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	<title>Figur &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Na sowas!(1)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 11 Mar 2021 21:00:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[ärgern]]></category>
		<category><![CDATA[Etui]]></category>
		<category><![CDATA[Figur]]></category>
		<category><![CDATA[Teddy]]></category>
		<category><![CDATA[Versuch]]></category>
		<category><![CDATA[Würfel]]></category>
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					<description><![CDATA[Berta und Mathilda sind schon seit Jahrzehnten befreundet. Kennengelernt haben sie sich einst auf einer Geburtstagsfeier. Die beiden Frauen waren sich sofort sympathisch.  Damals wie heute geht ihnen der Gesprächsstoff nie aus. Inzwischen sind Mathilda und Berta schon verwitwet. Da Bertas Haus zu groß für nur eine Person ist, zog Mathilda vor zwei Jahren kurzerhand zu ihr. So ist keiner allein, aber trotzdem hat jede von ihnen ihr eigenes Reich. „Wollen wir uns wieder einmal ärgern?“, fragt Berta und hat ein Strahlen in den Augen. „Von WIR ist hier wohl keine Rede!“, gibt Mathilda zurück. „Du ärgerst mich!“ „Ach komm, sei doch nicht so!“, beschwichtigt die eine Freundin die andere. „Na gut, ich bin ja kein Spielverderber.“ Darauf hat Berta nur gewartet. Wie auf Kommando schnellt ihre rechte Hand hinter dem Rücken hervor. In dieser hält sie das altbewährte und allseits geliebte oder auch gehasste „Mensch-ärgere-Dich-nicht“-Spiel.  „Du grün und ich gelb?“, fragt sie. Mathilda nickt und holt ihre Brille aus dem Etui, damit sie genau sehen kann, ob die Freundin schummelt. „Ich fang an“, ruft &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Berta und Mathilda sind schon seit Jahrzehnten befreundet. Kennengelernt haben sie sich einst auf einer Geburtstagsfeier. Die beiden Frauen waren sich sofort sympathisch.<span class="Apple-converted-space"> </span></strong><br />
<strong>Damals wie heute geht ihnen der Gesprächsstoff nie aus.</strong></p>
<p><span class="dropcap">I</span>nzwischen sind Mathilda und Berta schon verwitwet. Da Bertas Haus zu groß für nur eine Person ist, zog Mathilda vor zwei Jahren kurzerhand zu ihr. So ist keiner allein, aber trotzdem hat jede von ihnen ihr eigenes Reich.<br />
„Wollen wir uns wieder einmal ärgern?“, fragt Berta und hat ein Strahlen in den Augen.<br />
„Von WIR ist hier wohl keine Rede!“, gibt Mathilda zurück. „Du ärgerst mich!“<br />
„Ach komm, sei doch nicht so!“, beschwichtigt die eine Freundin die andere.<br />
„Na gut, ich bin ja kein Spielverderber.“<br />
Darauf hat Berta nur gewartet. Wie auf Kommando schnellt ihre rechte Hand hinter dem Rücken hervor. In dieser hält sie das altbewährte und allseits geliebte oder auch gehasste „Mensch-ärgere-Dich-nicht“-Spiel.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Du grün und ich gelb?“, fragt sie.<br />
Mathilda nickt und holt ihre Brille aus dem Etui, damit sie genau sehen kann, ob die Freundin schummelt.<br />
„Ich fang an“, ruft Berta begeistert aus. „Ich habe das letzte Spiel gewonnen.“<br />
„Leider nicht nur das letzte Spiel“, gibt Mathilda zu. „Ich habe das Gefühl, dass mit deinem Würfel etwas nicht stimmt. Ich habe noch nie jemand kennengelernt, der so viele Sechser würfelt wie du.“<br />
„Du kannst ihn gerne haben. Ich nehme dann deinen Würfel.“<br />
Hoffnungsvoll nimmt Mathilda den Würfel entgegen und begutachtet ihn durch ihre Brille ganz genau. Leider muss sie feststellen, dass es nichts Auffälliges an ihm gibt.<br />
„Ich fang schon mal an zu würfeln“, sagt Berta und schon rollt der Würfel dreimal hintereinander über den Tisch.<br />
„Ha!“, sagt Mathilda hoffnungsvoll, denn bisher war kein Sechster dabei. Bei ihr aber leider auch nicht. Doch schon bei der zweiten Würfelrunde hat Berta die ersehnten sechs Augen auf ihrem Würfel ganz oben liegen. Sie geht mit ihrem Spielmännchen an den Startpunkt und als sei dies nicht genug, kommt der zweite Sechster gleich hinterher. Dieser berechtigt sie wiederum zum nochmaligen Würfeln, was Berta allerdings nur eine Eins beschert.<br />
„Och!“, gibt sie enttäuscht von sich.<br />
„Du brauchst dich doch nicht zu beschweren, ich bin noch gar nicht am Start“, entgegnet die Freundin, die den Würfel ganz sachte aus der Hand gleiten lässt. Allerdings vergeblich. Doch noch hat sie zwei Versuche.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Eigentlich kann ich noch keine Sechs gebrauchen“, denkt sie. „Das gelbe Spielmännchen steht kurz vor meinem Startpunkt. Es würde mich nur jagen. Lieber soll der Sechser erst kommen, wenn gelb vor mir ist. Dann wäre ich nämlich der Jäger.“<br />
Leider gehorcht der Würfel nicht ihren Gedanken und Wünschen, denn der dritte Wurf berechtigt sie, sich an den Start zu begeben und danach einen Schritt voranzugehen.<br />
„Oh nein! Jetzt bist du schon ganz dicht hinter mir und ich kann mich darauf gefasst machen, gleich wieder rauszufliegen.“<br />
„Ach, Quatsch. Das würde ich dir doch nie antun“, meint Berta augenzwinkernd und würfelt eine Fünf.<br />
Sie hat Wort gehalten und steht nun direkt vor Mathilda, die anscheinend von jetzt an Glück hat, denn im Nu ist sie mit allen Spielmännchen draußen.<br />
„Heute gewinnst du!“, meint Berta und man hört ihre Frustration heraus.<br />
„Das hab ich auch dringend nötig“, gibt ihr die Freundin zu verstehen und reibt sich im Geiste schon die Hände. Leider ist das Glück kein ständiger Begleiter und so wird sie schon in einer der nächsten Runden von ihrer Gegnerin herausgeworfen. Und als wäre das nicht genug, folgt der Herauswurf des nächsten Männchens kurz bevor sie es in Sicherheit bringen kann.<br />
„Jetzt reicht es aber!“, beschwert sich Mathilda. &#8222;Von wegen, heute gewinne ich. Ich frage mich, wie du das machst?!“<br />
„Gekonnt ist gekonnt!“, gibt ihr Berta lachend zu verstehen.<br />
Langsam vergeht Mathilda die Lust, während die Freundin fröhlich vor sich hin würfelt und ihre Spielfiguren über das Brett sausen lässt.<br />
„Eins, zwei, drei!“, zählt sie. „Und schon bist du weg!“<br />
„Halt!“, ruft Mathilda aus.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Was? Bist du etwa ein schlechter Verlierer?“<br />
„Nein, das nicht. Aber dein Würfel zeigt nur zwei Augen, keine drei!“<br />
„Ach!“, zuckt Berta mit den Schultern. „Da hab ich mich wohl verguckt!“<br />
„Setz mal deine Brille auf!“, kontert Mathilda. „Auf dich muss man aufpassen. Kann es sein, dass du schummelst?“<br />
„Ich nein! Das käme mir nie in den Sinn!“<br />
„Das hoffe ich!“, gibt Mathilda ihrer Freundin zu verstehen, würfelt und zieht an deren Männchen vorbei.<br />
Heute gibt es sozusagen ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Partie ist gerade so richtig spannend, als es plötzlich an der Haustür klingelt. Bertas Tochter Margit mit dem dreijährigen David ist für einen überraschenden Besuch vorbeigekommen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Lass alles stehen, wir spielen nachher weiter! Merk dir, dass du dran bist“, meint sie, als sie mit David auf dem Arm ins Wohnzimmer kommt. Dieser hat seinen Teddy dabei, den er in seiner Hand hält und ihn Mathilda, die noch immer vor dem unvollendeten Spiel sitzt, geben will. Er reicht ihr mit ausgestrecktem Arm den Teddy hinüber.<br />
&#8222;Vorsicht!&#8220;, ruft Margit, als dem Jungen der Teddybär entgleitet.<br />
&#8222;Hoppla!&#8220;, ruft David erschrocken, als der Teddy auf dem Tisch landet.<br />
„Oh nein!“, rufen die beiden Freundinnen, als das Stofftier bei seiner Landung das Spiel zerstört.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Wer hätte denn gewonnen?“, erkundigt sich Margit.<br />
„Ich war so nah dran!“, antwortet Berta.<br />
„Glaubst auch nur du! Ich hätte gewonnen!“, widerspricht Mathilda.<br />
&#8222;Na sowas!&#8220;, sagt David. &#8222;Armer, armer Teddy!&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><a href="https://lifetellsstories.de/hui/">Hui!!!</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Tim und Tom</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jun 2015 22:11:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Figur]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Gartenzwerg]]></category>
		<category><![CDATA[Großvater]]></category>
		<category><![CDATA[Hand]]></category>
		<category><![CDATA[Pfeife]]></category>
		<category><![CDATA[Tim und Tom]]></category>
		<category><![CDATA[Zauberer]]></category>
		<category><![CDATA[Zipfelmütze]]></category>
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					<description><![CDATA[Tim wohnt mit seinen Eltern im selben Haus wie die Großeltern. Es ist ein großes Haus, in dem zwei Familien ausreichend Patz haben. Unten ist die Wohnung von Opa und Oma. Oben leben Tim und seine Eltern. Der Gemüsegarten wird hauptsächlich von den Großeltern bewirtschaftet. Tims Vater allerdings kümmert sich um den Rasen, um die Obstbäume und die Sträucher. Tims Mutter pflügt die Erdbeeren, außerdem macht sie die Gurken und Bohnen ein. So hat jeder etwas zu tun. Und die Aufgaben rund um das Jahr sind verteilt. Heute ist der vierjährige Tim ganz aufgeregt und hüpft von einem Bein auf das andere. „Opa?“, fragt er. „Bekomme ich wirklich ganz alleine für mich ein eigenes Beet und darf ich da auch alles pflanzen, was ich möchte?“ „Ja, na klar, bekommst du ein eigenes Beet“; schmunzelt der Großvater. „Aber erst einmal müssen wir uns heute um Großmutters Blumenbeet kümmern. Schau mal, dort die schönen roten Knospen. Bald werden die Pfingstrosen blühen. Doch wir müssen sie auch tüchtig gießen, damit sie wachsen können und ihre Knospen aufspringen. Auch &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tim wohnt mit seinen Eltern im selben Haus wie die Großeltern. Es ist ein großes Haus, in dem zwei Familien ausreichend Patz haben. Unten ist die Wohnung von Opa und Oma. Oben leben Tim und seine Eltern. Der Gemüsegarten wird hauptsächlich von den Großeltern bewirtschaftet. Tims Vater allerdings kümmert sich um den Rasen, um die Obstbäume und die Sträucher. Tims Mutter pflügt die Erdbeeren, außerdem macht sie die Gurken und Bohnen ein. So hat jeder etwas zu tun. Und die Aufgaben rund um das Jahr sind verteilt.</strong></p>
<p><span class="dropcap">H</span>eute ist der vierjährige Tim ganz aufgeregt und hüpft von einem Bein auf das andere.<br />
„Opa?“, fragt er. „Bekomme ich wirklich ganz alleine für mich ein eigenes Beet und darf ich da auch alles pflanzen, was ich möchte?“<br />
„Ja, na klar, bekommst du ein eigenes Beet“; schmunzelt der Großvater. „Aber erst einmal müssen wir uns heute um Großmutters Blumenbeet kümmern. Schau mal, dort die schönen roten Knospen. Bald werden die Pfingstrosen blühen. Doch wir müssen sie auch tüchtig gießen, damit sie wachsen können und ihre Knospen aufspringen. Auch müssen wir die Erde ein wenig aufhacken.“<br />
Der Großvater öffnet die Tür des Gartenhauses und stöbert im Regal so lange, bis er fündig wird. Er reicht Tim ein kleines buntes Gießkännchen und eine kleine Hacke.<br />
„So nun bist du ein richtiger Gärtner und wir können uns gemeinsam an die Arbeit machen!“<br />
Doch Tim hat in dem Regal etwas entdeckt, das seine Aufmerksamkeit erregt. Er zupft an Opas Hosenbein, deutet auf das zweite Regalbrett von unten und fragt:<br />
„Darf ich den auch haben?“<br />
Der Großvater weiß zunächst nicht, was Tim meint, doch dann entdeckt er den alten Gartenzwerg, der Pfeife rauchend auf dem Regalbrett steht.<br />
„Na sicher kannst du den haben. Er ist nur schon ein wenig in die Jahre gekommen. Er stammt noch aus der Kindheit deines Vaters, als der etwa so alt war wie du jetzt.“<br />
Irgendwie sieht er total lieb aus mit seiner grünen Gärtnerhose und der roten Zwergenmütze, findet Tim. Auch wenn die Farbe an manchen Stellen schon etwas gelitten hat, macht er insgesamt gesehen noch einen recht guten Eindruck. Und das Schönste an ihm ist sein weißer langer Bart, wie er eben zu einem richtigen Gartenzwerg gehört.<br />
Tim holt den Zwerg aus dem Regal und bringt ihn zu Großmutters Blumenbeet. Dort stellt er ihn zwischen die Pfingstrosen und eine Pflanze, an der ganz viele kleine rote Herzen hängen. Oma hat ihm einmal erzählt, dass man diese Pflanze „das tränende Herz“ nennt, weil ihre herzförmigen kleinen Blüten so aussehen, als würde eine Träne von ihnen herunter fallen.<br />
„So“, sagt Tim zu dem Gartenzwerg. „Du passt jetzt gut auf die Blumen auf und sagst mir sofort Bescheid, wenn irgendetwas nicht in Ordnung ist!“<br />
„Mach ich doch glatt!“, antwortet der Gartenzwerg und zwinkert Tim mit einem Auge zu.<br />
Erschrocken springt der Junge zur Seite und schüttelt den Kopf.<br />
Nein, das hat er jetzt sicherlich geträumt, denn Gartenzwerge können gar nicht reden. Das ist doch total lächerlich, sie sind doch keine Menschen.<br />
„Nur Menschen können reden“, überlegt sich Tim gerade, als der kleine Winzling munter weiter plappert:<br />
„Ich heiße übrigens Tom!“<br />
Der Junge reibt sich zuerst die Augen und dann zieht er vorsichtig an seinem rechten und an seinem linken Ohr. Irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen.<br />
„Und du bist der Tim, stimmt’s!?“<br />
Vorsichtig beugt sich der Junge zu der Figur hinunter.<br />
„Kannst du wirklich reden?“, fragt er leise, nachdem er sich nach allen Seiten hin vergewissert hat, dass ihn niemand sehen und hören kann.<br />
„Ja“, kommt die Antwort des zarten Stimmchens. „Aber nur auserwählte Menschen können uns Gartenzwerge an ganz bestimmten Tagen hören. Du bist ein solches Menschenkind und heute ist es wieder einmal soweit.“<br />
Der Zwerg zieht an seiner Pfeife und bläst Tim den Tabakrauch ins Gesicht. Dieser muss ein wenig husten, räuspert sich dann und richtet gleich zwei neue Fragen an den Winzling:<br />
„Wo kommst du her und wo sind denn alle anderen Gartenzwerge aus deiner Familie?“<br />
„Ach“, meint Tom. „Das ist eine lange Geschichte. Willst du sie hören?“<br />
Und ob das der Junge will. Er nickt zur Bestätigung mehrmals kräftig mit dem Kopf.<br />
„Alles fing kurz nach meiner Geburt vor genau dreihundertachtundsiebzig Jahren an“, erklärt Tom.<br />
Tim setzt sich im Schneidersitz vor den Gartenzwerg. Auch in seinem Zimmer setzt er sich immer auf den Teppich, wenn ihm der Großvater etwas aus seiner eigenen Kindheit erzählt.<br />
„Damals passte meine Mutter einen Moment lang nicht auf mich auf und schon war ich verschwunden. Eigentlich wollte ich nur mal ein paar Schritte um die Ecke laufen. Gartenzwerge können nämlich schon gleich nach der Geburt laufen“, erzählt der niedliche kleine Tom.<br />
„Ja und dann habe ich mich ganz fürchterlich verlaufen. Ich wusste einfach nicht mehr, wie ich in meinen Heimatgarten zurück komme.“</p>
<p>Der kleine Zwerg Tom sieht plötzlich aus, als wolle er weinen. Aber er erzählt trotzdem weiter:<br />
„Ich war sehr traurig. Rufen und Weinen half mir auch nicht weiter. Also blieb ich einfach stehen und hoffte, dass meine Mutter mich wieder finden würde.“<br />
Tim hört gespannt der Erzählung des Gartenzwerges zu, dessen Erlebnis ihn ebenfalls total traurig macht. Er hätte auch Angst und würde weinen, wenn er seine Mutter nicht mehr finden könnte, das weiß Tim ganz sicher. Sanft streicht er mitfühlend über den kleinen Zwerg, der aber sofort weiter plappert:<br />
„Als ich so wartete und wartete, sah ich plötzlich, dass jemand vor mir stand. Ich sah nach oben und blickte in ein grimmiges Gesicht. Es war der böse Gartenzwergzauberer, vor dem wir uns alle fürchten. Ich wollte flüchten, doch er hielt mich einfach fest.“<br />
Tim schlägt vor Schreck seine Hand vor den Mund. Seine Augen sind weit aufgerissen. Er ist wie gebannt und blickt sich schnell um, ob auch der böse Gartenzwergzauberer nirgendwo in der Nähe ist.<br />
„Und dann?“, fragt er ganz aufgeregt.<br />
„Dann hat er das Zaubersalz über mich gestreut und es war um mich geschehen. Ich bin einfach erstarrt. Ich konnte nicht mehr weglaufen. Aber das Schlimmste ist, dass es seither allen Gartenzwergen ebenso ergeht. Deshalb stehen wir immer nur unbeweglich, stumm und still in den Vorgärten.“<br />
Tim sitzt vor dem Gartenzwerg im Gras und fragt ihn:<br />
„Bist du tatsächlich schon so alt?“<br />
„Naja“, zwinkert ihm der Zwerg zu. „Ich habe heute sogar Geburtstag. Und als Geburtstagsgeschenk darf ich an diesem Tag für ein paar Minuten mit einem Menschenkind sprechen. Ich kann dir heute sogar einen Wunsch erfüllen. Du musst mir nur sagen, was du dir wünschst!“<br />
Jetzt ist Tim an der Reihe sprachlos zu sein. Einen Wunsch! Vater sagt immer, dass Tim eine ganze Menge Wünsche hat. Aber komisch, jetzt im Moment fällt ihm kein einziger Wunsch ein. Tim zieht seine Stirn in Falten. Das hat er bei Großvater gesehen. Er macht es nämlich immer, wenn er ganz scharf nachdenkt. Also denkt jetzt Tim auch ganz angestrengt nach.<br />
Und!? Halt! Da ist doch etwas, das er noch niemand verraten hat.<br />
„Sag es mir ganz schnell“, ermahnt ihn der Gartenzwerg Tom. „Meine Kräfte lassen schon nach!“<br />
Tom kann nur noch flüstern und auch seine kleine Pfeife raucht nur noch ein wenig.<br />
„Schnell, schnell!“, flüstert der Gartenzwerg. „Sag es mir geschwind oder denk ganz fest daran, sonst klappt es nicht mehr!“<br />
„Ich wünsche mir so sehr einen kleinen…“<br />
Das Pfeifchen ist erloschen. Es raucht nicht mehr und auch Tom der Gartenzwerg lächelt ihn nur stumm an, als sei nichts geschehen.<br />
Tim reibt sich seine Augen.<br />
„Hat er das alles eben nur geträumt oder hat der Gartenzwerg tatsächlich mit ihm gesprochen?“, fragt er sich insgeheim.<br />
Schade, er hat seinen Wunsch nicht mehr aussprechen können.<br />
Was hat er sich wohl gewünscht? Ihr seid neugierig geworden? Soll ich es euch verraten? Nein! Das müsst ihr schon selbst heraus finden.<br />
Schaut her, gerade nimmt Tim die kleine Figur mit der roten Zipfelmütze hoch, als ihn etwas winselnd an der Hand leckt…</p>
<p>&nbsp;</p>
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<p><a href="http://lifetellsstories.de/1174-knut-knopf/">Knut Knopf</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/mit-schaufel-und-eimer/">Mit Schaufel und Eimer</a></p>
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