<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	
	xmlns:georss="http://www.georss.org/georss"
	xmlns:geo="http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#"
	>

<channel>
	<title>Chaos &#8211; life tells stories</title>
	<atom:link href="https://lifetellsstories.de/tag/chaos/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://lifetellsstories.de</link>
	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
	<lastBuildDate>Mon, 02 Mar 2020 14:51:13 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=7.0</generator>
<site xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">123020734</site>	<item>
		<title>Wie gewonnen, so zerronnen</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/wie-gewonnen-so-zerronnen/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/wie-gewonnen-so-zerronnen/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 02 Mar 2020 13:51:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos]]></category>
		<category><![CDATA[Freundin]]></category>
		<category><![CDATA[gewonnen]]></category>
		<category><![CDATA[Hoffnung]]></category>
		<category><![CDATA[Nadel]]></category>
		<category><![CDATA[zerronnen]]></category>
		<category><![CDATA[zucken]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=6391</guid>

					<description><![CDATA[Tanja kommt von der Arbeit nach Hause. Es ist Freitagabend und wie gewohnt will sie sich nachher noch mit ihrer besten Freundin Gitti treffen. Sie kennen sich seit der Schulzeit, haben gemeinsam studiert und leben noch heute in der selben Stadt. Sie unternehmen viel gemeinsam, telefonieren häufig und freitags treffen sie sich immer zu einem gemütlichen Fernsehabend. Abwechselnd findet dieser mal bei der Einen und dann wieder bei der Anderen statt. „Ich sollte noch schnell ein bisschen aufräumen“, überlegt Tanja laut. „Wenn überall etwas herumliegt, dann sieht es so ungemütlich aus. Ich muss mich aber beeilen!“  Schon eine knappe halbe Stunde später klingelt es an der Haustür. „Gittti!!!“, ruft Tanja aus, rauft sich erschreckt die Haare und rennt schnell zur Wohnungstür, die sie völlig aufgelöst und mit einem Ruck öffnet. Ohne ein Wort dreht sie sich wieder um und läuft händeringend zurück ins Wohnzimmer. „Ich wünsche Dir einen schönen guten Abend“, ruft Gitta ihrer Freundin verwundert hinterher und hängt ihren Mantel an der Garderobe im Flur an den Haken. Danach geht auch sie ins Wohnzimmer, &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Tanja kommt von der Arbeit nach Hause. Es ist Freitagabend und wie gewohnt will sie sich nachher noch mit ihrer besten Freundin Gitti treffen. Sie kennen sich seit der Schulzeit, haben gemeinsam studiert und leben noch heute in der selben Stadt. Sie unternehmen viel gemeinsam, telefonieren häufig und freitags treffen sie sich immer zu einem gemütlichen Fernsehabend.</strong></p>
<p><span class="dropcap">A</span>bwechselnd findet dieser mal bei der Einen und dann wieder bei der Anderen statt.<br />
„Ich sollte noch schnell ein bisschen aufräumen“, überlegt Tanja laut. „Wenn überall etwas herumliegt, dann sieht es so ungemütlich aus. Ich muss mich aber beeilen!“<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Schon eine knappe halbe Stunde später klingelt es an der Haustür.<br />
„Gittti!!!“, ruft Tanja aus, rauft sich erschreckt die Haare und rennt schnell zur Wohnungstür, die sie völlig aufgelöst und mit einem Ruck öffnet. Ohne ein Wort dreht sie sich wieder um und läuft händeringend zurück ins Wohnzimmer.<br />
„Ich wünsche Dir einen schönen guten Abend“, ruft Gitta ihrer Freundin verwundert hinterher und hängt ihren Mantel an der Garderobe im Flur an den Haken. Danach geht auch sie ins Wohnzimmer, wo es ihr erst einmal die Sprache verschlägt.<br />
„Was ist denn hier los?“, fragt sie kopfschüttelnd, erhält allerdings nun schon zum zweiten Mal keine Antwort.<br />
Alle Sofakissen liegen auf dem Boden, ebenso die schöne Kuscheldecke, die Gitti ihr erst zum Geburtstag geschenkt hat und gerade fliegen auch noch mehrere Zeitschriften hinterher. Der Teppich ist umgeklappt. Der Inhalt einer Schatulle, in der Tanja alte Fotos aufhebt, ist auf dem Fußboden verstreut. Sogar die Porzellandose aus dem letzten gemeinsamen Urlaub ist entleert. Die Knöpfe, die Tanja darin verwahrt, liegen verstreut auf dem Wohnzimmertisch. Sie selbst kniet vor der Couch und steckt ihren Kopf darunter.<br />
„Einbruch oder Suche?“, fragt Gitti nur.<br />
„Genau!“, antwortet die Freundin wortkarg und robbt zu den Sesseln, um auch dort nachzusehen.<br />
„Was jetzt?“, will Gitti wissen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Suche“, wird ihr entgegengeschmettert.<br />
„Wenn du mir verrätst, worum es sich handelt, dann kann ich dir auch helfen“, bietet Gitti an.<br />
„Die Nadel“, schmettert ihr die Freundin entgegen.<br />
„Ohje, dann sollten wir aufpassen, dass wir nicht hineintreten, sonst haben wir sie womöglich auch noch plötzlich im Fuß stecken. Bei diesem Chaos hier kann das nämlich leicht passieren.“<br />
„Die doch nicht“, verkündet Tanja. „Ich meine doch die Nadel im Heuhaufen.“<br />
„Aha, das klingt allerdings ziemlich kompliziert. Vielleicht sollten wir uns erst einmal setzen und du erzählst mir alles schön der Reihe nach“, schlägt Gitti vor und lässt sich in einen Sessel plumpsen.<br />
„Mein Autoschlüssel ist weg!“<br />
„Und den suchst du jetzt hier im Wohnzimmer?“<br />
„Naja, im Schlafzimmer wird er ja wohl kaum sein.“<br />
„Wann hattest du ihn denn zuletzt?“<br />
„Vorgestern, als ich vom Einkaufen kam.“<br />
„Und was hast du dann gemacht?“<br />
„Die Einkaufe in die Küche gebracht.“<br />
„Also, dann solltest du doch wohl eher in der Küche nachschauen!“, schlägt Gitti vor.<br />
„Du glaubst doch nicht etwa, dass ich ihn in den Kühlschrank gelegt habe?“, meint Tanja und nach einer kleinen Pause fügt sie hinzu: „Wenn ich ehrlich bin: Da habe ich bereits nachgesehen. Ich weiß wirklich nicht wo er hingekommen ist.“<br />
Gitti überlegt krampfhaft, wo sie anstelle der Freundin suchen würde. Das Naheliegendste wäre aller Wahrscheinlichkeit nach…<br />
„Die Handtasche, &#8211; hast du da schon nachgesehen?“, will sie wissen.<br />
„Die habe ich schon mindestens zweimal ausgeräumt. Da ist er nicht. Ich schwöre es! Aber du kannst gerne noch einmal nachsehen! Alle guten Dinge sind ja bekanntlich drei.“ Ein bisschen beleidigt, aber auch ein wenig hoffnungsvoll klingt Tanjas Stimme, als sie ihr die Handtasche reicht.<br />
Gitti räumt aus: Eine Haarbürste, ein Taschenspiegel, die Geldbörse, drei Lippenstifte, zwei Kugelschreiber, ein Einkaufszettel, eine Sicherheitsnadel, Pflaster, Papiertaschentücher, Handcreme, einige Münzen, Wimperntusche, Nasenspray und sogar eine Minitaschenlampe kommen zum Vorschein.<br />
„Du schleppst echt viel mit dir rum…“<br />
„…aber keinen Autoschlüssel“, ergänzt Tanja.<br />
„Stimmt!“, bestätigt Gitti. „Aber warte mal, was ist das denn?“<br />
„Der Schlüssel?“, neue Hoffnung keimt in Tanja auf.<br />
„Nein, das nicht, aber ein Loch im Futter“, grinst die Freundin und zieht einen weiteren Kugelschreiber, den vierten Lippenstift und sogar ein Nagellackfläschchen hervor. Danach versucht sie erneut ihr Glück und …<br />
„Mein Autoschlüssel! Du bist ein Schatz!“<br />
Tanja fällt der Freundin überglücklich um den Hals.<br />
„Was wolltest du eigentlich mit dem Schlüssel?“, fragt Gitti während sie gemeinsam im Wohnzimmer das Chaos zu beseitigen versuchen.<br />
„Ich hab doch eine Flasche Wein für heute Abend gekauft und die liegt noch im Auto. Ich hol sie mal schnell.“<br />
Nach circa zehn Minuten taucht Tanja leichenblass und mit der Rotweinflasche in der Hand wieder auf:<br />
„Ich glaube wir brauchen jetzt einen starken Mann!“<br />
„Wieso?“, Gitti ahnt Fürchterliches.<br />
„Um den Gullydeckel neben dem Bordstein hochzuheben!“, meint Tanja nur und zuckt mit den Schultern. „Wie gewonnen, so zerronnen!“</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/wie-gewonnen-so-zerronnen/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>8</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">6391</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Ein Hoch auf…</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/ein-hoch-auf/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/ein-hoch-auf/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Feb 2020 20:24:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos]]></category>
		<category><![CDATA[dabbisch]]></category>
		<category><![CDATA[Hoch]]></category>
		<category><![CDATA[Kongress]]></category>
		<category><![CDATA[Sekt]]></category>
		<category><![CDATA[spontan]]></category>
		<category><![CDATA[Theater]]></category>
		<category><![CDATA[Toast]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=6384</guid>

					<description><![CDATA[Professor Konfusi hatte Geburtstag. Alle Bewohner der alten Villa waren eingeladen, haben ihm einen Gutschein für einen Theaterbesuch mit seiner Gattin geschenkt und haben mit dem älteren Ehepaar gemeinsam gefeiert. Heute ist es dann soweit. Herr und Frau Konfusi haben sich chic angezogen und stehen jetzt im Foyer des wunderschönen Jugendstiltheaters.  Da es draußen tüchtig stürmt und der Wind auch noch Kälte mit sich bringt, haben sie sich wie alle anderen Theaterbesucher in warme Mäntel und Schals gehüllt.   „Ach herje, ist das eine lange Schlange an der Garderobe“, sagt Frau Konfusi nach der Theatervorstellung. „Lass uns doch noch ein Gläschen Sekt trinken, danach ist der größte Andrang bestimmt vorüber.“ Während sich der Professor auf den Weg zur Bar macht, um das prickelnde Getränk zu besorgen, gesellt sich seine Gattin zu ein paar Frauen, die sie flüchtig kennt. Diese hatten den gleichen Gedanken und warten nun im Theaterfoyer auf ihre Männer und den Sekt.  So steht man anschließend in lockerer Runde zusammen, diskutiert über die Aufführung und stößt auf den gelungenen Abend an.  „Wir sollten &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Professor Konfusi hatte Geburtstag. Alle Bewohner der alten Villa waren eingeladen, haben ihm einen Gutschein für einen Theaterbesuch mit seiner Gattin geschenkt und haben mit dem älteren Ehepaar gemeinsam gefeiert.</strong></p>
<p><span class="dropcap">H</span>eute ist es dann soweit. Herr und Frau Konfusi haben sich chic angezogen und stehen jetzt im Foyer des wunderschönen Jugendstiltheaters.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
Da es draußen tüchtig stürmt und der Wind auch noch Kälte mit sich bringt, haben sie sich wie alle anderen Theaterbesucher in warme Mäntel und Schals gehüllt. <span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Ach herje, ist das eine lange Schlange an der Garderobe“, sagt Frau Konfusi nach der Theatervorstellung. „Lass uns doch noch ein Gläschen Sekt trinken, danach ist der größte Andrang bestimmt vorüber.“<br />
Während sich der Professor auf den Weg zur Bar macht, um das prickelnde Getränk zu besorgen, gesellt sich seine Gattin zu ein paar Frauen, die sie flüchtig kennt. Diese hatten den gleichen Gedanken und warten nun im Theaterfoyer auf ihre Männer und den Sekt.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
So steht man anschließend in lockerer Runde zusammen, diskutiert über die Aufführung und stößt auf den gelungenen Abend an.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Wir sollten aber nicht nur auf die Schauspieler anstoßen!“, meint Professor Konfusi und blickt in die verständnislosen Gesichter. &#8222;Ich möchte noch auf eine andere Person einen Toast aussprechen.&#8220;<br />
Auch seine Frau schaut ihn fragend an, runzelt die Stirn und folgt seinem Blick zur Garderobe, wo sie allerdings kein bekanntes Gesicht entdeckt. Alle Personen sind ihr mit dem Rücken zugewandt.<br />
„Wie darf man das verstehen?“, fragt sie ihren Gatten.<br />
„Ach, meine Liebe, ich möchte jemand würdigen, der gerne übersehen wird!“ Mit diesen Worten hebt er sein Glas. Erst<span class="Apple-converted-space">  </span>jetzt merkt er, dass niemand so recht versteht, worum es ihm geht und ihn möglicherweise alle momentan für ein bisschen verwirrt halten. So herrscht nun eine betretene Stille in dem kleinen Kreise, die durch Frau Konfusis Aufforderung unterbrochen wird:<br />
„Würdest du uns das bitte näher erklären?!“, fragt sie und man merkt ihr sichtlich das Interesse an. <span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Das ist eine etwas längere Geschichte“, grinst nun der Professor und alle richten ihre Blicke gespannt auf ihn.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Neulich war ich auf einem Kongress. Alle Teilnehmer trugen bei der Ankunft dicke schwarze Jacken oder Mäntel über ihren Anzügen. Es standen auch genügend Garderobenständer im Vorraum bereit. So hängte jeder seine wärmende Wetterbekleidung dort auf. Ich ebenfalls.“<br />
„Kann es sein, dass du hinterher ein Problem hattest“, erkundigt sich Frau Konfusi, die langsam etwas zu ahnen beginnt.<br />
„Nicht nur ich!“, betont ihr Gatte. „Keiner hatte darauf geachtet, an welchen Gaderobenständer er seine Jacke oder den Mantel gehängt hatte. Sie hingen<span class="Apple-converted-space"> </span>total voll, mehrere Bekleidungsstücke übereinander und ein Mantel sah aus wie der andere.“<br />
„Lass mich raten“, versucht seine Frau das Geschehen zu rekonstruieren. „Du hast den falschen Mantel erwischt.“<br />
„Ich habe bestimmt drei Versuche gestartet. Sie sahen alle so aus wie mein Mantel, waren aber entweder zu klein, zu groß oder der in der Tasche befindliche Inhalt gehörte nicht mir und somit der Mantel auch nicht.“<br />
„Und wie haben Sie ihn letztendlich gefunden?“, will einer der Umstehenden wissen.<br />
„Indem plötzlich jemand vor mir stand, der dasselbe Problem hatte wie ich. Und dieser Jemand trug meinen Mantel, der ihm sichtlich zu klein war. Ich glaubte ihn an den Knöpfen zu erkennen. Wir tauschten die Mäntel und siehe da, es war tatsächlich der Meinige. Der andere Herr musste allerdings noch einige Zeit weitersuchen.“<br />
Für seine Erzählung erntet Professor Konfusi Gelächter, doch er kann herzlich mitlachen.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Damit ist die Geschichte aber noch nicht zu Ende“, grinst er schelmisch in die Runde. „Bei der Manteltaschenkontrolle zog ich tatsächlich meinen Autoschlüssel heraus, allerdings fiel auch noch etwas anderes von mir unbemerkt auf den Boden.“<br />
„ ‚<i>Dabbischkeit verlass mich nicht‘</i>, würde der Hesse jetzt sagen“, wirft ein Herr ein.<br />
„Wie auch immer&#8230;“, will Professor Konfusi fortfahren.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Was war es denn?“, fragen plötzlich alle neugierig wie aus einem Munde.<br />
„Langsam, langsam!“, mahnt der Professor seine Zuhörer. „Auf einmal trat ein Mann an mich heran, der zuvor hinter mir gestanden hatte und reichte mir eine Visitenkarte.&#8220;<br />
&#8222;Was denn auch sonst. Auf Kongressen reicht man sich immer Visitenkarten&#8220;, erklärt Frau Konfusi.<br />
&#8222;Ich wollte ihm ebenfalls meine Visitenkarte geben&#8220;, fährt ihr Gemahl unbeirrt fort. &#8222;Doch das war gar nicht nötig, denn ich erkannte plötzlich, dass er mir meine eigene gegeben hatte, die mir zuvor aus der Tasche gefallen und von ihm aufgehoben worden war.“<br />
Wieder erntet Professor Konfusi Gelächter für seine Erzählung.<span class="Apple-converted-space"> </span><br />
„Soweit zur Dabbischkeit“, meint Frau Konfusi. „Aber du hast mit deiner Geschichte vom eigentlichen Thema abgelenkt. Wolltest du nicht auf jemand anstoßen?“<br />
„Nein!“, widerspricht der Professor. &#8222;Und: Ja!&#8220;<br />
&#8222;Was denn jetzt?&#8220;, erkundigt sich der Hesse. &#8222;Nein oder Ja?&#8220;<br />
&#8222;Nein, ich habe nicht vom Thema abgelenkt. Ja, ich will auf eine besondere Person anstoßen.&#8220;<br />
Abermals erhebt Professor Konfusi sein Sektglas und sagt mit feierlicher Stimme:<br />
&#8222;Ich bin das lebende Beispiel dafür, welches Chaos hier herrschen würde, wenn es nicht diese liebenswürdige und hilfreiche Person geben würde.&#8220;<br />
Er wendet sich in Richtung Gedarobe und spricht weiter:<br />
&#8222;Ich erhebe nun mein Glas und spreche einen Toast auf die Gaderobiere aus ohne die wir alle ziemlich hilflos wären!“<br />
Spontan tun es ihm alle gleich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/professor-konfusi/">Professor Konfusi</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/eiskalt/">Eiskalt</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/im-eifer-des-gefechts/">Im Eifer des Gefechts</a></p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/ein-hoch-auf/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>8</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">6384</post-id>	</item>
		<item>
		<title>Chaotischer Umzug</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/chaotischer-umzug/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/chaotischer-umzug/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 12 Oct 2014 11:47:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Blumen]]></category>
		<category><![CDATA[Chaos]]></category>
		<category><![CDATA[Keller]]></category>
		<category><![CDATA[Kisten]]></category>
		<category><![CDATA[Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Möbelwagen]]></category>
		<category><![CDATA[Tränen]]></category>
		<category><![CDATA[Umzug]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://lifetellsstories.de/?p=140</guid>

					<description><![CDATA[Ich hatte ja an anderer Stelle schon erzählt, dass wir vor 18 Jahren von den alten in die neuen Bundesländer gezogen sind, genauer gesagt: Von Darmstadt nach Cottbus. Allerdings habe ich unseren Umzug noch nicht geschildert. Zu einer ganz normal chaotischen Familie gehört nämlich auch ein chaotischer Umzug: Den Tag bevor die Möbelpacker kamen, feierte unser Sohn seinen 7. Geburtstag, das heißt, ich hatte das Haus voller kleiner in Kostümen steckender Kinder. So kam ich wenigstens nicht zum Nachdenken und zum Traurigsein, denn ein Umzug über 600 Kilometer ist schon ein tiefer Einschnitt in das bisherige Leben. Dieses Gefühl überfiel mich jedoch an dem Morgen als die Umzugswagen vor unserer Haustür standen. Schlagartig schossen mir die Tränen in die Augen. Doch es war keine Zeit zum Weinen und Traurigsein, denn schon bevölkerten die Möbelpacker die Wohnung. Sie griffen sich die gepackten Kisten, rannten kreuz und quer durch die Wohnung und erklärten uns: „Die persönlichen Dinge, die nicht mit in die Möbeltransporter sollen, bitte in die Badewanne legen. Dann wissen wir Bescheid!“ Wir taten so, wie &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ich hatte ja an anderer Stelle schon erzählt, dass wir vor 18 Jahren von den alten in die neuen Bundesländer gezogen sind, genauer gesagt: Von Darmstadt nach Cottbus. Allerdings habe ich unseren Umzug noch nicht geschildert. Zu einer ganz normal chaotischen Familie gehört nämlich auch ein chaotischer Umzug:</strong></p>
<p><span class="dropcap">D</span>en Tag bevor die Möbelpacker kamen, feierte unser Sohn seinen 7. Geburtstag, das heißt, ich hatte das Haus voller kleiner in Kostümen steckender Kinder. So kam ich wenigstens nicht zum Nachdenken und zum Traurigsein, denn ein Umzug über 600 Kilometer ist schon ein tiefer Einschnitt in das bisherige Leben.<br />
Dieses Gefühl überfiel mich jedoch an dem Morgen als die Umzugswagen vor unserer Haustür standen. Schlagartig schossen mir die Tränen in die Augen. Doch es war keine Zeit zum Weinen und Traurigsein, denn schon bevölkerten die Möbelpacker die Wohnung. Sie griffen sich die gepackten Kisten, rannten kreuz und quer durch die Wohnung und erklärten uns:<br />
„Die persönlichen Dinge, die nicht mit in die Möbeltransporter sollen, bitte in die Badewanne legen. Dann wissen wir Bescheid!“<br />
Wir taten so, wie uns befohlen wurde. Ich überlegte mir genau, was wir in den nächsten beiden Tagen brauchen würden, denn wir wollten bei meiner Mutter das bevorstehende Wochenende verbringen und am Sonntag von dort weiterfahren in die zukünftige Heimat. Dann wollten wir eine Nacht (von Sonntag auf Montag) in der leeren neuen Wohnung schlafen und am Montagmorgen würden unsere Möbel und alles Weitere kommen. Eine aufregende Zeit stand uns bevor.<br />
Ich legte also auch solche Sachen wie Decken und Luftmatratzen etc. in die Badewanne, um dann zum Hähnchengrill zu fahren und für die gesamte Mannschaft das Mittagessen zu besorgen.<br />
Eine halbe Stunde später parkte ich wieder hinter dem Möbeltransporter und was sahen meine Augen?<br />
„Halt!“, rief ich und sprang aus dem Auto. „Wo haben Sie das denn her?“<br />
„Das lag in der Badewanne!“, kam auch prompt die Antwort wieder zurück.<br />
„Das muss wieder ins Haus zurück!“, befahl ich, „das brauchen wir doch, deshalb lag es ja in der Badewanne!“<br />
„Das muss einem ja mal gesagt werden“, meinte der Möbelpacker nur und ich fragte mich insgeheim, ob denn hier die rechte Hand wisse, was die linke tut. Diese Frage sollten wir uns während unseres Umzuges noch mehrmals stellen.<br />
In der alten Wohnung hatten wir eine kleine Küche, aber soviel geerbte und dazu gehörige Küchenmöbel, dass wir einige davon im Keller untergebracht hatten. In der künftigen Wohnung sollte der entsprechende Raum noch kleiner sein, obwohl der restliche Wohnungbereich über zwei Etagen riesig war. Da wir allerdings planten ein Haus zu bauen, schafften wir uns keine neuen Küchenmöbel an und somit hatte Peter bereits ausgetüftelt, welche Küchenmöbel aus dem Keller kombiniert mit denen aus der alten Küche in der neuen stehen und welche wiederum im Keller landen sollten.<br />
„Ich habe alles genauesten beschriftet und nummeriert, damit die Möbelpacker wissen, welche Teile sie zusammen in ein Auto packen müssen und welche Teile in die Wohnung und welche in den Keller gehören“, erklärte er mir.<br />
„Peter hat sich wirklich Mühe gegeben mit der Küchenplanung und somit wird auch alles klappen!“, dachte ich mir.<br />
Ich war der Meinung, dass dies eine große Hilfe für die Arbeiter sei. Soweit die Theorie. In der Praxis sah die Sache dann allerdings komplett anders aus: Den Möbelpackern war die Beschriftung der Küchenteile vollkommen egal und so luden sie sozusagen alles kreuz und quer ein. Auch teilten sie beispielsweise unseren großen mehrtürigen Kleiderschrank auf zwei Transportfahrzeuge auf: Die Türen in den einen Wagen und den Korpus in den anderen. Wie das alles dann in der neuen Wohnung entladen und aufgebaut werden würde, sollte eine Überraschung sein.</p>
<p>Am Freitagabend war dann endlich alles verladen. Wir verabschiedeten uns von unseren Vermietern, Freunden und Bekannten in Darmstadt. Dann fuhren wir zu meiner Mutter, die 100 Kilometer entfernt lebte und verbrachten dort einen ruhigen Samstag in voller Erwartung, was nun alles noch so passieren würde in unserem zukünftigen Leben. Sonntagvormittag ging es dann los. Meine Mutter kam zur Unterstützung ebenfalls mit nach Cottbus.<br />
Die Nacht in der neuen und vollkommen leeren Wohnung verbrachten wir auf Luftmatratzen schlafend.<br />
Bei unseren vorangegangenen Besuchen in Cottbus hatte man uns berichtet:                            „Hier regnet es seltener als im übrigen Deutschland, eigentlich fast nie.“                                  <span style="line-height: 1.73;">Stimmt, muss ich im Nachhinein bestätigen, aber an diesem besagten Julitag schüttete es aus Kübeln. Der Regen des gesamten Jahres schien sich an diesen einen Tag über Cottbus zu ergießen. Jeder kann sich vorstellen, dass dies der Traum aller Menschen ist, die gerade auf die Möbelwagen warten. Ja, wir warteten und warteten. Morgens um 8 Uhr wollten sie eigentlich ankommen.</span></p>
<p>Wir standen schon seit geraumer Zeit an den Fenstern unserer leeren Wohnung im dritten Stock und überblickten von dort aus das gesamte Neubaugebiet. Nichts! Auch um 10 Uhr war kein Möbeltransporter gesichtet worden. Langsam wurden wir immer nervöser.<br />
„Wir müssen unbedingt in Darmstadt bei dem Transportunternehmen anrufen, vielleicht wissen die was passiert ist“, meinte ich.<br />
„Durch den starken Regen in ganz Deutschland, kommen die Transporter nur sehr langsam voran“, erklärte man uns am Telefon. „Aber sie kommen!“<br />
Gegen Mittag sahen wir sie dann endlich um die Ecke biegen. Sie hatten sogar noch einen Aufzug am letzten Wagen angehängt und mussten deshalb nochmals langsamer fahren.<br />
“Jetzt sind sie jedenfalls schon mal da!“, atmete ich erleichtert auf und das Chaos nahm seinen Anfang:<br />
Der Regen hatte keineswegs nachgelassen, sondern sich eher noch zu einem ausgewachsenen Wolkenbruch verstärkt. In strömendem Regen bauten die Arbeiter erst einmal den Aufzug auf, um dann klitschnass in die Mittagspause zu gehen.<br />
Danach hatte der Regen zwar nicht aufgehört, aber für ein paar Minuten nachgelassen. Voller Tatendrang gingen die Möbelpacker an ihre Arbeit. Sie schafften Kisten für Kisten und einige Möbelstücke, darunter auch die Küchenmöbel, nach oben. Inzwischen goss es wieder so fürchterlich, dass der gesamte Erdboden schon völlig aufgeweicht war. Der Kran, der in einem Bereich stand, der später einmal Rasen werden sollte, war vollkommen im Matsch eingesunken. Somit war die Standfestigkeit nicht mehr gegeben.<br />
„Wir müssen den Kran leider abbauen!“, verkündete der Chef der Truppe zum Leidwesen seiner Arbeiter, denn diese mussten jetzt alle Möbel über das Treppenhaus hochtragen. Doch es sollte noch schlimmer kommen:<br />
„Was ist das denn!“, hörte ich plötzlich meinen Mann aufgeregt rufen. „Wieso in aller Welt habe ich alles beschriftet?“<br />
Bedingt durch die mangelnde Logistik beim Einräumen der beiden Möbeltransporter waren die einzelnen Küchenmöbel für die Wohnung und den Keller durcheinander geraten und niemand von den Arbeitern hatte auf die Beschriftungen meines Mannes geachtet. Sie hatten einfach alles mit dem Aufzug nach oben geschafft, auch die Teile für den Keller. Und: Im Keller standen die Teile für die Küche und gehörten somit nach oben.<br />
„Na toll!“, ärgerte sich nun auch die gesamte Mannschaft. Jetzt, da der Aufzug abgebaut worden war, mussten sie die schweren Möbelstücke über die Treppen von oben nach unten und von unten nach oben schleppen.<br />
„Das fängt ja gut an!“,überlegte ich mir missmutig.<br />
Unserem siebenjährigen Sohn allerdings schien der Umzug Freude zu bereiten, denn er trug geschäftig kleine Dinge in sein Zimmer. Ich jedoch hatte das Gefühl immer mehr im Chaos zu versinken, ohne einen wirklichen Fortschritt zu sehen. Mein Mann half inzwischen den Möbelpackern beim Schleppen und dirigierte die Dinge in die richtige Richtung, denn außer ihm schien nun keiner mehr zu wissen, was wohin musste.<br />
Mitten in diesem Durcheinander klingelte es plötzlich an der Wohnungstür.<br />
„Was ist denn jetzt wieder los?“, sah ich fragend und irgendwie hilflos in die Runde. „Wer kommt nun noch? Uns kennt doch hier noch niemand!“<br />
Etwas verlegen und sichtlich irritiert stand ein junger Mann vor der offenen Wohnungstür. In seiner Hand hielt er etwas Verpacktes, das er mir überreichte und das seinen Inhalt vermuten ließ: Ein Blumenstrauß!<br />
„Von wem ist der?“, fragte ich, doch da eilte der Fleuropbote schon die Treppen hinunter. Wahrscheinlich wollte er so schnell wie möglich dem Chaos entrinnen.<br />
Nun saß ich tränenüberflutet inmitten des Durcheinanders auf einer Umzugskiste und hielt einen wunderschönen Blumenstrauß von meiner Freundin, wie mir die beiliegende Karte verriet, in den Händen. (Diese Freundin war vor zwei Jahren von Darmstadt nach Gotha gezogen, wie ich bereits in einer vorangegangenen Geschichte erzählt habe.)<br />
Ich kann mich nicht mehr erinnern, aus welchen verschiedenen Blumen der Strauß zusammengestellt war, aber an meine große Freude und meine Tränen schon. (Beides überfällt mich übrigens heute noch, wenn ich daran denke.)<br />
„Ich hol eine Vase!“, bot sich Timo sogleich an. „In welcher Kiste sind die Vasen?“<br />
Da war ich nun vollkommen überfragt. Die Umzugskartons trugen zwar alle Beschriftungen, aber wo jetzt ausgerechnet derjenige mit dem Schriftzug „Vasen“ stand, konnte ich unter meinem Tränenschleier nicht erkennen. Selbst einen Eimer konnte zum jetzigen Zeitpunkt keiner ausfindig machen. Zum Glück stand plötzlich der Hausmeister vor der Tür, der mir dann auch in meiner Not ein Gefäß für meine Blumen organisierte.<br />
Abschließend sei noch bemerkt, dass wir das Chaos bewältigt haben, um nach zwei Jahren einen erneuten Umzug innerhalb des gleichen Neubaugebietes in unser eigenes Haus vorzunehmen. Dieses Mal blieb allerdings ein derartiges Chaos aus, alles ging wohlorganisiert und geradlinig von statten.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://lifetellsstories.de/chaotischer-umzug/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
		<post-id xmlns="com-wordpress:feed-additions:1">140</post-id>	</item>
	</channel>
</rss>
