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	<title>Kopfkino &#8211; life tells stories</title>
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	<description>Geschichten, die das Leben schreibt</description>
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		<title>Gut gemeint</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Aug 2016 08:46:12 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Appetit]]></category>
		<category><![CDATA[Bilder]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[gut gemeint]]></category>
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					<description><![CDATA[Wir bringen gerade meine Mutter nach Burg zur Reha. Dazu gehört natürlich auch ein gemeinsamer Gang durch die gesamte Anlage. Wo ist ihr Zimmer, wo das Schwesternzimmer, die Therapieräume, die Cafeteria und die Kantine? Selbstverständlich werfen wir auch einen Blick in die Aufenthaltsräume. Im Fernsehzimmer hängt ein großer Bildschirm an der Wand. Niemand sitzt in diesem Raum, wahrscheinlich haben sich alle schon fix und fertig von den Strapazen der Therapien in ihre Zimmer zurückgezogen. „Komm lass uns einen Moment hier hinsetzen“, schlägt meine Mutter vor. Mein Mann macht es sich sogleich in einem der Sessel gemütlich. Ich erblicke einen Getränkeautomaten im Raum und bitte meinen Göttergatten um einen kleinen Gefallen: „Kannst du mir eine Limo kaufen? Ich habe nämlich kein Kleingeld einstecken.“ Das macht er natürlich gerne und sich selbst zieht er auch noch ein kleines Leckerlie. Strahlend steht er vor mir und meiner Mutter. „Appetit auf ein kleines Stückchen Vollmilchschokolade?“, fragt er und verteilt auch schon die Köstlichkeit. „Mmh! Lecker!“, sage ich und schiebe mir die Schokolade in den Mund. Sie zergeht auf meiner &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wir bringen gerade meine Mutter nach Burg zur Reha. Dazu gehört natürlich auch ein gemeinsamer Gang durch die gesamte Anlage. Wo ist ihr Zimmer, wo das Schwesternzimmer, die Therapieräume, die Cafeteria und die Kantine? Selbstverständlich werfen wir auch einen Blick in die Aufenthaltsräume.</strong><br />
<span class="dropcap">I</span>m Fernsehzimmer hängt ein großer Bildschirm an der Wand. Niemand sitzt in diesem Raum, wahrscheinlich haben sich alle schon fix und fertig von den Strapazen der Therapien in ihre Zimmer zurückgezogen.<br />
„Komm lass uns einen Moment hier hinsetzen“, schlägt meine Mutter vor. Mein Mann macht es sich sogleich in einem der Sessel gemütlich. Ich erblicke einen Getränkeautomaten im Raum und bitte meinen Göttergatten um einen kleinen Gefallen:<br />
„Kannst du mir eine Limo kaufen? Ich habe nämlich kein Kleingeld einstecken.“<br />
Das macht er natürlich gerne und sich selbst zieht er auch noch ein kleines Leckerlie. Strahlend steht er vor mir und meiner Mutter.<br />
„Appetit auf ein kleines Stückchen Vollmilchschokolade?“, fragt er und verteilt auch schon die Köstlichkeit.<br />
„Mmh! Lecker!“, sage ich und schiebe mir die Schokolade in den Mund. Sie zergeht auf meiner Zunge und hinterlässt das Verlangen nach einem weiteren Stückchen Schokolade. Obwohl jeder von uns noch einen Nachschub einfordert, bleibt noch ein kleiner Rest der Tafel Schokolade übrig, den mein Mann wieder ordentlich einpackt und mir überreicht.<br />
„Steck das doch mal in deine Handtasche! Bei mir schmilzt sie sonst nur in meiner Hosentasche.“<br />
Beim Anblick der eingewickelten köstlichen Schokolade und seinen Worten startet bei mir das Kopfkino. Bilder laufen vor meinem geistigen Auge ab, die zu einem Geschehen gehören, das sich vor schätzungsweise dreiundvierzig Jahren abgespielt hat.<br />
„Lange ist es her!“, denke ich „Und trotzdem sind diese Bilder immer noch in meinem Kopf präsent.“<br />
Zu diesem Zeitpunkt befinde ich mich im zarten Alter von dreizehn Jahren und damit in der Pubertät. Mädchen werfen in diesem Alter schon kichernd neugierige Blicke auf Jungs und diese haben wohl auch schon entdeckt, dass es zweierlei Geschlechter gibt. Vorsichtige Kontakte werden geknüpft und scheue Blicke ausgetauscht. Fragt man sich, wo die meisten dieser Kontaktaufnahmen wohl stattfinden, so stellt man fest, dass dies vielfach in der Schule passiert.<br />
Ja, auch die Bilder in meinem Kopf stammen aus der Schule:<br />
Sittsam und ordentlich sitze ich mit meinen Mitschülern im Klassenraum. Wir haben gerade Unterricht. Ich weiß zwar nicht mehr, um welches Unterrichtsfach es sich handelt, aber mit Sicherheit ist es keine Französischstunde, denn unser Französischlehrer hat kein Tuscheln geduldet. Und wir haben es in seinen Unterrichtsstunden auch nicht gewagt.<br />
„Hochinteressant kann der Unterricht wohl nicht gewesen sein“, überlege ich so, „denn sonst könnte ich mich auch daran erinnern. Stattdessen muss ich an einen Jungen denken.“<br />
Das stimmt jedoch auch nicht ganz genau. Nicht der männliche Mitschüler hat mich so stark beeindruckt, sondern etwas anderes, was ich all die vielen Jahre hinweg nicht vergessen habe.<br />
Unsere Schulbänke sind in der Hufeisenform angeordnet. Allerdings stehen innerhalb dieser Form an den beiden Längsseiten noch ein paar Einzeltische. Dies führt dazu, dass manche Schüler drei Nachbarn haben. Ich habe zum Beispiel links und rechts jeweils eine Freundin sitzen und an dem angrenzenden Tisch sitzt ein Klassenkamerad.<br />
„Er war ja sehr nett und immer zuvorkommend und höflich“, erinnere ich mich in Gedanken. „Und ich gefiel ihm wohl besonders. Naja, nun muss dieses Gefallen ja nicht immer auf beiden Seiten der Fall sein. Manchmal ist es einfach nur die Nase, die bei dem anderen nicht auf dem rechten Fleck zu sitzen scheint, zu dick oder zu lang ist. In diesem Fall war mir die Nase des männlichen Klassenkameraden einfach nur zu dick“, muss ich mir wiederum gedanklich eingestehen. Doch mein Kopfkino läuft unaufhaltsam weiter:<br />
Ich erkenne, wie der Junge sich zu mir herüber beugt und mit mir tuschelt. Ich sehe aber auch noch etwas anderes. Der besagte Klassenkamerad greift in seine Hosentasche und reicht mir etwas rüber. Es ist etwas, das ich im Grunde genommen sehr mag und unter anderen Umständen sicherlich nicht verschmäht hätte.<br />
Er hält in seiner Hand ein Stückchen Schokolade, das vermutlich schon den halben Tag in seiner Hosentasche verweilt hat. Dementsprechend sieht es auch leicht gequetscht und etwas weich aus.<br />
„Möchtest du ein bisschen Schokolade?“, flüstert er mir zu.<br />
Nun höre ich auch mich etwas sagen:<br />
„Nein danke! Ich habe jetzt keinen Hunger!“<br />
So ein Quatsch! Für Schokolade braucht man keinen Hunger zu haben, Appetit reicht vollkommen aus. Aber der Appetit vergeht, wenn man weiß, dass das Stückchen Schokolade schon stundenlang in der Hosentasche eines Klassenkameraden zart schmelzend seine Form verloren hat.<br />
Mein Kopfkino flackert jetzt nur noch schwach, aber ich sehe noch, wie der Junge leicht frustriert den Schokoladenriegel wieder in seiner Hosentasche verschwinden lässt. Dann ist die Kinovorstellung beendet und ich grinse in mich hinein. Aber anscheinend haben sich auch meine Mundwinkel leicht nach oben gezogen, denn mein Mann fragt plötzlich:<br />
„Was grinst du eigentlich die ganze Zeit so?“<br />
„Ach, das Stück Schokolade hat mich gerade an N. erinnert“, gestehe ich etwas verschämt, „den kennst du doch auch?“<br />
„Ach ja? Den haben wir schon ewig nicht mehr gesehen. Was er wohl macht? Aber was hat er mit meiner Schokolade zu tun?“<br />
„Das willst du wissen? Na dann“, antworte ich frech, „lies einfach meine Geschichte!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hier gibt es noch mehr Schokolade:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/glueckshormone/">Glückshormone</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/danke-fuer-die-schokolade/">Danke für die Schokolade</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/besuch-einer-sizilianischen-schokoladenmanufaktur/">Besuch in einer sizilianischen Schokoladenmanufaktur</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Familienausflug</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Astrid Berg]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Aug 2016 22:01:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kurzgeschichten]]></category>
		<category><![CDATA[Cabrio]]></category>
		<category><![CDATA[Familienausflug]]></category>
		<category><![CDATA[Film]]></category>
		<category><![CDATA[Garten]]></category>
		<category><![CDATA[Hollywood]]></category>
		<category><![CDATA[Kaffeemaschinenvollautomat]]></category>
		<category><![CDATA[Kopfkino]]></category>
		<category><![CDATA[Sonntag]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer glaubt, dass man mit Maschinen nichts erlebt, der wurde wohl durch Ein Tässchen Kaffee gefällig?  und  Waschmaschinengespräche  eines Besseren belehrt. Egal, ob Waschmaschine oder Kaffeevollautomat, unsere lieben elektrischen Haushaltshelfer leben mit uns, halten uns auf Trab und führen uns zu neuen Abenteuern.  Alles Quatsch?! Oh, nein! Wir haben gerade einen wunderschönen Sonntag verlebt, den wir einer Waschmaschine zu verdanken haben. „Ich habe da ein kleines Problem“, sagt die Freundin unseres Sohnes. „Ich will doch umziehen. Jetzt habe ich festgestellt, dass meine Waschmaschine zu breit ist. Sie passt nicht dorthin, wohin ich sie stellen will und einen anderen geeigneten Platz gibt es nicht in der neuen Wohnung.“ „Bestimmt kannst du über eine Internetplattform eine schmälere Waschmaschine kaufen“, weiß unser Sohn sofortigen Rat. „Genau das habe ich schon getan. Ich habe mir in Berlin eine gebrauchte kleinere Maschine gekauft, sie muss nur noch abgeholt werden.“ „Das kann ich ja machen!“, erklärt sich unser Sohn sofort bereit. „Alleine kannst du sie aber nicht tragen“, mischt sich mein Mann ein. „Ich komme mit!“ Ich werde hellhörig, denn sie &#8230;]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Wer glaubt, dass man mit Maschinen nichts erlebt, der wurde wohl durch Ein Tässchen Kaffee gefällig?  und  Waschmaschinengespräche  eines Besseren belehrt. Egal, ob Waschmaschine oder Kaffeevollautomat, unsere lieben elektrischen Haushaltshelfer leben mit uns, halten uns auf Trab und führen uns zu neuen Abenteuern. </strong></p>
<p><span class="dropcap">A</span>lles Quatsch?! Oh, nein! Wir haben gerade einen wunderschönen Sonntag verlebt, den wir einer Waschmaschine zu verdanken haben.<br />
„Ich habe da ein kleines Problem“, sagt die Freundin unseres Sohnes. „Ich will doch umziehen. Jetzt habe ich festgestellt, dass meine Waschmaschine zu breit ist. Sie passt nicht dorthin, wohin ich sie stellen will und einen anderen geeigneten Platz gibt es nicht in der neuen Wohnung.“<br />
„Bestimmt kannst du über eine Internetplattform eine schmälere Waschmaschine kaufen“, weiß unser Sohn sofortigen Rat.<br />
„Genau das habe ich schon getan. Ich habe mir in Berlin eine gebrauchte kleinere Maschine gekauft, sie muss nur noch abgeholt werden.“<br />
„Das kann ich ja machen!“, erklärt sich unser Sohn sofort bereit.<br />
„Alleine kannst du sie aber nicht tragen“, mischt sich mein Mann ein. „Ich komme mit!“<br />
Ich werde hellhörig, denn sie vereinbaren plötzlich für Sonntag einen gemeinsamen Waschmaschinenabholtermin.<br />
„Ich glaube ja, ich höre nicht richtig“, sage ich zu meinem Mann. „Ihr macht euch einen schönen Nachmittag in Berlin und ich sitze hier.“<br />
„Wieso schöner Nachmittag? Wir holen doch nur die Maschine ab und kommen gleich wieder zurück.“<br />
„Wer das glaubt, der wird selig!“<br />
Irgendwie bemerkt mein Mann, dass ich leicht eingeschnappt bin, denn den Sonntag habe ich mir anders vorgestellt.<br />
„Dann kommt doch einfach mit!“<br />
„Und die Mutti?“, gebe ich zu bedenken. „Soll sie dann alleine hier sitzen?“<br />
„Nö“, meint meine Mutter. „Ich komme auch mit.“<br />
Nur gut, dass Lottchen, unsere Katze, andere Pläne hat, sonst würde sie vielleicht auch noch mitfahren wollen. Obwohl, &#8211; da die Freundin und zukünftige Waschmaschinenbesitzerin zeitlich verhindert ist und daher nicht mit nach Berlin kommt, wären wir zu viert und würden für Lottchen sicherlich auch noch ein Plätzchen finden.<br />
Okay, nun wäre dieses Problem schon einmal geklärt. Nicht aber die Fahrgelegenheit. Im Kofferraum lässt sich eine Waschmaschine schwerlich von Berlin nach Cottbus transportieren. Es sei denn, wir möchten unbedingt eine Kontaktaufnahme mit der Polizei, die uns in diesem Fall auch bestimmt gerne anhalten und uns ein spezielles Zettelchen überreichen würde. Da dieses Vergnügen jedoch einseitig wäre und uns ein gutes Sümmchen kosten würde, sollten wir eine andere Fahrgelegenheit organisieren.<br />
Aber auch hierfür finden wir eine Lösung. Logisch!<br />
„Wir fahren einfach mit dem Cabrio!“, erklärt mein Peter.<br />
Sollte jetzt jemand annehmen wir transportieren die Waschmaschine bei offenem Verdeck im Innenraum, so könnte zwar diese Idee von uns stammen, aber ich muss trotzdem vehement widersprechen. Und nicht nur wegen der weiteren möglichen Kontaktaufnahme mit der Polizei, sondern weil mein Cabrio eine Anhängerkupplung hat und wir einen Anhänger besitzen.<br />
„Das geht nicht!“, rufe ich allerdings sofort in die Runde und alle Blicke richten sich auf mich.<br />
„Erstens sieht das doof aus, so mit offenem Verdeck und Anhänger. Zweitens ist der Cabrio zu tief und Mutti kommt schlecht aus den Sitzen wieder hoch!“<br />
„Dann nehmen wir doch mein Auto, ich habe schließlich auch eine Anhängerkupplung!“, schlägt unser Sohn vor und schon ist auch das Problem gelöst. Doch wer jetzt glaubt, jetzt würde alles seinen geregelten Gang gehen, der kennt uns nicht.<br />
Zunächst meldet die Freundin Bedenken an, die Waschmaschine könne auf dem ungefederten Anhänger beschädigt werden, da anscheinend auch keine Transportsicherung für die gebrauchte Maschine existent ist. Doch dafür gibt es Spanngurte und Knallfolie, die allerdings an einem anderen Standort untergebracht sind und erst noch geholt werden müssen. Auch zwei Rollbretter könnten dienlich sein, so meinten meine beiden Männer. Und jetzt erfahren wir auch, dass die Maschine in Berlin Marzahn im sechsten Stockwerk eines Mehrfamilienhauses steht.<br />
„Aber es gibt einen Aufzug!“, erläutert uns die Freundin.<br />
„Berlin Marzahn?!“, rufe ich freudig aus. „Da sind doch die Gärten der Welt! Da gehen wir hin!“<br />
„Und in der Zwischenzeit klaut jemand die Waschmaschine“, höre ich schon die nächsten Bedenken.<br />
„Na klar!“, sagt mein Mann. „Der Dieb kommt zufällig mit dem Fahrrad vorbei, sieht den Anhänger, schaut unter die Plane, packt die Maschine auf den Gepäckträger und los geht es!“<br />
Es ist schon seltsam, aber wir schaffen es tatsächlich am Sonntag den Anhänger anzukuppeln, zu viert im Auto zu sitzen, den Motor zu starten und zu unserem Familienausflug aufzubrechen.<br />
Weit kommen wir allerdings nicht. Ich sitze auf der Rückbank und halte drei Briefe in der Hand, die ich noch schnell beim nächsten Briefkasten um die Ecke einwerfen will. Doch der Fahrer hat meine Vorankündigung nicht gehört und fährt natürlich vorbei.<br />
„Ach“, sage ich, „wir werden schon noch einen finden!“<br />
„Soll ich umdrehen?“, fragt unser Sohn.<br />
„Ja!“ , sagt mein Mann.<br />
„Nein!“, sage ich.<br />
„Dann kommen wir heute Abend nach Hause und die Briefe bringen wir wieder mit!“, erklärt mein Mann.<br />
Wie recht soll er doch behalten. Aber nicht heute Abend soll dies der Fall sein, sondern schon in wenigen Minuten.<br />
Zunächst springt bei mir das Kopfkino an:<br />
„Ist die Terrassentür zu?“, frage ich.<br />
„Die ist zu!“, bestätigt mir meine Mutter.<br />
„Und die Garage?“<br />
„Weiß ich nicht, aber da drückt man doch schon automatisch auf die Taste, damit das Tor schließt!“, gibt mein Mann zu bedenken.<br />
„Soll ich umdrehen?“, fragt unser Sohn zum zweiten Mal.<br />
„Nein!“, sagen wir drei im Chor.<br />
„Sonst kommen wir ja nie weg hier!“, betont mein Mann.<br />
Ich neige meinen Kopf zur Seite und schaue ihn an:<br />
„Hast du die Rollbretter mitgenommen?“<br />
„Die hab ich vergessen!“, gibt er unumwunden zu.<br />
„Soll ich umdrehen?“, erkundigt sich unser Sohn nun zum dritten Mal und erhält diesmal ein einstimmiges „Ja!“<br />
Während mein Mann die Rollbretter holt, laufe ich um die Ecke und werfe die Briefe in den Briefkasten ein.<br />
So, nun kann es losgehen.<br />
Denkste!<br />
„Wo fährst du eigentlich hin?“, erkundige ich mich bei unserem Sohn, denn er fährt nicht in Richtung Autobahnauffahrt.<br />
„Wir müssen doch noch die Knallfolie und die Spanngurte holen!“, antwortet er und biegt rechts ab.<br />
„Wenn wir so weiter machen, dann können wir die Waschmaschine abholen und gleich wieder nach Hause fahren, weil wir zu spät dran sind. Die Gärten der Welt können wir dann abhaken“, sage ich.<br />
„Und warum machen wir dann einen Familienausflug?“, gibt unser Sohn zu bedenken. Ich wollte einfach nur die Waschmaschine abholen!“</p>
<p>Die Wahrscheinlichkeit noch vor Einbruch der Dunkelheit in Berlin anzukommen, nimmt rasant ab, als der Fahrer unseres Ausflugsgefährtes die Tankstelle ansteuert. Nun hat nicht nur das Auto Durst und muss mit Benzin befüllt werden, sondern alle Insassen verspüren plötzlich Hunger und Durst. So decken wir uns alle an der Tankstelle auch noch mit Kaffee und sonstigem Proviant ein.<br />
Als wir endlich auf der Autobahn nach Berlin fahren, kommen wir auch nicht gerade flott von der Stelle. Nein, es ist kein Stau. Trotzdem müssen wir mit dem Anhänger im Schneckentempo von achtzig Stundenkilometern die Strecke zurücklegen und zu regnen beginnt es auch noch.<br />
Aber wir kommen an! Es hat sogar aufgehört zu regnen. Wir verleben einen wunderschönen und sonnigen Nachmittag in den Gärten der Welt, holen gegen Abend die Waschmaschine ab, bringen sie heil nach Cottbus und liefern sie bei der Freundin unseres Sohnes ab, die uns und die Maschine glücklich empfängt.<br />
„Das war wieder einmal filmreif!“, höre ich unseren Sohn sagen.<br />
„Stimmt! Man sollte über unsere chaotische Familie einen Film drehen, das wäre bestimmt hollywoodreif und oskarverdächtig!“<br />
Von den „Gärten der Welt“ werde ich Euch in meinem nächsten Beitrag berichten und ich bin mir sicher, dass sie Euch ebenfalls gefallen.</p>
<p>Vielleicht möchtet Ihr auch das noch lesen:</p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/same-same-but-different/">Same, same, but different</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/same-same-but-different-teil-2/">Same, same, but different (Teil2)</a></p>
<p><a href="http://lifetellsstories.de/das-bin-ich-und-noch-viel-mehr/">Das bin ich&#8230;und noch viel mehr</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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