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	<title>Schuhschrank &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Es ist im Leben nicht immer einfach</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Sep 2024 11:57:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Aktie]]></category>
		<category><![CDATA[einfach]]></category>
		<category><![CDATA[Nachfrage]]></category>
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					<description><![CDATA[„Mich kennt eigentlich jeder, aber trotzdem werde ich nicht gewürdigt. Deshalb muss ich meinen Frust an dieser Stelle einmal loswerden: Ach Leute, ich kann euch sagen, mein Leben ist echt nicht leicht. Immerzu in Bereitschaft zu sein, kann ganz schön an die Substanz gehen. Und trotzdem erfährt man wenig Dank dafür. Aber ich weiß, meine Zeit wird kommen und dann werden alle meine Hilfe benötigen. Solange muss ich noch warten.  Gerade eben haben sie mich einfach in dem Cafe um die Ecke stehen gelassen. Mit ein bisschen Glück fällt es ihnen wieder ein. Wenn nicht, dann muss ich eben warten, warten, warten. Irgendwann werden sie schon kommen. Im Grunde genommen kann es nicht mehr allzu lange dauern, denn meine Lieblingsjahreszeit naht mit großen Schritten. Auch wenn es momentan nicht danach aussieht, das Blatt wird sich wenden. Alle, die mich momentan keines Blickes würdigen, werden hilfesuchende Blicke nach mir werfen. Dann stehe ich wieder hoch im Kurs. Meine Aktie steigt sozusagen, um es einmal plakativ auszudrücken. Das ist dann meine Zeit. Ich habe gewissermaßen Hauptsaison.  „Aber &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>„Mich kennt eigentlich jeder, aber trotzdem werde ich nicht gewürdigt. Deshalb muss ich meinen Frust an dieser Stelle einmal loswerden:</p>
<p>Ach Leute, ich kann euch sagen, mein Leben ist echt nicht leicht. Immerzu in Bereitschaft zu sein, kann ganz schön an die Substanz gehen. Und trotzdem erfährt man wenig Dank dafür. Aber ich weiß, meine Zeit wird kommen und dann werden alle meine Hilfe benötigen. Solange muss ich noch warten.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>Gerade eben haben sie mich einfach in dem Cafe um die Ecke stehen gelassen. Mit ein bisschen Glück fällt es ihnen wieder ein. Wenn nicht, dann muss ich eben warten, warten, warten. Irgendwann werden sie schon kommen.</p>
<p>Im Grunde genommen kann es nicht mehr allzu lange dauern, denn meine Lieblingsjahreszeit naht mit großen Schritten. Auch wenn es momentan nicht danach aussieht, das Blatt wird sich wenden. Alle, die mich momentan keines Blickes würdigen, werden hilfesuchende Blicke nach mir werfen. Dann stehe ich wieder hoch im Kurs. Meine Aktie steigt sozusagen, um es einmal plakativ auszudrücken. Das ist dann meine Zeit. Ich habe gewissermaßen Hauptsaison.<span class="Apple-converted-space"> </span></p>
<p>„Aber wenn ihr mich einfach in der Ecke stehen lasst, unbeachtet wohlgemerkt. Und dann soll ich plötzlich zur Stelle sein. Pah!!! So geht das nun auch wieder nicht.</p>
<p>Ihr wisst, ich helfe gerne, aber man sollte mir schon eine gewisse Beachtung schenken. Ihr müsst ja nicht vor Dankbarkeit in die Knie gehen…. Ach, was rede ich da. Es ist doch immer Dasselbe. Jahr für Jahr. Solange ich denken kann.</p>
<p>Ihr wisst noch immer nicht, wer ich bin? Na, das wundert mich nicht. Ihr seid einfach vergesslich. Das zeigt sich auch in einigen Aussagen, die ihr über mich macht.“</p>
<p>„Ich frage mich, wo er schon wieder ist. Wenn man ihn braucht, ist er nicht da. Immerzu ist er verschwunden und ich muss ihn suchen“, Inge ist verzweifelt. „Ich habe ihn doch neulich erst mitgenommen. Da habe ich ihn nicht gebraucht. Obwohl im Radio eindringlich zur Mitnahme geraten wurde. Wo war das nur?“</p>
<p>„Das kenne<span class="Apple-converted-space">  </span>ich“, bekräftigt sie ihre Freundin Mathilda. „Ich nehme ihn meistens dann mit, wenn ich ihn nicht brauche. Und wenn ich ihn tatsächlich bauchen würde, dann befindet er sich zu Hause oder im Auto oder sonst wo. Nur nicht da, wo ich gerade bin.“</p>
<p>Mathilda kramt gedankenverloren in ihrer großen Umhängetasche.</p>
<p>„Juhu! Ich habe ihn dabei! Ausnahmen bestätigen die Regel!“, ruft sie plötzlich aus und zaubert ihn aus ihrer Tasche. „Wir können gehen“, richtet sie sich an ihre Freundin und öffnet die Haustür.</p>
<p>„Da siehst du es!“ Inge ist verwundert, aber fühlt sich auch gleichzeitig bestätigt. „War nicht vor fünf Minuten noch der reinste Wolkenbruch? Und jetzt ist strahlender Sonnenschein. Schau dir nur mal den wunderschönen Regenbogen an!“</p>
<p>Achtlos legt Mathilda den Knirps auf den Schuhschrank, zieht die Haustür zu und bricht mit Inge, die geschwind noch abschließt, zu einem Spaziergang auf.</p>
<p>Eine halbe Stunde später flüchten sich die beiden Freundinnen völlig durchnässt und mit klitschnassen Haare in das Cafe um die Ecke.</p>
<p>„Hallo!“, rufe ich, doch es hört mich niemand, denn mein Ruf geht in einem lauten Donner unter.</p>
<p>Doch dieses Mal habe ich Glück, denn nicht nur am Himmel zeigen sich die Blitze, sondern auch Inges Gedächtnis wird von einem Geistesblitz durchzogen.</p>
<p>„Jetzt weiß ich wieder, wo ich meinen Schirm hingestellt habe“, erklärt Inge und deutet auf den Schirmständer hinten in der Ecke.</p>
<p>„Neues Spiel!“, denke ich einerseits erfreut und anderseits erwartungsvoll, als die beiden Freundinnen nach dem Gewitter das Cafe wieder verlassen. Diesmal darf ich dabei sein, komme aber nicht zum Einsatz. Aber der Herbst naht und damit steigt die Nachfrage nach mir!!!!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/das-blau-des-himmels-2/">Das Blau des Himmels</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/stock-und-weisser-bart/">Stock und weißer Bart</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/mister-tremblehand/">Mister Tremblehand</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mein Verhältnis zu meinen beiden Lieblingsschränken</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/mein-verhaeltnis-zu-meinen-beiden-lieblingsschraenken/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 01 Oct 2014 18:31:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[aussortieren]]></category>
		<category><![CDATA[Ehemann]]></category>
		<category><![CDATA[Frau]]></category>
		<category><![CDATA[Kleiderschrank]]></category>
		<category><![CDATA[Schuhschrank]]></category>
		<category><![CDATA[Verhältnis]]></category>
		<category><![CDATA[Werkzeugschrank]]></category>
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					<description><![CDATA[In unser aller Leben spielen Schränke eine große Rolle, sei es der Küchenschrank, der Aktenschrank, der Werkzeugschrank, der Badezimmerschrank und, und, und. Man könnte diese Aufzählung nahezu unendlich fortsetzen. Dabei wird man feststellen, dass es diese Schränke in allen möglichen Größen, Stilrichtungen und Variationen gibt. Manche hassen wir, andere sind uns egal, aber zwei Arten spielen eine herausragende Rolle, zumindest im Leben einer Frau und damit auch indirekt in dem der Männer. Wir Frauen lieben, neben unserem Mann natürlich, unseren Kleiderschrank und unseren Schuhschrank und haben ein sehr inniges Verhältnis zu ihnen. „Beherbergen sie nicht all die schönen Dinge, die uns Frauen für euch Männer noch hübscher, attraktiver, begehrenswerter und im wahrsten Sinne des Wortes noch anziehender machen?!&#8220;, frage ich meinen Mann und schiebe erklärend nach: „Wir freuen uns über den Inhalt ebenso sehr wie ihr Männer über den Inhalt eures Werkzeugschrankes“. „Damit wären wir wieder einmal quitt, 1:1!“, lächelt mein Mann. „So wie unsere Schränke wollen auch die der Männer gepflegt und gefüttert werden und ebenso wie deren Inhalt, wächst auch der Inhalt unseres &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In unser aller Leben spielen Schränke eine große Rolle, sei es der Küchenschrank, der Aktenschrank, der Werkzeugschrank, der Badezimmerschrank und, und, und. Man könnte diese Aufzählung nahezu unendlich fortsetzen. Dabei wird man feststellen, dass es diese Schränke in allen möglichen Größen, Stilrichtungen und Variationen gibt. Manche hassen wir, andere sind uns egal, aber zwei Arten spielen eine herausragende Rolle, zumindest im Leben einer Frau und damit auch indirekt in dem der Männer. Wir Frauen lieben, neben unserem Mann natürlich, unseren Kleiderschrank und unseren Schuhschrank und haben ein sehr inniges Verhältnis zu ihnen.</strong></p>
<p><span class="dropcap">„B</span>eherbergen sie nicht all die schönen Dinge, die uns Frauen für euch Männer noch hübscher, attraktiver, begehrenswerter und im wahrsten Sinne des Wortes noch anziehender machen?!&#8220;, frage ich meinen Mann und schiebe erklärend nach:<br />
„Wir freuen uns über den Inhalt ebenso sehr wie ihr Männer über den Inhalt eures Werkzeugschrankes“.<br />
„Damit wären wir wieder einmal quitt, 1:1!“, lächelt mein Mann.<br />
„So wie unsere Schränke wollen auch die der Männer gepflegt und gefüttert werden und ebenso wie deren Inhalt, wächst auch der Inhalt unseres Schuh- beziehungsweise Kleiderschrankes. Damit sind wir beim 2:2 angelangt!“, führe ich das nächste Argument an.<br />
Jetzt kommt aus männlicher Richtung die Bemerkung:<br />
„Bei euch Frauen handelt es sich aber gleich um zwei Schränke, Schuh- und Kleiderschrank! Somit geht ein Punkt an die Männer !“<br />
Das kann ich jetzt aber nicht auf mir sitzen lassen und so muss ich diesem Argument ganz rigoros die Tatsache entgegenhalten, dass Männer neben ihrem Werkzeugschrank auch einen Schrank für Materialien, wie z.B. Farben, Kabel, Drähte, Schalter, Schrauben, Nägel … besitzen.<br />
„ Also: 3:3!“, sage ich und füge schnell noch hinzu:<br />
„Mir stellt sich jedoch die Frage: Laufen Männer denn nackt durch die Gegend?“<br />
An dieser Stelle brechen wir einfach mal die Punktaufrechnung ab.<br />
Ich sollte jedoch noch hervorheben, dass sich meiner Meinung nach eine Sache ganz klar und deutlich abzeichnet: In diesem Wettstreit sind wir Frauen die Sieger, &#8211; egal von welcher Richtung man es auch betrachten mag, ob nach Punktsieg oder einfach nur durch die Besitzanhäufung in unseren beiden Schränken!<br />
Aber im Leben sind Freud und Leid immer sehr eng beieinander und so ist es nun mal auch mit diesen beiden Schränken von uns Frauen. Trotz deutlicher Überfüllung an den genannten Orten, kennt sicherlich jeder Mann die verzweifelten Hilfeschreie seiner lieben Ehefrau:</p>
<p>„Hilfe, ich hab’ nichts zum Anziehen!“ und:<br />
„Oh Gott, ich habe keine passenden Schuhe!“</p>
<p>Da ein Schrank immer nur eine beschränkte Kapazität bietet, platzen diese Möbelstücke fast aus seiner Verankerung und die Kleiderstange biegt sich bereits unter ihrer Last.<br />
„Ich sollte mir entweder einen weiteren Schrank zulegen oder mich dazu durchringen einige Teile wegzuwerfen“, überlege ich.<br />
Durchringen ist das richtige Wort hierfür, denn es kann z.T. echte Überwindung kosten. Von Fehlkäufen trennt man sich schnell, doch der Rest wird schon schwieriger.<br />
Manchmal wünsche ich mir bei solchen Aussortierarbeiten, ich hätte zugenommen, denn dann müsste ich mich notgedrungen von den Sachen trennen. Aber keines der Teile ist mir zu klein, zu eng und kaputt ist es schon gar nicht.<br />
„Also, was soll ich tun?“, frage ich mich im Stillen.<br />
Gut, ein Vorteil ist die Tatsache, dass die Modeindustrie immer wieder neue Modetrends anbietet. Altmodisch möchte keine Frau gekleidet sein, also weg damit!<br />
„Vielleicht finde ich auch noch ein T-Shirt mit Fleck, bei dem die modernen Waschmittel kapituliert haben“, überlege ich und durchforste meinen Schrank weiter.<br />
Schön, eine Plastiktüte ist jetzt bereits gefüllt, aber Lücke ist in meinem Schrank bisher trotzdem keine entstanden.<br />
Frustriert beschließe ich für heute einfach aufzuhören:<br />
„Ich bin nicht in der entsprechenden Laune“, begründe ich meine Entscheidung.<br />
Ein paar Wochen später, draußen ist schlechtes Wetter, da packt mich plötzlich die sogenannte „Ausmistwut“. Die Gelegenheit muss ich sogleich am Schopfe packen und mich wieder meinem Kleiderschrank widmen. Super, ich kann mich von etlichen Hosen trennen, einem Rock und zwei Blusen, dort noch ein Top und ein T-Shirt. Ruckzuck habe ich wieder zwei Tüten voll. Zur Abwechslung überlege ich, ob ich anstelle zur Altkleidersammlung auch noch was für die Kleiderkammer habe. Gut ich finde noch eine Jacke und einen Pullover und nehme aus den Säcken wieder etwas raus und lege es zu den Sachen für die Kleiderkammer.<br />
„Aber jetzt ist Schluss!“, entscheide ich, denn mein Mut zum Weggeben oder Wegwerfen hat mich ganz schlagartig verlassen. Dann geht nichts mehr, nicht von einem einzigen T-Shirt kann ich mich jetzt noch trennen und wäre es noch so hässlich.<br />
Inzwischen ist mein Kleiderschrank immer noch gut bestückt, aber etwas lockerer scheinen die Sachen zu hängen. Ich bin mächtig stolz auf mich!</p>
<p>Am Abend fragt mich mein Mann, ob ich nicht Lust hätte mal wieder nach Berlin oder Dresden zu fahren. Klar hab ich das! Da kann man so schön shoppen gehen! Das ist die Gelegenheit den Schrank wieder aufzufüllen und die Lücken zu schließen.<br />
Neulich hab ich gehört, dass es neben all den verschiedenen Diäten auch eine sogenannte Shopping &#8211; Diät gibt. Soviel halte ich hiervon (und von den übrigen) allerdings nicht, das hält doch nur zeitweilig an und dann schlägt man wieder doppelt zu. Ich habe mir da etwas anderes überlegt, was mein Gewissen etwas beruhigen und meinen Kleiderschrank (funktioniert übrigens auch beim Schuhschrank) entlasten soll: Kaufe ich mir zwei neue Teile, muss ich zwei alte Teile aussortieren. Ich muss sagen, das klappt (immer öfter).</p>
<p>Mein Mann hat es da viel einfacher. Erstens geht er nicht so gerne Klamotten und Schuhe kaufen, zweitens will er nicht alles in fünf verschiedenen Farben und Ausführungen und drittens wirft er nichts weg und laut seinen eigenen Aussagen braucht er daher auch nichts. Aber auch sein Kleiderschrank ist gut gefüllt, vielleicht etwas lockerer, aber Frau (sprich meine Wenigkeit) arbeitet an der Komplettierung.</p>
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