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	<title>Mann &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Falscher Ort?! Falsche Zeit?!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 05 Dec 2023 13:54:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Weihnachten & Ostern]]></category>
		<category><![CDATA[Bart]]></category>
		<category><![CDATA[Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Ort]]></category>
		<category><![CDATA[Thor]]></category>
		<category><![CDATA[Wind]]></category>
		<category><![CDATA[Zeit]]></category>
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					<description><![CDATA[Mit dem Korb auf dem Rücken muss ich mich vorsichtig bücken. Glaubt mir, es ist ziemlich schwer, der hohe Schnee behindert mich sehr. &#160; Etwas Seltsames ist wohl passiert und ich frage mich ganz ungeniert: Was kann denn hier nicht stimmen, wenn ich muss Schneeberge erklimmen? &#160; Roter Mantel, Mütze, weißer Bart, auch einen Schlitten hat er parat. So steht der alte Mann jetzt vor mir. Was will er denn nur von mir? &#160; Mit tiefer Stimme sagt der Mann und schaut mich lächelnd an: „Du hast dich wohl total verirrt und auch noch im Datum geirrt!“ &#160; Den Fehler macht er mir deutlich und erklärt auch ganz freundlich: „Für deinen schweren Eiertransport ist hier nicht der richtige Ort. &#160; Ostern ist dieses Jahr schon vorbei, da hilft kein Jammern und Geschrei. Du bist also hier zur falschen Zeit, Jetzt ist die weiße Weihnachtszeit! &#160; Nikolaus, Christkind, Weihnachtsmann sind jetzt mit ihren Gaben dran. Osterhase, sei bitte nicht verzagt, im Frühjahr bist du wieder gefragt. &#160; Dann ist die Wiese wieder grün und Blumen beginnen &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">Mit dem Korb auf dem Rücken</p>
<p style="text-align: center;">muss ich mich vorsichtig bücken.</p>
<p style="text-align: center;">Glaubt mir, es ist ziemlich schwer,</p>
<p style="text-align: center;">der hohe Schnee behindert mich sehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Etwas Seltsames ist wohl passiert</p>
<p style="text-align: center;">und ich frage mich ganz ungeniert:</p>
<p style="text-align: center;">Was kann denn hier nicht stimmen,</p>
<p style="text-align: center;">wenn ich muss Schneeberge erklimmen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Roter Mantel, Mütze, weißer Bart,</p>
<p style="text-align: center;">auch einen Schlitten hat er parat.</p>
<p style="text-align: center;">So steht der alte Mann jetzt vor mir.</p>
<p style="text-align: center;">Was will er denn nur von mir?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Mit tiefer Stimme sagt der Mann</p>
<p style="text-align: center;">und schaut mich lächelnd an:</p>
<p style="text-align: center;">„Du hast dich wohl total verirrt</p>
<p style="text-align: center;">und auch noch im Datum geirrt!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Den Fehler macht er mir deutlich</p>
<p style="text-align: center;">und erklärt auch ganz freundlich:</p>
<p style="text-align: center;">„Für deinen schweren Eiertransport</p>
<p style="text-align: center;">ist hier nicht der richtige Ort.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Ostern ist dieses Jahr schon vorbei,</p>
<p style="text-align: center;">da hilft kein Jammern und Geschrei.</p>
<p style="text-align: center;">Du bist also hier zur falschen Zeit,</p>
<p style="text-align: center;">Jetzt ist die weiße Weihnachtszeit!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Nikolaus, Christkind, Weihnachtsmann</p>
<p style="text-align: center;">sind jetzt mit ihren Gaben dran.</p>
<p style="text-align: center;">Osterhase, sei bitte nicht verzagt,</p>
<p style="text-align: center;">im Frühjahr bist du wieder gefragt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Dann ist die Wiese wieder grün</p>
<p style="text-align: center;">und Blumen beginnen zu blüh’n.</p>
<p style="text-align: center;">Ich muss jetzt meine Arbeit tun,</p>
<p style="text-align: center;">du kannst bis Ostern ruh’n!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;">Ich fühl mich wie ein Thor,</p>
<p style="text-align: center;">doch bin ich klüger als zuvor.</p>
<p style="text-align: center;">Hoppele heim nun ganz geschwind,</p>
<p style="text-align: center;">denn eiskalt ist der Winterwind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr das noch lesen:</p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/der-engel-im-schnee/">Der Engel im Schnee</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/seine-letzte-tour/">Seine letzte Tour</a></p>
<p><a href="https://lifetellsstories.de/santa-claus/">Santa Claus</a></p>
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		<title>Dreibein &#038; Co</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/dreibein-co-2/</link>
					<comments>https://lifetellsstories.de/dreibein-co-2/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Mar 2019 07:30:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Affe]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Hund]]></category>
		<category><![CDATA[Katze]]></category>
		<category><![CDATA[Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Maulwurf]]></category>
		<category><![CDATA[Maus]]></category>
		<category><![CDATA[Schlange]]></category>
		<category><![CDATA[Terrasse]]></category>
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					<description><![CDATA[&#160; Heute habe ich eine Geschichte eingestellt, die ich vor langer Zeit geschrieben habe und die ich Euch nun vorstellen möchte: Wir frühstücken auf unserer Terrasse. Es ist Wochenende und die Sonne strahlt vom Himmel. Ich träume noch ein bisschen vor mich hin, da meint mein Mann: „Hier ist ganz schön was los!“ Verwirrt schaue ich ihn an. Irgendwie scheine ich gerade etwas verpasst zu haben. „Hörst du nichts?“ Ich lausche! Schulterzucken! Kopfschütteln! „Hör einfach genau hin!“ Wieder lausche ich. Es ist kein Krach oder Lärm zu vernehmen, weder der Rasenmäher unseres Nachbarn noch das Motorgeräusch eines Autos ist zu hören. Nichts! Jedenfalls nichts Außergewöhnliches. Und jetzt erkenne ich plötzlich was mein Mann meint: Dort oben im Baum zwitschert ein Vogel, davor sitzt lauernd unsere Katze Lottchen und macht gurrende Laute. Aus unserem Teich, der nebenbei bemerkt etwas mehr ist als eine überdimensionale Pfütze, höre ich einen Frosch quaken. Eine Wespe ist gerade im Anflug auf mein Nutellabrötchen, im Gras zirpst eine Grille und gerade kommt ein kleines Wollknäuel, Nachbars Mischlingshund, schwanzwedelnd und freudig bellend &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Heute habe ich eine Geschichte eingestellt, die ich vor langer Zeit geschrieben habe und die ich Euch nun vorstellen möchte:</strong></p>
<p><span class="dropcap">W</span>ir frühstücken auf unserer Terrasse. Es ist Wochenende und die Sonne strahlt vom Himmel. Ich träume noch ein bisschen vor mich hin, da meint mein Mann:</p>
<p>„Hier ist ganz schön was los!“<br />
Verwirrt schaue ich ihn an. Irgendwie scheine ich gerade etwas verpasst zu haben.<br />
„Hörst du nichts?“<br />
Ich lausche! Schulterzucken! Kopfschütteln!<br />
„Hör einfach genau hin!“<br />
Wieder lausche ich. Es ist kein Krach oder Lärm zu vernehmen, weder der Rasenmäher unseres Nachbarn noch das Motorgeräusch eines Autos ist zu hören. Nichts! Jedenfalls nichts Außergewöhnliches. Und jetzt erkenne ich plötzlich was mein Mann meint:<br />
Dort oben im Baum zwitschert ein Vogel, davor sitzt lauernd unsere Katze Lottchen und macht gurrende Laute. Aus unserem Teich, der nebenbei bemerkt etwas mehr ist als eine überdimensionale Pfütze, höre ich einen Frosch quaken. Eine Wespe ist gerade im Anflug auf mein Nutellabrötchen, im Gras zirpst eine Grille und gerade kommt ein kleines Wollknäuel, Nachbars Mischlingshund, schwanzwedelnd und freudig bellend auf mich zu gerannt. Unser Lottchen, das sich vorsichtshalber in eine andere Ecke verkrochen hat, erhält auch Besuch, nämlich von Kater Samy, den wir liebevoll Dreibein nennen, da ihm ein Bein amputiert werden musste.<br />
„Ja“, sage ich, „hier ist tatsächlich was los! Das reinste Biotop!“<br />
Ich habe noch nicht ausgeredet, da klingelt auch schon das Handy meines Göttergatten und er verzieht sich ins Haus. Mir ist jedoch gerade ein Gedanke gekommen:<br />
„Fehlt nur noch eine Schlange!“<br />
Aber das hatten wir ja auch schon. Damals spielte unser Sohn T. mit den Nachbarjungs vor dem Haus, mein Mann war ebenfalls draußen zugange und ich kümmerte mich um das Mittagessen. Plötzlich klopfte es am Fenster und gleichzeitig klingelte es an der Haustür.<br />
„Was ist denn? Ich kann gerade nicht!“, rief ich und rührte weiter in meinem Gulasch.<br />
Jetzt klopfte es auch noch an der Terrassentür im Esszimmer. Leicht genervt ging ich hin und sah Peter gestikulierend draußen vor der Scheibe stehen.<br />
„Da!“, rief er aufgeregt. „Eine Schlange!“<br />
„Immer diese Spielchen“, dachte ich und zeigte ihm einen Vogel. Als ich mich gerade umdrehen und weggehen wollte, klopfte er abermals, aber mittlerweile sehr energisch.<br />
Inzwischen waren unser Sohn und die Nachbarjungen ins Wohnzimmer gestürmt und suchten in allen Ecken.<br />
„Seid ihr gerade auf Großwildjagd oder was ist los?“, fragte ich sie.<br />
„Nein“, erklärte mir das Nachbarskind. „Frau Berg, hier ist eine Schlange drin!“<br />
Ich kam zu keiner Antwort mehr, denn schon stürmten sie alle in eine Ecke und tatsächlich lag dort eine Schlange. (Sie war durch die gekippte Terrassentür hereingekrochen und dabei von meinem Mann und den Jungs beobachtet worden.)<br />
„Geht mal alle zurück!“, rief ich besorgt. „Es könnte eine Giftschlange sein, die aus einem Terrarium ausgebüxt ist.“<br />
Während T. nach oben in sein Zimmer gerannt war, um sein Tier- und Pflanzenbestimmungsbuch zu holen, erschien mein Mann mit einer Schaufel in der Hand. Ich hatte es allerdings auch vorgezogen einige Schritte zurückzutreten, aber Peter nahm mutig, wie mir in diesem Moment schien, den Kampf mit der Schlange auf. Er nahm sie auf die Schaufel, ging auf uns zu und hielt sie uns unter die Nase. Sie lebte und bewegte sich. T., der mir das aufgeschlagene Buch unter die Nase hielt, meinte:<br />
„Sieht aus wie die hier!“<br />
„Schaff die aus unserem Wohnzimmer raus und nach draußen!“<br />
„Ist doch ganz harmlos!“, meinte jetzt auch der Nachbar, der alles mitbekommen und ins Haus gekommen war.<br />
Ja, ich hatte es inzwischen selbst erkannt, es war nur eine Ringelnatter, doch die wollte ich auch nicht im Wohnzimmer haben.<br />
Ebenso wenig mag ich die Mäuse im Haus haben, die Lottchen fängt. Zum Glück bringt sie uns keine, denn wir haben eine schlaue und lernfähige Katze. Peter, der Mitleid mit den armen Mäuschen hat, nimmt sie ihr nämlich jedes Mal ab. Daher bringt unser Lottchen die Mäuse seither zur Nachbarsfamilie.<br />
Manchmal missglückt eine solche Rettungsaktion allerdings auch, wie zum Beispiel die mit dem armen Maulwurf. Selbst sofortige Reanimationsversuche meines Gatten schlugen fehl und wir mussten dem kleinen Kerl neben unseren beiden Kaninchen und den beiden Meerschweinchen ein Grab schaufeln und ihn würdevoll beerdigen.<br />
Oder die zu rettende Maus wehrte sich mit allen Leibeskräften, die ihr zur Verfügung standen. Nachdem Peter sie aus Lottchens Fängen befreit hatte und sie behutsam in eine andere Ecke des Gartens tragen wollte, biss sie ihn aus lauter Panik in die Hand. Das wiederum hatte zur Folge, dass er sie mit sofortiger Wirkung auf die Erde setzte und sie um ihr Leben lief. Ob sie sich vor unserer Katze in Sicherheit bringen konnte, entzieht sich meiner Kenntnis. Peter jedenfalls stellte für die Maus keine Gefahr mehr dar.<br />
Peters Körperteile haben schon des Öfteren die Selbstverteidigungsmechanismen verschiedener Tiere zu spüren bekommen. So beispielsweise an unserer Hochzeit. Wir waren gerade mal ein oder zwei Stündchen vermählt und befanden uns im Kurpark zum Fototermin. Der Fotograf machte in dieser schönen Natur, mitten im Sommer, bei strahlendem Sonnenschein Aufnahmen von uns. Doch plötzlich schrie Peter auf:<br />
„Au! Verflixt! Was war das jetzt?“<br />
Eine Biene hatte sich unbemerkt auf meinem Brautkleid niedergelassen und als Peter seinen Arm um meine Taille legte, fühlte sie sich bedroht und stach zu.<br />
Dieses Körperteil schwoll damals zwar etwas an, bereitete aber ansonsten keinerlei Probleme. Ganz im Gegensatz zu dem Körperteil, das sich Jahre später ein anderes Tier aussuchte:<br />
Ich kann mich nicht mehr erinnern, welches Ersatzteil wir für unser Auto benötigten. Auf jeden Fall wollte Peter dieses Teil von einem Schrottplatz holen, um es dann selbst einzubauen. Der Eigentümer des besagten Platzes erklärte uns, dass er dieses vorrätig habe, allerdings müsse mein Mann es sich aus einem alten Auto erst ausbauen. So ging er voran, Peter hinterher und dahinter lief der Schäferhund des Schrottplatzbesitzers. So liefen sie im Entenmarsch über den Platz. Aus heiterem Himmel, ohne dass sich mein Mann etwas zu Schulden kommen hätte lassen und ohne Vorwarnung, biss der Hund ihn einfach in seinen Allerwertesten.<br />
„Au!“, schrie er auf. „Der hat mich gerade gebissen!“<br />
„Quatsch!“, antwortete das Herrchen. „Der beißt nicht!“<br />
Der Schäferhund schaute lässig von einem zum anderen, als könne er kein Wässerchen trüben.<br />
„Na, doch! Er hat mich aber gerade gebissen!“<br />
„Kann überhaupt nicht sein! Schauen Sie sich ihn doch an, der ist total lieb!“<br />
„Ist ja möglich, aber trotzdem hat er mich in mein Hinterteil gebissen.“<br />
So kam es, dass mein Mann außer dem Ersatzteil vom Schrottplatzbesitzer auch noch eine Tetanusspritze vom Arzt bekam.<br />
Aber nicht immer waren unsere Begegnungen mit fremden Tieren von Schmerz und Pein überlagert, wir hatten oft auch schon viel Spass mit folgenden (vierbeinigen) Lebewesen. Ich will hierbei gar nicht von meinen Ritten auf einem Esel, Kamel oder Elefanten erzählen, obwohl die sehr lustig waren und von vielen Schreien meinerseits begleitet wurden. Ich denke hierbei eher an zwei Ereignisse auf der schönen Insel Mallorca:<br />
Unser Sohn war noch im Grundschulalter, als wir auf unserer Lieblingsinsel Urlaub machten. Wir hatten einen Mietwagen und fuhren auf der Insel kreuz und quer. So kamen wir auch zu einem Safaripark. Die Tiere liefen frei herum und wir fuhren im Auto über das Gelände. T. freute sich riesig, die Löwen, Zebras oder Kängurus neben, vor und hinter uns in freier Wildbahn zu sehen. Wir waren ja im Inneren des Wagens gut geschützt. Doch wir hatten nicht mit den Affen gerechnet. Die sprangen nämlich auch auf das Auto und nicht nur auf die Motorhaube.<br />
„Achtung, Papa!“, schrie T. auf einmal voller Panik. „Die sind auf dem Dach!“<br />
„Ja und?“<br />
Wir schauten nach oben. Oh, verflixt! Wir hatten vergessen das Schiebedach zu schließen.<br />
„Los, alle Mann zu machen!“, befahl Peter.<br />
Mit vereinten Kräften zerrten wir am Schiebedach von innen, aber gleichzeitig zerrten auch zwei Affen von außen. Jetzt war die Frage, wer war schneller, beziehungsweise, wer hatte die größte Kraft. Wir siegten!!! Zum Glück schafften wir es, bevor einer der Affen in das Innere des Wagens dringen konnte. Da hätte der Spaß nämlich ein Ende gehabt.<br />
Spaß hatten mein Mann und ich auch viele Jahre später, als wir ohne unseren inzwischen erwachsenen Sohn diese Sonneninsel besuchten. Wir waren zur kulturellen Besichtigung auf dem Privatgut „La Granja“ und standen auf einmal etwas abseits des Weges vor einem Hundezwinger. Der süße Mischling kam auch sofort wedelnd an das Zwingergitter und ließ sich durch die Stäbe hindurch streicheln.<br />
„Du bist aber ein süßer kleiner Hund!“, sprach Peter auf ihn ein.<br />
Der Hund signalisierte ganz deutlich, dass er gerne rauskommen wollte.<br />
„Ich darf dich nicht rauslassen“, redete mein Mann weiter. „Aber die Tür kann ich ein bisschen aufmachen, das Schloss ist nämlich offen.“<br />
„Lass das lieber!“, rief ich noch aus, aber da war es auch schon zu spät.<br />
Peter hatte die Tür nur einen Spalt breit geöffnet, das reichte jedoch aus. Der Hund schlüpfte schnell hindurch. Zack, war er weg und Peter rannte hinterher. Das ging eine ganze Weile so, denn wir versuchten ihn dazu zu bewegen, wieder zurück in den Zwinger zu laufen. Leider vergeblich. Er entwischte uns! Aber da er auf das Gut gehörte, kannte er sich aus und fand alleine wieder zurück.</p>
<p>„Du sitzt ja immer noch hier draußen!“, stellt mein Mann fest, als er sein Telefonat beendet hat und wieder in den Garten kommt.<br />
„Ach“, entgegne ich. „Mir sind da gerade ein paar Erinnerungen in den Sinn gekommen.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC02150.jpg"><img decoding="async" class="alignnone wp-image-159" src="http://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC02150-150x150.jpg" alt="1200px-DSC02150" width="164" height="164" srcset="https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC02150-150x150.jpg 150w, https://lifetellsstories.de/wp-content/uploads/2014/10/1200px-DSC02150-120x120.jpg 120w" sizes="(max-width: 164px) 100vw, 164px" /></a></p>
<p style="text-align: left;">Diese Geschichten interessieren Euch vielleicht auch noch:</p>
<p style="text-align: left;"><a href="http://lifetellsstories.de/hilfe/">Hilfe!</a></p>
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		<item>
		<title>Professor Konfusi</title>
		<link>https://lifetellsstories.de/professor-konfusi/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Aug 2015 22:41:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Erdachtes & Erzähltes]]></category>
		<category><![CDATA[Für Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Brötchen]]></category>
		<category><![CDATA[Hunger]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffeefleck]]></category>
		<category><![CDATA[konfus]]></category>
		<category><![CDATA[liebenswert]]></category>
		<category><![CDATA[Mann]]></category>
		<category><![CDATA[Papagei]]></category>
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					<description><![CDATA[Mein Schwiegervater kannte vor vielen Jahrzehnten einen Herrn, aus dessen Leben er meinem Mann irgendwann einmal eine kleine wahre Begebenheit erzählte. Als sich diese ereignete, war mein Peter noch gar nicht geboren, aber ihm fiel sie erst neulich auf Mallorca wieder ein. Ich habe mir gedacht, dass sie euch bestimmt gefällt und habe kurzerhand eine Geschichte daraus gemacht und Erzähltes mit Erdachtem vermischt. Lest selbst, was dabei herausgekommen ist: Er war ein untersetzter Mann. Genauer gesagt, war er von etwas kleinerer Statur mit einem gut sichtbaren sich vorwölbenden Bauch. Sein Gesicht war rundlich mit niedlichen Pausbacken, immer glatt rasiert und einem rundlich wirkenden Mund. Die dunklen Augen hatten ein Strahlen, so dass er wohlwollend auf seine Mitmenschen blickte. Nicht von oben herab, sondern eher von unten nach oben. Auf seiner dicklichen Nase saß meist eine Brille, über deren Rand er allerdings immer hinweg sah. Die wenigen Härchen, die seinen Kopf zierten, waren erstaunlich dunkel, allerdings nur noch kranzförmig von einem Ohr zum anderen angeordnet. Der Rest des Kopfes offenbarte eine glänzende Glatze. Diese schützte er &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mein Schwiegervater kannte vor vielen Jahrzehnten einen Herrn, aus dessen Leben er meinem Mann irgendwann einmal eine kleine wahre Begebenheit erzählte. Als sich diese ereignete, war mein Peter noch gar nicht geboren, aber ihm fiel sie erst neulich auf Mallorca wieder ein. Ich habe mir gedacht, dass sie euch bestimmt gefällt und habe kurzerhand eine Geschichte daraus gemacht und Erzähltes mit Erdachtem vermischt. Lest selbst, was dabei herausgekommen ist:</strong></p>
<p><span class="dropcap">E</span>r war ein untersetzter Mann. Genauer gesagt, war er von etwas kleinerer Statur mit einem gut sichtbaren sich vorwölbenden Bauch. Sein Gesicht war rundlich mit niedlichen Pausbacken, immer glatt rasiert und einem rundlich wirkenden Mund. Die dunklen Augen hatten ein Strahlen, so dass er wohlwollend auf seine Mitmenschen blickte. Nicht von oben herab, sondern eher von unten nach oben. Auf seiner dicklichen Nase saß meist eine Brille, über deren Rand er allerdings immer hinweg sah.<br />
Die wenigen Härchen, die seinen Kopf zierten, waren erstaunlich dunkel, allerdings nur noch kranzförmig von einem Ohr zum anderen angeordnet. Der Rest des Kopfes offenbarte eine glänzende Glatze. Diese schützte er im Winter vor Kälte durch eine karierte Schirmmütze und im Sommer vor der Sonne mit einem lustigen roten Hütchen.<br />
Professor Konfusi war ein netter stets freundlicher Geselle. Intelligent war er auf jeden Fall, doch keineswegs eingebildet und vor allen Dingen hatte er für jedermann ein offenes Ohr. Seine Studenten mochten ihn und seine manchmal etwas zerstreut wirkende Art, die ihn nur noch liebenswerter machte. Das hatte natürlich auch auf seine Vorlesungen Auswirkungen, bei denen er oftmals auch abschweifte und kleine Anekdoten zum Besten gab.<br />
Er hatte den Ruf seinem Namen alle Ehre zu machen, so dass die Studenten oft vom zerstreuten oder konfusen Professor sprachen. Allerdings taten sie dies in einer sehr liebevollen Art und Weise. Alle hatten Professor Konfusi in ihr Herz geschlossen, denn er konnte über seine eigene Schusseligkeit am herzlichsten lachen.<br />
Bei Präsentationen und Konsultationen legten die Studenten ihm ihre Aufzeichnungen nur vor, wenn keine gefüllte Kaffeetasse in der Nähe war. Man munkelte nämlich, dass er früher mehr als einmal seinen Kaffee über irgendwelche schriftlichen Ausarbeitungen gekippt hätte. Nicht etwa aus Boshaftigkeit oder aus Absicht. Nein, das hätte ihm keiner nachsagen können. Im Grunde genommen passierte es aus Unachtsamkeit, oder wie man so schön sagt, in der Hektik des Gefechtes. Er deutete mal hier und mal da hin, diskutiere und fuchtelte mit den Händen in der Gegend herum. Tja und schwuppdiwupp war ein Kaffeefleck auf der Dokumentation.<br />
Wie gesagt, das erzählte man sich so innerhalb der Studentenschaft. Was daran Wahrheit und was eher geflunkert war, lässt sich nicht richtig feststellen, denn niemals wurde ein Student Zeuge beim Überschwappen des Kaffees aus der Tasse. Jedoch waren einige seiner eigenen Unterlagen mit bräunlichen Flecken bedeckt, so dass man sich lächelnd und augenzwinkernd anblickte.<br />
Mein Schwiegervater, der ihn bei verschiedenen Projekten kennenlernen durfte, berichtete meinem Peter eine lustige Geschichte aus dem Leben des Professor Konfusi, die ihm dieser einst selbst erzählt hatte. Diese kleine Episode war keineswegs erfunden, um seine Mitmenschen zu belustigen, sondern sie ereignete sich wahrhaftig:</p>
<p>Wie man sich denken kann, gehörte zu Professor Konfusi auch noch eine bessere zweite Hälfte, nämlich Frau Konfusi. Seine Gemahlin war ebenso liebenswert und von freundlicher Natur, wie er selbst. Sie hatte seine Größe, war schlank und immer adrett gekleidet.</p>
<p>Eines morgens, sie wollte gerade den Frühstückstisch decken, da hatte Professor Konfusi eine Idee.<br />
„Ich könnte doch schnell zum Bäcker um die Ecke gehen und uns ein paar Brötchen kaufen. Was hältst du davon?“<br />
„Ja“, sagte sie. „Das wäre eine schöne Abwechslung. Ich habe gestern leckere Erdbeermarmelade gekocht, die schmeckt bestimmt herrlich auf frischen knusprigen Brötchen.“<br />
„Ich bin in zehn Minuten wieder da!“, rief er seiner Gemahlin zu, setzte sich sein rotes Hütchen auf und verschwand durch die Haustür.<br />
Zum Bäcker war es wirklich nicht weit, denn dessen Geschäft befand sich schon vor der nächsten Straßenecke. Dort angekommen, wunderte sich Professor Konfusi, dass die Ladentür verschlossen war und ein Schild an der Türklinke hing, auf dem folgende Mitteilung zu lesen war:</p>
<p style="text-align: center;"><strong>Heute wegen Familienfeier geschlossen!</strong></p>
<p style="text-align: left;">Etwas ratlos stand er nun da. Seine Gemahlin würde enttäuscht sein, denn sie hatte sich sichtlich auf die frischen Brötchen gefreut. Er übrigens auch.<br />
Nach kurzem Überlegen, beschloss er zum nächsten Bäckerladen zu marschieren, was allerdings bedeutete, dass er eine Viertelstunde strammen Schrittes in die entgegengesetzte Richtung laufen musste. Da einfach nur laufen ja bekanntlich langweilig ist, vertrieb sich Professor Konfusi die Zeit mit einigen Denkaufgaben.<br />
Bald schon konnte er auch die Menschenschlange vor dem angestrebten Bäckerladen sehen, als ein Geschäft auf der gegenüberliegenden Straßenseite seine Aufmerksamkeit erregte. Letzte Woche war dies noch nicht dort gewesen und deshalb wechselte er jetzt neugierig auf die andere Straßenseite.<br />
Frau Konfusi wunderte sich allerdings, dass ihr Gemahl nach einer halben Stunde immer noch nicht zurück war. Sie schaute aus dem Fenster, konnte aber ihren Mann nirgendwo erblicken. Nach weiteren 15 Minuten lief sie nach unten vor die Haustür. Nichts war zu sehen. Da der Kaffee inzwischen schon kalt geworden war und ihr Magen knurrte, hätte sie eigentlich verärgert sein müssen. Aber Frau Konfusi machte sich weder um den Kaffee noch um die fehlenden Brötchen Gedanken, sondern sie sorgte sich um ihren Gemahl.<br />
„Es wird ihm doch nichts passiert sein!?“, überlegte sie.<br />
Doch was sollte sie tun? Da es zu dieser Zeit noch kein Handy gab, beschloss Frau Konfusi sich auf die Suche nach ihrem Mann zu machen. Also marschierte sie wieder nach oben in die Wohnung, um sich ihre Strickjacke und ihre Handtasche zu holen.<br />
Gerade als sie auch noch nach ihrem Regenschirm greifen wollte, denn es hatte inzwischen ein wenig angefangen zu nieseln, klingelte es an der Haustür. Schnell riss sie diese auf und stand einem freudestrahlenden Professor Konfusi gegenüber.<br />
„Gott sei Dank, da bist du ja!“, stieß sie glücklich hervor. „Wo warst du denn so lange? Ist etwas passiert?“<br />
„Nein, nein!“, meinte er nur beruhigend. „Ich habe dir was mitgebracht!“<br />
„Mir ist vor Angst und Aufregung der Appetit auf Marmeladebrötchen vergangen!“, entgegnete sie.<br />
„Welche Brötchen?“, fragte er und schüttelte plötzlich den Kopf. „Ich habe was viel Schöneres für dich!“<br />
„Bubi hat Hunger! Bubi hat Hunger und Durst!“, hörte Frau Konfusi plötzlich jemand sagen.<br />
Verwirrt sah sie sich um, konnte aber den besagten Bubi nicht sehen.<br />
„Hast du noch jemand mitgebracht?“, erkundigte sie sich bei ihrem Mann.<br />
Dieser strahlte über das ganze Gesicht und hob wortlos nur seinen rechten Arm hoch. In seiner Hand hielt er einen großen Vogelkäfig, in dem ein rot-gelb-blau gefiederter wunderschöner Papagei saß und nochmals sein Anliegen unmissverständlich vorbrachte:</p>
<p style="text-align: center;">&#8222;Bubi hat Hunger! Bubi hat Hunger und Durst!&#8220;</p>
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