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	<title>Macke &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Nobody is perfect!?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2016 09:04:01 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Professor Konfusi-Geschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Botschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Freude]]></category>
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					<description><![CDATA[Der nette ältere Herr aus meinen Geschichten, den ich Professor Konfusi genannt habe, ist mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen. Vielleicht geht es Euch ähnlich.  Tanja (fruendliche scherereien) fragte neulich, ob der liebenswerte Professor denn auch Macken habe. Lasst mich heute eine weitere Geschichte erzählen und entscheidet selbst, ob es da doch eine klitzekleine Macke bei ihm gibt. Professor Konfusi hält alle seine beruflichen Termine schriftlich in seinem Terminkalender fest. Darin ist er sehr genau und hat auch noch keinen der Termine vergessen, geschweige denn hat er sich jemals verspätet. Aber mit seinen privaten Terminen ist das so eine ganz spezielle Sache: Professor Konfusi sitzt in seinem Arbeitszimmer und schreibt an einer Veröffentlichung, während seine Frau vor ihrem Kleiderschrank steht. Sie sucht sich das passende Outfit für ihr Treffen mit ihren Freundinnen aus. Sie sind zu viert und treffen sich regelmäßig in einem kleinen Café am Stadtrand. Heute freut sie sich besonders darauf, denn sie möchte den Freundinnen die Fotos von der letzten Reise mit ihrem Mann zeigen. Die anderen haben auch versprochen ein paar &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der nette ältere Herr aus meinen Geschichten, den ich Professor Konfusi genannt habe, ist mir inzwischen richtig ans Herz gewachsen. Vielleicht geht es Euch ähnlich.  Tanja</strong> (fruendliche scherereien)<strong> fragte neulich, ob der liebenswerte Professor denn auch Macken habe. Lasst mich heute eine weitere Geschichte erzählen und entscheidet selbst, ob es da doch eine klitzekleine Macke bei ihm gibt.</strong><br />
<strong>Professor Konfusi hält alle seine beruflichen Termine schriftlich in seinem Terminkalender fest. Darin ist er sehr genau und hat auch noch keinen der Termine vergessen, geschweige denn hat er sich jemals verspätet. Aber mit seinen privaten Terminen ist das so eine ganz spezielle Sache:</strong></p>
<p><span class="dropcap">P</span>rofessor Konfusi sitzt in seinem Arbeitszimmer und schreibt an einer Veröffentlichung, während seine Frau vor ihrem Kleiderschrank steht. Sie sucht sich das passende Outfit für ihr Treffen mit ihren Freundinnen aus. Sie sind zu viert und treffen sich regelmäßig in einem kleinen Café am Stadtrand.<br />
Heute freut sie sich besonders darauf, denn sie möchte den Freundinnen die Fotos von der letzten Reise mit ihrem Mann zeigen. Die anderen haben auch versprochen ein paar Fotos von ihren Reisen und Ausflügen mitzubringen.<br />
„Das wird sicherlich sehr interessant und auch kurzweilig“, denkt sie und nimmt ein geblümtes Sommerkleid aus dem Schrank.<br />
„Das passt perfekt zu dem heutigen Sonnenwetter und zu meiner guten Laune. Nur schade, dass es wahrscheinlich einer der letzten sommerlichen Tage des Jahres sein wird“, überlegt sie sich während sie in das Kleid schlüpft.<br />
Beschwingt dreht sie sich vor dem Spiegel und greift danach noch nach einem leichten Sommerjäckchen, &#8211; nur für den Fall, dass es am Spätnachmittag doch schon etwas abkühlen sollte.<br />
Bevor Frau Konfusi das Haus verlässt, schaut sie noch einmal kurz zu ihrem Mann ins Arbeitszimmer hinein. Sie öffnet die Tür und bleibt im Türrahmen stehen. Sie will ihn nicht stören, aber trotzdem noch schnell Bescheid sagen, dass sie dann gleich weg ist.<br />
„Ich geh dann mal“, sagt sie mit gesenkter Stimme. „Bis nachher!“<br />
„Ja, ja!“, antwortet ihr Gatte, ohne seine Arbeit zu unterbrechen und aufzublicken, da er vollkommen vertieft in seine Veröffentlichung ist.<br />
Frau Konfusi ist gerade im Begriff die Tür wieder zu schließen, da fällt ihr noch etwas ein. Doch sie will nicht weiter stören. Deshalb geht sie schnell in die Küche und schreibt ihrem Mann noch eine kurze Botschaft auf einen Zettel, den sie auf den Küchentisch legt und dann ist sie auch schon verschwunden.<br />
„Hallo meine Liebe“, wird sie wenig später von ihrer Freundin Gertrud begrüßt. „Hast du eigentlich dein Handy dabei?“<br />
„Ja natürlich. Das habe ich immer in meiner Handtasche, aber das weißt du doch“, antwortet Frau Konfusi und grinst.<br />
„Na, dann wird es wohl auch heute wieder klingeln!“, freut sich Mathilde und klatscht begeistert in die Hände.<br />
„Wollen wir eine Wette abschließen?“, erkundigt sich Anna.<br />
„Was soll das?“, fragt Frau Konfusi zurück. „Ich weiß genau, was du wetten willst, aber wer von uns soll denn dagegen wetten. Wir wissen doch alle, was spätestens in einer Stunde passieren wird.“<br />
Die vier Frauen brechen in Vorfreude auf das bevorstehende Ereignis in schallendes Gelächter aus und lassen sich dann Kaffee und Kuchen schmecken.<br />
Fast hätten sie über dem Austausch von Neuigkeiten und dem Betrachten der Fotos Frau Konfusis Handy vergessen, doch plötzlich ertönt ein unüberhörbarer Klingelton aus deren Handtasche.<br />
„Na also!“, rufen alle vier Frauen im Chor.<br />
Alle verstummen schlagartig, nur Frau Konfusi holt das Handy aus der Tasche und meldet sich mit einem einfachen, aber freundlichen:<br />
„Hallo, mein lieber Göttergatte!“<br />
„Wo bist du denn?“, tönt die Stimme von Herrn Konfusi aus dem Telefon.<br />
„Na da, wo ich jeden zweiten Mittwoch im Monat bin“, antwortet sie und grinst ihre Freundinnen an, die sich kaum das Lachen verkneifen können.<br />
„Und wo ist das?“<br />
„Ach mein Lieber, seit drei Jahren rufst du mich jeden zweiten Mittwoch an, stellst mir die selbe Frage und ich gebe dir auch immer wieder gerne die selbe Antwort: Ich bin bei meinem Damenkränzchen.“<br />
„Ach so! Und ich dachte schon, du seist beim Frisör.“<br />
„Aber nein, dort bin ich jeden Samstag.“<br />
„Als wenn ich das nicht wüsste“, kommt jetzt eine leicht verärgerte Antwort.<br />
„Natürlich weißt du das, aber es ist dir anscheinend gerade entfallen.“<br />
„Ich nehme an, dir ist aber etwas anderes entfallen“, kontert jetzt Professor Konfusi. „Und daran möchte ich dich jetzt erinnern. Du kannst heute nicht so lange bei deinem Kaffeekränzchen bleiben, denn du musst nachher noch zum Zahnarzt.“<br />
„Ach!“, ist das einige, was Frau Konfusi beim Versuch ihr eigenes Lachen zu unterdrücken, hervorbringt.<br />
„Gut, dass ich deinen Notizzettel auf dem Küchentisch gefunden habe. Dort hast du dir nämlich folgendes notiert: 17 Uhr Zahnarzt.“<br />
„Das hast du aber missverstanden“, antwortet Frau Konfusi inzwischen wieder mit ganz ruhiger Stimme. „Das ist nicht mein Termin, sondern deiner!“<br />
„Ohje, den hätte ich jetzt glatt vergessen. Gut, dass ich dich angerufen habe. Diese privaten Termine machen mich ganz konfus. Vielleicht sollte ich sie mir mal aufschreiben.“<br />
Gerade will Frau Konfusi ihrem Gatten beipflichten, als dieser seiner Feststellung noch einen Satz nachschiebt.<br />
„Oder besser noch: Du erinnerst mich immer an meine privaten Termine!“<br />
„So machen wir es!“, kichert Frau Konfusi.<br />
„Aber sag mal, ihr seid wirklich eine sehr lustige Truppe. Man hört euch immer nur lachen“, stellt der Professor fest. „Ihr werdet doch wohl nicht über mich und meine kleine Macke lachen.“<br />
„Nein nein!“, rufen alle vier Damen in das Handy.<br />
„Übrigens, Gertrud!“, ruft Professor Konfusi aus. „Ich gratuliere dir recht herzlich nachträglich zu deinem gestrigen Geburtstag und haben nicht Anna und Erwin nächsten Monat 30jährigen Hochzeitstag und Mathildes Tochter wird am nächsten Samstag 45?!“<br />
Frau Konfusi ist mindestens so baff wie Gertrud, Mathilde und Anna.<br />
„Woher weißt du das alles?“, fragt Frau Konfusi sichtlich überrascht. „Das habe ich dir doch gar nicht erzählt!“<br />
„Oh, ich weiß noch viel mehr. Zum Beispiel weiß ich ganz genau, dass du jeden zweiten Mittwoch mit deinen Damen zusammen sitzt, aber man kann doch nicht einfach so zugeben, dass man seine Frau vermisst. Außerdem habe ich mir bereits vor ungefähr einem Jahr schon einen Terminkalender extra für private Termine zugelegt und da steht auch dein Mittwochnachmittagtreff drin! Aber es hat dir und deinen Freundinnen immer so viel Freude bereitet, wenn ich jeden Mittwoch angerufen habe, da wollte ich euch den Spaß nicht nehmen. Außerdem erinnerst du mich immer so lieb an alle privaten Termine.“<br />
„Du Schlawiner!“, sagt Frau Konfusi jetzt nicht ganz ohne Rührung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch diese Geschichten noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/auf-reisen/">Auf Reisen</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/die-christel-von-der-post/">Die Christel von der Post</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/felicita-und-der-mann-im-mond/">Felicitas und der Mann im Mond</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Ich hab&#8216; da eine kleine Macke</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Oct 2015 22:17:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Dekor]]></category>
		<category><![CDATA[Geschirr]]></category>
		<category><![CDATA[Kochfeld]]></category>
		<category><![CDATA[Macke]]></category>
		<category><![CDATA[Schlafanzug]]></category>
		<category><![CDATA[Urlaub]]></category>
		<category><![CDATA[Wäscheklammer]]></category>
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					<description><![CDATA[Neulich war ein guter Bekannter bei uns und wir haben ganz gemütlich zusammen bei uns in der Küche gesessen und gemeinsam das Abendbrot eingenommen. Da er schon öfter bei uns war, kannte er sich auch bei uns aus. Als ich dann den Tisch abräumen wollte, sagte er ganz spontan: „Bleib nur sitzen, ich mach das schon!“ Sollte ich mir das zweimal sagen lassen? Nein, ganz sicherlich nicht. Mein Mann machte auch keinerlei Anstalten ihn davon abzuhalten, geschweige denn selbst diese Aufgabe zu übernehmen. „Ja, gerne“, sagte ich und ließ ihm freie Hand. Er öffnete meine Spülmaschine und begann sie einzuräumen, während wir uns weiter unterhielten. Insgeheim warf ich einen Blick auf das, was er da tat, freute mich aber, dass er es tat. Anscheinend habe ich meinen Blick jedoch ein wenig zu lange auf seine Tätigkeit gerichtet, denn plötzlich stutzte er und fragte ein wenig verunsichert: „Mache ich irgendetwas falsch?“ „Nein, nein!“, beeilte ich mich zu sagen. „Mach schon, sag es mir!“, ermunterte er mich. „Du machst schon alles richtig, nur ich hab da eine &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Neulich war ein guter Bekannter bei uns und wir haben ganz gemütlich zusammen bei uns in der Küche gesessen und gemeinsam das Abendbrot eingenommen. Da er schon öfter bei uns war, kannte er sich auch bei uns aus. Als ich dann den Tisch abräumen wollte, sagte er ganz spontan:</strong></p>
<p><span class="dropcap">„B</span>leib nur sitzen, ich mach das schon!“<br />
Sollte ich mir das zweimal sagen lassen? Nein, ganz sicherlich nicht. Mein Mann machte auch keinerlei Anstalten ihn davon abzuhalten, geschweige denn selbst diese Aufgabe zu übernehmen.<br />
„Ja, gerne“, sagte ich und ließ ihm freie Hand.<br />
Er öffnete meine Spülmaschine und begann sie einzuräumen, während wir uns weiter unterhielten. Insgeheim warf ich einen Blick auf das, was er da tat, freute mich aber, dass er es tat. Anscheinend habe ich meinen Blick jedoch ein wenig zu lange auf seine Tätigkeit gerichtet, denn plötzlich stutzte er und fragte ein wenig verunsichert:<br />
„Mache ich irgendetwas falsch?“<br />
„Nein, nein!“, beeilte ich mich zu sagen.<br />
„Mach schon, sag es mir!“, ermunterte er mich.<br />
„Du machst schon alles richtig, nur ich hab da eine kleine Macke.<br />
„Eine?!“, mischte sich mein Mann blitzschnell ein. Dafür bekam er von mir erst einmal einen strafenden Blick und ein knappes<br />
„Haha!“<br />
zugeworfen. Ergänzend dazu richtete ich mich wieder an unseren Bekannten, um ihm meine kleine Macke darzulegen.<br />
„Du hast die Teller zwar absolut korrekt eingeräumt, aber schau mal, sie haben ein Dekor. Und zwar nur auf einer Seite.“<br />
„Ich glaube, meine Frau hat da ein bestimmtes System. Ist aber Quatsch!“, kommentierte mein Peter. „Lass das nur so!“<br />
Unser Bekannter wollte seine nun mal angetretene Aufgabe auch zu meiner vollsten Zufriedenheit ausführen und bat mich ihm zu sagen, wie ich es denn sonst immer handhaben würde.<br />
„Also:“, begann ich vorsichtig. „Wenn du die Teller so einräumst, dass sich das Dekor immer rechts oben befindet, dann kann ich die Teller gleich so aus der Spülmaschine nehmen und in den Schrank stellen. Denn auch da will sich sie so stapeln, dass sich das Dekor immer rechts oben befindet. Dann brauche ich beim Tischdecken die Teller nicht immer zu drehen, denn auch da platziere ich diese mit dem Dekor rechts oben.“<br />
„Na, dann mach ich das so!“, meinte unser Bekannter sofort bereitwillig.<br />
Ich zuckte mit den Schultern und erklärte etwas kleinlaut und beschämt:<br />
„Ist eben so eine Macke von mir.“<br />
„Nein, ist schon in Ordnung, du brauchst Dich nicht zu entschuldigen. Sieht ja auch viel schöner aus!“<br />
Während unser Bekannter dies in einem sehr überzeugenden Tonfall rüberbrachte, zeigten mir die hochgezogenen Mundwinkel meines Mannes ganz deutlich, was er davon hielt.<br />
„Du hast aber auch noch eine andere Macke!“, stellte unser Bekannter fest und mein Peter fragte an diesem Abend schon zum zweiten Mal:<br />
„Eine?!“<br />
Ich ignorierte ihn.<br />
„Kann gut sein. Welche meinst du denn?“, erkundigte ich mich neugierig.<br />
„Neulich war ich doch bei Euch im Garten und Du hast Wäsche aufgehängt.“<br />
Mir schwante ja schon etwas, aber ich ließ ihn ruhig weiter erzählen, denn ich wollte es von ihm selbst hören. Inzwischen grinste er nämlich auch und mein Mann hatte sichtlich seine Ohren gespitzt. Selbst Lottchen, unsere Katze, hatte sich mittlerweile neben meinen Stuhl gesetzt und schaute aufmerksam zu uns hoch, vermutlich jedoch aus einem anderen Grund.<br />
„Ich habe festgestellt, dass du immer erst sehr genau hinschaust, bevor du die entsprechenden Wäscheklammern aus deinem Klammerkörbchen nimmst.“<br />
„Aha, sehr vorsichtig formuliert“, meinte ich und ermunterte ihn: „Erzähl aber nur weiter! Ich bin mal auf deine weiteren Beobachtungen gespannt!“<br />
„Wenn mich nicht alles täuscht, dann nimmst du immer zwei gleichfarbige Wäscheklammern, um ein Wäschestück aufzuhängen!“<br />
„Stimmt! Gut beobachtet und ich dachte immer, das fällt niemand auf.“<br />
„Habt ihr Probleme!“, ereiferte sich mein Mann. „Das wäre mir vollkommen egal und aufgefallen ist mir das mit den Wäscheklammern noch nie. Übrigens habe <em>ich</em> keine Macken…“<br />
„Wenn du dich da mal nicht täuscht“, konterte ich zurück. „Jede Menge!“<br />
„Welche denn?“, wollte er nun wissen.<br />
„Mir fällt gerade keine ein!“<br />
„Weil ich keine habe!“<br />
„Das glaubst auch nur <em>du</em>!“, gab ich schnippisch zurück und meine Gehirnwindungen arbeiteten auf Hochtouren.<br />
„Ich glaube jeder Mensch hat Macken, ich zum Beispiel…“, mischte sich nun unser Bekannter ein. Er kam jedoch nicht zum Weiterreden, denn mir war es eingefallen:<br />
„Du ziehst immer erst dein Schlafanzugteil links herum an oder das Rückenteil nach vorne. Im letzteren Fall ziehst du dann einfach nur die Arme wieder heraus und schwingst das gesamte Teil wie ein Kettenkarussell mehrmals um deinen Hals herum, bis irgendwann die richtige Position erreicht ist.<br />
Außerdem kannst du nichts wegwerfen.<br />
Und dann ist da noch was: Wenn ich dich frage, wohin wir in den Urlaub fliegen wollen, dann sagst du immer: ‚Das ist mir egal!‘ “<br />
„Na, weil es mir eben egal ist!“<br />
Mittlerweile war ich gut in Fahrt gekommen, aber ich hörte, wie die Haustür aufgeschlossen wurde. Unser Sohn war gekommen, der sich auch gleich zu uns setzte. Er lauschte zunächst andächtig unserem Gespräch, ohne sich jedoch daran zu beteiligen. Nach einer Weile zog er sein Handy aus der Tasche, drückte und scrollte darauf herum. Dann stieß er sachte unseren Bekannten am Arm an und hielt ihm das Handy vor die Nase. Dieser betrachtete ausgiebig das Angezeigte auf dem Display. Plötzlich brustete er vor Lachen los und auch unser Sohn stimmte ein.<br />
Mein Mann und ich waren etwas verwirrt und deuteten zunächst dieses Verhalten als eine Unterbrechung und Desinteresse an unserer Unterhaltung. Doch da hatten wir uns geirrt, denn unser Sohn hielt nun sein Handy hoch und ließ uns ebenfalls einen Blick auf sein Display werfen. Fast gleichzeitig stimmten wir in das Gelächter der beiden jungen Männer ein. Das Display zeigte nämlich ein Foto, das unser Sohn irgendwann einmal vor dem Verlassen seiner Wohnung gemacht hatte. Hierauf befand sich die Bedienungsleiste seines Kochfeldes.</p>
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