsten Strecke (die aber für mich zu Fuß der längere Weg gewesen wäre) zur Kirche im Nachbarort, um festzustellen, dass ich nicht da war. Zunächst war er nur etwas verwundert gewesen, denn weder Unpünktlichkeit noch Unzuverlässigkeit war er von mir gewohnt. Also fragte er im Pfarrhaus nach, aber da der dortige Pfarrer an diesem Tag vertreten wurde, kannte diese Vertretung mich nicht und wusste auch nichts von meinem Verbleib. Allerdings meinte dieser sofort:<br />
„Oh Gott!“<br />
Beide Männer, mein Peter und der Vertretungspfarrer, waren sichtlich beunruhigt, da es inzwischen schon zu dämmern begann. Kurzentschlossen schnappte sich der Geistliche eine Taschenlampe und dann starteten sie die Suche nach mir. Keine Ahnung, was sie sich ausmalten, auf jeden Fall durchsuchten er und Peter jedes Gebüsch im Umkreis der Kirche, allerdings ohne Erfolg.<br />
Peter fuhr völlig nervös wieder nach Hause und alarmierte den Bekannten, der sofort eine Straßenkarte für die weitere Suchaktion organisierte.</p>
<p>Alles Weitere meiner Odyssee ist bekannt und somit haben sich zwei Sprichwörter bewahrheitet:</p>
<p style="text-align: center;">Ende gut, &#8211; alles gut!</p>
<p style="text-align: center;">Trautes Heim &#8211; Glück allein!</p>
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