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	<title>Stube &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Abenteuerliche Fahrt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 30 May 2023 06:32:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Anfang]]></category>
		<category><![CDATA[Aufzug]]></category>
		<category><![CDATA[beeilen]]></category>
		<category><![CDATA[Fahrt]]></category>
		<category><![CDATA[Kabine]]></category>
		<category><![CDATA[Stube]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir stehen vor dem Aufzug. Ich will gerade den Knopf drücken, damit sich dieser in Bewegung setzt und zu uns in das entsprechende Stockwerk fährt. Bevor ich allerdings meinen Finger in Richtung Knopf bewegen kann, erklärt mir mein Mann, was ich eigentlich ohnehin schon weiß: „Man muss immer die Taste drücken mit dem Pfeil, der in die Richtung zeigt, in die man möchte! Hoch oder runter!“ „Aha!“, kommentiere ich die Belehrung. „Das machen viele Leute falsch und dann wundern sie sich, dass die Sache mit dem Aufzug nicht klappt“, kommentiert er meinen Knopfdruck, auf den sich augenblicklich die Tür öffnet. „Das ging jetzt aber echt schnell!“, sage ich zu dem jungen Paar das bereits im Aufzug steht. Sie lächeln mir entgegen und meinen: „Ja, wir haben uns beeilt!“ „Ach“, mischt sich ein anderer Herr ein, der ebenfalls durch die Tür tritt. „Normalerweise stehe ich hier immer ewig und warte, bevor der Aufzug kommt und dann auch noch in die falsche Richtung fährt. Das ist schon seit Jahren so. Irgendetwas haben die hier wohl falsch programmiert.“ &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir stehen vor dem Aufzug. Ich will gerade den Knopf drücken, damit sich dieser in Bewegung setzt und zu uns in das entsprechende Stockwerk fährt. Bevor ich allerdings meinen Finger in Richtung Knopf bewegen kann, erklärt mir mein Mann, was ich eigentlich ohnehin schon weiß:</p>
<p>„Man muss immer die Taste drücken mit dem Pfeil, der in die Richtung zeigt, in die man möchte! Hoch oder runter!“</p>
<p>„Aha!“, kommentiere ich die Belehrung.</p>
<p>„Das machen viele Leute falsch und dann wundern sie sich, dass die Sache mit dem Aufzug nicht klappt“, kommentiert er meinen Knopfdruck, auf den sich augenblicklich die Tür öffnet.</p>
<p>„Das ging jetzt aber echt schnell!“, sage ich zu dem jungen Paar das bereits im Aufzug steht. Sie lächeln mir entgegen und meinen:</p>
<p>„Ja, wir haben uns beeilt!“</p>
<p>„Ach“, mischt sich ein anderer Herr ein, der ebenfalls durch die Tür tritt. „Normalerweise stehe ich hier immer ewig und warte, bevor der Aufzug kommt und dann auch noch in die falsche Richtung fährt. Das ist schon seit Jahren so. Irgendetwas haben die hier wohl falsch programmiert.“</p>
<p>Zum Glück drängen noch zwei weitere Personen in den Lift, so dass meinem Mann die Chance für ein aufklärendes Gespräch genommen wird. Dafür fragt er grinsend:</p>
<p>„Wo soll es denn hingehen? Nach oben, nach unten, nach links oder rechts oder vom Bug zum Heck?“</p>
<p>„Nach unten!“, sagt die Frau.</p>
<p>„Wir fahren allerdings erst mal nach oben!“, erklärt ein anderer Mitfahrer.</p>
<p>„Egal“, meint die fremde Dame. „Alle Wege führen nach Rom.“</p>
<p>„Falsche Antwort“, denke ich mir. „Erstens wollen wir nicht nach Rom und zweitens gibt es keinen Aufzug von links nach rechts bzw. vom Bug zum Heck. Aber diesen Scherz hat sie wohl nicht vernommen oder nicht kapiert.“</p>
<p>Unser nächster Halt ist eine Etage weiter oben. Hier steht ein älteres Pärchen, das mitgenommen werden möchte.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Oh, der Aufzug ist ja schon voll!“, meint der nette ältere Herr.</p>
<p>„Immer nur herein in die gute Stube“, lächele ich den Beiden entgegen. „Wir rücken einfach zusammen!“</p>
<p>„Hier steht, dass insgesamt 12 Personen in die Aufzugkabine dürfen, also immer nur zusteigen“, lädt mein Mann ebenfalls zum Zutritt ein, der sich allerdings nicht so einfach gestaltet.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Insgeheim zähle ich nun die Personen. 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9. Okay, drei dürfen noch mit, es sei denn wir hätten die Höchstgrenze von 900 kg schon erreicht. Dass wir alle jedoch soviel Gewicht auf die Waage bringen würden, erscheint mir allerdings unwahrscheinlich. Trotzdem frage ich mich ehrlich gesagt, wo diese drei imaginären Personen in der engen Kabine noch Platz finden sollten.<span class="Apple-converted-space">  </span>Mein umherschweifender Blick bleibt an der Anzeige des Stockwerks hängen. Noch drei Etagen, dann wären wir da , wo wir hinwollen, bis auf die Dame, die eigentlich nach unten will und das junge Paar, das schon im Aufzug war und nach ganz oben auf die Sonnenterrasse möchte.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Irgendein Witzbold scheint allerdings noch eine der drei vor uns liegenden Etagen gedrückt zu haben. Ob dies jemand im Flur oder in der Kabine war, lässt sich bei dem Gedränge innerhalb nicht mehr feststellen. So machen wir einen erneuten Halt, ohne dass von uns jemand aussteigen will. Jedenfalls nicht augenblicklich. Als der Aufzug wiederum seine Türen schließt, wird die Dame, die eigentlich nach unten will und ganz hinten steht, ungeduldig.</p>
<p>„Das dauert mir zu lange!“, ruft sie in die Runde und versucht sich in Richtung Tür zu quetschen. Kann jemand mal das nächste Stockwerk drücken? Ich laufe dann nach unten!“</p>
<p>Die ältere Dame ist so nett und betätigt die entsprechende Taste. Somit fahren wir noch eine Etage hoch, dann öffnet sich die Tür. Allerdings hat sich die entsprechende Frau noch nicht ganz nach vorne gearbeitet, was bedeutet, dass wir und ein weiterer Fahrgast aussteigen müssen, um sie herauszulassen.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„So“, sage ich entschlossen. „Ich laufe das eine Stockwerk nach oben, wenn ich jetzt schon mal draußen bin!“</p>
<p>Mein Mann schließt sich mir an und wir erreichen über die Treppe unser Ziel, um allerdings an unserer Zimmertür festzustellen, dass wir die Karte für das Öffnen derselben gar nicht dabei haben und somit nochmals runter zur Rezeption müssen.</p>
<p>Die Frage, die sich uns jetzt jedoch stellt, ist folgende: Sollen wir auf den Aufzug warten und uns auf eine weitere abenteuerliche Fahrt einlassen oder gleich die Stufen hinuntereilen? Wenn wir schnell genug sind, können wir vielleicht die Dame noch einholen, die von Anfang an eigentlich nach unten wollte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/glueck-im-unglueck/">Glück im Unglück</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/chaotischer-umzug/">Chaotischer Umzug</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/familienausflug/">Familienausflug</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wörtlich genommen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Jul 2022 21:34:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Gedächtnis]]></category>
		<category><![CDATA[Schrank]]></category>
		<category><![CDATA[Sonnenschirm]]></category>
		<category><![CDATA[Stube]]></category>
		<category><![CDATA[Wort]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir fahren spontan in den Nachbarort. Dort gibt es ein kleines Restaurant mit einem Eiscafé. Da es gerade kurz nach zwölf Uhr mittags ist, entschließen wir uns an diesem sonnigen Tag an einem der Tische unter dem roten Sonnenschirm Platz zu nehmen. Wir sind nicht die Einzigen, die anscheinend auf diese Idee gekommen sind, denn alle Tische sind im Nu besetzt. Während manche das kühle und leckere Eis vorziehen, genießen andere eine warme Mahlzeit. „Eis möchte ich jetzt eigentlich nicht“, erkläre ich meinem Mann. „Eher ein kleines Mittagessen.“ Wir blättern schweigend in der Speisekarte, um das jeweils passende Gericht zu finden. Mein Mann ist ruckzuck fertig und weiß anscheinend schon, was er bestellen möchte, denn er klappt bereits die Speisekarte wieder zu. „Was hast du dir ausgesucht?“, will ich wissen. „Etwas, das mich an unseren Englischunterricht denken lässt“, meint er grinsend. „Ich kann mich nicht erinnern, im Englischunterricht jemals gegessen zu haben und schon gar nicht ein Gericht, das hier in der Karte aufgeführt ist“, sage ich stirnrunzelnd. „Oh doch!“ „Ihr durftet im Unterricht essen?“ &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Wir fahren spontan in den Nachbarort. Dort gibt es ein kleines Restaurant mit einem Eiscafé. Da es gerade kurz nach zwölf Uhr mittags ist, entschließen wir uns an diesem sonnigen Tag an einem der Tische unter dem roten Sonnenschirm Platz zu nehmen. Wir sind nicht die Einzigen, die anscheinend auf diese Idee gekommen sind, denn alle Tische sind im Nu besetzt. Während manche das kühle und leckere Eis vorziehen, genießen andere eine warme Mahlzeit.</p>
<p>„Eis möchte ich jetzt eigentlich nicht“, erkläre ich meinem Mann. „Eher ein kleines Mittagessen.“</p>
<p>Wir blättern schweigend in der Speisekarte, um das jeweils passende Gericht zu finden. Mein Mann ist ruckzuck fertig und weiß anscheinend schon, was er bestellen möchte, denn er klappt bereits die Speisekarte wieder zu.</p>
<p>„Was hast du dir ausgesucht?“, will ich wissen.</p>
<p>„Etwas, das mich an unseren Englischunterricht denken lässt“, meint er grinsend.</p>
<p>„Ich kann mich nicht erinnern, im Englischunterricht jemals gegessen zu haben und schon gar nicht ein Gericht, das hier in der Karte aufgeführt ist“, sage ich stirnrunzelnd.</p>
<p>„Oh doch!“</p>
<p>„Ihr durftet im Unterricht essen?“</p>
<p>„Nein!“</p>
<p>„Was denn jetzt? Ja oder Nein?“, frage ich sichtlich verwirrt.</p>
<p>„Na, ja <b><i>und </i></b>nein“, erklärt er mir. „Essen war im Unterricht selbstverständlich nicht erlaubt, aber das besagte Gericht steht hier in der Karte.“</p>
<p>Ich habe immer noch keinen blassen Schimmer, was er meint und nehme mir nochmals die Speisekarte vor. Dieses Mal allerdings nicht, um mir ein Gericht auszusuchen, sondern um herauszufinden, was mein Göttergatte in Verbindung mit dem Englischunterricht bringt.</p>
<p>„Hier ist aber keine Speise in englischer Sprache aufgeführt“, grübele ich.</p>
<p>„Nein, nein“, bestätigt er mir. „Es steht schon in deutscher Sprache in der Speisekarte.“</p>
<p>„Du willst mich doch irgendwie auf den Arm nehmen.“<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Dessen bin ich mir inzwischen ziemlich sicher und sein unverschämtes Grinsen bestätigt mich darin.</p>
<p>„Ich gebe dir mal einen Tipp!“, schlägt er vor. „Du kannst dir doch sicherlich vorstellen, dass ich mir damals nur ziemlich ausgefallene oder ungewöhnliche Vokabeln gemerkt habe.“</p>
<p>„Geht das auch noch ein bisschen genauer?“, versuche ich einen weiteren Hinweis aus ihm herauszukitzeln.</p>
<p>„Naja, es war eher ein Beispiel dafür, dass man Begriffe aus der deutschen Sprache nicht wortwörtlich ins Englische übersetzen kann. Also ein sogenanntes Negativbeispiel.“</p>
<p>In meinem Kopf schwirrt es inzwischen. Ich durchforste alle Schränke und Schubladen meines Oberstübchens. Die Lösung scheint zum Greifen nahe, aber ich komme trotzdem noch nicht darauf. Deshalb nehme ich mir nochmals die Speisekarte vor und da trifft mich dann auch tatsächlich der Geistesblitz. Ich schlage mir gegen die Stirn und beginne zu lachen bis mir die Tränen kommen.</p>
<p>„Farmer-early-piece!“, sage ich genau in dem Moment, als die Bedienung an unseren Tisch herantritt und nach der Bestellung fragen will. Sie schaut uns mehr als nur verwundert an und erkundigt sich, ob sie später noch einmal kommen soll.</p>
<p>„Nein, nein!“, rufen wir gleichzeitig aus.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Für mich bitte das Bauernfrühstück“, bestellt mein Mann.</p>
<p>„Und für mich ebenfalls!“</p>
<p>„Tja, „<b><i>Bauer</i></b> heißt doch <b><i>Farmer</i></b>, <em><strong>früh</strong> </em>heißt <b><i>early</i></b> und <b><i>Stück </i></b>übersetzt man mit <b><i>piece</i></b>. Also lautet die Übersetzung für Bauernfrühstück „<b><i>Farmer-early-piece!“</i></b>, erklärt mein Mann mit ernster Miene. „Auch wenn ich inzwischen weiß, wie man auf Englisch dieses Gericht bestellt, diese <em><strong>falsche Übersetzung</strong></em> ist bei mir über all die Jahrzehnte im Gedächtnis geblieben.&#8220;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/der-luemmel-aus-der-letzten-bank/">Der Lümmel aus der letzten Bank</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/corpus-delicti/">Corpus Delicti</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/mit-brille-waere-das-nicht-passiert-oder-doch/">Mit Brille wäre das nicht passiert, – oder doch?</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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