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	<title>Verpackung &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Einzug mit Hindernissen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 04 Jan 2019 11:20:49 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Bäcker]]></category>
		<category><![CDATA[Hindernis]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffee]]></category>
		<category><![CDATA[Verpackung]]></category>
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					<description><![CDATA[Mona räkelt sich behaglichen in ihrem Bett. Neben ihr liegt Lisa, ihre Zwillingsschwester. Sie muss lächeln, denn ihr fällt beim Anblick ihres Ebenbildes wieder einmal ein, wie sie beide zu ihren Namen gekommen sind.&#160;Ihre Eltern waren sich vor dem berühmten Ölgemälde von Leonardo DaVinci im Louvre zum ersten Mal begegnet und hatten sich auf den ersten Blick ineinander verliebt. Als ein Jahr später die Zwillinge geboren wurden und es zwei Mädchen waren, kamen keine anderen Namen in Frage als Mona und Lisa. Mona lässt ihren Blick weiter durch das sonnendurchflutete Zimmer schweifen.&#160; „Das ist nun also meine neue Wohnung“, überlegt sie. „Und ich hatte sogar einen wunderschönen Traum, in dem ich meine große Liebe gefunden habe. Was man in der ersten Nacht im neuen Heim träumt, soll ja angeblich in Erfüllung gehen“, denkt Mona und steht leise auf.&#160; Sie schleicht sich aus dem Schlafzimmer, um ihre Schwester nicht zu wecken. Mona möchte ihr neues Zuhause noch ein kleines Weilchen alleine genießen. So schlängelt sie sich zwischen den Kisten, Koffern und Tüten hindurch, die überall verteilt &#8230;]]></description>
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<p class="wp-block-paragraph"><br></p>



<p class="wp-block-paragraph">Mona räkelt sich behaglichen in ihrem Bett. Neben ihr liegt Lisa, ihre Zwillingsschwester. Sie muss lächeln, denn ihr fällt beim Anblick ihres Ebenbildes wieder einmal ein, wie sie beide zu ihren Namen gekommen sind.&nbsp;<br>Ihre Eltern waren sich vor dem berühmten Ölgemälde von Leonardo DaVinci im Louvre zum ersten Mal begegnet und hatten sich auf den ersten Blick ineinander verliebt. Als ein Jahr später die Zwillinge geboren wurden und es zwei Mädchen waren, kamen keine anderen Namen in Frage als Mona und Lisa.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Mona lässt ihren Blick weiter durch das sonnendurchflutete Zimmer schweifen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das ist nun also meine neue Wohnung“, überlegt sie. „Und ich hatte sogar einen wunderschönen Traum, in dem ich meine große Liebe gefunden habe. Was man in der ersten Nacht im neuen Heim träumt, soll ja angeblich in Erfüllung gehen“, denkt Mona und steht leise auf.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">Sie schleicht sich aus dem Schlafzimmer, um ihre Schwester nicht zu wecken. Mona möchte ihr neues Zuhause noch ein kleines Weilchen alleine genießen. So schlängelt sie sich zwischen den Kisten, Koffern und Tüten hindurch, die überall verteilt sind.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wahnsinn, was sich in meinem neunundzwanzigjährigen Leben bisher alles so angesammelt hat. &#8211; Obwohl ich schon tüchtig aussortiert habe“, fügt sie noch ihrem Gedankengang hinzu. „Hoffentlich bekomme ich auch alles in den drei Zimmern unter.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Guten Morgen, Schwesterchen!“, wird Mona plötzlich von Lisas fröhlicher Stimme unterbrochen. „Bist du auch vom Kitzeln eines Sonnenstrahls geweckt worden? Herrlich, du hast die Morgensonne in deinem Schlafzimmer. &#8211; Komm her, ich muss dich umarmen!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lachend tänzeln die beiden Schwestern zwischen den Kisten hin und her. Am Ende ihres Tanzes sind sie im Badezimmer angekommen, wo sie sich nach einer wohltuenden Dusche in ihre Jogginganzüge werfen und sich der großen Herausforderung des Tages stellen wollen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Lass uns aber erst einmal auf deinem Balkon ein Tässchen Kaffee trinken“, schlägt Lisa vor und öffnet auch schon die Balkontür. Dort haben die Möbelpacker gestern gleich zwei Stühle und einen kleinen Tisch aufgebaut.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich habe in der Küche eine Tüte mit einer neuen Packung gemahlenen Kaffees!“, fällt es Mona jetzt ein. „Warte nur, in ein paar Minuten ist die Wohnung von frischem Kaffeeduft erfüllt.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Lisa hat auf einem Stuhl Platz genommen und reckt ihr Gesicht mit geschlossenen Augen der Sonne entgegen. Ihr süßes Näschen beginnt nach einer Weile zu schnüffeln, doch von dem versprochenen Duft kann diese nichts erkennen. Lisa öffnet die Augen und sieht eine enttäuschte Mona vor sich stehen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Was ist? Wo ist der Kaffee? Ist die Kaffeemaschine kaputt?“</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Das nicht! Aber ohne Schere bekomme ich die Packung nicht auf“, sagt Mona und hält das zugeschweißte kleine Päckchen hoch, in dem sich das braune Pulver befindet.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Beide Frauen stürmen nun in das Wohnzimmer, um nach und nach die unterschiedlichsten Kisten aufzureißen und nach einer Schere zu suchen.&nbsp;</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Ich weiß genau, dass ich eine neue gekauft habe. Nur kann ich mich nicht erinnern, in welcher Kiste ich sie verstaut habe“, meint Mona, genau in dem Moment als Lisa das gesuchte Stück gefunden hat.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Hier! Ich hab sie!“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Leider ist die Freude der Schwestern nur von kurzer Dauer. Von der Suche erschöpft lassen sie sich wieder auf die Balkonstühle fallen. Auf dem Tisch zwischen ihnen liegt die Schere, die sie fassungslos anstarren.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wie kann man nur als Hersteller eine Schere so verpacken und verkaufen, dass man eine Schere braucht, um sie aus der verschweißten Plastikverpackung wieder herauszuschneiden?!“, macht Lisa ihrer ehrlichen Entrüstung Luft.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Gerade als sich Mona und Lisa überlegen zum Bäcker auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu gehen, um dort aus einem Pappbecher ihren Kaffee zu trinken, klingelt es an der Wohnungstür.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Erwartest du jemand?“, will Lisa wissen.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Nein und außerdem kenne ich ja noch niemand hier.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Neugierig laufen die Beiden zur Wohnungstür, um diese zu öffnen. Das Zwillingsschwesternpaar blickt entgeistert in die Augen zweier Zwillingsbrüder.</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir wohnen gleich nebenan und wollten die neue Mieterin begrüßen!“, sagt der Eine und überreicht Mona eine mit köstlichen Leckereien gefüllte Kuchenplatte. „Bestimmt habt ihr ein Tässchen Kaffee für uns. Danach helfen wir auch gerne beim Auspacken und Verräumen.“</p>



<p class="wp-block-paragraph">Noch bevor Mona oder Lisa irgendetwas antworten können, zückt der andere Zwillingsbruder eine Schere und meint:</p>



<p class="wp-block-paragraph">„Wir haben unbeabsichtigt euer Gespräch auf dem Balkon mitbekommen. Das Problem mit dem Öffnen der Verpackungen dürfte somit gelöst sein.“ &nbsp;<br></p>
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		<title>Oma Schmidt braucht Hilfe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Jan 2017 22:55:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Hilfe!]]></category>
		<category><![CDATA[Jacke]]></category>
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		<category><![CDATA[Schere]]></category>
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					<description><![CDATA[Oma Schmidt ist nun schon eine recht betagte Dame und sie wohnt im Erdgeschoss der Villa, in der auch Professor Konfusi mit seiner Frau lebt. Bestimmt erinnert Ihr Euch. Frau Konfusi schaut immer ein bisschen nach dem Rechten bei ihr und der Professor ist auch jederzeit gerne bereit ihr zu helfen. Abgesehen von ihrer Arthrose im Knie, ist die alte Dame noch recht fit, auch wenn ihr Knie bei jedem Schritt schmerzt. Da gleich um die Ecke ein kleiner Supermarkt ist, kann sie auch ihre Einkäufe noch weitestgehend alleine erledigen. Es dauert eben alles ein bisschen länger und auf dem Weg zum Geschäft muss sie auch mehrmals stehen bleiben, um zu verschnaufen und ihrem Knie eine kleine Erholungspause zu gönnen. Aber sie möchte niemand zur Last fallen und so beißt sie die Zähne zusammen und marschiert auch heute los. Draußen ist es kalt, aber trocken und nicht glatt. In ihrer neuen mit Fell gefütterten Jacke ist sie warm angezogen und auch ihre Winterstiefel schenken ihren Füßen eine wohlige Wärme. Sie zieht einen Einkaufstrolly hinter sich &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Oma Schmidt ist nun schon eine recht betagte Dame und sie wohnt im Erdgeschoss der Villa, in der auch Professor Konfusi mit seiner Frau lebt. Bestimmt erinnert Ihr Euch. Frau Konfusi schaut immer ein bisschen nach dem Rechten bei ihr und der Professor ist auch jederzeit gerne bereit ihr zu helfen. Abgesehen von ihrer Arthrose im Knie, ist die alte Dame noch recht fit, auch wenn ihr Knie bei jedem Schritt schmerzt.</strong><br />
<span class="dropcap">D</span>a gleich um die Ecke ein kleiner Supermarkt ist, kann sie auch ihre Einkäufe noch weitestgehend alleine erledigen. Es dauert eben alles ein bisschen länger und auf dem Weg zum Geschäft muss sie auch mehrmals stehen bleiben, um zu verschnaufen und ihrem Knie eine kleine Erholungspause zu gönnen. Aber sie möchte niemand zur Last fallen und so beißt sie die Zähne zusammen und marschiert auch heute los.<br />
Draußen ist es kalt, aber trocken und nicht glatt. In ihrer neuen mit Fell gefütterten Jacke ist sie warm angezogen und auch ihre Winterstiefel schenken ihren Füßen eine wohlige Wärme. Sie zieht einen Einkaufstrolly hinter sich her, in den sie dann ihre Errungenschaften packen kann. Viel braucht sie ja nicht, aber einen Liter Milch will sie mitnehmen. Als sie vor dem Kühlregal steht, überlegt sie kurz, ob sie die Flasche oder den Tetrapack wählen soll.<br />
„Ach, war das doch früher in meiner Kindheit so schön“, überlegt Oma Schmidt, „da hat man die Milch noch in der Milchkanne geholt. Außerdem gab es keinen Verschluss, mit dem man erst kämpfen musste, bevor man ein Glas Milch trinken konnte.“<br />
Die alte Dame entscheidet sich dann zwei Liter Milch zu kaufen, einmal in der Flasche und einen Liter im Tetrapack.<br />
Brot braucht sie noch und ein kleines Glas Gurken und ein Glas Marmelade, ein Päckchen Käse und Kaffee. Kurz vor der Kasse fällt ihr Blick auf ein Scherenset, bestehend aus einer großen Schere und zwei kleineren. Es ist ein Sonderangebot und obendrein kann man mit der größeren Schere angeblich auch noch den Drehverschluss von Wasserflaschen öffnen.<br />
„Das ist echt praktisch und sieht auf den aufgedruckten Bildern kinderleicht aus“, denkt sie sich und greift sogleich danach, um es in ihren Einkaufswagen zu legen.<br />
„Guten Tag, Frau Schmidt!“, grüßt die nette Verkäuferin an der Kasse, die Oma Schmidt schon seit vielen Jahren kennt. „Haben Sie gesehen, heute gibt es auch Salatgurken und Tomaten im Angebot.“<br />
„Ach ja“, meint Oma Schmidt. „Auf einen leckeren Gurkensalat hätte ich schon Appetit. Ja, das mache ich mir heute.“<br />
So marschiert Oma Schmidt mit ihren Einkäufen wieder nach Hause. Dort angekommen, trifft sie mit Marco zusammen, der ihr den Einkaufstrolly abnimmt und vor die Wohnungstür stellt.<br />
„Danke Marco, früher haben mir die drei Stufen bis zu meiner Wohnung keine Probleme bereitet, aber inzwischen ist alles beschwerlich geworden.“<br />
„Mach ich doch gerne! Tschüss, ich hab ganz viele Hausaufgaben auf und muss nachher noch zum Fußball!“, ruft der Junge ihr zu und stürmt die weiteren Treppenstufen hoch.<br />
Jetzt will Oma Schmidt sich den Gurkensalat machen. Doch als sie die Salatgurke in die Hand nimmt, sieht sie, dass diese tatsächlich in eine Folie eingeschweißt ist. Sie zupft an dieser Ecke und an jener Ecke, aber die Folie umschließt die Gurke so fest, dass sie mit ihren alten zittrigen Fingern keine Chance hat diese zu entfernen. Verärgert legt sie die Gurke zur Seite und beschließt sich einen Pudding zu kochen. Sie stellt die Milchflasche vorsichtig auf den Tisch und versucht den Schraubverschluss zu öffnen.<br />
„Ich hab überhaupt keine Kraft mehr“, ärgert sie sich nun über sich selbst. Aber zum Glück hat sie ja noch die Milch im Tetrapack.<br />
„Da brauche ich nur die Lasche zu ziehen“, sagt sie zu sich selbst. „Verflixt!“, ruft sie aus, als sie die Lasche abreißt und die Milch auf dem Tisch verschüttet.<br />
Aber immerhin kann sie sich jetzt einen Pudding kochen. Sogar ein bisschen Schlagsahne kann sie sich dazu machen, denn im Schrank hat sie noch einen kleinen Tetrapack mit Schlagsahne stehen. Diesen muss sie nur noch öffnen.<br />
„Dafür kann ich jetzt eine meiner neuen Schere benutzen“, überlegt sie, greift in ihren Einkaufstrolly und zieht eine durchsichtige Plastikverpackung heraus. Die alte Dame dreht und wendet die Verpackung, kann aber nirgends eine Lasche zum Öffnen finden.<br />
„Wie soll ich denn dieses Ding auf bekommen?“, fragt sie sich verwundert.</p>
<p>Genau in diesem Moment klingelt es an ihrer Haustür. Herr und Frau Konfusi stehen davor.<br />
„Wir wollen gerade zum Metzger fahren und wollten nur fragen, ob wir Ihnen vielleicht Würstchen mitbringen sollen“, erkundigt sich Frau Konfusi.<br />
„Gut, dass Sie kommen, ich bin gerade am Verzweifeln“, entgegnet Oma Schmidt ohne auf die Frage von Frau Konfusi einzugehen.<br />
„Nur ruhig Blut! Was gibt es denn für ein Problem? Vielleicht können wir Ihnen ja helfen“, meint Professor Konfusi in seiner ruhigen Art.<br />
„Ich werde noch verrückt mit diesen ganzen Verpackungen“, stöhnt Oma Schmidt. Alles ist immer irgendwie eingeschweißt oder man muss an einer Lasche ziehen, die zwar abreißt, aber trotzdem die Packung nicht öffnet oder durch den Ruck alles verschüttet geht. Sogar Salatgurken verpacken sie neuerdings in Plastik und man ist schon verhungert, bevor man diese überhaupt entfernen kann.“<br />
Oma Schmidt ist mehr als nur verärgert, aber Herr und Frau Konfusi kommen nun in die Wohnung und können die alte Dame auch beruhigen. Nach und nach erzählt sie, womit sie sich gerade abquält.<br />
„Das ist ja wohl ein Witz“, wundert sich Professor Konfusi als er die Plastikverpackung mit den Scheren in der Hand hält. „Man kauft Scheren, doch bevor man sie benutzen kann, muss man eine Schere haben, um sie aus der Verpackung zu bekommen. Wer hat sich denn so etwas einfallen lassen?“<br />
„Alles ist neuerdings so verpackt, dass man erst eine Anleitung oder ein anderes Hilfsmittel braucht, um es zu öffnen. Und wenn man es dann doch irgendwie auf bekommt, hat man die Hälfte vom Inhalt verschüttet. Kann man die Verpackungen nicht so machen, dass jeder damit zurecht kommt? Auch alte Leute!“, schüttelt Oma Schmidt den Kopf und kramt in einer ihrer Schubladen. Zum Glück findet sie dort noch ihre alte Schere. Nachdem Professor Konfusi damit die Scherenverpackung zerschnitten hat, öffnet sie mit Hilfe einer neuen Schere den Schlagsahne-Tetrapack.<br />
„Dankeschön“, freut sich Oma Schmidt. „Was würde ich nur ohne Sie machen?! Vielleicht könnten Sie mir noch das Marmeladen- und das Gurkenglas öffnen. Mir fehlt die Kraft dazu.“<br />
„Nichts zu danken!“, sagt Professor Konfusi und dreht die beiden Gläser auf. „Aber sagen Sie, Oma Schmidt: Wenn Sie so leckere Schlagsahne machen, sollen wir nachher nicht Kuchen mitbringen?“<br />
„Ach“, fällt der alten Dame ein. „Ich habe doch gestern einen Apfelstreuselkuchen gebacken. Ziehen Sie doch Ihre Jacken aus und nehmen Sie Platz. Wir trinken jetzt erst einmal ein Tässchen Kaffee und essen ein Stück Kuchen.“<br />
„Das ist eine gute Idee!“, sagen Herr und Frau Konfusi fast wie aus einem Munde.<br />
Frau Konfusi deckt den Tisch, Oma Schmidt schlägt die Sahne und holt den Kuchen. Erst als die beiden Frauen Platz nehmen, fällt ihnen auf, dass Professor Konfusi immer noch in der einen Ecke der Küche steht.<br />
„Willst du dich denn nicht hinsetzen?“, fragt Frau Konfusi ihren Mann.<br />
„Ja schon“, entgegnet er verzweifelt und zieht und zerrt an dem Reißverschluss seiner Jacke. „Ich komme nur nicht aus meiner Verpackung heraus.“</p>
<p><em><strong>Diese Geschichte verlinke ich mit Traudes Aktion ANL: <a href="http://rostrose.blogspot.de">http://rostrose.blogspot.de</a></strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch noch folgende Geschichten lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/eiskalt/">Eiskalt</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/professor-konfusi/">Professor Konfusi</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/grosse-aufregung/">Große Aufregung in der Villa</a></p>
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